20:21:16 | Freitag, 27. Januar 2006
Der christdemokratische Sozialminister von Baden-Württemberg, Andreas Renner, ist wegen einer
Verbalattacke gegen Bischof Gebhard Fürst zurückgetreten.
(kreuz.net, Stuttgart) Dies teilte der christdemokratische Ministerpräsident Günther Oettinger am Freitag
abend in Stuttgart mit.
Zunächst hatte sich das Präsidium der baden-württembergischen Christdemokraten
in einer telefonischen Schaltkonferenz hinter Renner gestellt und signalisiert, daß der vorlaute Minister
im Amt bleiben könne.
Renner selber sagte am Freitag abend in Stuttgart, daß er „erhobenen Hauptes“
gehe, um Schaden von der Landesregierung abzuwenden.
Der Minister war erst seit April 2005 im Amt. Doch
schon drei Monate später warf er vor Zeugen dem Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Mons. Gebhard Fürst,
dessen Kinderlosigkeit vor.
Die Entgleisung des Politikers ereignete sich bei einem offiziellen Treffen
der CDU-Fraktion mit den Kirchen im vergangenen Juli. Sie wurde aber erst jetzt bekannt.
Beim Juli-Treffen
kam es zu einem heftigen Disput zwischen dem Weihbischof des Bistums Rottenburg-Stuttgart, Mons. Thomas
Maria Renz, und dem ehemaligen Sozialminister.
Anlaß dafür war die Schirmherrschaft Renners für eine
umstrittene
Homo-Prozession in Stuttgart, die für Frivolitäten und obszöne Exhibitionismen bekannt
ist.
Als sich Bischof Fürst ins Gespräch einschaltete, soll Minister Renner ausgerufen haben: „Halten
Sie sich da raus, fangen Sie doch erst einmal damit an, Kinder zu zeugen.“
Die Sozialdemokraten im Landtag
eilten darauf dem Bischof zu Hilfe und forderten – mit Erfolg – den Rücktritt des Ministers. Ein solcher
Minister könne nicht im Amt bleiben, urteilte der Fraktionschef der SPD in Baden-Württemberg.
Am heutigen
Freitag nachmittag entschuldigte sich Renner bei dem Bischof von Rottenburg-Stuttgart für seine Äußerung
vom Sommer 2005.
Das Verhältnis zwischen der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Landesregierung –
sowie zwischen Bischof Fürst und Renner – sei unbelastet. Dies teilten Renner, Mons. Fürst und Ministerpräsident
Oettinger nach einem klärenden Gespräch in Stuttgart mit. Einer weiterhin vertrauensvollen Zusammenarbeit
stehe nichts im Wege.
Bei einer Pressekonferenz am Freitag abend gab Oettinger dennoch den Rücktritt
Renners bekannt. Seine Nachfolgerin wird die Kultusstaatssekretärin Monika Stolz.
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clemens 19:45:49 | Mittwoch, 1. Februar 2006
#17
methusalix † 19:36:44 | Dienstag, 31. Januar 2006
#16
Volkmar 23:53:52 | Montag, 30. Januar 2006
#15
clemens 19:54:43 | Montag, 30. Januar 2006
#14
methusalix † 18:32:39 | Montag, 30. Januar 2006
#13
clemens 13:02:01 | Sonntag, 29. Januar 2006
#12
kreuzi 06:35:53 | Sonntag, 29. Januar 2006
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methusalix † 00:47:52 | Sonntag, 29. Januar 2006
#10
Beobachterin 17:34:08 | Samstag, 28. Januar 2006
#9
methusalix † 16:02:16 | Samstag, 28. Januar 2006
#8
Krzyszek 12:07:42 | Samstag, 28. Januar 2006
#7
wiener 10:21:19 | Samstag, 28. Januar 2006
#6
kreuzi 10:05:50 | Samstag, 28. Januar 2006
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Beobachterin 08:55:58 | Samstag, 28. Januar 2006
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Sulpicius 03:35:40 | Samstag, 28. Januar 2006
#3
clemens 23:48:43 | Freitag, 27. Januar 2006
#2
Rosalinde 22:22:45 | Freitag, 27. Januar 2006
#1
Gotthard 21:54:02 | Freitag, 27. Januar 2006