Afrika
Makabre Probleme
Ein nigerianischer Bischof hat beschlossen, daß Verstorbenen, die länger als 30 Tage tot sind, in seiner Diözese nicht mehr kirchlich beerdigt werden dürfen.
(kreuz.net, Lagos) Dem Bischof von Ekiti, Mons. Michael Olatunji Fagun (70), ist der Geduldsfaden gerissen. Das berichtete die nigerianische Tageszeitung ‘Daily Independent’ am 10. Januar.

Der nigerianische Bundesstaat Ekiti befindet sich im Südwesten des Landes.

Mons. Fagun erklärte, daß Leichen, die länger als dreißig Tage in Totenhallen oder beim Einbalsamieren zuhause aufbewahrt würden, in Zukunft in seiner Diözese nicht mehr kirchlich beerdigt werden.

Der Bischof unterstrich, daß die Unsitte, Tote lange Zeit unbeerdigt zu lassen, kein Teil der traditionellen Kultur sei.

Schon immer seien die Toten innerhalb von drei Tagen begraben worden. Weitere Riten oder Zeremonien seien danach durchgeführt worden.

Die wochenlange Aufbewahrung von Toten sei auch in keiner modernen oder zivilisierten Kultur üblich oder bekannt.

Der Bischof empfahl, einen Verstorbenen einen oder zwei Tage lang zu beklagen und dann seine Seele ruhen zu lassen.

Die endlose Aufbewahrung der Toten respektiere die Verstorbenen nicht: „Das ist einer der Gründe, warum die Alten ihre Kinder ermahnen, sie nach ihrem Tod nicht in Leichenhallen zu bringen.“

Kinder sollten ihre Eltern ehren, solange diese am Leben sind, und nicht warten, bis sie tot seien, um darüber nachzudenken, wie sie am besten geehrt werden könnten.

„Wenn die Moslems, mit denen wir in einer Gesellschaft zusammenleben, ihre Toten innerhalb von zwei Tagen beerdigen können, dann sollte es für Katholiken nicht schwierig sein, die Verstorbenen innerhalb von wenigen Tagen zu beerdigen“, betonte der Bischof.
      
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