Selbst ist der Mann
Der Vater des Regisseurs und Filmschauspielers Mel Gibson hat beschlossen, sich eine eigene Kirche zu bauen.

Mit seinem Wohnort ist Papa Gibson nicht besonders zufrieden.
Probleme gibt es mit der Messe, die er nur im alten Ritus besucht. Im vergangenen Jahr war er darum jeden Sonntag zu einer Rundfahrt von fast 500 Kilometern gezwungen, um an der Sonntagsmesse teilzunehmen.

Dazu wurde im vergangenen September in der Ortschaft Mount Pleasant im US-Bundesstaat Pennsylvania ein Haus mit zehn Hektaren Land gekauft.
Im Anwesen wird jetzt eine St. Michaelskapelle eingerichtet.
Kirchlich zuständig wäre eigentlich die Diözese Greensburg. Aber um diese schert sich Hutton Gibson nicht.
Er könne die sorglose Kleidung und die fehlende Frömmigkeit der modernen Durchschnittskatholiken nicht ertragen. Außerdem hat er Probleme mit dem Neuen Ritus von Papst Paul VI.:
„Die Kirche bewahrte die Messe über Jahrhunderte“, erklärte er: „Das Zweite Vatikanum hat nicht nur die Messe in die Volkssprache übersetzt. Man hat auch den Ritus geändert.“
Der für seine Kapelle bestimmte Priester heißt Hw. Leonard Bealko.
Der Geistliche gehörte bis 1985 zur Diözese Greensburg, wurde aber suspendiert, weil er sich wieder der Tridentinischen Messe zuwandte.
Finanziert wird das Unternehmen durch die kalifornische ‘Welt Glaubensstiftung’ – ‘World Faith Foundation’. Hutton Gibson erklärte, daß sein Sohn „irgendwie“ mit der Stiftung verbunden sei.
Im vergangenen April erschien Mel Gibson sogar persönlich in der Gegend und besuchte in einer naheliegenden Kapelle die Alte Messe. Als die Anwesenheit des Regisseurs bekannt wurde, nahmen daran über 100 Gläubige – und Schaulustige – teil.
Die Stiftung, die das Projekt finanziert, wurde erst im vergangenen Mai von einem Rechtsanwalt namens James Hirsen errichtet. Hirsen ist auch Rechtsprofessor, Medienjournalist und ehemaliger Pianist der bekannten afro-amerikanischen Sängergruppe ‘The Temptations’.
Ironie des Schicksals. Erst im September 2002 ließ die Diözese Greensburg die Pfarrkirche von Mount Pleasant abreißen. Am Gebäude wurden statische Probleme entdeckt und das Bistum erklärte, daß es nicht in der Lage sei, eine Renovierung zu bezahlen.
Seither prozessieren empörte Gläubige mit dem Bistum. Außerdem bemühten sie sich bereits vor der Ankunft von Hutton Gibson um die Einrichtung einer vom Bischof unabhängigen Kirche.
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Dienstag, 31. Januar 2006 14:36
Stimme aus dem Tradiland: @ Benedikt – Nutella & Co
Nutella & Co sind wieder eine andere Frage…man sollte das Thema nicht durch unwahrscheinliche Szenarien
aufbauschen.
Nutella & Co waren eine Hinzufügung von mir, die aber ein systemimmanente Weiterentwicklung darstellen, wenn man weiß, dass der Rest (Tische, Teller in der Kirche, Selbstbedienungskommunion der Kinder), der Normalfall der Erstkommunion in der Diözese Feldkirch ist (wohl nicht nur dort!)!
Nutella & Co waren eine Hinzufügung von mir, die aber ein systemimmanente Weiterentwicklung darstellen, wenn man weiß, dass der Rest (Tische, Teller in der Kirche, Selbstbedienungskommunion der Kinder), der Normalfall der Erstkommunion in der Diözese Feldkirch ist (wohl nicht nur dort!)!
Dienstag, 31. Januar 2006 14:23
Benedikt: @ Stimme
Ich habe allerdings noch nie einen Priester gesehen, der die Hostie auf dieses Tuch gelegt hätte…
Nein, natürlich nicht. Das habe ich damit auch nicht sagen wollen. Es ist nur wahrscheinlich, dass es sich um dieselbe Bedeutung handelt. Die Orthodoxen haben das Tuch schließlich auch (hier statt der Patene). Das Tuch hat sich also bewahrt, während sich die Kommunionweise des Cyrill nicht bewahrt hat.
Ich bin mir sicher, dass diese von Cyrill beschrieben Tuchkommunion eine Sackgasse in der liturg. Geschichte war und daher seriöser Weise nicht zur Argumentation herangezogen werden darf.
Also beachtlich finde ich es auch dann, wenn es eine Sackgasse war. Ob man sich heute darauf BERUFEN muss/kann ist wieder eine andere Frage.
Entsprechend der Tradition und der Bedeutung des Vorganges nicht.
Das ist Ihre Auffassung, ganz klar. Ich ging jetzt von der rein tatsächlichen Möglichkeit aus = geltende Vorschrift, die Erlaubnis möglich macht. Nutella & Co sind wieder eine andere Frage…man sollte das Thema nicht durch unwahrscheinliche Szenarien aufbauschen.
Wenn jeder andere mit dem Mund kommuniziert, dann sollte das natürlich auch einheitlich sein. Steht glaube ich auch so in der entsprechenden Anweisung.
Nein, natürlich nicht. Das habe ich damit auch nicht sagen wollen. Es ist nur wahrscheinlich, dass es sich um dieselbe Bedeutung handelt. Die Orthodoxen haben das Tuch schließlich auch (hier statt der Patene). Das Tuch hat sich also bewahrt, während sich die Kommunionweise des Cyrill nicht bewahrt hat.
Ich bin mir sicher, dass diese von Cyrill beschrieben Tuchkommunion eine Sackgasse in der liturg. Geschichte war und daher seriöser Weise nicht zur Argumentation herangezogen werden darf.
Also beachtlich finde ich es auch dann, wenn es eine Sackgasse war. Ob man sich heute darauf BERUFEN muss/kann ist wieder eine andere Frage.
Entsprechend der Tradition und der Bedeutung des Vorganges nicht.
Das ist Ihre Auffassung, ganz klar. Ich ging jetzt von der rein tatsächlichen Möglichkeit aus = geltende Vorschrift, die Erlaubnis möglich macht. Nutella & Co sind wieder eine andere Frage…man sollte das Thema nicht durch unwahrscheinliche Szenarien aufbauschen.
Wenn jeder andere mit dem Mund kommuniziert, dann sollte das natürlich auch einheitlich sein. Steht glaube ich auch so in der entsprechenden Anweisung.
Dienstag, 31. Januar 2006 13:50
Stimme aus dem Tradiland: Nochmals zur Handkommunion (@ Benedikt)
Das Tuch findet sich später auf der Kommunionbank (Tisch-Charakter) ist aber heute mangels einer solchen
auch in Indultmessen häufig weggefallen.
Ich habe allerdings noch nie einen Priester gesehen, der die Hostie auf dieses Tuch gelegt hätte…
Die Frage ist, ob man diesen Wegfall als normale liturgische Entwicklung bezeichnen kann
Ich bin mir sicher, dass diese von Cyrill beschrieben Tuchkommunion eine Sackgasse in der liturg. Geschichte war und daher seriöser Weise nicht zur Argumentation herangezogen werden darf.
Die Handkommunion kann erlaubt werden.
Entsprechend der Tradition und der Bedeutung des Vorganges nicht. Oder darf der Papst auch zulassen, dass die Hostie auf einem Teller auf Tischen in der Kirche serviert werden darf und von den Kommunikanten nach Gusto mit Nutella oder anderen Aufstrichen bestrichen werden darf?
Wer mit der Hand kommuniziert ist ein schlechter Katholik usw
So weit würde auch ich nicht gehen. Ich würde sagen ein schlechter informierter Katholik. Im Falle einer Indultmesse, wo alle anderen mit dem Mund kommunzieren, und ein solcher auf Handkommunion besteht: Ein dümmerer, modernistischer, boshafter Katholik – je nach dessen Intention.
Ich habe allerdings noch nie einen Priester gesehen, der die Hostie auf dieses Tuch gelegt hätte…
Die Frage ist, ob man diesen Wegfall als normale liturgische Entwicklung bezeichnen kann
Ich bin mir sicher, dass diese von Cyrill beschrieben Tuchkommunion eine Sackgasse in der liturg. Geschichte war und daher seriöser Weise nicht zur Argumentation herangezogen werden darf.
Die Handkommunion kann erlaubt werden.
Entsprechend der Tradition und der Bedeutung des Vorganges nicht. Oder darf der Papst auch zulassen, dass die Hostie auf einem Teller auf Tischen in der Kirche serviert werden darf und von den Kommunikanten nach Gusto mit Nutella oder anderen Aufstrichen bestrichen werden darf?
Wer mit der Hand kommuniziert ist ein schlechter Katholik usw
So weit würde auch ich nicht gehen. Ich würde sagen ein schlechter informierter Katholik. Im Falle einer Indultmesse, wo alle anderen mit dem Mund kommunzieren, und ein solcher auf Handkommunion besteht: Ein dümmerer, modernistischer, boshafter Katholik – je nach dessen Intention.
Dienstag, 31. Januar 2006 13:17
Benedikt: @ Stimme
Genau so ist es. Ich hatte ja geschrieben, dass der von Cyrill beschriebene Vorgang nicht mit dem heutigen
übereinstimmt. Das Tuch findet sich später auf der Kommunionbank (Tisch-Charakter) ist aber heute mangels
einer solchen auch in Indultmessen häufig weggefallen. Die Frage ist, ob man diesen Wegfall als normale
liturgische Entwicklung bezeichnen kann, oder ob man deshalb auf die Handkommunion ganz verzichten muss.
Fest steht: Es spricht einiges für die Mundkommunion. Fest steht aber auch: Die Handkommunion kann erlaubt werden. In jedem Fall ist das eine Frage der rechten Verehrung des Allerheiligsten und sollte daher nicht zu einer grundsätzlichen Debatte gemacht werden, mit dem Tenor: Wer mit der Hand kommuniziert ist ein schlechter Katholik usw… Derlei ist nicht hilfreich. Besser wäre es, durch Katechese wieder die Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten zu wecken. Dann kehrt der Brauch von selbst wieder zurück. Vorschriften sind zwar wichtig, aber sie dürfen nicht in der Luft hängen, sondern müssen auch erklärt und verstanden werden. Genau das – so mein Eindruck – war vor dem Konzil oft nicht mehr der Fall, weswegen man sich von einigen Bräuchen ja dann auch sang- und klanglos getrennt hat. Man verstand sie einfach nicht mehr.
Fest steht: Es spricht einiges für die Mundkommunion. Fest steht aber auch: Die Handkommunion kann erlaubt werden. In jedem Fall ist das eine Frage der rechten Verehrung des Allerheiligsten und sollte daher nicht zu einer grundsätzlichen Debatte gemacht werden, mit dem Tenor: Wer mit der Hand kommuniziert ist ein schlechter Katholik usw… Derlei ist nicht hilfreich. Besser wäre es, durch Katechese wieder die Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten zu wecken. Dann kehrt der Brauch von selbst wieder zurück. Vorschriften sind zwar wichtig, aber sie dürfen nicht in der Luft hängen, sondern müssen auch erklärt und verstanden werden. Genau das – so mein Eindruck – war vor dem Konzil oft nicht mehr der Fall, weswegen man sich von einigen Bräuchen ja dann auch sang- und klanglos getrennt hat. Man verstand sie einfach nicht mehr.
Montag, 30. Januar 2006 18:31
Stimme aus dem Tradiland: @ Benedikt
Ja verklickt, aber über meine Bitte hat die Redaktion es gelöscht. Deswegen gibt es auch zwei Benedikt-Postings
unmittelbar hintereinander…
Die Beschreibung des Cyrill ist eindeutig die einer Handkommunion. Er beschreibt nicht die heutige Praxis, aber dass man die Hände wie einen Thron formen soll kann schlecht die Beschreibung der Mundkommunion sein.
Es stimmt nicht: Bei Cyrill formt die rechte Hand den Thron, die linke ist darunter und hat auch nicht die Aufgabe, sodann nach der Hostie zu greifen; sondern wird die Hostie von dem Tuch, auch welches der Priester sie gelegt, welches seinerseits auf dem „Thron“ ruht, mit dem Mund aufgenommen.
Bei der Handkommunion formt die linke Hand den „Thron“ und ist die rechte Hand darunter. Mit der rechten Hand wird sodann die Hostie aufgenommen und in den Mund gesteckt.
Das sind riesen Unterschiede!
Überdies ist es eine Einzelmeinung, es ist nicht klar, ob dies nicht eine ausgefallene, am Rand oder außerhalb der Kirche stehende Kirchengemeinde betrifft, deren Bräuche keine Allgemeingültigkeit hatten. Vielleicht war der Brauch auch durch den Arianismus oder andere Irrlehren beeinflußt.
Die Beschreibung des Cyrill ist eindeutig die einer Handkommunion. Er beschreibt nicht die heutige Praxis, aber dass man die Hände wie einen Thron formen soll kann schlecht die Beschreibung der Mundkommunion sein.
Es stimmt nicht: Bei Cyrill formt die rechte Hand den Thron, die linke ist darunter und hat auch nicht die Aufgabe, sodann nach der Hostie zu greifen; sondern wird die Hostie von dem Tuch, auch welches der Priester sie gelegt, welches seinerseits auf dem „Thron“ ruht, mit dem Mund aufgenommen.
Bei der Handkommunion formt die linke Hand den „Thron“ und ist die rechte Hand darunter. Mit der rechten Hand wird sodann die Hostie aufgenommen und in den Mund gesteckt.
Das sind riesen Unterschiede!
Überdies ist es eine Einzelmeinung, es ist nicht klar, ob dies nicht eine ausgefallene, am Rand oder außerhalb der Kirche stehende Kirchengemeinde betrifft, deren Bräuche keine Allgemeingültigkeit hatten. Vielleicht war der Brauch auch durch den Arianismus oder andere Irrlehren beeinflußt.
Montag, 30. Januar 2006 17:58
Benedikt: @ Stimme
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Neue Chance
(ist mir auch schon mal passiert)
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