Ein Wiener Pastoraltheologe hat eine Umfrage gestartet, um herauszufinden, warum so viele Theologie studieren und so wenige Priester werden. Seine Fragen sagen mehr als tausend Antworten. Ein Kommentar.
Freitag, 3. Februar 2006 23:38
Benedikt: Fragebogen
„Ich sehe – abgesehen vom Nein des Papstes – keine schwerwiegenden theologischen Gründe, Frauen nicht
zum Priesteramt zuzulassen.“
Auf diese Aussage erlaubt der Bogen folgende ankreuzbaren Antwortvarianten: „stimme voll zu“, „stimme zu“, „teils – teils“, „lehne ich ab“, „lehne ich ganz ab“.
Was von dem Fragebogen zu halten ist zeigen schon die schwachsinnigen Abstufungen. Wie ist auf diese Frage „teils teils“ zu antworten und was ist der Unterschied zwischen „lehne ich ab“ und „lehne ich ganz ab“? Hier fehlt wohl Übung…
Auf diese Aussage erlaubt der Bogen folgende ankreuzbaren Antwortvarianten: „stimme voll zu“, „stimme zu“, „teils – teils“, „lehne ich ab“, „lehne ich ganz ab“.
Was von dem Fragebogen zu halten ist zeigen schon die schwachsinnigen Abstufungen. Wie ist auf diese Frage „teils teils“ zu antworten und was ist der Unterschied zwischen „lehne ich ab“ und „lehne ich ganz ab“? Hier fehlt wohl Übung…
Freitag, 3. Februar 2006 09:34
turk: Enthemmte Traditionalisten, willkommen im Schwarz-Weiß-Land
No sicher, Modernisten sind enthemmt und Traditionalisten sind verklemmt – so ein Schmarrn: es soll genau das Umgekehrte geben: „verklemmte“ „Modernisten“ und „enthemmte“ „Traditionalisten“, vor allem wenn diese ideologische Außenform („Modernist“, „Traditionalist“) eben nur etwas Äußerliches ist und nicht mit Leben erfüllt ist, abgesehen davon daß es diese primitive Schwarz-Weiß-Malerei in der Wirklichkeit sowieso nicht gibt. Deshalb ist auch die Aufregung über diese Umfrage lächerlich und reine Werbung für den alteingesessenen Prof …
Freitag, 3. Februar 2006 09:20
Justus: Unterhosentheologie
Diesem Kommentar, vor allem der Schlussbemerkung, ist nichts hinzuzufügen. Danke, liebe Redaktion von kreuz.net, für dessen Veröffentlichung! Die großartigen Ausführungen von Papst Benedikt XVI. in seiner Enzyklika über die Liebe sind die beste Antwort auf die peinliche, bei enthemmten Modernisten wie verklemmten Traditionalisten gleichermasßen beliebte Unterhosentheologie.
Freitag, 3. Februar 2006 00:44
Gotthard: Argumente?
Aber die Intention der Frager ist schon eindeutig, und das ist bedenklich. Da wird versucht eine schon
längst überholte Ideologie nun doch noch irgendwie in die nächste Studenten Generation zu retten.
Welche Ideologie bitte sehr? Bevor Du solche pauschalen Urteile über die Entwickler dieser sehr interessanten Untersuchung anstellst, solltest Du Deine Einsichten der heutigen aktuellen Situation bitte auf den Tisch legen … oder schweigen!
Welche Ideologie bitte sehr? Bevor Du solche pauschalen Urteile über die Entwickler dieser sehr interessanten Untersuchung anstellst, solltest Du Deine Einsichten der heutigen aktuellen Situation bitte auf den Tisch legen … oder schweigen!
Freitag, 3. Februar 2006 00:27
Kreuzfidel: Gut, daß so etwas veröffentlicht wird!
Diese Meinungsumfragerei ist eine derartige Unsitte, endlich wird das aufgedeckt!
Es wird nach Emotionen gefragt – was für einen Wert hat so was überhaupt? Wie soll ein Theologiestudent den Zölebat beurteilen, den er gar nicht leben will. Das Wäre so, als ob ich Homosexuelle über den Stand der Ehe befrage (entschuldigung für diesen Krassen vergleich)
Aber die Intention der Frager ist schon eindeutig, und das ist bedenklich. Da wird versucht eine schon längst überholte Ideologie nun doch noch irgendwie in die nächste Studenten Generation zu retten. Die Kirche retten man da aber nicht: Sie wird vom Evangelium getragen. Schade, daß Zulehner überhaupt nicht den Glauben der Theologen befragt! „Wer um des Himmelreiches wegen…“ Aber das Himmelreich ist ja anscheinend tabu – es geht um das Menschenreich. Besser, diese Theologen werden keine Priester! Gott sei Dank gibt es das Zölibat!
Es wird nach Emotionen gefragt – was für einen Wert hat so was überhaupt? Wie soll ein Theologiestudent den Zölebat beurteilen, den er gar nicht leben will. Das Wäre so, als ob ich Homosexuelle über den Stand der Ehe befrage (entschuldigung für diesen Krassen vergleich)
Aber die Intention der Frager ist schon eindeutig, und das ist bedenklich. Da wird versucht eine schon längst überholte Ideologie nun doch noch irgendwie in die nächste Studenten Generation zu retten. Die Kirche retten man da aber nicht: Sie wird vom Evangelium getragen. Schade, daß Zulehner überhaupt nicht den Glauben der Theologen befragt! „Wer um des Himmelreiches wegen…“ Aber das Himmelreich ist ja anscheinend tabu – es geht um das Menschenreich. Besser, diese Theologen werden keine Priester! Gott sei Dank gibt es das Zölibat!
Donnerstag, 2. Februar 2006 23:36
Gotthard: Inhalt
nachdem geklärt ist, was in der Wiener Unterhose steckt, frage ich mich: was steckt im Kopf des Verfassers dieses Artikels …?
Donnerstag, 2. Februar 2006 21:16
k_c: Eine Nachrichtenmeldung…
…ist das hier ja ganz offensichtlich nicht. Ich bin noch am überlegen ob es sich eher um eine Satire
handelt
„Für wie groß halten Sie die Wahrscheinlichkeit, daß das Problem dieses Fragebogens in der Unterhose jener steckt, die ihn zusammengestellt haben?“
oder um einen peinlichen Eiertanz.
Dazu werden 42 Fragen vorgelegt. 27 davon beschäftigen sich inhaltlich mit Problemen, die um das Drei-Buchstaben-Wort kreisen, das mit „S“ beginnt und mit „x“ endet.
In jedem Fall will hier jemand nicht wahrhaben, dass die heilige Mutter Kirche NICHT gänzlich asexuell ist.
„Für wie groß halten Sie die Wahrscheinlichkeit, daß das Problem dieses Fragebogens in der Unterhose jener steckt, die ihn zusammengestellt haben?“
oder um einen peinlichen Eiertanz.
Dazu werden 42 Fragen vorgelegt. 27 davon beschäftigen sich inhaltlich mit Problemen, die um das Drei-Buchstaben-Wort kreisen, das mit „S“ beginnt und mit „x“ endet.
In jedem Fall will hier jemand nicht wahrhaben, dass die heilige Mutter Kirche NICHT gänzlich asexuell ist.
Donnerstag, 2. Februar 2006 19:21
Yersinia: wo liegt das Problem?
genau die sexuelle Dimension ist EINES der wesentlichen Themen beim Entschluß, Priester zu werden; und IMHO ist es ein gutes Anliegen dieses Fragebogens, genau diese, aber zB auch die persönliche Gläubigkeit zur Sprache zu bringen – aber das ist , so scheint es, ja gerade das Unangenehme?
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