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Dienstag, 31. Januar 2006 10:59
Die Sozialisten entdecken ihre Heiligen
Eine Gruppe „Stamokap“ tritt innerhalb der österreichischen ‘Sozialistischen Jugend’ für eine marxistische Radikalisierung der so schon umstrittenen österreichischen Jungsozialisten ein.
Von links nach rechts: Marx, Engels, Lenin
Von links nach rechts: Marx, Engels, Lenin
(kreuz.net, Linz) Finstere Gestalten wie Wladimir Iljitsch Uljanow genannt Lenin († 1924), Karl Marx († 1883) und Friedrich Engels († 1895) halten in der ‘Sozialdemokratischen Partei Österreichs’ offenbar wieder Einzug.

Das berichtete das täglich in Linz erscheinende „Neue Volksblatt“ am 24. Januar.

Historiker gehen davon aus, daß dem Marxismus in weniger als 70 Jahren über 100 Millionen Menschen zum Opfer fielen.

Initiator dieses bedrohlichen Kultes ist eine sogenannte „Stamokap-Strömung“ innerhalb der ‘Sozialistischen Jugend’. Die ‘Sozialistischen Jugend’ ist eine extremistische Nachwuchsorganisation der SPÖ.

„Stamokap“ hat sich offenbar zum Ziel gesetzt, der ‘Sozialistischen Jugend’ eine „klare und deutliche revolutionäre und marxistische Orientierung“ zu verpassen.

Der Ausdruck Stamokap bedeutet „Staatsmonopolkapitalismus“. Er geht auf den sowjetischen Diktator und Völkermörder Wladimir Uljanow zurück und besagt, daß Staat, Monopolkonzerne und Kapital zusammenwachsen und die Weltherrschaft übernehmen.

Diese Theorie gehört zu den Dogmen kommunistischer Parteiprogramme.

Der Anführer von „Stamokap“ innerhalb der Sozialistischen Jugend ist nicht irgendein verwirrter sozialistischer Hinterbänkler, sondern ein SPÖ-Gemeinderat im Bezirk Amstetten.

Die niederösterreichische Stadt Amstetten befindet sich zwischen St. Pölten und Linz.

Eine bedrohliche Radikalisierung der Jungsozialisten in Richtung Kommunismus kommt auch im Seminarprogramm der „Stamokap-Strömung“ zum Ausdruck.

Dort gibt es Workshops über kommunistische Ideologen und Verbrecher, über die Errungenschaften der Castro-Diktatur im „sozialistischen Vorzeigeprojekt Kuba“, über „Strategie und Taktik der revolutionären Bewegung“ oder über „Sozialismus in Asien“ – gemeint sind die totalitären Regime in China und Vietnam.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 22 Lesermeinungen:
Mittwoch, 1. März 2006 17:21
Brandenburgis: @Rosalinde
Bloch ist ein schlechter Zeuge, weil sein gesamtes Geschreibsel, vor allem „Prinzip Hoffnung“ nur aus einem Aneinenanderreihen von Gemeinplätzen, Zitaten, Nachgeplappere und Wirrsinn besteht.
Bloch ist der wohl überschätzteste Autor der gesamten marxistischen Szene und dürfte den Nobelpreis für „höheren Blödsinn“ sicher haben.
Donnerstag, 2. Februar 2006 21:38
Rosalinde: Selbst Lenin
hatte prinzipiell nichts gegen G’tt- oder den Glauben an eine Religion, da sie durchaus zum Sozialismus führen kann. Steht, wie so manches erhellende in der Hinsicht, übrigens bei Bloch „Atheismus im Christentum“.

Allerdings ist natürlich die Gleichsetzung G’ttes mit der katholischen Kirche oder der der Popen im zaristischen Russland (darin sozusagen ein Eigentor geschossen…) mit einfachsten Mitteln als Pfaffenbereicherung und Maulkorb fürs Volk zu entlarven. Nichts anderes haben Materialisten aller Couleur seit jeher getan…

@clemens
übrigens steht im gleichen Buch auch ein Artikel zum letzten deutschen Hirtenbrief 1936, da hatte ich Ihnen doch noch eine Quelle angeben wollen…
Mittwoch, 1. Februar 2006 16:58
Elendester Sünder: Frühkirche
Die ersten, glaubensstarken und durch die Verfolgung zusammengeschweißten christlichen Gemeinden waren eine Familie. Es waren Brüder. In Familien hat man natürlicherweise ein gemeinsames Budget. Als sich aber das Christentum zur Massenbewegung und Staatsreligion wandelte, war Eigentumslosigkeit nicht mehr möglich. Daraus aber eine sozialistische Gesinnung der Frühkirche ableiten zu wollen, wäre falsch. Der Sozialismus ist mit dem Katholizismus unvereinbar.

Ich empfehle „Der Ursprung des Christentums“ von Karl Kautsky, neben Marx und Engels einer der Begründer der sozialistischen Ideologie. Dieses sozialistische Machwerk wimmelt von Lügen. Beleidigungen und Tiefschlägen gegen die Kirche und verfehlt absichtlich den Kern der Sache. Es verdeutlicht die eigentliche Absicht des Sozialismus, nämlich die Rebellion gegen Gott, besser als hundert katholische Beiträge in einem kontroversen Internetzforum.
Mittwoch, 1. Februar 2006 16:44
überproportional braun haben Landwirte und Angestellte gewählt.

Genauer: Protestantische Landwirte und Angestellte. Für den katholischen Bereich trifft dies nicht zu!
Mittwoch, 1. Februar 2006 16:29
DemonDeLuxe †: @Elendester Sünder
„Die Kirche hat das notwendige Mittel zum Heil
Die Kirche hat das notwendige Mittel zum Heil. Das beinhaltet auch beispielsweise die „soziale Frage“.“


Das ist ja interessant… dann können Sie doch sicher auch erklären, wie es kommt, dass sich über die größten Zeiträume der Geschichte die Pfaffen immer dicht um die herrschaftlichen Fressnäpfe drängten, statt die „soziale Frage“ zu beantworten?
Mittwoch, 1. Februar 2006 16:24
Rosalinde: @benedikt78
ist in etwa das gleiche, nur ist beim einen die Klasse, beim anderen die Rasse das Fundament der Ideologie

Der Unterschied besteht darin, daß die Rede von einer Arbeiterklasse auf der industriellen Realität des 19. Jahrhunderts beruht. Und nicht umsonst fanden sich die Arbeiter traditionell im Kommunismus und der Sozialdemokratie wieder. Dagegen die Angestellten, weil sie sich partout nicht mit den „proletarischen Massen“ identifizieren wollten, aber dennoch in ähnlichem Elend lebten, den Rassenwahn als Abfuhr benötigten. Es reicht sich die Wahlergebnisse vom 30. Januar 33 anzusehen- relativ zum eigenen Bevölkerungsanteil überproportional braun haben Landwirte und Angestellte gewählt.
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