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Donnerstag, 9. Februar 2006 09:03
Auch die Presse muß die Menschenwürde respektieren
Eines steht fest: Die jetzigen Auseinandersetzungen in moslemischen Ländern wegen Karikaturen zu Mohammed, sind nicht von Christen verursacht. Von Prof. Dr. Hubert Gindert.
(kreuz.net) Die Verantwortlichen für die gegenwärtige Krise sind Vertreter einer säkularen Welt, welche die Presse- und Meinungsfreiheit absolut setzen.

Auch wenn diese Karikaturen für politische Zwecke instrumentalisiert, für Haß und Gewalt mißbraucht werden und eine unverhältnismäßige Reaktion darstellen, bleibt ein berechtigter Grund für Empörung, nämlich die Verletzung religiöser Gefühle.

Es gibt keine Freiheit, die berechtigt, das verächtlich zu machen, was anderen Menschen heilig ist, und sie in ihrer Würde zu verletzen.

Die Pressefreiheit muß die Menschenwürde respektieren.

Es gilt somit, was der Vatikan in seiner Erklärung klargestellt hat:

„Das Recht auf Meinungs- und Ausdrucksfreiheit, kann nicht das Recht einschließen, die religiösen Gefühle von Gläubigen zu verletzen. Dieses Prinzip gilt natürlich für alle Religionen.“

Wir nehmen deshalb den Vorgang zum Anlaß, darauf hinzuweisen, daß christliche Symbole, Religionsdiener und religiöse Einrichtungen bei uns in den vergangenen Jahren wiederholt verhöhnt und lächerlich gemacht wurden.

Christen haben dabei von den Gerichten nicht den Schutz erfahren, der ihnen von der Verfassung zusteht und der ein friedliches Zusammen-leben zwischen Gläubigen und Nichtglaubenden fördert und gewährleistet.

Prof. Dr. Hubert Gindert ist der Vorsitzende des ‘Forums Deutscher Katholiken’
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 29 Lesermeinungen:
Mittwoch, 15. März 2006 18:02
Hrodgar: @ Julia
Sie schrieben :
Wenn dies mal aufhört, dann kann ich auch Respekt haben für Religion. Doch jetzt habt gar kein Respekt für Religion welche auch, wegen der Hypokritie.

Religion und Menschewürde/Menschenrechte sind wie Wasser und Feuer.


Nun, es geht auch anders…es gibt Religionen, da wird die Natur nicht auf eine Norm verpflichtet.
Da wird ein Mensch nicht seiner Natur wegen verurteilt oder als „Krank“ bezeichnet. Ja, solche Religionen gibt es.

Bei all Ihrer Verletztheit: Die Götter mögen Ihnen ein Heim geben und einen Ort des Angenommenseins.

Friede und Wohlergehen
Hrodgar
Sonntag, 12. Februar 2006 00:39
GerdEric: @ Brandenburgis
Was ist denn gegen die Rettung einer Kultur, zumal der höchsten, der abendländischen nämlich, einzuwenden?

abendländisch?
dann liegt wohl die Kultur des Katholizismus wohl der abendländischen zu Füssen…
Bitte,
nicht als Fussabtreter missbrauchen.

die abendländische beinhaltet auch die Freiheit des Einzelnen,
auch der Nichtkatholen und selbst der Atheisten.
Samstag, 11. Februar 2006 16:37
Brandenburgis: @Wienerstimme
Was ist denn gegen die Rettung einer Kultur, zumal der höchsten, der abendländischen nämlich, einzuwenden?
Freitag, 10. Februar 2006 22:59
GerdEric: @ Stimme aus Wien
Nun mein Lieber – im deutschen Sprachraum würde man schon erwarten, dass man mit dem 2.WK etwas differenzierter umgeht.

Liebe Stimme aus Wien,

warum ich wohl das Wort Christen in „“ gesetzt habe?

Freitag, 10. Februar 2006 22:35
DemonDeLuxe †: Von der Redaktion entfernt
Freitag, 10. Februar 2006 21:42
Stimme aus Wien: GerdEric
und bei den Nazis haben sich die „Christen“ angeboten, wegen der Rettung der sogenannten christlich-abendländischen Kultur, die ja auch so manch anderer conservativer Politiker sich an den Kragen heftet.

Nun mein Lieber – im deutschen Sprachraum würde man schon erwarten, dass man mit dem 2.WK etwas differenzierter umgeht.
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