07:45:34 | Donnerstag, 9. Februar 2006
Opfer für den Dialog + Aufruf zum Kreuzzug + Afrikanische Gerüchte + Kindsmörder freigesprochen + Welche Sprache spricht der Westen?
Opfer für den DialogVatikan. Bei der gestrigen Generalaudienz erinnerte Papst Benedikt XVI. an den
in der Türkei
erschossenen italienischen Priester Andrea Santoro. Don Santoro habe ihm mit seinen Gläubigen
am 31. Januar einen Brief geschrieben. Dieser sei ein „bewegendes Zeugnis der Liebe und der Anhänglichkeit
an Christus und seine Kirche“. Der Heilige Vater hofft, daß das geopferte Leben des Priesters dem Dialog
zwischen den Religionen und dem Frieden zwischen den Völkern diene.
Aufruf zum KreuzzugItalien. Der
italienische Minister für politische Reformen Roberto Calderoli – der zur Regierungspartei ‘Lega Nord’
gehört – hat den Papst aufgefordert, sich an die Spitze eines Kreuzzugs gegen die Moslems zu stellen.
Die ‘Lega Nord’ kämpfte ursprünglich für die Unabhängigkeit der nördlichen Regionen Italiens. Die
Moslems hätten – so der Minister vor der römischen Tageszeitung ‘La Repubblica’ – ihre Strategie geändert:
„Bisher haben sie nur Terroristen eingesetzt, jetzt bewegen sie die Massen. Sie stürmen Botschaften.
Wir stehen vor einem kollektiven Fanatismus.“ Der Papst müsse eingreifen, wie es der Heilige Papst Pius
V. und Papst Innozenz XI. im 16. und 17. Jahrhundert getan hätten.
Afrikanische GerüchteKenia. Der
Erzbischof der kenianischen Hauptstadt Nairobi, Mons. Raphael Ndingi Mwana’a Nzeki (74), äußerte sich
am Mittwoch
erneut zur Eröffnung einer Kapelle der Piusbruderschaft in seinem Erzbistum. Erzbischof Ndingi
sprach mit der kenianischen Tageszeitung ‘Nation’: „Diese Kirche ist von Mitgliedern der
schismatischen
Lefebvristengruppe betreut, welche die Autorität des Papstes nicht anerkennen.“ Die „Gruppe“ gehöre
nicht zu seiner Erzdiözese. Dagegen erklärte der Distriktsobere der kenianischen Piusbruderschaft: „Sehr
bald wird der Vatikan eine Stellungnahme über den Status unserer Organisation abgeben.“
Kindsmörder
freigesprochenBelgien. Ein Gericht in Brügge im Nordwesten von Belgien sprach gestern fünf Abtreibungstäter
frei. Die fünf schlachteten das Kind eines 14jährigen Mädchens, ohne die gesetzlich vorgeschriebene
Bedenkzeit zwischen Beratungsgespräch und Kindertötung einzuhalten. Der Richter kam zur Auffassung,
daß das Abtreibungspersonal angeblich nicht leichtfertig gehandelt habe. Durch das Einhalten der vorgeschriebenen
Frist wäre – so die Urteilsbegründung – das bei der Tat ums Leben gekommene Kind älter als drei Monate
geworden und in einen gesetzlich geschützten Lebensabschnitt eingetreten.
Welche Sprache spricht der
Westen?„Seit Jahrzehnten zeigt der Westen den Moslems in Palästina, Afghanistan, Irak, Pakistan und
in vielen anderen islamischen Ländern – neuerdings im Iran –, daß er nur eine Sprache spricht und versteht:
die Sprache der Bomben, der Waffen, der Gewalt, des Drucks, der Drohungen und der Verachtung. Wenn sich
der Westen jetzt durch unsere Reaktionen auf die dänischen Karikaturen überrascht zeigt, dann muß man
vermuten, daß der Rauch ihrer Bomben und Granaten offenbar die Verstandeskraft der Westler benebelt hat.“
Aus einem Leserkommentar in einem ägyptischen Internet-Tagebuch
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#13
Christin 16:48:43 | Mittwoch, 15. Februar 2006
#12
Anonymus 21:43:54 | Donnerstag, 9. Februar 2006
#11
Robert Ketelhohn 21:14:59 | Donnerstag, 9. Februar 2006
#10
Elendester Sünder 15:40:16 | Donnerstag, 9. Februar 2006
#9
Benedikt 14:42:04 | Donnerstag, 9. Februar 2006
#8
FioreGraz 14:29:43 | Donnerstag, 9. Februar 2006
#7
ottaviani 14:25:00 | Donnerstag, 9. Februar 2006
#6
FioreGraz 14:06:39 | Donnerstag, 9. Februar 2006
#5
Benedikt 13:42:46 | Donnerstag, 9. Februar 2006
#4
stimme der vernunft † 09:50:12 | Donnerstag, 9. Februar 2006
#2
virOblationis 08:31:33 | Donnerstag, 9. Februar 2006
#1
Sarto 08:03:09 | Donnerstag, 9. Februar 2006