08:00:02 | Dienstag, 7. Februar 2006
Jackson vertont den Papst + Tief gesunken + Konkordat stürzt Slowakei in die Krise + Das christliche Vorbild + Zu liberal
Jackson vertont den PapstItalien. Es gibt angeblich Pläne, den skandalumwitterten Popstar Michael Jackson
mit der Vertonung von Gebetstexten von Papst Johannes Paul II. zu beschäftigten. Jackson stammt aus einer
Familie von Zeugen Jehovas. Der Erlös aus den Plattenverkäufen würde laut italienischen Medienberichten
einem wohltätigen Zweck dienen. Der Leiter des katholischen Musikherausgebers ‘Edizioni Musicali Terzo
Millennio’, der Paulinerpater Giuseppe Moscati, soll entsprechende Pläne bestätigt haben: „Wir wurden
von Leuten aus Jacksons Umfeld kontaktiert.“ Gegenwärtig denke man über das Angebot nach.
Tief gesunken
Südkorea. Der
als Betrüger entlarvte südkoreanische Biotechniker Hwang Woo Suk hat gestanden, Forschungsgelder
zur Bestechung – er selbst spricht von „Spenden“ – an Politiker abgezweigt zu haben. Hwang hat laut einem
am Montag veröffentlichten Bericht eines staatlichen Untersuchungsausschusses zugegeben, von umgerechnet
33 Millionen Euro Fördermittel 5,3 Millionen zum Teil in bar an Politiker bezahlt zu haben. Der Untersuchungsausschuß
kündigte an, die Staatsanwaltschaft wegen Verdacht auf Unterschlagung einzuschalten.
Konkordat stürzt
Slowakei in die KriseSlowakei. Gestern ist in der Slowakei die Koalition zwischen der ‘Christdemokratischen
Bewegung’ und der ‘Slowakischen Demokratischen und Christlichen Union’ zerbrochen. Grund dafür ist ein
Streit um das Konkordat mit dem Vatikan. Der bisherige Vertragstext sieht vor, daß katholische Ärzte
und Krankenschwestern das Recht haben, Kinderabtreibungen und die Verschreibung von chemischen Präparaten
zur Kinderverhütung zu verweigern. Die ‘Union’ wehrt sich dagegen, Katholiken Rechte einzuräumen, die
nicht automatisch auch für Nichtkatholiken gelten würden. Deshalb teilte der Vorsitzende der ‘Christdemokratischen
Bewegung’ – der das Konkordat gutheißt – mit, die Koalition zu verlassen. Vermutlich stehen schon bald
Neuwahlen bevor.
Das christliche VorbildDeutschland. Die muslimische Weltöffentlichkeit – oder das,
was man davon in den Medien präsentiert bekomme – mache sich mit ihren „völlig überzogenen Reaktionen“
auf die Karikaturen in der dänischen Zeitung ‘Jyllands-Posten’ lächerlich. Das erklärte kürzlich ein
Leserbrief in der liberalen Berliner ‘Tageszeitung’: „Ich habe auch schon ähnliche ‘Entgleisungen’ gesehen,
in denen Jesus oder der christliche Glaube verunglimpft wurden, habe aber noch nie davon gehört, daß
der Papst politische Konsequenzen gefordert oder die ‘Bestrafung’ der Verantwortlichen verlangt hätte.“
Zu liberal„Im Jahr 1968, als Ratzingers Kassenschlager ‘Einführung ins Christentum’ erschien, galt
das Buch immerhin als liberal genug, um von Kardinal Stefan Wyszynski in der Erzdiözese Warschau verboten
zu werden.“
Aus einem Artikel in ‘The New York Review of Books’ vom 26. April 2001
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#10
Pius X. 00:05:35 | Samstag, 11. Februar 2006
#9
DemonDeLuxe † 23:58:36 | Mittwoch, 8. Februar 2006
#8
Beatrix 23:45:19 | Mittwoch, 8. Februar 2006
#7
Pius X. 23:18:31 | Mittwoch, 8. Februar 2006
#6
Brigitte Bussmann 09:06:57 | Mittwoch, 8. Februar 2006
#5
Thaddäus 07:45:30 | Mittwoch, 8. Februar 2006
#4
Beatrix 17:11:43 | Dienstag, 7. Februar 2006
#3
Elendester Sünder 14:08:57 | Dienstag, 7. Februar 2006
#2
Agiafortuni 13:20:31 | Dienstag, 7. Februar 2006
#1
Benedikt78 09:04:52 | Dienstag, 7. Februar 2006