Aus der kirchlichen Hülle und Fülle
In einer Welt, wo Gebet und Opfer immer weniger werden, zeigt der Teufel seine Fratze immer offener. Dabei eignet sich der heilige Pfarrer von Ars als Lehrmeister der Dämonologie.
(kreuz.net, Ars) Sein Diözesanbischof gab dem Pfarrer von Ars alle Machtbefugnisse, um als Exorzist zu wirken. Der heilige Priester durfte darum, wo es die Umstände geboten, den Teufel austreiben.

Die unbezahlte Traube

Um 1850 brachte man eine alte Frau nach Ars, die alle Anzeichen von Besessenheit an sich trug. Sie hüpfte, tanzte und redete wirres Zeug. Bald umstellten sie neugierige Gaffer. Jedem aus der Schar enthüllte sie ein Stück seines Lebens. Da erschien Pfarrer Vianney. Zu ihm sagte die Frau, aus welcher der Teufel sprach:
„Dir, dir habe ich nichts vorzuwerfen. Doch“ – besann sie sich – „Du hast früher einmal eine Traube genommen.“
„Richtig, aber um sie zu bezahlen, habe ich unter den Stock an der Mauer einen Sou gelegt.“ „Den der Eigentümer nicht gefunden hat“, erwiderte die Geplagte. Pfarrer Vianney berichtete, daß er diese Traube wirklich genommen, als er sich vor Jahren wegen der militärischen Einziehung verstecken mußte und von Durst verzehrt war.

Exorzismus vor dem Hochaltar

Ein Mann brachte seine unglückliche Gattin von weither nach Ars. Die Frau schnaubte vor Wut und stieß unverständliche Schreie aus. Man ließ den Heiligen kommen, der sie beobachtete und dann erklärte, man müsse sie ihrem Diözesanbischof vorführen.
„Gut! Gut!“ sprach es aus der Frau, die plötzlich die Sprache wiederfand: „Sie wird schon wieder zurückkommen. Wenn ich die Macht Jesu Christi hätte, würde ich euch alle in die Hölle hinunter verschlingen.“
„Du kennst also Jesus Christus?“ erwiderte Pfarrer Vianney dem Dämon, der durch die Frau sprach: „Gut, dann möge man sie an die Stufen des Hauptaltares tragen.“ Vier Männer brachten sie trotz ihres Widerstandes dorthin. Der Priester legte der Besessenen ein Reliquienkästchen auf das Haupt, worauf sie wie tot hinfiel. Nach einer kurzen Zeit richtete sie sich auf und ging eilig zur Kirche hinaus. Nach einer Stunde kehrte sie völlig ruhig zurück, nahm Weihwasser und kniete sich nieder.

Die Macht des Segens

Eine arme Greisin aus der Gegend von Clermon-Ferrand tanzte den ganzen Tag auf dem Kirchenplatz. In einer Art von Wutanfall scharrte sie mit den Zähnen an der Kirchenmauer. Sie war in Begleitung ihres Sohnes, der sich nicht zu helfen wußte. Ein fremder Priester führte sie zum Durchgang zwischen Pfarrhaus und Kirche, wo Pfarrer Vianney vorbeikommen mußte. Der Heilige erschien tatsächlich und sprach über die Unglückliche, aus deren Mund Blut tropfte, einige Segensworte. Auf der Stelle wurde die Alte ganz ruhig. Seit diesem Zeitpunkt waren ihre Anfälle für immer verschwunden.

Teufelsaustreibung in der Sakristei

Am Abend des 27. Dezembers 1857 brachte der Vikar von Sankt Peter in Avignon und die Oberin der Franziskanerinnen von Orange eine junge Lehrerin nach Ars. Diese zeigte alle Anzeichen von Besessenheit. Der Erzbischof von Avignon hatte den Fall persönlich untersucht und den Rat gegeben, die Lehrerin zu Pfarrer Vianney zu bringen. Am nächsten Morgen führte man sie in die Sakristei. Pfarrer Vianney war gerade dabei die heiligen Gewänder anzulegen. Sofort stürzte die Besessene zum Ausgang.
„Hier sind zu viele Menschen“, schrie der Dämon in ihr.
Zu viele Menschen?“ erwiderte der Diener Gottes, „dann geht hinaus.“
Die Anwesenden verschwanden auf ein Zeichen. Der Priester blieb alleine mit dem armen Opfer des Teufels.
Der Vikar von Avignon lausche an der Tür und hörte einen Teil der Zwiesprache.
„Du willst also um jeden Preis ausfahren?“
„Ja!“ – antwortete der Dämon in der Frau.
„Und warum?“
„Weil ich mit einem Menschen zusammen bin, den ich nicht ausstehen kann.“
„Du hast mich also nicht gern?“ – fragte der Pfarrer zurück.
Ein schneidiges Nein war die einzige Antwort des Dämons.

Dämonische Beschimpfung im Beichtstuhl

Am 23. Januar 1840 hörten einige Leute in der Pfarrkirche von Ars aus dem Beichtstuhl folgendes lautes Gespräch. Eine Frau aus der Gegend von Puy-en-Velay hatte sich zur Beichte begeben. Mehrere Male forderte Pfarrer Vianney die schweigende Frau auf, mit ihrem Bekenntnis zu beginnen. Plötzlich erklang eine geifernde, laute Stimme:
„Ich habe nur eine Sünde begangen und teile jedem, der es wünscht, von dieser schönen Frucht mit. Heb deine Hand und sprich mich los. Aha, du mußt sie oft meinetwegen heben. Denn ich bin häufig in deiner Nähe im Beichtstuhl.“
„Tu quis es?“ – Wer bist du?, frage der Heilige auf Lateinisch.
„Magister Caput!“ – Meister Haupt, antwortete der Dämon, und beschimpfte den Priester dann in französischer Sprache: „Ah, du schwarze Kröte, was du mich leiden machst! Immer sagt du, du willst fortgehen. Warum führst du es nicht aus? Es gibt schwarze Kröten, die mich weniger leiden machen als du.“
„Um dich zu vertreiben, werde ich an den Bischof schreiben.“
„Ja, aber ich werde dir ein solches Zittern in die Hand setzen, daß du nicht schreiben kannst. Ich kriege dich schon, geh nur! Ich habe stärkere, als du bist, überwunden. Du, du bist noch nicht gestorben. Ohne diese [der Teufel beschimpfte die jungfräuliche Gottesmutter] dort oben, hätten wir dich. Aber sie behütet dich, mit diesem großen Drachen [dem Hl. Erzengel Michael] an deiner Kirchenpforte. Warum stehst du morgens so früh auf? Du folgst deinem Blaurock [dem Bischof] nicht. Warum predigst du so schlicht? Das bringt dir dazu noch den Ruf eines Ignoranten ein. Warum predigst du nicht im feierlichen Stil wie in den Städten? „
In dieser Weise setzte sich diese dämonische Begeiferung mehrere Minuten lang fort.

Da sagte der Teufel die Wahrheit

Der Pfarrer von Ars fuhr Anhänger des Okkultismus und Spiritismus sehr scharf an: „Wer läßt die Tische drehen und kreisen und sprechen?“ frage er eines Tages eine vom Teufel Gequälte, die auf dem Dorfplatz die Vorübergehenden beschimpfte.
„Ich“, antwortete die Frau, „das alles ist mein Geschäft!“
Der Pfarrer von Ars war davon überzeugt, daß der teuflische Betrüger dieses eine Mal die Wahrheit gesagt hatte.
      
27 Lesermeinungen
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#27   Willi   00:43:27 | Sonntag, 12. Februar 2006
@Elendester Sünder
Endschuldige bitte, daß ich mich jetzt erst melde, aber vorher konnte ich leider nicht. Um Deine Frage zu beantworten, solltest du vielleicht einmal deine Forumsbeiträge lesen. Sicher bist du nicht einer von der schlimmen Sorte, dennoch vergreifst du dich in ihnen so manches Mal im Ton. Daher bin ich der Meinung, obwohl deine Beiträge nicht selten qualitativ ziemlich gut sind, daß auch du dazu beiträgst, daß katholisch hier ehr ein Schimpfwort ist.
In Christo
Willi
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#26   Elendester Sünder   13:44:46 | Donnerstag, 9. Februar 2006
„katholisch“ ein Schimpfwort
Willi, ich bitte um Aufklärung, was du damit meinst, ich würde dazu beitragen, daß „katholisch“ ein Schimpfwort ist.
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#25   Willi   03:05:36 | Donnerstag, 9. Februar 2006
@DemonDeLuxe
Danke für Danke! Und ich kann Ihnen versichern, daß mir der Denkanstoß eines Elenden Sünders mehr zu denken gibt als der Dank eines Dämonen. Denn leider ist auch dieser Sünder mit dafür verantwortlich, daß in diesem Forum katholisch ehr ein Schimpfwort ist als das es meinen Glauben abbildet.
Willi
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#24   DemonDeLuxe †   21:29:50 | Mittwoch, 8. Februar 2006
@Elendester Sünder
Warum?
Sie wissen doch:
„Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will
und doch das Gute schafft.“
Damit habe ich immerhin mehr zu bieten als die Ausbläser, die hetzerische Reden halten und das allen Ernstes als „Christentum“ verkaufen wollen – bei denen ist es nämlich umgekehrt.
(Einmal ganz davon abgesehen, dass Teufel wie Mephistopheles und Dämonen keineswegs deckungsgleich sind, was man aber einem Tradi-Katholiken in der kreuz.net-Geschmacksrichtung wohl nie wird beibiegen können… die glauben ja immer, ihre Kirche hätte die Definitionshoheit über die Geisterwelt).
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#23   Elendester Sünder   21:17:05 | Mittwoch, 8. Februar 2006
Dankeschön
Willi, ein Dankeschön von einem Dämon sollte dir zu denken geben.
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#22   DemonDeLuxe †   09:08:17 | Mittwoch, 8. Februar 2006
@Willi – Dankeschön
Wissen Sie eigentlich, dass Sie hier in diesem Forum der ERSTE sind, dem ich seinen wirklich tiefen Glauben abnehme? Sie strahlen genau jene Ruhe, Sicherheit und Gelassenheit aus, die Gewissheit und Vertrauen mit sich bringen. Vermutlich könnten auch wir uns über bestimmte Ansichtssachen herzlich streiten – aber ohne einander deswegen das Denvermögen oder sonst etwas abzusprechen. Und seien Sie sicher, dass ein Auftreten wie Ihres 100x „missionarischer“ ist – ohne so zu wirken – als das der lauten Kläffer. „Mission“, das heißt doch wesentlich, in anderen den Wunsch zu wecken, auch so zu sein, also z.B. auch diese vertrauende Gelassenheit an den Tag zu legen, die sich aus Gewissheit speist. Nennen Sie’s „Mission durch Vorbild“, meinetwegen. Wenn ich da so überlege, ob ich eher bereit wäre, jemandem wie Ihnen zu folgen oder einem… na, ich nenne keine Namen, Sie kennen die einschlägigen Pappenheimer hier wohl, jedenfalls können Sie sich denken, wie das Ergebnis ausfiele.
Den eingebildeten Überkatholiken bleibt offenkundig nichts anderes als martialisches Auftreten mit viel Getöse – denn durch ihr Verhalten oder Reden überzeugen sie KEINEN von Ihrem Glauben.
Schön, dass Sie einmal ein Gegenbeispiel abgegeben haben. Dafür danke bzw. „Vergelt’s Gott“.
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#21   Benedikt   02:21:25 | Mittwoch, 8. Februar 2006
@ Gotthard
Auf welcher Grundlage ist es möglich, Beschreibungen in der Bibel wie jene, dass Jesus die Dämonen austrieb, „hinter uns zu lassen“? Ist es auch möglich, andere Dinge aus der Bibel einfach hinter uns zu lassen, na sagen wir zB mal die Auferstehung? Oder das Pfingstereignis? Wenn man so vorgeht, wie kann man dann noch eine authentische Überlieferung garantieren?
Nur mal so ein paar Fragen – – – die Sie vermutlich sowieso wieder nicht beantworten.
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#20   Willi   01:41:08 | Mittwoch, 8. Februar 2006
@DemonDeLuxe
Was mich, Ihrer Aussage nach, ehrt halt weniger mit meinen Glauben zu tun als mit meiner Erziehung. Um Mensch zu sein braucht niemand einen Gott! Allerdings glaube ich, daß es hier einige gibt, die einen Gott brauchen um haßerfüllte und beleidigende Beiträge zu verfassen. Nur leider diskreditieren sie dabei auch den christlichen Glauben. Von derlei möchte ich mich in aller schärfe distanzieren und gleichzeitig versichern, daß es nicht im Sinne unseres Herren Jesus Christus ist.
Es ist auch schön zu hören, daß Ihnen nichts an menschlicher Nähe und Wärme fehlt. Und ich kann mir gut vorstellen, daß Sie kein Problem mit Ihren Nichtglauben haben. Bitte glauben Sie nicht, daß ich Ihren Standpunkt nicht verstehe, denn ich selbst hatte, bevor der Herr in mein Leben trat auch keine Probleme ohne Gott. Mir fehlte eben sowenig wie Ihnen. Aber mein Leben ist mit dem Glauben reicher geworden, reicher als es eh schon war (und Gott lob immer noch ist).
Gruß und Gottes Segen
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#19   Gotthard   22:12:56 | Dienstag, 7. Februar 2006
Glauben
Ich glaube an Gott, den Vater … und an Jesus Christus,seinen Sohn … und an den heiligen Geist…
da ist für Teufel und Dämonen kein Platz … und das biblische Weltbild der Bessenen haben wir längst hinter uns gelassen.
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#18   Benedikt   20:44:01 | Dienstag, 7. Februar 2006
@ Rudolphus
Das Abschaffen der Gebete kann man sehen wie man will, nur: Sie waren nur nach der Stillen Messe vorgeschrieben. Wer also immer nur das sonntägliche Singamt besuchte, der kannte diesen Brauch sowieso nicht. Die Gebete waren wohl mehr an den Priester adressiert. Nun, zumindest die Anrufung der Gottesmutter ist dem Priester immer noch anbefohlen: Er muss ja das Stundengebet pflegen.
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#17   Rudolphus   17:58:24 | Dienstag, 7. Februar 2006
Die Gebete Leos XIII.
Die berühmte Audition Leos XIII. ist heute nur mehr in gläubigen katholischen Kreisen bekannt.
Sie veranlaßte diesen Papst – der am Anfang des 20. Jahrhunderts stand – die berühmten Gebete nach der hl. Messe zur Jungfrau Maria und zum Erzengel Michael weltweit jedem Priester vorzuschreiben.
Die Abschaffung dieser Gebete im Novus Ordo sollten dem Gläubigen zu denken geben. – Denn der Teufel drängt sich nicht auf, sondern er arbeitet im Hintergrund!
Daß wir in einem antichristlichen Zeitalter leben, kann nur ein Blinder nicht sehen.
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#16   Benedikt   14:10:58 | Dienstag, 7. Februar 2006
Dämonen
Es mag ja sein, dass man noch keinem Dämonen begegnet ist. Vielleicht begegnet man sein ganzes Leben keinem. Doch kann man die Existenz der Dämonen als Christ nicht ernsthaft verleugnen. In der Bibel steht immerhin, dass Jesus die Dämonen austrieb, und zwar an mehreren Stellen. Ergo kann man als Gläubiger nicht einfach sagen: „Das gibt es nicht“, denn dann lügt ja die Schrift. Dies widerum kann man als Gläubiger nicht annehmen, sonst bricht einem ja das Fundament weg.
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#15   Elendester Sünder   13:35:15 | Dienstag, 7. Februar 2006
Motivation Haß
Wenn man, wie ich, einen Besessenen gesehen hat, der entgegen seiner Art plötzlich anfängt, eine Mandarine samt Schale zu verspeisen und streitsüchtig wird und auf das Beten des kleinen Exorzismus von Papst Leo XIII. heult und schreit und versucht, sich eine Kette mit Kreuz vom Leib zu reißen, weil sie ihn verbrennen würde, und wenn jemand in alten, unverständlichen Sprachen beginnt zu sprechen und die Hölle offen sieht und sich mit Satan berät, zweifelt man nicht mehr an der Existenz des Feindes.
Es ist meinensachtens auch etwas verwunderlich, daß jemand, der sich selbst Dämon nennt, die Existenz Satans bestreitet. Weiter frage ich mich, woher so jemand die Kraft und Motivation nimmt, innerhalb so kurzer Zeit Tag und Nacht so viele christenfeindliche Beiträge zu schreiben und dabei stets klug darauf bedacht zu sein, so zu schreiben, daß er gerade noch der Sperre durch die Redaktion entgeht? Wer gibt ihm das ein? Der Geist Gottes etwa?
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#14   DemonDeLuxe †   13:28:31 | Dienstag, 7. Februar 2006
@Willi
Schauen Sie, es ehrt Sie ja, dass Sie nicht – wie viele Ihrer (vermeintlichen?) Glaubensbrüder hier – angesichts agnostischen Denkens in Hass- und Beleidigungstiraden ausbrechen.
In einem aber irren Sie fundamental: Ich habe absolut nicht (und auch nicht das allergeringste) ein „Problem mit Gott“. Wirklich nicht. Ich habe damit so wenige „Probleme“ wie Sie (vermutlich) mit dem Osterhasen. Es ist absolut kein „Problem“ für mich, ich vermisse ihn nicht, mir fehlt nichts im Leben, da ist keine Lücke, keine fehlende Wärme, kein Mangel an Gewissheit oder was sonst immer als Attribut wärmsten Gottesglaubens bemüht wird. Wenn SIE so etwas brauchen und daran glauben, so soll es Ihnen gegönnt sein.
Beten Sie, wenn Sie möchten, ich werte das als nette, aber harm- und fruchtlose Geste, die Sie immerhin vor die pseudofrommen Zwangsmissionierer hier stellt.
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#13   Willi   13:20:36 | Dienstag, 7. Februar 2006
Lieber DemonDeLuxe,
ich werde nicht mit Dir über Deinen Glauben oder Unglauben diskutieren, vielmehr werde ich für Dich beten. Denn bei Dir und bei Millionen anderen hat es der Teufel geschafft, daß man ihn für ein Ammenmärchen hält. Damit hat er freie Bahn Dich und die vielen mit in den Abgrund zu reißen. Sünde und Schuld sind eben nicht dadurch zu erklären, daß man Opfer der Erziehung, der Gesellschaft etc. ist, sie ist die Auflehnung gegen Gott! Ich weiß, daß Gott für Dich genau so ein Problem ist wie der Teufel, da man deren Existenz nicht verifizieren kann. Doch wenn Dich irgendwann einmal der Ruf Gottes erreicht und Du im Hafen des Glaubens Deinen Frieden findest, dann wirst Du auch „verstehen“ was man nicht mit Wissenschaft erklären kann. Ach ja, ich möchte Dich noch an eine Floskel erinnern, es handelt sich um die Arbeiter im Weinberg, die jedem, zu jeder Zeit die und gleicher Belohnung die Möglichkeit gibt zu unserem Vater im Himmel ja(!) zu sagen.
In Christo
Willi
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#12   DemonDeLuxe †   01:14:37 | Dienstag, 7. Februar 2006
@Augustinus
Ja, schon klar. Und weil vor 3000 Jahren irgendwelche, dem Geisterglauben verhafteten Menschen das auf ein paar Papyrusrollen geschreiben haben, deswegen wird das heute noch, da wir längst über diese Hilfserklärungen á la „Geister“ hinaus sind (weil wir immer mehr Aspekte der Welt auch ohne derlei Märchenkram verstehen können) immer noch für bare Münze genommen.
Ach, übrigens, sagen Sie ‘mal: Erst gestern wurde ich von einem Kollegen hier ‘mal wieder belehrt, das AT sei im Prinzip unwichtig, das NT sei die Basis des christlichen Glaubens. Und jetzt kommen Sie mit alttestamentarischen Gespenstergeschichtchen daher? Irgendwann wird man sich ‘mal entscheiden müssen, was gilt, meinen Sie nicht?
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#11   Augustinus   00:36:16 | Dienstag, 7. Februar 2006
Who is who
Warum glauben sie an die Exsistenz eines Satans?
Die Bedingung, als Gläubiger Mensch keine „Bibelfloskeln“ verwenden zu dürfen weise ich als intolerant zurück. Katholiken „glauben“ nicht an die Existenz Satans, sondern an den Dreifaltigen Gott: Vater, Sohn un Heiliger Geist. Der Sohn, Jesus Christus spricht öfters von ihm in konkreter Weise im Neuen Testament. Im übrigen sind Dämonen gefallene „Engel“, also Geistwesen. Der Mensch besteht im vergleich zum Engel aus Geist-Seele und Körper-Leib.
Katechismus 392: Die Schrift spricht von einer Sünde der gefallenen Engel (vgl. 2Petr2,4). Ihr „Sündenfall“ besteht in der freien Entscheidung dieser geschaffenen Geister die Gott und sein Reich von Grund auf und unwiderruflich zurückewisen. (…)
Also haben diese Geistwesen ihre Freiheit genutzt, um ihr NEIN gegen die Liebe Gottes zu schleudern. Die Konsequenz ist eine selbstbestimmte schmerzhafte Gottesferne. Der Neid, dass es andere Geistwesen gibt, die vielleicht die Gottesliebe annehmen und dadurch Freude erfahren, ist zugleich Motivation des Teufels, möglichst vielen Menschen diese Freude zu „verderben“.
LG Augustinus
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#10   methusalix †   00:28:46 | Dienstag, 7. Februar 2006
Hallo Wunderkind!
Ich treib ihn Dir aus: buuuhuuuuu! So, das wärs.
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#9   Anarchopazifist   22:28:20 | Montag, 6. Februar 2006
@bonifatius
Schon seit 2000Jahren scheiden sich am Kreuz die Geister. Ihre Postings haben also Tradition: Ich bin der Herr, mein Gott.
Ich werde ihr Posting nicht ins lächerliche ziehen und versuche diplomatisch zu beliben, doch bevor sie mit ihren Glaubensbekentnisse weiterfahren…
Möchte ich gerne eine Antwort auf meine Frage (Bitte wenn möglich ohne biblische flosken):
Warum glauben sie an die Exsistenz eines Satans?
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#8   bonifatius   22:11:34 | Montag, 6. Februar 2006
@Dämonenpazifisten
Schon seit 2000Jahren scheiden sich am Kreuz die Geister. Ihre Postings haben also Tradition: Ich bin der Herr, mein Gott.
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#7   Wunderkind †   22:04:02 | Montag, 6. Februar 2006
wie? dämonen und geister gibts nich?
joa…das weis ich auch nicht. abermir kommen dabei immer die kassierer in den sinn.
wenn sich da mal kine verschwörung hinter verbirgt.
ich spürs quasi im linken ohr… so ein seltsammes kribbeln…
ich muss besessen sein.
verdammt. schon wieder.
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#6   Anarchopazifist   21:50:06 | Montag, 6. Februar 2006
Satire?
Dämonen? Geister? Teufel?
Hört sich an wie der Skript für „Der Exorzist“…
Dachte nicht das ausserhalb von Haiti noch solche Ansichten im Christentum vertreten sind…
Warum kommt mir der Name Chick-Gospels beim durchlesen von gewissen Artikeln und Lesermeinungen auf kreutz.net immer wieder in den Sinn?
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#5   DemonDeLuxe †   21:30:47 | Montag, 6. Februar 2006
Klasse :O)
Schon drei Märchengläubige am Stück – nicht schlecht.
Wo wir gerade dabei sind: Wie steht’s mit dem Weihnachtsmann, dem Osterhasen und der Zahnfee? Auch alles ganz real?
Also, ich muss sagen, ich lebe ganz gut und ruhig ohne diese selbstgemachten Ängste vor irrealen Geistlein. Aber jeder, wie er mag.
Ach ja: Buh!
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#4   bonifatius   20:33:26 | Montag, 6. Februar 2006
@luxusdämon
Ja, der Diabolus als Verblender reibt sich voller Freude über ihre „Aufgeklärtheit“ die Hände. O welch ein Schauder!
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#3   Botschafter   20:13:29 | Montag, 6. Februar 2006
Dämonen
Die Leute erkennen erst, wenn sie selber Dömonenattacken haben.- Aber wer steht dazu?
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#2   DemonDeLuxe †   19:53:08 | Montag, 6. Februar 2006
Sehr nett, diese Liste
Liest sich wie mein altes Buch „fränkische Volkssagen“, auch stilistisch.
Wenn man sich überlegt,dass es einstmals Leute gab, die diesen Schmonzes ernstlich für bare Münze genommen haben… *schauder*
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#1   Konrad   19:42:26 | Montag, 6. Februar 2006
Heutzutage, nach der weitgehenden
Abschaffung der Beichte, nach der Dekarnation alles Katholischen, der Abschaffung des katholischen Priesters und Pfarrers zugunsten von säkularisierten „Pastoralteams“, braucht sich der Böse nicht mehr so direkt zu erkennen geben. Er hat sich versteckt in die Anonymität von „Pastoralplänen“ und modern-aufgeblasenen Seelsorgekonzepten. Das medienwirksame Auftreten des römischen Pontifex täuscht leider über diese Realität hinweg. Hoffen wir dennoch auf die unbequemen Entscheidungen, die einem Benedikt XVI. von Gott aufgeragen sind! Oder setzt sich auch der Verrat des Petrus durch die Kirchengeschichte hindurch fort? Aber dann folgten die Tränen der Reue und Umkehr!
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