Ökumene
Der Kardinal holte sich den anglikanischen Segen
Kurienkardinal Walter Kasper erhielt kürzlich bei einem Ökumenismusseminar in Großbritannien ein Ehrendoktorat. Die Teilnehmer erlebten bei der Zusammenkunft bewegende Liturgien.
(kreuz.net, Durham) Vom 12. bis 16. Januar fand in Durham im Norden Englands eine fünftägige ökumenische Versammlung statt. John Allen, der Korrespondent der US-Wochenzeitung ‘National Catholic Reporter’, nahm daran teil.

Zu diesem Treffen im örtlichen katholischen Priesterseminar trafen sich wichtige Vertreter verschiedener Konfessionen.

Die Zusammenkunft begann mit der Verleihung eines Ehrendoktorates der Universität Durham an den Präsidenten des vatikanischen Einheitsrates, Walter Kardinal Kasper.

Am zweiten Tag hielt der Kardinal eine Rede über den Ökumenismus. Dabei erklärte er, daß die lehramtlichen Probleme, welche die Konfessionen seit Jahrhunderte gespalten haben, fast gelöst seien. Dagegen scheine die christliche Einheit in moralischen Fragen gespaltener denn je.

Viele Christen seien über die unterschiedlichen Ansichten der kirchlichen Gemeinschaften zu moraltheologischen Fragen – Sodomie, Kinderabtreibung oder Hilflosentötung – verwirrt:

„Ich bin sehr traurig, daß wir in diesen Angelegenheiten nicht mit geeinter Stimme sprechen können“, so der Kardinal.

Solche ethische Fragen befänden sich „nicht an der Spitze der Hierarchie der Wahrheiten“ – wie der Glaube an Christus als Erlöser. Sie seien aber emotional geladen und wirkten deshalb spaltend.

John Allen schreibt in seinem Artikel über das Treffen, daß der Anlaß im wesentlichen von sogenannt liberalen Kräften dominiert worden sei. Beispielsweise hätten Vortragende die Interkommunion, die Abschaffung des „römischen Zentralismus“ und Reformen des Papsttums gefordert.

Allen berichtet auch von mehreren „bewegenden Liturgien“ während des Seminars.

So wurde der Eröffnungsgottesdienst am 12. Januar als anglikanische Abendmahlsfeier gehalten. Der anglikanische Bischof von Durham, Nicholas Thomas Wright, leitete die Zeremonie.

Bei der Austeilung des anglikanischen Abendmahls habe sich Kardinal Kasper in die Reihe der Kommunikanten gestellt, um vom Vorsteher des Gottesdienstes einen Segen zu erhalten.

Der Symbolismus dieser Geste habe – so Allen – die Phantasie beflügelt.

In einem ähnlichen Geist habe der katholische Bischof von Hexham and Newcastle in Nordengland, Mons. Kevin Dunn (55), den anglikanischen Bischof Wright eingeladen, während der Messe am 14. Januar zu predigen.

Das katholische Kirchenrecht verbietet die Predigt von Laien während der Messe. Schon 1896 erklärte Papst Leo XIII. in seiner Bulle ‘Apostolicae Curae’, daß die anglikanischen Weihen „ganz und gar leer und ungültig“ sind.

In derselben Messe betete der katholische Bischof auch zusammen mit dem anglikanischen Vertreter vor der Kommunionspendung.

John Allen mißt in seinem Artikel dem „brüderlichen Austausch“ zwischen Katholiken und Anglikanern eine besondere Bedeutung bei, da deren Beziehungen gegenwärtig gespannt seien.

Grund dafür ist die Haltung der Anglikaner zum Homo-Konkubinat, zur Frauenordination und zur Ordination von radikalen Sodomisten zu anglikanischen Priestern und Bischöfen.
      
20 Lesermeinungen
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#20   Agiafortuni   13:41:28 | Donnerstag, 9. Februar 2006
Kasper: ein Aergernis
Dank Kasper und seinem Institut kommt es so weit, dass in Verona der Bischof den Luthaner eine alte Kirche überlassen will, in Köln Kardinal Meissner es vorzieht ein Kloster in ein Wellness Zentrum umwandeln zu lassen anstat den Verkauf an die Piusbruderschaft – die es immerhin zur Feier der heiligen Messe benützt hätte – zu genehmigen. Der Bischof von Basel schweigt, wenn eine Kirche in Luzern durch ein oekumenischen Gottesdienst anlässlich der Gay Parade profaniert verbietet aber gleichzeitig der Piusbruderschaft – die wohl gesagt als einzige katholische Gruppe gegen den Frevel von Luzern ihre Stimme erhoben hat und dazu noch in Uebereinstimmung mit den Anweisungen Benedikt XVI – in Sankt Urban eine katholische Messe zu feiern. In Basel sorgt die sogenannte katholische Erwachsenenbildung dafür, dass ein von Kardinal Ratzinger suspendierter Priester eine Lehrstelle für katholische Theologie erhält. Ich frage mich bloss, will Benedikt XVI damit fortfahren, dass letzte Konzil, auf die sich alle in Frage kommenden Personen berufen, ein neues Pfingsten zu nennen.
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#19   FioreGraz   06:47:31 | Donnerstag, 9. Februar 2006
@Athanasius
Wissen Sie es vielleicht wieder besser, jeder Katholik aber weiss und muss mit Sicherheit daran halten, dass die Anglikanische „Kirche“ eine Versammlung reiner Laien ist i.Gs. zu etwa der russisch-orthodoxen Gemeinschaft.
Jeder Katholik der glaubt das der Ritus eine magische Praxis ist und Gott dazu zwingt etwas zu tun…Andere Katholiken wiederum wissen das man so etwas Götzendienst im katholischen Mäntelchen nennt.
LG
Fiore
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#18   Athanasius   19:36:56 | Mittwoch, 8. Februar 2006
@FioreGraz
Der Anglikanische Ritus von 1662 die bis 1979 universell von den Anglikanern verwendet wurde, ist nach S.H. Papst Leo XIII. in sich ungültig da mit nichtkatholischer sakramentaler Auffassung verfasst únd in der Form nicht katholisch. Man erwähnt nicht die Gnade die vermittelt wird. „Summus sacerdos“ oder „ministerii tui summam“ ist absolut erforderlich.
Wissen Sie es vielleicht wieder besser, jeder Katholik aber weiss und muss mit Sicherheit daran halten, dass die Anglikanische „Kirche“ eine Versammlung reiner Laien ist i.Gs. zu etwa der russisch-orthodoxen Gemeinschaft.
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#17   joergx2000   16:32:44 | Mittwoch, 8. Februar 2006
Kasper: ein Riesen-Aergernis
Also der Gipfel der Lüge ist, das die Probleme zwischen den Konfessionen fast gelöst seinen…außer in Moralischen Fragen. Dabei existiert doch keine Moral ohne die Säule des Glaubens.
Appropos Exkommunikation:hat nicht bereits Papst Pius X
in seiner Enzyklika Pacsendi die Kirchenspaltung zwischen
Modernisten und Traditionalisten erkannt und die Anhänger der Französischen Revolution auch im Episkopat bereits vorab exkommuniziert ? Demnach wäre der Walter Kasper und Konsorten auch einer von diesen. Bitte um Korrektur falls ich diese Aussage von Erzbischof Lefebvre in seinem Vortrag am 30.6.1989 verkehrt gelesen habe.
( aus seinem Buch „Damit die Krche fortbestehe“ )
Aber nicht erst seit der Privatoffenbarung von Schwester Maria Cornelia Holewick wissen wir :
Die Hölle schwebt unter ihren Füssen…
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#16   clemens   11:44:31 | Mittwoch, 8. Februar 2006
@chancel_screen
Grüß Gott, freut mich, dass sie wieder da sind.
Für alle zur Erinnerung:
Der letzte Heilige, der dieser Entwicklung entgegen trat, Erzbischof Marcel Lefebvre, wurde bekanntlich exkommuniziert.
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#15   Agiafortuni   10:59:34 | Mittwoch, 8. Februar 2006
Kasper: ein Aergernis
Selbstverständlich ist Kasper ein Aergernis wie übrigens das ganze Sekretariat dessen Gründer Kardinal Bea war
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#14   Clemens II   10:08:02 | Mittwoch, 8. Februar 2006
Öffentliches Ärgernis
Die Aussage eine Übereinkunft in lehramtlichen Fragen sei beinahe abgeschlossen und nur noch moraltheologische Fragen seien zu diskutieren, vermittelt zunehmend den Eindruck: Kann man Kasper noch als „Glaubenswächter“ des Hl. katholischen Glaubens bezeichnen? Wohl kaum. Man lügt sich weiterhin in die Tasche und schiegelt nach einer selbstgezimmerten Einheit ohne Fundament.
Solche Aktionen ist man von Kasper schon gewöhnt. Schlimmer noch zählt, daß er ein öffentliches Ärgernis gibt, daß nicht nur ihn sondern auch andere zur Sünde verführt.
Für mich zeigt am Beispiel Kaspers der Zusammenbruch des Glaubens am besten.
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#13   FioreGraz   07:35:04 | Mittwoch, 8. Februar 2006
@Athanasius
Ein Ritus kan niemals wegen der Form ungültig sein da unterstellen sie Leo einen Traditionsbruch wenn sie ihn so interpretieren, erst wenn die wesentlichen Elemente fehlen oder falsch sind ist er ungültig (Vollmacht der Kirche bez. Sakramente 21. Sitzung des Konzils von Trient) und die wurden ja wieder angepasst um die Gültigkeit zu gewährleisten.
LG
Fiore
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#12   Agiafortuni   05:47:24 | Mittwoch, 8. Februar 2006
Athanasius
Es war der grosse Frevler Paul VI, der als erster die von seinem Vorgänger Leo XIII hinsichtlich anglikanischer Weihen aufgestellten Bestimmungen missachtete und zusammen mit dem Erzbischof von Canterbury in Sankt Paul ausser den Mauern auftrat und die dort versammelten Gläubigen segnete. Ein für rechtgläubige unerträglicher Anblick. In seinem Souren wanderte Karol Woytila und heute ist Kardinal Kasper an der Reihe. Daran kann man erkennen, dass die über die Piusbruder-schaft verhängte Exkommujnikation nichts anderes als eine Farce ist.
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#11   Alfredo Ottaviani   00:58:34 | Mittwoch, 8. Februar 2006
@Ottaviani: Notwendigkeit der Priesterweihe vor der Bischofsweihe
Nach der Lehre der Kirche verleiht die Bischofsweihe die „Fülle des Priestertums“. Daher ist die vorherige Priesterweihe zwar kirchenrechtlich zwingend vorgeschrieben, aber zur Gültigkeit der Bischofsweihe nicht notwendig, da diese ja die Fülle des Amtes verleiht.
Der Herr hat die Apostel ja auch nicht erst zu Diakonen, dann zu Priestern und erst dann zu Bischöfen geweiht – nein, er hat ihnen direkt die Fülle des Amtes verliehen!
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#10   Athanasius   18:46:05 | Dienstag, 7. Februar 2006
Altkatholiken machen’s gültig?
Wohl nicht, denn Papst Leo XIII. hat eindeutig festgestellt, dass der anglikanische „Weihe“-Ritus in se (an sich and für sich) als ungültig anzusehen ist. Deswegen ist es egal ob ein Altkatholik mit-„konsekriert“, denn die Weihen der Anglikaner sind in sich ungültig. Ein gültiger Bischof der einen ungültigen Ritus verwendet, weiht absolut nicht gültig. Noch mal abgesehen von der bereits erwähnten Tatsache, dass die „Priester“ die „konsekriert“ werden keine reellen Priester sind.
Also niemals, sind die heutigen Anglikaner gültig geweiht, schon sicherlich nicht zweifelsfrei. Sogar wann man heute bei denen die Weihe einigermassen angepasst hat, ist es zweifelhaft. Und ein zweifelhaftes „Sakrament“ ist ja gar kein gültiges Sakrament.
Basta.
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#9   FioreGraz   16:11:02 | Dienstag, 7. Februar 2006
Mitkons.
Die Mitkons. werden ja auch deshalb zur „Sicherheit“ bei der katholischen Weihe vorgeschrieben, nicht weils so schön ist sondern das die Bischofsweihe zweifelsfrei gültig ist.
Zum Priester vor Bischofsweihe, Kirchenrechtlich ja für die erlaubtheit, für die Gültigkeit … würde mal sagen nein, liegt nicht in der Tradition.
LG
Fiore
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#8   ottaviani   15:58:38 | Dienstag, 7. Februar 2006
Mitkonsekratoren
allerdings ersetzt eine konsekration nicht eine fehlende Priesterweihe somit kommt bei keinem anglikaner eine gültige konsekration zustande da wir ja keine priester vor uns haben eine andere frage ist auch ob die reformierte altkatholische weiheliturgie einen ritus hat der frei von dekekten ist sowohl im zuge der priester und bischofsweihe
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#7   Rudolphus   15:53:12 | Dienstag, 7. Februar 2006
@FioreGraz: Der Hauptkonsekrator …
… wird aber wohl doch der Laie mit dem Titel „Erzbischof“ sein. Oder können Mitkonsekratoren eine Weihe gültig machen?
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#6   chancel_screen   15:48:44 | Dienstag, 7. Februar 2006
@Rudolphus: unten schlimmer als oben / kein Heiliger in sicht
Stimmt genau. Das innerkirchliche Bildungsbürgertum, das nur Zersetzung und wertfreien Pluralisums gelernt hat und verbreitet, ist letzlich das größere Problem. Solchen Leuten ist selbst Kasper nicht reformfreudig genug – er dackelt ihnen nur hinterher.
Der letzte Heilige, der dieser Entwicklung entgegen trat, Erzbischof Marcel Lefebvre, wurde bekanntlich exkommuniziert.
Als Kind habe ich täglich für die Rückkehr Englands zum Glauben gebetet; jetzt bete ich für die Rückkehr der Kardinäle zum Glauben!
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#5   FioreGraz   15:42:34 | Dienstag, 7. Februar 2006
Sukzession
Nachdem die Utrechter, besonders die Altkatholiken noch in der Sukzession stehen und die Anglikaner bei Weihen immer einen Utrechter dabei haben umd dieses Manko wieder zu beseitigen kann man die anglikanischen Bischöfe nicht mehr von vornherein als Laien betrachten.
eine „Neu“-Weihe bei Konvertiten geschieht m.W. heutzutage auch „sub conditione“.
LG
Fiore
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#4   Asteriskus   15:05:46 | Dienstag, 7. Februar 2006
@Athanasius
Vielen Dank für die Hinweise. Ich habe das nicht vergessen. Wie könnte ich das? Ich stimme Ihrem Beitrag völlig zu.
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#3   Rudolphus   14:50:45 | Dienstag, 7. Februar 2006
Problem nun „unten“, weniger „oben“
Die Kirchenkrise, sodaß die Katholiken nicht mehr wissen, an was sie glauben sollen
– weil es auch die Priester nicht mehr wissen oder Irriges lehren – wurde „von oben“ – vom Hl. Stuhl – verursacht und zugelassen;
aber nun ist das Problem „unten“, in fast allen Pfarreien, denn dort findet nicht mehr die Unterweisung im apostolischen, katholischen Glauben statt.
Die heutige Zeit ist in puncto Kirchenkrise sicherlich schlimmer als während der Reformation.
Wann kommen die Heiligen, die die Kirche wieder aufrichten? Sie sind bis jetzt stets in solchen Phasen aufgetreten: St. Athanasius, St. Franz von Assisi, St. Ignatius v. Loyola, St. Petrus Canisius …
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#2   Athanasius   14:31:22 | Dienstag, 7. Februar 2006
Kasperl…
Aber vergiß nicht: es war Johannes-Paul II. der dem Anglikanischen „Erzbischof“ von Canterbury, Rowan Williams, ein Bischofskreuz gab und seinen Ring küsste.
Und in London neben dem „Erzbischof“ als „gleicher“ oder vielleicht „primus inter pares“ kniete, als wäre der anglikanische Mann ein wahrer Hohepriester Jesu Christi.
Und Paul VI. der Anglikaner zur Mitarbeit an der „neuen Messe“ einlud.
Und Benedikt XVI. der sehr oft das interreligiöse Gebet mit Anglikanern gepflegt hat.
Die Skandale sind nicht von Kasper persönlich verursacht. Sie sind so alt wie das II. Vatikanische „Konzil“.
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#1   Asteriskus   14:22:01 | Dienstag, 7. Februar 2006
Angilikanischer Segen…
Meinen Segen hat er auch, dieser „Kasper“.
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