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Die Absicht hinter der Enzyklika + Etwas mitlaufen lassen? + Der Hintergrund + Entschuldigung gefordert + Wie die Niederlage zustandekam
Die Absicht hinter der EnzyklikaVatikan. Benedikt XVI. sprach beim gestrigen Angelusgebet über seine am Mittwoch veröffentlichte erste Enzyklika ‘Deus caritas est’. Er habe darin an den Primat der Barmherzigkeit im Leben des Christen erinnern und dadurch auf die Heiligen aufmerksam machen wollen: „Sie haben aus ihrer Existenz auf unterschiedlichste Weise eine Hymne der Liebe gemacht.“ Nach dem Angelusgebet ließ der Heilige Vater vom Fenster seines Arbeitszimmers Friedenstauben aufsteigen. Damit wiederholte er eine der letzten öffentlichen Gesten von Papst Johannes Paul II. im Januar 2005.
Etwas mitlaufen lassen?
Vatikan. In Rom erhärtet sich das Gerücht, daß der gegenwärtige de facto Finanzminister des Vatikan, Attilio Kardinal Nicora, der nächste Staatssekretär sein wird. Gegenwärtig besitzt Kardinal Nicora angeblich freie Hand, um die vatikanischen Institutionen – die Apostolischen Nuntiaturen eingeschlossen – finanziell auf Vordermann zu bringen. In den Kassen des Vatikan scheint seit dem letzten Pontifikat das Geld zu verdunsten. So würden gegenwärtig in der Bilanz 30 Millionen Euro fehlen, die wenige Tage vor dem Ende des letzten Pontifikates „zugunsten eines Staates in Osteuropa“ verschwunden seien. Das berichtete das italienische Wochenmagazin ‘Panorama’ am letzten Montag.
Der Hintergrund
Italien. Ein italienischer Priester (76) – der sich am Freitag vor Gericht für die Aussage, daß Christus existierte hätte verantworten sollen – ist der Verhandlung in Viterbo bei Rom ferngeblieben. Im Justizpalast war nur sein Verteidiger anwesend. Der Priester war von einem selbsterklärten Atheisten – der vor mehr als einem halben Jahrhundert im gleichen Priesterseminar wie der angeklagte Pfarrer studiert hatte – verklagt worden, weil er angeblich die Gutgläubigkeit der Menschen mißbrauche. Zuvor hatte der Priester in seinem Pfarrblatt ein Buch des Atheisten kritisiert, das möglicherweise durch die Öffentlichkeitswirkung des Prozesses eine Umsatzsteigerung erfahren soll.
Entschuldigung gefordert
Dänemark. Die in Saudi-Arabien ansässige ‘Organisation der Islamischen Konferenz’ hat die dänische Regierung aufgefordert, sich für die Veröffentlichung von Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed in einer Tageszeitung zu entschuldigen. Die Regierung habe die Publikation weder verhindert noch unzweideutig verurteilt. Es sei das Recht von 1.3 Milliarden Muslimen, zu erwarten, daß diejenigen, die sich der Blasphemie schuldig gemacht hätten, die Angelegenheit wieder in Ordnung brächten. Auch sei es schade, daß der Vatikan zu dieser Frage schweige. Das behindere den muslimisch-christlichen Dialog. Der ‘Organisation der Islamischen Konferenz’ gehören 57 Staaten an.
Wie die Niederlage zustandekam
‘Junge Freiheit’: Was ist mit Angela Merkel oder Hans-Gert Pöttering?
Rocco Buttiglione: Angela Merkel hatte mich angerufen, ebenso wie Edmund Stoiber. Die ganze Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVPED) hat den Kampf mit großer Überzeugung unter der Führung von Fraktionschef Pöttering geführt.
‘Junge Freiheit’: Offenbar doch nicht mit genug Einsatz.
Rocco Buttiglione: Wir hatten keine Mehrheit, beziehungsweise hätten diese nur mit der Hilfe von antieuropäischen Gruppen im Parlament erreicht. Das aber wollten wir auch nicht.
Der italienische Kulturminister Rocco Buttiglione über seine Ablehnung als EU-Justizkommissar durch linksfundamentalistische Kräfte.
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Mittwoch, 1. Februar 2006 19:19
methusalix †: Das halte ich für vernünftig, aus Ihrer Sicht.
Laurentius2: @methusalixDa Sie Rache mit Gerechtigkeit verwechseln und Rahners Weichspül-Ethik & Ökumenismus mit katholischer Lehre, sehe ich keine Gesprächsgrundlage mit Ihnen.
Mittwoch, 1. Februar 2006 18:13
Laurentius2: @methusalix
Da Sie Rache mit Gerechtigkeit verwechseln und Rahners Weichspül-Ethik & Ökumenismus mit katholischer Lehre, sehe ich keine Gesprächsgrundlage mit Ihnen.
Mittwoch, 1. Februar 2006 15:21
Benedikt: @ Methusalix
L: 4.: Ungeborene Kinder sind zumindest juristisch = Zellhaufen.
M: Juristisch richtig,
Nein, das ist juristisch eben nicht richtig. Schwangerschaftsabbruch ist strafbar, ergo wird das Leben geschützt. Ein Zellhaufen dagegen besitzt keinen strafrechtlichen Schutz. Haut abschürfen ist nicht strafbar.
Der Unwert des Schwangerschaftsabbruches ist damit offiziell normiert und wird dennoch als Standardmittel zugelassen und sogar propagiert. DAS ist der Punkt. Das ist in etwa so, als würde man das Delikt Körperverletzung oder Drogenkonsum befürworten. Die bleiben auch in einigen Fällen straflos.
M: Juristisch richtig,
Nein, das ist juristisch eben nicht richtig. Schwangerschaftsabbruch ist strafbar, ergo wird das Leben geschützt. Ein Zellhaufen dagegen besitzt keinen strafrechtlichen Schutz. Haut abschürfen ist nicht strafbar.
Der Unwert des Schwangerschaftsabbruches ist damit offiziell normiert und wird dennoch als Standardmittel zugelassen und sogar propagiert. DAS ist der Punkt. Das ist in etwa so, als würde man das Delikt Körperverletzung oder Drogenkonsum befürworten. Die bleiben auch in einigen Fällen straflos.
Mittwoch, 1. Februar 2006 15:03
methusalix †: Teil 2 an Laurentius2 30.01.06
Laurentius2:
4.: Ungeborene Kinder sind zumindest juristisch = Zellhaufen.
Juristisch richtig, ethisch zweifelhaft, auch wenn Sie Stein und Bein schwören, dass das nicht so ist; es war auch in der heiligen Kirche nicht immer so und in anderen Kulturkreisen schon gar nicht. Mein Motto: Hilfe vor Racheverlangen!
5. Täterschutz geht im Zweifel vor Opfer- oder Kinder- und Jugendschutz.
Falsch! Die Sicherheit von Unschuldigen, vor dem ungerechtfertigten Zugriff der Justiz, geht vor dem Rachebedürfnis der Menschen. Sie wollen doch auch nicht, dass Ihre Tochtern für acht Jahre im Gefängnis landet, weil sie mit irgendwem verwechselt wird und sich die Justiz keine Mühe gibt die richtige zu fangen.
Als Allerheiligstes wird den Frauen und Männern eine kleine weiße kreisförmige Scheibe vorgehalten. Dieses Etwas darf unter GAR KEINEN Umständen massenmedial kritisiert oder in seinen Nebenwirkungen, seiner frühabtreibenden Wirkung (sollte eigentlich für Millionen Katholikinnen erheblich sein, aber da sei ja die liberalistsiche „Königsteiner Erklärung“ vor !!) bzw. seiner Überflüssigkeit für Frauen mit normalem Zyklus herausgestellt werden …
Was für ein Unsinn! Sie tun doch hier nichts anderes, als den Nutzen von Verhütungsmitteln zu verdammen. Und wenn das Internet kein Massenmedium ist, was dann?
4.: Ungeborene Kinder sind zumindest juristisch = Zellhaufen.
Juristisch richtig, ethisch zweifelhaft, auch wenn Sie Stein und Bein schwören, dass das nicht so ist; es war auch in der heiligen Kirche nicht immer so und in anderen Kulturkreisen schon gar nicht. Mein Motto: Hilfe vor Racheverlangen!
5. Täterschutz geht im Zweifel vor Opfer- oder Kinder- und Jugendschutz.
Falsch! Die Sicherheit von Unschuldigen, vor dem ungerechtfertigten Zugriff der Justiz, geht vor dem Rachebedürfnis der Menschen. Sie wollen doch auch nicht, dass Ihre Tochtern für acht Jahre im Gefängnis landet, weil sie mit irgendwem verwechselt wird und sich die Justiz keine Mühe gibt die richtige zu fangen.
Als Allerheiligstes wird den Frauen und Männern eine kleine weiße kreisförmige Scheibe vorgehalten. Dieses Etwas darf unter GAR KEINEN Umständen massenmedial kritisiert oder in seinen Nebenwirkungen, seiner frühabtreibenden Wirkung (sollte eigentlich für Millionen Katholikinnen erheblich sein, aber da sei ja die liberalistsiche „Königsteiner Erklärung“ vor !!) bzw. seiner Überflüssigkeit für Frauen mit normalem Zyklus herausgestellt werden …
Was für ein Unsinn! Sie tun doch hier nichts anderes, als den Nutzen von Verhütungsmitteln zu verdammen. Und wenn das Internet kein Massenmedium ist, was dann?
Dienstag, 31. Januar 2006 14:53
Stimme aus dem Tradiland: @ Methusalix
Allerdings durfte ein wirklicher Widerstandskämpfer, der sein Blut für die Freiheit der Deutschen vergossen
hatte, NICHT in den Staatsdienst: Er war ja auch Kommunist.
Natürlich nicht. Denn 1. hat er sein Blut – wenn er es überhaupt vergossen hat – für die Partei und ihre menschenfeindliche Ideologie vergossen, nicht für den Staat, das Volk oder dessen „Freiheit“. 2. wäre es auch ein Wahnwitz gewesen, einen Staatsfeind zum Staatdiener zu machen.
Natürlich nicht. Denn 1. hat er sein Blut – wenn er es überhaupt vergossen hat – für die Partei und ihre menschenfeindliche Ideologie vergossen, nicht für den Staat, das Volk oder dessen „Freiheit“. 2. wäre es auch ein Wahnwitz gewesen, einen Staatsfeind zum Staatdiener zu machen.
Dienstag, 31. Januar 2006 10:10
Ansgar: @ Methusalem
Erneut ein Bilderbuch-Beitrag angepaßter P.C. Wäre interessant zu beobachten, ob Methusalem irgendwann ein eigenes Denken in diesem Forum entwickelt und nicht nur glattgelutschte Mainstream-Phrasen widerkäut. Aproposito Familie: Hermann Gmeiner – keine Frage, doller Mann. Aber „Familie“ figuriert hier doch als Metapher, es fehlt ein integraler Bestandteil zur echten Familie – oder zeugen die Kinderdorf-Insassen mit ihren „Müttern“ Kinder? Auch die Adams Family“ nennt sich Familie.
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