Neues vom Konzilsfrühling
Das Bistum Essen wird gegenwärtig radikal zusammengestrichen. An den Kragen geht es vor allem der Seelsorge. Von V. Lange, Bochum.
(kreuz.net, Essen) Die im Bistum Essen zur Zeit umgesetzten Sparmaßnahmen werden vor allem in der Pastoral
einen radikalen Kahlschlag hinterlassen.Dagegen spürt man in den Verwaltungsräumen des bischöflichen Generalvikariates von den Maßnahmen nur wenig.
Auch das Priesterseminar wird wie bisher weitergeführt. Zur Zeit betreuen dort 9,5 Vollzeitkräfte zwei Alumnen. Es sei eine Anweisung des Bischofs, daß das Seminar in der gegenwärtigen Form geöffnet bleibt. Die Alumnen könnten jedoch sofort nach Münster oder Paderborn in die dortigen Seminare ausweichen – dadurch würde viel Geld gespart.
Die zahlreichen Kirchenschließungen werden vom inzwischen mündig gewordenen Kirchenvolk offenbar auf die leichte Schulter genommen. Der Großteil der gleichgültigen Kirchenbesucher zeigt kein Interesse daran, ihre bedrohten Pfarrkirchen zu verteidigen.
Die Damen und Herren, die Sonntags während der Gottesdienste – früher Heilige Messen genannt – zahlreich im Altarraum herumspazieren und in den Vorständen der Kirchgemeinden wichtige Rollen einnehmen, scheint der klägliche Niedergang nicht sonderlich zu berühren.
Die Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte haben die Hände in den Schoß gelegt. Sie unternehmen überwiegend gar nichts, verweilen in Lethargie und lächeln nur schulterzuckend.
Die Kirchenbesucher sagen über die Pfarrer: „Es ist unserem Pfarrer doch sowieso vollkommen egal – der ist froh, wenn er nichts tun muß!“ – so in St. Pius im Bochumer Ortsteil Wattenscheid – der Gemeinde, der ich statistisch gesehen zugehöre.
Es ist nicht immer leicht, die Logik des von oben durchgeführten Kahlschlags zu verstehen. So stellt man in der Stadt Bochum marode Kirchengebäude aus den 30er Jahren – zum Beispiel die Kirche St. Anna, die aufwendigst mit Millionenaufwand saniert werden muß und zudem aufgrund ihrer Lage im Muslimenviertel des ehemaligen Bochumer Vereins schlechteste Besucherzahlen aufweist – unter Denkmalschutz. Dagegen sollen gut erhaltene und besuchte Kirchen zugesperrt und eventuell sogar abgerissen werden – zum Beispiel das ehemalige Franziskanerkloster oder die Christkönigkirche.
Ich sehe in der bischöflichen Verwaltung ein beachtliches Sparpotential. So stehen Diözesanbischof Mons. Felix Genn mehrere Dienstfahrzeuge zur Verfügung.
Es wäre auch vorbildlich, wenn der Oberhirte mit seinen zwei Weihbischöfen und den Personen des bischöflichen Umfeldes das Bischofspalais räumen und in eines der vielen leerstehenden Pfarrhäuser ziehen und vor Ort das leisten würden, was im Bistum Essen am meisten fehlt und am dringendsten ist: Seelsorge am Menschen, Katechese und Glaubensverkündigung.
Dazu würde auch gehören, täglich und vor Ort in den verwaisten Gemeinden das heilige Meßopfer darzubringen.
Wenn die Prioritäten wieder richtig gesetzt würden, könnte man auch noch einen gesunden 75jährige Priester gebrauchen, der täglich die Messe liest, statt ihn seines Amtes zu entheben, ohne auch nur mit ihm darüber gesprochen zu haben. Besagter Priester wurde unter Androhung rechtlicher Schritte mit einer Frist von acht Wochen aus seinem Pfarrhaus vertrieben, in dem er 28 Jahre gewohnt hatte.
Wer glaubt, daß ein 75jähriger grundsätzlich nicht mehr amtsfähig sei, sollte sich bei Gelegenheit im Vatikan nach dem Alter des gegenwärtigen Papstes erkundigen.
In der Diözese Essen wurde außerdem erst vor kurzem ein 51jähriger Priester im Stadtteil Gelsenkirchen-Buer unweit von Essen in den Zwangsruhestand versetzt. Er hatte u. a. öffentliche Meßnovenen für den Erhalt der Marienkirche Bochum-Mitte zelebriert und im Rahmen der samstäglichen Anbetungsstunde von 16.00 -17.00 Uhr vor dem Allerheiligsten um die Bekehrung des Bischofs und seines Umfeldes gebetet. Da scheint es offensichtlich einen Zusammenhang zu geben.
Ein anderer 48jähriger Priester aus Bochum ist seit drei Jahren Kunde bei der Arbeitsagentur. Er ist offenbar für das Bistum zu fromm. Als er begann, eine Konkurrenz für die Ortsgeistlichen darzustellen, wurde rasch gehandelt. Das Problem liegt offenbar nicht beim Bischof, sondern im unmittelbaren Umfeld von Mons. Genn.
Dem durchschnittlichen – zugegeben – sehr biegsamen Gläubigen in den Kirchenbänken fällt es immer schwerer, an einen Priestermangel zu glauben.
Vielmehr legen die derzeitigen Entwicklungen die Vermutung nahe, daß der Klerus sogar auf die Einführung regelmäßiger dienstfreier Wochenenden hinarbeitet.
Ihm seien 200.000 Christen lieber als 900.000 lauwarme, hat der Bischof von Essen kürzlich vor den Eigenen gesagt. Leider scheint es, daß sich 200.000 ernstzunehmende Christen im Bistum Essen bei weitem nicht mehr finden lassen.
Wäre eine solche Zahl von Christen im Bistum noch vorhanden, müßten Kirchen nicht entweiht werden – denn echte Christen würden um ihre Gotteshäuser kämpfen, sie füllen und sie nicht einfach den Fehlentscheidungen der „Obrigkeit“ überlassen.
Was ist die Alternative zu den Kirchenschließungen? Wir müssen damit beginnen, die Lauen wieder zum Glühen zu bringen. Beginnen könnte man bei den zahlreichen lauwarmen Bischöfen, Priestern und Theologieprofessoren.
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Sonntag, 12. Februar 2006 14:43
Dismas: Dismas: Dr. Peter Enderfers & Benedikt
Aber aber meine Herren – warum regen Sie sich denn so auf – wenn Sie doch angeblich die Wahrheit sagen
!
Empfehle Ihnen für den Bischof und sein direktes Umfeld intensiv zu beten- das Friede in den eigenen Reihen einziehen möge und empfehlen Sie die zahlreichen Karrieredenkenden im GV dem Gebet, besonders dem zum hl. Michael!
Propre est Dominus omnibus invocantibus eum: omnibus, qui invocant eum in veritate.
A M E N !
Empfehle Ihnen für den Bischof und sein direktes Umfeld intensiv zu beten- das Friede in den eigenen Reihen einziehen möge und empfehlen Sie die zahlreichen Karrieredenkenden im GV dem Gebet, besonders dem zum hl. Michael!
Propre est Dominus omnibus invocantibus eum: omnibus, qui invocant eum in veritate.
A M E N !
Freitag, 10. Februar 2006 23:55
Dr. Peter Enderfers: @ Dismas:
Plötzlich ist es nicht mehr der ehemalige Generalvikar der im Priesterseminar wohnt – sondern „ein“ Ehemaliger
!
Und daß, obwohl Sie alle Vorgänger Schümmelfeders für tot erklärt haben. Aber darum ging es ja nicht, sondern darum, daß der Artikel die Lüge verbreitet, „9,5“ Leute kümmerten sich um 2 Alumnen. Das ist entweder nur grob falsch oder dreist erlogen. Und das ist nur eine der Falschmeldungen dieses Artikels (s.u.).
Und daß, obwohl Sie alle Vorgänger Schümmelfeders für tot erklärt haben. Aber darum ging es ja nicht, sondern darum, daß der Artikel die Lüge verbreitet, „9,5“ Leute kümmerten sich um 2 Alumnen. Das ist entweder nur grob falsch oder dreist erlogen. Und das ist nur eine der Falschmeldungen dieses Artikels (s.u.).
Freitag, 10. Februar 2006 19:36
Benedikt: @ Dismas
War es noch nicht peinlich genug, dass man Ihnen nun schon mehrmals nachgewiesen hat, dass Ihre Aussagen
offensichtlich falsch waren. Kümmern Sie sich doch erstmal darum, anstatt nach dem Balken anderer zu
suchen.
Es steht doch ganz deutlich unten geschrieben, dass der Wagen, den Sie hier triumphierend aus dem Hut zaubern längst verkauft ist. Er kann also nicht mehr zu denen von Ihnen angedachten Sparmaßnahmen beitragen.
Es steht doch ganz deutlich unten geschrieben, dass der Wagen, den Sie hier triumphierend aus dem Hut zaubern längst verkauft ist. Er kann also nicht mehr zu denen von Ihnen angedachten Sparmaßnahmen beitragen.
Freitag, 10. Februar 2006 19:29
Dismas: Was ist Wahrheit ?
Zu aller erst einmal die Beachtung der 10 Gebote – besonders des 8.-ten!
Die mündigen Christen nicht länger an der Nase herumzuführen !
Plötzlich ist es nicht mehr der ehemalige Generalvikar der im Priesterseminar wohnt – sondern „ein“ Ehemaliger !
Nicht ein Dienstwagen – sondern jetzt ist doch der zweite aufgetaucht! …vielleicht bald noch ein Dritter?!…kleine feine Unterschiede nur…
Der Rest kristallisiert sich hervorragend durch die Stellungnahmen des Herr Dr. Peter Enderfers und durch ORGANON heraus.
Danke diesen Beiden für die Teilaufklärung – WIR Leser warten weiterhin gespannt auf die volle Wahrheit!
Die mündigen Christen nicht länger an der Nase herumzuführen !
Plötzlich ist es nicht mehr der ehemalige Generalvikar der im Priesterseminar wohnt – sondern „ein“ Ehemaliger !
Nicht ein Dienstwagen – sondern jetzt ist doch der zweite aufgetaucht! …vielleicht bald noch ein Dritter?!…kleine feine Unterschiede nur…
Der Rest kristallisiert sich hervorragend durch die Stellungnahmen des Herr Dr. Peter Enderfers und durch ORGANON heraus.
Danke diesen Beiden für die Teilaufklärung – WIR Leser warten weiterhin gespannt auf die volle Wahrheit!
Donnerstag, 9. Februar 2006 16:00
Organon: Bitte ehrlich sein und richtige Angaben machen.
Genau wie einige andere Poster kann ich verstehen, dass die einschneidenden Maßnahmen im Bistum Essen
richtig weh tun können. Warum steht denn nirgendwo etwas von dem rapiden Bevölkerungsrückgang, der
der Grund für die Finanzmisere ist? Die Stadt Essen hatte zu Zeiten der Bistumsgründung rund 700.000
Einwohner, heute sind es nur noch 565.000, Tendenz stark sinkend.
Nun zu den Einzelheiten: Bischof Genn hat EINEN Dienstwagen. Es gab vor kurzer Zeit einen weiteren Wagen – einen 8-Sitzer –, der aber aus Kostengründen abgeschafft wurde. Frage: Welches Großunternehmen hat denn keinen Transporter für seine Mannschaft? Mein Anstreicher hat sogar einen.
Dann: Die bischöfliche Verwaltung wird – anders als unrichtig angegeben – erheblich reduziert. Fast 50 % der Mitarbeiter müssen gehen – zum Glück wird es fast keine Entlassungen geben, da Vorruhestandsregelungen, Teilzeitregelungen usw. sehr gut angenommen wurden. Das Bistum wird sich von zwei der vier Gebäude des Generalvikariates trennen. Eines der verbleibenden Gebäude muss saniert werden, da wegen Brandschutzauflagen der Betrieb inzwischen untersagt worden ist.
Nun zu den Einzelheiten: Bischof Genn hat EINEN Dienstwagen. Es gab vor kurzer Zeit einen weiteren Wagen – einen 8-Sitzer –, der aber aus Kostengründen abgeschafft wurde. Frage: Welches Großunternehmen hat denn keinen Transporter für seine Mannschaft? Mein Anstreicher hat sogar einen.
Dann: Die bischöfliche Verwaltung wird – anders als unrichtig angegeben – erheblich reduziert. Fast 50 % der Mitarbeiter müssen gehen – zum Glück wird es fast keine Entlassungen geben, da Vorruhestandsregelungen, Teilzeitregelungen usw. sehr gut angenommen wurden. Das Bistum wird sich von zwei der vier Gebäude des Generalvikariates trennen. Eines der verbleibenden Gebäude muss saniert werden, da wegen Brandschutzauflagen der Betrieb inzwischen untersagt worden ist.
Donnerstag, 9. Februar 2006 10:55
Dr. Peter Enderfers: @ Dismas: Was wollen Sie eigentlich?
Schön, dass Herr Dr. Peter Enderfers es nachträglich doch noch richtig stellt. Also hat offensichtlich
eine Falschmeldung vorgelegen.
Ich habe gar nichts richtig gestellt, ich habe Sie lediglich darüber belehrt, daß ein ehem. Generalvikar im Priesterseminar wohnt, den Sie schon für tot erklärt haben (Wortlaut in etwa: Kann nicht sein! Schümmelfeder wohnt woanders, alle seine Vorgänger ruhen unter der Erde…)
Die rechtlichen kleinen Unterschiede eines Protonators und eines amtierenden Generalvikares, wollen wir hier nicht erwähnen.
Stimmt, darum geht es ja auch nicht, da beides nichts miteinander zu tun hat. Wäre keine Schande zuzugeben, daß Sie einfach Unrecht haben!
Ich habe gar nichts richtig gestellt, ich habe Sie lediglich darüber belehrt, daß ein ehem. Generalvikar im Priesterseminar wohnt, den Sie schon für tot erklärt haben (Wortlaut in etwa: Kann nicht sein! Schümmelfeder wohnt woanders, alle seine Vorgänger ruhen unter der Erde…)
Die rechtlichen kleinen Unterschiede eines Protonators und eines amtierenden Generalvikares, wollen wir hier nicht erwähnen.
Stimmt, darum geht es ja auch nicht, da beides nichts miteinander zu tun hat. Wäre keine Schande zuzugeben, daß Sie einfach Unrecht haben!
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