kreuzmeldungen
Opfer für den Dialog + Aufruf zum Kreuzzug + Afrikanische Gerüchte + Kindsmörder freigesprochen + Welche Sprache spricht der Westen?
Opfer für den Dialog

Vatikan. Bei der gestrigen Generalaudienz erinnerte Papst Benedikt XVI. an den in der Türkei erschossenen italienischen Priester Andrea Santoro. Don Santoro habe ihm mit seinen Gläubigen am 31. Januar einen Brief geschrieben. Dieser sei ein „bewegendes Zeugnis der Liebe und der Anhänglichkeit an Christus und seine Kirche“. Der Heilige Vater hofft, daß das geopferte Leben des Priesters dem Dialog zwischen den Religionen und dem Frieden zwischen den Völkern diene.

Aufruf zum Kreuzzug

Italien. Der italienische Minister für politische Reformen Roberto Calderoli – der zur Regierungspartei ‘Lega Nord’ gehört – hat den Papst aufgefordert, sich an die Spitze eines Kreuzzugs gegen die Moslems zu stellen. Die ‘Lega Nord’ kämpfte ursprünglich für die Unabhängigkeit der nördlichen Regionen Italiens. Die Moslems hätten – so der Minister vor der römischen Tageszeitung ‘La Repubblica’ – ihre Strategie geändert: „Bisher haben sie nur Terroristen eingesetzt, jetzt bewegen sie die Massen. Sie stürmen Botschaften. Wir stehen vor einem kollektiven Fanatismus.“ Der Papst müsse eingreifen, wie es der Heilige Papst Pius V. und Papst Innozenz XI. im 16. und 17. Jahrhundert getan hätten.

Afrikanische Gerüchte

Kenia. Der Erzbischof der kenianischen Hauptstadt Nairobi, Mons. Raphael Ndingi Mwana’a Nzeki (74), äußerte sich am Mittwoch erneut zur Eröffnung einer Kapelle der Piusbruderschaft in seinem Erzbistum. Erzbischof Ndingi sprach mit der kenianischen Tageszeitung ‘Nation’: „Diese Kirche ist von Mitgliedern der schismatischen Lefebvristengruppe betreut, welche die Autorität des Papstes nicht anerkennen.“ Die „Gruppe“ gehöre nicht zu seiner Erzdiözese. Dagegen erklärte der Distriktsobere der kenianischen Piusbruderschaft: „Sehr bald wird der Vatikan eine Stellungnahme über den Status unserer Organisation abgeben.“

Kindsmörder freigesprochen

Belgien. Ein Gericht in Brügge im Nordwesten von Belgien sprach gestern fünf Abtreibungstäter frei. Die fünf schlachteten das Kind eines 14jährigen Mädchens, ohne die gesetzlich vorgeschriebene Bedenkzeit zwischen Beratungsgespräch und Kindertötung einzuhalten. Der Richter kam zur Auffassung, daß das Abtreibungspersonal angeblich nicht leichtfertig gehandelt habe. Durch das Einhalten der vorgeschriebenen Frist wäre – so die Urteilsbegründung – das bei der Tat ums Leben gekommene Kind älter als drei Monate geworden und in einen gesetzlich geschützten Lebensabschnitt eingetreten.

Welche Sprache spricht der Westen?

„Seit Jahrzehnten zeigt der Westen den Moslems in Palästina, Afghanistan, Irak, Pakistan und in vielen anderen islamischen Ländern – neuerdings im Iran –, daß er nur eine Sprache spricht und versteht: die Sprache der Bomben, der Waffen, der Gewalt, des Drucks, der Drohungen und der Verachtung. Wenn sich der Westen jetzt durch unsere Reaktionen auf die dänischen Karikaturen überrascht zeigt, dann muß man vermuten, daß der Rauch ihrer Bomben und Granaten offenbar die Verstandeskraft der Westler benebelt hat.“

Aus einem Leserkommentar in einem ägyptischen Internet-Tagebuch
      
12 Lesermeinungen
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#13   Christin   16:48:43 | Mittwoch, 15. Februar 2006
freigesprochen:
Wie Jesus auch einen Mörder der bereut das Himmelreich nicht vorenthält,so muß auch jedem anderen Mörder eine Möglichkeit eingeräumt werden seine Tat wieder gutmachen zu können.
Das letztendliche Gericht findet im eigene Gewissen statt.Mit dem was man verschuldet hat muß man einfach leben können.
Wer ohne Schuld ist werfe den ersten Stein!
WEr Abtreibungen befürwortet und dieses in Anspruch nimmt und fördert ist mit dabei
also auch beim Freispruch?
Und damit frei für eine Neuorientierung seines Lebens mit neuen Chancen!
ES gäbe möglicherweise keine(weniger) Abtreibungen wenn nicht gesetzlich erlaubt.WEnn kein Raum (Abtreibungsklinik)da ist um zu töten,dann auch keine Möglichkeiten um abzutreiben.
Wer hat Schuld?Gesetzgeber,Staat,Privatperson,menschenverachtende Gesellschaft,lebensfeindlicher ZEitgeist?
Kranke Strukturen fern ab von der wahren gesunden Natur des Menschen „LEBEN“ zu bewahren?
Wer darf sich herausnehmen ein Urteil abzugeben,als der dem göttliche Gesetze heilig sind und das ist das Leben selber.
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#12   Anonymus   21:43:54 | Donnerstag, 9. Februar 2006
Erzengel Michael Schutzheiliger im Kampf gegen den Islam
Heiliger Erzengel Michael:
„Sei Du König über alle, die immer noch vom Wahn des Heidentums
oder des Islam umfangen sind.“ (Papst Leo XIII.)
Schütze uns auch vor, antiklerikalen Karikaturen und Satiren.
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#11   Robert Ketelhohn   21:14:59 | Donnerstag, 9. Februar 2006
Beabsichtigt
Mehr noch, „Elendester Sünder“: Diese Kräfte wollen die Kirche zerstören, nichts anderes.
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#10   Elendester Sünder   15:40:16 | Donnerstag, 9. Februar 2006
Kreuzzug
Bisher mußten die bösen Kreuzzüge für Kirchengegner immer als Standartargument herhalten. Diese Zeiten sind jetzt scheinbar vorbei. Denn jetzt verlangt man von atheistischer Seite im Interesse der Globalisierung, der Papst solle zu einem neuen Kreuzzug aufrufen. Als ob die Interessen, die man im Osten mit Gewalt zu erreichen versucht, im Geringsten etwas mit christlichen gemein hätten.
Offenbar soll die muslimische Welt zunächst mit allen Mitteln zum Flächenbrand eines Dschihad gereizt werden, um anschließend einen Vorwand für verstärkte militärische Aggressionen zu bekommen.
Der Schaden, der dadurch der Kirche in vorwiegend moslemischen Ländern entsteht, wird zumindest in Kauf genommen.
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#9   Benedikt   14:42:04 | Donnerstag, 9. Februar 2006
@ Fiore
Darum ging es hier nicht. Der Erzbischof stützt seine Schisma-Erklärung offensichtlich auf den Ungehorsam gegenüber dem Papst und das ist eben nicht vom Kirchenrecht gedeckt. Was Sie vorbringen ist wieder eine andere Frage, interessant ist vor allem der Unterschied „schismatischer Akt“ – „Schisma“, wo es ja durchaus verschiedene Auffassungen gibt.
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#8   FioreGraz   14:29:43 | Donnerstag, 9. Februar 2006
@ottaviani
Weil man euch einfach „Honig ums Maul“ schmiert. Auserdem noch ist der „Verwaltungsakt“ nicht aufgehoben. Ich bin sowieso wieder für die Rückkehr zur „Rückkehrökumene“, dialog ja, Anbiederung nein.
LG
Fiore
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#7   ottaviani   14:25:00 | Donnerstag, 9. Februar 2006
ein motu proprio
ist ein verwaltungsakt und hat keinen anspruch auf unfehlbarkeit
fiore warum denkst du sieht man das in rom jetzt anders ?
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#6   FioreGraz   14:06:39 | Donnerstag, 9. Februar 2006
@Benedikt
Die Kuschelparolen Roms und der Piusbrüder vernebeln sich gegenseitig ich erinnere an „Ecclesia Dei“
Darum stellt dieser Ungehorsam, der eine wirkliche Ablehnung des Römischen Primats in sich schließt,einen schismatischen Aktdar.
weiter später warnt JP II. nochmal
„…väterlichen und brüderlichen Aufruf an all jene richten, die bisher in irgendeiner Weise mit der Bewegung des Erzbischofs Lefebvre in Verbindung standen: daß sie ihre ernste Pflicht erfüllen, mit dem Stellvertreter Christi in der Einheit der katholischen Kirche verbunden zu bleiben und in keiner Weise jene Bewegung weiter zu unterstützen. Alle müssen wissen, daß die formale Zustimmung zu einem Schisma eine schwere Beleidigung Gottes ist und die Exkommunikation mit sich bringt, wie im Kirchenrecht festgesetzt ist.“
Also eine weiteres Anhangen an Levebres Gegenkirche wir hier als formale Zustimmung zu einem Schisma gesehen. Die Piusbrüder sind und bleiben Schismatiker auch gem
Can. 751
Schisma nennt man die Verweigerung der Unterordnung unter den Papst oder der Gemeinschaft mit den diesem untergebenen Gliedern der Kirche.
LG
Fiore
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#5   Benedikt   13:42:46 | Donnerstag, 9. Februar 2006
Das ist leider wahr…
…für den Papst beten heißt nicht, ihm gehorchen. Und der Erzbischof hat nicht gesagt, dass sie den Papst nicht anerkennt, sondern, dass sie ihm nicht gehorcht. Allerdings ist das „nicht-gehorchen“ nicht schismatisch, was ein Erzbischof eigentlich wissen müsste.
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#4   stimme der vernunft †   09:50:12 | Donnerstag, 9. Februar 2006
Na und?
Aha! So ist das also! Und warum haben wir dann gestern in unserer FSSPX-Kapelle vor dem ausgesetzten Allerheiligsten kniend einen Rosenkranz für die Gesundheit von Papst Benedikt gebetet, wenn wir ihn nicht anerkennen?
Für die Gesundheit des letzten Papstes hat, als er krank war, sogar der Erzbischof von Canterbury gebetet.
Das heißt ja noch lange nicht, daß man ihm gehorcht.
Und die Pius-Schismatiker gehorchen ihm nunmal nicht.
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#2   virOblationis   08:31:33 | Donnerstag, 9. Februar 2006
vgl. Matth. 21, 28 – 32
Ich möchte unterstreichen, was Sie sagen, werter Sarto. Ich habe noch nie zuvor eine Gemeinde erlebt, in der so häufig für den Papst gebetet wurde, wie diejenige der FSSPX in meiner Heimatstadt.
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#1   Sarto   08:03:09 | Donnerstag, 9. Februar 2006
FSSPX & Papst
„Diese Kirche ist von Mitgliedern der schismatischen Lefebvristengruppe betreut, welche die Autorität des Papstes nicht anerkennen.“
Aha! So ist das also! Und warum haben wir dann gestern in unserer FSSPX-Kapelle vor dem ausgesetzten Allerheiligsten kniend einen Rosenkranz für die Gesundheit von Papst Benedikt gebetet, wenn wir ihn nicht anerkennen?
Wer von der Konzilskirche betet denn eigentlich für den Papst?
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