Ökumene
Ökumenische Rhapsodie eines Erzbischofs
Der Erzbischof von Hamburg gebar während einer ökumenischen Vesper in einer protestantischen Kirche ungewöhnliche ekklesiologische Theorien.
(kreuz.net, Hamburg) „Als ich vor drei Jahren meinen Dienst in Hamburg begann, wurde ich kurz gefragt: Wie lebt es sich denn hier und wie sind so Ihre Eindrücke?“

Am Abend des 3. Februars sprach der Erzbischof von Hamburg, Mons. Werner Thissen (67), während der sogenannten Ansgar-Vesper in der evangelischen Hauptkirche St. Petri in Hamburg.

Hamburg befindet sich in Norddeutschland etwa 110 Kilometer entfernt von der Elbemündung in die Nordsee.

In Hamburg – so habe er damals geantwortet – beeindrucke ihn vor allem das gute Miteinander der christlichen Konfessionen. Ein Beispiel dafür sei die Ansgar-Vesper, die bereits das 42. Mal stattfinde:

„Und doch sind wir getrennte Kirchen. Und doch sind wir nicht eins. Was können wir tun, um den Skandal der Trennung abzubauen? Was können wir tun, um immer mehr eins zu werden?“ – fuhr der Erzbischof weiter.

Bei dieser Frage denke er an eine Geschichte des Heiligen Franz von Assisi. Dieser habe den Wunsch gehabt, die weiblichen Mitglieder seines Ordens – die Klarissinnen – zu sprechen.

Dazu sei ein Platz in der freien Natur bei einem Fluß vereinbart worden.

Doch es habe sich ergeben, daß Franziskus auf der einen Seite und Clara mit den Schwestern auf der anderen Seite des Flusses gestanden seien.

Da habe der Heilige Franziskus eine Idee gehabt: „Wir wandern alle flußaufwärts. Aber wir dürfen uns nicht aus dem Blick verlieren. Wir wandern alle flußaufwärts hin zur Quelle. Und wenn wir an der Quelle sind, dann trennt uns nichts mehr.“

Das sei auch ein Bild für die christlichen Kirchen, deutete Mons. Thissen die Geschichte aus.

Der christliche Strom des Anfangs habe sich im Laufe der Jahrhunderte verzweigt. Es habe andere Flußarme gegeben, die in andere Richtungen geflossen seien:

„Der Fluß ist nicht mehr einer, sondern verzweigt in viele Ströme. Es ist aber so: in jedem christlichen Fluß hat sich etwas aus der guten Quelle Gottes bewahrt.“

Jeder Fluß besitze auch Zuflüsse, die nicht vom Dreifaltigen Gott kämen:

„Andere Einflüsse von Macht, Einflüsse von Egoismus, Einflüsse von Eigensinn. Es ist auch von trüben Quellen in jedem etwas zugeflossen.“ Diese schädlichen Zuflüsse müsse man verringern.

Wenn in jeder der unterschiedlichen christlichen Kirchen die reine Quelle des dreifaltigen Gottes die Oberhand gewänne, „dann wären wir eins“, so der Erzbischof:

„Dann wären wir zwar nicht eins in einem einzigen Flußbett, aber wir wären eins dadurch, daß wir alle aus dem gleichen Quell des Dreifaltigen Gottes gespeist werden in unseren Flüssen, in unseren christlichen Kirchen.“

„Dann wäre das eine große reiche christliche Flußlandschaft mit vielen Unterschieden. Aber das wäre kein Problem, weil ja in uns allen dasselbe Wasser lebendig ist, das seinen Ursprung hat im Dreifaltigen Gott.“

Dann würde es die großen Ströme mit den Schiffen geben, Buchten, wo sich die Fische gut entwickeln könnten, Flüsse mit Stränden, wo Menschen sich erfrischen könnten. Es gäbe Flüsse, die das Land tränken und dafür sorgten, daß Blumen und Früchte wachsen könnten:

„Eine reiche christliche Flußlandschaft, aber als Einheit, weil alle versorgt sind mit dem sprudelnden Quell, der von Gott kommt. Dann wären verschiedene Flüsse nicht mehr das Problem. Im Gegenteil!“

Ob das nur ein schönes Bild sei oder Wirklichkeit werden könne, fragte sich sodann der Erzbischof:

Ein Wegbereiter für diese Wirklichkeit sei Frère Roger, der Gründer von Taize, gewesen. Eines Tages habe Roger Schütz seinen Vater, der reformierter Pfarrer war, in einer katholischen Kirche beim stillen, knienden Gebet entdeckt.

Das habe den jungen Roger schockiert, sei aber vielleicht auch ein Anlaß gewesen, die „unterschiedlichen Frömmigkeitsformen der Kirchen“ in sich zu versöhnen.

Eine solche Versöhnung sei auch unsere Aufgabe, so der Erzbischof:

Dadurch würden Dämme abgebaut und „dann reinigen wir das Wasser unseres jeweiligen Flußlaufs“.

Dafür gebe es in Hamburg ein sehr sprechendes Signal: das Ansgar-Bild, das lange vor der Reformation gemalt wurde. Es sei zuerst im alten Hamburger Mariendom gewesen und befinde sich jetzt in der St. Petri-Kirche.

Dieses Bild habe eine besondere Botschaft, die durch ein Entgegenkommen der evangelischen Kirche noch verstärkt worden sei.

Vor einigen Jahren sei den Katholiken nämlich erlaubt worden, von diesem Ansgar-Bild eine Kopie zu machen, die sich jetzt im neuen Hamburger Mariendom – in St. Georg – befinde.

Das Spannende daran sei: In der evangelischen St. Petri-Kirche hänge das Original: „Es ist aber gar nicht das ursprüngliche Original, sondern es ist verändert.“

Das Bild sei nach der Reformation aus theologischen Gründen an manchen Stellen übermalt worden.

Im katholischen Mariendom in St. Georg hänge jedoch nicht eine Kopie des veränderten, sondern die Kopie des wirklichen Originals.

Darum stehe man vor der folgenden Situation: „Hier das veränderte Original und drüben die originale Kopie.“

Damit stelle sich die Frage: Wer hat das richtige Bild? Daraus könnte man theologische und geistige Konsequenzen ableiten, was er aber jetzt nicht tun wolle.

Eine andere Konsequenz wolle er jedoch ziehen, erklärt der Erzbischof mit Verweis auf ein Ansgar-Heiligenbild, das unter die Anwesenden verteilt wurde.

Dort sei ein Gebet abgedruckt, das von der evangelischen Bischöfin Maria Jepsen und vom Weihbischof von Hamburg, Mons. Hans-Jochen Jaschke, vor vielen Jahren formuliert worden sei:

„Es ist ein Gebet, das alles dies miteinschließt. Es ist von evangelisch die Rede, von orthodox die Rede, von katholisch die Rede und wenn jetzt, Sie und ich, immer wieder dieses Gebet beten, dann bauen wir Dämme ab.“

Er wolle gern bekennen: „Ich bete es fast jeden Tag im Gottesdienst.“

Dadurch würde man das Wasser unserer konfessionellen Flüsse klären, „so daß sie einander immer klarer werden, weil sie immer mehr mit dem Wasser gespeist werden, das aus der Quelle des Dreifaltigen Gottes kommt.“

„Dann sehen wir im Geiste die Lübecker Märtyrer, die unabhängig von allen Konfessionsgrenzen gemeinsam Zeugnis abgelegt haben“, erklärte der Erzbischof und beschloß seine Ansprache mit einem Wort des evangelischen Pastors, Dietrich Bonhöffer († 1945).
      
40 Lesermeinungen
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#40   Agiafortuni   09:33:51 | Montag, 6. März 2006
Brigitte Busmmann: Oekumene
Johannes XXIII hatte ein völlig verdrehtes Verständnis von Oekumene, das er sich bei seinem Freund Dom Lambert Beaudouin geborgt hatte. Es genügt dessen Zeitschrift „Irenikon“ einmal durchzublättern, um festzustellen, dass V 2 nichts Neues verkündet hat. Glücklicherweise wurde Dom Lambert Beaudouin durch Pius XI gemassregelt, so dass die Kirche gute vier Jahrzehnte lang von dessen unheilvolle Lehre verschont blieb
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#39   FioreGraz   08:50:16 | Samstag, 11. Februar 2006
@apex
Deiner Aussagen nach, muss also die Gemeinschaft der Heiligen (aller getauften Christen) vollständig und vollkommen mit Rom stehen (verwirklichte Kirche), diese jedoch, ist nicht die Kirche Christi.
Weißt du noch, wovon du redest?
Absichtlich Mißverstehen oder? Nicht ALLEINEdie Kirche Christi. Auch wenn die Kriche voll und ganz in jeder Gemeinde präsent ist „…gehören ihr an oder sind ihr zugeordnet…“
LG
Fiore
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#38   apex   17:20:01 | Freitag, 10. Februar 2006
@ Fiore und seine Widersprüche
Fiore schrieb: Die kahtolische Kirche ist die Gemeinschaft der Heiligen (aller getauften Christen) vollständig und volkommen wenn sie in der Einheit mit Rom stehen (verwirklichte Kirche) und ebenfalls zugehörig wenn auch „defekt“ aber nicht unbedingt aus eigener Schuld (siehe UR vorher) alle anderen. Die lateinische Kirche alleine ist nicht die Kirche Christi.
Deiner Aussagen nach, muss also die Gemeinschaft der Heiligen (aller getauften Christen) vollständig und vollkommen mit Rom stehen (verwirklichte Kirche), diese jedoch, ist nicht die Kirche Christi.
Weißt du noch, wovon du redest?
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#37   Benedikt   16:30:26 | Freitag, 10. Februar 2006
@ Bussmann
Ach wissen Sie, so wirklich glauben die Christen aber gar nicht alle an dasselbe. Die Reaktionen von Kässmann & Co., wenn sie das Wort „Ablass“ hören, sprechen für sich. Auch das Abendmahlsverständnis ist anders. Und das Amtsverständnis. Jeder, der unter diesen Vorzeichen für Interkommunion etc eintritt ist bloß an einem SCHEIN interessiert, es scheint Einheit zu sein, aber in Wirklichkeit regiert weiter der Gegensatz. Solche verlogenen Plakataktionen sollen die Religionen doch bitte der Politik überlassen.
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#36   Sozialkatholisch   16:26:38 | Freitag, 10. Februar 2006
Ökumene
Die Einheit der Christen ist ungeheuer wichtig, alleine schon wegen dem Zeugnis der Nichtchristen gegenüber. Aber man darf die Einheit nicht über die Wahrheit stellen. Sicherlich sollte man auf allen Seiten Kompromisse schließen, aber dabei dürfen die eigenen Glaubensschätze nicht verloren gehen.
Die da oben haben alle schon viele Fehler gemacht, vielleicht weil wir zuwenig für sie beten.
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#35   Benedikt   16:25:35 | Freitag, 10. Februar 2006
@ Demon
Sie haben es immer noch nicht begriffen. Eigenzitat:
Es ist ein Unterschied, ob jemand sagt: Dies und das verstehe ich nicht/ kann ich mir schwer vorstellen. Das kann man ihm dann erklären. Erklärt aber jemand, der sich mit der Materie befasst hat: Dieses od. jenes Dogma ist unwahr, dann steht er nicht mehr auf dem Boden des Katholizismus.
Wie kommen Sie darauf, dass jener, für den Fall 1 zutrifft der IDEALE Katholik ist? Dafür gibt es gar keinen Anlass. Es bedeutet lediglich, dass man nur, weil man im Irrtum oder in Unkenntnis über eine Glaubenslehre nicht gleich kein Katholik ist. Das trifft – wie weiter ausgeführt – nur auf die zu, die in Kenntnis, dass es sich um einen Inhalt des Glaubens handelt dies verleugnen. Ich weiß auch nicht, wo das Problem ist. Wenn jemand sagt, Christus ist nicht auferstanden, dann glaubt er nicht an das Fundament des Glaubens, kann also logischerweise kein Gläubiger sein. Man kann ja auch kein Anhänger L. Erhards sein und dann für Planwirtschaft eintreten. Dann ist man kein Anhänger Erhards. Diese doch relativ einfache Logik gilt auch für die Religion.
Ich bin auch nicht der Meinung, dass ein Leitender die Position des Lehramts auf Punkt und Komma vertreten muss.
Also dass die Religion wahr ist, hat schon ein etwas größeren Stellenwert als ein Komma. Im Vergleich ist das mindestens ein Kapitel.
Jedenfalls ist das kaum irgendwo sonst so, warum also beim Katholizismus?
Wo denn bitte nicht?
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#34   Brigitte Bussmann   16:18:02 | Freitag, 10. Februar 2006
Ökumene
Die letzten Worte des sterbenden Papstes Johannes XXIII waren „damit sie eins seien.“ Er meinte damit die evangelischen und katholischen Christen.
Wenn die vielen theologischen Schranken nicht wären, wäre eine Einigung kein Problem.
In den ökumenischen Gottesdiensten ist immer wieder zu hören –- wir glauben doch alle an den gleichen Gott, warum nur machen, die da oben so viele Probleme?
Wenn wir alle die zu den Kirchen gehören die Liebe Gottes in den Mittelpunkt stellen würden, wären die theologischen Probleme behoben.
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#33   Sozialkatholisch   16:15:10 | Freitag, 10. Februar 2006
@ DDL
Sie haben mich falsch verstanden, katholisch ist auf jedenfalls jeder der, der in der röm/kath Kirche versucht Gott näher zu kommen, kein Dogma leugnet und für seine Sünden (wenigstens die, die einem bewusst sind) durch das kostbare Blut Jesu um Verzeihung bittet.
Aber der Katholik ist hier auf Erden nie fertig, er kann nie sagen juchhu ich hab’s geschafft. Man kann sich lange an bestimmten Dogmen reiben ohne sie zu leugnen. Aber man darf darauf vertrauen, dass man immer weiter an die Wahrheit herankommen kann à eben katholischer werden
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#32   DemonDeLuxe †   15:55:00 | Freitag, 10. Februar 2006
@Benedikt
Also, zunächt einmal lese ich durchaus, was Sie schreiben. Nur barg das mit der Unkenntnis einen so dicken logischen Brocken, dass ich es lieber nicht aufgriff. Aber bitte:
Demnach ist der perfekte Katholik der, der zwar getauft ist, aber ansonsten NIE auch nur das geringste bisschen von dieser Religion gehört hat. Er sollte noch sonntags zu Kommunion stiefeln und ansonsten: „Mäh – ich weiß nix, also bezweifel’ ich nix, mäh“.
Ich bin auch nicht der Meinung, dass ein Leitender die Position des Lehramts auf Punkt und Komma vertreten muss. Jedenfalls ist das kaum irgendwo sonst so, warum also beim Katholizismus? Und es IST ja auch ganz offenkundig, mit Blick auf all die inneren Querelen und unterschiedlichen Auffassungen. Ich meine: Hallo? Den Papst nicht anzuerkennen, das V2 zu verdammen und so, DAS soll in Ordnung, aber so’n olles Dogma von Anno Schnuff…? Vielleicht hat „Sozialkatholisch“ ja Recht und es gibt nicht einen einzigen „echten“ Katholiken… so schwer, wie Sie’s denen machen. Katholizismus als unerreichbarer Näherungswert?
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#31   FioreGraz   14:55:22 | Freitag, 10. Februar 2006
@apex
Jeder Getaufte, der das Evangelium Christi nur partiell akzeptiert, oder zur Rechtfertigung dessen missbraucht, was dem Willen Gottes nicht entspricht…
Wenn er dem Willen Gottes absichtlich wider beserem Wissen und Gewissen widerspricht begeht er eine TODSÜNDE und das trennt ihn voll und ganz endgültig von der Kirche. Ein Irtuum ist was anderes (auch ne Sünde) aber darum ging es nicht.
Welche Kirche jetzt, die, die du großspurig als katholisch zu proklamieren versuchtst (um auch diejenigen dazu zu zählen, die dort nichts zu suchen haben), oder die römische (lateinische)?
Die kahtolische Kirche ist die Gemeinschaft der Heiligen (aller getauften Christen) vollständig und volkommen wenn sie in der Einheit mit Rom stehen (verwirklichte Kirche) und ebenfalls zugehörig wenn auch „defekt“ aber nicht unbedingt aus eigener Schuld (siehe UR vorher) alle anderen. Die lateinische Kirche alleine ist nicht die Kirche Christi.
LG
Fiore
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#30   Benedikt   13:55:14 | Freitag, 10. Februar 2006
@ Demon
Erklären Sie mir mal eins: Wie kann jemand in einer Kirche eine leitende Funktion bekleiden, einer Kirche, die einer Lehre folgt und einem Gott dient, von dem sie sich etwas versprechen und gleichzeitig sagen: Möglicherweise stimmt das nicht. Dann ist dass doch alles absurd, was dieser Bischof in jeder Predigt seinen Gläubigen erzählt, alles bloß Lug und Trug, weil die Wahrheit einer anderen Religion ganz notwendigerweise bedeutet, dass die eigene falsch wäre. Entweder ist Gott der Dreifaltige Eine, oder er ist einer von vielen, oder er ist nicht dreifaltig. Ich verstehe nicht, was daran so schwer zu verstehen ist. Religionsausübung erfordert nun mal, dass man von der Wahrheit des ganzen überzeugt ist. Und zumindest von einem Erzbischof würde ich mir dann auch klare Worte erhoffen.
Und noch einmal: Wieviele „echte Katholiken“ GIBT es denn Ihrer Meinung nach?
Falsche Frage: Wie viele gibt es, die Glaubenswahrheiten bewusst leugnen? – so müsste sie richtig heißen. Bei jedem, der dies nicht tut ist anzunehmen, dass er Katholik ist.
Wie kann ein Kind, das ja nur getauft ist, „katholisch“ sein, wenn es nicht einmal von diesen Dogmen GEHÖRT hat, vom Verständnis gar nicht zu reden?
Zumindest ab und zu sollten Sie lesen, was ich geschrieben habe. Unkenntnis und Missverständnisse trennen nicht vom Glauben, sondern das für sich leugnen, was auch logisch ist. Wer zB die Auferstehung leugnet, der kann schwerlich Christ sein.
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#29   apex   13:41:42 | Freitag, 10. Februar 2006
@ Fiore
Jeder Getaufte ist somit Katholik!!!
Jeder Getaufte, der das Evangelium Christi nur partiell akzeptiert, oder zur Rechtfertigung dessen missbraucht, was dem Willen Gottes nicht entspricht, kann sich schon jetzt als aus der Kirche Jesu Christi Ausgeschlossener betrachten (da hilft ihm auch die Taufe nichts) – siehe: „Mt 7:21 Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt.“
(nicht verwechseln mit römisch-katholisch für die lateinische Tradition)
Was aber auch logisch ist sonst wäre ja die „Häretikertaufe“ wie einst der Irtuum Cyprians war ungültig. Dem wiedersprach die Kirche aber auch vehement.
Welche Kirche jetzt, die, die du großspurig als katholisch zu proklamieren versuchtst (um auch diejenigen dazu zu zählen, die dort nichts zu suchen haben), oder die römische (lateinische)?
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#28   Sozialkatholisch   12:59:32 | Freitag, 10. Februar 2006
@ DDL
Man kann überhaupt nicht richtig katholisch sein.
Man kann in seinem Leben nur immer katholischer werden.
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#27   FioreGraz   12:31:14 | Freitag, 10. Februar 2006
@apex
Richtig. Es bleibt jedoch noch zu bestimmen, wer das Volk – die eine Kirche Jesu Christi ist
„Den Menschen jedoch, die jetzt in solchen Gemeinschaften geboren sind und in ihnen den Glauben an Christus erlangen, darf die Schuld der Trennung nicht zur Last gelegt werden – die katholische Kirche betrachtet sie als Brüder, in Verehrung und Liebe. Denn wer an Christus glaubt und in der rechten Weise die Taufe empfangen hat, steht dadurch in einer gewissen, wenn auch nicht vollkommenen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche.“ (Unitatis redintegratio 3)
Jeder Getaufte ist somit Katholik!!! (nicht verwechseln mit römisch-katholisch für die lateinische Tradition)
Was aber auch logisch ist sonst wäre ja die „Häretikertaufe“ wie einst der Irtuum Cyprians war ungültig. Dem wiedersprach die Kirche aber auch vehement
Wer sagt, die Taufe, die auch von Häretikern im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes mit der Absicht, zu tun, was die Kirche tut, gespendet wird, sei keine wahre Taufe: der sei mit dem Anathema belegt. (K.v.Trient)
LG
Fiore
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#26   DemonDeLuxe †   12:23:48 | Freitag, 10. Februar 2006
@Benedikt
„Aber EB. Thissen muss – auch ohne das Dogma – davon überzeugt sein, weil er ansonsten nicht in der Lage wäre, den christlichen Glauben auch glaubhaft zu verkünden.“
Das ist eben der Punkt, an dem ich mich reibe… warum sollte das so sein? Die RKK ist ja nun wahrlich nicht die einzige Gemeinschaft von Menschen mit einer „Programmatik“, und überall ist es völlig normal, dass die einzelnen Mitglieder in den Ansichten mehr oder weniger differieren. Ganz offensichtlich ist das ja auch bei der RKK so (man lese nur die Streitereien hier) – und ganz sicher sind davon genauso die Dogmen betroffen.
„Jo, bedenkt man, was zB Kässmann & Co von katholischen Glaubensgütern handeln […]“
Ich bin nicht der Ansicht, dass eine der Konfessionen da „besser“ wäre. Die RKK ist insofern m.E. „extra-deftig“, weil ich diesen Alleinseligmachungsanspruch nur von ihr kenne. Dass ein (durch nichts gerechtfertigtes) „nur wir sehen’s richtig, Punkt!“ im Dialog ein bisschen abträglich ist, sollte klar sein.
„dann steht er nicht mehr auf dem Boden des Katholizismus.“
Was heißt das konkret? Und noch einmal: Wieviele „echte Katholiken“ GIBT es denn Ihrer Meinung nach? Wieviele kennen das alles, woran sie glauben müssen? Wieviele Dogmen gibt es denn? Wie kann ein Kind, das ja nur getauft ist, „katholisch“ sein, wenn es nicht einmal von diesen Dogmen GEHÖRT hat, vom Verständnis gar nicht zu reden?
Ich muss sagen, ich halte diesen Radikalanspruch für realitätsfremd und unerfüllbar.
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#25   apex   11:55:52 | Freitag, 10. Februar 2006
@ Fiore
Fiore zitierte: §752 Im christlichen Sprachgebrauch bezeichnet „Kirche“ … oder die gesamte Gemeinschaft der Gläubigen [Vgl. 1 Kor 15,9; Gal 1,13; Phil 3,6]. Diese drei Bedeutungen lassen sich nicht voneinander trennen. Die „Kirche“ ist das Volk, das Gott in der ganzen Welt versammelt…
Richtig. Es bleibt jedoch noch zu bestimmen, wer das Volk – die eine Kirche Jesu Christi ist („die gesamte Gemeinschaft der Gläubigen…, das Gott in der ganzen Welt versammelt“).
Eine Gemeinschaft/Kirche, die sich zwar zum Glauben an Gott bekennt und in der gleichzeitig die Sünde akzeptiert und nicht als solche deklariert wird, sie ist es nicht.
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#24   FioreGraz   11:19:20 | Freitag, 10. Februar 2006
@apex
Cyprians ausspruch wurde bereits von der Synode von Arles und Lateran V in dieser sichtweise zurückgewiesen.
Aber Lehramt weiter
§752 Im christlichen Sprachgebrauch bezeichnet „Kirche“ … oder die gesamte Gemeinschaft der Gläubigen [Vgl. 1 Kor 15,9; Gal 1,13; Phil 3,6]. Diese drei Bedeutungen lassen sich nicht voneinander trennen. Die „Kirche“ ist das Volk, das Gott in der ganzen Welt versammelt…
§791. Die Einheit des Leibes hebt die Verschiedenheit der Glieder nicht auf: „Bei der Auferbauung des Leibes Christi waltet die Verschiedenheit der Glieder und der Aufgaben… Die Einheit des mystischen Leibes bewirkt und fördertunter den Gläubigen die Liebe zueinander: „Daher leiden, wenn ein Glied etwas leidet, alle Glieder mit, und wenn ein Glied geehrt wird, freuen sich alle Glieder mit“ (LG 7). Die Einheit des mystischen Leibes überwindet alle menschlichen Trennungen: „Ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus [als Gewand] angelegt. Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid ‘einer’ in Christus Jesus“ (Gal 3,27--28).
Oder was meinen sie warum auch orthodoxe und Co. im Glaubensbekenntis noch immer die „eine heilige apostolische und katholische Kirche“ beten. Es ist Häresie zu glauben das das Nizeanische Bekenntnis nur dir r.k. Kirche meint (zu einer Zeit wo es diese nicht mal gab)
LG
Fiore
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#23   apex   09:34:42 | Freitag, 10. Februar 2006
Fiore und seine schwule Sicht des Katholizismus
Fiore schrieb: „Extra …“ ist nicht auf die katholische Kirche bezogen…
Begründe das biblisch oder füge eine Äußerung des höchsten Lehramtes der Kirche hinzu, die deine Aussage bestätigt. Ansonsten sind deine Äußerungen nur Märchen zur Rechtfertigung deiner schwulen Wirklichkeit.
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#22   FioreGraz   06:45:23 | Freitag, 10. Februar 2006
Und wendet
…jemand das Dogma falsch an ist er ebenso nicht mehr katholisch. „Extra …“ ist nicht auf die katholische Kirche bezogen, das hättet ihr wohl gerne. sondern dieses außerhalb der Kirche kein Heil bezieht sich wie das Glaubensbekentniss auf die katholische Kirche im sinne Kirche Christi, ihr gehören erstmal alle getauften christen an. Die katholische Kirche lateinischer Tradition (römisch-katholisch) und mit ihr unierten sind jedoch die verwirklichte Kirche, nachfolgend kommen die katholischen Kirchen östlicher Tradition (Orthodoxe) … Doch alle sind sie nur eine Kirche, es gibt nur eine Kirche und nicht viele.
LG
Fiore
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#21   Sulpicius   04:09:44 | Freitag, 10. Februar 2006
@An den Vielschreiber
Wie kann man nur mit soviel Tastaturgeklapper wie bei Ihnen so wenig sagen? Man muß schon eine gehörige Portion Prostitutionspotential besitzen, um sich so darstellen zu müssen. Bringt dies Ihrer malträtierten Seele wenigstens etwas Genugtuung?
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#20   Benedikt   02:34:44 | Freitag, 10. Februar 2006
@ Gotthard
Na, entschuldigen Sie mal, aber wenn jemand ein Dogma in Kenntnis der Lehren und Umstände leugnet, dann kann er schwerlich noch ein Katholik sein. Das klingt möglicherweise hart, aber „weicher“ kann man das nun nicht sagen. Wer zB sagt, dass Jesus nicht wahrer Mensch und wahrer Gott ist oder wer sagt, dass es die Auferstehung nicht gegeben hat, wie kann der noch Katholik sein? Egal ob man das nun lehrmäßig definiert oder nicht, dass sind einfach die Essentials, an denen man den Gläubigen erkennt.
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#19   Gotthard   02:06:50 | Freitag, 10. Februar 2006
hervorragend
Erklärt aber jemand, der sich mit der Materie befasst hat: Dieses od. jenes Dogma ist unwahr, dann steht er nicht mehr auf dem Boden des Katholizismus.
Wie gut, dass niemand diese Dinge komplett kennt … dann gäbe es keinen Katholiken mehr…bis auf die wenigen Aufrechten hier.
Es ist einfach ein Unfug, jede Äußerung eines Papstes als nicht korrigierbar anzusehen.
Was war denn die leitende Idee zur Äußerung über die anglikanischen Weihen?
Wann endlich wird das aktuelle Umfeld wahrgenommen … und die Aussage in die Zeit hineingestellt … und sofort als zeitlos gültig dargestellt .
Erzbischof Thissen hat eine ganz tolle Homilie in der Ansgar-Vesper gehalten.
Ad fontes! … hin zu Christus!
Wann denn sonst?
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#18   Benedikt   01:41:55 | Freitag, 10. Februar 2006
@ Demon
Ja, ich weiß. Allerdings hielt ich von allen kath. Dogmen das „Extra ecclesia nulla salus“ schon immer ür das Schlimmste.
Als Nicht-Gläubiger können Sie das sehen, wie Sie wollen. Aber EB. Thissen muss – auch ohne das Dogma – davon überzeugt sein, weil er ansonsten nicht in der Lage wäre, den christlichen Glauben auch glaubhaft zu verkünden.
Für eine konfessions- und religionsübergreifende Verständigung aber nicht.
Jo, bedenkt man, was zB Kässmann & Co von katholischen Glaubensgütern handeln, so sind die keinen Deut besser, haben es aber mittlerweile geschafft, dass immer Rom als Dummer dasteht.
Mir ist bekannt, dass der Katholizismus die Akzeptanz jedes einzelnen Dogmas verlangt
Ja.
Was aber macht nun jemand, der 95 oder 99% bejaht, dem aber ein bestimmter Satz partout nicht eingehen will?
Da müssen Sie unterscheiden: Es ist ein Unterschied, ob jemand sagt: Dies und das verstehe ich nicht/ kann ich mir schwer vorstellen. Das kann man ihm dann erklären. Erklärt aber jemand, der sich mit der Materie befasst hat: Dieses od. jenes Dogma ist unwahr, dann steht er nicht mehr auf dem Boden des Katholizismus.
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#17   Gotthard   01:18:16 | Freitag, 10. Februar 2006
Horizont
Mal ehrlich, glauben Sie wirklich, daß Ihr Gerede uns wirklich hier interessiert?
Was dich und einige andere HIER interessiert, ist uninteressant … lies bitte die Beiträge zur Erweiterung Deines horizontes…zustimmen musst Du ja nicht.
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#16   Beatrix   23:31:08 | Donnerstag, 9. Februar 2006
@ D. Rose
Und ohne apostolische Sukzession keine Realpräsenz…
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#15   Detlef Rose   23:03:52 | Donnerstag, 9. Februar 2006
@ Dr. Peter Enderfels
Also, in der Frage der Realpräsenz sind auch die Augsburgisch-Katholischen Christen (Confessio Augustana) durchaus eins mit Rom (cf „Das Herrenmahl“ 1984). Das sollte auch hier nicht permanent unterschlagen werden!
Ansonsten stimme ich dem gescholtenen Bischof voll zu – auch wenn es, zugegebenermaßen, etwas zu dick aufgetragen nach Einheitsgesäusel klingt. DAR d.a.rose.ms/
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#14   Realist   22:32:44 | Donnerstag, 9. Februar 2006
Ökumene
1) Die Positionen Thissens sind meines Wissens durchaus durch das Ökumenismusdekret „Unitatis redintegratio“ gedeckt. Es ist doch höchst erfreulich, wenn die Kirchen sich aufeinander zu bewegen.
2) Die Überlegungen „Demon Deluxe“ scheinen mir hier doch die qualifiziertesten zu sein. Zumindest ist in Antworten wie „Ihr Gerede interessiert nicht“ nicht viel mehr als Gehässigkeit und Einfältigkeit zu erkennen.
Es ist übrigens auch, dass Ökumenismusdekret, dass zum klugen Dialog auffordert.
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#13   Irenäus   19:36:18 | Donnerstag, 9. Februar 2006
@Dämon
Mal ehrlich, glauben Sie wirklich, daß Ihr Gerede uns wirklich hier interessiert? Ferner verbreiten Sie hier tatsächliche Märchen.
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#12   DemonDeLuxe †   19:31:36 | Donnerstag, 9. Februar 2006
@clemens
Ein nettes Spielchen, das wir ad ultimo weiterspielen können: Milliarden Menschen sind der Ansicht, dass „Gott“ eben NICHT diese Ihre Ansicht teilt, ja, glauben sogar, dass es konkret diesen Gott gar nicht gibt.
Und nun?
Was „Selbstbezüglichkeit“ ist, wissen Sie? Und dass sie als Argument nicht taugt, auch?
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#11   clemens   19:03:17 | Donnerstag, 9. Februar 2006
Nehmen Sie es mir nicht krumm…
aber ein paar Milliarden Menschen teilen Ihre Meinung von der „einzigen wahren Kirche“ nicht.
Keine Sorge, das ist nicht wichtig. Gott teilt diese Meinung!
Demon schreibt: Alle doof, außer ich!
Das scheint sein Motto zu sein.
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#10   ottaviani   18:34:51 | Donnerstag, 9. Februar 2006
der nachkonziliare kurs
schreitet wacker voran
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#9   virOblationis   18:09:44 | Donnerstag, 9. Februar 2006
una sancta
Es ist schlimm, mehr als schlimm, wenn ein Erzbischof in den grundlegendsten Fragen des kath. Glaubens seine Hörer nicht mehr zu leiten weiß, indem er ihnen den Weg zu der einen, der kath. Kirche, weist, sondern eine Art Verwirrspiel mit verschiedenen Konfessionen treibt.
Der hl. Cyrill von Alexandria, dessen Fest wir heute begehen, schrieb an den Irrlehrer Nestorius, zu jener Zeit Patriarch von Konstantinopel: „ … Ich wende mich dem zu, was mir besonders am Herzen liegt, und bitte Dich auch heute als meinen Bruder in Christus, Du mögest bei Deinen Predigten vor dem Volke mit aller Sorgfalt auf den Gehalt der Lehre und den Sinn des Glaubens acht haben und wohl bedenken, daß der, der auch nur einen einzigen von denen, die an Christus glauben, ärgert, einem unerträglichen Zorne verfällt ([vgl. Matth. 18, 6]). Wenn aber derer, die beleidigt werden, so viele sind, wie sollten wir nicht mit größter Vorsicht dafür Sorge tragen, Ärgernisse klug zu verhüten und denen, die nach Wahrheit verlangen, die gesunde Lehre des Glaubens darzureichen? Auch dies aber wird von großem Nutzen für uns sein, wenn wir die Schriften der heiligen Väter zur Hand nehmen und ihre Worte möglichst hoch schätzen und uns selbst prüfen, ob wir im Glauben sind, wie geschrieben steht ([vgl. Röm. 12, 2?]), indem wir unsere Ansichten mit den richtigen und untadeligen Lehren in Einklang bringen.“
(Cyrill-Zitat übernommen von FSSPX.Info)
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#8   DemonDeLuxe †   17:48:18 | Donnerstag, 9. Februar 2006
@Benedikt
„Erzbischof Thissen sollte aber daran glauben.“
Ja, ich weiß. Allerdings hielt ich von allen kath. Dogmen das „Extra ecclesia nulla salus“ schon immer ür das Schlimmste. Sicher, für den Erhalt des katholizischen Machtanspruchs ist ein solcher „starker Spruch“ vorteilhaft. Für eine konfessions- und religionsübergreifende Verständigung aber nicht. Es ist halt die Frage, was man höher bewertet. Meine persönliche Antwort darauf sollten Sie erraten können. Gerade der Zirkus um die Karikaturen macht uns doch allen wieder bewusst, zu was bornierter Fundamentalismus führen kann, zumal ja niemand irgendsoetwas wie einen Beleg für diese waghalsige Behauptung anführen könnte – es ist nichts weiter als ein „das ist halt so“, untermauert (oder was man dafür hält) mt den AUssagen anderer, die sagten: „Das ist halt so“.
Aber eine andere Frage: Mir ist bekannt, dass der Katholizismus die Akzeptanz jedes einzelnen Dogmas verlangt (richtig so?). Was aber macht nun jemand, der 95 oder 99% bejaht, dem aber ein bestimmter Satz partout nicht eingehen will? Man kann ja nicht willentlich „zustimmen wollen“, wenn einem der eigene Geist etwas anderes sagt. Was dann? Sind solche Leute „verloren“? Weil sie an ein Dogma nicht glauben, das irgendwann einmal irgendein Papst oder Konzil hat verlautbaren lassen? Falls ja, wie hoch schätzen Sie dann den Anteil „echter“ Katholiken an den katholisch Getauften ein? Die meisten KENNEN doch noch nicht einmal alle diese Dogmen…
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#7   Benedikt   16:05:29 | Donnerstag, 9. Februar 2006
@ Demon
Nehmen Sie’s mir bitte nicht krumm, aber ein paar Milliarden Menschen teilen Ihre Meinung von der „einzigen wahren Kirche“ nicht.
Erzbischof Thissen sollte aber daran glauben.
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#6   Beatrix   15:46:06 | Donnerstag, 9. Februar 2006
@ Demon
Das ist vielmehr eine Frage des Glaubens als der wissenschaftlichen Beweisbarkeit oder der „geschichtlichen Evolution“.
Wichtig ist vor allem aber auch, daß -wie ich bereits sagte- man, auch wenn man am Anspruch der Wahrheit festhält, den Respekt und die Liebe gegenüber den Suchenden bzw. Verirrten nicht verliert.
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#5   DemonDeLuxe †   15:38:29 | Donnerstag, 9. Februar 2006
@Dr. Peter Enderfers
Nehmen Sie’s mir bitte nicht krumm, aber ein paar Milliarden Menschen teilen Ihre Meinung von der „einzigen wahren Kirche“ nicht. In Anbetracht der Tatsache, dass man es in 2000 Jahren nicht geschafft hat, den Rest der Welt davon zu überzeugen, sehe ich diese These als äußerst gewagt an, jedenfalls als so gewagt, dass weder Sie noch irgendein Theologe sie beweisen könnte. Vielleicht sollte man statt „These“ besser (und korrekter) „Wunschdenken“ sagen?
Warum sich also darauf versteifen? „Alle doof außer ich“?
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#4   Beatrix   15:27:24 | Donnerstag, 9. Februar 2006
@ Werner Thissen
Problematisch ist hauptsächlich, daß der Erzbischof wie selbstverständlich die protestantischen Gemeinschaften als Kirchen bezeichnet.
Bei allem Respekt vor den Menschen, die sich in solchen Gemeinschaften heimisch fühlen oder sich vielleicht auch engagieren, muß doch gesagt werden, daß es nur eine vollkommene Kirche gibt, nämlich die katholische, und daß lediglich die Orthodoxen noch als kirchlich zu bezeichnen sind hinsichtlich Realpräsenz und apostolischer Sukzession.
Die sogenannte Rückkehr-Ökumene ist mit Blick auf den Protestantismus m. E. alternativlos.
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#3   DemonDeLuxe †   15:03:43 | Donnerstag, 9. Februar 2006
Natürlich…
…ist dieser Erzbischof ganz einfach nicht chauvinistisch, sektiererisch und elitär genug, um den hiesigen, gehobenen Ansprüchen genügen zu können.
Wo käme man denn da hin, wenn jeder Bischof für Verständigung und Aussöhnung einträte? Da würden ja allmählich die so innig geliebten Feindbilder knapp!
Um solche unheilsschwangeren Gedanken entgegenzuwirken, schließt man solche Leute am besten noch gleich mit in die Sammlung eigener Feindbilder mit ein und vergrößert so den herzigen Fundus.
Wäre ja noch schöner, wenn man wen anderen gelten lassen würde, pah! Und so ein Erzbischof, was weiß denn der schon vom Katholizismus? Der soll sich ‘mal von einem braven kreuz.netter erziehen lassen!
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#2   Peccator   14:51:17 | Donnerstag, 9. Februar 2006
Solch einen Humbug…
der nur aus Analogien, Bildern und Metaphern besteht, kann man nur reden, wenn man einen gehörigen Portion Theologie, auf der Grundlage des Hl. Thomas von Aquin, entbehrt.
Die fehlende Bildung und Ausbildung selbst des höheren Klerus ist eine Folge des Vat. II, die wiederum zur Folge hat, dass solche völlig widersinnigen Reden zustande kommen.
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#1   jolie   14:47:30 | Donnerstag, 9. Februar 2006
das ist ja
einfach
nur
peinlich.
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