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Papst kommt nach Österreich + Parkinsonwunder für die Eiligsprechung + Ein neuer Wind + Es wird todernst + Wie Kinderabtreiber Zahlen zinken
Papst kommt nach Österreich

Österreich. Papst Benedikt XVI. wird im September 2007 den österreichischen Wallfahrtsort Mariazell besuchen. Das erzählte der Präsident des österreichischen Nationalrates, Andreas Khol, am gestrigen Montag den Medien nach einer Privataudienz beim Papst. Der Nationalrat ist die Abgeordnetenkammer der Bundesversammlung des österreichischen Parlaments. Er besteht aus 183 Abgeordneten. Der Nationalratspräsident zitiert den Heiligen Vater mit den Worten: „Sie wissen, ich liebe Österreich und die Österreicher.“ Im Jahr 2007 wird das 850-Jahr-Jubiläum des Marienheiligtums in Mariazell begangen.

Parkinsonwunder für die Eiligsprechung

Vatikan. Laut einem Bericht der italienischen Tageszeitung ‘Il Messaggero’ gab eine französische Klosterschwester an, auf die Fürsprache von Papst Johannes Paul II. von ihrer Parkinsonkrankheit geheilt worden zu sein. Sie habe nach dem Tod des Papstes im April zu ihm gebetet. Die wissenschaftlich offensichtlich nicht erklärbare Genesung soll für das Seligsprechungsverfahren für den verstorbenen Papst verwendet werden. Der dafür zuständige Postulator, Slawomir Oder, kommentierte vor dem italienischen Staatsfernsehen, daß die Ordensfrau an einer Krankheit litt, „die auch im letzten Lebensabschnitt Johannes Pauls II. so sehr sichtbar war“.

Ein neuer Wind

USA. Das von der Piusbruderschaft in den USA herausgegebene Monatsmagazin ‘Angelus’ veröffentlichte in seiner Dezember- und Januarausgabe eine zweiteilige Titelgeschichte zur Bischofsweihe im Neuen Ritus. Die Artikel erklären, warum die katholische Bischofsweihe auch nach der Liturgiereform noch gültig ist. Die Berichte kommen zu einer Zeit, da die Aussöhnung der Priesterbruderschaft St. Pius X. mit dem Vatikan diskutiert wird. Die Lefebvristen lehnen die Sakramentenspendung im reformierten Ritus ab und fordern die Freigabe der Alten Messe für alle Priester.

Es wird todernst

Deutschland. Der christdemokratische Justizsenator von Hamburg und Verfechter von Euthanasieprogrammen, Roger Kusch, hat in einem Artikel für die ‘Neue Juristische Wochenschrift’ einen Gesetzesentwurf für die Straffreiheit der Hilflosentötung unter bestimmten Bedingungen veröffentlicht. Die „aktuelle Sterbehilfe-Diskussion“ zeige angeblich, wie sehr diese Frage die Menschen beschäftigen würde. Neueren Umfragen zufolge würden 73 beziehungsweise 74 Prozent der Deutschen straffreie Sterbehilfe über das geltende Recht hinaus befürworten. Etwa zwei Drittel aller Spitalärzte, die mit der Versorgung schwerstkranker Patienten betraut sind, würden mit dem Verlangen nach Selbstmord konfrontiert. Die Verwendung von manipulierten Statistiken war schon bei der Einführung der Kinderabtreibung ein wichtiges Kampfinstrument.

Wie Kinderabtreiber Zahlen zinken

„Die Zahl der Frauen, die in Mexiko jährlich an der Abtreibung sterben, liegt bei ungefähr 100.000.“ (Mexikanischen Institut für Geschlechterkunde, 1989)
Die Gesamtzahl der Frauen, die jährlich in Mexiko zwischen dem 15. und dem 44. Lebensjahr an allen möglichen Todesursachen sterben liegt bei 20.000. (Weltgesundheitsorganisation 1989)

„Mehr als 400.000 Frauen in Brasilien sterben jedes Jahr durch illegale Abtreibungen.“ (Womens Health & Reproduction Rights, 1991)
Gesamtzahl der in Brasilien im gebärfähigen Alter verstorbenen Frauen: 40.000. (Demographisches Jahrbuch der UNO, 1988)

500.000 Frauen sterben jährlich in Indien an illegalen Abtreibungen.“ (Worldwatch Paper no. 97)
Zahl aller Todesfälle bei indischen Frauen im gebärfähigen Alter: 500.000.
      
6 Lesermeinungen
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#6   Ansgar   17:45:03 | Dienstag, 31. Januar 2006
@ Demon
Sie sind ja ganz weit weg. Na gut, machen Sie mit Ihrem Körper, was Sie wollen. Aber nicht mit dem Körper anderer Menschen. Und das sind die Ungeborenen nun einmal. Das „Hineinpfuschen“ ins Leben anderer, was Sie sich so schnoddrig verbieten – hat man es je erbarmungsloser und dreister erlebt als bei der Abtreibung?
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#5   DemonDeLuxe †   17:30:43 | Dienstag, 31. Januar 2006
@Kollege Ansgar
„In Gottes Hand“, werter Ansgar, liegt haargenau gar nichts – derlei Bezüge sind kaum für eine ernsthafte Diskussion geeignet; selbst, wenn Sie selbst nicht anders können, als in derlei metaphysischen Phantastereien zu schwelgen, müssen Sie doch akzeptieren, dass viele Ihre Denkwelt nicht teilen und die allermeisten Ihren konkreten „Gott“ nicht als solchen anerkennen – insofern sind derlei Einlassungen vielleicht erbaulich in Ihren Augen, aber zur konkreten Problemlösung nicht nur verzichtbar, sondern kontraproduktiv.
„Verfügungsgewalt“ meint selbstredend „Gewalt“ dort, wo sie denn überhaupt zutreffen kann. Und wenn ich beschließe, mein Leben in Würde zu beenden, dann hat mir da gefälligst kein Apologet irgendeiner Sagengestalt hineinzupfuschen. So weit käm’s noch, dass ich mir von irgendwelchen Sektenanhängern (und begreifen Sie’s endlich ‘mal: In den Augen eines Nicht- oder Andersgläubigen stehen Sie keinen Deut besser oder glaubwürdiger da als irgendwelche Hare-Krishna-Singer) aufdiktieren ließe, wie lange ich zu leben und wie ich zu sterben hätte.
„Schockgefrostet“ (was für ein dummes Wort) sind allenfalls jene, die ernstlich meinen, im Namen des wilden Watz und der diversen Auslegungen seiner angeblichen Worte derart dreist in anderer Menschen Leben herumwurschteln zu dürfen.
Übrigens: „Kollege“ in welcher Eigenschaft? Als Mensch? Als Fußgängerzonenbenutzer? Als Internetkommentierer? Oder welche verbidnende Eigenschaft hat Sie zum Gebrauch dieser Floskel inspiriert?
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#4   Ansgar   17:13:25 | Dienstag, 31. Januar 2006
@ Demon
„Verfügungsgewalt über den eigenen Körper“ ist eine gefährliche Hohlphrase (und eine altertümliche zugleich, stammend aus dem Feministinnen-Deutsch der 70er Jahre). Wie haben Sie denn über Ihren Körper verfügt, Kollege? Das Datum Ihrer Geburt bestimmt? Wann Sie krank wurden, wann Sie heranwuchsen, wie Sie „künstlich bereitet“ sind? Das liegt doch alles in Gottes Hand, außer man frevelt – wie z.B. im Selbstmord – dagegen. Wer die schutzlosesten Wesen, die vorstellbar sind, im Raum ihres ureigensten Schutzes tötet, begeht ein unerhörtes Unrecht. Ihre Denkstrukturen, Demon, sind schockgefrostet.
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#3   DemonDeLuxe †   13:46:51 | Dienstag, 31. Januar 2006
@Laurentius2
„Danke“ wofür genau? Dafür, dass es kreuz.net vermissen lässt, die in Internetmedien übliche Verlinkung zur Originalquelle anzuführen, so dass man sich einzig auf die hier behaupteten (und bei einem Medium, das sich so auf BILD-Niveau bewegt, vollkommen unglaubwürdigen) Zahlen stützen müsste, was man aber tunlichst lässt?
Im übrigen sehe ich auch nicht die Notwendigkeit zu gefälschten Statistiken, wenn es um die Verfügungsgewalt über den eigenen Körper geht. Gewisse Leute sollten langsam ‘mal gelernt haben, wo ihre Grenzen sind bzw. die der glaubensbedingten Paradigmen ihrer Religion.
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#2   Benedikt   13:02:21 | Dienstag, 31. Januar 2006
Neuer Wind
Die Artikel erklären, warum die katholische Bischofsweihe auch nach der Liturgiereform noch gültig ist.
Natürlich. Hiervon muss die FSSPX auch ausgehen, da sie andernfalls sedisvakantistisch wäre. Der Papst ist schließlich im neuen Ritus zum Bischof geweiht worden und könnte ohne diese Weihe nicht Papst sein, würde sein Amt also ungültig ausüben.
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#1   Laurentius2   08:43:34 | Dienstag, 31. Januar 2006
Danke kreuz-net
… für die aufschlußreichen Zahlen. Sowas kann man in braven Bistumsblättern niemals erfahren – das verstieße ja gegen die „pastorale Klugheit“, die Feinde des Lebens als das zu entlarven, was sie sind: Kinder des Vaters der LÜGE.
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