Der jüngste ‘Kölner Rundbrief der Priesterbruderschaft St. Petrus’ berichtet über ein Treffen eines Paters der Bruderschaft mit dem Bischof von Essen „in sehr angenehmer und freundlicher Atmosphäre“. Das war’s auch schon.
(kreuz.net, Köln) Am 16. Dezember habe er Gelegenheit gehabt, dem Bischof von Essen, Mons. Felix Genn,
knapp 200 Unterschriften zu überreichen, berichtet Pater Bernhard Gerstle in der Februarausgabe des ‘Kölner
Rundbriefs der Priesterbruderschaft St.Petrus’.
Anlaß für die Unterschriftensammlung war eine Bitte
um die Erlaubnis der überlieferten lateinischen Liturgie im Bistum Essen.
Initiant ist Alexander Korte
aus Wattenscheid – einem Stadtteil von Bochum – knapp 15 Kilometer östlich von Essen.
Korte fügte den
Unterschriftenbögen für den Bischof auch einen ausführlichen Begleitbrief bei.
Anläßlich der Übergabe
traf sich Pater Gerstle zu einem 45minütigen Gespräch mit dem Bischof von Essen „in sehr angenehmer
und freundlicher Atmosphäre“:
„Bischof Dr. Genn nahm meine Argumente für ein Engagement der Priesterbruderschaft
St. Petrus im Ruhrbistum Essen zur Kenntnis, wollte aber eine Entscheidung nicht ohne Abstimmung mit dem
Bischofsrat treffen.“
Herr Korte habe den Bischof im Namen der 200 Unterzeichner darum gebeten, wenigstens
eine wöchentliche Meßfeier im überlieferten Ritus durch die Priesterbruderschaft St. Petrus zu ermöglichen.
„Darüber hinaus habe ich“ – so Pater Gerstle – „mit dem Bischof die Möglichkeit erörtert, ob unserer
Gemeinschaft mittelfristig eine Kirche zur Verfügung gestellt werden könnte, die künftig nicht mehr
vom Bistum finanziell unterhalten werden soll.“
Im Bistum Essen ist gegenwärtig ein massiver Abbau im
Gang, dem bis Ende 2008 knapp 100 der bisherigen 350 Kirchen der Diözese zum Opfer fallen werden.
Doch
die Aussicht, wenigstens eine der todgeweihten Kirchen retten zu können, schien den hohen Herrn nicht
sonderlich zu begeistern.
Er habe sich in dieser Frage – so Pater Gerstle – „etwas reserviert“ gezeigt
und auf „verschiedene Gremien“ hingewiesen. Diese hätten darüber zu entscheiden, was künftig mit den
ausrangierten Kirchen geschehen werde.
„Sobald wir in der Frage einer regelmäßigen Meßfeier im Bistum
Essen eine Antwort erhalten, werden wir Sie informieren“ – beendet der Pater der Petrusbruderschaft seine
Ausführungen zum Thema.
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@ monti Es gibt aber doch auch freistehende Kapellen, die gar nicht in ein anderes Gebäude integriert
sind und dennoch Kapelle genannt werden. Ich nehme an, der Unterschied ist kirchenrechtlich geregelt,
wer nämlich die Einweihung durchführen muß.
Kapelle oder Kirche Ob Kapelle oder Kirche hat hier nichts mit dem „Fassungsvermögen“ an Gläubigen zu
tun. Eine Kirche ist ein Gebäude für sich, eine Kapelle ist ein für die hl. Messe genutzter Raum, der
sich in einem Gebäude befindet. Das kann auch im Obergeschoss eines Gewerbebetriebes sein
Verstand-en Evelins Gatte, herzlichen dank für Ihre Rede. Sie verstanden mich wie immer goldrichtig.
Auch andere könnten, wenn sie wollten; vielleicht hilft Ihre Nachhilfe. P.S. Ab wann ist eine Kapelle
eine Kirche? Ab 50, 100, 200, 400 Plätzen?
#52 zwobbel 11:09:05 | Donnerstag, 2. Februar 2006
lieber evelinischer Gatte Also ich hoffe mal es so gemeint war, wie Sie hier schreiben. Aber da juckt
es mich doch einen kleine Spitze zu werfen: Wenn ich mich richtig erinnere gibt es da ja doch eine heftige
Kritik an Texten einer bestimmten kirchlichen Versammlung, die man falsch verstehen kann. Also wenn ich
stur wäre, könnte ich jetzt auf auf den unten getätigten Aussagen herumreiten und den Autor permanent
als Häretiker und Schismatiker brandmarken. Erklärende Einwürfe würde ich als Manöver wegschieben.
Sie sehen hier, wie ein im Kopf und Verständnis eines Botschaft Sendenen sinnvoll erscheinender Text
beim Empfänger dieser Botschaft (der einen ganz andern Hintergrund hat) ganz anders (=negativ) ankommen
kann. Dies muß man bei der Exegese der hl. Schrift genauso beachten wie bei den Texten des Vat.II. Ist
vielleicht hilfreich, daß auch von der Tradi-Seite mal genau so ein Fehler gemacht wurde. Aus Erfahrung
wird man klug.
Warum erschreckt sich Zwobbel? Sind Sie eigentlich römisch-katholisch? Marcel ist sicherlich katholisch.
Haben Sie schon mal das sog. „große“ Credo oder auch „nur“ das apostolische Glaubensbekenntnis gelesen
und verstanden? Sie irren sich, Marcel hat an dieser Stelle keine Gebet forumuliert, wie er es öfters
tut, sondern schlicht Mitdiskutanten gedankt. Eine Glaubensaussage wollte er damit nicht treffen. Was
ist das für eine Kirche – die FSSPX-Kirche? Wieder ein Irrtum: Marcel spricht an dieser Stelle von der
Kapelle der FSSPX, die er besucht, wo es eine traditionskatholische Gemeinde gibt. Und die Härte ist
ja noch, daß Sie zu Erzbischof Lefebvre gefunden haben. Erzbischof Lefebvre stand nie im Gegensatz zu
Christus. Da er nicht mehr lebt, ist klar, dass damit die Aussage gemeint ist: „zur wahren Tradition ohne
V2-NOM-falsche-Lehren-Verunreinigungen“, so wie es für die FSSPX typisch ist. Wann werden Sie zu Jesus
Christus finden? Keine Bange, Marcel ist schon dort! Wahr ist, daß unzählige Gläubige ohne die romtreuen
Petrusbrüder niemals die Chance gehabt hätten den alten Ritus kennenzulernen und regelmäßig zu feiern.
Genau davon erzählte auch Marcel. Kein Widerspruch, kein Troll, gar nichts, kein Grund für Aufregungen!
Der Gatte der Evelin
#50 zwobbel 08:08:43 | Donnerstag, 2. Februar 2006
Erschreckend was Sie da schreiben, marcel Sind Sie eigentlich römisch-katholisch? „Natürlich auch allen
anderen fleißigen Mitstreitern der Tradition!“ Haben Sie schon mal das sog. „große“ Credo oder auch
„nur“ das apostolische Glaubensbekenntnis gelesen und verstanden? Da steht nirgends „ich glaube an die
Tradition“. Nach dem der Glaube an Gott bezeugt wurde, folgt die Glaubensbezeugung an die eine heilige
katholische und apostolische Kirche. „Ohne FSSP hätten viele guten Gemeindemitgleider bei uns in der
FSSPX-Kirche nicht zu Erzbischof Lefebvre gefunden. Auch meine Familie nicht.“ Was ist das für eine Kirche –
die FSSPX-Kirche? Christus hat nur genau eine einzige Kirche gegründet, nämliche die eine heilige katholische
und apostolische Kirche. Auch Erzbischof Lefebvre wollte nie eine Kirche gründen. Was reden Sie bloß
für einen Müll? Und die Härte ist ja noch, daß Sie zu Erzbischof Lefebvre gefunden haben. Wann werden
Sie zu Jesus Christus finden? Ich will meine Kinder jedenfalls zu Jesus führen, nicht zu irgendeinem
Menschen. Und wie verbohrt muß man sein, um diejenigen, die für das selbe Ziel streiten (aber in einer
anderen Umgebung), als Verräter zu beschimpfen. Abstoßend. Wahr ist, daß unzählige Gläubige ohne
die romtreuen Petrusbrüder niemals die Chance gehabt hätten den alten Ritus kennenzulernen und regelmäßig
zu feiern. Und weil Ihnen das nicht gelungen ist, sind Sie neidisch. Oder Sie sind ein Troll um hier gezielt
zu spalten.
#49 DemonDeLuxe † 22:44:39 | Mittwoch, 1. Februar 2006
@MK28 – Ich wiederhole: Zu putzig :) „Unfehlbar ist, wo unfehlbar draufsteht. Daran muß jeder festhalten.“
Wow. Zufällig trage ich gerade ein T-Shirt mit der Aufschrift: „The infallible one“. Knien Sie also gefälligst
nieder, wenn Sie mit mir reden… ;) Mit Verlaub: Etwas Dämlicheres als diese Ihre Aussage habe ich ja
selbst hier noch nicht gelesen. „Unfehlbarkeit“ ist zunächst einmal nichts als eine Behauptung, nicht
mehr. Darüber hinaus noch eine extrem unwahrscheinliche Behauptung. Aber selbst, wenn man „Unfehlbarkeit“
nicht als (unmögliches) Absolutum begreift, sondern lediglich als größte denkbare Richtigkeit, so bleibt
es doch lediglich eine Behauptung. Deren Glaubwürdigkeit steht und fällt mit der Autorität dessen,
der sich dahingehend äußert – wobei die Behauptung an sich schon gehörig an eben dieser Autorität
knabbert (so ist das eben mit dem Behaupten an sich unmöglicher Dinge). Im übrigen sind Ihre Ausführungen
insofern ziemlich daneben, als Sie „Unfehlbarkeit“ an irgendwelche, letzlich nur Ihrem Gusto verpflichteten,
Bedingungen knüpfen. WENN Sie schon solchen Dummfug äußern wie „Unfehlbar ist, wo unfehlbar draufsteht.“,
dann vermeiden Sie es doch bitte, 3 Sätze später selbst einen feuchten Kehricht darum zu geben – denn
auf Benedikt XVI. (ex cathedra) und der RKK in toto klebt nun’mal das nette „unfehlbar (tm)“-Bapperl drauf.
Wenn Sie dem schon nicht gehorsam sein wollen, dann doch wenigstens Ihren eigenen, flotten Sprüchen,
hm? „Festhalten“, Sie wissen doch… ;)
Das abschreckende Beispiel – oder die unfreiwilligen Wegbereiter Ihre Beiträge, MK28, sind wunderbar.
Vielen Dank dafür. Natürlich auch allen anderen fleißigen Mitstreitern der Tradition! Sie sind nicht
weniger wunderbar. Mephisto warf seinen Schatten auf die FSSP: sie sind in der Tat eine Art Sprungbrett
zur FSSPX, obwohl so gegenteilig intentiert ihr ursprünglicher Verrat war. Ohne FSSP hätten viele guten
Gemeindemitgleider bei uns in der FSSPX-Kirche nicht zu Erzbischof Lefebvre gefunden. Auch meine Familie
nicht. Daher: Danke FSSP, daß Ihr die krumme Linie seit, auf der Gott die gerade Linie zur FSSPX zieht!
(Das wird mein Kommentar bleiben zur FSSP: denn um sie geht es mir absolut nicht. Denn warum eine schlechte
Kopie, wenn man das Original haben kann?
Es trifft nicht nur die Piusbruderschaft Wenn der Gehorsam gegen den Papst nach der Frage beurteilt werden
soll, wie genau er es mit dem Inhalt des depositum fidei nimmt, dann heißt das doch, daß man ihm anlastet,
es eben nicht mehr allzu genau zu nehmen. Ist er nun vom Glauben abgefallen oder nicht? Wenn ja, erklärt
sich der Ungehorsam, wenn nicht dann m.E. weniger. Wenn aber nicht er, sondern nur der ganze Rest abgefallen
sein sollte, dann müsste man es doch aber ihm überlassen, den ganzen Schlamassel wieder zu richten,
oder? Dann müsste man sich doch zunächst erst einmal wieder voll hinter ihn stellen, oder? Oder freut
sich der Papst auch über die Tradis, die ihm trotzen?
Unfehlbare Wahrheitsfeststellung Demon, niemand außer Ihnen hier hat ein Problem mit der Vorstellung
einer unfehlbaren Wahreheit. Das Problem ist, daß es einige gibt, die die entsprechende (einschränkende)
Definition des Vatikanums I nicht kennen, sondern meinen, alles, was irgendwann in Rom einmal entäußert
worden ist, sei unfehlbar. Unfehlbar ist, wo unfehlbar draufsteht. Daran muß jeder festhalten. Daß es
daneben eine Reihe Fragen gibt, die nicht letztgültig entschieden sind und auch nicht zur Entscheidung
anstehen, ist doch klar. Hier gilt das das Prinzip des Gehorsams. Und dieses an sich klare Prinzip scheitert
eben derzeit daran, daß die Autoritäten es mit den unfehlbaren Lehrsätzen nicht mehr so genau sehen.
Es bleibt dann ein Gehorsam, der zum selbstzweck wird, und nicht mehr als Annex der objektiven und unabänderlichen
Lehrsätze dasteht. Diesen Gehorsam lehne ich ab. Und nun dreht sich die ganze Debatte um die Frage, ob
das zulässig sei und damit weitergehend, ob denn tatsächlich die Hierarchie sich, wie von mir und den
anderen Lefebvrianern postuliert, von der objektiven Wahrheit entfernt hat (was die Vorraussetzung unseres
Gehorsamszweifels ist). Daß Prinzip der Unfehlbarkeit sowie der Inhalt des depositum fidei wird hier
aber nur von Ihnen und einigen anderen Agnostikern/Atheisten bestritten.
#45 DemonDeLuxe † 21:01:24 | Dienstag, 31. Januar 2006
Zum Kringeln :O) Die Diskussion hier ist witzig: Einerseits reklamiert man (natürlich) die einzige Wahrheit
für die eigene Religion, andererseits aber hat jeder seine Privatmeinung darüber, was und wie denn nun
diese Religion „in Wahrheit“ zu sein hätte. Ohne es zu merken, belegen die Protagonisten damit nur eines:
Dass der ganze Unfehlbarkeitskokolores nicht einmal in ihren eigenen Augen passt, sondern es letztlich
nur darum geht, den Primat des eigenen Gusto durchzusetzen. Jaja, die alleswissende Kirche, die allerdings
nur dann allgewaltig ist, wenn sie genau so ist, wie es der ach-so-weise Einzelne gerne hätte. Putzig.
Als Sahnehäubchen bekommt man dann sogar noch satanistische Verschwörungstheorien kredenzt… kreuz.net
ist manchmal besser als Kino *ggg* @MK28 Oh, ich habe kein Problem damit, anzuerkennen, dass es „zwischen
Himmel und Erde“ mehr Dinge gibt, als wir bislang zu sehen imstande sind. Ich wüsste allerdings nicht,
warum mich dieses Bewusstsein dazu verleiten sollte, mir Dinge vorzugaukeln, die es definitiv NICHT gibt,
sondern die lediglich antike und mittelalterliche Hirngespinste sind, die man allenfalls im Zustand geistiger
Verwirrung zu sehen meint. Wenn Sie aber so unglaublich gerne an Engelchen und Teufelchen glauben, dann
lass’ ich Ihnen doch den kindlichen Spaß – aber versuchen Sie um Himmelswillen nicht, derlei Volksmärchen
als „Wahrheit“ zu verkaufen. Das ist Voodoo und Hexenkram, mithin also exakt das, was man J.K.Rowlings
Fantasygeschichten anzudichten versucht.
Maria vom Sieg Ich denke, es ist wichtig an dieser Stelle noch einmal klar herauszuheben, daß der Papst,
der Stellvertreter Christi auf Erden, unfehlbar ist. Das ist von dem 1. Vatikanische Konzil zum Dogma
erklärt worden. Das Problem ist nicht, daß Päpste von der reinen Lehre abgewichen wären, was entsprechend
dem Dogma unmöglich ist, sondern, daß die Kirche von satanischen Sekten unterwandert worden ist mit
dem Ergebnis, daß heute die Mehrzahl der Priester und Bischöfe Verräter sind. Ich glaube wir dürfen
große Hoffnung auf die nachfolgende Priestergeneration setzen. Interessant sind dazu die Verheißungen
Mariæ vom Sieg in Wigratzbad. Wir sollten deshalb in guter Hoffnung nicht ablassen, auf die Fürsprache
unserer Lieben Frau Gott um gute Priester anzuflehen.
@Sarto „Nicht die Priesterbruderschaft muß sich bekehren, sondern das modernistische Rom.“ Da will doch
ganz eindeutig wieder einmal der Schwanz mit dem Hund wedeln!
Gehorsam Das Problem des Widerspruchs zwischen Gehorsam und objektivem Glauben entsteht, wenn man annimmt,
dass sich der Glaube, also der objektive Glaubensinhalt entwicken könne. Damit ist die Glaubenswahrheit
an einen Zeitpunkt gebunden und damit ist auch verständlich dass nach dieser Auffassung dem jeweiligen
Papst bedingungslos gehorcht werden muss. Aber da der Glaube nicht Produkt einer Entwicklung sondern ein
objektiver Inhalt ist, der nicht zeitgebunden ist, ist es logisch, dass sich Gehorsam dem Glauben gegenüber
nicht identisch sein muss mit dem gehorsam dem jeweiligen Verkünder des Glaubens gegenüber. Dass man
den impliziten Aussagen von Korankuss usw. nicht gehorchen kann bzw. darf, sollte jedem einleuchten.
Novus-Ordo-Kirche Eigentlich hat die Novus Ordo Kirche ja einen ganz anderen nicht-katholischen, sondern
ökumenisch-liberalen Glauben. Genau so ist es. Die Konzilskirche ist eine neue Religion mit einem neuen
Allerlösungs-Gott, den es gar nicht gibt. Bischof Tissier hat das bei der letzten Priesterweihe in Zaitzkofen
in eindrucksvoller Weise in seiner Predigt dargestellt. (Sehr lesenswert!) Nicht die Priesterbruderschaft
muß sich bekehren, sondern das modernistische Rom.
@ Benedikt – Gehorsam Und wer sagt Ihnen, was Christus geoffenbart hat, wenn nicht die Kirche? Dieser
müssen Sie dann folgen (Gehorsam). Machen Sie das auch welchen Gründen auch immer nicht, dann geraten
Sie in Gefahr, sich den Glauben selber zu basteln. Vor dieser Gefahr kann einen nur das Lehramt schützen.
Und damit der Gehorsam. Und gilt dieser Gehorsam jetzt der Person, egal was diese tut, sagt oder meint
(=Führer befiehl, wir folgen!) oder gilt sie den unabänderlichen Wahrheiten, für welche sie stehen
sollte? Der Gatte der Evelin
#39 ottaviani 19:25:37 | Dienstag, 31. Januar 2006
@Gotthard nein tut es nicht da die Priesterbruderschaft ja den papst anerkennt und keine diözesen besetzt
aber solche feinheiten haben in einem modernistischen denken eben nicht platz
@ MK 28 Christus ist die Wahrheit, und durch die Unterordnung unter die Wahrheit werden wir frei. Bei
Ihnen kommt hingegen eine traurige Gehorsamsreligion raus, Und wer sagt Ihnen, was Christus geoffenbart
hat, wenn nicht die Kirche? Dieser müssen Sie dann folgen (Gehorsam). Machen Sie das auch welchen Gründen
auch immer nicht, dann geraten Sie in Gefahr, sich den Glauben selber zu basteln. Vor dieser Gefahr kann
einen nur das Lehramt schützen. Und damit der Gehorsam.
Gehorsam und Potter Zwobbel, Ihr Christentum hat etwas Depressives. Christus ist die Wahrheit, und durch
die Unterordnung unter die Wahrheit werden wir frei. Bei Ihnen kommt hingegen eine traurige Gehorsamsreligion
raus, die es Ihnen nicht erlaubt, ohne „Erlaubnis“ zur trid Messe zu gehen. Das kann es nicht sein. So
ähnlich war es, als ein Bekannter seinen Pius-X-Meßbesuch beichtete und dafür eine Buße ableistete.
Er begriff einfach nicht, daß Glaube immer rein objektiv ist und es deshalb nicht darauf ankommt, was
eine aktuelle Obrigkeit dazu gerade subjektiv meint. Da hier aber persönliche Fragen betroffen sind,
biete ich Ihnen einen privaten Diskurs per Mail dazu an. Demon, Ihr rationalistisches Weltbild in bezug
auf Potter hat etwas Rührendes. Es erinnert mich an die Szene in „Homo Faber“, in der Faber in der mex.
Pampa notlandet und wortgewaltig darüber sinniert, weshalb die Schatten der Pflanzen keine Dämonen sind,
wobei der Gag darin liegt, daß niemand von ihm verlangt, Dämonen zu sehen. Er entäußert einen vorhanden,
aber unterdrückten Glauben. Frei werden Sie erst dann, wenn Sie anerkennen, daß es zwischen Himmel und
Erde mehr Dinge gibt, als wir sehen, und diese in Ihre Betrachtung einbeziehen. Denn dann müssen Sie
nicht aggressiv immer Ihre – nach zweihundert Jahren „Aufklärung“ nur noch lächerliche – verm. Rationalität
dadurch herausstellen, indem Sie – wie Faber – gegen Dämonen kämpfen, wo nur Pflanzen sind und damit
den wahren Dämonen auf dem Leim gehen.
#35 Rudolphus 17:25:29 | Dienstag, 31. Januar 2006
@Gotthard Ein Schisma wird nicht anhand der subjektiven Äußerungen einzelner Gläubiger definiert. Ein
Schisma wäre eine Parallelhierarchie ohne Papsttum, zuletzt errichtet von den „Altkatholiken“ nach dem
I. Vaticanum. Die „Altkatholiken“ bekennen allerdings nicht den römisch-katholischen Glauben, nicht einmal
den vor dem I. Vaticanum.
Schisma eigentlich hat die Novus Ordo Kirche ja einen ganz anderen nicht-katholischen, sondern ökumenisch-liberalen
Glauben. wenn solche Äußerungen – die hier zuhauf gemacht werden, nicht schismatisch sind, weiß ich
nicht, was ein Schisma sein soll. Aber klar, die Pius-Leute reden sich ins rechte Licht …
@ Stimme Ich weiß nicht, worauf Sie hinauswollen? Ich akzeptiere die FSSPX als eine in der Kirche stehende
Gemeinschaft, der jedoch die volle Einheit mit dem römischen Papst fehlt. Außerdem gibt es in ihren
Aussendungen, Botschaften und Vorgehensweisen Dinge, die mir persönlich so nicht zusagen, oder die ich
sogar ablehne. Dasselbe allerdings gilt auch für einige gewöhnliche Amtskirchler. Ich finde das auch
gar nicht schlimm, denn man muss ja wohl nicht immer in jeder Frage mit jedem übereinstimmen. Es ist
nur normal, wenn es auch andere Ansichten gibt. Hier ist ein Forum, hier kann man es dann wohl auch mal
ansprechen.
Benedikt & zwobbel Ich verstehe nicht, worauf Sie hinauswollen: Priesterbruderschaft St. Pius X.: Ja,
nein, oder jein? oder jein x: So wie es Benedikt & Zwobbel gemacht hätten? Was soll’s?
Abgefallene Priester und anderes >ein Paul VI, der in seinem Pontifikat die Kirche ruiniert hat (wieviel
Tausend Priester sind abgefallen?), >>Man schätzt es sind 40.000. Ob daran wirklich Paul VI. schuld war
kann doch gar nicht belegt werden. Wahrscheinlicher ist, dass eine schon lange vor dem Konzil eingesetzte
Glaubenskrise dafür verantwortlich war. Paul VI. hat diesen Leuten lediglich die Tür geöffnet. @ Stimme
aus dem Tradiland Bischofweihen sind kein Vorgang, der mit Häresie in Zusammenhang gebracht werden kann!
Die Bischofsweihen sind ja nun bei weitem nicht der einzige Ungehorsam.
teil 2 Von Anfang an ist die ganze Tradition ein Ungehorsam gegen die seit dem V2 herrschende Linie. Und
auch die Verräter von 1988 sind von Lefebvre trotz Suspension, und damit unerlaubt, geweiht worden. Wohl
wahr. Deshalb hatte ich auch vor 1988 keinen Kontakt mit dem alten Ritus. ein Paul VI, der in seinem Pontifikat
die Kirche ruiniert hat (wieviel Tausend Priester sind abgefallen?), Man schätzt es sind 40.000. und
ein JP2 mit Assisi und „Gott schütze den Islam“ kann in solchen Momenten keinen Gehorsam einfordern.
Es ist etwas anderes Gehorsam zu fordern etwas zu tun oder etwas zu unterlassen.
#29 Rudolphus 15:07:03 | Dienstag, 31. Januar 2006
@MK28 Auch wenn ein wenig drastisch formuliert – damit man’s versteht –, aber grundsätzlich ist das theologisch
korrekt. Viele alte und heilige Theologen lehren den Ungehorsam gegenüber dem Papst im folgenden Fall:
Widerstand bei physischem Angriff, also auch Widerstand bei Angriff gegen das Seelenheil. Mit Benedikt
XVI. wird diese Paul VI.-Epoche vielleicht zu Ende gehen.
Seelenheil durch Ungehorsam? Ich kann es allerdings nicht verantworten, meine Kinder dahin zu erziehen,
daß sie immer erst gucken sollen, ob ein Text aus dem Vatikan auch rechtgläubig sei und allen Verlautbarungen
des Lehramtes der letzen 2000 Jahre entspricht. Dazu sind andere da. Was ich auf dem Hintergrund: „Es
ist meine Speise, den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat.“ und „Christus ward für uns gehorsam
bis zum Tod am Kreuz. DARUM hat ihn Gott über alle erhöht…“ auch nicht verstehen kann: Die hl.Messe
als Vergegenwärtigung des als Sühne für den Ungehorsam des Adam, aus Gehorsam dargebrachten Kreuzopfers
im Ungehorsam darzubringen ist ein Paradoxon. Als Frucht dieses Opfer die Gemeinschaft in der Speise dessen,
der diese Gemeinschaft durch Gehorsam bewirkt, im Ungehorsam haben zu wollen ist auch paradox. das Christentum
ist doch mehr als Gehorsam Liebe ist mehr als Gehorsam aber Liebe ohne Gehorsam gibt es auch nicht. Es
gibt keinen Gehorsam außerhalb der Wahrheit, da der Gehorsam der Wahrheit dient. Aha, endlich kommt Butter
bei die Fische. Ungehorsam als Gehorsam gegen ein höherrangiges Gut ist der einzig legitime Grund. Mit
ihrer Gehorsams-Lehre gäbe es heute keine alte Messe mehr. Es gibt nur eine hl. Messe in verschiedenen
Riten. Woher wollen Sie wissen welcher Ritus heute gefeiert würde, wenn Lefebvre gehorsamgewesen wäre?
teil 2 folgt
Von der Königsteiner Erklärung zu Harry Potter… @ Benedikt: Die Königsteiner Erklärung ist nicht
bloß schismatisch, sie ist die Papier gewordene Häresie! Bischofweihen sind kein Vorgang, der mit Häresie
in Zusammenhang gebracht werden kann! @ MK 28 zu Düdelidü über Harry Potter: Ganz richtig. Wobei Düdelidüs
Fehleinschätzung ideologieimmanent ist. Er glaubt ja nicht, dass es Daemonen gibt, daher negiert er auch
deren Werke.
#26 DemonDeLuxe † 14:39:10 | Dienstag, 31. Januar 2006
@MK28 Danke, ich bin durchaus im Bilde über die paranoiden Wahnvorstellungen mancher Überkatholiken
hinsichtlich „Harry Potter“ – ich habe vor einer Weile ‘mal die grotesken Thesen dier Frau Kuby säuberlich
seziert www.jawz.de/~demondelux/blog/?p=17 – gerade deswegen halte ich derlei, mit Verlaub, dummes Gequatsche
für die so ziemlichst dümmste anzunehmende Begründung dafür, jemanden herabzusetzen oder anzufeinden.
Wissen Sie, was die Primärkritiker der Reihe „Harry Potter“ dem Buch so übel nehmen? Dass es da jemand
wagt, Themen, die man kirchlicherseits als Privateigentum anzusehen scheint, neu – und ohne Aberglauben-Mummenschanz,
sondern fröhlich-spannend – aufzugreifen. Die Angst, der kirchlich abgesegnete Voodoo könnte an eingebildeter
Ernsthaftigkeit leiden, ist so greifbar, dass man (wider besseren Wissens) J.K.Rowling den ernsthaften
Hexenglauben unterstellt, dem man selber fröhnt… womit man nur belegt, dass man so überhaupt nicht
begriffen hat, was diese Bücher sind, und vor allem, was sie nicht sind und nicht sein wollen. Haben
Sie sie ‘mal gelesen?
an Zwobbel: Gehorsam? an Demon: Potter Mensch, Zwobbel, das Christentum ist doch mehr als Gehorsam! Es
ging bei der FSSP-Gründung nur um Gehorsam, um nichts anderes? Das bestätigt ja schlimmste Befürchtungen.
Es gibt keinen Gehorsam außerhalb der Wahrheit, da der Gehorsam der Wahrheit dient. Mit ihrer Gehorsams-Lehre
gäbe es heute keine alte Messe mehr. Von Anfang an ist die ganze Tradition ein Ungehorsam gegen die seit
dem V2 herrschende Linie. Und auch die Verräter von 1988 sind von Lefebvre trotz Suspension, und damit
unerlaubt, geweiht worden. Und mit Recht: denn ein Paul VI, der in seinem Pontifikat die Kirche ruiniert
hat (wieviel Tausend Priester sind abgefallen?), und ein JP2 mit Assisi und „Gott schütze den Islam“
kann in solchen Momenten keinen Gehorsam einfordern. Der Gehorsam findet in den Grenzen des Dogmas statt.
Päpstlicher Primat heißt, der Papst hat nichts zu melden, außer, er vollzieht die festgestellte Wahrheit.
Wir sind in einer objektiven Religion, und nicht in einer „Papst befiehl, wir folgen Dir“-Sekte. @Demon:
Potter war eines von vielen Argumenten. Und angesichts der kulturellen Bedeutung dieses Bestsellers für
die Jugendkultur und -literatur kein so lächerliches, wie Sie es gern hätten. Potter hat das Potential,
die grundlegende Wertung der Magie als böse, die sich in der Jugenliteratur gehalten hat, umzustürzen
und damit die Dämme, die unsere Kinder von Esoterik und Magie schützen, zu brechen. Wer hier nicht klar
steht, kann nicht behaupten, er sei eine Stütze des Glaubens.
@ Stimme @ Benedikt: (Lehmann hat sich gefügt) heißt das, er hat die Königsteiner Erklärung für aufgehoben
erklärt; falls nicht, befindet er sich nach wie vor im Schisma! Von einem Angehörigen der FSSPX hätte
ich so etwas nun nicht erwartet. Sie müssten doch am besten wissen, ja Sie behaupten ja sogar immer,
dass Ungehorsam kein Schisma bedeutet, und damit haben Sie vollkommen recht, siehe auch Jone, Kommentar
zum CIC, Prof. Georg May in einem unlängst auf FSSPX.info nochmal veröffentlichten Aufsatz. Quizfrage:
Wenn Rom den Ausstieg aus der Schwangerschaftskonfliktberatung erzwingen konnte, warum erzwingt es dann
nicht die Revision der Königsteiner Erklärung?
Wer wen im Stich läßt, ist die Frage! @ Gotthard: Sie sind also dafür, alle NOM-Messen mit weniger
als 200 Gläubigen abzuschaffen? Falls nicht, warum soll das für den alten Ritus wenig sein? @ Benedikt:
(Lehmann hat sich gefügt) heißt das, er hat die Königsteiner Erklärung für aufgehoben erklärt; falls
nicht, befindet er sich nach wie vor im Schisma! @ MK28 & Filip Jovic: Ich selbst würde das Wort „Verrat“
deshalb nicht gebrauchen, weil ich glaube, dass das nicht die Intention der FSSP-Gründer war, nämlich
EB Lefebvre zu verraten. Allerdings befanden sie sich in einer Fehleinschätzung, wie man an der von MK28
u.a. richtig beschriebenen weiteren Entwicklung sieht. Die FSSP – welche ohne die FSSPX nicht mehr (weil
von Rom aufgelöst) existieren würde – hat ihre Bedeutung: Als Vorbereitung für die FSSPX. Ich kenne
zahlreiche Gläubige, denen es bei FSSP zu blöd geworden ist. Der größte Vorwurf, den man den FSSP-Leuten
machen muß, ist der, dass sie die traditionellen Gläubigen in allen Diözesen, in welchen sie nicht
zugelassen sind, im Stich lassen. Sie stellen damit den – irrigen (weil Lehre, Glaube, Liturgie der Kirche
zuwiderlaufenden) – Gehorsam gegen das Seelenheil der ihnen Anvertrauten. Nach dem Motto: Hauptsache,
ich bin gehorsam. Ob andere (Seelen) wegen meines Gehorsams verloren gehen, ist mir egal!
an mk28 Aber es ist doch ein Fakt, daß deren Trennung von Lefebvre dem traditionellen Anliegen mehr gechadet
als genutzt hat. Sagen Sie. Es ist ihre Meinung. Teile und Herrsche – und wer sich am Teilen beteiligt,
hilft nunmal der Gegenseite. Warum hat sich dann die FSSPX aus dem Gehorsam gegenüber dem Papst abgeteilt
und die Gefahr des Schismas heraufbeschworen? es bei der Gründung der FSSP 1988 nicht um eine Sache zugunsten
der Tradition ging Es ging um Gehorsam. Trotzdem ist bei FSSP-Leuten immer diese ewige Anti-Pius-X-Haltung
zu merken, dieses ewige Rechthaben- und Rechtbehaltenwollen, Schließen Sie vielleicht von sich auf andere?
FSSP identifiziert sich bis heute nicht in ihrer Ablehnung von Lehmann etc., sondern in ihrer Ablehnung
des Ungehorsams kursiv]Und das ist unendlich störend und abstoßend.[kursiv] Mir persönlich ist der
Lehmann wurscht. Für die Pius- (und die Petrus-)leute bete ich oft. Für den Lehmann nie. Den hab ich
abgeschrieben. Wer mehr Heiligkeit aufweist möge mich darin überflügeln.
Gottes Wege Eine alte Weisheit sagt, das GOTT auch auf krummen Zeilen gerade schreibt. Ja, aber nur, weil
wir die Zeilen krumm machen. Gott schreibt auf geraden Zeilen lieber und schneller gerade! Daher war und
ist die Trennung ein Hindernis für die Tradition. Kaum fällt der Name Potter, klickt sich ein Demon
ein. Komisch.
#20 DemonDeLuxe † 13:36:29 | Dienstag, 31. Januar 2006
@MK28 „einer irer Seelsorger, Harry Potter wäre toll“ Immer, wenn man meint, man hätte schon alles an
belanglosen Nebensächlichkeiten gesehen, kommt eine Lichtgestalt wie Sie daher und belehrt einen darüber,
dass es noch viel banalere Gründe gibt, Leute abzulehnen und zu verurteilen, und sei es das Mögen eines
Fantasyromans. Und Sie erwarten ernstlich, mit derlei Platitüden ernst genommen zu werden?
Petrusbruderschaft III Filip Jovic: Niemand haßt die FSSP. Aber es ist doch ein Fakt, daß deren Trennung
von Lefebvre dem traditionellen Anliegen mehr gechadet als genutzt hat. Teile und Herrsche – und wer sich
am Teilen beteiligt, hilft nunmal der Gegenseite. Bei allem Verständnis, aber daß es bei der Gründung
der FSSP 1988 nicht um eine Sache zugunsten der Tradition ging, sollte man ehrlich feststellen. Nun hat
die FSSP sicher eine Entwicklung zurückgelegt und es sind viele Priester hinzugstoßen, die von den unglücklichen
Ereignissen 1988 unbelastet sind. Trotzdem ist bei FSSP-Leuten immer diese ewige Anti-Pius-X-Haltung zu
merken, dieses ewige Rechthaben- und Rechtbehaltenwollen, was etwa den Christus-König-Priestern dankenswerterweise
fehlt. FSSP identifiziert sich bis heute nicht in ihrer Ablehnung von Lehmann etc., sondern in ihrem Gegensatz
zu Lefebvre. Und das ist unendlich störend und abstoßend. Deshalb genießt die FSSP auch im traditionellen
Lager immer weniger Anerkennung. Die 28 Neueintritte in Griciliano sind eben auch Kandidaten, die Wigratzbad
mißtrauen. Man merkt der FSSP ihre innere Zerrissenheit an. Oder, wie es mir ein ex-FSSP’ler sagte: „Die
FSSP ist ein liturgischer Club“. Nur ist das eben zu wenig.
@ Athanasius Ach, dann erklären Sie mir doch den Widerspruch. Erklären Sie generell, wie in der einfachen
Aussage: „Kardinal Lehmann fügt sich“ ein INNERER Widerspruch enthalten sein kann. Ist er nun ausgestiegen
oder nicht? Und hören Sie doch auf mit dem „Karnival“. Im Gegensatz zu Kardinal Meisner hat Lehmann keine
karnevalistische Einlage während der Hl. Messe geboten. Was das Überlassen von Kirchen angeht: Wenn
im Sparplan des Bistums der Verkauf des Grundstücks vorgesehen ist, dann ist es mit der Überlassung
nicht getan. Das Bistum müsste vermutlich weiterhin wenigstens für Dach und Fach aufkommen, außerdem
müsste das Geld an anderer Stelle eingespart werden; oder aber die Petrusbruderschaft müsste die Kirche
kaufen. Da ist es doch besser, man weist ihr einfach eine Kirche zu, die für die Zelebration des alten
Ritus bestens geeignet ist. Diese benutzt man dann zusammen mit der Kirchengemeinde. Zwar kann ich den
Wunsch nach einer eigenen Kirche durchaus verstehen, aber ohne zu wissen, warum der Bischof nicht stattgegeben
hat, will ich das lieber nicht beurteilen.
Im Plan Gottes… Sind nicht evtl. BEIDE Bruderschaften (Petrus- UND Piusbruderschaft) Bestandteil im
Plan Gottes, die Heilige Tradition in Seiner Kirche wieder voll und ganz herzustellen – auf Wegen, die
uns heute noch völlig unbekannt sind? Eine alte Weisheit sagt, das GOTT auch auf krummen Zeilen gerade
schreibt. Petrus- und Piusbruderschaft sollten nicht als einander entgegengesetzt sondern vielmehr als
einander ergänzend angesehen werden. Was ich häufig auf beiden Seiten vermisse, ist das Verständnis
für die jeweils andere Seite.
#16 Filip Jovic 13:07:41 | Dienstag, 31. Januar 2006
Der geradezu gottlose Hass des „MK28“ MK28: „Seit wann blüht die FSSP denn? Soweit man HÖRT, steht sie
kurz vor der Spaltung.“ Sie kennen die FSSP wohl nur vom Hörensagen. Jedes Gerücht, das die FSSP belastet,
ist für Sie offenbar unumstößliche Wahrheit. Dass und wie sehr die FSSP blüht, weiß ich aus eigener –
sehr ermutigender – Erfahrung. Dass es die Petrusbruderschaft nicht immer leicht hat bei den Bischöfen,
Gremien, ist nicht verwunderlich angesichts der modernistischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte.
Dass es innerhalb der FSSP über das eine oder andere Detail Diskussionen gibt, tut ihrem fruchtbaren
Wirken und ihrer Festigkeit keinen Abbruch. „Im Ernst: Petrus kann einem doch leid tun. Für ihren Verrat
an Lefebvre und die dadurch eingeleitete Trennung der Tradition hat sie in der Amtskirche keinerlei Lohn
erhalten, und nach der Aussöhnung mit FSSPX wird es sie wohl aufreiben.“ Im Ernst: Ihnen tut „Petrus“
nicht Leid. Da Sie beleidigend immerzu von „Verrat“ sprechen, läßt denn Schluss zu, dass Sie weh tun
möchten. Wer die Treue zum Stellvertreter Christi (durch Verneinen von Ungehorsam) aufrecht erhält,
ist niemals ein Verräter.
#15 Athanasius 13:05:00 | Dienstag, 31. Januar 2006
@Benedikt… …Hören Sie denn selber nicht den Widerspruch in Ihren Beiträgen. Karnival…eehh Kardinal
Lehmann „fügt sich“? Übrigens ist es ungeheuerlich, daß man – und das ist so in allen europäischen
modernistischen Diözesen (und fast in der ganzen Weltkirche) – lieber Kirchen abreißt als sie dem überlieferten
Ritus zu übergeben. Denn man weiss: dann blühen diese Kirchen wieder auf, wird sogar restoriert, wird
vielleicht sogar vergrössert. Die diözesane Ausgrenzung der Piusbruderschaft im Verkauf zeigt dies auch
schon. Hypokrisie. Lieber Kirche tot als die Rettung in der Not (Römisch-katholische Tradition). Der
Haß sitzt tief, und eigentlich hat die Novus Ordo Kirche ja einen ganz anderen nicht-katholischen, sondern
ökumenisch-liberalen Glauben. Desolatio abominationis.
@ Palma Sie haben da was verwechselt. Die Bischöfe der FSSPX mögen nicht im Schisma sein, aber ungehorsam
sind sie auf jeden Fall. Kardinal Lehmann dagegen hat sich letztendlich gefügt.
Gläubige ohne Glauben Die Zeit des experimentierens ist vorbei.Der heilige Petrus, aktuell Benedikt XVI.,
wird die gehorsamen Bischöfe (FSSPX) bestätigen, die ungehorsamen (Lehmann&Co.) maßregeln.
+++++++ an mk28 Das mit der „Spaltung“ der FSSP hatte ich dort mal extra nachgestochert gehabt. Da waren
eine Handvoll Patres, die manches anders sehen/sahen. Daraus eine Spaltung herbeizureden ist einfach lachhaft.
Selbst aus den FSSPX-Klöstern treten Ordensangehörige aus und lassen sich laisieren. Familien, die angeblich
ja durch den alten Ritus katholisch erhalten werden, wenden sich ab, weil es ihnen zu „sektiererisch“
(nicht meine Vokabel) wird und gehen gar nciht mehr zur Messe. Das gibt es immer und überall. Ohne die
Petrusbrüder hätten die Piusleute nicht den Stachel, der ihnen guttut als Antreib zur Rückkehr zur
VOLLEN Einheit. Und die Piusleute sind der Stachel um die Überlieferungen des Lehramtes zu bewahren.
Anstatt beides zu würdigen versuchen sie den anderen madig zu machen. Das ist destruktiv und hochmütig.
an gotthard Meinen Sie die modernen Gläubigen würden soviele Unterschriften zusammenbringen, wenn es
darum ginge in weiter Entfernung vom Wohnort eine hl. Messe- pardon:„Eucharstiefeier“ im neuen Ritus zu
bekommen. Die meisten Gläubigen haben längst mit den Füßen abgestimmt und bleiben einfach dem neuen
Ritus fern.
#11 ottaviani 12:33:45 | Dienstag, 31. Januar 2006
klar nur 200 unterschriften in essen gibt es ja ein Priorat der Piusbruderschaft die gläbigen sind dort
bestens versorgt daher unterschreiben sie soetwas nicht lieber gotthard
Petrusbruderschaft II Seit wann blüht die FSSP denn? Soweit man hört, steht sie kurz vor der Spaltung.
Eine Reihe ihrer Patres konzelebriert. Ihr ehem. Oberer, der das unterbinden wollte, wurde gekippt. Keiner
weiß, was deren nächstes Generalkapitel brigen wird. Ihr Dogmatiklehrer erklärt, ein Ritus ohne Wandlungsworte
sei gültig, einer irer Seelsorger, Harry Potter wäre toll. Na, wenn das die blühenden Rebstöcke und
die Jungbrunnen der Kirche sein sollen, dann gute Nacht. Im Ernst: Petrus kann einem doch leid tun. Für
ihren Verrat an Lefebvre und die dadurch eingeleitete Trennung der Tradition hat sie in der Amtskirche
keinerlei Lohn erhalten, und nach der Aussöhnung mit FSSPX wird es sie wohl aufreiben. Kirchengeschichtlich
hat der Verrat der Petrusleute es der Amtskirche erst ermöglicht, die Unterdrückung der Tradition bis
heute aufrecht zu erhalten. Hätte die ganze Tradition 1988 hinter EB Lefebvre gestanden, wäre man viel
schneller zum Einlenken gezwungen gewesen. Gleichwohl bleibt zu hoffen, daß nach einer Eingliederung
der FSSP in das neue Pius-X-Sekretariat die Gruppe unter der weisen Leitung eines Pius-X-Sekretärs ihr
in der Praxis durchaus segensreiches Werk fortsetzen kann, ohne vom Modernismus zerfressen zu werden.
#8 Catholicus 11:48:54 | Dienstag, 31. Januar 2006
@Clemens Schisma oder Nicht-Schisma, das ist hier die Frage! Vom rechtlichen Standpunkt waren die ausdrücklich
gegen den Willen des Papstes gesetzten unerlaubten Bischofsweihen durch EB Lefebvre ein schismatischer
Akt, der als solcher nicht gerechtfertigt werden kann, wie das päpstliche Schreiben „Ecclesia Dei www.vatican.va/…ecclesia-dei_ge.html“
feststellt. Außerdem gibt es – zumindest in Teilen der „Piusbruderschaft“ – meiner Einschätzung nach
auch das, was man als „formale Zustimmung zu einem Schisma“ bezeichnen kann. Nur die Rückkehr zur vollen
Einheit mit dem Papst kann der „Piusbruderschaft“ die ersehnte „Heilung in der Wurzel“ bringen!
#7 Filip Jovic 11:30:28 | Dienstag, 31. Januar 2006
@MK28: Von wegen „Schuss in den Ofen“ Nicht die Patres der späteren FSSP haben sich getrennt, sondern
Erzbischof Lefebvre hat sich vom Papst getrennt, als er ungehorsam ggü. dem Papst wurde (Weíhe von vier
Priestern zu Bischöfen). Lefebvre, der in seinen Schriften gern den Gehorsam ggü. dem Stellvertreter
Christi auf Erden betonte, blieb sich selbst nicht treu und glaubte, etwas – auch seiner Auffassung nach –
Schlechtes (unerlaubte Bischofsweihen) machen zu müssen, um etwas Gutes zu erreichen. Das nennt man Konsequenzialismus.
MK28: „… wonach zwar der Verrat nützlich sei, aber man deshalb den Verräter nicht zu mögen braucht.“
Verrat begingen jene, die sich vom Papst und der einen Kirche abwandten, statt zu versuchen, die bestehenden
Mißstände auch weiterhin INNERHALB der Kirche anzugehen. MK28: „Nachdem nun Rom auf die FSSPX zugeht
und erklärt, ein Schisma bestünde nicht, wäre es eigentlich an der Zeit, daß die FSSP erkennt, daß
ihre Trennung 1988 ein Fehler war und auf dem Weg von Buße und Umkehr nach Econe zurückkehrt.“ Dem Ungehorsams
Lefebvres nicht zuzustimmen war niemals ein Fehler. Daß der Vatikan nun auch ggü. FSSPX diplomatischer
wird, freut mich für die Piusbruderschaft. Nicht umsonst wird der Papst auch Brückenbauer genannt. Von
einem schismatischen Akt seitens der FSSPX ist in Rom aber noch immer die Rede. Möge die FSSPX die Brücke
der Umkehr reuig (statt rechthaberisch) betreten. In voller Gemeinschaft mit dem Papst läßt sich viel
mehr gegen den herrschenden Modernismus erreichen.
@MK 28 Schlechter als Petrus kann man gar nicht mehr behandelt werden. Genau, sie werde geknebelt und
geknechtet, wie Methusalix an anderer Stelle sagte, eben von den Ortsbischöfen. @Catholikus Der Erzbischof
Lefebvre war ein Mann der Kirche wie kein zweiter! Und MK28 hat nicht gesagt, dass FSSP-Priester zu Mons.
Lefebvre zurückkehren sollen, sondern nach Econe, d.h. zur Einheit der Tradition, denn es gibt kein Schisma,
also können die Tradis auch wieder vereint wirken! Oder haben Sie es immer noch nicht geschnallt, dass
es kein Schisma gibt?? Sie als Priester kennen doch den Unterschied zwischen Schisma und schismatischem
Akt!
an mk28 „Wenn man sich die Entwicklung der FSSP ansieht, wird deutlich, daß die Trennung von Lefebvre
1988 ein Schuß in den Ofen war.“ Warum, diese Bruderschaft blüht und ist ein Jungbrunnen für die Kirche
„Schlechter als Petrus kann man gar nicht mehr behandelt werden.“ Im rechten und demütigen Opfergeist
werden diese Patres das sicher aufopfern „um zu ergänzen, was an den Leiden Christi noch fehlt für seinen
Leib, die Kirche.“ 1.Kol 1,24 Das Lieben der Kirche ist bei Ihnen noch zu schwach ausgeprägt. Gehören
Sie zu jenen die im Wunsch nach Glanz und Gloria eher fragen:„Herr, richtest Du in jener Zeit das Reich
wieder her“ als zu jenen, die schweigend unter dem Kreuz stehend an der Miterlösung teilnehmen? „nur
daß man der FSSPX mehr als doppelt soviel Zeit schenkte.“ Das dürfte nicht an mit oder ohne X liegen,
sondern eher am Terminkalender oder dem menschlichen Temprament. „wäre es eigentlich an der Zeit, daß
die FSSP erkennt, daß ihre Trennung 1988 ein Fehler war und auf dem Weg von Buße und Umkehr nach Econe
zurückkehrt.“ Oh, eine neue Art von Rückkehrökumene? Warum wollen Sie einen grünen Zweig am Rebstock
Christi kappen? Sie sind dafür nicht zuständig. Stört er Sie? „Aber das verhindern rein menschliche
Animositäten, kein sachlicher Grund.“ Und wie arbeiten Sie daran mit, diese Animositäten zu verringern?
#4 Catholicus 10:41:00 | Dienstag, 31. Januar 2006
@MK28 Die Petrusbruderschaft gibt Zeugnis für eine doppelte Treue: erstens und in allem gegenüber der
Kirche, mit deren hierarchischer Leitung sie verbunden ist; zweitens für das Anliegen der Liturgie in
der traditionellen Form, immer aber in Einheit mit der Kirche. Die Treue zur Kirche wird höher gestellt
als die Treue gegenüber einer bestimmten Person (Lefebvre). Sofern man das als „Verrat“ bezeichnet, sollte
man fragen, wem zu dienen ist: Gott und seiner Kirche oder einem bloßen Menschen?
Petrusbruderschaft Wenn man sich die Entwicklung der FSSP ansieht, wird deutlich, daß die Trennung von
Lefebvre 1988 ein Schuß in den Ofen war. Schlechter als Petrus kann man gar nicht mehr behandelt werden.
Es scheint, als ob die Amtskirche den alten Grundsatz beachtet, wonach zwar der Verrat nützlich sei,
aber man deshalb den Verräter nicht zu mögen braucht. Das Gesprächsergebnis des Petrus-Mannes bei Glenn
war genau dasselbe wie das von P. Pfluger bei Bischof Reinelt – nur daß man der FSSPX mehr als doppelt
soviel Zeit schenkte. Nachdem nun Rom auf die FSSPX zugeht und erklärt, ein Schisma bestünd enicht,
wäre es eigentlich an der eit, daß die FSSP erkennt, daß ihre Trennung 1988 ein Fehler war und auf
dem Weg von Buße und Umkehr nach Econe zurückkehrt. Aber das verhindern rein menschliche Animositäten,
kein sachlicher Grund.
Märchenstunde Es war einmal vor langer Zeit ein Bischof, der war noch Manns genug zu seiner Überzeugung
zu stehen … Und wenn er nicht gestorben wär, gäb es solche Art Bischöfe noch heute. „Bischof Dr.
Genn nahm meine Argumente…zur Kenntnis, wollte aber eine Entscheidung nicht ohne Abstimmung mit dem
Bischofsrat treffen.“ Er habe…auf „verschiedene Gremien“ hingewiesen. Diese hätten darüber zu entscheiden,…
Was für ein Amtsverständnis? Die anderen haben zu entscheiden, nur nicht der Verantwortungsträger.
Und wenn was falsch entschieden wird, ist er nicht schuld? *kopfschüttel* Räterepublik? Feigheit? schwaches
Selbstbewußtsein? Argumentationsmangel? Verantwortlichkeit? Ist denn ein Ortsbischof der Hampelmann seiner
Räte und Gremien? Ist er Sklave von gruppendynamischen Prozessen bzw. deren Opfer? Wurden diese Fragen
noch nie vorher besprochen? Will er suggerieren, daß er keine Ahnung hat wie seine engsten Vertrauten
denken? Man hat noch im Ohr, daß es früher einmal einen Bischof gab, der den Beinamen „LÖWE“ trug.
Und wenn er nicht gestorben wär…