Journalisten dienen dem Gemeinwohl + Ein Frage der Interpretation + Veruntreute Bistumsgelder + Anständig bekleidet + Eine kriminelle Organisation
Journalisten dienen dem Gemeinwohl
Vatikan. Der Vatikan veröffentlichte am gestrigen Fest des Heiligen
Franz von Sales – des Patrons der Journalisten –, die ‘Botschaft zum Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel’.
Medien hätten die Macht, „die gesamte menschliche Gesellschaft zu beeinflussen“, schreibt Benedikt XVI.
Sie dienten dem Gemeinwohl, und dazu brauche es „Erziehung, Teilhabe und Dialog“. Journalisten sollten
stets aufgefordert werden, präzise zu berichten, Sachverhalte vollständig zu erläutern und die verschiedenen
Positionen fair darzustellen. Besonders wichtig sei es, die Ehe und das Familienleben hochzuhalten und
zu unterstützen, eben weil diese zu den Fundamenten jeder Kultur gehörten.
Ein Frage der Interpretation
Peru. Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano sandte im Auftrag des Papstes eine Botschaft an die rund
800 Teilnehmer einer Konferenz über das Zweite Vatikanum in der peruanischen Hauptstadt Lima. Das Konzil
müsse korrekt gelesen und richtig interpretiert werden, meinte der Kardinal. Dann werde es zunehmend
zu einer „Kraft der immer notwendigen Erneuerung der Kirche“. In diesem Sinn sei das Konzil einerseits
ein Geschenk und andererseits eine Herausforderung. An der Konzilskonferenz, die am 22. Januar zu Ende
ging, nahmen ein Kardinal, zwei Erzbischöfe und ein Bischof teil.
Veruntreute Bistumsgelder
Schweiz.
Der ehemalige Offizial des Westschweizer Bistums Lausanne-Genf-Freiburg wird beschuldigt, Hunderttausende
Franken veruntreut zu haben. Dies berichteten die ‘Freiburger Nachrichten’. Ein Offizial ist ein Präsident
eines kirchlichen Gerichtes. Der aus Peru stammende Priester war im Jahr 2003 von seinem Amt zurückgetreten.
Das Bistum reichte gegen den Kleriker eine Klage ein, weil bei der Erstellung von Urkunden und in der
Vermögensverwaltung Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden. Jetzt stellt sich heraus, daß die anfängliche
auf 160.000 Franken – 100.000 Euro – geschätzte Veruntreuungssumme offenbar viel höher ist.
Anständig
bekleidet
Österreich. Drei islamische Väter sollen angeblich von den Lehrerinnen einer Linzer Primarschule
verlangt haben, im Unterricht ein Kopftuch zu tragen. Dies berichtete die Lokalpresse. Linz ist die Hauptstadt
von Oberösterreich. Der zuständige Landesschulratspräsident bezeichnete die Forderung als „Wahnsinn“.
Die betroffenen Kinder verweigern gegenüber den Lehrerinnen offenbar auch die Anrede in der „Sie“-Form.
Frauen würden diese Anrede nicht verdienen. Angeblich soll sich ein Vater bei einem Gespräch mit den
zuständigen Behörden „relativ einsichtig“ gezeigt haben. Drei Viertel der 178 Kinder in der betroffenen
Primarschule haben nicht Deutsch als Muttersprache.
Eine kriminelle Organisation
Deutschland. Der Schriftsteller
und Nobelpreisträger Günter Grass (78) bezeichnete den US-Spionagedienst CIA als kriminelle Organisation:
„Wir alle wissen, daß die USA mit ihrem Geheimdienst CIA eine kriminelle Organisation unterhalten“. „Aber
nur wenige sagen dies auch“, meinte Grass auf einer Podiumsdiskussion in Oviedo in Nordspanien nach Angaben
des Webportals ‘Vorarlberg-Online’.
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3 Lesermeinungen
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@lukreciab nicht zu vergessen, die von der cia gestützten Todesschwadrone in El Salvador, und die Ermordung
des Erzbischof Romero durch ein CIA Offizier.
#2 Beobachterin 17:11:57 | Mittwoch, 25. Januar 2006
Kopftuch für alle Kennen wir das nicht irgendwie? Zuerst wird eine unsinnige Forderung erhoben, die allenthalben
Empörung, wenigstens aber Unverständnis hervorruft. Nach und nach gibt es mehr und mehr Argumente dafür
und – mögen sie auch noch so fadenscheinig sein – der Gedanke scheint überhaupt nicht mehr fremd. Und
letztendlich wird das Unnormale normal.
CIA – Eine kriminelle Organisation Ja das ist wohl nicht mehr so neu, dass der CIA eine kriminelle Organisation
ist. Das wissen wir nun schon seit mehr als 30 Jahren, denn am 11. September 1973 wurde die demokratisch
gewählte Regierung unter Salvador Allende durch Faschisten unter der Führung von General Augusto Pinochet
mit Hilfe des US-amerikanischen Auslandgeheimdienstes CIA gestürzt. Den putschenden Militärs fielen
nur schon in den ersten Tagen etwa 3000 Chilenen zum Opfer.