Der Generalobere der Piusbruderschaft erklärte kürzlich unumwunden, daß Berichte über eine bevorstehende Aussöhnung zwischen der Bruderschaft und dem Vatikan frei erfunden seien.
(kreuz.net, Flavigny) Bischof Bernard Fellay äußerte sich in der Predigt während eines Pontifikalamtes,
das er an Maria Lichtmeß in Flavigny-sur-Ozerain zelebrierte.
Flavigny-sur-Ozerain liegt knapp 50 Kilometer
nordwestlich von Dijon in der französischen Region Burgund. Im Ort befindet sich ein Priesterseminar
der Piusbruderschaft mit mehr als 20 Seminaristen.
Den ersten Teil seiner halbstündigen Predigt widmete
Mons. Fellay dem Geheimnis der Reinigung der Unbefleckt Empfangenen und der Darstellung Christi im Tempel.
Gleichzeitig ermunterte Bischof Fellay anläßlich der Einkleidung der neuen Priesterseminaristen zur
Ganzhingabe an Gott.
Im zweiten Teil seiner Homilie sprach der Bischof über jüngste Meldungen bezüglich
einer Aussöhnung zwischen den Lefebvristen und dem Vatikan. Es sei nichts Spezielles, nichts Neues geplant,
dementierte Bischof Fellay entgegenlautendende Berichte.
Der Teufel versuche – gewohnheitsmäßig, doch
jetzt vielleicht stärker als gewöhnlich – Gerüchte, Zweifel und Mißtrauen zu streuen.
Offenbar verbreitete
Gerüchte über eine geheime Abmachung mit Rom, welche die Errichtung einer Apostolischen Administratur
ungefähr um Ostern vorsehe, seien völlig falsch: „Das ist heiße Luft.“
Wahr sei lediglich, daß er
sich Mitte November mit dem Präsidenten der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’, Dario Kardinal Castrillon
Hoyos, getroffen habe. Bei dieser Gelegenheit habe er erneut die Reserviertheit der Bruderschaft gegenüber
Rom dargelegt:
„Ein normales katholisches Leben ist heute in der Kirche nicht möglich.“ Es sei seit
dem Konzil unmöglich geworden.
Die Lefebvristen seien nicht gegen eine Aussöhnung. Aber eine solche
müsse zuerst praktikabel gemacht werden: „Wir wollen katholisch bleiben. Deshalb muß Rom es ermöglichen,
katholisch zu bleiben.“
Dies bedeute erstens – negativ betrachtet –, daß weitverbreitete kirchliche
Mißbräuche verurteilt und die Leitung der Kirche gestrafft werde. Zweitens – positiv betrachtet – müsse
das katholische Leben, das Leben des Glaubens, die Freiheit der Alten Messe, wieder eingeführt werden.
Heute gestehe Rom immerhin ein, daß es eine Kirchenkrise gäbe, anerkannte Mons. Fellay: „Rom leugnet
sie nicht länger.“
Die ernstzunehmenden Leute in Rom seien – auch wenn sie in manchen Reden das Gegenteil
behaupteten – über den Zustand der Kirche bestürzt. Sie seien sehr besorgt über die Situation – „der
Papst als Erster“.
Aber es gebe keine Übereinstimmung bezüglich der Ursachen dieser Krise. Rom suche
die Schuld dafür bei der Welt.
Dagegen erklärte Mons. Fellay, daß der Irrtum vom Konzil herkomme –
nicht nur von seiner Interpretation, sondern auch von den Texten selber: „Das heißt nicht, daß alle
Fehler, die heute in der Kirche sind, vom Konzil herrühren.“
Er habe Kardinal Castrillon im November
erklärt, daß man zuerst die Probleme in der Kirche lösen müsse. Wenn diese Probleme vom Tisch seien,
werde sich das Problem der Bruderschaft von selber lösen.
Das sei der gegenwärtige Stand der Gespräche: „Nun
sind wir hier.“ Seit dem sei nichts geschehen.
Die Bruderschaft werde nicht um die Aufhebung von Exkommunikationen
bitten, deren Gültigkeit sie nicht anerkenne: „Wir bitten nicht darum, etwas wegzunehmen, das nicht existiert.“
Der Papst wolle – so Mons. Fellay – das Problem der Piusbruderschaft schnell lösen. Von Seiten der Bruderschaft
habe man immer insistiert, daß vor jeder praktischen Regelung die Ursachen der Krise eliminiert werden
müßten. Diese Ursachen könne die Bruderschaft nicht akzeptieren, ohne selber von ihnen umgebracht zu
werden.
Die Piusbruderschaft fordere, daß diese tödlichen Prinzipien – Liberalismus, Modernismus, Kollegialismus,
Ökumenismus, Religionsfreiheit -ausgelöscht würden. Doch diese Prinzipen seien selbst vom Papst wiederholt
worden.
Es sei nötig, Beziehungen zu Rom zu pflegen, um das Überleben der Kirche zu sichern, erklärte
Bischof Fellay abschließend. Es sei ein Fehler zu glauben, nicht mit Rom reden zu dürfen. Man könne
nicht auf den Tag warten, da man aufwache und katholisch werde.
„Wenn Gott uns die Gnade gegeben hat,
klar zu sehen, wäre es eine Sünde, dieses Licht für uns selber zu behalten.“
„Wir müssen den Wunsch
haben, alle Seelen zu gewinnen.“
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Schwachsinn Das stimmt nicht. Bis ins 19. Jh., wenn nicht noch länger, ist auch die orthodoxe Theologie
davon ausgegangen, dass die Wandlungsworte wandeln, wie es ja auch Christus selbst vorgezeigt hat. Quatsch.
In der Orthodoxie wurde diese Auffassung erst unter Einfluss lateinischer Theologen vertreten, vor allem,
als Jesuiten an Bedeutung am Zarenhof gewannen. Zuvor gab es diese Ansicht nie. Die Orthodoxen kannten
nämlich sehr wohl ihre Liturgie, in der es erst nach den Einsetzungsworten heißt „Mache diese Gaben
zum Leib Christi“ bzw. „Blut Christi“. Erst als die Orthodoxen unter lateinischem Einfluss ihre eigene
Liturgie nicht mehr ernst nahmen, übernahmen sie auch die lateinische Wandlungsvorstellung.
noch enmal: „Wandlung“ Znächst einmal herzlichen Dank für die zum Teil sehr interessanten und von Fachwissen
getragenen Dskussionseiträge! Die Regelung, daß jede Kirche unverurteilt bei ihrem angestammten Wandlungsverständnis
bleiben kann, wurde auf dem Vaticanum II getroffen. Als Voraussetzung galt allerdings, daß jeder Kanon
sowohl eine Epiklese als auch eine Anamnese enthält. Deswegen wurde im Rahmen der Liturgiereform die
Anamnese des römischen Kanons genauer gefaßt. Neu ist ledglich die Anerkennung eines Kanons ohne Epiklese
durch Rom. Bei Auseinandersetzung über Glaubensfragen sollte wir immer die gesamte Tradition befragen
und nicht mit dem Konzil von Trient oder gar erst im 19. Jahrhundert bginnen: Wir wissen seit etwa Mitte
des 20.Jahrhunderts, daß dem Nestorius großes Unrecht geschehen ist und die unterschiedlichen Lehrmeinungen
über die Person Jesu Christi auf übersetzungsbedingten Mißverständnissen beruhen (griechisch – semitisch).
Deswegen nennen wir die Kirchen heute so, wie sie sich selber nennen, also nicht „Nestorianer“, sondern
„Assyrer“ oder „Apostolische Kirche des Ostens“! Dasselbe gilt für die unterschiedlichen Lehrauffassungen
zu den altorientalischen Kirchen. Es sind keine Monophysiten! Hieraus folgt: die Gründe für die damaligen
Kirchenspaltungen gibt es heute nicht mehr. Die Wiederaufnahme kirchlicher Einheit ist nach Überwindung
zwischenzeitlicher Entfremdung nur eine Frage der Zeit!
Gibt es nachfolger von jesus:JA! Alle Aposteln.Deswegen die apostolische Konzile.Nicht der PETROS sondern
ALLE Aposteln haben entschieden. LESEN Sie die ökum. Konzile. Der PAPST ist nichtder einzige Nachfolger
von Petrus.
Frage Pius V. hat sich zu den Defectibus geäußert, aber das war auf das von ihm erlassene Römische
Missale bezogen, oder? Entfaltet dies auch Wirkungen auf alle anderen christlichen Liturgien? Immerhin
werden auch die Defekte bei der Materie beschrieben unter welche auch die Materie der Ostliturgien fallen
würde. Deren Gültigkeit aber bestreitet niemand.
Guttenberger Die vielfache Behauptung, die assyrische Liturgie enthalte keine Wandlung ist falsch! Nicht
der anonyme „man“ hat sich geeinigt, sondern das Konzil von Trient in der XXII. Sitzung über die Eucharistie
und das Konzil von Florenz haben sich glaubensverpflichtend geeinigt. Auch der hl. Papst Pius V. in den
Defectibus der Messe aller Zeiten definiert die zur Gültigkeit erforderlichen Wandlungsworte. Die hl.
Schrift ist natürlich ein weiterer Beweis, da sie den ausdrücklichen Auftrag für die Verwendung der
Wandlungsworte mit „tut dies“ beinhaltet. Zum gültigen Zustandekommen der heiligen Messe ist die Form
(„die Worte des Erlösers, mit denen er dieses Sakrament vollzog“, Konzil v. Florenz DS 1321) bei dem
Hochgebet des Addai & Mari fehlend und nach der Lehre der Einen von Christus gestifteten Kirche also ungültig.
Spätere von Orthodoxen geäußerte Meinungen ab 1054 über die Anamnese als Gültigkeitsersatz sind genau
so zu betrachten, wie die Behauptung der Orthodoxen, die Kirche Christi hätte nie einen Papst gehabt
und werde auch nie einen haben. (Wie kann man Jesus nur für so dumm halten, daß er nicht an einen Nachfolger
gedacht hat.) Bei den Assyrern kommt noch eine weitere Häresie dazu. Sie leugnen ausdrücklich die Gottesmutterschaft
Mariens. Es gibt keine Wandlung(sworte) in der Addai & Mari-Liturgie. P.S. Es waren auch schon die Assyrer,
die beim Taufritus der Kinder die vorgeschriebenen Exorzismen abschafften, wie nach V2 auch geschehen.
Pius X.
Orthodoxie Bereits im 5. Jahrhundert war die Mehrheit der Ostchridten von der Rechtgläubigkeit dauerhaft
abgefallen. war die „Rechtgläubigkeit“ damals nicht auch eine Frage der Mehrheiten und von Macht und
Einfluss?
@Eugenikos Alle diese Häresien (Arianismus, Nestorianismus, Photianismus und Monophysitismus) gingen
vom Osten aus. Bereits im 5. Jahrhundert war die Mehrheit der Ostchridten von der Rechtgläubigkeit dauerhaft
abgefallen.
Benedickt:Sehe Honorius etc. Ein guter Papst www.elcathex.com/prosfata.htm Die Orthodoxen auf einer Stufe
mit Nestorianern usw. zu stellen ist unverschämtheit. Wer hat alle diese Häresien bekämpft?Waren es
nicht die Ostchristen die mehrheitlich heute von der Orthodoxie vertretet werden?Oder 1% der Un. Kirchen
(erst seit dem 15 Jahrhundert)sind die einzigen die korreckt liegen? Deine Kirche wiederspricht so was.
Deswegen auch die Charakterisierung Schwesterkirche LOOK www.elcathex.com/eke
Den Schott lese ich am liebsten zuhause Rudolphus schrieb: Haben Sie da auch Zitate, wie der hl. P. Pio
für die „lese-freie“ Teilnahme am hl. Meßopfer plädierte? The Angelus, May 1999 www.sspx.org/…aneous/padre_pio.htm,
druckte einen „article that appeared in the Letter to the Friends of Saint Francis, publication of the
Capuchin Fathers of Saint Francis Monastery, Morgon, France: >>{…} The same holds for assisting at the
Holy Sacrifice of the Mass: it is more concerned with making acts (of contrition, faith, love…) than
with intellectual reflections or considerations. To someone asking whether it is necessary to follow the
Mass in a missal, Padre Pio answered that only the priest needs a missal. According to him, the best way
to attend the holy sacrifice is by uniting oneself to the Virgin of Sorrows at the foot of the cross,
in compassion and love. It is only in paradise, he assures his interlocutor, that we will learn of all
the benefits that we received by assisting at holy Mass. {…} << Wahrlich perfekt ausgedrückt von diesem
großen Heiligen. (Evtl. könnte jemand es kurz ins deutsche übersetzen? Mir gehen leider die 1500 Zeichen
aus…) Dieser Satz P. Pios fand mich, nachdem ich die tridentinische hl. Messe ca. ein halbes Jahr lang
instinktiv „lese-frei“ betend mitverfolgte. Das geht nicht nur mir so; immer wieder merkt man, wie die
tridentinische Messe perfekt auf uns Menschen „paßt“ oder umgekehrt. Vomselben Schöpfer eben.
@ Stadler Der katholische Weiheritus läßt sich anhand der traditionellen Schriften bis zu den Aposteln
zurückverfolgen. Sicher, auf einer der traditionellsten Schriften überhaupt, nämlich der Apostelgeschichte.
Leider scheint Sie bei Ihnen nicht zu Ehren zu kommen, im Gegenteil, Sie halten sogar andere Schriften
für zutreffender. Ich empfehle Ihnen das Studium von Apg 6. Was auf Roncalli, Montini, Luciani, Wojtyla
und Paparatzi 100%-ig zutrifft. Ihnen fehlen die Sakramente der una sacnta catholica et apostolica ecclessia.
Wer hat das bestimmt? Wer hat erklärt, dass diese Päpste Häretiker sind? Wer? Wer hat diese Auffassung
des Hl. Alfons dogmatisiert? Keiner dieser Päpste war ein erklärter Häretiker und außer einem koreanischen
Bischof hat auch kein hoher Kirchenmann diese Auffassung geäußert. Sie existiert nur in kleinen Sekten,
die sich dem Lehramt widersetzen und somit mit den Altkatholiken, Lutheranern, Arianern, Nestorianern,
Orthodoxen etc auf einer Stufe stehen. All diese haben nämlich auch geglaubt, sie wüssten es besser
als Rom.
@ Stadler Papst ein erklärter Häretiker wäre, wie dies zum Beispiel derjenige wäre, der öffentlich
eine dem göttlichen Glauben entgegengesetzte Lehre definieren würde Diese Äusserung Alfons v. Liquoris
darf nicht überschiessend interpretiert werden. Es geht um die formelle Häresie, d.h. in voller Kenntnis
der richtigen Lehre die falsche zu verkünden. Wobei dieses Verkünden auch eine gewisse Qualitätsstufe
erreichen muß. Sicher ist, dass der genannte Beispielsfall – eine dem göttl. Glauben entgegengesetzte
Lehre definieren – bis dato bei keinem V2- und post-V2-Papst eingetreten eingetreten ist, auch nicht der
gegenteilige Versuch, ein bestehendes Dogma wieder aufzuheben.
#47 R.B.Stadler 16:12:32 | Dienstag, 7. Februar 2006
Benedikt Weiheritus Grüß Gott, warum versteifen Sie sich so auf Ihre Unbildung, ich würde hier keine
Behauptungen in den Raum stellen, wenn nicht die Beweise für deren wahrheitsgehalt vorhanden wären.
Der katholische Weiheritus läßt sich anhand der traditionellen Schriften bis zu den Aposteln zurückverfolgen.
Sie sollten Rore Sanctifica lesen, ebenso empfehle ich Ihnen die Meßerklärung von Pater Martin von Cochem.
Zur Frage des Paphäretikus, ein Zitat des hl.Alfons von Liguori:„Es ist außer Zweifel, daß, wenn ein
Papst ein erklärter Häretiker wäre, wie dies zum Beispiel derjenige wäre, der öffentlich eine dem
göttlichen Glauben entgegengesetzte Lehre definieren würde, daß dieser nicht von einem Konzil abgesetzt
werden könnte, sondern als seines Pontifikates verlustig gegangen erklärt würde und zwar in seiner
Eigenschaft als Häretiker“. Was auf Roncalli, Montini, Luciani, Wojtyla und Paparatzi 100%-ig zutrifft.
Ihnen fehlen die Sakramente der una sacnta catholica et apostolica ecclessia. Sie begehren diese auch
nicht, daher rührt Ihre Verstocktheit und Verblendung. In Christo, Roland Stadler
#46 Rudolphus 15:48:03 | Dienstag, 7. Februar 2006
Teilnahme an der hl. Messe @Marcel Haben Sie da auch Zitate, wie der hl. P. Pio für die „lese-freie“
Teilnahme am hl. Meßopfer plädierte? Mir persönlich geht es jedenfalls sehr ähnlich. Ich bete in der
hl. Messe, und versuche, den Handlungen des Priesters, den verschiedenen Meßteilen, zu folgen. Ich könnte
z.B. nicht während der Messe den hl. Rosenkranz beten; das Blättern im Schott tue ich eigentlich nur
außerhalb der Messe. Da die Lesungen zumeist ohnehin in der Volkssprache vorgetragen werden, ist der
Schott nicht unbedingt vonnöten.
Die hl. Messe beten Sarto, das haben Sie wunderbar gesagt. Für mich der Beitrag der Woche – und es waren
schon einige gute andere bei. Während der hl. Messe kann ich gar nicht im Schott blättern, weil ich
vor staunendem Konzentrieren auf Christus und Seinen Stellvertreter gar nicht dazukomme. So geht das nun
Sonntag für Sonntag. Es ist ein erstaunlich langes Staunen; und ich würde gar nicht staunen, wenn es
weiterehin so erstaunlich bliebe. Obwohl unser geschätzter Distriktsobere das Mitlesen im Schott empfahl,
halte ich mich hier an P. Pio, der leidenschaftlich für das „lese-freie“, staunende Mitbeten plädierte.
Er war es, der sinngemäß sagte: noch ehe könnte die Erde ohne Sonne existieren, denn ohne das hl. Meßopfer.
@ Stadler Bisher konnte niemand nachweisen, daß diese Weiheformel sich auf die Apostel zurückführen
läßt. Dieser Nachweis wird Ihnen bezüglich des vorher gültigen Weiheritus auch nicht gelingen.
#43 Athanasius 14:36:13 | Dienstag, 7. Februar 2006
Katholisch. Daher wäre es aber auch sinnvoll, manche veränderlichen Teile in der Landessprache zu hören.
Nein! Das kann nur vor der Predigt geschehen, nicht in der hl. Messe selbst. Die hl. Messe ist Opfer und
Lobgebet der ganzen (universalen=katholischen) Kirche, nicht etwa der Deutschen oder Dänen oder Italiener!
Man soll die unveränderlichen Teile schon so gut kennen, dass der Schott da nicht mehr nötig ist. Aber
die veränderlichen sollte man gut folgen. Und dazu hat man genug Zeit während einer gesungenen Pontifikalen
oder simplex Hl. Messe. Die Missalstreifen sollte man vorher bereits gutgelegt haben. Zu Flavigny: Es
ist ein wunderschönes Kloster annex Seminarium mit einer uralten mittelalterlichen Natursteinkapelle/-Kirche
in dem jeden Tag ein Hochamt stattfindet sowie die Einzelmessen der Priester.
Tätige Teilnahme ohne Buch Ich habe es schnell aufgegeben, während des Hl. Meßopfers im Schott zu blättern.
Das kann ich daheim besser. Sehr guter Hinweis. Man sollte schon vorher wissen, was abläuft. Wörtliches
Wissen ist oft nciht nötig. Man sollte eben wissen was welche Geste andeuten soll usw. Durch Blättern
wird man abgelenkt. Daher wäre es aber auch sinnvoll, manche veränderlichen Teile in der Landessprache
zu hören. Gerade die unveränderlichen aber brauchen sicher nciht in der LAndessprache zu sein.
@Sarto – Die Messe beten „Doch weitaus gewinnbringender ist es wohl noch, die hl. Messe mit heiligem Erschaudern
zu betrachten um dann nur noch überwältigt zu stammeln: „Adoro te devote!“ Ja! Das heißt die Messe
beten! Das ist Anbetung!“ Das haben Sie sehr schön formuliert. Ich habe es schnell aufgegeben, während
des Hl. Meßopfers im Schott zu blättern. Das kann ich daheim besser. Es waren genau diese „Stoßgebete“,
die mir gleich bei meiner ersten Begegnung in einer Stillen Messe kamen.
@ Jörg Guttenberger Der Streit, ob Wandlung durch die Epiklese (= Einsetzungsbericht) oder Anamnese (=
Herabrufung des hl. Geistes auf die dargebrachten Gaben) geschieht, ist uralt. Das stimmt nicht. Bis ins
19. Jh., wenn nicht noch länger, ist auch die orthodoxe Theologie davon ausgegangen, dass die Wandlungsworte
wandeln, wie es ja auch Christus selbst vorgezeigt hat. Man hat sich inzwischen darauf geeinigt, daß
diese unterschiedliche Auffassung nicht kirchentrennend ist, jede Kirche in diesem Punkt also unverurteilt
und ohne Behinderung der kirchlichen Einheit bzw. deren Wiederherstellung bei ihrer angestammten Lehrmeinung
bleiben kann. Wer hat sich da geeinigt? Rechtgläubige Katholiken sicherlich nicht!
#39 R.B.Stadler 10:34:50 | Dienstag, 7. Februar 2006
V2-Ritus Grüß Gott, die neue Weiheformel ist eine Konstruktion aus dem Jahre 1934. Bisher konnte niemand
nachweisen, daß diese Weiheformel sich auf die Apostel zurückführen läßt. Pius XII erließ daraufhin
seine Bulle Sacamentum Ordinis, damit trat er den sogenannten Erneuerern entgegen. Lesen Sie die Dokumentation
Rore Sanctifica, dort werden Sie eines Besseren belehrt. Der neue Weiheritus ist ähnlich dem derzeit
gültigen anglikanischen Weiheritus. Die anglikanischen Weiheriten wurden von Leo XIII. für ungültig
erklärt. Lesen Sie hierzu die Verteidigung der englischen Bischöfe. Zur Gültigkeit der orientalischen
Riten, sei bemerkt, daß diese nur in ihrem vollen Umfang, d.h. vom ersten bis zum letzeten Wort gesprochen
als Gültig angesehen werden. Der NOS-Ritus ist aber nicht identisch mit diesen Riten. Kröger behauptet
ja, daß gerade darin der Mangel an der Gültigkeit des NOS-Ritus besteht, da das Montini Sakrament nicht
das bewirkt was die Worte bedeuten sollten. Es fehlen im NOS-Ritus die entsprechenden Bitten und Gebete
was im Ritus getan werden soll. Also Satanswerk, wer nicht für mich ist ist gegen mich. Zu einigen Beiträgen
muß ich bemerken, daß sich die Leute wie Luther benehmen, polemisieren, drohen, verunglimpfen, nicht
sachlich auf die Argumente eingehen. Lesen sie hierzu Grisar und Denifle, sowie die Schriften des Kurfürten
von Sachsen gegen Luther. In Christo, Roland Stadler
Satans Einflüsterungen Das sedivakantistische Haßgegeifere zeigt, daß man nasse Füße bekommt. Was
wenn die Spaltungsversuche nicht fruchten? Die Stoßrichtung ist klar: Alles ist „gut“, was die Menschen
davon abbringt ihre Pflichten gegen Gott zu erfüllen. Schließlich sei man doch viel zu katholisch um
noch in der Kirche zu verbleiben und erst recht ist man viel zu fromm und rechtgläubig um noch an der
hl . Messe teilzunehmen. Man selbst ist viel besser als die Kirche, da paßt man nun wirklich nicht hin.
Bloß nicht zur hl. Messe gehen…
@ Dr. Otterbeck: „Die Messe beten“ Sie haben scheinbar nicht verstanden, was Anbetung bedeutet. Anbetung
iSd hl. Pius X. meint in tiefster Demut und Ehrfurcht im Staube kniend, schweigend und staunend das hochheilige
Mysterium zu betrachten, das vorne am Altar der gottgeweihte Opferpriester, verhüllt durch seine kostbare
Kasel, im Nebel des wohlduftenden Weihrauchs und im Strahle der Kerzen in persona Christi vollzieht. Fürwahr:
Es ist gewiß nützlich, dabei eine Meßandacht oder den Rosenkranz zu beten oder im Schott mitzulesen
oder den Choral mitzusingen. Doch weitaus gewinnbringender ist es wohl noch, die hl. Messe mit heiligem
Erschaudern zu betrachten um dann nur noch überwältigt zu stammeln: „Adoro te devote!“ Ja! Das heißt
die Messe beten! Das ist Anbetung!
@ herr stadler „una cum Satanam“ – womit Sie den Heiligen Vater verortet haben wollen und gleich mal einen
lateinischen Bock schießen. Kann es sein, dass Sie da in der lateinischen Tradition noch mehr nicht so
genau wissen? Ob Ihr Gezeter so sehr „in Christo“ geschieht, wie Sie vor Ihrer Unterschrift beteuern?
Na, ich weiß ich, ich weiß nicht…
Ungültigkeit der V2-Weihen? Eines der entscheidendes Argumente der Sedesvakantisten ist die vermeintliche
Ungültigkeit des Bischofsweiheritus. M.E. ist die neue Formel aber eine alte orientalische Formel des
Syrer, die seinerzeit von der Römischen Kirche anerkannt war. Und das idT etwas zwielichtige „spiritum
principalis“ wird in der deutschsprachigen Fassung mit „Geist der Leitung“ übersetzt, was wohl schon
eindeutig und klar ist. Insofern dürfte das Wortlautargument gegen die Weihe nicht durchdringen.
an mk28 „Insofern ist sicher eine Vorrausetzung zur Anerkennung des NOM, daß dieser zumindest in Teilen
katholisch wird. Dazu gehören Offertorium, mindestens eine Korrektur der anderen Kanones sowie das „pro
multis“. Aus ästhetischen Gründen wäre auch ein Verbot dieser furchtbaren Weiber angebracht, die einem
immer die Lesung mit ihrem salbunsvoll-dümmlichen Pathos vermiesen.“ Also eine Teiltridentinisierung
des NOM wäre eine ziemlich krasse Strafarbeit. Oder sind Sie so ein Schelm und haben genau das im Hinterkopf
um einen in den vorzeitigen Ruhestand zu versetzenden Kardinal adäquat zu beschäftigen? *kicher* Wenn
ich z.B. an das sog. „Kinderdirektorium“ denke. Müßte man abschaffen, usw… Nee, eigentlich lohnt es
sich nicht. Wenn man eine reformierte Liturgie will, statt des Missale von 1962 bzw. 1959, dann sollte
man das Missale von 1965 nehmen. Aber zu versuchen das Meßbuch von 1969/70 und dessen diverse Variationen
nachträglich zu optimieren – nee, Beschäftigungstherapie (siehe oben). Aber etwas Gutes gibt es da doch.
JoPa.II. war ja ein großer Marienverehrer und hat der Kirche ein Marienmissale geschenkt. Da sind viele
schöne Fomulare, insbesondere schöne Präfationen drin! Da gibt es u.a. schon jetzt ein Formular, was
wir ohnehin bald benötigen: Maria Miterlöserin. Wenn BenediktXVI. das Dogma verkündet braucht er nur
darauf zurück zu greifen.
#31 Agiafortuni 09:08:08 | Dienstag, 7. Februar 2006
Dr. Otterbeck: Jetzt reicht’s Auch bei der Piusbruderschaft beten wir die Messe sei es als „missa rezitata“
sei es als „gregorianischen Gesang“. Sich auf den heiligen Pius X zu berufen, um die, wie Sie es sich
anmassen, die Piusbruderschaft zu verleumden, bringt einen unkatholischen Geist zum Vorschein. Durch diesen
Geist zeichnet sich die Konzilskirche aus. Dieser unkatholische Geist hat im Konzil, in der Liturgiereform,
im Geist von Assisi sowie in Jopas Enzykliken vor allem „ut omnes unum sint“ und in seinem Schuldbekenntnis
seinen Niederschlag gefunden.
@ Pater Lingen Die Frage ist nur, werter Herr Lingen, wo und wie denn nach ihrer Auffassung die „una sancta
catholica et apostolica ecclesia“ in unserer Zeit sichtbar ist. Wie viele Mitglieder, welche Priester
und Bischöfe hat sie an welchen Orten? Solange Sie diese Fragen nicht präzise beantworten (und ich denke,
Sie wissen sehr genau, warum Sie das nicht tun), klingen Ihre Vorwürfe gegen die FSSPX in meinen Ohren
ziemlich hohl.
#29 Dr. Otterbeck 07:43:04 | Dienstag, 7. Februar 2006
„Ihr sollt die Messe beten, nicht in der Messe beten…“ Mit diesen Worten (dem Sinn nach zitiert) war
der Hl. Pius X. der Initiator der Liturgiereformen des XX. Jhdts; „participatio actuosa“ der Laien hat
zuerst Pius X. gefordert. Ihn zum Schutzheiligen des weltanschaulichen Traditionalismus zu machen, ist
bereits eine grobe Verhöhnung. Der Traditionalismus vertritt nicht, was die Kirche immer gelehrt hat;
er vertritt ein aberwitziges Konstrukt, für das er mittels der „Alten Messe“ um Sympathisanten wirbt.
Papst Johannes hat es bereits 1959 gesagt: „Wer aber Christus treu bleiben will, hat die schwere Gewissenspflicht,
sich von diesen Irrtümern vollständig fernzuhalten, die schon von unseren Vorgängern verurteilt worden
sind, besonders von Pius XI. und Pius XII. sel. Anged., wie auch wir sie aufs Neue verurteilen.“ Zu den
verurteilten Irrtümern der Moderne gehört eben auch die action francaise (Charles Maurras), der Antisemitismus
und der liturgische Archäologismus.
„In sich schlechte Liturgie… Die vielfache Behauptung, die assyrische Liturgie enthalte keine Wandlung
ist falsch! Der Streit, ob Wandlung durch die Epiklese (= Einsetzungsbericht) oder Anamnese (= Herabrufung
des hl. Geistes auf die dargebrachten Gaben) geschieht, ist uralt. Man hat sich inzwischen darauf geeinigt,
daß diese unterschiedliche Auffassung nicht kirchentrennend ist, jede Kirche in diesem Punkt also unverurteilt
und ohne Behinderung der kirchlichen Einheit bzw. deren Wiederherstellung bei ihrer angestammten Lehrmeinung
bleiben kann. Aus diesem Grunde wurde im Rahmen der nachkonziliaren Liturgiereform die Anamnese des alten
römischen Kanons genauer gefaßt. In den östlichen Kirchen wird weitgehend die Anamnese als Wandlung
verstanden, so auch in der byzantinischen Tradition, deren Messkanones (Chryststomus und Basilius) nichtsdestoweniger
auch eine Epiklese enthalten, so daß das unterschiedliche Wandlungsverständnis hier bedeutunglos ist.
Da der Messkanon der assyrischen Kirche eine Anamnese enthält, enthält er die Wandlung von Brot und
Wein in den Leib und das Blut unseres Herrn Jesus Christus. Damit ist die assyrische eucharistische Liturgie
eine vollgültige hl. Messe in unserem (römisch-kathilischen) Verständnis und die Gläubigen empfangen
genauso, wie wir römische Katholiken in unserer Eucharistiefeier, den Leib und das Blut unseres Herrn,
also keine Simulation!
Danke Danke an die Kreuznet-Redaktion für die Übersetzung der entsprechenden Leserzeitung www.kreuz.net/bookentry.268.html.
Und natürlich mein besonderer Dank an Bischof Fellay für seine gute Predigt. Ach, sie sei nur für X,
aber nicht für Y bestimmt? Nein, sie ist – wie immer – für alle gedacht, ganz ohne römische Lizenzgebühren.
Bischof Fellay weiß, mit Bischof Williamson, daß man sie liest – auch bzw. gerade in Rom. So, mein Tee
zieht.
#26 Pater Lingen 20:13:56 | Montag, 6. Februar 2006
Intra ecclesiam nulla salus? „Ein normales katholisches Leben ist heute in der Kirche nicht möglich.“
Das ist die restlose Pervertierung des Dogmas „Extra ecclesiam nulla salus“ – außerhalb der Kirche kein
Heil. Glaubt man den Pius-Leuten, dann ist innerhalb der Kirche kein Heil. Es ist überhaupt eine irrsinnige
Unlogik: Um katholisch sein zu können, muss man außerhalb der katholischen Kirche stehen. Zur Ehrenrettung
der Pius-Brüder ist zuzugeben, dass schon Lefebvre himself durch und durch von seinem Hang zu Irrationalität
und Apostasie zerfressen war. Er hatte z.B. erklärt, dass Päpste nicht unfehlbar sein können: „Now
‘infallible’ means immutable and irreformable (Principle 6), but, the hallmark of the conciliar Popes,
like the Modernists, is a spirit of evolution. To what extent can such minds want irreformably to define
or absolutely to impose? They do not and, in fact, ‘they cannot…’ (Archbishop Lefebvre, Econe, June
12, 1984.) Das ist die Totalrevolution gegen das Papsttum, gegen den Fels, auf den Christus seine Kirche
gebaut hat. Sicherlich ist das Angebot der Lefebvristen verführerisch, einerseits „una cum Ratzinger“
zu sein, und andererseits sich nicht um das zu scheren, was Ratzinger lehrt und anordnet. Mit der Vernunft
in Einklang zu bringen ist es aber nicht. Und laut Dogma gilt nun einmal: Extra ecclesiam nulla salus.
@zwobbel es hat sich praktisch unter Papst Benedikt nichts geändert außer das Eminenz Hoyos zu verschiedenen
Essen einlädt es bestehen immer noch die Probleme die Erzbischof Lefebvre ende der 60er jahre aufzeigte
also wo hat den der Vatikan irgentetwas verändert das weiter oben angesprochene problem des rechtsfreien
raumes besteht tatsächlich aber besser dieser rechtsfreie raum als der willkür der Ortsbischöfe ausgeliefert
zu sein wie die Priester der Petrusbruderschaft
In sich schlechte Liturgie und Ausstieg aus der FSSPX @ Catholicus: Die Kirche kann und wird keine Liturgie
anerkennen oder approbieren, die „in sich schlecht“ ist Und doch und ob: Bezüglich der häretisch-schismatischen
Assyrischen „Kirche“ wurde den katholisch-unierten Chaldäern erlaubt, eine Hl. Messe bei der Assyrischen
„Kirche“ zu besuchen, die keine Wandlungsworte enthält, somit auch keine Wandlung erfolgt, aber die Kommunion
simuliert wird. Diese „Messe“ ist auf alle Fälle in sich schlecht, dennoch von Rom approbiert. @ catharina:
Das Problem des Ausstiegs bei der FSSPX ist nicht bloß eines derselben, sondern der intoleranten V2-Kirche:
Die Traditionspriester nicht in den Diözesanbetrieb integrieren will, nicht als Rektor einer Kirche ohne
Pfarre, nicht als Pfarrer einer traditionellen Personalpfarre. Die V2-Kirche will sie ja gar nicht haben.
Die Ecclesia-Dei-Gemeinschaften wiederum haben ebenfalls unverdauliche Kost für Traditionspriester: Anerkennung
von V2 inkl. Häresien, NOM als legitim (was er nicht ist) und gültig (was er meistens nicht ist). Was
kann also die FSSPX da dafür? Da sie Kampfgemeinschaft ist, kann sie innere Zwistigkeiten nicht auf sich
beruhen lassen, weil sie den Bestand der Gemeinschaft gefährden. Dies auch dann, wenn man über den Streitgegenstand
geteilter Meinung sein kann. Es ist die V2-Kirche, die die FSSPX-Bischöfe für exkommuniziert erklärt
hat und die ganze FSSPX als schismatisch erklärt.
@Catharina Die Priesterbruderschaft St. Pius X. nimmt jenen Platz ein, von dem aus man alles beurteilt,
ohne selbst von jemandem beurteilt zu werden. Die Piusbruderschaft nimmt den Platz der kathol. Tradition
ein, den Platz dessen, was die Hl. Kirche immer gelehrt hat und damit den Platz der Wahrheit. Es geht
ihr nicht um sich selbst, auch nicht um die alte Messe, sondern um den ganzen Glauben! Und sehen Sie doch
selbst, lesen Sie, wie sehr sie dauernd beurteilt und verurteilt wird!
@Catholicus Die Gültigkeit der Neuen Messe habe ich nicht bestritten; sie [fett]kann[fett] gültig sein,
wobei ich angesichts des Bildungs- und Glaubensstandes der mi bekannten Priester davon überzeugt bin,
daß sie idR ungültig ist („Guten Morgen, liebe Geschwister, ich begrüße Sie zu unserer Mahlfeier!“).
Die Rechtgläubigkeit kann man sehr wohl bestreiten. Die Approbation eines Missale ist doch kein Akt der
Unfehlbarkeit. Es würde der Heiligkeit der Kirche viel mehr widersprechen, diese Messe unbeirrt durch
die Jahrhunderte zu schleifen, nur weil man den kapitalen Fehler nicht einsehen will, den man in der 60er-Jahre-Euphorie
gemacht hat. Insofern ist sicher eine Vorrausetzung zur Anerkennung des NOM, daß dieser zumindest in
Teilen katholisch wird. Dazu gehören Offertorium, mindestens eine Korrektur der anderen Kanones sowie
das „pro multis“. Aus ästhetischen Gründen wäre auch ein Verbot dieser furchtbaren Weiber angebracht,
die einem immer die Lesung mit ihrem salbunsvoll-dümmlichen Pathos vermiesen.
Auch ein Grund für eine Einigung… … ist die Tatsache, daß die Priester der Bruderschaft St. Pius
X. – wie mir jüngst einer von ihnen sagte – in einer rechtsfreien Lage leben und wirken müssen; sie
sind also ihrer Obrigkeit völlig ausgeliefert und haben keine andere, höhere Instanz, an die sie notfalls
appellieren könnten. Man bekomme, so jener Priester, bei Schwierigkeiten mit dem Kurs der Gemeinschaft
immer nur zu hören: „Vertraue den Oberen! Die Oberen haben die Standesgnade, die Situation richtig zu
erkennen und zu beurteilen!“ Dies auch dann, wenn man inhaltliche Argumente vorgetragen habe. Füge man
sich nicht, so drohe eine recht gnadenlose „Versetzung“ oder der Ausschluß, also der Weg ins Niemandsland.
In diesem müsse dann die Wahl zwischen diversen Angeboten (sedisvakantistische und autonome Gruppierungen,
Ecclesia-Dei-Gemeinschaften…) getroffen werden. Die katholische Kirche ist von ihrem Wesen her auch
Rechtsgemeinschaft. In ihr ist man niemals – auch nicht als Priester – auf Gedeih und Verderb einer bestimmten
Gruppe ausgeliefert. Man kann sich immer an höhere Instanzen wenden. Diese aber gelten der Priesterbruderschaft
St. Pius X. bekanntlich nichts.
In Ordnung Bereits das führt zu wüstesten Beschimpfungen seitens der Sedesv. Die Sedisvakantisten scheinen
mir auch das größere Problem zu sein-wahrscheinlich unlösbar. Also muß Bischof Fellay beruhigende
Worte finden, daß niemand beabsichtigt, das Anliegen der Bruderschaft zu verraten. Wie ja jeder weiß
rechne ich mich nicht zum Umfeld der FSSPX. Trotzdem erwarte ich natürlich, daß Ex. Fellay und seine
Leute ihr Anliegen nicht verraten. Was den Brief angeht, sagt F. nur, daß er nicht darum bitte, die Exkommunikation
aufzuheben. Was aber nicht heißt, daß er nicht einen Brief anderen Inhalts schreibt, etwa mit der Bitte,
aufzuhören, von Exkommunikation zu sprechen. Na eben das mein ich ja. Aber manche sind da nicht in der
Lage zu abstahieren und tun so als ob jeder Brief schon Verrat wäre. Man kann wohl nicht erwarten, daß
der Papst als Bittsteller auftritt oder unerwünschte Bitten erfüllt. Natürlich ist die neue Messe in
sich schlecht, weil sie kein vollgültiger Ausdruck der kath. Theologie ist. Ich hatte in dem Satz eine
doppelte Bedingung genannt. Sie ist geschaffen, diese Theologie aus ökum. Rücksicht zu verschleiern.
Das zu sagen, ist keine „Häresie“, sondern die Wahrheit. Das hatte ich auch nicht behauptet. Diese Rückkehr
wird nicht von heute auf morgen erfolgen, aber eine schrittweise … Bingo! Schrittweise. Nicht wegen
mir, aber um die Masse mitzunehmen.
@MK28 Natürlich ist die neue Messe in sich schlecht, weil sie kein vollgültiger Ausdruck der kath. Theologie
ist. Die sog. „Neue Messe“ wurde vom Papst approbiert und ist darum sowohl als rechtgläubig als auch
als gültig anzusehen. Die Kirche kann und wird keine Liturgie anerkennen oder approbieren, die „in sich
schlecht“ ist. Dies würde der Heiligkeit der Kirche widersprechen. Eben darum muss im Fall einer Einigung
der FSSPX mit der Kirche die Polemik gegen den „Novus Ordo“ auf ein Maß reduziert werden, das jedenfalls
seine Gültigkeit und Rechtgläubigkeit anerkennt, ihn daher nicht als „intrinsece malum“ kategorisch
ablehnt!
Locker bleiben! Es gibt überhaupt keinen Grund, diese Homilie auf die Goldwaage zu legen: Es wird verhandelt.
Bereits das führt zu wüstesten Beschimpfungen seitens der Sedesv. gegen die FSSPX sowie zur Verunsicherung
bei Teilen der Bruderschaft, die teilweise seit 30 J. kämpfen. Also muß Bischof Fellay beruhigende Worte
finden, daß niemand beabsichtigt, das Anliegen der Bruderschaft zu verraten. Das hat er getan. Die Predigt
ist an diese Zweifler adressiert, nicht an Kard. Castrillon. Was den Brief angeht, sagt F. nur, daß er
nicht darum bitte, die Exkommunikation aufzuheben. Was aber nicht heißt, daß er nicht einen Brief anderen
Inhalts schreibt, etwa mit der Bitte, aufzuhören, von Exkommunikation zu sprechen. @zwobbel: B16 hat
als Kard. Ratzinger gesagt, die „Zerstörung der Liturgie“ (=NOM) sei der Hauptgrund für die Kirchenkrise.
Natürlich ist die neue Messe in sich schlecht, weil sie kein vollgültiger Ausdruck der kath. Theologie
ist. Sie ist geschaffen, diese Theologie aus ökum. Rücksicht zu verschleiern. Das zu sagen, ist keine
„Häresie“, sondern die Wahrheit. Deshalb ist eine Rückkehr Roms zur Messe auch Vorraussetzung für ein
Wiedererstarken des Glaubens. Diese Rückkehr wird nicht von heute auf morgen erfolgen, aber eine schrittweise
„Re-Tridentisierung“ der neuen Messe, etwa durch Wiedereinführen des Offertoriums u. Vorschreiben des
Römischen Kanons neben Zulassung der „alten“ Messe wären solche Zeichen der Rückkehr, die man erwarten
kann.
„Hier stehe ich und kann nicht anders.“ Die Priesterbruderschaft St. Pius X. nimmt jenen Platz ein, von
dem aus man alles beurteilt, ohne selbst von jemandem beurteilt zu werden. FSSPX a nemine judicatur.
Steine bekehren sich nicht Wenn die Priesterbruderschaft zu diesem Zeitpunkt sein ja gibt, dann sagt sie
auch zu den Missständen ja. So ein Quatsch! Sehr viele (auch ich) bekämpfen seit Jahrzehnten diese Mißstände
und widersprechen ihnen und auch falschen Aussagen und sind trotzdem gehorsam. Ob Sie danach zu den Mißständen
schweigen oder nicht ist doch eine ganz andere Frage. Der selige Rupert Mayer schwieg übrigens gegen
seine Überzeugung – aus Gehorsam. Verlangt man das von der FSSPX? Beim sel. Rupert Mayer war trotzdem
klar, das sein Schweigen NICHT Zustimmung bedeutete. Was Sie sagen ist eine Schutzbehauptung um in der
inneren Opposition bleiben zu können. Und das Schlimme ist, daß damit unzählige Seelen gefährdet werden:1.jene
die aus dieser inneren Fehlhaltung zu den Sedisvakantisten abdrifften und 2. jene die dadurch völlig
an der Kriche verzweifeln und wegbleiben und 3. jene die wegen dieser Zweitracht nicht den Weg zur Kirche
(zurück)finden Wenn Rom sich bekehrt erledigt sich die Sache mit der Priesterbruderschaft St. Pius X
von ganz alleine. Ja ja, na das klingt ja glaubwürdig. Die FSSPX wird ihre Selbstauflösung verkünden,
wenn sich die undefinierbare Masse „ROM“ bekehrt hat. *kopfschüttel* Ggf wird man dann sagen „naja da
hat sich irgendwas bekehrt, aber das war nicht Rom.“ Tun Sie mal Butter bei die Fische:Was genau ist „Rom“
das sich da bekehren muß?
@Clemens II Warum kann man eigentlich nicht von Rom in einer apostolischen Administratur anerkannt sein
und weiter gegen die Zeitirrtümer kämpfen? Schließt sich beides aus? Ja leider! Es schliesst sich aus!
Ein Kind kann nicht gegen den Vater sein bzw. handeln. Wenn die Priesterbruderschaft zu diesem Zeitpunkt
sein ja gibt, dann sagt sie auch zu den Missständen ja. Wenn Rom sich bekehrt ( ich weiss das klingt
hart ) erledigt sich die Sache mit der Priesterbruderschaft St. Pius X von ganz alleine. Wie gesagt, es
geht hier nicht um irgendeinen Posten oder einer Administratur, es geht darum, den kath. Glauben so zu
erhalten wie er von unserem Herrn Jesus Christus gelehrt wurde. Gott ist zeitlos, ER braucht keinen Modernismus.
Und genau so ist es mit dem Glauben. Vom Anfang bis zum Ende. Und wenn es sein muss bis in den Tod
So schnell verliert man den wahren Glauben nun auch wieder nicht 2. Geht in keine Schändung! Ich weiß
nicht genau was Sie damit sagen wollen, jedoch: Wer behauptet der neue Meßritus sei in sich schlecht
und ungültig ist ein Häretiker. Das heute tlw. unter dem Mantel des neuen Meßritus alles Mögliche
nur keine Messe gefeiert wird – je nach Zelebrant – ist traurig aber wahr. Man muß vorher wissen wer
zelebriert um vor einem Ärgernis bewahrt zu bleiben. Ich hatte aber auch auf die hl. Messen anderer Ecclesia
Dei Gemeinschaften abgehoben von denen manchmal abgeraten wird. 3. Feinde? Ja, warum wird so oft auf anderen
traditionsbewahrenden Gemeinschaften herum gehackt? 4. Zur Exkommunikation: Von Rom selber bestätigt,
dass keine vorliegt bzw. vorlag. Was die Lefebvrianer im Allgemeinen betrifft liegt/lag keine vor. Was
die 4 Weihbischöfe anbetrifft ist das anders. Wenn Rom die Nichtexkomm. dieser 4 (genauer gesagt 6 –
auch der Weihespender) schon bestätigt hätte, würde Ex. Fellay dies wohl kaum zur Bedingung erheben.
5. Die Angelegenheit der Priesterbruderschaft St. Pius X ist eine innerkirchliche Angelegenheit. Sie befindet
sich im Kreise der rk Kirche! Genau und deswegen ist auch Ecclesia Dei zständig. Aber es gab+gibt da
eine Weigerung zum vollen (Jurisdiktions-)Gehorsam.
Schon wieder nix!? Langsam aber sicher wird man es leid, ständig von neuen gescheiterten Verhandlungen
und Einigungsversuchen zu hören. Viele der traditionellen Katholiken – diese Kategorie triff im übrigen
nicht nur auf die FSSPX zu, sondern umfasst auch „normale“ Personen, wie Pfarrer, Seminaristen, einfache
Gläubige – sind es einfach Leid, immer wieder die fast schon an Hochmut grenzende Haltung der offiziellen
Vertreter der FSSPX vom „noch nicht, erst wenn…“ hören zu müssen. Viele tragen das innige Anliegen
der Einigung täglich vor Gott in ihren Gebeten. Auch wenn ich persönlich von keinem Schisma und Kirchentrennung
ausgehen, so sehen dies viele wiederrum anders. (Diese werden nur nicht zitiert!) Warum kann man eigentlich
nicht von Rom in einer apostolischen Administratur anerkannt sein und weiter gegen die Zeitirrtümer kämpfen?
Schließt sich beides aus? Persönlich bin ich der „Sache“ Tradition sehr sehr verbunden. Aber langsam
fühle ich mich zu dem Schritt gezwungen durch das Verhalten dieser Hirten – und nicht nur ich, sondern
auch viele andere – immer klarer zwischen Rom und FSSPX zu unterscheiden. Rom ist katholisch, es braucht
nicht katholisch zu werden. Zeitirrtümer sind da – dann bekämpft sie in einer kanonisch einwandfreien
Lage – oder sind dann einem die Flügel gestutzt? „Übi Petrus, ibi Ecclesia“
Vielleicht nicht völlig recht? Klarstellungen 1. Es wird kein Misstrauen in die Herzen der Gläubigen
gesät. 2. Geht in keine Schändung! 3. Feinde? Die Gläubigen die nicht der wahren Messe beiwohnen sind
keine Feinde, Diese sind unsere Brüder und Schwestern im Herrn. Es gilt hier, sie vom Irrtum abzubringen
und auf den rechten Weg zu geleiten. Der wahre Feind der Kirche und der Priesterbruderschaft ist der Fürst
dieser Welt mit all seinen Prinzipien: Liberalismus, Modernismus, Kollegialismus, Ökumenismus, Religionsfreiheit…4.
Zur Exkommunikation: Von Rom selber bestätigt, dass keine vorliegt bzw. vorlag. Doch leider sehen es
einige möchtegern Konservative + Modernisten nicht gerne, und wollen es auch nicht wahrhaben, denn dann
müssten Sie sich ja bekehren! „Oh wie schön einfach ist es doch, seinen eigenen Glauben zu leben“ ob
er der Wahrheit entspricht spielt keine Rolle mehr. Hauptsache ist, dass die Mehrheit es glaubt. 5. Die
Angelegenheit der Priesterbruderschaft St. Pius X ist eine innerkirchliche Angelegenheit. Sie befindet
sich im Kreise der rk Kirche! PII
an ottaviani Selbst unter Wahrung seiner Position der Nichtexist. der Exkomm. könnte Ex. Fellay den erwähnten
Brief schreiben mit der Bitte diese Behauptung möge nicht länger erhoben werden. Anscheinend ist ihm
diese Gemeinschaft aber schnurz. Die Gutwilligkeit die nun wohl bei BenediktXVI. doch vorhanden ist, ist
bei den Piusbrüdern nicht zu finden. Die Oppositionshaltung ist immanent und um kein Deut besser als
bei den Modernisten. Man darf nur in GENAU den Punkten ungehorsam sein wo es gilt gegenüber einem objetiv
höheren Gut gehorsam zu sein. Die FSSPX nimmt jedoch eine angebliche Berechtigung in einem (oder vielleicht
einigen wenigen) Einzelpunkt zum Anlaß eine umfassende Gehorsamsverweigerung zu üben. Es geht nämlich
hierbei um die Anerkennung der päpstlichen Jurisdiktion und nicht um angebliche oder tatsächliche Häresien
und deren Ablehung. Und warum Eile? Das Dilemma geht nun schon fast 40 Jahre, da ist es längst Zeit für
eine Lösung. Aus Ihrer Aussage spricht Ignoranz gegenüber Ihrer eigenen Lage der Absonderung von der
Mutter Kirche. Wenn der linke Rand wegbräche, dann wäre das wohl kein Problem und kein Grund den Lefebvrianer
entgegen zu kommen. Aber vielleicht sind die Kräfteverhältnisse immerhin soweit gebessert, daß eine
Lösung nicht mehr verhindert werden kann. Viele (auch ich) dachten ja auch vor dem Konklave, daß es
eine Sperrminorität gegen Card. Ratzinger gäbe.
#10 Tridentinus 13:05:06 | Montag, 6. Februar 2006
Kein partikuläres Charisma Die mit dem Indult vorgezeichnete Lösung des Konfliktes ist keine. Auch eine
unumschränkte Anwendbarkeit eines solchen Indultes wäre dies nicht. In jedem Fall wäre liturgische
und theologische Traditionstreue nur so etwas wie ein Charisma. Tatsächlich musz sie jedoch wieder ein
indispensabeles Kriterium der Katholizität jedes Gliedes der Gesamtkirche und aller ihrer Institutionen
werden. Und in diesem Sinne ist wahrlich Geduld notwendig und notwendend im Sinne einer Con-version.
an PetrusII Die FSSPX hat eben nicht „völlig“ recht, sondern nur in gewissen Punkten. Hinzukommt noch,
daß dort statt ein Grundvertrauen ein Grundmißtrauen in die Herzen der Gläugiben gesät wird. Zum Beispiel:
„Geht zu keiner Messe die nicht von einem FSSPX-Priester gefeiert wird.“ Man stellt sich selbst außerhalb
der Gemeinschaft auch all derer die um die Bewahrung des Glaubens kämpfen – wenn auch nicht so polterhaft –
und die auch den alten Ritus feiern. Vielleicht weil man sonst fürchtet das die Predigten häretisch
sind? Oder weil dann das Feindbild nciht aufrecht erhalten bleibt? Man braucht das Feindbild. Auch die
Petrusbr. müssen zu Feinden gestempelt werden, sonst könnte die Gruppenidentität verloren gehen. Wie
ich aber schon sagte, kann man auch außerhalb der FSSPX selig werden. Nicht ganz geschickt ist die Behauptung
es existiere keine Exkommunikation für die Weihbischöfe. (Eine Exkomm. für die GesamtFSSPX gibt allerdings
wirklich nicht.) Jesus sprach zu Petrus:„Was Du auf Erden lösen wirst wird gelöst sein, was Du auf Erden
binden wirst wird gebunden sein.“ Exellenz spricht:“ Ich bin nicht exkommuniziert“ und ein kleines Kind
hält sich die Augen zu und sagt:„Du siehst mich nicht.“ Es stellt sich tatsächlich die Frage nach der
Rückkehrökumene: Die Glieder die sich getrennt haben müssen organisatorisch zurückkehren, egal ob
sie nun Lutheraner oder Lefebvrianer sind.
Falsche Maßstäbe Man könnte fast meinen, die „Lefebvrianer“ seien davon überzeugt, „quod Ecclesia
Catholica subsistit in communitate Lefebvriana“! Wo aber bleibt die notwendige Einheit mit Petrus?
klare worte gottseidank ja vielleicht muß wirklich die amtskirche kaputtgehn jedenfalls die Prieserbruderschaft
hat sich nicht verändert So kann ex fellay nicht um aufhebung der eykomunikation bitten diese selbige
wurde ja nie anerkannt eine frage die es lohnt hier anzusprechen: warum plötzklich diese eile hat man
in Rom angst daß der linke Rand wegbricht
Ecclesia invisibilis „Ein normales katholisches Leben ist heute in der Kirche nicht möglich.“ Es sei
seit dem Konzil unmöglich geworden. Womit also behauptet wäre, in der „amtlichen Kirche“ gebe es kein
normales katholisches Leben mehr. Um dieses zu haben, müsse man aus der sichtbaren Gemeinschaft „sub
Petro“ ausscheren und sich einer Gruppe anschließen, die ihren Anspruch auf Rechtmäßigkeit aus inneren
Gründen („wahrer Glaube, wahre Messe, wahre Sakramente“) herleitet, nicht aber durch ihre Verbundenheit
mit dem Haupt (Christus, repräsentiert im sichtbaren Oberhaupt, dem Papst) erweisen kann, wie es die
traditionelle Lehre fordert. Bischof Fellay wird, wie wir es nicht nur aus seinen deutschen, sondern auch
aus den französischen Ansprachen kennen, lange um diese Worte gerungen haben. Aber offensichtlich sind
sie ihm ernst: „Wir wollen katholisch bleiben. Deshalb muß Rom es ermöglichen, katholisch zu bleiben.“
Fragt sich, wie Rom, das doch ein katholisches Leben verunmöglicht, dennoch ein solches ermöglichen
kann, ja „muß“. Einmal abgesehen von allen logischen Widersprüchlichkeiten, bleibt immerhin die Feststellung,
daß uns hier ein Ableger der Idee von der „Ecclesia invisibilis“ und der „Kirche der Reinen“ begegnet.
Für die Erforscher der von manchen Historikern als „Ur-Häresie“ bezeichneten Lehre ein gewiß interessantes
Forschungsobjekt. Für den gläubigen Katholiken hingegen ein Anlaß für schmerzliches Bittgebet.
Katholisch bleiben So wie die Petrusbruderschaft? Es geht hier nicht um eine Gruppe, die halt katholisch
sein will. Es geht hier um die ganze kath. Kirche. Was nützt einem eine Gruppe, die in Ihrem Umfeld katholisch
zu sein glaubt, aber nichts gegen die Missstände sagt und tut. Ist das katholisch? Wie können die Früchte
gut sein, wenn der Stock schlecht bzw. angefault ist? Ja so wie heute Obst und Gemüse nur für das Auge
haltbar gemacht werden, so scheint es mit der jetzigen Situation in der Kirche genauso zu sein. Hauptsache
es sieht alles schön und harmonisch aus. Rom muss zum katholischen Glauben zurück finden. Die Priesterbruderschaft
St. Pius X hat völlig recht.
@FSSPX Mir kommt es so vor, als wenn die FSSPX nicht die Versöhnung mit Rom möchte, sondern dasss sich
die Römisch-katholische Kirche unter den Primat der Piusbruderschaft stellen soll. Ich verstehe viele
Anliegen der Piusbruderschaft, doch manchmal habe ich das Gefühl, dass es manchen von ihnen weniger um
die Sache geht, als vielmehr um eigene Machtdünkel.
Kaffeesudleser und die Karawane der Tradition Wie schon wiederholt ausgeführt, hier nunmehr offiziell:
Die Piusbruderschaft fordere, daß diese tödlichen Prinzipien – Liberalismus, Modernismus, Kollegialismus,
Ökumenismus, Religionsfreiheit -ausgelöscht würden. Doch diese Prinzipen seien selbst vom Papst wiederholt
worden. Ein weiter Weg – nochmals 40 Jahre durch die Wüste? Das geht nämlich direkt gegen V2. Einfach
unbelehrbar, diese „Pius-X-Extrem-Fanaten“, „Katholiken, die mit fanatisierten Moslems mehr Ähnlichkeit
haben“, „Klerikofaschisten“, „Fanatiker“ etc. Die Grundfragen bleiben. Die V2-Hunde-bellen. Die Karawane
der Tradition zieht unbeirrt weiter. So schaut es in Wahrheit aus. Alles Spekulationen über verschieden
Haltungen und Spaltungen innerhalb der FSSPX lösen sich wie der Morgendunst im Sonnenschein als eitel,
nichtig und nutzlos auf…
Verständnisfrage „Deshalb muß Rom es ermöglichen, katholisch zubleiben.“ Wie ist das gemeint ? Kann
man innerhalb der disziplinären Kirchenordnung – so wie die Petruspriester – nicht katholisch bleiben ?
Nicht, daß ich kein Verständnis für die Bedenken gegen die aktuellen kirchlichen Strukturen habe –
jetzt hält die Laienpredigt selbst in unserer bisher konservativ geführten Dorfkirche Einzug, HILFE
!!! Aber wäre eine Prälatur mit Autonomierechten (wie beim Opus Dei realisiert) keine Möglichkeit -INNERHALB
DER GEHORSAMSSTRUKTUR GEGENÜBER DEM PAPST – „katholisch zu bleiben“? Ich verstehe das ehrlich (!) nicht …
Ich wiederhole: muß denn erst die ganze „Amtskirche“ restlos kaputtgehen, bis man dem Papst zu Hilfe
eilt ? Was für eine Tragik.