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Donnerstag, 2. Februar 2006 09:43
Kürzlich äußerte sich der Distrikstobere der Piusbruderschaft in Deutschland vor ‘kreuz.net’ zu den gegenwärtigen Gerüchten um eine bevorstehende Einigung mit Rom.
Zurück zum Artikel 15 Lesermeinungen:
Dienstag, 7. Februar 2006 14:59
Benedikt: @ Dr. Regazzoni
Ja richtig, das ist das gegensätzliche Extrem. Das Pendel schlägt eben immer in beide Richtungen aus. Zwischen beiden Standpunkten muss ein Mittelweg gefunden werden. Eine Mutter spricht gegenüber ihrem Kind ja auch nicht andauernd nur Tadel aus – obwohl dieser natürlich notwendig ist. Gleichzeitig liebt sie ihr Kind und lässt das durch mehr als nur Beteuerungen auch erkennen. Nur dann haben auch die Tadel einen Sinn. Denn ohne die Liebe hört das Kind bald nicht mehr auf den Tadel. Und das führt dann auch zu nichts.
Montag, 6. Februar 2006 23:28
Agiafortuni: Benedikt
Dass viele Leute mit dem Dogmatismus der vorkonziliaren Kirche nichts anfangen konnten, ist unbestritten. Es genügt de Lubac’s catholicisme oder von Balthasars abtirömischen Affekt aufzuschlagen. Ob mehr erreicht dadurch erreicht wurde, dass man einem eindeutigen Frevler wie Karl Rahner das Recht einräumte, seinen Schwachsinn als katholisches Gedankengut zu verkaufen, ist eine andere Frage.
Montag, 6. Februar 2006 13:08
Benedikt: @ Dr. Regazzoni
Das sagen Sie. Es ist aber erwiesen, dass dauerndes Lamento, Strafen und Verurteilungen, wenn sie inflationär gebraucht werden irgendwann ihren Sinn verlieren. Im Mittelalter war die vor allem das Institut des Interdikts. Zuerst gefürchtet wurde es so häufig angewendet, dass es irgendwann keinen mehr interessierte.

Bloße Verurteilungen waren zur Zeit des II. VK keine adäquaten Antworten mehr. Behauptet man etwas anderes, dann muss man notwendigerweise davon ausgehen, dass vor 1962 in der Kirche „alles in Butter“ war. Dies war aber nicht der Fall, wie der anschließende massenhafte Exodus gezeigt hatte. Auch, dass sich nur ein paar Priester dem NOM verweigerten beweist, dass keine tiefe Verbindung zwischen den Priestern und ihrer Liturgie mehr vorgelegen hatte. Alles nur noch Äußerlichkeiten. Und darauf musste man einfach neue Antworten finden ind nicht: „…anathema sit.“ Keiner kann heute wirklich ermessen, wie sich die Kirche ohne Konzil entwickelt hätte. Spricht man aber mit Leuten um die 50, dann trifft man auf lauter Menschen, die unter dem damaligen Dogmatismus und Pharisäertum fürchterlich gelitten haben (dieser Kreis ist heute in den Leitungsfunktionen, daraus erklären sich die Widerstände gegen die FSSPX). Eine Kirche unter der man nur leidet – wo ist da der Wert?
Montag, 6. Februar 2006 09:10
Agiafortuni: Benedikt: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen
Das Abrücken von Verurteilungen war ein Phantasieprodukt Johannes XXIII nach dessen Früchte man heute vergeblich sucht. Umso deutlicher ist der daraus hervorgegangene Trümmerhaufen. Vielleicht sollten Sie einmal die Bücher von Professor May zu diesem Thema konsultieren
Sonntag, 5. Februar 2006 01:35
Benedikt: @ Athanasius
Abgesehen von Ihrem feindlichen Ton der FSSPX gegenüber,

Na, da lobe ich mal Exz. Fellay, und schon wird mir ein feindlicher Ton gegenüber der FSSPX vorgeworfen. Ersetzen Sie mal durch „kritisch“, aber nicht verbohrt, und daher durchaus in der Lage, Positives anzuerkennen.

Oder wollen Sie etwa sagen, exakt so zu glauben wie z.Zt. des Papstes Pius XII. (1939-1958) sei „Irrtum“. War dieser Papst denn ein Häretiker?

Nein, aber ebenso kann es keine Häresie sein, eine Disziplinarvorschrift wie den Antimodernisteneid abzuschaffen. Man kann das für falsch halten, aber daraus ein Schisma abzuleiten ist wirklich grober Unfug.

Der FSSPX vorzuwerfen wie Pius XII. Römisch-katholisch zu sein, heisst zu bestätigen, dass es mit der Revolution auf und nach dem II. Vatikanischen Konzil eine Wende, Änderung, ja Diskontinuität in der katholischen Lehre stattgefunden hat.

Es hat einen Unterschied in der Verkündigung gegeben. Der permanente Holzhammer wurde dabei auf die Seite gelegt und man versuchte auch mal zu verstehen, als andauernd nur zu verurteilen.

Pius IX. in der Frage der Religionsfreiheit (wie seine Vorgänger und Nachfolger bis Pius XII.) irrend,

Geirrt hat er sich sicher nicht. Er hat diese Deutlichkeit für besser gehalten. Später war man anderer Meinung. Früher auch: Der Aquinat sagt auch, die Wahl ist frei, aber dann muss man dabei bleiben. Diese Frage ist also immer unterschiedlich bewertet worden.
Samstag, 4. Februar 2006 21:22
Marcel: Tee in Flavigny
Wie war das mit „Abwarten und Tee trinken“ ?


Hier die Klarstellung direkt von Bischof Fellay…
Neben dem vollständigen Originalton in französisch eine englischsprachige auszugsweise Mitschrift durch P. Jenkins, FSSPX:

Predigt des FSSPX-Generaloberen von vorgestern in Frankreich.
Samstag, 4. Februar 2006 10:17
Athanasius: Nun mal…
Lieber Benedikt,

Abgesehen von Ihrem feindlichen Ton der FSSPX gegenüber, zum folgenden:

Die Kirche ist kein Verein, den Sie nach Belieben an der Stelle einfrieren können, die Ihnen am besten passt.

Es ist ja deswegen, dass die „Traditionalisten“ sich an alle Dogmen der Hl. Römischen Kirche halten. Oder wollen Sie etwa sagen, exakt so zu glauben wie z.Zt. des Papstes Pius XII. (1939-1958) sei „Irrtum“. War dieser Papst denn ein Häretiker?

Doch wohl kaum. Pius XII. hat aber selber Irrtümer verurteilt in „Humani Generis“ (1950), wenn auch diese Irrtümer sich auf und nach Vatikanum II. verbreitet und „kirchlich etabliert“ haben. Aber akzeptiert werden können Sie nicht.

Der FSSPX vorzuwerfen wie Pius XII. Römisch-katholisch zu sein, heisst zu bestätigen, dass es mit der Revolution auf und nach dem II. Vatikanischen Konzil eine Wende, Änderung, ja Diskontinuität in der katholischen Lehre stattgefunden hat. Und das wollen ja viele Neokonservativen leugnen, obwohl es deutlich ist.

Also nochmal: war Pius IX. in der Frage der Religionsfreiheit (wie seine Vorgänger und Nachfolger bis Pius XII.) irrend, Ihrer Ansicht nach? Und Pius XI. mit „Mortalium Animos“ im Irrtum zum „Ökumenischen Lieben“?

Was bleibt Ihnen dann noch? Eine Kirche von sprech und sag 40 Jahre alt? Das ist doch absurd. Die Revolution ist 40 Jahre alt…ja. Aber die Hl. Katholische Kirche wohl nicht.
Freitag, 3. Februar 2006 23:57
Benedikt: @ Stadler
Wer katholisch bleiben und werden will, muß die Lehre der Kirche bis einschließlich Pius XII. beachten. Was danach kommt ist von katholischer Seite nicht bindend.

Blöd nur, dass Sie dies aus eigenem Gutdünken herausentschieden haben, es dafür keinerlei Grundlage oder Rechtfertigung ergibt und diesem Unsinn daher auch niemand folgen muss. Die Kirche ist kein Verein, den Sie nach Belieben an der Stelle einfrieren können, die Ihnen am besten passt.

Es würde gegen göttliches Recht verstoßen, wenn ein Häretiker wie Paparatzi Papst der katholisch-apostolischen Kirche wäre.

Nur sind Sie nicht in der Lage zu entscheiden, was gegen göttliches Recht ist.

V2 ist ein Gegensylabus

Ach, deshalb ist Ratzinger ein Häretiker? Ihre Ecke behauptet das doch andauernd selber.

denn wie im Evangelium steht, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen

Die Früchte der Sedisvakantisten sind alle schon ziemlich verdorrt scheint mir. Außer einer schismatischen und pseudo-katholischen Para“kirche“ ist von dem Laden nicht viel geblieben. Siehe auch die Ausführungen von Mgr Fellay im Januar MB. Hat mich außergewöhnlich amüsiert.
Freitag, 3. Februar 2006 19:47
R.B.Stadler: Ergänzung zu Traum…
In meiner Ausführung, war ein kleiner Fehler und es fehlte der Schluß den ich hiermit zur Kenntnis meiner Fangemeinde mitteile.
…Die FSSPX hat sich ebenso von der Tradition und der Lehre der katholisch-apostolischen Kirche entfernt, da sie die Le(e)hre von V2 in traditioneller Auslegung angenommen hat…
…Der zukünftige Papst, wird sich damit sehr genau beschäftigen, denn wie im Evangelium steht, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Die Früchte der FSSPX sind ebenso faul wie die der V2-Sekte und ihren Tradi-Anhängen.
Damit ich nicht mißverstanden werde, meine Konvertitenväter waren alle Anhänger der Lefebvre-Sekte und sind als solche gestorben. Was ich von ihnen gelernt habe, benutze den eigenen Verstand und bleibe standhaft auf der Lehre der Kirche bis Pius XII.

Mit christlichem Gruß
RBS

Zu Ansgar: Wer Pater Lingen als Geisteskranken verleumdet muß wohl selbst Geisteskrank sein. Solche verbalattacken, werden zu gegebener Zeit den für solche Delikte zuständigen Behörden übergeben.

Die Stimme aus dem Tradiland soll mal lesen lernen.
Freitag, 3. Februar 2006 15:05
Ansgar: @ Stadler
Sie sind ja ein ganz unanständiger Knilch. „Paparatzi“ – so nennen nur ausgewiesene Kirchenfeinde oder Ignoranten den Heiligen Vater. Dieser Mann ist sein Leben lang von links wie rechts verdroschen, verhöhnt, beleidigt worden – und doch demütig, fromm und standhaft geblieben. Könnten Sie noch Scham empfinden, sollten Sie meiner Aufforderung Folge leisten: Schämen Sie sich!
(Stimmt es wirklich, daß Sie mit diesem Geisteskranken Lingen zusammenstecken? Dann ignorieren Sie mein Posting, denn dann leben Sie in einer Welt ganz weit weg).
Freitag, 3. Februar 2006 14:21
Stimme aus dem Tradiland: @ R.B. Stadler
Der FSSPX sei an dieser Stelle noch gesagt, daß die Lefebvre-Weihen im Sinne von Pius XII, Sacramentum Ordinis und im Sinne von Apostolicae Curae, zweifelhaft sind…

Und die Begründung hiefür? D.h. es gibt auch bei den Sedisvakantisten keine Bischöfe, die nicht von noch später als Erzbischof Lefebvre zum Bischof geweihten Bischöfen geweiht wurden. D.h. es gibt nur eine priesterlose Kirche mehr, die nicht mehr sichtbar ist. Vom Fels Petri ist sowieso nichts mehr zu sehen.

Herr Stadler: Dass Sie mit P. Lingen zusammenstecken, ist bekannt. Sie brauchen sich also nicht besonders weit hinauszulehnen. Schon Ihr erstes Posting zeigt schon Ihre falsche Einstellung!
Freitag, 3. Februar 2006 09:32
R.B.Stadler: Traum statt Wirklichkeit
Grüß Gott,

leider leben beide Sekten tatsächlich in einem Traum, Rom hat sich durch das Schisma von Roncalli von der Tradition entfernt und ist nicht mehr katholisch. Die FSSPX hat sich ebenso von der Ttradition und der Le(e)hre der katholisch-apostolischen Kirche entfernt, da sie die Lehre von V2 in traditioneller Auslegung angenommen hat, die identisch ist mit dem Luthertum und cen Cranmerschen Reformen (man lese Grisar und Denifle). Weiterhin stört sich diese Sekte nicht an den ungültigen Sakramenten der V2-Sekte, sondern läßt auch noch solche Scheinpriester in ihren eigenen Reihen wirken. Wer katholisch bleiben und werden will, muß die Lehre der Kirche bis einschließlich Pius XII. beachten. Was danach kommt ist von katholischer Seite nicht bindend. Der Begriff Sedisvakanz, sagt nur aus, daß der Stuhl Petri derzeit ungbesetzt ist. Es würde gegen göttliches Recht verstoßen, wenn ein Häretiker wie Paparatzi Papst der katholisch-apostolischen Kirche wäre. Nehmen wir die Worte von Paparatzi, V2 ist ein Gegensylabus, das 1789 in der katholischen Kirche. Seine Erbsündenlehre, ist von so theologischer Leere geprägt, das kann jeder leicht erkennen, daß dieser ehemalige Prälat kein Katholik mehr ist.
Der FSSPX sei an dieser Stelle noch gesagt, daß die Lefebvre-Weihen im Sinne von Pius XII, Sacramentum Ordinis und im Sinne von Apostolicae Curae, zweifelhaft sind…
Donnerstag, 2. Februar 2006 21:02
Marcel: Dieser Tee schmeckt vorzüglich
Danke für die Klarstellung von Seiten des geschätzen hochwürdigen Herrn P. Pflugers!

Danke an Kreuznet fürs Abdrucken.

P.S. An möglicherweise mitlesende Mitglieder der FSSPX: bitte diese Klarstellung noch auch fsspx.info abdrucken. Danke!
Donnerstag, 2. Februar 2006 17:54
Agiafortuni: Filip Jovic
Natürlich ist Benedikt XVI kein Sektenanführer, sondern das Oberhaupt der Konzilskirche. Seine Irrtümer bewegen sich nicht auf der Ebene der Dogmen, sondern der Glaubensregeln. Sein Kirchenbegriff leitet sich nicht aus Mystici Corporis ab, sondern ist bewusst oekumenisch. Dies hat nichts damit zu tun, dass er ein sehr sympathischer Mensch und ein hochgebildeter Theologe ist.
Donnerstag, 2. Februar 2006 15:25
Filip Jovic: Unser Papst ist kein Sektenanführer!
Im Artikel ist u.a. zu lesen: „Dieser (Erzb. Lefebvre) habe immer wieder – insbesondere nach den Bischofsweihen 1988 – gesagt, daß eine Lösung nur darin bestehen könne, daß „nicht wir nach Rom zurückkehren, sondern Rom zum Glauben der eigenen Tradition zurückfindet“.

Erzb. Lefebvre unterstellte also, daß „Rom“ mit der Tradition (inkl. Glaubensschatz) gebrochen habe. Und die Piusbruderschaft sieht das offensichtlich auch so. Damit werden die schismatischen Bischofsweihen Lefebvres gerechtfertigt. Wenn Lefebvre (und die FSSPX) recht hätte, wäre die katholische Kirche eine häretische Sekte und die Piusbruderschaft der Vertreter der wahren katholischen Kirche.

Wenn sich die FSSPX nicht von ihrer und Lefebvres Haltung lösen kann, stehen die Vorzeichen schlecht für eine Versöhnung. Die Bischofsweihen durch Lefebvre waren Ungehorsam gegenüber dem Stellvertreter Christi. Er wäre nur dann zu rechtfertigen gewesen, wenn der Papst sein Amt gegen den Glauben mißbraucht hätte. Da dies nicht der Fall ist, ist die erfolgte Exkommunikation Lefebvres zu Recht erfolgt. Der Papst konnte nicht anders reagieren!

Daß man mit dem Papst in wichtigen Punkten nicht übereinstimmt, rechtfertigt keine ungehorsame Weihe.

Verständnis habe ich hingegen, daß man über einige Punkte des 2. Vat. Konzil reden will. Zum Beispiel über widersprüchlich interpretierbare Formulierungen, Fehlübersetzungen, die in den letzten 40 Jahren eben auch ihren Beitrag zur kirchlichen Misere geleistet haben.
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