Benedikt XVI.
Neue Regeln schieben einen Riegel vor
Mehr und mehr wird klar, daß das Pontifikat von Benedikt XVI. sich von dem seines Vorgängers deutlich unterscheidet. Im Vatikan ist eine Straffung und Konzentration auf das Wesentliche im Gang.
(kreuz.net, Vatikan) Am Dienstag sandte das Staatssekretariat einen Brief an alle Apostolischen Nuntiaturen der Welt.

Darin sind neue Regeln enthalten, an die sich die Botschafter des Vatikan halten müssen, wenn sie in Rom schnell einmal beim Papst vorbeischauen wollen.

Das berichtete der Direktor der Nachrichtenagentur ‘Catholic News Agency’ Alejandro Bermudez gestern auf seiner persönlichen Nachrichtenseite.

In den Zeiten von Papst Johannes Paul II. waren die Türen des Apostolischen Palastes für Besucher weit geöffnet. Auch jeder Nuntius, der nach Rom kam – ob geschäftlich oder privat – erhielt, wenn er darum bat, sogleich eine Audienz beim Heiligen Vater, um mit ihm Ideen auszutauschen.

Doch Benedikt XVI. scheint eine andere Vorstellung zu haben, wie die Dinge laufen sollten. Er hat die bisher enorme Zahl von privaten und öffentlichen Audienzen und Auftritte des Papstes radikal reduziert.

Man hört aus Rom, daß inzwischen sogar Kurienkardinäle anstehen müssen, um vom Papst empfangen zu werden.

Jetzt wird auch den Apostolischen Nuntien ein Riegel vorgeschoben.

Diese können in Zukunft nicht mehr in die päpstlichen Gemächer hereinschneien, wie es gerade kommt.

Ein Nuntius, der den Papst sehen will, muß vorausgehend um eine Audienz bitten und seine besonderen Gründe darlegen, die ein persönliches Zusammentreffen mit dem Heiligen Vater erfordern.

Anderenfalls müssen die Dinge über den Dienstweg – das heißt, über das Staatssekretariat – abgewickelt werden.
      
10 Lesermeinungen
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#10   Johanna   16:06:14 | Donnerstag, 30. März 2006
@Benedikt
Ich kann Benedikt nur zustimmen. Wenn schon ein fast 79 Jahre alter Papst die Verantwortung der ganzen Kirche trägt, wieso soll er sich dann mit zahllosen, sicher nicht immer notwendigen Audienzen jederzeit die Zeit stehlen lassen müssen? Zahllose „engagierte Theologen und Theologinnen“ haben vor noch nicht allzu langer Zeit heftigst und ohne Skrupel dem Vorgänger des jetzigen Papstes vorgehalten, dass er zuviel reist, zuviele Termine hat, sich zu oft „inszeniert“. Jetzt wird sein Nachfolger dafür kritisiert, dass er seine Kräfte und seine Zeit einteilt und auf seine Arbeit unddie Menschen konzentriert. Aber manchen kann mans ja nie recht machen, auch wenn man der Papst ist – Oder vielleicht gerade dann nicht??
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#9   Benedikt   13:20:07 | Sonntag, 12. Februar 2006
@ B. Bussmann
Zu Jesus konnte jeder kommen, auch unangekündigt.
Das ist nun ein ziemlicher Irrtum. Jesus flüchtete ab und zu regelrecht vor den Massen um Ruhe zu finden. Es ist analog dazu nicht einzusehen, warum irgendwelche C-Promis ihre „Prominenz“ mit einem gemeinsamen Bild mit dem Heiligen Vater aufwerten sollen und dem Lenker der Christenheit anschließend wertvolle Zeit für seine Aufgabe fehlt.
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#8   Gotthard   22:06:07 | Samstag, 11. Februar 2006
Besuche
ich weiß nicht, was an der bisherigen Regelung schelcht gewesen sein sollte … außer zu viele Termine!
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#7   Elendester Sünder   21:28:45 | Samstag, 11. Februar 2006
Typisch
Brigitte, wenn du gegen diese neue Regelung bist, bin ich fast geneigt zu sagen: „Dann muß sie richtig sein.“
Die charmante Frau Bussmann nennt sich hier sogar selbst von Beruf Pastoralassistentin. Eigentlich typisch!
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#6   Brandenburgis   18:46:13 | Samstag, 11. Februar 2006
@Bussmann
Sie sind weder kathoisch, noch Theologe, noch Theologin. Sie sollten sich darüber Sorgen machen, was Jesus zu einem Ausbund von Heuchelei wie Ihnen sagen wird!
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#5   Brigitte Bussmann   18:34:30 | Samstag, 11. Februar 2006
Papst Benedikt
als katholische Theologin bin ich über diese „Erneuerungen“ nicht sehr beglückt. Zu Jesus konnte jeder kommen, auch unangekündigt.
Das Wesentliche sollte doch sein, dass die Oberhirten im Vatikan in erster Linie die Liebe Gottes den Menschen zeigen, aber das Ganze sieht mir doch stark nach einem Personenkult um Papst Benedikt aus, was dazu wohl Jesus sagen würde?
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#4   methusalix †   18:38:31 | Freitag, 10. Februar 2006
Bendikt XVI hat wohl,
die Segnungen des heiligen Bürokratius entdeckt!
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#3   ottaviani   15:47:21 | Freitag, 10. Februar 2006
mann sollte fair sein
und dem hl. vater ein jahr zeit lassen
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#2   Inderwld   15:45:12 | Freitag, 10. Februar 2006
Ordnen
Wenn Papst Benedikt hoffentlich nicht nur dabei beleibt die Termine des Papstes zu ordnen, sondern auch wieder einmal Ordnung in die Verkündigung der katholischen Lehre und in den Bischofs- und Kardinälehaufen.
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#1   ottaviani   10:26:14 | Freitag, 10. Februar 2006
vernunft
scheint hier platz zu greifen da hat der heillige vater wohl beim verewiten PiusXII anleihe genommen
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