Kirchenmusik
„Stop dem musikalischen Ikonoklasmus“
Der Präsident der päpstlichen ‘Consociatio Internationalis Musicae Sacrae’ Pater Prof. Dr. Louis Hage OLM fand im Jahre 2003 am Schluß eines Vortrages in Lublin folgende Worte zur Musica sacra unserer Tage.
(kreuz.net/Sinfonia Sacra) „Gerade heute im Zeitalter allgegenwärtiger Musik aller Art kann die pastoralpsychologische Bedeutung der richtigen kultischen Musik nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Es ist höchste Zeit, den musikalischen Ikonoklasmus zu stoppen.

Die junge Generation, der die große kultische Musik der Kirchengeschichte vorenthalten wird, hat ein Recht darauf, auch diese eigentliche Hochform der Liturgie kennen und erleben zu dürfen.

Den Schatz der Geistlichen Musik aus der Liturgie ins Konzert zu verbannen, kommt einer Umwandlung der Kathedralen in Konzerthäuser gleich.

Das kirchenmusikalische Apostolat im steinigen Weinberg des Herrn aber war nie von persönlichen Befriedigungen und flächendeckenden Erfolgserlebnissen geprägt.

Nicht der Applaus, sondern das Kreuz der Widerstände und Schwierigkeiten sind Indizien für den richtigen Weg.

Nur aus der Liebe zu Christus und seiner oft mehr von innen als von außen geschundenen Kirche schöpft der Musiker im Dienst des Heiligen in der heutigen Zeit mit ihren lärmenden Aktivismen seine Kraft.

Dies war vor hundert Jahren nicht anders als heute.

Lassen Sie mich in Anlehnung an Papst Pius X. († 1914) in seinem Kirchenmusik-Motu proprio mit dem Wunsch schließen, daß das Ansehen der Kirche, die ihre kirchenmusikalischen Weisungen für alle Menschen guten Willens unmißverständlich in der Liturgie-Konstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils zum Ausdruck gebracht hat, daß dieses Ansehen nicht infolge notorischer Nichtbeachtung dieser Weisungen wieder der allgemeinen Verachtung preisgegeben wird.

Louis Hage, 100 Jahre Motuproprio Pius X. im Spiegel von Kult und Kultur: Musicae Sacrae Ministerium, 2002/2003, S.51ff
      
11 Lesermeinungen
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#11   ottaviani   10:39:34 | Montag, 30. Januar 2006
das Requiem
zum beispiel da werden dann texte gesungen die es im meßbuch gar nicht mehr gibt aber da ja im NOM ohnehin alles geht gestern,
durfte man im fernsehen beim gottesdienst aus der jesuiten kirche zu wien z.b. ein kreuz aus lego steinen und einen volksaltat aus stein in der der form von sitzen bewundern,
spielt das ja sicher keine rolle
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#10   Benedikt   10:27:28 | Montag, 30. Januar 2006
@ Ottaviani
Von welchen Werken reden Sie? Die, welche ich kenne enthalten Kyrie – Gloria – Credo – Sanctus – Agnus Dei. Ich wüsste nicht, dass beim NOM auch nur einer dieser Teile fehlen würde. Auch die Messkompositionen zum Offertorium passen wunderbar ebenso zum NOM, und werden vor allem an Kathedralkirchen auch gepflegt.
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#9   ottaviani   09:13:12 | Montag, 30. Januar 2006
@Gotthard
… oder was man dafür hält
eines ist klar die klassischen werke der kirchenmsik sind schwer in den NOM einzupassen
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#8   Sulpicius   00:35:44 | Montag, 30. Januar 2006
@diakonos
Während im „VOM“ der Musiac Sacra nur begleitende, verzierende Funktion zugestanden wurde
De jure war das auch nicht so. Seit den Anfängen der christl. Liturgie war die Musica sacra pars integralis der Liturgie. Im Laufe der Geschichte (vor allem während der sog.Aufklärung) wurde die Musica sacra begleitendes Beiwerk (wie auch im Protestantismus). Der hl.Pius X. verbriefte das Wesen der Musica sacra in „Tra le sollecitudini“ (1903).
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#7   Gotthard   00:20:46 | Montag, 30. Januar 2006
@copertino
was heißt hier ehrwüdiger Ritus?
Das ist doch dummes Zeug…
der ehrwüdige Ritus der Eucharistie wird Sonntag für Sonntag , ja fast Tag für Tag in jeder kath. Kirche gefeiert…
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#6   markos evgenikos   00:20:40 | Montag, 30. Januar 2006
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#5   diakonos   23:57:51 | Sonntag, 29. Januar 2006
Musica Sacra und „NOM“
Während im „VOM“ der Musiac Sacra nur begleitende, verzierende Funktion zugestanden wurde – wenn der Chor das Gloria sang, musste es der Zelebrant zugleich still beten – ist im „NOM“ die Kirchenmusik selbst Liturgie (so steht es in „Sacrosanctum Concilium und öfter). Das gibt der Musica Sacra einen ganz neuen Stellenwert: Nicht verzierendes Beiwerk, das auch fehlen kann, sondern integrierender Bestandteil der Liturgie. Die Kirchenmusiker/-innen über einen wahrhaft liturgischen Dienst aus.
Leider, und das muss natürlich auch gesagt werden, steht es um die Kirchenmusik gegenwärtig nicht überall sehr gut, gibt es z.T. billige Surrogate für gute Kirchenmusik.
Zu diesem Thema hat der „Musikerpapst“ (selbst klavierspielender Bruder des em. Dkpm von Regensburg) in seiner Zeit als Kardinal einiges Lesenswerte geschrieben.
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#4   Copertino   22:52:53 | Sonntag, 29. Januar 2006
Kirchenmusikalische Inseln aufbauen
Wo der ehrwürdige Ritus des Trienter Konzils gefeiert wird, da mögen be-geisterte Christen mit Herz, Stimme und Verstand damit beginnen, die alten Schätze der Kirchenmusik zu heben. Man kann sehr einfach anfangen, dabei Erfahrungen machen, eine kleine Schola bilden, nach Tonaufnahmen Gregorianik üben. Was an Finanzen fehlt, soll durch Freiwilligkeit wettgemacht werden. Das kostbarste Geschehen der Welt ist es doch wert, erhebend gefeiert zu werden, damit die authentische Musica Sacra von solchen Inseln her wieder nach und nach in die Kirche hineinzustrahlen und weitere Kreise zu ziehen vermag. Schönheit war zu jeder Zeit die beste Werbung für die Wahrheit! Anfangen, anfangen…
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#3   Sulpicius   20:13:53 | Sonntag, 29. Januar 2006
@Brandenburgis
Im Prinzip richtig. Aber viele Kirchenmusiker guten Willens (auch mit Familien) sind ökonomisch vom NOM abhängig. Ich gebe zu, eine schwierige Situation.
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#2   Brandenburgis   18:07:38 | Sonntag, 29. Januar 2006
Musica sacra
Wer von der Musica sacra redet und vom amusischen NOM schweigt, der hätte wohl besser gar nicht zu reden angefangen.
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#1   markos evgenikos   18:05:54 | Sonntag, 29. Januar 2006
Das 7. ökum. Konzil verurteilt die Ikonoklastie
Das 7. ökum. Konzil verurteilte die Ikonoklastie,die besonders bei uns geprägt war.
Ich bedanke mich bei der Schwesterkirche R K K für die Hilfe,die dieser Teil der Kirche und besonders den Papst Tarasios(megali i charis tou) geleistet haben.
Solche Päpste,sind Päpste,die wir besonders verehren,deswegen gibt es jedes Jahr der Sonntag der Orthodoxie,einen Tag an dem wir die APOKATASTASIS(Wiederherstellung)der Ikonen verehren.
Solch ein Papst muss der Benedickt werden.Bis jezt guter Anfang sehr gut
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