St. Pölten
Höchstgericht gibt Ex-Regens Recht
Einen spektakulären Erfolg verzeichnete jüngst der wegen eines anrüchigen Fotos gestürzte Regens des St. Pöltener Priesterseminars, Prälat Ulrich Küchl.
(kreuz.net, St. Pölten) Der Oberste Gerichtshof der Republik Österreich erklärte die Veröffentlichung des Fotos durch das linksliberale Nachrichtenmagazin ‘profil’ im Sommer 2004 für illegal.

Zunächst schien der Prozeß für Prälat Küchl alles andere als günstig zu verlaufen. Die ersten beiden Instanzen gaben dem Boulevardmagazin Recht. Prälat Küchl unterlag.

Doch der Ex-Regens gab nicht auf und wandte sich in einem außerordentlichen Revisionsrekurs an das Höchstgericht, den Obersten Gerichtshof in Wien.

Der bereits am 15. Dezember 2005 von einem aus fünf Richtern gebildeten Senat gefällte Beschluß wurde erst jetzt veröffentlicht: Prälat Küchl ist im Recht.

Die Begründung der Höchstrichter: Prälat Küchl „ist weder eine ‘absolute Person der Zeitgeschichte’ (in der Terminologie der deutschen Rechtsprechung) noch eine ‘Person des öffentlichen Lebens’ (in der Terminologie der österreichischen Rechtspraxis).“

Zudem sei „zu bedenken, daß das Lichtbild in privater Sphäre bei einem Fest aufgenommen wurde, also einwandfrei in die durch Art. 8 MRK [= Menschenrechtskonvention] geschützte Intimsphäre fällt“.

Der Schutz der Intimsphäre – so der Oberste Gerichtshof – gelte „grundsätzlich auch für Mitglieder religiöser Vereinigungen und Kirchenfunktionäre“.

Die Frage, ob das inkriminierte Foto eine homosexuelle Handlung zeige oder nicht – was von ‘profil’ behauptet, von Prälat Küchl aber stets entschieden in Abrede gestellt worden war – ließ das Gericht unbeantwortet. Insofern sei auch die diesbezügliche Wortberichterstattung vorläufig nicht zu unterbinden.

Ein kirchliches Verfahren zur Klärung dieses Sachverhalts hat es entgegen der wiederholt geäußerten Forderung von Prälat Küchl bislang nicht gegeben.

Den guten Ruf und die Intimsphäre eines Menschen zu verletzen, stellt auch nach kirchlichem Recht eine Straftat dar. Wer dem zuwiderhandelt, kann nach Canon 1390 des kirchlichen Gesetzbuchs mit einer gerechten Strafe belegt und zur Widergutmachung gezwungen werden.

Das ominöse Foto war im Sommer 2004 bei einer Hausdurchsuchung im St. Pöltener Priesterseminar durch Polizeibeamte entdeckt worden.

Kurz darauf behauptete der inzwischen emeritierte Weihbischof Heinrich Fasching, das Foto eines Morgens in einem Umschlag vor der Tür seiner Privatwohnung gefunden zu haben.

Wenige Tage später gelangte es auf bislang noch ungeklärte Weise in die Hände von ‘profil’.
      
35 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#36   turk   17:00:28 | Dienstag, 7. Februar 2006
Zur Ausgewogenheit der Berichterstattung
Richtig, liebe „Stimme“, deswegen wollen wir diese notwendige Ergänzung für eine halbwegs ausgewogene Berichterstattung auch verlinken:
Einstweilige Verfügung doch nicht ganz geglückt www.kreuz.net/article.2650.html
Haben homosexuelle Priester Rechte auf ihre homosexuelle Intimsphäre? www.kreuz.net/bookentry.263.html
St. Pölten: nicht nur die Zeitschrift ?13.? lag oft daneben www.kreuz.net/bookentry.218.html
St. Pölten: es gab doch mehr Belastungszeugen www.kreuz.net/bookentry.212.html
Augenzeuge berichtet direkt aus dem staatlichen Prozeßsaal! ambrosius.patched.de/logbuch.htm
Redaktion benachrichtigen
#35   Stimme aus dem Tradiland   14:14:51 | Freitag, 3. Februar 2006
Doch nix ad acta,
wenn man den anderen kreuz.net-Artikel vom 3. Februar 2006 liest! Wo sind Laurentius2 und die anderen Schmähbrüder?
Redaktion benachrichtigen
#34   turk   10:02:37 | Freitag, 3. Februar 2006
Nur dumm, daß die Richterin die Beweise würdigte
Nuja, abgesehen davon, daß der obige Artikel leider ganz einseitig ist, muß man schon ein bißchen unterscheiden und redlich bleiben, vor allem die Blindheit auf einem Auge ablegen. Es liegt noch immer in der Hand des zur Zeit in der zweiten Instanz befindlichen Verfahrens, ob man dort der höchstgerichtlichen Einstweiligen Verfügung betreffend die derzeit nicht gestattete Veröffentlichung der Lichtbilder des Prälaten dauerhaft folgen wird oder nicht.
Auf Basis dieser Entscheidung des Höchstgerichtes kann man eben derzeit nicht sagen „verleumdeter Prälat“, sondern – wenn überhaupt – „möglicherweise zu Unrecht in homophiler Position photographisch veröffentlichter Prälat“. Daß natürlich bestimmte uneinsichtige Kleingruppen, die es nicht ertragen können, auf aufgeflogene Kleriker hereingefallen zu sein, dann diese Nebenfrage zur Hauptfrage hochstilisieren, obschon die inhaltlichen Vorwürfe von den beiden betroffenen und klagenden Herren nicht glaubhaft widerlegt werden konnten, versteht sich von selbst.
Redaktion benachrichtigen
#33   Justus   09:43:56 | Freitag, 3. Februar 2006
Ad acta
Nachdem die von manchen zur Prophetin hochstilisierte Richterin nun offenbar durch das HÖCHSTgericht in entscheidenden Punkten widerlegt worden ist – man LESE oben stehenden Artikel –, kann man deren Auslassungen doch wohl getrost ad acta legen.
Nochmals: Herzlichen Glückwunsch dem verleumdeten Prälaten!
Redaktion benachrichtigen
#32   turk   01:37:15 | Freitag, 3. Februar 2006
„Wahrscheinlich gefälscht“ = vollkommen absurd
Hmm, Laurentius2, das glauben Sie aber nicht einmals selbst, was Sie da schreiben … eine freiwillig angerufene österreichische Richterin sieht es anders www.kreuz.net/bookentry.218.html, und zwar begründetermaßen.
Ein Bischof kann nur dann etwas über sein Seminar sagen, wenn er es auch persönlich kennt, was jedoch von jedem Diözesanbischof verlangt ist. Unbekannte Vorwürfe im konkreten Fall? Sehr unwahrscheinlich, da nicht nur Seminaristen beim Bischof Meldungen erstatteten.
Vollkommen absurd ist Ihre These der „wahrscheinlich gefälschten“ Fotos, da die Echtheit von Anbeginn nicht bestritten wurde, weshalb es z. B. im anderen Urteil www.kreuz.net/bookentry.212.html heißt: „Vorliegend war die
Interpretation und Aussagekraft eines vorgelegten Fotos zu beurteilen, von dem nicht die Behauptung aufgestellt wurde, es sei zuvor manipuliert worden.“ Und weiter lesen wir: „[kursiv]Die Interpretation der Fotos als bloßen ‘Austausch von Weihnachtsgrüßen’ in Form einer dreifachen Umarmung, Wange an Wange, wie sie vom Antragsteller behauptet wurde, ist nach der eindeutigen Position der Münder auf der Abbildung ausgeschlossen. Ein ‘Mißverständnis’ diesbezüglich scheidet daher aus. Auch die Aussagen der Zeugen Karl K. nach Vorhalt des Fotos Beilage ./13, es habe sich um eine ‘brüderliche Umarmung’ gehandelt, bei der ‘die Wangen einander berührten’ (AS 77), nicht jedoch um einen Kuß auf den Mund, steht im eklatanten Widerspruch zur eindeutigen Aussagekraft des besagten
Fotos. Diese Aussage war ebenso unglaubwürdig wie die stetige Beteuerung dieses Zeugen, nichts von ho…
Redaktion benachrichtigen
#31   Laurentius2   21:29:52 | Donnerstag, 2. Februar 2006
@Stimme aus dem Tradiland
Nun, der Unterschied ist eindeutig der, daß ein Bischof (seine Exzellenz, Bischof Dr. Krenn) sehr wohl über sein Priesterseminar etwas aussagen kann – hier übrigens unglücklich, weil er überraschend mit unbekannten Vorwürfen konfrontiert wurde und wohl irrtümlich auf seine bewährte Schlagfertigkeit vertraut hat, die ja selten medial kolportiert wurde, wenn sie die Kirchenhasser bzw. -linksausleger so unzählige Male wirksam traf …
Im übrigen zeugt es von diabolischer Boshaftigkeit seiner Verfolger (!), wenn dieses Zitat immer wieder im Zusammenhang mit praktizierter Homosexualität gebracht wird, darauf war es ja gar nicht gemünzt, sondern auf die wahrscheinlich gefälschten oder mißverständlichen Fotos mit Szenen, die man beim heutigen Zeitgeist auf jeder Abitur bzw. Maturaparty knipsen kann, wo man sich als schwul oder ähnliches gegenseitig veräppelt (oder wissen Sie nicht, was bei jungen Leuten heute normal ist ?).
Etwas anderes ist es wohl, wenn ein US-Bischof meint, er könne die Zustände in allen anderen Seminaren dieses riesigen Landes als „OK“ bezeichnen und das bei den meisten Pädophilieskandalen der Welt…
Logisch ?
P.S.: Bereuen Sie endlich, daß Sie Prälat Küchl hier gebrandmarkt haben ? –- Wir machen alle Fehler …
Redaktion benachrichtigen
#30   turk   15:37:10 | Donnerstag, 2. Februar 2006
Versuchung aller Medien, aber auch große Chance
Sind wir doch ehrlich: gerade die Berichterstattung im Fall St. Pölten hat gezeigt, daß jegliche Medien und nicht nur „die marxistischen Medien“ anfällig sein können für Manipulation und unwahre Berichterstattung. Vor allem hängt es von den einzelnen Journalisten ab.
Wie dem auch immer sei: die Medien sind eine große Chance für die Kirche und die Verkündigung des Evangeliums. Allerdings wird das alles nur dann ernstgenommen werden können, wenn Skandale und Unangenehmes nicht einfach verschwiegen, vertuscht oder uminterpretiert werden.
Insgesamt dienen aller der Wahrheit durch sachliche Beiträge und durch ehrliche Kommunikation. Im konkreten (Medien)fall St. Pölten kam ja extra eine Päpstliche Visitation, um zu prüfen, was nun wirklich an den Behauptungen d’ran war. Und mittlerweile hat sogar eine staatliche Richterin in 1. Instanz den Wahrheitsbeweis für die beklagte Zeitschrift als im Kern erbracht angesehen.
Redaktion benachrichtigen
#29   zwobbel   15:18:52 | Donnerstag, 2. Februar 2006
Ach ja die Seminare
Da die marxistischen Medien haufenweise Lügen verbreiten gibt es keinen Grund a prioro bei deren Berichterstattung anzunehmen diesesmal würde die Wahrheit berichtet werden. Ich gebe aber zu, manchmal berichten sogar solche Medien wahrheitsgemäß. Meistens ist Wahrheit und Weglassung gemischt. Wie meinen Sie könnte man das wohl ändern?
Da heute gerne immer mal wieder unangenehme Zeitgenossen in der veröffentlichten Meinung rufgemordet werden, wundert sich eben niemand wenn es den nächsten trifft. Wie meinen Sie könnte man das wohl ändern? Die Überraschung ist groß wenn wirklich mal einer den Mist gemacht haben sollte, der ihm vorgeworfen wird.
Und zu den Zuständen in den Priesterseminaren, sei noch angemerkt, daß bereits vor 30 Jahren die Seminaristen in Paderborn, wahrscheinlich auch anderswo, Mädchen mit auf die Zimmer nahmen. Dadurch wurden allerdings manche dann auch nicht Priester. Aber fragen Sie mich nicht auch noch ob die Unzucht gebeichtet wurde.
Redaktion benachrichtigen
#28   turk   14:40:13 | Donnerstag, 2. Februar 2006
Wie bitte? Wen interessiert das noch?
Hallo Elendester Sünder! Kein Mensch würde sich überhaupt noch für den Pöltener Homo-Porno-Skandal interessieren, würden nicht die beiden Ex-Regenten oder kontraproduktiv Verbündete sinnlos um sich schlagen. Offenbar hast Du die Inhalte des öffentlichen Prozesses in bezug auf PROFIL und die Ex-Regenten nicht verfolgt. Also wenn das für Dich Lappalien sind, dann kann ich mich nur noch wundern. Es wäre dann an der Zeit, Belege für die von Dir benannten im Vergleich dazu „verheerenden“ Zustände (offenbar sittlich gemeint) zu bringen, so wie es in den Aussagen des Päpstlichen Visitators und noch detaillierter in den staatlichen Urteilen der ersten Instanz nachlesbar ist, hier nur ein Beispiel www.kreuz.net/bookentry.212.html:
Subregens Rothe übergab den Schülern Ringe, die er zuvor segnete, wobei in die an A. und P. übergebenen Ringe die Initialen der beiden Priesterschüler und das Datum des Beginns der zwischen ihnen bestehenden Beziehung eingraviert war. Bei der Feier wurde(n) von Daniel P. fotografiert und unter anderem die beiden inkriminierten Fotos aufgenommen. Während der Feier kam es wiederholt zum Austausch von Zungenküssen zwischen dem Antragsteller und Karl K., aber auch zwischen den beiden Priesterschülern Albert A. und Daniel P. Die Segnung von Homoringen wäre nur eine Lappalie, das kann ja wohl nicht ernstgemeint sein …
Redaktion benachrichtigen
#27   Elendester Sünder   14:13:18 | Donnerstag, 2. Februar 2006
Der Punkt
Der Punkt ist doch, warum regt man sich ausgerechnet über Lappalien in einem Seminar, das einem zeitgeistobstruktiven Bischof unterstand, auf, während die Zustände in anderen Diozösen wirklich verheerend sind?
Redaktion benachrichtigen
#26   turk   13:36:56 | Donnerstag, 2. Februar 2006
Wer jetzt noch derart schläft, dem ist kaum noch zu helfen
Anstatt mit den Visitationen der US-Ausbildungsstätten abzulenken, sollten hier einige Herrn besser mithelfen beim Brainstorming, wie man in Hinkunft verhindern kann, daß sich selbst als konservativ oder gar traditionalistisch ausgebende Medien auf homosexuell aufgeflogene Priester über viele Monate hinweg hereinfallen und damit – wie unten schon richtig von der „Stimme aus dem Tradiland“ beobachtet wurde – in Wirklichkeit dem liberalistischen Wahn einer priesterlichen Privatsphäre auf Homosex zu dienen scheinen.
Es geht um die Glaubwürdigkeit des „konservativen“ bzw. „traditionalistischen“ Lagers oder eben der verschiedenen darin möglicherweise enthaltenen Lagersegmente. Wer unter solchen Vorzeichen die Zivilprozesse der ehemaligen Vorsteher des Pöltner Seminars unterstützt, kann kaum noch ernstgenommen werden beim Kampf gegen homosexuelle Unterwanderung. Die von „Johannes Paul I.“ hineingestellte Leserzeitung www.kreuz.net/bookentry.263.html ist diesbezüglich wohl eine Offenbarung. Wer dann noch bei Herrn Ambrosius ambrosius.patched.de/logbuch.htm die Hauptverhandlungen des sinnlosen Prozesse durchsieht und die letzten Urteile (1) www.kreuz.net/bookentry.212.html (2) www.kreuz.net/bookentry.218.html liest, ist wirklich informiert und kann mitdiskutieren. Da nun laut Oberstem Gerichtshof das PROFIL von mehreren homosexuellen Photos des Prälaten schreiben darf, braucht die Stimme aber derzeit kaum etwas zu dementieren. Geht es eigentlich noch lächerlicher?
Redaktion benachrichtigen
#25   Stimme aus dem Tradiland   13:19:50 | Donnerstag, 2. Februar 2006
@ Laurentius2
Richtig verstehen kann ich Ihren letzte Bemerkung nicht.
sind sich die U.S.-Bischöfe ja alle schon vor Abschluß der Visitationen einig, daß bei Ihnen alles in Ordnung ist
Offenbar Geistesverwandte von Bischof Krenn, der sich ja auch von der Visitation nichts Besonderes erwartete: „Es ist eigentlich nichts besonderes los“, „Weihnachtskuß“.
Dass Rom in Sachen US-Diözesen – in Relation zu St. Pölten – mit zweierlei Maß mißt, bin ich gerne bereit zuzugeben. Dort müßte ja wenigstens jeder zweite Bischof abgesetzt werden!
Redaktion benachrichtigen
#24   Laurentius2   12:23:33 | Donnerstag, 2. Februar 2006
@Stimme aus dem Tradiland / US-Bischöfe
Wieso haben Sie immer noch nicht eindeutig dementiert ? Vioelleicht sehen Sie jetzt mal ein, was es heißt, einen Geistlichen so zu diffamieren.
P.S. Was machen eigentlich die Visitationen in den USA ? Wie man liest, sind sich die U.S.-Bischöfe ja alle schon vor Abschluß der Visitationen einig, daß bei Ihnen alles in Ordnung ist …
Redaktion benachrichtigen
#23   Tridentinus   11:38:48 | Donnerstag, 2. Februar 2006
Blosz de iure
Dieser Erfolg Küchls ist rein vor dem weltlichen Recht zu verbuchen. Die Authentizität der Photographien wird nicht bestritten. Das weltliche Recht eines neutralen Staates schützt eben auch Privatpersonen, die Ihre Intimsphäre in deutlichem Gegensatz zu Gottes Gebot gestalten. Besonders beschämend und traurig ist, wenn solches seitens von Priestern geschieht, die sich mit einer Fassade aus Konservativismus (was wird da bewahrt: eine spieszige Version des Vaticanums von 1962-65?) oder sogar einer relativen Nähe zur authentischen Tradition umgeben. Schlimmstenfalls ist diese Nähe dann nur allgemeine Sensibilität für Ästhetik, die ja durchaus auch aus einer fragwürdigen Motivation hervorgehen kann. Fromme Naivität kann darüber höchstens hinwegtäuschen. Das Ergebnis bleibt eine Täuschung, die eine bittere Enttäuschung ist. Das Ende dieser Enttäuschung: eine echte End(!)-Täuschung, mag Illusionen zerstören, ist aber heilsam!
Redaktion benachrichtigen
#22   turk   09:28:20 | Donnerstag, 2. Februar 2006
Solche Gleichsetzungen bringt nichts
Es gibt auch einige Gläubige, die zwar hinter Bischof Krenn stehen (abgesehen von seinen mißlungenen Verharmlosungen der Photographien der Ex-Vorsteher), die aber keinesfalls in derselben Weise hinter Prälat Küchl und Dr. Rothe stehen. Es ist doch zu durchsichtig, ständig alle Personen in einen Topf zu werfen, so als ob man dann gemeinsam aufstehen und untergehen könnte. Im Christentum aber gibt es die persönliche individuelle Verantwortung.
In der NÖN www.noen.at/…ion/noeg/article.asp?Text=193605&ca… hat Bischof Küng kürzlich auf die Frage, wie es weitergehe, geantwortet: „Hier gibt es zivile Prozesse, die in der ersten Instanz beendet wurden, aber noch nicht rechtskräftig sind. Die notwendigen Schritte sind von mir gesetzt worden, um eine Klärung herbeizuführen. Das dauert seine Zeit.“ Und falls es jemanden überhaupt interessiert, genau in dieser Zeitphase bewegen sich dort die Betroffenen.
Redaktion benachrichtigen
#21   Justus   09:12:17 | Donnerstag, 2. Februar 2006
Herzlichen Glückwunsch,
Herr Prälat! Viele Gläubige stehen hinter Ihnen und Bischof Krenn!
Redaktion benachrichtigen
#20   turk   23:02:26 | Mittwoch, 1. Februar 2006
„Sicherungsbegehren ist hinsichtlich der bekämpften Tatsachenbehauptungen nicht berechtigt“
Um noch fortzusetzen und Antworten auf einige Vorpostings zu geben.
1. Wer die Hauptverhandlungen des Prozesses ambrosius.patched.de/logbuch.htm verfolgt hat und dann die Urteile 1. Instanz liest, wird kaum noch von „entschuldbarem Übermut im Rahmen einer Feierlichkeit“ sprechen können …
2. Der „Stimme aus dem Tradiland“ ist in ihrer Argumentation recht zu geben: „Insoferne ist weder Hw. Küchl ‘freigesprochen’ worden noch Bischof Krenn mit seinen ‘Lausbubengeschichten’ rehabilitiert!“ Auch liegt die Stimme mit ihrer Gefahren-Analyse, was die homosexuellle Unterwanderung des Klerus auf Basis angeblich neuer Homorechte in falschen staatlichen Zivilrechten betrifft, leider richtig.
3. Der „Gatte der Evelin“ liegt ebenso richtig: sollten die Herausgeber von Profil wirklich im Punkt der Photoveröffentlichung unwahrscheinlicherweise verurteilt werden und etwas zahlen müssen, so könnte der Gang Profils zum EuGH Erfolg haben, denn was der „13.“ kann, kann Profil schon lange.
4. Der „Gatte der Evelin“ hat noch etwas anderes ganz Wichtiges erkannt: „Im übrigen ist es für einen katholischen Priester absurd, mit der Privatsphäre zu argumentieren.“ Hier liegt nämlich die eigentliche Schwierigkeit begraben, die bisher jene übersehen haben, die auf die sinnlose Kampagne der oder für die Ex-Regenten hereingefallen sind …
5. In der Entscheidung des Obersten Gerichtshofes selbst steht auch dieser Satz, der zeigt, daß nicht die ganze Einstweilige Verfügung gelungen ist: „[kursiv]Das Sicherungsbegehren ist daher hinsichtlich der bekämpften Tatsachenbehau…
Redaktion benachrichtigen
#19   Gotthard   22:10:59 | Mittwoch, 1. Februar 2006
Fakten
eigentlich sollte ich da nur noch sagen: bääääääähhhhhh
Fakten werden so manchem viel und heftig Diskutierer um die Ohren geschlagen … Halbheiten sind noch nie von Nutzen gewesen …
Wacht auf, Leute! Im Seminar war es, wie es war…
Konservatismus hat noch NIE vor Fehltritten geschützt … die Fixierung auf ein THEMA ist noch lange kein Zeichen von überzeugender Christlichkeit …
Redaktion benachrichtigen
#18   turk   20:51:29 | Mittwoch, 1. Februar 2006
Hier spricht turk und dankt für die Vorbegrüßungen ;-)
Wie immer bei den Vorartikeln, die von der Redaktion des „13.“ oder ähnlichen Personen eingesendet werden, werden illegitim Ebenen vermischt. Es handelt sich nicht um einen spektakulären Erfolg, ganz im Gegenteil. Warum traut sich denn der „13.“ bei der Einsendung an kreuz.net nicht, den Entscheid des Gerichtshofes vollständig zu senden? Denn dann könnte sich jeder Leser ein Bild machen.
Es handelt sich nämlich nur um das Provisorialverfahren und eine vorläufig gültige Einstweilige Verfügung (Rothe hatte dies nicht angestrengt). Es geht im Grunde nur um die Nebenfrage, ob die eindeutig homosexuellen Bilder mit oder ohne Balken auf den Augen des Ex-Regenten veröffentlich hätten werden sollen. Endgültig wird sich diese Nebenfrage in der 2. Instanz des Hauptverfahrens zeigen. Doch ansonsten geht das Höchstgericht implizit davon aus, daß der Wahrheitsbeweis für die Zeitschrift PROFIL schon durch die Photos allein erbringbar war / ist.
Im Klartext: der Oberste Gerichtshof bestätigt deutlich, daß es in der 2. Instanz kaum mehr inhaltliche (!) Änderungen geben wird an den Urteilen der 1. Instanz (die „Johannes Paul I.“ in die Leserzeitung stellte:
www.kreuz.net/bookentry.212.html
www.kreuz.net/bookentry.218.html
sodaß von der Faktenlage die beiden Ex-Regenten nicht besser da stehen als vorher, sondern durch den öffentlichen Prozeß sogar schlechter. Der äußerste Erfolgt könnte noch ein bißchen Geld dafür sein, daß die Photos ohne Balken erschienen sind, doch selbst d…
Redaktion benachrichtigen
#16   Toby   19:55:46 | Mittwoch, 1. Februar 2006
Keine neuen Fakten
Von der Sache her bringt dieses höchstrichterliche Urteil nichts Neues. Die entscheidende Frage, ob das Foto eine homosexuelle Handlung zeigt oder nicht, hat das Gericht schließlich unbeantwortet gelassen. Also bitte keine falschen Schlussfolgerungen ziehen nach dem Motto, dass nicht sein kann, was nicht sein darf! Warum soll ein Foto, dessen Authentizität nie bestritten wurde, nicht das darstellen, was man sieht?
Redaktion benachrichtigen
#15   Elendester Sünder   19:53:44 | Mittwoch, 1. Februar 2006
Turk:
Vermutlich hat er nun endlich selbst eingesehen, daß Bischof Krenn zu Unrecht durch den Kakao gezogen worden ist.
Redaktion benachrichtigen
#14   st. polterer   19:41:56 | Mittwoch, 1. Februar 2006
Warten auf Turk…
… ist wie Warten auf Godot.
Redaktion benachrichtigen
#13   Evelin   19:38:48 | Mittwoch, 1. Februar 2006
Sollte Profil (News Verlag) zur Europ. GH f. Menschenrechte gehen
wird Österreich wieder mit großer Wahrscheinlichkeit verurteilt, wenn man es mit dem Fall des 13. vergleicht (hier Regens, dort Generalvikar, dafür der wesentich gravierendere Vorwurf und Beweis, als dass jemand „Rebell“ wäre.
Im übrigen ist es für einen katholischen Priester absurd, mit der Privatsphäre zu argumentieren. Glaubt er vielleicht, dass er Gott, der das Verborgene sieht und vergelten wird, damit beeindrucken kann, dass ihm niemand öffentlich die Sünde vorhalten darf (Gotthards Standpunkt ist nicht christlich)?
Zum Unterschied von anderen unter mir verewigten, habe ich mit Zeugen aus dem Seminar gesprochen und ist klar, dass das St. Pöltner Priesterseminar zu Zeiten der Regentschaft Küchls ein Dreckhaufen war, eine Sumpflblüte (mit beeindruckenden „Seminaristenzahlen“, davon ein Viertel schwul und ein weiteres Viertel aus anderen Gründen gar nicht für die Priesterberufung geeignet), die den darunter liegenden Sumpf allerdings nur vorrübergehend bedecken konnte…
Der Gatte der Evelin
PS.: Solange ich konnte habe ich Küchl und sogar Rothe (mit dem ich lange davor pers. Schwierigkeiten hatte) verteidigt – bis es nicht mehr ging.
Redaktion benachrichtigen
#12   Sulpicius   19:30:22 | Mittwoch, 1. Februar 2006
turk…
… wo bist du?
Redaktion benachrichtigen
#11   Ottawiani   19:01:10 | Mittwoch, 1. Februar 2006
verhindert
turk ist wohl neuen Fällen auf der Spur
Redaktion benachrichtigen
#10   Benedikt   18:59:50 | Mittwoch, 1. Februar 2006
Na sowas…
Der Artikel ist seit 2 1/2 Stunden publiziert und immer noch kein Beitrag von turk…
;-)
Redaktion benachrichtigen
#9   Ottawiani   18:58:09 | Mittwoch, 1. Februar 2006
fehlendes Subjekt
Bravo! Damit ist er ja zumindest juristisch fein heraus, wenn es noch weitere Possibilien gibt.So wird man nie mehr dahinter kommen …
Redaktion benachrichtigen
#8   Gotthard   18:58:01 | Mittwoch, 1. Februar 2006
Öffentlichkeit
Das heißt letztlich, man darf Homosexuelle nicht mehr als solche bezeichnen, außer sie outen sich in der Öffentlichkeit.
Du durftest noch nie über jemanden absolut Privates und Persönliches in der Öffentlichkeit ausbreiten. Wo kämen wir denn da hin…!
Woher willst Du Dir das Recht nehmen, jemand in aller Öffentlichkeit als Homosexuell zu bezeichnen.
Redaktion benachrichtigen
#7   PegasusNbW   18:45:29 | Mittwoch, 1. Februar 2006
@Ottawiani
Man mag zu Sr. Exzellenz Fasching stehen wie man will, aber ich gebe zu bedenken, dass der Postweg von St. Pölten nach Wien auch 1-2 Tage dauert. Wenn also jemand Sr. Exzellenz das Photo vor die Türe legt oder darunter durchschiebt und am selben Tag einen weiteren Abzug als Brief aufgibt und zu „profil“ schickt, ist dies eine ebenso plausible Erklärung der zeitlichen Korrelation.
Redaktion benachrichtigen
#6   Ottawiani   18:10:48 | Mittwoch, 1. Februar 2006
„Bischof Krenn zu rehabilitieren…“
Der Ausdruck ist verräterisch, zeigt er doch, um wen es bei dem ganzen inszenierten Skandal eigentlich ging. Warum muss den Bischof Krenn rehabiliert werden? Hat er vielleicht silberne Löffel gestohlen? Interessant auch die die Rolle von Exz. Carnevalis, dessen „Auffindung“ der Photos vor seiner Haustüre in einem unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit deren Erscheinen in der europäischen Presse nur 2 Tage später steht.
Redaktion benachrichtigen
#5   Laurentius2   18:06:51 | Mittwoch, 1. Februar 2006
@vox ex provincia traditionis
Man kann nur den Kopf schütteln über soviel Beckmesserei.
Wieso ist für Sie Prälat Küchl homosexuell, nur weil er es angeblich nicht direkt dementiert hat ?
Redaktion benachrichtigen
#4   Stimme aus dem Tradiland   17:29:21 | Mittwoch, 1. Februar 2006
Hw. Küchl überreicht den österr. Homos ein Geschenk, das den Katholiken schadet!
Die Begründung der Höchstrichter: Prälat Küchl „ist weder eine ‘absolute Person der Zeitgeschichte’ (in der Terminologie der deutschen Rechtsprechung) noch eine ‘Person des öffentlichen Lebens’ (in der Terminologie der österreichischen Rechtspraxis).“
Zudem sei „zu bedenken, daß das Lichtbild in privater Sphäre bei einem Fest aufgenommen wurde, also einwandfrei in die durch Art. 8 MRK [= Menschenrechtskonvention] geschützte Intimsphäre fällt“.
Das heißt letztlich, man darf Homosexuelle nicht mehr als solche bezeichnen, außer sie outen sich in der Öffentlichkeit. Dieses Urteil wird von den Homos gegen die Katholiken eingesetzt werden. Es dient auch der Unterwanderung des kath. Klerus durch Schwule.
Die das positiv beurteilen, sollen bedenken, dass der OGH ausschließlich aus rechtl. Gründen – nicht, weil Profil gelogen hätte oder die Photos gefälscht gewesen wären – die Veröffentlichung der Photos abgelehnt hat. Insoferne ist weder Hw. Küchl „freigesprochen“ worden noch Bischof Krenn mit seinen „Lausbubengeschichten“ rehabilitiert!
Prälat Küchl hat damit den Katholiken Österreichs aus Eigensucht ein Danaer-Geschenk, eine Büchse der Pandora überreicht. Er sollte aus dem kirchl. Dienst daher völlig entfernt werden!
Redaktion benachrichtigen
#3   st. polterer   17:28:33 | Mittwoch, 1. Februar 2006
Schein und Sein
Auf Bildern und Fotos ist nicht immer das dargestellt, was man zu sehen glaubt (auch wenn ich nie gelesen habe, dass Küchl die Homo-Sache ausdrücklich dementiert hätte – was man sich hätte erwarten dürfen und eindeutig gegen ihn spricht)
Oder küsst Papst Johannes Paul II. auf diesem Bild www.traditioninaction.org/…1rcKissingPope01.htm wirklich eine junge Frau, wie die Sedisvakantisten behaupten?
Redaktion benachrichtigen
#2   ottaviani   17:23:26 | Mittwoch, 1. Februar 2006
^das ist ja sehr nett
hoffen wir daß der st. pöltner endlich hochwürden als pfr. absetzt dann ist endlich rom am zug den hochwürden wird berufen es spricht ja bände was sich da abgespielt hat z.b. wie eine psychiatrische untersuchung an hochwürden rothe nicht das vom st pöltner bischof gewünschte ergebnis brachte ect
Redaktion benachrichtigen
#1   Elendester Sünder   17:16:14 | Mittwoch, 1. Februar 2006
Hetzkampoagne gegen Bischof Krenn
Wobei man dazu noch sagen muß, daß die Fotos keineswegs eindeutig als homosexuell oder sonst anstößig zu bezeichnen sind und genausogut nur zufällig einen Anschein in diese Richtung geben oder auch entschuldbarem Übermut im Rahmen einer Feierlichkeit entspringen könnten.
Redaktion benachrichtigen
Es wurde eine Lesermeinung von der Redaktion entfernt
Weiterlesen:
St. Pölten„Blödsinn und von Narren verfaßt“ St. PöltenAuf der Suche nach einem Weihbischof St. PöltenTheatermesse im Meßtheater St. PöltenDem Aufbruch nachgeholfen St. PöltenPriester(un)rat? St. PöltenIndirekte Kardinalsrüge für Bischof Küng? St. PöltenWar die Zeremonie für Wiederverheiratete mit dem Bischof abgesprochen? St. PöltenKleine Änderungen St. PöltenVorhut der Laienkirche St. PöltenDa waren’s nur noch drei St. PöltenGlaubwürdiger Neubeginn? St. PöltenDauern die Mißstände an? St. PöltenWie geht es in St. Pölten weiter? St. PöltenRechtsbeugung beim „Anti-Krenn-Urteil“? St. PöltenKlage abgewiesen
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net