Der ehemalige Generalmagister der Dominikaner über das Ordensleben
800.000 Ordensschwestern und 200.000 Ordensbrüder weltweit: „Und stellen sie sich vor, wir Dominikaner haben den größten Nachwuchs ausgerechnet in…“
(kreuz.net, Rom) „Am 22.-27. November fand in Rom der erste Weltkongreß des geweihten Lebens statt. Dazu
versammelten sich 900 männliche und weibliche Ordensleute zum Thema: „Leidenschaft für Christus, Leidenschaft
für die Menschheit“.
Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil hat es in der Kirche Gottes keine solche
Versammlung mehr gegeben. In diesem Zusammenhang sprach die von den Paolinern herausgegebene italienische
Monatszeitschrift „Jesus“ mit dem ehemaligen Generalmagister des Dominikanerordens, dem Engländer Pater
Timothy Radcliffe. Bis zum Jahre 2001 war er der oberste Dominikaner, der in Rom auf dem Aventin residiert.
Pater Radcliffe hatte die Aufgabe, am Kongreß einen der drei großen thematischen Vorträge zu halten.
Dabei konzentrierte er sich auf drei Herausforderungen des modernen Ordenslebens.
Die erste bestehe darin,
die Zeichenhaftigkeit des geweihten Lebens wieder zur Geltung zu bringen. Dazu seien die Polarisierung
und die ideologischen Differenzen in der Kirche zu überwinden. Anschließend stellte P. Radcliffe die
Frage, wie das Ordensleben ein Zeichen der Hoffnung sein könne in einer Welt, welche die Hoffnung verloren
hat. Schließlich sprach der ehemalige Generalobere der Dominikaner von der „Kultur der Kontrolle“ die
seit dem 11. September 2002 dominiere: „Im Ordensleben kreist die Seelenführung nicht um den Begriff
der ‘Kontrolle’, sondern um die Öffnung hin auf die unvorhersehbare Gnade Gottes.“
P. Radcliffe sieht
zwei Gründe, warum das Ordensleben im Westen heute in einer Krise steckt.
Einige Kongregationen hätten
die Aufgabe, für die sie gegründet worden seien, erfüllt. Das sei gewiß kein Vergehen: „In anderen
Fällen sind wir dagegen nicht in der Lage, die Jugendlichen anzuziehen, weil wir unsere Lebensform nicht
als ein aufregendes Abenteuer vorzustellen imstande sind.“
Auf die Frage, ob der starke Nachwuchs in
den Entwicklungsländern auf einen mit dem Ordensleben verbundenen sozialen Aufstieg im Zusammenhang stehe,
meint P. Radcliffe: „Mag sein, aber das ist nicht die Regel. Oft sind diese jungen Leute gut ausgebildet
und idealistisch. Wenn sie nur auf der Suche nach Sicherheit wären, könnten sie sich auch dorthin ausrichten,
wo man arbeitet und Geld verdient. Aber dem ist nicht so. Und stellen sie sich vor, wir Dominikaner haben
den größten Nachwuchs in den Vereinigten Staaten von Amerika.“
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3 Lesermeinungen
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was irgend etwas früher besser? Ich glaube NEIN In jeder Hinsicht stimme ich jedem Wort Dolfus unten
zu (wie überhaupt seinen Postings Aber Ich möchte mal die Überlegung anbieten, ob irgend etwas seit
Altbiblischen Zeiten von Abraham über Moses, bis in die „Neuzeit“ von Jesus Christus, unsere im Dunkel
des Vergessens liegende Zeit des Vormittelalters, das Mittelalter und unsere Neuzeit ab 1496… Irgend
etwas besser war in „Sachen“ Gottverbundenheit? Gemessen an der Bevölkerungszahl (zur Zeit Jesu lebten
weltweit 150 Mio Menschen, also gerade mal so viele wie in Deutschland und Frankreich heute und das weltweit.
Im Mittelalter und in der „gottlosen“ Renaissance gings nicht weniger teuflisch zu, als zu Zeiten Babylons.
Und heute? Prozentual ist sicher, dass es mehr gläubige Christen bzw. Gottesfürchtige gibt, die an den
einzigen Dreieinigen Gott glauben und danach leben, als zu allen historischen Zeiten – wo es das Wort
Menschenrechte nicht gab. Erst im 20.Jh. waren Menschenrechte ein Thema. Und der Begriff Menschenrechte
uns seine Ausführung, ist unlösbar mit Christentum verbunden. Ich lass mich gerne (bzw. wenn’s negativer
ist ungerne) eines Anderen belehren. Wie sind tatsächlich die prozentualen Verhältnisse? Zu allen Zeiten
galt Jesu Wort, dass nur Wenige auserwählt sind! (ganz einfach, weil die Andern nicht (gauben) wollen).
Bruno-Maria Schulz
Die Seuche des Concilsgeistes Die meisten traditionellen Orden sind im Westen seit dem Wirken des „Concilsgeistes“
in einem desolaten Zustand, Ordensregeln werden komplett auf den Kopf gestellt. Das Leben dort ist zumeist
nur mehr traurig, eine lieblose 08/15-Liturgie, eine lasche Organisation, Chaos, wenige Regeln, viel Freiheit …
wie stark zerstörerisch sich der Concilsgeist inzwischen auf den Rest der Welt ausgewirkt hat, weiß
ich nicht aus eigener Erfahrung, aber der destructive Einfluß des Westens macht sich langsam, aber sichtbar
in allen Weltgegenden bemerkbar. Ich persönlich könnte keinem frommen Katholiken guten Gewissens zuraten,
in eine concilsgeistverseuchte Ordensgemeinschaft zu gehen, ich würde mir sogar Sorgen um seine Seele
machen. Dank sei Gott, Der uns noch einige römisch-katholische Orden – und nicht nur dem Namen nach –
beschert hat!
Die Seuche des Concilsgeistes Die meisten traditionellen Orden sind im Westen seit dem Wirken des „Concilsgeistes“
in einem desolaten Zustand, Ordensregeln werden komplett auf den Kopf gestellt. Das Leben dort ist zumeist
nur mehr traurig, eine lieblose 08/15-Liturgie, eine lasche Organisation, Chaos, wenige Regeln, viel Freiheit …
wie stark zerstörerisch sich der Concilsgeist inzwischen auf den Rest der Welt ausgewirkt hat, weiß
ich nicht aus eigener Erfahrung, aber der destructive Einfluß des Westens macht sich langsam, aber sichtbar
in allen Weltgegenden bemerkbar. Ich persönlich könnte keinem frommen Katholiken guten Gewissens zuraten,
in eine concilsgeistverseuchte Ordensgemeinschaft zu gehen, ich würde mir sogar Sorgen um seine Seele
machen. Dank sei Gott, Der uns noch einige römisch-katholische Orden – und nicht nur dem Namen nach –
beschert hat!