08:53:37 | Montag, 13. Februar 2006
Drei heiße Themen + Münchner Messe wird päpstlich + Parteifreunde + Berlusconi, Christus und Napoleon + Frauen sexuell gefügig gemacht
Drei heiße ThemenVatikan. Papst Benedikt XVI. wird sich heute mit dem Präfekten der Bischofskongregation,
Giovanni Kardinal Battista Re, dem Präsidenten der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei, Dario Kardinal
Castrillon Hoyos, mit dem Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Auslegung legislativer Texte, Julian
Kardinal Herranz, und mit dem Präfekten der Glaubenskongregation, Erzbischof William Levada treffen.
Hauptthema der Unterredung ist die mit Rom in Konflikt stehende Priesterbruderschaft St. Pius X. Unter
Berufung auf eine vatikanische Quelle erklärt der Direktor der Nachrichtenagentur ‘Catholic News Agency’
gestern auf seiner persönlichen Nachrichtenseite, daß drei Themen anstehen: die Aufhebung der Exkommunikation
der vier Bischöfe der Piusbruderschaft, die Errichtung
einer eigenen kirchlichen Organisation für die
Lefebvristen und eine breitere Zulassung der Alten Messe.
Münchner Messe wird päpstlichDeutschland.
Am Vormittag des 10. Septembers wird Papst Benedikt XVI. auf dem Gelände der Neuen Münchner Messe ein
Pontifikalamt zelebrieren. Dies gab der Erzbischof von München und Freising, Friedrich Kardinal Wetter,
am gestrigen Sonntag bekannt. Das Münchner Messgelände faßt mehrere hunderttausend Leute. Erzbischof
Wetter teilte außerdem mit, daß der Heilige Vater auch die Münchner Liebfrauenkirche besuchen wird.
Dort erhielt der damalige Professor Joseph Ratzinger am 28. Mai 1977 die Bischofsweihe.
Parteifreunde
Deutschland. Der Orden „Wider den tierischen Ernst“ ging dieses Jahr an den ehemaligen Fraktionsvizepräsidenten
der CDU, Friedrich Merz. Die Verleihung fand am Samstag abend in Aachen statt. Merz zog vor eineinhalb
Jahren mit seinem Vorschlag, daß die Steuererklärung auf einem Bierdeckel Platz haben sollte, die Aufmerksamkeit
der Karnevalsfreunde und Medien auf sich. Die Laudatio auf Merz hielt Vorjahres-Ordensträger Karl Kardinal
Lehmann. Er war dabei als Knappe verkleidet. Der Kardinal würdigte seinen närrischen Nachfolger als
scharfzüngigen und klugen Analytiker. Schon oft habe Merz in der Vergangenheit die Lehre erfahren: „Stellt
dir der Gegner mal ein Bein, dann kann’s auch ein Parteifreund sein.“
Berlusconi, Christus und Napoleon
Italien. Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat sich laut italienischen Medienberichten
mit Christus verglichen. „Ich bin der Jesus Christus der Politik“, soll er am Samstag bei einem Abendessen
gesagt haben: „Ich bin ein geduldiges Opfer. Ich ertrage jeden. Ich opfere mich für jeden.“ Tags zuvor
soll er sich mit Napoleon Bonaparte (+ 1821) verglichen haben: Nur Napoleon habe mehr getan als er, aber
„ich bin auf jeden Fall größer als er.“ Am 9. April finden in Italien Parlamentswahlen statt.
Frauen
sexuell gefügig gemachtGuatemala. Ende Januar beschloß das guatemaltekische Parlament ein umstrittenes
Gesetz zur Bekämpfung der Fruchtbarkeit. Es will Frauen durch kostenlos verteilte Verhütungsmittel sexuell
gefügig machen. Frauen- und mütterfeindliche linke Aktivistengruppen begrüßten das neue Gesetz. Keine
Freude hat dagegen die Regierung. Sie plant, die Gesetzesänderung vor den Obersten Gerichtshof zu bringen.
Grund: Das Veto des Staatspräsidenten gegen das Gesetz wurde nur mit achtzig und nicht wie in der Verfassung
vorgesehen mit den notwendigen 106 Stimmen zurückgewiesen. Die Regierungspartei ‘Gran Alianza Nacional’
und die katholische Kirche kündigten ebenfalls ihren Widerstand gegen den umstrittenen Entscheid an.
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#2
Christin 13:54:52 | Mittwoch, 15. Februar 2006
#1
Brigitte Bussmann 09:09:18 | Dienstag, 14. Februar 2006