Kirchenverkauf
Neues vom Konzilsfrühling
Das Bistum Essen wird gegenwärtig radikal zusammengestrichen. An den Kragen geht es vor allem der Seelsorge. Von V. Lange, Bochum.
(kreuz.net, Essen) Die im Bistum Essen zur Zeit umgesetzten Sparmaßnahmen werden vor allem in der Pastoral einen radikalen Kahlschlag hinterlassen.

Dagegen spürt man in den Verwaltungsräumen des bischöflichen Generalvikariates von den Maßnahmen nur wenig.

Auch das Priesterseminar wird wie bisher weitergeführt. Zur Zeit betreuen dort 9,5 Vollzeitkräfte zwei Alumnen. Es sei eine Anweisung des Bischofs, daß das Seminar in der gegenwärtigen Form geöffnet bleibt. Die Alumnen könnten jedoch sofort nach Münster oder Paderborn in die dortigen Seminare ausweichen – dadurch würde viel Geld gespart.

Die zahlreichen Kirchenschließungen werden vom inzwischen mündig gewordenen Kirchenvolk offenbar auf die leichte Schulter genommen. Der Großteil der gleichgültigen Kirchenbesucher zeigt kein Interesse daran, ihre bedrohten Pfarrkirchen zu verteidigen.

Die Damen und Herren, die Sonntags während der Gottesdienste – früher Heilige Messen genannt – zahlreich im Altarraum herumspazieren und in den Vorständen der Kirchgemeinden wichtige Rollen einnehmen, scheint der klägliche Niedergang nicht sonderlich zu berühren.

Die Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte haben die Hände in den Schoß gelegt. Sie unternehmen überwiegend gar nichts, verweilen in Lethargie und lächeln nur schulterzuckend.

Die Kirchenbesucher sagen über die Pfarrer: „Es ist unserem Pfarrer doch sowieso vollkommen egal – der ist froh, wenn er nichts tun muß!“ – so in St. Pius im Bochumer Ortsteil Wattenscheid – der Gemeinde, der ich statistisch gesehen zugehöre.

Es ist nicht immer leicht, die Logik des von oben durchgeführten Kahlschlags zu verstehen. So stellt man in der Stadt Bochum marode Kirchengebäude aus den 30er Jahren – zum Beispiel die Kirche St. Anna, die aufwendigst mit Millionenaufwand saniert werden muß und zudem aufgrund ihrer Lage im Muslimenviertel des ehemaligen Bochumer Vereins schlechteste Besucherzahlen aufweist – unter Denkmalschutz. Dagegen sollen gut erhaltene und besuchte Kirchen zugesperrt und eventuell sogar abgerissen werden – zum Beispiel das ehemalige Franziskanerkloster oder die Christkönigkirche.

Ich sehe in der bischöflichen Verwaltung ein beachtliches Sparpotential. So stehen Diözesanbischof Mons. Felix Genn mehrere Dienstfahrzeuge zur Verfügung.

Es wäre auch vorbildlich, wenn der Oberhirte mit seinen zwei Weihbischöfen und den Personen des bischöflichen Umfeldes das Bischofspalais räumen und in eines der vielen leerstehenden Pfarrhäuser ziehen und vor Ort das leisten würden, was im Bistum Essen am meisten fehlt und am dringendsten ist: Seelsorge am Menschen, Katechese und Glaubensverkündigung.

Dazu würde auch gehören, täglich und vor Ort in den verwaisten Gemeinden das heilige Meßopfer darzubringen.

Wenn die Prioritäten wieder richtig gesetzt würden, könnte man auch noch einen gesunden 75jährige Priester gebrauchen, der täglich die Messe liest, statt ihn seines Amtes zu entheben, ohne auch nur mit ihm darüber gesprochen zu haben. Besagter Priester wurde unter Androhung rechtlicher Schritte mit einer Frist von acht Wochen aus seinem Pfarrhaus vertrieben, in dem er 28 Jahre gewohnt hatte.

Wer glaubt, daß ein 75jähriger grundsätzlich nicht mehr amtsfähig sei, sollte sich bei Gelegenheit im Vatikan nach dem Alter des gegenwärtigen Papstes erkundigen.

In der Diözese Essen wurde außerdem erst vor kurzem ein 51jähriger Priester im Stadtteil Gelsenkirchen-Buer unweit von Essen in den Zwangsruhestand versetzt. Er hatte u. a. öffentliche Meßnovenen für den Erhalt der Marienkirche Bochum-Mitte zelebriert und im Rahmen der samstäglichen Anbetungsstunde von 16.00 -17.00 Uhr vor dem Allerheiligsten um die Bekehrung des Bischofs und seines Umfeldes gebetet. Da scheint es offensichtlich einen Zusammenhang zu geben.

Ein anderer 48jähriger Priester aus Bochum ist seit drei Jahren Kunde bei der Arbeitsagentur. Er ist offenbar für das Bistum zu fromm. Als er begann, eine Konkurrenz für die Ortsgeistlichen darzustellen, wurde rasch gehandelt. Das Problem liegt offenbar nicht beim Bischof, sondern im unmittelbaren Umfeld von Mons. Genn.

Dem durchschnittlichen – zugegeben – sehr biegsamen Gläubigen in den Kirchenbänken fällt es immer schwerer, an einen Priestermangel zu glauben.

Vielmehr legen die derzeitigen Entwicklungen die Vermutung nahe, daß der Klerus sogar auf die Einführung regelmäßiger dienstfreier Wochenenden hinarbeitet.

Ihm seien 200.000 Christen lieber als 900.000 lauwarme, hat der Bischof von Essen kürzlich vor den Eigenen gesagt. Leider scheint es, daß sich 200.000 ernstzunehmende Christen im Bistum Essen bei weitem nicht mehr finden lassen.

Wäre eine solche Zahl von Christen im Bistum noch vorhanden, müßten Kirchen nicht entweiht werden – denn echte Christen würden um ihre Gotteshäuser kämpfen, sie füllen und sie nicht einfach den Fehlentscheidungen der „Obrigkeit“ überlassen.

Was ist die Alternative zu den Kirchenschließungen? Wir müssen damit beginnen, die Lauen wieder zum Glühen zu bringen. Beginnen könnte man bei den zahlreichen lauwarmen Bischöfen, Priestern und Theologieprofessoren.
      
25 Lesermeinungen
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#25   Dismas   14:43:39 | Sonntag, 12. Februar 2006
Dismas: Dr. Peter Enderfers & Benedikt
Aber aber meine Herren – warum regen Sie sich denn so auf – wenn Sie doch angeblich die Wahrheit sagen !
Empfehle Ihnen für den Bischof und sein direktes Umfeld intensiv zu beten- das Friede in den eigenen Reihen einziehen möge und empfehlen Sie die zahlreichen Karrieredenkenden im GV dem Gebet, besonders dem zum hl. Michael!
Propre est Dominus omnibus invocantibus eum: omnibus, qui invocant eum in veritate.
A M E N !
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#24   Beatrix   23:55:19 | Freitag, 10. Februar 2006
@ Dismas:
Plötzlich ist es nicht mehr der ehemalige Generalvikar der im Priesterseminar wohnt – sondern „ein“ Ehemaliger !
Und daß, obwohl Sie alle Vorgänger Schümmelfeders für tot erklärt haben. Aber darum ging es ja nicht, sondern darum, daß der Artikel die Lüge verbreitet, „9,5“ Leute kümmerten sich um 2 Alumnen. Das ist entweder nur grob falsch oder dreist erlogen. Und das ist nur eine der Falschmeldungen dieses Artikels (s.u.).
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#23   Benedikt   19:36:02 | Freitag, 10. Februar 2006
@ Dismas
War es noch nicht peinlich genug, dass man Ihnen nun schon mehrmals nachgewiesen hat, dass Ihre Aussagen offensichtlich falsch waren. Kümmern Sie sich doch erstmal darum, anstatt nach dem Balken anderer zu suchen.
Es steht doch ganz deutlich unten geschrieben, dass der Wagen, den Sie hier triumphierend aus dem Hut zaubern längst verkauft ist. Er kann also nicht mehr zu denen von Ihnen angedachten Sparmaßnahmen beitragen.
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#22   Dismas   19:29:15 | Freitag, 10. Februar 2006
Was ist Wahrheit ?
Zu aller erst einmal die Beachtung der 10 Gebote – besonders des 8.-ten!
Die mündigen Christen nicht länger an der Nase herumzuführen !
Plötzlich ist es nicht mehr der ehemalige Generalvikar der im Priesterseminar wohnt – sondern „ein“ Ehemaliger !
Nicht ein Dienstwagen – sondern jetzt ist doch der zweite aufgetaucht! …vielleicht bald noch ein Dritter?!…kleine feine Unterschiede nur…
Der Rest kristallisiert sich hervorragend durch die Stellungnahmen des Herr Dr. Peter Enderfers und durch ORGANON heraus.
Danke diesen Beiden für die Teilaufklärung – WIR Leser warten weiterhin gespannt auf die volle Wahrheit!
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#21   Organon   16:00:02 | Donnerstag, 9. Februar 2006
Bitte ehrlich sein und richtige Angaben machen.
Genau wie einige andere Poster kann ich verstehen, dass die einschneidenden Maßnahmen im Bistum Essen richtig weh tun können. Warum steht denn nirgendwo etwas von dem rapiden Bevölkerungsrückgang, der der Grund für die Finanzmisere ist? Die Stadt Essen hatte zu Zeiten der Bistumsgründung rund 700.000 Einwohner, heute sind es nur noch 565.000, Tendenz stark sinkend.
Nun zu den Einzelheiten: Bischof Genn hat EINEN Dienstwagen. Es gab vor kurzer Zeit einen weiteren Wagen – einen 8-Sitzer –, der aber aus Kostengründen abgeschafft wurde. Frage: Welches Großunternehmen hat denn keinen Transporter für seine Mannschaft? Mein Anstreicher hat sogar einen.
Dann: Die bischöfliche Verwaltung wird – anders als unrichtig angegeben – erheblich reduziert. Fast 50 % der Mitarbeiter müssen gehen – zum Glück wird es fast keine Entlassungen geben, da Vorruhestandsregelungen, Teilzeitregelungen usw. sehr gut angenommen wurden. Das Bistum wird sich von zwei der vier Gebäude des Generalvikariates trennen. Eines der verbleibenden Gebäude muss saniert werden, da wegen Brandschutzauflagen der Betrieb inzwischen untersagt worden ist.
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#20   Beatrix   10:55:18 | Donnerstag, 9. Februar 2006
@ Dismas: Was wollen Sie eigentlich?
Schön, dass Herr Dr. Peter Enderfers es nachträglich doch noch richtig stellt. Also hat offensichtlich eine Falschmeldung vorgelegen.
Ich habe gar nichts richtig gestellt, ich habe Sie lediglich darüber belehrt, daß ein ehem. Generalvikar im Priesterseminar wohnt, den Sie schon für tot erklärt haben (Wortlaut in etwa: Kann nicht sein! Schümmelfeder wohnt woanders, alle seine Vorgänger ruhen unter der Erde…)
Die rechtlichen kleinen Unterschiede eines Protonators und eines amtierenden Generalvikares, wollen wir hier nicht erwähnen.
Stimmt, darum geht es ja auch nicht, da beides nichts miteinander zu tun hat. Wäre keine Schande zuzugeben, daß Sie einfach Unrecht haben!
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#19   Benedikt78   09:32:51 | Donnerstag, 9. Februar 2006
Trotzdem!
Auch wenn es im Text allenfalls einige inhaltliche Fehler haben sollte – was ich leider nicht kontrollieren kann und deshalb auch nicht kommentieren möchte – muss man den Zustand der Kirche als solches mal anschauen. Da trifft der Text doch ins Schwarze!
@ duc in altum
Sie meinen, dass man die Priester nach einer Provisionsabrechnung für ihre Dienste honorieren soll. Grundsätzlich gut. Das würde sicher etliche Priester anspornen. Aber warum würden sie dann ihren Dienst leisten? Des Geldes wegen und nicht zu Ehren des HERRN!
Eines muss ich jetzt doch noch sagen. Auch wenn es mir dann vielleicht etliche übel nehmen. Was ist mit der Priesterbruderschaft? Am Anfang habe ich sie sehr skeptisch beobachtet. Aber irgendwie nötigen sie mir je länger umso mehr Respekt ab. Ihre Arbeit ist ausserordentlich gut. Vor allem in Frankreich und den USA haben sie grossen Erfolg und können auf eine steigende Zahl von Kirchenbesucher sehen. Leider im Gegensatz zur V2-Kirche. Gleichzeitig werden sie von verschiedenen Bischöfen geschnitten wo es nur geht. Man macht aus einer Kirche lieber eine Moschee, ein Wellness-Center oder reisst die Kirche gleich ab, bevor man sie der Priesterbruderschaft verkauft. Ich finde das sehr traurig!
Die Kirche sollte sich rückbesinnen. Weg von der Verwaltungskirche, hin zu einer Gotteskirche. Kirchensteuern? Weg damit! Ich gebe jährlich mehr in die Kollekte, als ich mit den Kirchensteuern entrichte. Aber nur, wenn mir die Messe auch gefällt!
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#18   Dismas   07:01:38 | Donnerstag, 9. Februar 2006
Verspätete Richtigstellung
Schön, dass Herr Dr. Peter Enderfers es nachträglich doch noch richtig stellt. Also hat offensichtlich eine Falschmeldung vorgelegen. Die rechtlichen kleinen Unterschiede eines Protonators und eines amtierenden Generalvikares, wollen wir hier nicht erwähnen.
Danke – Herr Dr. Enderfers !
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#17   Beatrix   01:10:51 | Donnerstag, 9. Februar 2006
@ Dismas: Nachhilfe im Fach Diözesangeschichte
Die Rede ist nicht vom Herrn Apostolischen Protonotar Dieter Schümmelfeder (bald 71), sondern von Professor Heribert Heinemann (80), ebenfalls Apostolischer Protonotar und Generalvikar von 1992 bis 1993 und damit direkter Vorgänger von Herrn Schümmelfeder.
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#16   Dismas   00:58:47 | Donnerstag, 9. Februar 2006
Falsches Zeugnis ?
Falschmeldung und flasches Zeugnis ablegen??? Nur eine Korrektur zu den Anmerkungen von Herrn Dr. Peter Enderfers – Der ehemalige Generalvikar soll im Priesterseminar wohnen? Generalvikar Dieter Schümmelfeder der Vorgänger des jetzigen Generalvikares Herr Dr. Hans-Werner Thönees) ist keine 80 Jahre alt und wohnt auch nicht im Priesterseminar! Die Vorgänger von Generalvikar Dieter Schümmelfeder wohnen ganz woanders – sie ruhen in kühler Erde auf dem Friedhof. Wollen wir es bei dieser einen Korrektur der Falschmeldung belassen.
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#15   credoinunumdeum   00:21:59 | Donnerstag, 9. Februar 2006
Da schießt der Autor über das Zeil hinaus
Ich kann verstehen, wenn der Autor dieses Textes aufgrund der anstehenden Veränderungen im Bistum Essen verärgert ist. Allerdings ist das keine Rechtfertigung Sachen zu schreiben, die nicht die Tatsachen entsprechen. Ich kann mich daher an meinen „Vorredner“ Herrn Enderfers nur anschließen.
Das Bistum Essen wurde erst 1958 aufgrund der sich nach dem Ende des Weltkrieges rasch veränderten Bevölkerungssituation im Ruhrgebiet neu gegründet. Mittlerweile hat sich aber die Bevölkerungsstruktur nun wieder genau gegenteilig entwickelt, daß Bischof Genn nun Sachen anpackt, die seine Vorgänger nicht angepackt haben.
Du sollst kein falsches Zeugnis ablegen wider deinen Nächsten! – so steht es in der Bibel. Daran hätte sich der Autor auch halten sollen.
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#14   ottaviani   17:02:40 | Mittwoch, 8. Februar 2006
wieder einmal
kann ich nur meier hoffnung ausdruck verleihen, daß wir noch den zusammenbruch der nachkonziliaren strukturen erleben es häte wahrhaft was erfrischendes
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#13   PietroParente   14:38:26 | Mittwoch, 8. Februar 2006
Herzlichen Dank
für die Klarstellungen @Herr Dr. Enderfers
Der Kommentar strotzt nur vor sachlichen Fehlern.
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#12   Beatrix   13:40:15 | Mittwoch, 8. Februar 2006
Der Kommentar wimmelt vor (gewollter?) Falschinformation!
1. Dagegen spürt man in den Verwaltungsräumen des Bischöfl. Generalvikariates von den Maßnahmen nur wenig.
Jede zweite Stelle wird gestrichen, die Dezernate und Abteilungen werden radikal reduziert.
2. Auch das Priesterseminar wird wie bisher weitergeführt. Zur Zeit betreuen dort 9,5 Vollzeitkräfte zwei Alumnen.
Im Priesterseminar arbeiten zwei Priester Vollzeit: Regens und Subregens. Der Spiritual ist ein Ruhestandspfarrer (75), zudem wohnt der ehem. Generalvikar (80) im Haus, die beide keinerlei Kosten verursachen.
Zwei Alumnen? Allein zwei sind im ersten Semester, insgesamt sind es mindestens 18 plus zwei bald zu Priestern zu weihende Diakone.
3. Ich sehe in der bischöflichen Verwaltung ein beachtliches Sparpotential. So stehen Diözesanbischof Mons. Felix Genn mehrere Dienstfahrzeuge zur Verfügung.
Fakt ist, der Bischof hat ein Dienstfahrzeug, die Domkapitulare und Weihbischöfe keine. Ich nenne das vorbildlich!
4. Es wäre auch vorbildlich, wenn der Oberhirte mit seinen zwei Weihbischöfen und den Personen des bischöflichen Umfeldes das Bischofspalais räumen und in eines der vielen leerstehenden Pfarrhäuser ziehen und vor Ort das leisten würden
Der Begriff „Bischofspalais“ ist bösartig. Der Bischof bewohnt ein ehemaliges Pfarrhaus am Dom, das so klein ist, das niemand sonst dort wohnt. Die Weihbischöfe, bewohnen Privatwohnungen.
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#11   stimme der vernunft †   13:37:33 | Mittwoch, 8. Februar 2006
@duc in altum
Wiedereintritt in die Kirche: 100€.
Lieber 20 Euro bei Austritt nehmen, das ist wesentlich gewinnbringender.
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#10   zwobbel   13:16:17 | Mittwoch, 8. Februar 2006
verwirrt
Die alte Traditionskirche hat als Frucht das 2. Vatikanum hervorgebracht. Denn natürlich sind die werten Leute, die da zugange waren, alle im traditionellen Bereich gross geworden…
Wirklich gut getroffen!
Warum passiert das alles? Weil ein unfähiger, fauler Klerus unsere Gemeinden kaputt wirtschaftet. Der LIFT wird mit einer Vehemenz vertreten, die vielen Ehrenamtlichen die Zornesröte ins Gesicht treten lässt.
Ja, dieser Irrsinn hat MEthode. Denn die Begründung für den LIFT ist bei vielen: Das ist zur Einübung für die priesterlose Zeit. Wird wirklich so offiziell gesagt. Vom UnSinn her etwa folgende Logik: Man zelebriert heute schon mal nicht mehr, damit die vielleicht noch Gläubigen später dran gewöhnt sind. Unterlassung auf Vorrat.
Auch das Priesterseminar wird wie bisher weitergeführt. Zur Zeit betreuen dort 9,5 Vollzeitkräfte zwei Alumnen. Es sei eine Anweisung des Bischofs, daß das Seminar in der gegenwärtigen Form geöffnet bleibt.
Das ist ja nun der Wahnsinn an Effizienz und Effektivität. Das Seminar ist zum Selbstzweck geworden. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Ex. Genn! Finden Sie zum richtigen Berufsbild für Priester zurück und das Seminar wird sich füllen! Dazu gehört das hl. Meßopfer in einem seiner Würde entsprechenden Ritus! Ansonsten hoffe ich, daß Sie als Vorbild noch weitaus sparsamer leben als Sie anderen zumuten! Und überlassen Sie die Kirchen jenen, die sie für gottesdienstliche Zwecke nutzen wollen!
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#9   duc in altum   12:45:13 | Mittwoch, 8. Februar 2006
Aus der Seele geschrieben … Teil II
Entwerder wissen diese ausgebildeten Soziologen, Theologen und Psychologen nicht, wie sich so etwas auf die Motivation der Ehrenamtlichen Kräfte auswirkt oder sie machen es extra. Soviel Dummheit kann es eigentlich nicht geben, daß kann nur Methode haben. Allerdings fällt es mir auch sehr schwer, an eine „weltumspannende Verschwörung gegen die Kirche“ zu glauben, die viele schon in vollem Gange sehen.
Was also tun?
Zu allererst sollte man in großem Stile die Bistumsverwaltung geradezu penetrieren mit der Rückforderung geleisteter Spenden zum Bau oder zum Erhalt von Kirchengebäuden. Sicher gibt es noch Akten der Kirchbauvereine in den Gemeinden, mit denen entsprechende Spender zu mobilisieren wären, um Ihre Spenden, die ja Zweckgebunden waren, zurückzufordern. Am Besten mit Zins und Zinseszins.
Als zweites sollten in der Seelsorge tätige Personen ein gewisses Grundgehalt zur groben Absicherung beziehen. Zusätzliche Gelder sind durch „Provisionen“ zu verdienen: Taufe mit Taufgespräch: 20€. Hochzeit 30€. Kommunionvorbereitung pro Kind: 50€ (Hier wäre ein Abzug pro eingesetzter „Tischmutter“ von 500€ mit einzukalkulieren). Krankenkommunion: 50€. Wiedereintritt in die Kirche: 100€.
Möglicherweise müsste dann mancher Pfarrer auf seinen Audi A6 verzichten aber das ist dann immer noch besser, als dass eine Gemeinde auf Ihre Kirche verzichtet.
Locus iste
a Deo factus est
in aestemabile sacramentum
irreprehensibilis est
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#8   Rudolphus   12:42:02 | Mittwoch, 8. Februar 2006
Die Früchte der alten Traditionskirche
@Rüdiger
Die alte Traditionskirche hat als Frucht das 2. Vatikanum hervorgebracht.
Ein sehr guter Einwand, über den es sich lohnt, nachzureflektieren:
Ich würde sagen:
Da wir nicht im Freikirchentum leben, wo jeder Unzufriedene eine neue Kirche gründen kann, gibt es stets nur die eine Kirche aller Zeiten:
Die Kirchengeschichte ist stets eine Geschichte auch von politischen Fehlentscheidungen und eine Geschichte von Häretikern, durch alle Epochen hindurch:
Ein guter Papst kann die Kirche zum Guten lenken, während ein schlechter Papst die Kirche in einen verwüsteten Weinberg verwandeln kann.
Pius XII. war ein guter Papst, Paul VI. ein schlechter.
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#7   ottaviani   12:39:50 | Mittwoch, 8. Februar 2006
es wurde etwas hervorgebracht
was sich konzil nennt jesdoch wenn man es genaubetrachtet täscht diese frucht nur vor ein konzil zu sein den es wollte nicht unfehlbar sein somit kann es getrost als ein ähnlicher betriebsunfall betrachtet werden wie die synode von pistoja
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#6   duc in altum   12:38:32 | Mittwoch, 8. Februar 2006
Aus der Seele geschrieben …
Ich selber komme ursprünglich aus dem Bistum Essen und mir tut es in der Seele weh, wenn ich sehe, wie dieses Bistum zu Grunde gerichtet wurde. Die Kirche, für die meine Eltern sich in den sechziger Jahren manche Spende für den Kirchbauverein vom Munde abgespart haben, in der ich in den siebziger und achtziger Jahren die Sakramente empfing, für die wir als Jugendliche in den neunziger Jahren in vielen Aktionen Geld gesammelt haben, damit endlich der Turm mit Glocken versehen werden konnte, wird geschlossen. Es stehen keine Kirchensteuermittel zum Erhalt mehr zur Verfügung.
Punkt, Ende, aus.
Jetzt wohne ich im Bistum Köln, da sieht es zwar Gott sei Dank noch etwas besser aus, aber auch hier wird gespart an allen Ecken und Enden.
Warum passiert das alles? Weil ein unfähiger, fauler Klerus im quasi Beamtenstatus unsere Gemeinden kaputt wirtschaftet. Der LIFT (LIturgieFrei Tag) oder der KIFT (KirchFrei Tag) wird mit einer Vehemenz vertreten, die vielen Ehrenamtlichen die Zornesröte ins Gesicht treten lässt.
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#5   Rüdiger   12:29:24 | Mittwoch, 8. Februar 2006
Vatikanum II – Neues vom Traditionsfrühling
„Das Konzil hat nicht diese, sondern eine gegenteilige Entwicklung gewollt,
aber dennoch diese als „Frucht“ hervorgebracht.“
Kein Kausalzusammenhang! Dann könnte ich konsequenterweise genauso sagen:
Vatikanum II – Neues vom Traditionsfrühling:
Die alte Traditionskirche hat als Frucht das 2. Vatikanum hervorgebracht. Denn natürlich sind die werten Leute, die da zugange waren, alle im traditionellen Bereich gross geworden und von ihm geprägt worden.
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#4   ottaviani   12:21:58 | Mittwoch, 8. Februar 2006
Bravo
zu diesem Artikel ich hoffe Kreuznet läßt sich nicht handszahm machen wie andere Katholische nachrichtendienste und konfrontiert weiterhin schonngslos
im überigen hoffe ich sehr daß die in den zwangsrhestand versetzten priester sich erstens der kirchlichen sitation bewußt werden und zweitens daraus ein frchtbares wirken entsteht durch die kompromißlose zurückweisung solcher frühlingstriebe
gratulation dem autor für seine wortwahl
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#3   Peccator   11:54:41 | Mittwoch, 8. Februar 2006
@ Konrad
Lieber Konrad, ich stimme Ihnen darin zu, daß es sicher nicht die Absicht der Konzilsväter war, eine solche Entwicklung wie im Bistum Essen zu befördern.
Allerdings war zugleich einer großen Anzahl von Konzilsvätern ganz klar, daß diese Entwicklung eintreten würde und sie haben davor mit großer Klarheit gewarnt. Doch niemand hat sie ernst genommen. Insofern trägt das Konzil letztlich doch die Schuld an dieser Misere.
Ein Bischof wie der hier beschriebene und zahlreiche weitere in Deutschland wären vor dem Konzil niemals zum Bischof geweiht worden und falls doch, wären sie bei solch einer Amtsführung ihres Amtes enthoben worden. RÜCKTRITT von Bischof Genn ist die Forderung der Stunde. Schreiben wir ihm dies.
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#2   clemens   11:50:35 | Mittwoch, 8. Februar 2006
Überschrift doch zutreffend
Das Konzil hat nicht diese, sondern eine gegenteilige Entwicklung gewollt,
aber dennoch diese als „Frucht“ hervorgebracht.
Im Bistum essen könnte die Piusbruderschaft jetzt Kirchen kaufen, wenn nicht…
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#1   Konrad   11:41:22 | Mittwoch, 8. Februar 2006
Sehr treffend
dieser Kommentar von V. Lange. Nur die Überschrift ist verfehlt. Mit dem „Konzilsfrühling“ hat die Entwicklung in Essen und anderswo nichts zu tun, sondern mit dem Verrat der deutschen Amtskirche und ihrer lautlosen Protestantisierung. Das Konzil hat nicht diese, sondern eine gegenteilige Entwicklung gewollt: Die Berufung aller Christgläubigen zur Heiligkeit in der Nachfolge ihres Herrn (wie es in „Opus Dei“ oder „Schönstatt“ ansatzweise Wirklichkeit geworden ist – nur die Pfarrgemeinden haben diese Berufung nicht kapiert und angenommen)!
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