Ukraine: Viktor Juschenko als Vorkämpfer für die mit Rom unierten Byzantiner?
Die „Ukrainischen Nationalisten“ rechnen damit, daß durch einen Wahlsieg Juschtschenkos auch die griechisch-katholische Kirche erstarken und sich über das Land ausbreiten werde.
(kreuz.net) Der aus dem Rennen gefallene Präsidentschaftskandidat der Ukrainischen Nationalisten, Roman
Kozak, warnte schon im Oktober vor einem Wahlsieg von Viktor Juschtschenko.
Roman Kozak (47) ist der
Vorsitzende der „Partei der Ukrainischen Nationalisten“ und der Herausgeber verschiedener Zeitungen und
Zeitschriften.
Nach den Worten von Kozak werde sich Viktor Juschtschenko im Falle eines Wahlsieges bemühen,
die Griechisch-Katholische Kirche, deren Zentrum heute das westukrainische Lemberg (Lwiw) ist, über die
ganze Ukraine auszubreiten.
Die Verstärkung des Einflußes der griechisch-katholischen Kirche werde
die Integration der Ukraine in die europäischen Strukturen fördern. Die griechisch-katholische Kirche
werde auch dazu beitragen, das politische Programm von Juschtschenko zu verwirklichen.
Die griechisch-katholische
Kirche – auch Unierte genannt – ist ein Teil der katholischen Kirche unter dem Papst. In Liturgie und
Brauchtum folgt sie ganz der byzantinischen Tradition, wie sie auch von den Orthodoxen beachtet wird.
Das Oberhaupt der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche ist der Großerzbischof von Lemberg, Lubomyr
Kardinal Husar (71), der gegenwärtig zu politischen Beratungen mit vatikanischen Stellen in Rom weilt.
Email-Adressen der Empfänger
1 Lesermeinung
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Hoffentlich läßt ihn Rom nicht im Regen stehen Die römischen Stellen haben ja schon öfters im Zuge
der Ökumenismus-Bestrebungen mit den schismatischen Orientalen die Unierten ziemlich blöd da stehen
lassen, indem sie einfach übergangen wurden, um das Wohlgefallen der schismatischen Bischöfe zu erlangen.
Oder Märtyrer für die Heilige Union mit Rom wurden aus denselben ökumenistischen Gründen unter den
Tisch fallen gelassen. Ebenso contraproductiv ist die Versicherung Cardinal Kaspers der Russischen Nationalkirche
gegenüber, daß die Katholiken in Rußland keine Gläubigen abwerben wollen. All das ist eine Aufgabe
des Absolutheitsanspruches der alleinseligmachenden Kirche Jesu Christi, die den römischen Papst zum
Oberhirten hat. Ich hoffe sehr, daß die zuständigen römischen Stellen diesen guten Candidaten in seiner
Unterstützung für die römische griechisch-katholische Kirche nicht im Regen stehen lassen. Ich weiß,
der Papst will unbedingt nach Moskau reisen, aber so wichtig ist diese Reise auch nicht, daß man das
Katholische aufgeben könnte.