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Dienstag, 7. Februar 2006 13:39
Der Kardinal holte sich den anglikanischen Segen
Kurienkardinal Walter Kasper erhielt kürzlich bei einem Ökumenismusseminar in Großbritannien ein Ehrendoktorat. Die Teilnehmer erlebten bei der Zusammenkunft bewegende Liturgien.
Kurienkardinal Walter Kasper
Kurienkardinal Walter Kasper
(kreuz.net, Durham) Vom 12. bis 16. Januar fand in Durham im Norden Englands eine fünftägige ökumenische Versammlung statt. John Allen, der Korrespondent der US-Wochenzeitung ‘National Catholic Reporter’, nahm daran teil.

Zu diesem Treffen im örtlichen katholischen Priesterseminar trafen sich wichtige Vertreter verschiedener Konfessionen.

Die Zusammenkunft begann mit der Verleihung eines Ehrendoktorates der Universität Durham an den Präsidenten des vatikanischen Einheitsrates, Walter Kardinal Kasper.

Am zweiten Tag hielt der Kardinal eine Rede über den Ökumenismus. Dabei erklärte er, daß die lehramtlichen Probleme, welche die Konfessionen seit Jahrhunderte gespalten haben, fast gelöst seien. Dagegen scheine die christliche Einheit in moralischen Fragen gespaltener denn je.

Viele Christen seien über die unterschiedlichen Ansichten der kirchlichen Gemeinschaften zu moraltheologischen Fragen – Sodomie, Kinderabtreibung oder Hilflosentötung – verwirrt:

„Ich bin sehr traurig, daß wir in diesen Angelegenheiten nicht mit geeinter Stimme sprechen können“, so der Kardinal.

Solche ethische Fragen befänden sich „nicht an der Spitze der Hierarchie der Wahrheiten“ – wie der Glaube an Christus als Erlöser. Sie seien aber emotional geladen und wirkten deshalb spaltend.

John Allen schreibt in seinem Artikel über das Treffen, daß der Anlaß im wesentlichen von sogenannt liberalen Kräften dominiert worden sei. Beispielsweise hätten Vortragende die Interkommunion, die Abschaffung des „römischen Zentralismus“ und Reformen des Papsttums gefordert.

Allen berichtet auch von mehreren „bewegenden Liturgien“ während des Seminars.

So wurde der Eröffnungsgottesdienst am 12. Januar als anglikanische Abendmahlsfeier gehalten. Der anglikanische Bischof von Durham, Nicholas Thomas Wright, leitete die Zeremonie.

Bei der Austeilung des anglikanischen Abendmahls habe sich Kardinal Kasper in die Reihe der Kommunikanten gestellt, um vom Vorsteher des Gottesdienstes einen Segen zu erhalten.

Der Symbolismus dieser Geste habe – so Allen – die Phantasie beflügelt.

In einem ähnlichen Geist habe der katholische Bischof von Hexham and Newcastle in Nordengland, Mons. Kevin Dunn (55), den anglikanischen Bischof Wright eingeladen, während der Messe am 14. Januar zu predigen.

Das katholische Kirchenrecht verbietet die Predigt von Laien während der Messe. Schon 1896 erklärte Papst Leo XIII. in seiner Bulle ‘Apostolicae Curae’, daß die anglikanischen Weihen „ganz und gar leer und ungültig“ sind.

In derselben Messe betete der katholische Bischof auch zusammen mit dem anglikanischen Vertreter vor der Kommunionspendung.

John Allen mißt in seinem Artikel dem „brüderlichen Austausch“ zwischen Katholiken und Anglikanern eine besondere Bedeutung bei, da deren Beziehungen gegenwärtig gespannt seien.

Grund dafür ist die Haltung der Anglikaner zum Homo-Konkubinat, zur Frauenordination und zur Ordination von radikalen Sodomisten zu anglikanischen Priestern und Bischöfen.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 20 Lesermeinungen:
Donnerstag, 9. Februar 2006 13:41
Agiafortuni: Kasper: ein Aergernis
Dank Kasper und seinem Institut kommt es so weit, dass in Verona der Bischof den Luthaner eine alte Kirche überlassen will, in Köln Kardinal Meissner es vorzieht ein Kloster in ein Wellness Zentrum umwandeln zu lassen anstat den Verkauf an die Piusbruderschaft – die es immerhin zur Feier der heiligen Messe benützt hätte – zu genehmigen. Der Bischof von Basel schweigt, wenn eine Kirche in Luzern durch ein oekumenischen Gottesdienst anlässlich der Gay Parade profaniert verbietet aber gleichzeitig der Piusbruderschaft – die wohl gesagt als einzige katholische Gruppe gegen den Frevel von Luzern ihre Stimme erhoben hat und dazu noch in Uebereinstimmung mit den Anweisungen Benedikt XVI – in Sankt Urban eine katholische Messe zu feiern. In Basel sorgt die sogenannte katholische Erwachsenenbildung dafür, dass ein von Kardinal Ratzinger suspendierter Priester eine Lehrstelle für katholische Theologie erhält. Ich frage mich bloss, will Benedikt XVI damit fortfahren, dass letzte Konzil, auf die sich alle in Frage kommenden Personen berufen, ein neues Pfingsten zu nennen.
Donnerstag, 9. Februar 2006 06:47
FioreGraz: @Athanasius
Wissen Sie es vielleicht wieder besser, jeder Katholik aber weiss und muss mit Sicherheit daran halten, dass die Anglikanische „Kirche“ eine Versammlung reiner Laien ist i.Gs. zu etwa der russisch-orthodoxen Gemeinschaft.

Jeder Katholik der glaubt das der Ritus eine magische Praxis ist und Gott dazu zwingt etwas zu tun…Andere Katholiken wiederum wissen das man so etwas Götzendienst im katholischen Mäntelchen nennt.

LG
Fiore
Mittwoch, 8. Februar 2006 19:36
Athanasius: @FioreGraz
Der Anglikanische Ritus von 1662 die bis 1979 universell von den Anglikanern verwendet wurde, ist nach S.H. Papst Leo XIII. in sich ungültig da mit nichtkatholischer sakramentaler Auffassung verfasst únd in der Form nicht katholisch. Man erwähnt nicht die Gnade die vermittelt wird. „Summus sacerdos“ oder „ministerii tui summam“ ist absolut erforderlich.

Wissen Sie es vielleicht wieder besser, jeder Katholik aber weiss und muss mit Sicherheit daran halten, dass die Anglikanische „Kirche“ eine Versammlung reiner Laien ist i.Gs. zu etwa der russisch-orthodoxen Gemeinschaft.
Mittwoch, 8. Februar 2006 16:32
joergx2000: Kasper: ein Riesen-Aergernis
Also der Gipfel der Lüge ist, das die Probleme zwischen den Konfessionen fast gelöst seinen…außer in Moralischen Fragen. Dabei existiert doch keine Moral ohne die Säule des Glaubens.

Appropos Exkommunikation:hat nicht bereits Papst Pius X
in seiner Enzyklika Pacsendi die Kirchenspaltung zwischen
Modernisten und Traditionalisten erkannt und die Anhänger der Französischen Revolution auch im Episkopat bereits vorab exkommuniziert ? Demnach wäre der Walter Kasper und Konsorten auch einer von diesen. Bitte um Korrektur falls ich diese Aussage von Erzbischof Lefebvre in seinem Vortrag am 30.6.1989 verkehrt gelesen habe.
( aus seinem Buch „Damit die Krche fortbestehe“ )
Aber nicht erst seit der Privatoffenbarung von Schwester Maria Cornelia Holewick wissen wir :

Die Hölle schwebt unter ihren Füssen…
Mittwoch, 8. Februar 2006 11:44
clemens: @chancel_screen
Grüß Gott, freut mich, dass sie wieder da sind.

Für alle zur Erinnerung:
Der letzte Heilige, der dieser Entwicklung entgegen trat, Erzbischof Marcel Lefebvre, wurde bekanntlich exkommuniziert.
Mittwoch, 8. Februar 2006 10:59
Agiafortuni: Kasper: ein Aergernis
Selbstverständlich ist Kasper ein Aergernis wie übrigens das ganze Sekretariat dessen Gründer Kardinal Bea war
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