Australischer Liturgiekrieg: Angriff ist die beste Verteidigung
Bischof und Pfarrer sind sich einig: Respektlos sind nicht die Mißbräuche der Priester bei der Zelebration der Heiligen Messe, sondern die Klagen der Gläubigen darüber.

Pfarrer Kennedy hat die Gemüter nicht nur mit seinen eigenwilligen Taufformeln erhitzt. Es liegen dem Erzbischof nämlich auch zahlreiche Beschwerden wegen der Art und Weise vor, wie Hochwürden Kennedy in seiner Pfarrei St. Mary im Süden der Diözese Brisbane die heilige Messe liest. Brisbane ist die Hauptstadt des Bundesstaates Queensland im Nordosten Australiens.
Die australische Tageszeitung ‘Courier-Mail’ berichtete gestern, daß dem Erzbischof die Beanstandungen der Gläubigen wegen der Meßexperiemnte von Pfarrer Kennedy leid sind: „Leute aus dem rechten Kirchenflügel kommen mit kleinen Notitzblöcken, um mitzuschreiben und dann bei mir Beschwerde einzureichen“, meinte Erzbischof Bathersby. Das sei respektlos.
„Die Messe ist ein Akt der Anbetung, auch wenn große Mißstände in der Pfarrei St. Mary vorkommen“, so der Erzbischof. Es sei nicht richtig, während der Messe Fehler niederzuschreiben statt anzubeten. Dies grenze an Spionage. Und Spionage könne der Erzbischof partout nicht leiden.
Der verteidigte Pfarrer Kennedy kommentierte, dies sei eine der seltenen Gelegenheiten, wo er mit seinem Bischof übereinstimme.
Hochwürden Kennedy meint zum Vorgefallenen, seine Kirchenbesucher hätten kein Recht während der Messe mitzuschreiben, um zu kritisieren. „Sie haben keinen Respekt vor der Messe und der Liturgie.“
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Dienstag, 7. Dezember 2004 14:40
ottaviani: @elisabeth
wahrscheinlich ist da nixmehr anzubeten außer der kreativität des hochwürdigen herren
Dienstag, 7. Dezember 2004 10:25
Dolfus: Keine Prügeleien
Aber, sehr verehrte Frau Elisabeth, wer redet denn von Block und Bleistift. Wenn es grobe Verstöße in
der Liturgie gibt, merkt sich das der fromme gebildete Katholik auch so, ohne gleich zum Beispiel nach
vorne zu stürmen und eine Saalschlacht in der Kirche zu beginnen.
Wenn sich ein Priester zu viel Eigengestaltung herausnimmt, kann das schon aber mal klärungsbedürftig sein, insbesondere was die Behandlung des eucharistischen Schatzes betrifft. Mitzuschreiben ist vielleicht doch ein bißchen übertrieben.
Wenn sich ein Priester zu viel Eigengestaltung herausnimmt, kann das schon aber mal klärungsbedürftig sein, insbesondere was die Behandlung des eucharistischen Schatzes betrifft. Mitzuschreiben ist vielleicht doch ein bißchen übertrieben.
Dienstag, 7. Dezember 2004 10:17
Elisabeth: Wo bleibt die Andacht!
Mit Schreibgerät und Block bewaffnet in die hl.Messe. Wo gibts denn das ? Die hl.Messe ist doch keine
Pressekonferenz. Außerdem werden andere Messteilnehmer in ihrer feierlichen Andacht gestört.
Auch sollte jede Kath-Pfarrgemeinde, so ihre eigene Note beim sonntägl.Gottesdienst haben, in den kleineren Destails jedenfalls.
Eins zu Eins identisch wird wohl kaum jede hl.Messe sein, die weltweit gehalten wird .
Diese Liturgiediskussionen arten doch mittlerweile sehr in fast schon kriegerische Handlungen aus.
Die Herschaftensen in Rom, sollten vielleicht des öfteren ihre Stifte beiseite legen und mal einige Wochen normalen Pfarralltag mitmachen. Danach reden wir dann wieder über die Mess-Liturgie, denn die ist doch kein Museum sonder auch Spiegelbild jeder lebendigen kath.Pfarrgemeinde.
Solcher Art Beschwerden in dem beschriebenen Stil, Herr Dolfus halte ich auch im höchsten Masse für ungehörig.
Mit Block und Schreibgerät, *kopfschüttel ,keinerlei Verständnis*,
Gruß,
Elisabeth
Auch sollte jede Kath-Pfarrgemeinde, so ihre eigene Note beim sonntägl.Gottesdienst haben, in den kleineren Destails jedenfalls.
Eins zu Eins identisch wird wohl kaum jede hl.Messe sein, die weltweit gehalten wird .
Diese Liturgiediskussionen arten doch mittlerweile sehr in fast schon kriegerische Handlungen aus.
Die Herschaftensen in Rom, sollten vielleicht des öfteren ihre Stifte beiseite legen und mal einige Wochen normalen Pfarralltag mitmachen. Danach reden wir dann wieder über die Mess-Liturgie, denn die ist doch kein Museum sonder auch Spiegelbild jeder lebendigen kath.Pfarrgemeinde.
Solcher Art Beschwerden in dem beschriebenen Stil, Herr Dolfus halte ich auch im höchsten Masse für ungehörig.
Mit Block und Schreibgerät, *kopfschüttel ,keinerlei Verständnis*,
Gruß,
Elisabeth
Montag, 6. Dezember 2004 20:04
Dolfus: Widerspricht den letzten Liturgieinstructionen Roms
Der Priester hat kein Recht sich als Herr über die Liturgie aufzuspielen. Er ist ihr Diener, denn die
Liturgie ist göttliches Wirken, dessen Instrument der Priester ist.
Römische Stellen betrachten das liturgische Chaos der real exstierenden Liturgiereformation bereits mit Sorge, deswegen erschien vor einiger Zeit auch die lange Liste mit den unerlaubten Mißständen.
Den Gläubigen wird das Recht auf eine ordentliche Liturgie zugestanden und bei Willkür der Priester sollen sie auch den Bischof informieren.
Schade, daß es so weit kommen mußte.
Römische Stellen betrachten das liturgische Chaos der real exstierenden Liturgiereformation bereits mit Sorge, deswegen erschien vor einiger Zeit auch die lange Liste mit den unerlaubten Mißständen.
Den Gläubigen wird das Recht auf eine ordentliche Liturgie zugestanden und bei Willkür der Priester sollen sie auch den Bischof informieren.
Schade, daß es so weit kommen mußte.
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