Benedikt XVI.
Erste Reaktionen
Die heute mittag veröffentlichte erste Enzyklika des Papstes wird von allen gelobt: Bischöfe und Kirchenkritiker sind gleichermaßen begeistert.
Bischof von Mainz, Karl Kardinal Lehmann

„Über den ökumenischen Aspekt habe ich schon eingangs gesprochen. Dieser Zusammenhang kommt direkt nur an einer Stelle vor (vgl. Nr. 30, Ende), aber es ist wohl überdeutlich geworden, daß diese Enzyklika durch den tiefen Rückgang auf die Bibel und die grundlegende Botschaft, die von den anderen Kirchen wohl nicht sehr verschieden gesehen werden kann, einen radikalen ökumenischen Charakter hat, auch wenn dieser mehr mittelbar in Erscheinung tritt.

Auch die Wahl des heutigen Tages spricht ja auch eine eigene Sprache.

Es ist ein theologisch, spirituell, pastoral und sozial tief angelegter Impuls, mit dem der Papst uns für die Sendung in der heutigen Welt mehr Mut machen will. Dafür danken wir ihm.“

Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn

„Nun liegt sie vor mir, die erste Enzyklika von Papst Benedikt. Was wird er wohl an Programmatischem sagen, so lautet seit Wochen die Frage? Der hochbetagte Apostel Johannes hatte in seinen Briefen eigentlich nur eines zu sagen.

Nur eines lag ihm am Herzen, und deshalb kommt er immer wieder darauf zurück: ‘Gott ist die Liebe’ (1 Joh 4,16). Papst Benedikt hat als erstes und wichtigstes Wort zu Beginn seines Pontifikats nur dieses eine zu sagen, das alles andere zusammenhält und allem Sinn gibt: ‘Gott ist die Liebe’.

Wenn ich einen ersten Eindruck von dieser ersten Enzyklika zu formulieren suche, so ist es der: voll Kraft, Klarheit und Hoffnung!“

Bischof von Basel, Mons. Kurt Koch

„Indem Papst Benedikt XVI. eine theologische Meditation über die Liebe vorlegt und die Diakonie als fundamentale Aufgabe der Kirche würdigt, zeigt er nicht nur die Menschlichkeit und Schönheit des christlichen Glaubens auf, sondern ratifiziert er damit auch, was sein Pontifikat seit Beginn auszeichnet und was die Kirche heute so dringend nötig hat:

Eine wahre Reform aus den Wurzeln des Glaubens und durch die Konzentration auf das Wesentliche. Dies ist, wenn man es denn so nennen will, das entscheidende ‘Regierungsprogramm’ von Papst Benedikt XVI.

Wir dürfen dem Heiligen Vater für diese eingängige, eindringliche und von tiefem Glauben getragene Enzyklika dankbar sein und uns von ihr ermutigen lassen, die Liebe noch entschiedener zu leben und so von der grenzenlosen Liebe Gottes in der heutigen Welt in Wort und Liebestätigkeit glaubwürdig Zeugnis zu geben.“

Wiener Pastoraltheologe, Hw. Paul Michael Zulehner

Hw. Zulehner bezeichnete die Enzyklika vor der österreichischen Presseagentur als „Kurzfassung des Innersten des Christentums“. Der Papst habe erkannt, „daß man mit dem Moralisieren den Menschen nicht hilft“ und widme sich daher mystischen Fragen.

Der Pastoraltheologe betonte, daß sich die Enzyklika nach ihrem Stil deutlich von jener früherer Päpste unterscheide. Es handle sich um eine „Enzyklika mit neuer Qualität“. So versuche Benedikt XVI. die Glaubensbotschaft bewußt „in einer säkulären Sprache zu vermitteln“.

In einer Zeit religiöser Pluralität strebe er eine „Elementarisierung der Botschaft des Christentums“ an, um diese „durch Klarheit zu positionieren“. Es sei der Versuch, auf wenigen Seiten zu sagen, was das Christentum ausmache, damit sich „die Leute auskennen“.

Hw. Hans Küng

Der Schweizer Theologe Hans Küng würdigte die erste Enzyklika von Papst Benedikt XVI. als „respektables, solide und differenziert gearbeitetes Dokument“. Allerdings habe die Enzyklika auch Grenzen.

Viele Katholiken seien bestimmt froh, daß diese erste Enzyklika des neuen Papstes „kein Manifest des Kulturpessimismus oder leibfeindlicher kirchlicher Sexualmoral“ sei, sondern sich „einem zentralen theologischen und anthropologischen Thema“ widme.

„Ich wünschte uns eine zweite Enzyklika: nicht über die Liebe Gottes und Jesu Christi und über das caritative Handeln der Kirche und ihrer Organisationen, sondern über Strukturen der Gerechtigkeit in der institutionellen Kirche selber und den liebevollen Umgang mit allen verschiedenen Gruppen.“

Hw. Küng spricht von den „Frauen und Männern, die Verhütungsmittel gebrauchen“, den „Geschiedenen und Wiederverheirateten“, den „wegen des Zölibats ausgeschiedenen Priestern“, von den „kritischen Stimmen in der Kirche“ und den „protestantischen und anglikanischen Amtsträgern, denen man die Gültigkeit ihrer Abendmahlsfeiern abspricht“.

„Wir sind Kirche“

Ein Mitglied des Bundevorstandes der kirchenfeindlichen und stark auf sexuelle Themen ausgerichtet Bewegung ‘Wir sind Kirche’, Sigrid Grabmeier, erklärte vor der ‘Leipziger Volkszeitung’, daß sie in der Enzyklika eine hoffnungsvolle Botschaft sehe.

Allerdings spreche der Papst leider nicht über die Caritas innerhalb der Kirche: „Dabei wäre dies nötig, denn innerkirchlich wird diese Liebe oft nicht gelebt.“

Positiv sei dagegen die ökumenische Wirkung der Enzyklika. „Das ist ein sehr positiver Aspekt des Textes. Die Enzyklika erreicht Katholiken wie Protestanten, vielleicht sogar Menschen ohne Gottesbezug. Die Botschaft, daß Liebe etwas komplettes ist und nicht aufteilbar in körperliche und geistige Liebe, das wird hohe Wirkung haben.“
      
27 Lesermeinungen
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#29   Benedikt   11:53:22 | Samstag, 28. Januar 2006
@ Gatte
Bezüglich des Relativismus beispielsweise hat der Heilige Vater ja schon kurz vor seiner Wahl deutliche Worte gefunden. Es muss mE doch darauf geachtet werden, dass hier eine gewisse Ausgewogenheit herrscht. Einem Papst, der NUR das große Lamento und die Keule des Verdammens führt, dem hört man irgendwann einfach nicht mehr zu, Motto: „Ach der schon wieder.“ Ein Papst muss mehr zu bieten haben als Verdammungen, Verurteilungen, Belehrungen. Das Joseph Ratzinger gegen Irrlehren und falsche Strömungen vorgehen kann, hat er oft genug bewiesen. Er wird es auch wieder tun, wenn es nötig sein sollte.
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#28   Jean   12:16:19 | Freitag, 27. Januar 2006
@evelin
Ihre Antwort auf Benedikt halte ich nicht für zutreffend. Dass der Hl. Vater ein Lehrschreiben über die Liebe verfasst, ist wohl kaum „Zeitverschwendung“, zumal es ihm gerade um den Konnex von Liebe undWahrheit geht. Vor diesem Hintergrund unterscheidet er die verschiedenen Arten der Liebe, ohne die eine auf die andere zu reduzieren. Er setzt aber die Liebesarten in wertende, also hierarchische Beziehung zueinander – Maßstab dabei ist die Bedeutung der jeweiligen Liebesart für das Glücken eines Menschenlebens vor dem Anspruch der Göttlichen Wahrheit, d.h. für die Seligkeit.
Außerdem fordert der Hl. Vater durch Stil und Inhalt seines Schreibens ein, dass auch von Säkularen die Religion als Religion ernstgenommen wird – und nicht nur als zufällige Unterfütterung zu konkreten politischen Zielen.
Das ist umso glaubwürdiger, als der Papst die politische Auseinandersetzung (z.B. Bioethik-Referendum in Italien)durchaus nicht scheut und sich keineswegs durch innerkirchliches „Bravo“ oder „Buh“ steuern lässt, wo es um die Lehre der Wahrheit geht.
Ganz getreu dem Spruch „Cooperatores Veritatis“.
Wenn das
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#27   Evelin   11:32:24 | Freitag, 27. Januar 2006
Von enzyklisch-päpstlicher Liebe bis zu rechtsstaatlicher Todesstrafe
@ Benedikt: Aufgrund des fortgeschrittenen Alters des Hl. Vaters (Jahrgang 1927) kann er nicht davon ausgehen, dass er beliebig viel Zeit hat, das auf Erden mehr Not leidende als „pilgernde“ Gottesvolk wie ein Hirte seine Schafe zu stärken. Wenn er seine knappe Zeit dafür verwendet, Literatur über die Liebe (meinethalben Weltliteratur) anzufertigen, ist das aus meiner – wie ich meine, gut begründten – Sicht Zeitverschwendung.
Nämlich wenn es international genug Nöte der Christenheit gibt, die zu besprechen wären, genug Irrlehren, welche zurückzuweisen wären. Oder schon beim Thema Liebe; zu dieser gehört auch die Gottesliebe, welche sich vorrangig im Hl. Meßopfer verwirklicht. Da sollte ihm etwas zu Handkommunion et al. einfallen.
Oder das Verhältnis Liebe und Wahrheit. Da Gott beides ist, gibt es das eine ohne das andere nicht. D.h. wer nicht in der Wahrheit steht (die sich wesentlich in den Geboten und Lehren Christi und der Kirche zeigt), kann gar nicht in der Liebe stehen, weil Gott, durch den allein wahre Liebe möglich ist, nicht in sich gespalten ist. Leermeldung indessen in der Enzyklika.
@ Düdlidü: Das Gebot kenne ich, es lautet richtig übersetzt: „Du sollst nicht morden“. Eine Todesstrafe, die in einem rechtsstaatlichen Verfahren verhängt wird, fällt schon begrifflich nicht darunter. So hat das Kirche immer gelehrt.
Der Gatte der Evelin
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#26   Benedikt   01:19:17 | Freitag, 27. Januar 2006
@ Gatte
Papst Benedikt XVI. hat mit dieser Enzyklika niemandem weh getan. Mit diesem Dokument hat er an den eigentlichen Problemen der Zeit elegant vorbei geplaudert, selbst wenn ihm inhaltlich kein Fehler nachzuweisen sein sollte.
Glaube muss also weh tun, sonst taugt er nichts oder wie? Seltsame Interpretation.
für sich allein genommen, genuin christliche – Werte wie Liebe und Barmherzigkeit betont, also den Bereich, den die Gegner der Hl. Kirche dieser zu gestehen, und über den riesengroßen Rest kein Wort verliert
Den ganzen Glauben kann man nicht in eine Enzyklika packen. Hier ging es eben mal um die Liebe. Den Relativismus hat er schon kurz vor dem Konklave gegeißelt. Jetzt halt mal etwas zu diesem Thema. Was ist das eigentlich für ein Religionsempfinden, wenn man dauernd nur darauf hofft, dass jemand mit dem Holzhammer draufhaut?
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#25   DemonDeLuxe †   01:00:38 | Freitag, 27. Januar 2006
@der bedauernswerten Evelins Gatte
Schwatzen Sie nicht. Trotz aller Liturgieverliebtheit werden Sie das 5. Gebot nicht vergessen haben, nehme ich doch an? Natürlich, Sie werden jetzt wieder mit irgendwelchen, Ihrer Meinung nach gelehrten, Ausflüchten kommen. Dazu ist zu sagen: Wenn Ihrem Gott die Ausnahmefälle so wichtig gewesen wären, hätte er sie mit auf die Tontafeln gravieren lassen.
Die einzige Rechtfertigung für das Töten eines Menschen ist die Notwehr; Sie aber plädieren für die Tötung, wo zum Zwecke der Bestrafung / des Schutzes weitaus humanere Möglichkeiten existieren. Ihr Motiv ist das der Rache – ich brauche Ihnen wohl nicht zu sagen, wem diese IHRER Schrift nach gehört.
Davon abgesehen,würde ich Ihnen das natürlich nicht vorhalten, wenn diese religiösen Gebote nicht mit denen der Ethik und des gesunden Menschenverstandes übereinstimmten, was aber gerade in diesem Fall sehr eindeutig zusammenfällt.
Da, wo andere Menschen den Verstand und das Herz sitzen haben, haben Sie einen Zettel mit Bibelzitaten und liturgischen Vorschriften – das ist das hässliche Abziehbild von einem Christen.
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#24   Evelin   23:39:37 | Donnerstag, 26. Januar 2006
Düdelidü – überrascht durch eigene Unkenntnis…
vorbehaltloses Eintreten für die Verübung glatter Todsünden
Aus welcher Quelle entnehmen Sie, dass die Verhängung oder Vollstreckung der Todesstrafe jemals von irgendeiner katholischen Autorität (von so „Kleinigkeiten“ wie dem päpstl. Lehramt, um Ihnen die Sache nicht zu schwer zu machen, einmal abzusehen) als Todsünde angesehen wurde? Und zwar generell, nicht etwa in einem allenfalls problematischen Einzelfall.
Der Gatte der Evelin
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#23   DemonDeLuxe †   23:12:40 | Donnerstag, 26. Januar 2006
@Evelins Gatte
Bei Ihnen sollte ich es zwar inzwischen besser wissen, als mich noch zu wundern – aber Ihr vorbehaltloses Eintreten für die Verübung glatter Todsünden erstaunt dann doch mehr als nur ein wenig.
Sind Sie eigentlich sicher, dass das, was Sie das glauben, irgendetwas mit „Christentum“ zu tun hat und nicht doch einer der bösartigeren Kulte der Kali ist? Reden tun Sie jedenfalls so. Und, nein, das geschwätzige Verweisen auf Früheres á la „aber wir haben ja schon immer gemordet,also ist das auch gut und richtig“ wendet da gar nichts zum Besseren.
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#22   Evelin   21:47:35 | Donnerstag, 26. Januar 2006
Auch bei der Todesstrafe soll man nicht dem Zeitgeist hinterdreintrompeten!
@ Ansgar & Methusalix: Die Behauptung, aus der Geschichte mit der Ehebrecherin ergebe sich eine Ablehnung der Todesstrafe durch Christus, mag als subjektivistisch-protestantische Selbstbeweihräucherung („ich bin so lieb“ – „make love not schrott“) gut gemeint sein, eines ist sie gewiß nicht: Der Tradition entsprechend und katholisch.
Ich befürworte die Todesstrafe im ordentlichen Strafverfahren für entsprechend schwere Verbrechen (z.B. Völkermord, Mord, Raubüberfall oder Vergewaltigung mit Todesfolge). Begründung: Die vielhundertjährige Erfahrung der kath. Kirche mit der seelsorglichen Betreuung von Todeskandidaten beweist eindrücklich, dass in so einem Falle auch sehr Hartgesottene zur Bekehrung bereit sind, was bei einer Gefängnisstrafe (die einmal ein Ende hat) nicht der Fall ist.
Wichtiger als das irdische Leben ist das ewige Leben. Letzteres wird zum Tod Verurteilten (auch unschuldig Verurteilten) nicht genommen, im Gegenteil, sie können sich gezielt vorbereiten, zum Unterschied von den meisten anderen Menschen.
Der Gatte der Evelin
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#21   methusalix †   18:38:14 | Donnerstag, 26. Januar 2006
Todesstrafe – fürwahr ein „heyss Eisen“!
und schon sind wir wieder bei der schiedlichen Trennung von, ja von was oder wem eigentlich? Christus-Anhänger und Christus-Gegner? Befürworter der Todesstrafe und Gegner der Todesstrafe? Katholiken und solchen, die a priori für die Hölle bestimmt sind?
Dabei ging es eigentlich darum, dass Hans Küng „eigentlich“ gar kein Theologe ist und der Islam eine gewalttätige Religion sein soll.
Also ich gehöre, wie Jeus Christus (siehe zu steinigende Frau), zu den Gegnern der Todesstrafe und bin, zusammen mit den Historikern, der Meinung, dass die katholische Kirche eine ganz schöne Blutspur in der Geschichte hinterlassen hat. Dabei haben wir dem Islam gar nichts voraus.
Benedikt hat in seiner ersten Enzyklika die Eigenschaft unserer Religion herausgestellt, die wir am meisten beachten und fördern müssen: die Hinwendung zur Liebe, zur Liebe Gottes zur Nächstenliebe und nicht zuletzt zur Liebe zu uns selbst. Wer das nicht kann oder will, ist als Mensch verloren.
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#20   Ansgar   16:31:27 | Donnerstag, 26. Januar 2006
Widerspruch!
Christus lehnt die Todesstrafe ab (außer für sich selbst). Die verhinderte Steinigung der Ehebrecherin ist beredt genug. Das Leben kann nur der nehmen, der es gab – Gott. Wenn Sie, Gatte der Evelin, das anders sehen, schwimmen Sie als Christ in gefährlicher Nähe jener, die ungeborene Kinder ermorden.
Rosalinde: Nicht immer dieses armselige Verfolgungspathos von Homos etc. Das nervt ungeheuer.
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#19   Rosalinde   15:06:14 | Donnerstag, 26. Januar 2006
@Gatte der Evelin
Wer die Todesstrafe ablehnt ist christlicher als Christus (der sie niemals abgelehnt hat) und päpstlicher als das Lehramt, welches auch noch im KKK 1983 die Todesstrafe für zulässig erklärt.
Befürworten Sie die Todesstrafe? Und wenn ja, mit welcher Begründung? Vor allem, für wen- Homosexuelle, Abtreibungsbefürworterinnen, Muslime und Rapsänger vielleicht? Auf die Antwort gespannt…
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#18   Evelin   14:26:13 | Donnerstag, 26. Januar 2006
@ Höck: Nein!
Ein Justizmord kann auch anders erfolgen. Durch Vernachlässigen in der Haft, Einweisung in ein KZ oder Arbeitslager, Anstiftung zum Mord durch anderen Häftling usw.
Wer die Todesstrafe ablehnt ist christlicher als Christus (der sie niemals abgelehnt hat) und päpstlicher als das Lehramt, welches auch noch im KKK 1983 die Todesstrafe für zulässig erklärt.
Der Gatte der Evelin
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#16   Evelin   11:36:32 | Donnerstag, 26. Januar 2006
Zu Methusalix nur ein Wort
Ein Todesurteil ist nicht gleichzusetzen mit Justizmord!
Für den Fall, dass Sie zwischen Mord und gerechtfertigter Tötung unterscheiden wollen…
Der Gatte der Evelin
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#15   methusalix †   11:16:28 | Donnerstag, 26. Januar 2006
@bendikt78 und evelines gatten
Benedikt78: Zu Küng…Ich frage mich aber, wie man das Christentum mit dem gewalttätigen Islam, dem kastengesteuerten Hinduismus und dem philosophisch angehauchten Buddismus fusionieren will…
Evelin:…Küng (der nicht das Wort Gottes verkündet, sondern seine eigenen Ideen, die zwischem gottlosen Humanismus, Soziologie und Anthropologie angesiedelt sind)…
…Es geht darum, dass das Wort Gottes wieder ungeschmälert verkündet wird: Euer Ja sei ein Ja und Euer Nein ein Nein. Christus: „Denkt Ihr, ich bin gekommen den Frieden zu verkünden? Nein, nicht den Frieden, sondern das Schwert“.
…@ Düdelidü: Ganz richtig erkannt: Hus wurde zu Recht verbrannt, Küng ist kein Theologe. Wenigstens lernen Sie etwas auf diesem Forum hinzu…:-)
Der Gatte der Evelin
Irgendwie, liebe Mitdiskutanten ist Ihnen da etwas stark durcheinander geraten. Einerseits wird der Islam als gewalttätig bezeichnet (implizit damit der Katholizismus als friedfertig), gleichzeitig wird päpstlich und kaiserlich sanktioniertem Justizmord das Wort geredet und Gott zitiert, als gäbe es kein Morgen.
Und, Evelines Gatte, warum muss jede Philosophie, die sich nicht „päpstlicher Unfehlbarkeit“ unterwirft, gleich „gottlos“ sein? Das ist ein durchweichter Pappkamerad, den Sie da aufbauen, nach dem Motto: „Wer unsere katholischen „Werte“ nicht voll und ganz akzeptiert, der hat gar keine Werte!“ Die Realität sieht da, Dank sei Gott, doch ein klein wenig anders aus.
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#14   Catholicus   10:32:28 | Donnerstag, 26. Januar 2006
Weitere Hinweise
@Benedikt78
Die kirchliche Lehrerlaubnis würde Hans Küng nicht wegen der Konzeption eines (durchaus mangelhaften und teilweise irrigen) „Weltethos“ entzogen, sondern wegen seiner ausdrücklichen Leugnung der päpstlichen Unfehlbarkeit.
@Evelins Gatte
Weil Benedikt XVI. ein guter Missionar und Katechet ist, setzt er beim Zentralen der christlichen Glaubensbotschaft an. Nur wenn wir wirklich begreifen, dass „Gott die Liebe ist“ (1 Joh 4,8.16), können wir auch die übrigen Wahrheiten des Glaubens annehmen und durch Wort und Zeugnis verkünden.
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#13   Evelin   10:21:39 | Donnerstag, 26. Januar 2006
Das viele Lob zur ersten Enzyklika zeigt eines:
Papst Benedikt XVI. hat mit dieser Enzyklika niemandem weh getan. Mit diesem Dokument hat er an den eigentlichen Problemen der Zeit elegant vorbei geplaudert, selbst wenn ihm inhaltlich kein Fehler nachzuweisen sein sollte.
Wobei die eigentl. Probleme nicht so gelagert sind, wie der Pseudotheologe Küng (der nicht das Wort Gottes verkündet, sondern seine eigenen Ideen, die zwischem gottlosen Humanismus, Soziologie und Anthropologie angesiedelt sind) meint.
Es geht darum, dass das Wort Gottes wieder ungeschmälert verkündet wird: Euer Ja sei ein Ja und Euer Nein ein Nein. Christus: „Denkt Ihr, ich bin gekommen den Frieden zu verkünden? Nein, nicht den Frieden, sondern das Schwert“.
Anders ausgedrückt: Die Enzyklika sattelt auf dem Zeitgeist auf, insoferne sie – für sich allein genommen, genuin christliche – Werte wie Liebe und Barmherzigkeit betont, also den Bereich, den die Gegner der Hl. Kirche dieser zu gestehen, und über den riesengroßen Rest kein Wort verliert.
@ Düdelidü: Ganz richtig erkannt: Hus wurde zu Recht verbrannt, Küng ist kein Theologe. Wenigstens lernen Sie etwas auf diesem Forum hinzu…:-)
Der Gatte der Evelin
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#12   Benedikt78   10:17:43 | Donnerstag, 26. Januar 2006
Zu Küng
Küng hatte das Lehramt inne. Dieses wurde ihm aber enzogen, nachdem er seine wirren Gedanken in Form eines Weltethos über die Gesellschaft ergoss.
Der Weltethos vertritt die Meinung, dass alle Religionen göttlich inspiriert seien und einen Kern Gottes beinhalten. Also könne man alle Religionen vereinigen. Zu einem einzigen Weltethos eben!
Ich frage mich aber, wie man das Christentum mit dem gewalttätigen Islam, dem kastengesteuerten Hinduismus und dem philosophisch angehauchten Buddismus fusionieren will. Ich habe seine Argumentationen gelesen. Er hat beim Islam verschiedene Verse aus dem Koran zitiert, die seine These untermauern sollen. Aber diese Verse wurden willkürlich gekürzt, ohne dass man die Zensur als solche gekennzeichnet hätte. Er bedient sich sehr fragwürdiger Methoden. Doch seine Botschaft ist sehr zeitgeistgemäss!
Ich kann ihn nicht wirklich ernst nehmen. Er kommt mir vor, wie ein kleiner Junge, der einen Lutscher bekommt und sobald er ihn in den Händen hat einen anderen, noch grösseren will.
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#11   Sozialkatholisch   09:30:55 | Donnerstag, 26. Januar 2006
Kueng
Wenn Küng auch ein Theologe ist , so ist er im katholischem Sinn ein häretischer Thologe.
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#10   Agiafortuni   09:26:07 | Donnerstag, 26. Januar 2006
Küngs ewiges Geschwätz
Es ist das gute Recht Küngs eine Meinung zu vertreten. Sie als katholischen Standpunkt an den Mann bringen wollen ist nicht zulässig und ich frage mich bloss, wie lang braucht es noch bis Benedikt XVI im endlich die Türe zeigt
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#9   28.IX-28.X   09:19:10 | Donnerstag, 26. Januar 2006
Unsere
lieben Herrn Bischöfe und Theologen, (auch Antitheologen) freuen sich wieder über den Ökumenissmus; das Katholisch haben sie schon lange übers Bord geworfen.
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#7   DemonDeLuxe †   01:50:11 | Donnerstag, 26. Januar 2006
Jaja…
Küng ist kein Theologe und Hus wurde völlig zu Recht verbrannt. Wunderbare (Scheiben-)Welt des Brandenburgis.
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#6   methusalix †   01:38:25 | Donnerstag, 26. Januar 2006
Brandenburger,
wenn Küng kein Theologe ist, ist dann der Papst der Papst oder Kardinal oder Bischof oder Pfarrer oder Kaplan oder alles zusammen oder ist er überhaupt Theologe und katholisch oder nichts von alledem?
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#5   Gotthard   00:33:48 | Donnerstag, 26. Januar 2006
Brandenburger
Wenn Hw Hans Küng kein Theologe ist, wer dann?
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#4   Pater Lingen   21:42:25 | Mittwoch, 25. Januar 2006
Von allen gelobt?
Zunächst muss es natürlich zu denken geben, wenn Küng den Text als „„respektables, solide und differenziert gearbeitetes Dokument“ bezeichnet.
Aber selbst wer nicht weiß, wofür Küng eigentlich steht („Nach Auschwitz, dem Gulag und zwei Weltkriegen kann man nicht mehr vollmundig von »Gott, dem Allmächtigen« reden“, „Credo“ für „Publik-Forum“), zeigen doch die Ereignisse um „katholisch.net“, wie weit es mit der „Liebe“ bei diesen Herren her ist.
Da wird ein katholischer Priester finanziell zerstört, „psychiatrisch“ bearbeitet, zu Kerker verurteilt etc., weil er unter katholisch.net Zugang zu päpstlichen Enzykliken, katholischer Dogmatik etc. angeboten hat.
Was ist dort aber jetzt zu sehen:
„Keine Kirche – Menschen beten Jesus war kein Kirchgänger!, sexkontakte erotik, Frauen, Shopping“
Das ist das wahre Gesicht der „Liebes“-Prediger!
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#3   Gotthard   21:37:18 | Mittwoch, 25. Januar 2006
Ausrichtung
Ein Mitglied des Bundevorstandes der kirchenfeindlichen und stark auf sexuelle Themen ausgerichteten Bewegung ‘Wir sind Kirche’,
wenn ein Zeichen für Kirchenfeindlichkeit die starke Ausrichtung auf sexuelle Themen sein soll, dann frage ich mich, welche Klassifizierung kreuz.net verdient…?
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#2   Brandenburgis   21:30:55 | Mittwoch, 25. Januar 2006
Küng ist kein Theologe
Küng ist kein Theologe
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#1   Horst Metzker   20:33:04 | Mittwoch, 25. Januar 2006
Motte
Vor noch nicht allzulanger Zeit sagte ich: „Jetzt kann Benedikt XVI die Suppe auslöffeln, die ihm Kardinal Ratzinger eingebrockt hat!“ Zwischenzeitlich habe ich viel über Ratzinger/Benedikt gelesen, gehört und gesehen. Er ist zweifellos der, der die Sehnsüchte des Menschen, mit den Geboten Gottes in Einklang bringen kann.
Bitte heute mal keine philosofischen Antworten von Homos, wiederverheiratet Geschiedenen, in wilder Ehe lebenden, usw. Danke!
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