Orden
„Klar, daß dieses Fladenbrot unglaublich bröselt“
Während des Weltjugendtages kam eine deutsche Pfarrei in Kontakt mit Mitgliedern des ‘Neokatechumenalen Weges’. Dabei mischte sich bei einigen Pfarrmitgliedern Bewunderung mit Verwunderung.
(kreuz.net, Hardheim) Im Zusammenhang mit den liturgischen Weisungen, welche die Kongregation für den Gottesdienst kürzlich an den ‘Neokatechumenalen Weg’ richtete, veröffentlichte die katholische Zeitung ‘Tagespost’ Mitte Januar einen Leserbrief von Frau Silke Lausch-Konrad aus Hardheim im Bundesland Baden-Württemberg.

In ihrem Leserbrief schildert Frau Lausch einige Eindrücke, die sie im Rahmen des Kölner Weltjugendtages im August 2005 von Mitgliedern des ‘Neokatechumenalen Weges’ gewonnen hat.

Der ‘Neokatechumenale Weg’ ist eine internationale kirchliche Gemeinschaft, die in Spanien gegründet wurde. Sie sammelt häufig kirchenferne Menschen und vom Glauben entfernte Katholiken in kleinen Gemeinschaften, die ein intensives religiöses Innenleben führen.

Während der diözesanen Vorbereitungstage vor dem Weltjugendtag habe ihre Pfarrei knapp fünfzig Gäste aus Weißrußland – fast alle Mitglieder des Neokatechumenalen Weges – als Gäste begrüßen dürfen, schreibt Frau Lausch.

Bereits am Morgen des ersten Tages sei sichtbar geworden, daß „unsere Gäste etwas ganz Besonderes“ waren.

Das Morgengebet mit den russischen Gesängen habe durch seine Andächtigkeit beeindruckt. Statt der geplanten 45 Minuten habe es doppelt so lange gedauert.

Obwohl man die Andacht eine halbe Stunde vorverlegt habe, seien die Neokatechumenalen trotzdem zu spät zur Willkommen-Feier des Dekanats gekommen:

„Das gesamte Dekanat samt Gäste wartete zunächst auf die russischen Gäste, begannen ihr Programm schließlich mit Verspätung und der offenen Frage, warum diese Gäste wohl ausblieben.“

Am Abend habe man die nächste Überraschung erlebt: „Unsere Gäste wollen nicht an der gemeinsamen Eucharistiefeier teilnehmen.“ Sie hätten um eine eigene Feier gebeten.

Der zuständige Pfarrer und der Dekan hätten „mit Engelszungen“ auf die „Wichtigkeit der Gemeinschaft ‘Weltkirche’“ hingewiesen.

Schließlich sei ein Kompromiß zustandegekommen: Die Gäste wohnten zuerst der Pfarrmesse bei und hielten dann – so Frau Lausch – „ihre eigene Feier“. Sie selber habe aus Neugierde entschieden, an der zweiten Messe teilzunehmen.

Etwas verwirrt habe die Tatsache, daß immer wieder Laien an das Lesepult getreten und etwas gesagt hätten. Nach dem Evangelium hätten Laien von ihren Plätzen aus vermutlich „Eindrücke zum Evangelium“ formuliert.

Irgendwann habe „dann auch“ der Priester gesprochen – von seinem Stuhl aus und im Sitzen. Sie habe – so Frau Lausch – den Eindruck gehabt, daß der Priester sprach, „um auch was gesagt zu haben“.

Diese Art von Wortgottesdienst sei für sie neu und ungewohnt gewesen. Sie sei aber wegen der großen Sammlung und Andacht durchaus erbaut gewesen.

Bei der Opferung habe sie ein für die Konsekration bestimmtes Fladenbrot erblickt: „mit viel Gebet am Morgen selbst gebacken“.

Sie sei vom Umgang mit dem Fladenbrot nach der Wandlung schockiert gewesen: „Klar, daß dieses Brot unglaublich bröselt, wenn es in etwa sechzig Teile geteilt werden muß.“

Die Heilige Kommunion sei den Gläubigen im Sitzen gespendet worden. Zuerst hätten alle den Leib Christi auf die Hand empfangen, dann sei gemeinsam kommuniziert worden: „Ich hatte große Mühe, die Krümel auf der Hand zusammenzusammeln und dieses Brot zu kauen und zu schlucken.“

„Ich war nach der Messe hin und hergerissen von den einerseits guten Eindrücken, aber andererseits sich mir gezeigten Widersprüchen.“

Am letzten Tag des Aufenthalts in der Pfarrei, sei den russischen Pilgern eine Einkaufstour so wichtig gewesen, daß sie zu spät zur Abschlußmesse mit dem Erzbischof von Freiburg, Mons. Robert Zollitsch, losgefahren seien.

Während der Messe sei ihr Gatte – der die Gruppe begleitete – „etwas irritiert“ gewesen, weil sich die Gruppe während der liturgischen Handlungen abseits stellte, sich an der Messe kaum beteiligte und lustige Unterhaltungen führte.

Nach der Messe habe er sich bei den Gäste nach ihrem Verhalten erkundigt.

Diese hätten unumwunden erklärt, daß sie lieber in die Innenstadt zum Einkaufen gegangen wären und nur gezwungenermaßen an der Messe teilgenommen hätten.

Am Abend stehe in Köln noch ihre eigene Messe auf dem Programm.
      
22 Lesermeinungen
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#22   Athanasius   10:20:21 | Samstag, 4. Februar 2006
@Gotthard
Glauben Sie wirklich, dass ich persönlich an Ihr aufrichtiges Interesse glaube? Wohl nicht, und deswegen werde ich diese Beweise und theologischen Traktate auch nicht für Sie hier eintragen. Diskussion ohne Ehrlichkeit – daran beteilige ich mich nicht.
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#21   Gotthard   23:33:22 | Donnerstag, 2. Februar 2006
@athanasius
Es gibt Hinweise für den Gegenteil.
dann nenne doch die Hinweise für den Gegenteil mal …
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#20   Athanasius   19:07:10 | Donnerstag, 2. Februar 2006
Korrektur @Stimme
Viele Sakramente der Ostkirchen sind gültig, dennoch dürfen Katholiken in der Tradition sie nicht gebrauchen.
Das gilt nur wenn Sie von den Ostschismatikern („Orthodoxen“) sprechen! Die „Ostkirchen“ aber im katholischen Sinne sind die Unierten Katholischen Kirchen des Ostens die ihren eigenen ehrwürdigen Riten folgen. Alle Sakramente dieser Kirchen sind gültig, auch für Katholiken des Römischen Ritus.
Vom Hl. Meßopfer sind im NOM nur abstrakte Spuren, tatsächlich ist davon nichts zu bemerken. Also: die allfällige Gültigkeit des NOM belegt noch nicht dessen Erlaubtheit für Katholiken!
Stimmt. Da muss hinzugefügt werden, dass die ALLFÄLLIGE Gültigkeit noch gar nicht gegeben ist. Es gibt Hinweise für den Gegenteil.
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#19   Benedikt   15:45:33 | Donnerstag, 2. Februar 2006
@ Stimme
Also gültig aber unerlaubt? Wie kann ein rechtmäßig approbierter Ritus der Kirche bitteschön „unerlaubt“ sein. Wer kann denn dann überhaupt in der Kirche etwas erlauben? Bisher dachte ich immer, der Papst sei hierzu in der Lage.
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#18   Stimme aus dem Tradiland   15:08:48 | Donnerstag, 2. Februar 2006
@ Benedikt
Viele Sakramente der Ostkirchen sind gültig, dennoch dürfen Katholiken in der Tradition sie nicht gebrauchen. Vom Hl. Meßopfer sind im NOM nur abstrakte Spuren, tatsächlich ist davon nichts zu bemerken. Also: die allfällige Gültigkeit des NOM belegt noch nicht dessen Erlaubtheit für Katholiken!
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#17   Benedikt   14:59:54 | Donnerstag, 2. Februar 2006
@ Stimme
Sodann ist in der Tradition immer klar gewesen, dass die Gottesdienste, Messen, von häretischen und schismatischen Gemeinschaften nicht besucht werden dürfen.
Was auf den NOM nicht zutrifft.
Nichts anderes kann gelten, wenn die Hl. Kirche Riten annimmt, die nicht mehr katholisch sind.
Den Ritus der Messfeier in der Alten Messe wie im NOM gibt es mit dieser Intention nirgendwo sonst. Es wurde also nichts „angenommen“ und katholisch sind immer die Riten, die von der kath. Kirche approbiert worden sind. Wer behauptet, der NOM sei per se ungültig, der ist definitiv ein Schismatiker (wird von der FSSPX offiziell nicht behauptet). Er leugnet die Gültigkeit eines Sakraments und ist daher wie ein Orthodoxer zu behandeln.
in Hinblick auf die fehlende Priesterintention
Die Priesterintention ist unabhängig vom Ritus zu bewerten. Lesen Sie den Artikel von Pfr. Overath. Die Priester sprachen nach der Einführung des NOM auf einmal von Mahlresten. Da ist es gut möglich, dass Ihnen auch schon vorher die Intention gefehlt hat.
@ Luther
Man muss es im Sinne von „Vergegenwärtigung“ sehen.
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#16   Stimme aus dem Tradiland   14:25:24 | Donnerstag, 2. Februar 2006
Zur Mindermeinung, die NO-Messen nicht besuchen zu sollen
@ Benedikt: eine absolute Mindermeinung in Bezug auf die Erfüllung der Sonntagspflicht
und wenn schon – die Tradis sind in Welt und Amtskirche immer in der Mindermeinung. Das besagt also nichts!
Benedikt: Na, das gilt aber nicht. Sie müssen hier schon aus der Tradition heraus belegen, dass ein solches Vorgehen statthaft ist. Oder gilt die Tradition hier etwa nicht? ;-)
Müssen tue ich zunächst einmal nur sterben. Sodann ist in der Tradition immer klar gewesen, dass die Gottesdienste, Messen, von häretischen und schismatischen Gemeinschaften nicht besucht werden dürfen.
Nicht wegen der Leute, sondern wegen des falschen Zeugnisses einerseits und der Inhalation falscher Lehren andererseits.
Nichts anderes kann gelten, wenn die Hl. Kirche Riten annimmt, die nicht mehr katholisch sind. Diesem Traditionsbruch schuldet niemand Gehorsam. Der NOM ist an sich im Sinne der Tradition (Trid. Konzil, Quo Primum) illegitim und in Hinblick auf „pro multis“ und die fehlende Priesterintention in seiner Gültigkeit mindestens fragwürdig.
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#15   Alfredo Ottaviani   13:30:05 | Donnerstag, 2. Februar 2006
@Luther
Lieber Luther,
da irren Sie. Die hl. Messe ist ihrem Wesen nach ein Opfer. Sie ist Repraesentatio des einen Opfers von Golgotha und damit ein und dasselbe Opfer. Das Opfer wird nicht wiederholt, als wenn das Kreuzesopfer nicht vollgenügend für alle Zeiten wäre. Das Opfer wird sakramental gegenwärtig gesetzt und die Kirche schließt sich dem Sohn an, macht es sich zu eigen und bringt es als ihr Opfer dem Vater dar. Das abschließende Mahl, die hl. Kommunion, ist Teil der Opferhandlung (gehört also zum Opfer), denn sie schließt dieses ab. Der Opfernde verzehrt das Geopferte und macht so die Stellvertretung deutlich: Christus ist für mich gestorben und hat für mich gesühnt! Also: Die Messe ist wesentlich ein Opfer und sie beinhaltet ein Mahl, sie ist aber keins!!!
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#14   Rudolphus   12:19:10 | Donnerstag, 2. Februar 2006
@Benedikt: NOM
Wer aber den NOM per se für sakrilegisch hält (also so, wie er in den Vorschriften und im Messbuch beschrieben ist), der ist gar kein Katholik. Denn wie soll man Katholik sein, wenn man die Messfeier ablehnt? Erinnert mich eher an Luther
Katholik ist, wer den katholischen Glauben bekennt.
Mons. Lefebvre und die FSSPX bekennen den katholischen Glauben, lehnen aber den NOM ab, nicht die Meßfeier generell, nur die Neue Meßfeier.
Der NOM ist sicherlich kein Kriterium für die Rechtgläubigkeit.
Daß der NOM laufend sakrilegisch und gegen Vorschriften gefeiert wird, ist sicher der Fall.
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#13   Luther   11:32:54 | Donnerstag, 2. Februar 2006
@Athanasius:
Moment mal,
in der neuen Messe wird aber das Opfer Christi nicht nochmal wiederholt. Hier geht es nicht darum, Christus nochmal neu zu „schlachten“.
Gegen diese, erst mit de Zeit aufgekommene Vorstellung, wandte sich das II. Vatikanum.
Und man ging zurück zur Urkirchlichen Vorstellung (ich meine, die Eucharistielehre wurde ja erst sehr spät dogmatisiert).
Eine Teilhabe am letzten Mahl ist wohl eher verständlich, auch aus den Worten Jesu heraus.
So beschreibt es im übrigen auch Papst Benedikt XVI.!
Gruß Luther
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#12   Athanasius   19:28:46 | Mittwoch, 1. Februar 2006
Defizitär
Eben, Benedikt, eben.
Aber zu glauben die Hl. Eucharistie sei ein Mahl – oder sogar nur ein Mahl – ist Häresie. Zwar wird die Hl. Kommunion als Opfermahl beschrieben, aber in Wirklichkeit ist sie die consummatio – die Vollendung von dem was auf dem Altar geschehen ist, wo Christus Sein Kreuzesopfer mystischerweise aufs neue dem Allmächtigen Vater darbringt, Er, das Lamm Das im Himmel vor dem Throne Gottes steht „wie geschlachtet“ (Apocalyps), was auf Seine fortwährende Sühnopferintention hindeutet.
Übrigens ist die Verwirrung des eucharistischen Opfers mit dem vorgehenden Paschamahl oft mit Absicht da in vielen Beiträge. Wie gesagt: die ersten Christen und die Christen der Ostriten wissen es gut zu unterscheiden. Übrigens benutzen die Ostriten gesäuertes Brot – aber pur. Das Hostienbrot der Westriten kommt aber der historischen Materie sehr nah, ja, ist fast das selbe. Wenn man einen – wenig dickeren – Matzè vergleicht mit einer unkonsekrierten Hostie.
Wem die Feier des Neokatechumenats (der Name sagt schon man wolle aufs neue Christen katechumenisieren, als habe die Taufe und das Unterricht in der Jugend ausgereicht) gefällt, der muss sich ernst die Frage stellen, ob er noch am katholischen Dogma zur Transsubstantiation und Sühnopfer glaubt.
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#11   Benedikt   18:25:27 | Mittwoch, 1. Februar 2006
Paschamahl
Sie verwirren hier übrigens Paschamahl mit der sakramentellen Feier der Hl. Eucharistie, die vorerst ein Sühnopfer ist (cfr. Konzil von Trient).
Richtig, hier musss unterschieden werden. In den ostkirchlichen Riten ist das ganz gut ausgebildet. Die Kommunion wird im Stehen empfangen (aber mit dem Mund), das gesegnete Brot, welches die anschließende Mahlfeier im Abendmahlssaal symbolisieren soll wird den Sitzenden gereicht (oder beim Verlassen der Kirche). Und man kann es einfach vom „Tablett“ (gibt sicher einen Fachausdruck dafür) nehmen. So wird der Unterschied schnell deutlich. Deutlich wird auch, dass die Annahme „nur Mahl“ defizitär ist.
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#10   Athanasius   18:19:21 | Mittwoch, 1. Februar 2006
@Frl Ilse
Auch Jesus und die Apostel haben das letzte Abendmahl, dass ja ein Seder-Abend war, im Sitzen, vielleicht sogar liegend eingenommen.
Absolut nicht. Erstens wurde von den orthodoxen Juden während der heiligsten Teile des Pascha-Mahles gestanden „mit angebundenen Schuhen“, um so der Flucht aus Ägypten der auch rasch begangen zu gedenken. Liegend wäre nur der Fall zu einem normalen Mahl in hellenistischer Weise – also an den übrigen Abenden des Jahres. Sie verwirren hier übrigens Paschamahl mit der sakramentellen Feier der Hl. Eucharistie, die vorerst ein Sühnopfer ist (cfr. Konzil von Trient).
keine Hostien, sondern Brot , wie auch oben geschildert wird. dass wir es genauso tun sollte. Gemeinschaft macht, gut und richtig…
Sie sind also gegen die Vorschriften aus dem Vatikan von jüngstem Datum, die sich exklusive dem neokatechumenat und ihrem Missbrauch widmen? Sie irren sich gewaltig in der Materia sacramenti, denn zum Paschamahle nahm man kein türkisches Fladenbrot, sondern sowas, was dem heutigen Matzè der Juden entspricht und was dem ungesäuerten Plattbrot des römischen Ritus sehr ähnlich ist. Sie wollen also etwas fortsetzen, was es nie gegeben hat und Jesus-Christus hat es sicherlich nicht verwendet. Irrtum. Missbrauch argumentiert mit historischem Unsinn.
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#9   Benedikt   17:41:38 | Mittwoch, 1. Februar 2006
@ Stimme
Na, das gilt aber nicht. Sie müssen hier schon aus der Tradition heraus belegen, dass ein solches Vorgehen statthaft ist. Oder gilt die Tradition hier etwa nicht? ;-)
@ Rudolphus
Selbstverständlich nicht. Wer aber den NOM per se für sakrilegisch hält (also so, wie er in den Vorschriften und im Messbuch beschrieben ist), der ist gar kein Katholik. Denn wie soll man Katholik sein, wenn man die Messfeier ablehnt? Erinnert mich eher an Luther.
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#8   Stimme aus dem Tradiland   17:34:08 | Mittwoch, 1. Februar 2006
@ Benedikt
eine absolute Mindermeinung in Bezug auf die Erfüllung der Sonntagspflicht
und wenn schon – die Tradis sind in Welt und Amtskirche immer in der Mindermeinung. Das besagt also nichts!
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#7   Frl.Ilse   17:24:09 | Mittwoch, 1. Februar 2006
@Letztes Abendmahl
Mir scheint, dass sich die Gemeinschaft eng am Neuen Testament orientiert. Auch Jesus und die Apostel haben das letzte Abendmahl, dass ja ein Seder-Abend war, im Sitzen, vielleicht sogar liegend eingenommen.
Jesus hatte gewiß keine Hostien, sondern Brot (ungesäuert) und Wein gereicht, wie auch oben geschildert wird. Dazu meinte Jesus, dass wir es genauso tun sollte. Daher finde ich das, was die Gemeinschaft macht, gut und richtig. Alle sollten es so halten.
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#6   Rudolphus   17:11:48 | Mittwoch, 1. Februar 2006
@Benedikt
Eine sakrilegische Messe darf von keinem Katholiken besucht werden.
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#5   Benedikt   16:48:56 | Mittwoch, 1. Februar 2006
Mindermeinung
Ich verstehe immer besser die Piusbrüder, die lehren, daß man die Sonntagspflicht nicht im Neuen Ritus erfüllen dürfte – es sei besser, als Ersatz sonntags den Rosenkranz zu beten (wenn keine Alte Messe erreichbar ist).
…was allerdings eine absolute Mindermeinung in Bezug auf die Erfüllung der Sonntagspflicht wäre. Die Gnaden, die bei der Messe ausgeschüttet werden, kann ein Rosenkranzgebet nicht wettmachen.
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#4   Rudolphus   16:36:12 | Mittwoch, 1. Februar 2006
Sakrilegische Messen
Die heiligste Kommunion wird leider heutzutage in den meisten Neuen Messen unglaublich verunehrt – eine furchtbare Schändung Gottes.
Dem Bericht über die Neokatechumenatsmessen zufolge, trifft dies auf diese Gemeinschaft in verstärktem Maß zu.
Ich verstehe immer besser die Piusbrüder, die lehren, daß man die Sonntagspflicht nicht im Neuen Ritus erfüllen dürfte – es sei besser, als Ersatz sonntags den Rosenkranz zu beten (wenn keine Alte Messe erreichbar ist).
Sancte Pie X et Marcelle L., orate pro nobis!
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#3   Gotthard   16:25:50 | Mittwoch, 1. Februar 2006
Kelchkommunion
Spendung des sogenannten Laienkelches
diese Bildunterschrift ist völlig inkorrekt. Es gibt keinen Laienkelch, sondern nur den einen Kelch in der Eucharistiefeier, der zur Kommunion als vollständigeres Zeichen allen Kommunizierenden gereicht werden kann.
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#2   Benedikt   16:14:04 | Mittwoch, 1. Februar 2006
Neokatechumenat
Hört sich in der Tat merkwürdig an. So, als würde man die „normale“ Hl. Messe gar nicht mehr als Ritus der Kirche ansehen, sondern als etwas Fremdes. Es scheint sich um eine inoffiziell schon in Abspaltung befindliche Gemeinschaft zu handeln.
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#1   Athanasius   15:42:46 | Mittwoch, 1. Februar 2006
Also…
Schlussfolgerung:
1. Sogar für einen „normalen“ Katholiken, der am „deutschen Novus Ordo“ Ritus von 1970 gewöhnt ist, ist der Neokatechumenale Weg als protestantisierend zu erkennen.
2. Der Neokatechumenale Weg hat viele Charakterzüge der Pfingstlergemeinde und der protestantischen Liturgien übernommen im Wortgottesdienst.
3. Man benutzt invalidierende Materie (Fladenbrot) für das göttliche Geheimnis der hl. Eucharistie, somit sind Ihre „Eucharistiefeier“ ungültig.
4. Man sitzt beim Empfang der Hl. Hostie auf die Hand, was beides (auch wenn getrennt) auf entweder Arianismus oder Protestantismus hindeutet.
5. Der „Neokatechumenale Weg“ hat sektiererische Züge in dem man sich als Gruppe ausgrenzt ohne Gründe, und – das vor allem – während der Eucharistiefeier anderer Gläubigen unterhält und somit den sakralen Charakter sowohl der Zelebration (auch wenn im Neuen Ritus die Sakralität nicht findbar sein mag) als des geweihten Kirchengebäudes nicht respektiert.
Noch mein Wort dazu: Grossartig solch ein „neues Pfingsten“…, denn das ist was diese Gemeinschaften des NW nach Benedikt XVI. und JP II. sein sollen…
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