Ein Kurienkardinal erklärte kürzlich, wie Papst Benedikt XVI. gegen die gegenwärtigen schweren liturgischen Mißbräuche vorgehen will. Im Gespräch ging es auch um die Aussöhnung zwischen dem Heiligen Stuhl und der Piusbruderschaft.
(kreuz.net, Vatikan) Der aus Nigeria stammende Präfekt der Gottesdienstkongregation, Francis Kardinal
Arinze, erwartet, daß der Heilige Vater die gegenwärtigen liturgischen Mißbräuche mit klaren Worten
aber mit behutsamen Taten bekämpfen wird.
Das erklärte der Kardinal Anfang Februar vor dem Nachrichtendienst
der US-Bischofskonferenz.
Der Papst glaube, daß liturgische Verfehlungen oft aus Unwissenheit und nicht
aus Böswilligkeit geschähen.
Darum seien keine „aggressiven“ Korrekturen von Mißbräuchen zu erwarten:
„Ich glaube nicht, daß der Papst den kirchlichen Hammer einsetzen wird“, so der Kardinal.
Gleichzeitig
rechnet er mit wichtigen Maßnahmen – „nicht aber mit Säuberungsaktionen“. Der Papst habe eine sehr klare
Glaubenslehre und Überzeugung. Vielen Leuten sei nicht bewußt, daß der Heilige Vater „kein grober Mensch“
sei.
Viele liturgische Mißbräuche gründeten in Glaubensschwäche, Unwissenheit oder einem falschen
Verständnis von Kreativität. Dies sei vielleicht der Grund, warum der Papst auf Glaubensthemen Wert
lege. Ein gutes Beispiel dafür sei seine erste Enzyklika.
Bei der Heiligen Messe komme es auf jedes
Wort und jede Geste des Priesters an, erklärte Kardinal Arinze. Zur Verdeutlichung benützte er folgendes
Beispiel:
„Angenommen ein Priester beginnt die Messe und sagt: ‘Guten Morgen miteinander, hat euer Team
letzte Nacht gewonnen?’“ So etwas sei kein liturgischer Gruß:
Kardinal Arinze:
„Angenommen ein Priester
beginnt die Messe und sagt: »Guten Morgen miteinander, hat euer Team letzte Nacht gewonnen?«“
„Wenn
Sie diesen Gruß in einem liturgischen Buch finden, dann schenke ich Ihnen einen Truthahn.“
Das sei aber nicht um den Preis möglich, daß man
das Zweite Vatikanische Konzil „verleugne“. Er wünsche sich auch eine Aussöhnung. Aber man müsse begreifen,
daß ein Papst den Glauben der Kirche nicht ändern könne.
Der Papst könne nicht so handeln, als ob
es das letzte Konzil nie gegeben hätte: „Er kann das Zweite Vatikanum nicht ablehnen, um die Lefebvristen
glücklich zu machen.“
Zur Frage einer breiteren Erlaubnis für die Zelebration der Alten Messe erklärte
der Kirchenfürst, daß er mit den von Johannes Paul II. aufgestellten Regeln „sehr zufrieden“ sei.
Diese
Vorschriften knüpfen die Möglichkeit der Zelebration dieser Messe am guten Willen – und häufig an die
Willkür – der Diözesanbischöfe.
Der Kardinal meinte, daß es bei den meisten Gläubigen nicht um die
Frage Alte gegen Neue Messe gehe.
Wichtiger seien grundlegende Glaubensthemen, die Liebe Christi oder
das allgemeine Verständnis der Sonntagsmesse.
Email-Adressen der Empfänger
61 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#61 Agiafortuni 10:47:12 | Donnerstag, 23. Februar 2006
den Glauben der Kirche nicht ändern Kardinal Arinze behauptet, Benedikt XVI könne den Glauben der Kirche
nicht ändern aber leider ist in der von Professor Ratzinger vertretenen Ekklesiologie ein entstellter
Glaube feststellbar und wer kann bestreiten, dass Entstellung Veränderung bedeutet. Eine Rückkehr der
Rechtgläubigen in die Konzilskirche wird erst dann möglich sein, wenn an Stelle von Lumen Gentium Mystici
corporis und Satis cognitum treten.
Was ist ein Konzil? 2. Teil @Gatte der Evelin Wieso Paul VI. Lüge unterstellen? Das von mir gebrachte
Zitat „Hodie concilium oecumenicum Vaticanum secundum concludimus“ („Heute haben wir das Oekumenische
Konzil, das Zweite Vatikanische, beschlossen“ sagte dieser Papst in einer Ansprache vor den Konzilsvätern
am 7. Dezember 1965, das heisst zum Abschluss des Konzils. Dass damals die anwesenden Bischöfe Widerspruch
angemeldet hätten, ist nicht bekannt. Wo um Gottes Willen soll aber Paul VI. gesagt haben, es handle
sich beim Vatikanum II nicht um ein ökumenisches Konzil? Wenn eingewandt wird, wegen fehlender Einberufung
bzw. Leitung durch den Papst oder seine Stellvertreter seien viele Konzilien der Vergangenheit dann keine
ökumenischen Konzilien gewesen, so ist anzumerken, dass nach der traditionellen Lehre diese Mängel gewissermassen
geheilt werden können, wenn der Papst im nachhinein das Konzil und seine Beschlüsse anerkennt (so bei
den teils vom Kaiser einberufenen Konzilien der Antike) Bei der Darlegung der traditionellen Aufffasung
über das Konzil habe ich mich im Übrigen an Tanquerey gehalten, dessen Kompendien m.W. auch bei der
FSSPX in hohem Ansehen stehen. Auch ein Konzil, dass nur pastorale oder disziplinäre Fragen behandelt,
kann im Sinne der Katholischen Lehre ein ökumenisches Konzil sein.
Wiederum Fragen und Antworten zu V2 @ nochmals zu turk: Im übrigen hatte V2 nach ausdrückl. Anordnung
und Zeugnis Johannes XXIII. diese Befugnis (zu definieren und zu verurteilen)nicht (oder hat er auch in
diesem Punkt gelogen?). Gilt das etwa nicht, was der Fenster und Türen öffnende Papst über seine eigene
Veranstaltung von sich gibt? Wird eine Versammlung der Glaubenskongregation, welche die verbindl. Lehre
wiederholt, deswegen zum Konzil? wenn es keine (neuen) Definitionen festlegt Wenn eine Bischofsversammlung
deswegen zum Konzil wird, weil unfehlbare Lehre wiederholt wird, dann ist jede Bischofsversammlung ein
Konzil, weil in jeder die verbindliche Lehre in irgendeinem Punkt wiederholt wird. Wegen Wiederholungen
ist V2 genausowenig dogmatisch oder ökumenisch wie die Kopie zum Original wird, weil sie Ähnlichkeiten
mit dem Original aufweist. Unfehlbarkeit des Grundinhaltes von Humanae vitae mit dem Scheinargument zurückweisen,
daß eine Enzyklika als solche nicht unfehlbar wäre Unfehlbarkeit gibt es außerhalb des Konzils und
zwar in Form des Dogmas. Andere Dinge können im Rahmen des ordentl. Lehramtes verbindlich sein, sie können
sogar unabänderlich sein (wie z.B. die Ablehnung des Frauenpriestertums). Es gibt aber kein Konzil ohne
Dogma und zwar bis dato noch nicht Definiertes und insoweit (in seiner Ausschließlichkeit) Neues. Der
Gatte der Evelin
Weitere Anmerkungen Lieber Irenäus! Der gute alte Ott www.kreuz.net/article.447.html informiert uns beispielsweise
korrekt darüber, daß erst mit dem XXI. Ökumenischen Konzil und seiner dogmatischen Lehre sicher und
entschieden ist, daß die Bischofsweihe ein eigener Grad des heiligen Weihesakramentes ist. Was die sogenannte
Religionsfreiheit betrifft, so liegt sowohl bei den radikalen Auslegern als auch bei den radikalen Gegnern
eine schwere Verwechslung unterschiedlicher fachlicher Ebenen und somit eine Häufung von zeitgebundenen
Mißverständnissen vor. Die unfehlbar gültigen dogmatischen Prinzipien wurden in keiner Weise angerührt
und können auch nicht verändert werden. Gleichzeitig wurde das von Gott her stammende Naturrecht am
Menschen als Sozialwesen noch besser erkannt und erklärt. Sorry, aber ich habe nirgendwo gesagt, daß
ein Dokument namens Humanae vitae unfehlbar ist, sondern [link]die wesentliche Lehre von Humanae vitae[link]www.internetpfarre.de/verhuetung.htm
selbst. Wer das nämlich ablehnt, ist entweder Progressist oder den Progressisten (in ihrer auf den Papst
verengten angeblich einzig möglichen Unfehlbarkeit ex cathedra) auf den Leim gegangen. Schließlich beweist
mir der Gatte der Evelin die Richtigkeit dieser meiner Vermutungen. Offenbar hat auch er (noch) nicht
gewußt, daß das ordentliche Lehramt unfehlbar lehren kann. Und genau diese Propaganda, daß dies nicht
möglich wäre, ist progressistisch, um sich möglichst vieler dogmatischer und sittlicher Wahrheiten
leicht zu entledigen. Dies aber will der …
@turk Die Lehre, daß mit der Bischofsweihe die Fülle des Weihesakramentes verliehen wird, ist jedoch
allgemeine Lehrverkündigung, so z.B. Leo XIII bei seinem Urteil über die anglikanischen Weihen. Eine
solche allgemeine Lehrverkündigung liegt bei DH sicherlich nicht vor. Erst neulich haben wir das Fest
des hl. Cyril gefeiert. Was Humanae Vitae betrifft, so hat hier Paul VI nur die allgemeine Lehre wiedergegeben.
Als unfehlbar sollte man nur ein Dokument bezeichnen, das ein ganz besonderes übernatürliches Charisma
besitzt, nämlich im Himmel zu binden und zu lösen.
#56 Catholicus 21:10:27 | Dienstag, 14. Februar 2006
@Gatte der Evelin Für mich ist es ein Phänomen, dass Sie entgegen all dem, was die Kirche selbst festhält
(Papst, Bischöfe), das 2. Vatikanische Konzil nicht als Konzil anerkennen und dieser feierlichen Kirchenversammlung
obendrein noch Häresie unterstellen! Wie denkt eigentlich Ihre Gattin darüber? Oder darf Evelin unter
ihrem Namen gar nicht mehr schreiben, weil der Gatte ständig vor dem Computer sitzt?
#55 Tridentinus 20:42:17 | Dienstag, 14. Februar 2006
Parallelbericht Liest man den Parallelbericht auf kath.net fällt auf, daß der Kardinal die Messe ein
„geistliches Festmahl“ nennt. Und das, obwohl Ratzinger schon im Buche „Das Fest des Glaubens“ sogar davon
abriet, auch nur vom Opfer in Mahlgestalt zu sprechen. Das Adjektiv „schismatisch“ im Bezug auf die Priesterbruderschaft
St. Pius X. war in diesem Parallelbericht natürlich wieder unvermeidlich. Wer bei kath.net spricht eigentlich
von schismatischen Protestanten?
@ Gatte @ Schweizer Priester: Dass ein Konzil nur dann ein ökum. ist, wenn es unfehlbare Lehren proklamiert,
ist auch in der vorkonziliaren Dogmatik durchaus nicht gelehrt worden. [fett]Das ist richtig und ist ein
schädlicher Mangel dieser Lehre, der die heutige Situation kausal mitbedingt.[fett] Sie bauen sich aber
auch wirklich ihre eigene Welt. Daher muss Sie weder das vorkonziliare noch das heutige Verständnis dessen,
was ein Konzil ist, kümmern. So geht’s natürlich auch: ich definieren den Begriff „Konzil“ neu und „wundere“
mich dann, dass das letzte Konzil „zufällig“ nicht darunter passt. Wollen Sie uns auf den Arm nehmen?
Verschiedene Fragen und Antworten zur Konzilsdebatte @ Schweizer Priester: Dass ein Konzil nur dann ein
ökum. ist, wenn es unfehlbare Lehren proklamiert, ist auch in der vorkonziliaren Dogmatik durchaus nicht
gelehrt worden. Das ist richtig und ist ein schädlicher Mangel dieser Lehre, der die heutige Situation
kausal mitbedingt. Notwendig zum ökumenischen Konzil ist: 1.)Einberufung durch den Papst 2.) Vorsitz
des Papstes persönlich oder durch Legaten 3.) Approbation der Beschlüsse durch den Papst. Damit wären
die meisten Konzilien in der Geschichte keine: Weil entweder nicht durch den Papst einberufen oder nicht
von diesem oder einem Legaten geleitet. Die durchgehende Geschichte der Konzilien der Hl. Kirche würde
demnach in Trient beginnen: Kann also nicht stimmen! Das beispielsweise Paul VI. das Vatikanum II nicht
als ökum. Konzil betrachtet habe, ist der grösste Blödsinn! Dann hat er entweder doppelzüngig gesprochen
(zwei verschiedene Äusserungen zum gleichen Thema) oder gelogen oder beides. Wäre ihm auch durchaus –
dem Zerstörer der Hl. Liturgie – zuzutrauen. Als „größten Blödsinn“ kann man die Lüge von V2=Konzil
bezeichnen. @ turk: Wenn das II. Vatikanum z. B. die Lehre des I. Vatikanums wiedergibt, so lehrt das
II. Vatikanum unfehlbar Das ist bestenfalls ein semantischer Trick: Entweder war es schon festgelegt,
dann hätte V2 gar nichts ändern können oder nicht: Dann kann es sich nur um ordentl. Lehramt handeln.
Der Gatte der Evelin
#52 Gotthard 19:08:00 | Dienstag, 14. Februar 2006
@Tradiland „Weltsynode der Bischöfe“ Es ist schon eine tolle Sache, wenn man aus ideologischen Gründen
die Fakten nicht auf die Reihe bekommt. Eine „Weltsynode der Bischöfe“ hat es nie gegeben!!!!!! Gegeben
hat es diverse „Weltbischofs-Synoden“ oder auch Kontinental-Synoden. An diesen Synoden haben jeweils Vertreter
der einzelnen beteiligten Bischofskonferenzen und berufenen Mitglieder teilgenommen. Nach dem II. Vaticanum
hat es nie mehr eine Versammlung aller Bischöfe gegeben. Es gibt in der Tat Partikular-Konzilien als
Versammlung aller Bischöfe eines bestimmten Teiles der Weltkirche. EIn Konzil ist immer dann „ökumenisch“,
wenn alle Bischöfe der Weltkirche teilnahmeberichtigt sind. Das Vaticanum II war wohl das „ökumenische
Konzil“ mit der höchsten Anwesenheitsquote aller Zeiten. Du kannst nun zu diesem Konzil stehen, wie du
willst. Nimm aber bitte die Fakten zur Kenntnis.
Was ist ein Konzil? Ein Konzil ist nicht dadurch ein solches, dass es unfehlbarkeit beansprucht. Nach
der traditionellen Dogmatik gibt es: Provinzialkonzilien (Bischöfe einer Kirchenprovinz kommen zusammen),
Plenarkonzilien (Bischöfe mehrerer Provinzwen mit zustimmung des Hl. Stuhles) und Allgemeine Konzilien
(concilium generale oder c. oecumenicum), das heisst Konzilien, die unter Zustimmung des Hl. Vaters stattfinden
und die Gesamtkirche repräsentieren. Verhandlungsgegenstand eines Konzils können Lehre (doctrina) und/oder
Disziplin der Kirche sein. Dass ein Konzil nur dann ein ökumenisches ist, wenn es unfehlbare Lehren proklamiert,
ist auch in der vorkonziliaren Dogmatik durchaus nicht gelehrt worden. Notwendig zum ökumenischen Konzil
ist: 1.)Einberufung durch den Papst 2.) Vorsitz des Papstes persönlich oder durch Legaten 3.) Approbation
der Beschlüsse durch den Papst. Das beispielsweise Paul VI. das Vatikanum II nicht als ökumenisches
Konzil betrachtet habe, ist der grösste Blödsinn! Am 7. Dezember 1965 sagte er z.B.:„Hodie Concilium
Oecumenicum Vaticanum secundum concludimus…“
Nochmals: Unfehlbarkeit nicht nur bei Definitionen Irrtum, lieber Irenäus. Sie haben nur bestätigt,
daß Sie ein verengtes Verständnis von Unfehlbarkeit der Kirche haben. Für diese Unfehlbarkeit sind
nicht immer „dogmatische Definitionen“ im strengen Sinn nötig. Wenn das II. Vatikanum z. B. die Lehre
des I. Vatikanums wiedergibt, so lehrt das II. Vatikanum unfehlbar, auch wenn es keine (neuen) Definitionen
festlegt. Von Glatteis sprach ich, weil wenn man die Unfehlbarkeit derart verengt, dann findet man sich
auf einmal im Boot jener Progressisten, die z. B. die Unfehlbarkeit des Grundinhaltes von Humanae vitae
mit dem Scheinargument zurückweisen, daß eine Enzyklika als solche nicht unfehlbar wäre oder daß keien
Ex-Cathedra-Definition vorliege. Wer mitdenkt, erkennt, was ich meine, und findet auch leicht im letzten
Konzil www.stjosef.at/konzil die Stelle zur Bischofsweihe.
@turk Letzten Endes haben Sie mich nur bestätigt; dogmatische Definitionen finden sich nirgendwo in V2.
Ich würde gerne wissen, wo das mit den Bischofsweihen steht. @Romano: meines Wissens enthalten alle ökumenischen
Konzilien von Nizäa bis zum Vatikanum Anathemata.
@ Irenäus Haben denn z.B. auch das Erste und das Zweite Konzil von Lyon (1245, 1274) das „Merkmal der
Unfehlbarkeit“ (was auch immer diese Formulierung genau bedeuten mag)?
Achja, so viel zum Thema Unfehlbarkeit Achtung: es gibt nicht nur die Unfehlbarkeit des Papstes und der
sog. „traditionellen Konzilien“! Neuerlich begeben sich so manche extrem gegen das II. Vatikanische Konzil
als päpstlich und allgemein-kirchlich anerkanntes XXI. Ökumenisches Konzil argumentierende Diskutanten
auf gefährliches Glatteis. Um dies zu erkennen, genügt ein kleines Zitat aus der Dogmatischen Konstitution
Lumen gentium (Nr. 25) dieses XXI. Ökumenischen Konzils der Heiligen Mutter Kirche: „Die einzelnen Bischöfe
besitzen zwar nicht den Vorzug der Unfehlbarkeit; wenn sie aber, in der Welt räumlich getrennt, jedoch
in Wahrung des Gemeinschaftsbandes untereinander und mit dem Nachfolger Petri, authentisch in Glaubens-
und Sittensachen lehren und eine bestimmte Lehre übereinstimmend als endgültig verpflichtend vortragen,
so verkündigen sie auf unfehlbare Weise die Lehre Christi. Dies ist noch offenkundiger der Fall, wenn
sie auf einem Ökumenischen Konzil vereint für die ganze Kirche Lehrer und Richter des Glaubens und der
Sitten sind. Dann ist ihren Definitionen mit Glaubensgehorsam anzuhangen.“ Und somit ist der Irrtum jener
Diskutanten erwiesen, die das II. Vatikanum zur reinen Synode abwerten. Im übrigen ist beispielsweise
durch das II. Vatikanum definitiv geklärt, daß die Bischofsweihe ein eigener Grad des heiligen Weihesakramentes
ist. Von wegen nicht unfehlbar und nicht dogmatisch …
Begriffsverwirrung Man kann V2 nicht als ökumenisches Konzil bezeichnen, weil ihm ein ganz entscheidendes
Merkmal, nämlich das der Unfehlbarkeit fehlt. Nach der traditionellen Definition ist ein ökumenisches
Konzil eine Versammlung des Weltepiskopates, welche unfehlbare Definitionen in der Glaubensfrage macht.
V2 wollte ja ausdrücklich nicht unfehlbar sein, weswegen es im traditionellen Sinne kein ökumenisches
Konzil sein kann.
#45 Benedikt 17:30:48 | Dienstag, 14. Februar 2006
@ Stimme Die Ausübung der Gewalt ist an keinerlei Form oder dergleichen gebunden. Ein Konzil kann selber
entscheiden, wie es ein Problem am besten löst. Nirgendwo steht geschrieben, dass die mit Hilfe von Kanones
oder Definitionen erfolgen muss. Wichtig ist, dass das Konzil als solches etwas beschlossen hat: Das Bischofskollegium
nämlich unter dem primatialen Vorsitz des Papstes. Diese Beschlüsse sind bindend; somit wird Gewalt
ausgeübt. Kritisieren können Sie die Beschlüsse natürlich, solange Sie keine abschließende Glaubenslehre
sind oder das Kritisieren nicht mit irgendwelchen Strafen belegt ist (beim 2. Vatikanum nicht der Fall).
Kritisieren Sie also, wie es Ihnen gefällt.
Konzil – Synode im CIC Can. 337 – Can. 337 – § 1. Die Gewalt in Hinblick auf die Gesamtkircheübt das
Bischofskollegium in feierlicher Weise auf dem Ökumenischen Konzil aus. Was hier als „Gewalt“ bezeichnet
wird, ist das ao. Lehramt (mindestens hauptsächlich). § 3. Sache des Papstes ist es, gemäß den Erfordernissen
der Kirche die Weisen auszuwählen und auszurichten, in denen das Bischofskollegium seine Aufgabe hinsichtlich
der Gesamtkirche kollegial ausüben soll. Also Konzil, Synode, sonst irgendetwas, was aber nicht heißt,
dass es keine Unterschiede gäbe. Can. 341 – § 1. Dekrete des Ökumenischen Konzils… Dekrete und Gewalt
finden sich nicht bei der Synode. Daraus ergeben sich e contrario die – ausschließlichen – Aufgaben des
Konzils. § 2… Dekrete des Bischofskollegiums, wenn es gemäß einer anderen vom Papst eingeführten
oder frei angenommenen Weise einen im eigentlichen Sinne kollegialen Akt setzt. Also z.B. bei einer Synode
oder ohne Zusammenkunft. KAPITEL II BISCHOFSSYNODE Can. 343 – Sache der Bischofssynode ist es, über die
Verhandlungsthemen zu beraten und Wünsche zu äußern, nicht aber diese zu entscheiden und über sie
Dekrete zu erlassen, wenn nicht in bestimmten Fällen der Papst ihr Entscheidungsgewalt übertragen hat, …
Eine Synode hat Entscheidungsgewalt, wenn es der Papst will.
#43 amicus_crucis 17:02:06 | Dienstag, 14. Februar 2006
Das war mir schon klar. Die V2-Versammlung hat aus den von ihr genannten Gründen kein Konzil. Im Übrigen
war die Versammlung nicht frei und hat falsch gelehrt, wie im Rahmen dieses Nachrichtendienstes schon
mehrfach nachgewiesen wurde. Es wäre eine Beleidigung der Päpste und Bischöfe aller Zeiten, V2 als
Konzil zu bezeichnen. … Hier treiben sich allerlei Schismatiker und Häretiker herum. Jedem das Seine.
Aber der Wahrheit ihr Recht! Das Zweite Vatikanische Konzil (nicht „V2“!) ist ein Ökumenisches Konzil
und definiert etwa in der Dogmatischen Konstitution „Lumen gentium“ gültig die Lehre der Kirche. Dass
diese Lehre einen Bruch mit der Tradition darstellen soll, ist eine von „linken“ wie „rechten“ Randgruppen
gerne verbreitete Mär, die zwar schon viel Schaden angerichtet und Spaltung hervorgerufen hat, aber an
der Wahrheit des Konzils nichts ändert. Privatmeinungen von Randerscheinungen können dem schon gar nichts
anhaben.
@ Stimme Einverstanden unter dem Hinweis, dass V2 genau deswegen eben kein Konzil war. Weil es den dort
enthaltenen Aufgabenkatalog, der nur einem Konzil zusteht, nicht beinhaltet hat. Wo, bitte, steht dieser
Aufgabenkatalog genau? Warum kann die höchste Leitungsgewalt der Kirche nicht auch auf andere Weise als
durch Lehrverurteilungen oder Definitionen ausgeübt werden?
Der Papst steht über dem CIC, nicht aber über der Wahrheit! @ Romano: Etwas anderes zu behaupten, hieße,
dass der Papst nicht „als Papst“ handele, soweit er (nur) eine Enzyklika verfasst oder eine Predigt hält.
Heißt das, dass der Papst auch lügen darf, weil er der Papst ist? Falls es das nicht heißt, sind seine
Äusserungen in Hinblick darauf überprüfbar, ob sie der Wahrheit entsprechen. Was die Auslegung des
CIC betrifft, so gilt dort wie sonst im Recht der Grundsatz, dass der Gesetzgeber verschiedenes meint,
wenn er verschiedenes bezeichnet. Also bestehen Unterschiede zwischen „Konzil“ und „Synode“, auch wenn
die etymologische Wurzel (hie Latein, da Griechisch) sehr ähnliches bezeichnet. Es gibt nur zwei Aufgaben,
die ein Konzil lt. CIC 1983 hat, eine Synode jedoch keinesfalls: 1. die Ausübung des ao. Lehramtes (Fehlanzeige
bei V2); 2. die Erlassung von Gesetzen: Im CIC steht Dekrete, blättert man nach vor, ergibt sich, dass
es sich um verbindliche Gesetze handelt, nicht um irgendwelche Texte und seien sie noch so ausgefeilt.
Also z.B.: Die Gläubigen müssen glauben x; sie haben zu unterlassen: y. Ebenso Fehlanzeige bei V2. Eine
Synode kann übrigens Beschlüsse fassen – wenn es der Papst zugelassen hat – ist so ausdrücklich im
CIC geregelt. Selbstverständlich steht der Papst über dem CIC und hat umfassende Freiheiten der Ausgestaltung.
Der Papst steht aber nicht über der Wahrheit. Bedient er sich also des Stilmittels der Lüge, darf ihm
trotz seiner Funktion als Stellv. Christi nicht gefolgt werden.
#40 Brandenburgis 16:31:16 | Dienstag, 14. Februar 2006
Sacrosanctes Konzil Die Tradistimme hat selbstverständlich recht. Die V2-Versammlung hat aus den von
ihr genannten Gründen kein Konzil. Im Übrigen war die Versammlung nicht frei und hat falsch gelehrt,
wie im Rahmen dieses Nachrichtendienstes schon mehrfach nachgewiesen wurde. Es wäre eine Beleidigung
der Päpste und Bischöfe aller Zeiten, V2 als Konzil zu bezeichnen.
@ Stimme Ich wundere mich auch, dass es Ihnen so große Schwierigkeiten macht, den Unterschied zwischen
Konzil und die Synode zu verstehehen. Dabei hat Gotthard hier weitgehend recht: Auf dem (Ökumenischen)
Konzil übt das Bischofskollegium in feierlicher Weise die Gewalt in Hinblick auf die Gesamtkirche aus
(Can. 337 CIC). Das Bischofskollegium ist zusammen mit seinem Haupt (und niemals ohne dieses Haupt) ebenso
wie der Papst Träger höchster und voller Gewalt in Hinblick auf die Gesamtkirche. Es besteht aus dem
Papst und allen (in Gemeinschaft mit ihm stehenden) Bischöfen. Eine Synode ist hingegen eine Versammlung
von Bischöfen, die nicht die höchste kirchliche Gewalt ausübt, sondern dem Papst beistehen und beraten
soll (Can. 342 ff. CIC). Was ein Konzil berät und auf welche Weise es seine Gewalt ausübt, wird grundsätzlich
vom Papstes bestimmt. Ebenso wenig wie der Papst selbst seine Leistungsgewalt nur durch die unfehlbare
Feststellung von Glaubenswahrheiten ausüben kann, muss ein Konzil irgendetwas nichts „definieren“. Vielmehr
kann das Konzil – ebenso wie der Papst – seine Leitungsgewalt auf manngifaltige Art und Weise (und eben
auch im Hinblick auf pastorale Fragen ausüben). Etwas anderes zu behaupten, hieße, dass der Papst nicht
„als Papst“ handele, soweit er (nur) eine Enzyklika verfasst oder eine Predigt hält. Das ist, werte Stimme,
ebenso absurd wie ihre merkwürdige These.
#38 Benedikt 15:59:51 | Dienstag, 14. Februar 2006
@ Stimme Die Weltsynode der Bischöfe ist kein Konzil, weil diese Versammlung nichts beschließt. Sie
berät nur, wie im CIC eindeutig vorgesehen. Ein Konzil dagegen beschließt dagegen Dinge, eben wie das
Zweite Vatikanum die entsprechenden Konstitutionen. Das Konzil hat also keine Beratungsfunktion, sondern
eine Beschlussfunktion. Verurteilungen dagegen müssen nicht enthalten sein, davon steht nichts im Gesetz.
Von mir aus können Sie jetzt gern beginnen zu bestreiten, dass die Konstitutionen Beschlüsse waren.
Das ändert auch nichts.
@ amicus_crucis Gotthard schrieb ausser Beleidigungen noch Falsches: Der CIC kennt nur „ökumenische Konzile“
als Versammlung aller Bischöfe mit dem Papst…wie und was dort verhandelt wird, liegt in der alleinigen
Vollmacht des Papstes. Einverstanden unter dem Hinweis, dass V2 genau deswegen eben kein Konzil war.Weil
es den dort enthaltenen Aufgabenkatalog, der nur einem Konzil zusteht, nicht beinhaltet hat. Davon zu
unterscheiden sind – auf gesamtkirchlicher Ebene – die Bischofssynoden, an denen nur Teile des Bischofskollegiums
teilnehmen. Gotthard hat unzweifelhaft den CIC 1983 nicht studiert. Sonst wüßte er, dass dort sowohl
die Möglichkeit enthalten ist, regionale Konzilien einzuberufen (also nicht ökumenisch im weltumfassenden
Sinne) als auch Weltbischofssynoden. Dass der Papst zu einer letzteren sämtliche Bischöfe des Weltepiskopats
einlädt, steht ihm völlig frei und ist in den CIC-Bestimmungen offen gehalten. Also von wegen „schön
erklärt“: Völlig ahnungslos, das ist das, was Gotthard schrieb.
Amicus_crucis & Benedikt „Ökumenisch“ wurden schon diejenigen Konzilien der Kirche der ersten Jahrhunderte
genannt, zu denen sich die Bischöfe aus der gesamten „oikumene“, der ganzen Welt, versammelten. Das ist
gewiß ein Irrtum, denn sonst wäre ja auch die „Weltsynode der Bischöfe“ (z.B. Ende 2005) ein Konzil.
Dass ein Konzil ein Konzil ist, wäre sonst ja Tautologie. Dass zwischen der Ausübung des ao. Lehramtes
und der zweiten möglichen Aufgabe eines Konzils, der Erlassung von Gesetzen für alle Gläubigen oder
Gruppen von ihnen, ein Unterschied besteht, weiß auch der CIC. Ebenso kennt der CIC 1983 die Synode.
Hingegen bedeutet „ökumenisch“ auch in Gemeinschaft mit Gott stehend. Trifft auf V2 aber nicht zu: Als
Johannes XXIII. das Fenster der Kirche öffnete (den Begriff verwendete er in einer Rede, sinngemäß
aber auch in der Eröffnungsansprache zu V2), entwich der Hl. Geist und die Daemonen ließen sich auf
den Vätern nieder. Die damit begannen, die Hl. Tradition in der Hl. Liturgie zu schänden und sodann
bei Religionsfreiheit, falscher „Ökumene“ (Unitatis Redintegratio) und interreligiösem Schwachsinn (Nostra
Aetate) zu „krönenden“ (eher hohl tönenden) Abschlüssen zu geraten. Der Beifall der Welt war ihnen
sicher. Der Beifall Christi blieb aus – wie an den Früchten erkennbar.
#34 Gotthard 15:32:38 | Dienstag, 14. Februar 2006
[…] Es gibt schon merkwürdige Stimmen … schlimm sind allerdings Geister-Stimmen mit selbsternannter
Wahrheit. Der CIC kennt nur „ökumenische Konzile“ als Versammlung aller Bischöfe mit dem Papst…wie
und was dort verhandelt wird, liegt in der alleinigen Vollmacht des Papstes. Davon zu unterscheiden sind –
auf gesamtkirchlicher Ebene – die Bischofssynoden, an denen nur Teile des Bischofskollegiums teilnehmen.
Wenn Stimme anderes meint, darf er … [v.d.Red.zens.]
#33 Benedikt 15:26:36 | Dienstag, 14. Februar 2006
@ Stimme Ich kenne den Unterschied zwischen dogmatischem Konzil und pastoralem Konzil, aber dass ein pastorales
Konzil kein ökumenisches sein soll, dass müssen Sie mir mal erklären. Die Konzile der kath. Kirche
sind immer ökumenische Konzile, anderes wird höchstens von den Orthodoxen behauptet. Dass dies nicht
klargestellt wurde, ist jene Lüge, die ich unausgesetzt aufzeige. Das können Sie machen, solange Sie
wollen. Ich werde mich jedoch weiterhin an die offizielle Beurteilung halten. Ob’s Ihnen passt oder nicht.
@ Benedikt Ach, die FSSPX bestreitet also, dass das II. VK ein Konzil war? Sie müssen zwischen „Pastoralkonzil“
und „ökumenischem Konzil“ (= das außerordentl. Lehramt ausübend) unterscheiden. Schreibt FSSPX von
„Konzil“, dann nur im Sinne von „Pastoralkonzil“ (= was es in der Tradition ohnedies nicht gibt) Langsam
wird es langweilig. Das Konzil wurde als Ökumenisches Konzil einberufen. Ob’s Ihnen passt oder nicht.
Furchtbar langweilig: Das Konzil wurde nicht als solches, sondern als Synode fortgesetzt. Die Bezeichnung
„Konzil“ ist also nur auf die Einladung anwendbar, aber ab der Eröffnungsrede von Johannes XXIII. („wir
wollen nicht verurteilen“ = definieren = also nicht das tun, was auf Konzilien immer geschehen ist) ist
klargestellt, dass die Fortsetzung nunmehr als Synode erfolgte. Dass dies nicht klargestellt wurde, ist
jene Lüge, die ich unausgesetzt aufzeige. Ob es Ihnen paßt oder nicht…
#31 Benedikt 15:06:49 | Dienstag, 14. Februar 2006
@ Stimme Ich weise Sie nur darauf hin, dass das falsch ist. Ja. IHRER Meinung nach, die – wie gesagt –
eine relativ unmaßgebliche Mindermeinung ist. Vom 21. Ökumenische Konzil hörte und las ich dort nie.
Ach, die FSSPX bestreitet also, dass das II. VK ein Konzil war? Na, in dem Fall sollte man dort schnellstens
sein Sprachregelung anpassen – das Wort Konzil ist nämlich in FSSPX Publikationen ungefär so häufig
wie „und“. Sehr „tapfer“. Die Frage ist, warum Sie sich der Mindermeinung vom „21. Ökum. Konzil“ anschließen
Langsam wird es langweilig. Das Konzil wurde als Ökumenisches Konzil einberufen. Ob’s Ihnen passt oder
nicht. Der V2-NOM-Normalfall in den von Ihnen so hochgepriesenen V2-NOM-Pfarren… Nee, der Normalfall
ist, dass sich solche Fragen gar nicht stellen, da sie höchstens auf eine Minderheit von Priestern o.
Gemeinden zutreffen. Ein Pfarrer kann sich gute Kirchenmusik wünschen, aber wenn der ortsansässige Verein
keinen greg. Choral einüben will, dann ist das bedauerlich aber kaum zu ändern.
Enttäuschend Enttäuschend empfinde ich diese Erklärung Kardinal Arinzes. Herr Arinze spricht gut deutsch.
Ich habe ihn vor ungefähr zwei Jahren auf Radio Horeb in einem Vortrag mit einem anschließenden Gespräch
gehört. Ich hatte ihn dabei als einen wahrhaft gläubigen Menschen erlebt. Als ich jetzt über seine
neuste Erklärung gelesen habe, war mein erster Eindruck, es wird Druck auf ihn ausgeübt.
#29 amicus_crucis 15:06:16 | Dienstag, 14. Februar 2006
„Ökumenisches Konzil“ @ Irenäus „Ökumenisch“ wurden schon diejenigen Konzilien der Kirche der ersten
Jahrhunderte genannt, zu denen sich die Bischöfe aus der gesamten „oikumene“, der ganzen Welt, versammelten.
In diesem und keinem anderen Sinn wird das Zweite Vatikanische Konzil zurecht als Ökumenisches Konzil,
nach der allgemein üblichen Zählung als das 21. Ökumenische Konzil der katholischen Kirche, bezeichnet.
Wer hat da wohl in Kirchengeschichte (bzw. Dogmengeschichte!) nicht aufgepasst? Eminenz oder Sie? Da die
Konzilien, zumal die ökumenischen, zu den höchsten Äußerungen des kirchlichen Lehramtes zählen, halte
ich es für überaus despektierlich diesem Lehramt gegenüber, wenn man wie hier offenbar üblich von
„V2“ spricht. Als wär’s eine von Hitlers Wunderwaffen…
Mindermeinungen und Normalfälle… @ Benedikt: Ach wissen Sie, gestatten Sie mir doch einfach Ich weise
Sie nur darauf hin, dass das falsch ist. Sprachregelung Für mich ein böses Vokabel der organisierten
(also ab ovo schweren) Sünde. die FSSPX eingeschlossen Vom 21. Ökumenische Konzil hörte und las ich
dort nie. Ich werde mich da sicher nicht sprachlich irgendeiner einzelnen Mindermeinung aus Österreich
anschließen. Sehr „tapfer“. Die Frage ist, warum Sie sich der Mindermeinung vom „21. Ökum. Konzil“ anschließen,
die nicht einmal von den V2-Päpsten Johannes XXIII. und Paul VI. vertreten wurde. Was Sie über EB Eder
sagen finde ich bemerkenswert. Ein Pfarrer verbietet einem Erzbischof das Lesen der Messe? …ein Pfarrgemeinderat
verbietet einem Pfarrer Kommuniongitter, Mundkommunion, alte Messe und Liturgie, die Auswahl ledigl. männl.
Ministranten, gediegene Kirchenmusik…usw… Der V2-NOM-Normalfall in den von Ihnen so hochgepriesenen
V2-NOM-Pfarren…
#27 Benedikt 13:44:26 | Dienstag, 14. Februar 2006
@ Stimme Im übrigen gibt es – sollten Sie V2 meinen – in Ermangelung eines „Konzils“ auch keine „Konzilsbeschlüsse“,
die ein Thema sein könnten. Ach wissen Sie, gestatten Sie mir doch einfach, an der offiziellen Linie
und Sprachregelung der Kirche (die FSSPX eingeschlossen) festzuhalten, nach welcher von 1962-65 das 21.
Ökumenische Konzil stattgefunden hat. Ich werde mich da sicher nicht sprachlich irgendeiner einzelnen
Mindermeinung aus Österreich anschließen. Was Sie über EB Eder sagen finde ich bemerkenswert. Ein Pfarrer
verbietet einem Erzbischof das Lesen der Messe?
@ Rosalinde Sie scheinen keinen Kontakt zu jüngeren Akademikern in Deutschland zu haben, dann würden
Sie die Lage vielleicht etwas anders beurteilen Doch habe ich. Allerdings ausschl. mit katholischen. @ Benedikt:
Bezügl. Alterzbischof Eder: Wohnt wieder in Altenmarkt im Pongau. Dort will er keine alte Messe lesen,
weil der Pfarrer (Pfarrgemeinderat?) dagegen ist. Dass er sonst privat die alte Messe feiern würde, habe
ich nie gehört, hätte ich aber, wäre es der Fall. Im übrigen gibt es – sollten Sie V2 meinen – in
Ermangelung eines „Konzils“ auch keine „Konzilsbeschlüsse“, die ein Thema sein könnten.
#25 Rosalinde 13:01:07 | Dienstag, 14. Februar 2006
@stimme Ich möchte hiermit auf meinen letzen Beitrag zum „Propagandakrieg“ verweisen, da steht sehr eindeutig,
daß Feminismus eben Kinder miteinbezieht. Solange man sich – gut bezahlter Weise – in Selbstverwirklichung
ergehen kann, ist die Perspektive verschoben. Darum haben Akademikerinnen ja weniger Kinder. Genau, erstens
kriegen alle Akademikerinnen eine gute Bezahlung und ausserdem haben sie nur egoistische Selbstverwirklichungsziele
im Kopf- schön, daß die Welt so einfach ist. Zwei Kinder genügen übrigens. Mit 10 ist frau ja nur
noch mit Kindern beschäftigt. Sie scheinen keinen Kontakt zu jüngeren Akademikern in Deutschland zu
haben, dann würden Sie die Lage vielleicht etwas anders beurteilen.
#24 Benedikt 12:50:41 | Dienstag, 14. Februar 2006
@ Stimme Was für ein hinkender Vergleich. Ein Getaufter muss nicht mehr missioniert, sondern höchstens
„katechisiert“ werden. Im Übrigen ging es nicht darum, dass Anliegen der Tradition den Gläubigen näherzubringen,
dass will ich niemandem verwehren, es ging darum, dass dieses Anliegen der FSSPX den Gläubigen noch gar
nicht bekannt gemacht worden ist, es ergo fast nirgendwo eine Diskussion über das Theme gibt, weswegen
es absurd ist, die Aufhebung der Konzilsbeschlüsse zu fordern. Meinetwegen können Sie das gerne tun,
aber auf diese Weise wird das niemals eintreten. Benedikts Credo: Entscheidend ist die Mehrheit, nicht
die Wahrheit! Entscheidend, geehrte Stimme, ist das, was der Papst sagt. Aber das kümmert Sie ja auch
nicht. Theatervorführung von Bischöfen Ja was Sie alles wissen. Woher wissen Sie, dass zB EB Eder sonst
nie im Alten Ritus liest? Kontrollieren Sie das dauernd? @ Irenäus Ach Benedikt, Du lebst in einer Scheinwelt.
Wenn Sie sich mit dieser „Scheinwelt“ genauer befassen, dann werden Sie verstehen warum einiges so läuft,
wie es läuft. In Anbetracht der Tatsache, dass Sie glauben, ein solches Ereignis wie VK2 könne einfach
rückgängig gemacht werden, fragt sich außerdem, wessen Seifenblase größer ist.
@ Benedikt Es ist aber nun so, dass ein Großteil der Gläubigen niemals etwas von FSSPX & Co. gehört
hat. Wie der Kardinal richtig sagt ist die Frage Neue Messe – Alte Messe in den meisten Gemeinden völlig
inexistent. D.h. angewandt auf die apostolische Zeit: Da ein Großteil der Bewohner des röm. Reiches,
wohl auch der Juden niemals etwas von Christus & Co gehört hat, war es eigentlich ein Blödsinn, dass
die Apostel und Jünger die Mission aufgenommen haben. Zumal die Frage nach dem Opfer Christi oder seiner
Auferstehung weltweit nahezu inexistent war. Es geht also um das Anliegen einiger Benedikts Credo: Entscheidend
ist die Mehrheit, nicht die Wahrheit! der Charakter von Konzilsbeschlüssen beschädigt wäre. Ist durch
V2 beschädigt, weil es sich gar nicht um ein Konzil gehandelt hat und daher alle wirklichen Konzilien
in Mißkredit gebracht werden. Sehr interessante Information. Kard. Arinze stand „Juventutem“ für ihre
Vespern zur Verfügung, Damit patzen Sie nur nachträglich „Juventutem“ an, insoferne sie dessen Anliegn
als Theatervorführung von Bischöfen entlarven, die dann, wenn ihnen nur Gott über die Schulter blickt,
den alten Ritus nicht praktizieren.
Scheinwelt Ach Benedikt, Du lebst in einer Scheinwelt. In der modernen Kirche wird alles, was mit dem
katholischen Glauben zu tun hat, in den Dreck gezogen, warum man ausgerechnet V2 als heilige Kuh behandeln
soll, ist völlig unverständlich. Im übrigen ist es das allgemeine Bewußtsein, daß V2 die überlieferte
Lehre geändert habe. Lediglich eine Handvoll Halbkonservativer bestreitet das.
#20 Brandenburgis 12:23:31 | Dienstag, 14. Februar 2006
@Benedikt Ja, tatsächlich, die Gläubigen sind so wenig interessiert, daß sie in Millionenscharen der
hl. Messe und den Sakramenten der hl. Kirche fernbleiben. Und der Kirche selbst ist tatsächlich jeder
Mißbrauch, auch in ihrem Bastel-Ordo, so gleichgültig, daß sie an ihrer Besudelung begeistert mitwirkt.
Da haben Sie ganz recht, lieber B. Und der Papst wird grob oder zart, daran nichts ändern, da haben Sie
auch recht. Fühlen Sie sich alsi ruhig bestätigt und schlafen Sie gut!
@ Rosalinde Hausfrau hatte nie einen eigenen Stand, ergo auch keine Standespflichten. Es geht ja auch
nicht um den Stand der Hausfrau, sondern um denjenigen der Mutter. Den hat es immer gegeben und wird es –
Gott Lob – immer geben. Und wozu die Beschränkung auf fünf Kinder? 10 Kinder, das ist was! In Ihnen
steckt die Arrgoganz der intellektuellen Feministin, die sich zu Hause sein nur als Mischung zwischen
Fadesse, Moloche, Streß und Babygeschrei vorstellen kann. Der spirituelle Hintergrund des Ehesakraments
wird völlig ausgeblendet, die Befriedigung der erfolgreichen Kindererziehung ebenfalls. Wenn Sie Supermarktkassierin,
Toilettenfrau oder Marktverkäuferin wären, dann würde Ihnen vielleicht das – ach so böse – Hausfrauendasein
anders vorkommen. Solange man sich – gut bezahlter Weise – in Selbstverwirklichung ergehen kann, ist die
Perspektive verschoben. Darum haben Akademikerinnen ja weniger Kinder. Die Frage ist aber, was Gott will:
Dass die Frau außerhäuslichen Tätigkeiten nachgehen soll oder muß, hat er nie gesagt (er hat es auch
nicht generell verboten). Aber mit Sicherheit hat er geboten, Kinder zu bekommen, das ist die eigentliche
Berufung der Frau. Um Gottes Wilen ist daher ein Berufsverzicht – für verheiratete Frauen – angemessen,
ein grundsätzlicher Kinderverzicht keinesfalls.
#18 Benedikt 12:11:12 | Dienstag, 14. Februar 2006
Mikrokosmos Zu glauben, dass Konzil (!) könne mal so eben für eine handvoll Traditionalisten vollständig
revidiert werden, lässt sich wohl nur aus dem Mikrokosmos einiger erklären. Es ist aber nun so, dass
ein Großteil der Gläubigen niemals etwas von FSSPX & Co. gehört hat. Wie der Kardinal richtig sagt
ist die Frage Neue Messe – Alte Messe in den meisten Gemeinden völlig inexistent. Es geht also um das
Anliegen einiger, ergo ist es nicht erklärbar, warum auf Bitten einer Gemeinschaft die Beschlüsse eine
Ökumenischen Konzils – unfehlbar oder nicht – aufgehoben werden sollten. Das würde zu einem heillosen
Chaos in der Kirche führen und darüberhinaus zu noch mehr Selbstbastelei, da nun auch der Charakter
von Konzilsbeschlüssen beschädigt wäre. Es würde nun erst recht jeder das tun, was ihm gerade gefällt.
Es ist nett, dass ein Cardinal, der den alten Ritus gar nicht praktiziert, Sehr interessante Information.
Kard. Arinze stand „Juventutem“ für ihre Vespern zur Verfügung, seine Ernennung zum Kardinalbischof
ist von der FSSPX begrüßt worden. Waren die heiligen Päpste und Bischöfe, die ihrer Aufgabe als „episkopos“
nachkamen, „grobe Menschen“? Episkopos = Aufseher != Gefängnisaufseher. einem deutlichen Signal Die Aufhebung
der Konzilsbeschlüsse als „deutliches Signal“ zu bezeichnen kann nur als Untertreibung des Jahres angesehen
werden.
Wo sind die Früchte des „nachkonziliaren Frühlings?“ 1. Der Ertrag des letzten Konzils für den Schatz
unabänderlich-unfehlbarer Glaubenslehren dürfte verhältnismäßig gering sein. Sicher die Übertreibung
des Monats. Erzbischof Lefebvre fragte seine Bischofskollegen und die Päpste in schöner Regelmäßigkeit
nach den Früchten des V.II: dem Ertrag. Doch er bekam nie eine Antwort. Auch wir nicht, die diese Fragen
heute erneut stellen. Die Antwort lautet: Es gibt sie nicht. Es gibt – Ausnahmen bestätigen die Regel –
nur Zerstörung, Massenabfall vom Glauben, Greuel an heiliger Stätte, die – von Rom aus angeordnete –
Abschaffung aller katholischen Staaten (*), und vieles schreckliche mehr. In apokalyptischem Ausmaß.
Unabhängig von theologischen Diskussionen ist es die Praxis, an der man die Theorie mißt. Die Praxis
ist deutlich. Doch die verirrten Bischöfe träumen weiter und beschönigen das mißratene Werk. Solange
das Wasser, das bis zum Halse geht, schön gestaucht ist… Wie sollte es eine Einigung geben können
unter Mißachtung der Wahrheit? Es ist unmöglich; auch V.II-dialektischen Papiertigern. (*) Erst kürzlich
las ich die Charta der Rechte und Pflichten der spanischen Büger, wie sie galt, als Spanien ein katholischer
Staat war. Es ist verblüffend, wie weise bürgerliches Recht sein konnte, wenn es von der wahren Religion
Gottes befruchtet war. Darauf verwies Kardinal Ottaviani noch 1963. Doch die Revolutionäre haben dem
einst mächtigsten Mann nach dem Papst das Mikrophon abgedreht.
#16 Rosalinde 11:54:47 | Dienstag, 14. Februar 2006
@catharina Muß denn eine Hausfrau ein „grober Mensch“ sein, um ihrer Standespflicht nachzukommen und
Ordnung zu schaffen? Kurz davor stand dann noch etwas von faulen und auszusortierenden Früchten in der
Schule. Sei es drum. Catharina, ein kleiner Hinweis genügt vielleicht- es gibt schon länger keine Stände
mehr und die Hausfrau hatte nie einen eigenen Stand, ergo auch keine Standespflichten. Wenn Sie die Sklavenarbeit
in einem Haushalt mit Despoten und 5 Kindern meinen- die Frau muss kein grober sondern ein zutiefst unterwürfiger
Mensch sein- nur noch der Dreck, den sie gewissenhaft entfernt steht unter ihr. Ein Lehrer, der mit Kindern
nicht umgehen kann, weil er sie nicht als Menschen, sondern als zur Unterwürfigkeit heranzuzüchtende
Früchtchen sieht, muss ebenso ein sklavischer Mensch sein, der seine Sklavenmoral durch zwanghaftes Aussortieren
der „faulen früchte“ aufrechterhält. Diese Leute sind nicht grob, sie lieben Ihre Sklaverei
@ Stimme aus dem Tradiland Stimme schrieb: Frage an alle: Welche Säuberungsaktionen meint der kreuz.net-Autor
lt. der Überschrift seines Artikels? Den Ausschluss aus den liturgischen Gremien all derer, die sich
in der Messfeier an die Vorgaben des Messbuches nicht halten wollen.
#14 catharina 11:24:47 | Dienstag, 14. Februar 2006
„Grobe Menschen“ Gleichzeitig rechnet er mit wichtigen Maßnahmen – „nicht aber mit Säuberungsaktionen“.
Der Papst habe eine sehr klare Glaubenslehre und Überzeugung. Vielen Leuten sei nicht bewußt, daß der
Heilige Vater „kein grober Mensch“ sei. Muß denn eine Hausfrau ein „grober Mensch“ sein, um ihrer Standespflicht
nachzukommen und Ordnung zu schaffen? Ist ein Lehrer, der in der Schulklasse dafür sorgt, faule und ansteckende
Früchte zu bessern oder notfalls wegzuschicken, ein „grober Mensch“? Waren die heiligen Päpste und Bischöfe,
die ihrer Aufgabe als „episkopos“ nachkamen, „grobe Menschen“? Paulus war offensichtlich ein „grober Mensch“,
schaut man auf sein Vorgehen gegen Skandale z.B. in Korinth. Petrus war ebenfalls ein „grober Mensch“,
wie wir in der Apostelgeschichte nachlesen können. Und Jesus selbst – man denke an die Tempelreinigung.
Eminentissime Cardinale, si tacuisses…
Ausflüchte Ich kann catharina nur beipflichten; es gibt doch die damalige Erklärung des Generalsekretärs,
daß V2 nicht ipso facto unfehlbar sei. Warum man jetzt so tut, als sei V2 unwiderruflich ein Bestandteil
des Glaubensgutes, ist mir unverständlich.
#11 catharina 11:01:37 | Dienstag, 14. Februar 2006
„Ausflüchte“ Um Ausflüchte handelt es sich meiner Meinung nach aus mehreren Gründen: 1. Der Ertrag
des letzten Konzils für den Schatz unabänderlich-unfehlbarer Glaubenslehren dürfte verhältnismäßig
gering sein. 2. Die von anderen, in sichtbarer (aber vielleicht nicht innerer) Einheit mit der Kirche
stehenden Abweichungen von der sana doctrina sind ungleich gewichtiger, aber man tut sozusagen nichts
dagegen. 3. Mit einem deutlichen Signal in Richtung der traditionsbewahrenden Kräfte riskiert man Anfeindung
vonseiten gewichtiger Kreise, was bekanntlich bei schönen Ausführungen über die Liebe so nicht der
Fall ist. „Ausflüchte“ sind diese Aussagen des Kardinals deshalb, weil sie an den eigentlichen Problemen
vorbeigehen. Trösten können sie nur denjenigen, der die Realität nicht wahrhaben will.
Ein Cardinal als Schaumschläger Der Papst könne nicht so handeln, als ob es das letzte Konzil nie gegeben
hätte: „Er kann das Zweite Vatikanum nicht ablehnen, um die Lefebvristen glücklich zu machen.“ Es geht
nicht um subj. Befindlichkeiten der „Lefebvristen“, sondern um die obj. Mängel von V2, die zu berichtigen
und klarzustellen sind. Woraus sich automatisch eine Neueinschätzung von V2 als Ganzem ergäbe. Zur Frage
einer breiteren Erlaubnis für die Zelebration der Alten Messe erklärte der Kirchenfürst, daß er mit
den von Johannes Paul II. aufgestellten Regeln „sehr zufrieden“ sei. Es ist nett, dass ein Cardinal, der
den alten Ritus gar nicht praktiziert, mit Regelungen, die ihn insoweit gar nicht betreffen, zufrieden
ist. Die Gläubigen, die ohne Hl. Meßopfer ausharren oder hunderte km an Sonn- und Feiertagen zurücklegen
müssen, sind selbstverständlich keineswegs zufrieden und werden ihr – existenzielles, glaubensnotwendiges –
Problem keineswegs vergessen. Insgesamt hat sich der Cardinal selbst als Schaumschläger vorgeführt.
Frage an alle: Welche Säuberungsaktionen meint der kreuz.net-Autor lt. der Überschrift seines Artikels?
Oder meint er, ein Entgegenkommen gegenüber der FSSPX würde Säuberungsaktionen bewirken?
#9 ottaviani 10:52:51 | Dienstag, 14. Februar 2006
Ansgar Was wurde den der Priesterbruderschaft konkret angeboten ich getrau mich wetten daß es zwar schöne
papiere geben wird wo mißstände benant werden aber niemand wird etwas konkret unternehmen m das zu beseitigen
Unbildung Es ist zu befürchten, daß Seine Eminenz wohl bei Kirchengeschichte geschlafen haben. Aber
das ist bei der Qualität des modernen Theologiestudiums wohl kein Wunder. Ein ökumenisches Konzil war
V2 sicherlich nicht.
Keineswegs überflüssig Punkt 1: Kardinal Arinze gesteht liturgische Missbräuche erneut nicht nur ein,
er kündigt an, daß dagegen vorgegangen werden wird. Punkt 2: Das Vaticanum 2 wird direkt als problematisch
bezeichnet. Vor einigen Jahren – und in Teilen der mitteleuropäischen Kirche noch immer – undenkbar.
Punkt 3: Die bei allem Respekt kleine Gruppe der Lefevbristen wird ungeachtet ihrer Verstocktheit und
Unverschämtheiten ernst genommen. Ihr wird brüderlich die Tür aufgehalten. Das sind alles wichtige,
weitgehende und positive Signale, keineswegs überflüssiges diplomatisches Gewäsch.
Wie wahr… Das sei aber nicht um den Preis möglich, daß man das Zweite Vatikanische Konzil „verleugne“.
Er wünsche sich auch eine Aussöhnung. Aber man müsse begreifen, daß ein Papst den Glauben der Kirche
nicht ändern könne. Da hat er Recht. Und diesen Grundsatz als „Ausflüchte“ zu bezeichnen, ist schon
bezeichnend.
#3 Sulpicius 09:51:58 | Dienstag, 14. Februar 2006
Naiv! Der Papst glaube, daß liturgische Verfehlungen oft aus Unwissenheit und nicht aus Böswilligkeit
geschähen. Sorry, aber das ist – gelinde gesagt – entweder diplomatisch oder naiv!
liturgische Verfehlungen Der Papst glaube, daß liturgische Verfehlungen oft aus Unwissenheit und nicht
aus Böswilligkeit geschähen. Und aus welchem Grund geschehen sie in Deutschland, wo es so viele theologische
Hochschulen, Theologen und Theologinnen gibt? In Deutschland entspringen sie der selben Selbstgefälligkeit,
die in den 30-ger Jahren das Land glauben ließ, eine bessere und aufgeklärte Rasse zu sein.
#1 catharina 09:44:04 | Dienstag, 14. Februar 2006
Erschütternd! Wenn es angesichts der Verunehrung des Allerheiligsten, der unsäglichen Schmach, die dem
eucharistischen Herrn angetan wird, des Betruges an so vielen Gläubigen nicht mehr als das zu sagen gibt –
nun denn, sie werden es einmal verantworten müssen. Aber man müsse begreifen, daß ein Papst den Glauben
der Kirche nicht ändern könne. Der Papst könne nicht so handeln, als ob es das letzte Konzil nie gegeben
hätte: „Er kann das Zweite Vatikanum nicht ablehnen, um die Lefebvristen glücklich zu machen.“ Ja, wir
begreifen schon! Ob aber der Herr der Kirche für solche Ausflüchte „Verständnis aufbringen“ wird?