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Dienstag, 7. Dezember 2004 20:14
Ukraine: Viktor Juschenko als Vorkämpfer für die mit Rom unierten Byzantiner?
Die „Ukrainischen Nationalisten“ rechnen damit, daß durch einen Wahlsieg Juschtschenkos auch die griechisch-katholische Kirche erstarken und sich über das Land ausbreiten werde.
Viktor Juschtschenko, Kandidat der ukrainischen Präsidentschaftswahlen
Viktor Juschtschenko, Kandidat der ukrainischen Präsidentschaftswahlen
(kreuz.net) Der aus dem Rennen gefallene Präsidentschaftskandidat der Ukrainischen Nationalisten, Roman Kozak, warnte schon im Oktober vor einem Wahlsieg von Viktor Juschtschenko.

Roman Kozak (47) ist der Vorsitzende der „Partei der Ukrainischen Nationalisten“ und der Herausgeber verschiedener Zeitungen und Zeitschriften.

Nach den Worten von Kozak werde sich Viktor Juschtschenko im Falle eines Wahlsieges bemühen, die Griechisch-Katholische Kirche, deren Zentrum heute das westukrainische Lemberg (Lwiw) ist, über die ganze Ukraine auszubreiten.

Die Verstärkung des Einflußes der griechisch-katholischen Kirche werde die Integration der Ukraine in die europäischen Strukturen fördern. Die griechisch-katholische Kirche werde auch dazu beitragen, das politische Programm von Juschtschenko zu verwirklichen.

Die griechisch-katholische Kirche – auch Unierte genannt – ist ein Teil der katholischen Kirche unter dem Papst. In Liturgie und Brauchtum folgt sie ganz der byzantinischen Tradition, wie sie auch von den Orthodoxen beachtet wird.

Das Oberhaupt der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche ist der Großerzbischof von Lemberg, Lubomyr Kardinal Husar (71), der gegenwärtig zu politischen Beratungen mit vatikanischen Stellen in Rom weilt.
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1 Lesermeinung:
Dienstag, 7. Dezember 2004 20:33
Dolfus: Hoffentlich läßt ihn Rom nicht im Regen stehen
Die römischen Stellen haben ja schon öfters im Zuge der Ökumenismus-Bestrebungen mit den schismatischen Orientalen die Unierten ziemlich blöd da stehen lassen, indem sie einfach übergangen wurden, um das Wohlgefallen der schismatischen Bischöfe zu erlangen.
Oder Märtyrer für die Heilige Union mit Rom wurden aus denselben ökumenistischen Gründen unter den Tisch fallen gelassen.
Ebenso contraproductiv ist die Versicherung Cardinal Kaspers der Russischen Nationalkirche gegenüber, daß die Katholiken in Rußland keine Gläubigen abwerben wollen.
All das ist eine Aufgabe des Absolutheitsanspruches der alleinseligmachenden Kirche Jesu Christi, die den römischen Papst zum Oberhirten hat.
Ich hoffe sehr, daß die zuständigen römischen Stellen diesen guten Candidaten in seiner Unterstützung für die römische griechisch-katholische Kirche nicht im Regen stehen lassen.
Ich weiß, der Papst will unbedingt nach Moskau reisen, aber so wichtig ist diese Reise auch nicht, daß man das Katholische aufgeben könnte.
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