Der Vatikan hüllt sich in Schweigen + Abrüstung im Beichtstuhl + Warnung an den Papst? + Und der Gewinner ist … Kroatien + Zurück aus dem Irak
Der Vatikan hüllt sich in Schweigen
Vatikan. Papst Benedikt XVI. traf sich gestern erstmals in seinem
Pontifikat mit den rund dreißig Vorsitzenden der vatikanischen Dikasterien. Die Zusammenkunft fand im
Bologna-Saal des Apostolischen Palastes statt. Details zum Inhalt der Besprechung wurden keine bekannt.
Beobachter gehen davon aus, daß die Beziehungen zwischen der Priesterbruderschaft des Heiligen Pius X.
und dem Vatikan diskutiert wurden. Ein nächstes Treffen auf dieser Ebene wird voraussichtlich Mitte April
stattfinden. Es solll sich mit demselben Thema befassen.
Abrüstung im Beichtstuhl
Deutschland. Ein
reuiger Sünder suchte kürzlich im niederbayerischen Ort Pfarrkirchen einen Beichtstuhl auf. Dort wurde
er nicht nur seine Sündenlasten, sondern auch illegal erworbene Waffen los. Der Mann übergab dem Beichtvater
eine Handgranate, eine Maschinenpistole und Munition. Wie deutsche Medien am Montag berichteten, brachte
der Priester die Waffen anschließend zur Polizei. Hinweise über den reuigen Besitzer machte er unter
Gewahrung des Beichtgeheimnisses keine.
Warnung an den Papst?
Vatikan. Ein ungenannter Kurienkardinal
bezweifelte bereits vor knapp zwei Wochen gegenüber der US-Wochenzeitung ‘National Catholic Reporter’,
daß der Heilige Stuhl die von der Piusbruderschaft für eine Aussöhnung gestellten Bedingungen annehmen
werde – besonders das Recht auf eine Kritik am Zweiten Vatikanum: „Das würde schwerwiegende Folgen für
die Einheit der Kirche haben.“ Der Kirchenfürst meinte, daß Benedikt XVI. dies „sehr gut verstehe“.
Deshalb würde der Papst nur vorsichtig weitere Schritte setzen.
Und der Gewinner ist … Kroatien
Kroatien.
Letzte Woche fanden in der kroatischen Hauptstadt Zagreb die „Champions clerum“ – ein Fußballwettkampf
für europäische Priester – statt. Das berichtete der Direktor der Nachrichtenagentur ‘Catholic News
Agency’, Alejandro Bermudez, gestern auf seiner Nachrichtenseite. Sieger wurde die geistliche Fußballmannschaft
aus Kroatien. Den zweiten und dritten Platz belegten die fußballspielenden Geistlichen Herren aus Polen
und Bosnien.
Zurück aus dem Irak
„Mein Sohn hat mir kein einziges Mal mehr in die Augen gesehen, seit
er aus dem Irak zurück ist. Er war so nervös und schreckhaft. Beim Autofahren schlängelte er sich im
Zickzack auf den Straßen entlang und versuchte ständig, jedem Stück Müll auf dem Boden auszuweichen.
Mautschalter, Tickethäuschen, alle Schalterhäuschen machten ihn halb verrückt. Er schlief nicht und
war immer auf der Kippe. Alkohol in rauhen Mengen war sein Schlafmittel.“
Die Soldatenmutter Georgia
Stillwell, Mitglied der Organisation „Military Families Speak Out“, in ihrer Antwort auf die Rede zur
Lage der Nation des US-Präsidenten George W. Bush vom 31. Januar.
Email-Adressen der Empfänger
4 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
zum Artikel „Abrüstung im Beichtstuhl“ Ist der bloße Besitz von Waffen bereits ein Verbrechen?? (im
Theologischen Sinn) Die Waffe an sich ist schliesslich weder gut noch böse. Sie ist nur so gefährlich
wie der Mensch, der sie besitzt. grüße harald
@Irenäus Sehr geehrter Herr, wo bleibt der Beleg für Ihre forsche Behauptung, S. Heiligkeit leugne die
Kindheitsberichte. Bis zum klaren Gegenbeweise gehe ich davon aus, dass Sie selektiv, nicht kontextgerecht,
gelesen haben. In seinen Weihnachts- und Adventsbetrachtungen ist mir dergleichen NICHT begegnet. Gesegnten
Tag allerseits!
Piusbruderschaft/Vatikan es müsste doch möglich sein, dass Menschen, die dazu auch noch Theologie studiert
haben und die Liebe Gottes verkünden, auf einen Nenner zu bringen. Wenn sie dabei noch an die letzten
Worte des sterbenden Papstes Johannes XXIII denken, „damit alle eins seien“, meinte er sicherlich nicht
nur die Einheit zwischen den Kirchen der Reformation und der katholischen Kirche, sondern die Einheit
der Christen im allgemeinen. Vielleicht hilft ja auch der Heilige Geist dabei, dass weniger das Rechthaben
eine Rolle spielt, sondern DEUS CARITAS EST.
Heuchelei besonders das Recht auf eine Kritik am Zweiten Vatikanum: „Das würde schwerwiegende Folgen
für die Einheit der Kirche haben… Für gewisse Kreise scheint V2 unendlich erhaben über der Bibel
zu stehen. Denn die darf man kritisieren, sogar darf man ihr Irrtümer unterstellen. Der gegenwärtige
Papst selber hat eifrig eine Lanze für die Mäechenbuchexegese gebrochen; z.B. leugnet er die Echtheit
der Kinheitsberichte des Lukasevangeliums. Das stellt natürlich keine Gefahr für die Einheit der Kirche
dar.