Kinderabtreibung
Verschwörung des Schweigens
In Paris demonstrierten am Samstag 10.000 Menschen für das Lebensrechte ungeborener Kinder. Doch nach ihnen krähte kein Hahn. Bilder.
(kreuz.net, Paris) Die Großkundgebung für das Leben wurde von der Plattform „30 ans ça suffit“ – zu Deutsch: „30 Jahre: Das reicht“ – organisiert.

In Frankreich jährt sich die Suspendierung des Rechtsstaates durch die Leugnung des Lebensrechtes ungeborener Menschen zum 31. Mal.

Seit 1975 wurden mehr als 6 Millionen französische Kinder abgetrieben. Unter ihnen befanden sich ungefähr 3 Millionen Mädchen.

Die bei der Großkundgebung anwesenden Polizisten beschlossen, von den versammelten Demonstranten nur jeden fünften zu zählen und schätzten die Zahl der Anwesenden so auf 2000.

Bei der Kundgebung wurden tausende Luftballons in allen Farben verteilt. Die Lebensrechtler trugen Schilder, Banner und Transparente mit folgenden Aufschriften:

„30 Jahre: Das reicht“

„Tötet sie nicht“

„Wenn du den Frieden willst, verteidige das Leben“

„Das empfangene Kind ist jemand“

„Nicht morgen: Heute!“

Einige Jugendliche stiegen auf Telefonzellen.

Andere kletterten auf den Sockel der sogenannten „Statue der Republik“. Sie steckten ein Banner in die Hand einer Figur, die Teil des Monumentes ist. Auf dem Platz erklangen Musikinstrumente und die Demonstranten schwenkten Fahnen aller Herren Länder.

Schließlich setzte sich der Lebenszug in Bewegung. Vorne gingen die Jugendlichen und sangen rhythmische Lieder: „Wenn ich Präsident wäre, würde kein einziges Kind mehr ein tragisches Ende nehmen.“

In der Mitte des Zuges – so die Nachrichtenseite ‘Le Selon Beige’ – ging es gemäßigter und katholischer zu: Man betete den Rosenkranz und sang „Christus regnat“.

Lebensrechtsdemonstration: „30 Jahre: Das reicht!“
Am 22. Januar versammelten sich 10.000 Menschen zu einer Großkundgebung für die Lebensrechte der ungeborenen Kinder in Paris.Von den 10.000 Demonstranten zählte die Polizei nur jeden fünften: Es sollen nur so 2000 gewesen sein.10.000 Demonstranten prangern die Kinderabtreibung ebenso an wie das Experimentieren mit Kleinstkindern.

Die Großdemonstration wurde von der französischen Staatspresse praktisch ignoriert.

„10 Sekunden im Fernsehen“ – schrieb ‘Le Selon Beige’. In den spanischen Medien gab es wesentlich mehr Berichte über den Pariser Lebensmarsch als in den französischen.

In einer Mitteilung am Ende des Lebensmarsches betonen die Veranstalter, daß das Recht des Menschen auf Leben international sei.

Die Stellungnahme verweist auf Lebensmärsche in den USA anläßlich der dortigen Jährung des Kinderabtreibungsgesetzes vom 22. Januar 1973. Am vergangenen Montag versammelten sich in Washington mehr als hunderttausend Lebensrechtler – darunter mehrere katholische Bischöfe – um das Ende der Schlächterei von Ungeborenen in den USA zu fordern.
      
6 Lesermeinungen
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#6   Pero   22:01:09 | Samstag, 4. Februar 2006
@Julia
…waren Sie erwünscht?
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#5   Julia   20:05:54 | Samstag, 28. Januar 2006
Abtreibung
Besser Abgetrieben als nicht Erwünscht.
Julia.
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#4   zwobbel   08:52:40 | Freitag, 27. Januar 2006
Papa, was hast Du damals dagegen getan?
an Benedikt78
ja es gibt die 1000-Kreuze Aktion z.B. in Berlin im Herbst. Auch anderswo.
@gotthard
In Europa ist es noch so, daß Mädchen und Jungen etwa gleichermaßer getötet werden. Anders als z.B. in China. Dort haben sie jetzt Mädchenmangel, weil sie Mädchen noch weit häufiger getötet haben als Jungen. Die angegebene Absolutzahl kommt hin, weil sie etwas niedriger ist als in Deutschland, welches ja eine etwa höhere Bevölkerungszahl hat(te?). In Deutschland sind in 30 Jahren und je 300.000 getöteten Kindern im Jahr rein rechnerisch 9Millionen Opfer zu beklagen. Selbst wenn so eine Abschätzung zu pessiminstisch ist, so wären auch bei 10% Fehler immer noch 8Millionen Tote einfach nur grauenhaft.
an Beobachterin
Ja so ist es. Habe selbst schon an Lebensrechtsdemos teilgenommen, wo danach NICHTS kam. Aber über jeden sprichwörtlichen Pfurz eines linken Hohlkopfes wurde berichtet.
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#3   Beobachterin   08:29:25 | Freitag, 27. Januar 2006
tendenziöse Medien
Diese Medienpraxis kennen wir zur Genüge. Die Mehrzahl der Medien war stets zu allen Zeiten der Obrigkeit und dem Zeitgeist zu Diensten und arbeitet mit ihnen Hand in Hand.
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#2   Gotthard   15:35:23 | Donnerstag, 26. Januar 2006
überraschend
Seit 1975 wurden mehr als 6 Millionen französische Kinder abgetrieben. Unter ihnen befanden sich ungefähr 3 Millionen Mädchen.
Kann diese Äußerung belegt werden?
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#1   Benedikt78   15:17:02 | Donnerstag, 26. Januar 2006
Wann?
Wird so was im grossen Stil im deutschsprachigen Teil Europas organisiert?
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