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Ein lebensgroßes Bronzerelief + Karin Struck verstorben + Mutmaßlicher Priester-Mörder gefaßt + Unerwartet ökumenisch + Der nächste Schritt
Ein lebensgroßes Bronzerelief

Deutschland. Der Erzbischof von München und Freising, Friedrich Kardinal Wetter, wird am kommenden Sonntag in der Münchener Frauenkirche bei einem Vespergottesdienst ein lebensgroßes Brustbild aus Bronze von Papst Benedikt XVI. enthüllen. Das Relief will an die Jahre 1977 – 1982 erinnern, als Joseph Kardinal Ratzinger Erzbischof von München und Primas von Bayern war. Das päpstliche Brustbild, das den eintretenden Kirchenbesuchern die Hand zum Segen und Gruße hebt, wird im Eingangsbereich der Kirche aufgestellt.

Karin Struck verstorben

Deutschland. Die deutsche Schriftstellerin Karin Struck ist am Montag nach längerer Krankheit im Alter von 58 Jahren in München gestorben. Das teilte eines ihrer vier Kinder am Dienstag in einer Presseaussendung mit. Frau Struck wird am Freitag auf dem Münchner Waldfriedhof beigesetzt. Die deutsche Medien- und Verlegerwelt hatte ihr nie verziehen, daß aus der linken Aktivistin eine Katholikin und bedeutende und eindringliche Kritikerin der Kinderabtreibung wurde. In ihren letzten Büchern „Blaubarts Schatten“ (1991) und „Ich sehe mein Kind im Traum. Plädoyer gegen die Abtreibung“ (1992) verarbeitete sie ihren Schmerz über die am eigenen Leib erlittene Kinderabtreibung.

Mutmaßlicher Priester-Mörder gefaßt

Türkei. Zwei Tage nach der Ermordung eines italienischer Priesters in der türkischen Stadt Trabzon, ist der mutmaßlicher Täter gefaßt worden. Dies berichtete die Nachrichtenagentur ‘Anadolu’ am gestrigen Dienstag. Beim Mörder handelt es sich um einen 16jährigen, der angab, bei der Tat von den Protesten gegen die Mohammed-Karikaturen beeinflußt gewesen zu sein. Dagegen vermuten italienische Medien, daß der Priester vom organisierten Verbrechen und von Zuhältern verfolgt wurde. Die türkische Regierung wies die Version zurück, wonach die Schüsse im Zusammenhang mit den Mohammed-Karikaturen gefallen seien.

Unerwartet ökumenisch

Kenia. Der Distriktsobere der Piusbruderschaft in Kenia, Pater Nouveau Christophe, traf sich kürzlich mit dem Erzbischof der kenianischen Hauptstadt Nairobi, Mons. Raphael Ndingi Mwana’a Nzeki (74). Dies berichtete der Internet-Nachrichtendienst ‘CWNews’. Pater Christophe erklärte über sein Treffen mit dem Erzbischof: „Er hat uns weder gebeten aufzuhören noch weiterzumachen, aber er drängte uns, gemeinsam zu beten.“ Der Erzbischof hatte die einheimischen Gläubigen zuvor angewiesen, den Messen der Piusbruderschaft nicht beizuwohnen.

Der nächste Schritt

Großbritannien. Gestern begann in London eine Generalsynode der englischen Anglikaner. Dabei geht es vor allem um den nächsten Schritt hin zur Zulassung von Frauen zur anglikanischen Bischofsordination. Seit 1994 wurden bereits rund 400 Anglikanerinnen zu Priesterin ordiniert. Bei der letzten Generalsynode wurde ein Redeverbot über die Bischofsordination von Frauen aufgehoben. Jetzt werden die Teilnehmer darüber abstimmen, ob der Vorschlag weiter vorangetrieben oder vorerst abgewiesen werden soll. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die erste anglikanische Bischöfin in England ihre Funktion aufnehmen wird.
      
3 Lesermeinungen
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#3   Elendester Sünder   16:24:23 | Mittwoch, 8. Februar 2006
Karin Struck
Ich habe sie vor kurzem, als sie durch den Krebs schon bettlägerig geworden war, noch einmal in einem Gespräch auf K-TV gesehen. Sie hat keinen Hehl daraus gemacht, eine große Sünderin gewesen zu sein. Sie hatte z. B. nach eigenen Angaben mehrere Kinder von verschiedenen Männern.
In der Diskussionssendung des NDR damals verteidigte sie das Lebensrecht ungeborener Menschen alleine gegen den Rest der Runde. Nach etwa einer halben Stunde des vergeblichen Bemühens verlor sie die Nerven, warf ein Wasserglas auf eine Gegnerin und verließ die Runde. Es war sicher nicht richtig, beweist aber, daß es ihr ernst war.
Sie war früher eine gefeierte Schriftstellerin. Als sie aber mit ihrem Kampf gegen Kindermord begann, mußte sie erleben, wie es ist, plötzlich ausgegrenzt zu werden. Sie brachte die letzten 15 Jahre in Armut zu. Sie arbeitete unter anderem als Putzfrau und Haushälterin, um ihre Kinder ernähren zu können.
Ich bin sicher, daß es nicht mehr lange dauern wird, bis sie in die ewige Anschauung Gottes gelassen wird.
Reqiem aeternam dona ei, Domine,
et lux perpetua luceat ei.
Requiescat in Pace.
Amen.
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#2   dieter mueller   15:02:02 | Mittwoch, 8. Februar 2006
Karin Struck
Man sollte auch die Schattenseiten dieser Dame nicht
unerwähnt lassen. Auf jeden Fall war ihr Auftritt in einer
NDR-Talkshow kein Ruhmesblatt und hat den Anliegen der
Abtreibungsgegner sicher sehr geschadet.
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#1   Laurentius2   13:49:15 | Mittwoch, 8. Februar 2006
Die Türkische Regierung will katholische Sommergäste !
stellt sich damit in Gegensatz zu Meldungen der liberalen weltlichen Presse, wonach der jugendliche Mörder sich selbst auf die Karrikaturen bezogen haben soll.
Ein mutiger Missionspriester hat mir einmal erzählt, wie er in der Türkei eine Heilige (Feld-)Messe feiern wollte… Das Ende vom Lied waren aufgebrachte Türken, die den Priester mit scharfen Hunden und Flinten (+ Schüssen in die Luft) verjagten. Aber wäre das ganze unter normalen Umständen überhaupt ein Thema in den Medien, geschweige denn Titelschlagzeile ?
Der türkischen Regierung glaube ich im Zweifel nicht. Sie ist sehr daran interessiert, Millionen „katholischer“, gut zahlender Sommergäste nicht zu verlieren …
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