Vatikan. Beim Angelusgebet für die Pilger auf dem Petersplatz sprach der Heilige Vater, Papst
Johannes Paul II., vergangenen Sonntag zum Hochfest der Unbefleckten Empfängnis. „Wir gedenken des 150.
Jahres seit der feierlichen Verkündigung des Dogmas durch Papst Pius. IX.“ Der Heilige Vater lud anläßlich
des Dogmengeburtstages zum Pontifikalamt in den Petersdom. „Wir werden die ‘Tota pulchra’, die Ganz Schöne,
verehren. Wir ehren jene, die Gott zur Mutter seines einziggeborenen Sohnes wählte.“
Japans kinderlose
Gesellschaft
Japan. Die Kinderlosigkeit Japans wird nun beim Namen genannt. Die japanische Bezeichnung
für den dramatischen Geburtenrückgang ist „shoshika“, „Gesellschaft ohne Kinder“. Die Regierung verlautete,
alle Möglichkeiten ausschöpfen zu wollen, um der Kinderfeindlichkeit in der japanischen Gesellschaft
entgegenzuwirken. Genaue politische Vorschläge wurden nicht präsentiert. Verschiedene Maßnahmen, wie
vermehrte Kinderbetreuungsstätten zur Erleichterung der Situation für berufstätige Mütter, sind bisher
praktisch wirkungslos geblieben. Die meisten japanischen Frauen zwischen 20 und 30 sind unverheiratet
und kinderlos.
Irak: Bischofspalast gesprengt
Irak. In Mosul, im nördlichen Irak, haben Attentäter
gestern am frühen Nachmittag den Chaldäischen Bischofspalast und eine armenisch-katholische Kirche in
die Luft gesprengt. Um halb drei Uhr Ortszeit sind zwei Männer in die Kirche gestürmt und haben Bomben
deponiert. Zwei Stunden später besetzten fünf bewaffnete Männer den Bischofspalast. Erzbischof Paul
Faraj Rahho (62) befand sich während des Anschlags auf einem Pastoralbesuch. Es ist unklar, ob es einen
Zusammenhang zwischen den beiden Attentaten gibt.
Unvergleichliche Größe
„Kaum hatten unsere Stammeltern
gesündigt, gab Gott zu erkennen, welch unvergleichlichen Grad an Größe, Kraft und Heiligkeit seine
gebenedeite Mutter erreichen mußte. Er offenbarte den Glanz und die unversehrte Reinheit dieses Gefäßes
der Auserwählung, den unschätzbaren Wert dieser kostbaren Bundeslade. In ihr sollte für eine gewisse
Zeit das Kleinod niedergelegt und eingeschlossen werden, um das ganze Weltall loszukaufen.“ (Karl Borromäus, † 3.
November 1584 in Mailand)
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