Pastoraler Prozeß
Deutsche Priester schreien auf
Wird der Pfarrer mit der drohenden Einführung der „kooperativen Pastoral“ zu einem entmannten, auswechselbaren Firmenvertreter umfunktioniert, der durch die Gegend fährt und irgendwo unverbindlich Messen liest?
(kreuz.net, Herzogenrath) Das ‘Netzwerk katholischer Priester’ hat sich in einer Erklärung vom 13. Februar 2006 erneut an die Öffentlichkeit gewandt und vor der Abschaffung der herkömmlichen Pfarrseelsorge gewarnt.

Das ‘Netzwerk’ ist eine Sammlungsbewegung glaubenstreuer Priester. Es wurde 2001 in Frankfurt am Main gegründet. Nach eigenen Angaben gehören ihm ungefähr 300 Geistliche im deutschsprachigen Raum an.

Wörtlich heißt es in der Aussendung: „Das herkömmliche Modell des Priesters als »Hirten und Leiter einer Pfarrgemeinde« – wie es noch im August 2002 in einer Instruktion der Kleruskongregation für die Weltkirche festgehalten wurde – wird in vielen deutschen Diözesen bereits unterlaufen und de facto aufgehoben.“

Auf dem Hintergrund der momentanen Situation fordert das ‘Netzwerk’ die römischen Instanzen zum Handeln auf:

„Es mag auf dem Papier Gründe für die neuen Weichenstellungen geben. Es steht aber fest, daß damit das Pfarramt in der herkömmlichen Form, wie es auch das Rechtsbuch der katholischen Kirche aus dem Jahr 1983 noch verlangt, ausgehöhlt wird.“
      
29 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#30   Alumnus   08:29:44 | Freitag, 3. März 2006
Auslaufmodell
Wenn der Priester ein Auslaufmodell wird, dann ist das zugleich der Gnadenschuss für die Kirche. Erfahrungen bestätigen ganz klar, dass jedes Seelsorgemodell, und mag es noch so ausgetüftelt sein, nicht diesen Erfolg hat, wie die klassische Pfarreistruktur mit Pfarrer und Kooperator (Kaplan). Ich denke, die Kirche in unseren Breiten sollte versuchen, dieses Modell nach C.I.C. 1983 so lange wie möglich zu halten, und Berufungen zu wecken. Dies geschieht allerdings nicht nur durch frommes Beten, sondern auch durch gezielte Pastoral. Ich bin überzeugt, dass es heute genauso viele Priester wie vor 20 Jahren geben würde, wenn man sich etwas mehr darum kümmern würde und nicht automatisch nach Lösungen zu suchen, die im Laienstand zu finden sind.
Redaktion benachrichtigen
#29   Benedikt   11:34:07 | Donnerstag, 16. Februar 2006
@ Gotthard
Er kann aber keine Sakramente spenden. Seine seelsorgerische Tätigkeit ist daher sehr beschränkt. Gerade Ältere wünschen sich zudem einen Priester. In der Praxis ist die Seelsorge durch den Gemeindereferenten (der gleichzeitig Pfarrbeauftragter ist) nach meiner Erfahrung auf Religionsunterricht, allgemeines Gespräch und die Setzung einiger Leitlinien (Ablauf Wortgottesdienste, Kinderwortgottesdienst, Andachten usw.) beschränkt. Weitergehendes wird im Dienstgespräch mit dem Team – also dem Leitenden Priester und seinem Kaplan/ Subsidiar – abgeklärt. Großen Spielraum bei der Seelsorge hat ein Gemeindereferent daher auch als Pfarrbeauftragter nicht.
Redaktion benachrichtigen
#28   Gotthard   10:48:02 | Donnerstag, 16. Februar 2006
Gemeindereferent
der Gemeindereferent erledigt den Papierkram in der dauervakanten Pfarrei
Eine merkwürdige Vorstellung von der Arbeit eines Gemeindereferenten (bzw in). Der ist nicht der Sekretär der Pfarrei sondern Mitarbeiter in der Seelsorge.
Redaktion benachrichtigen
#27   Yersinia   09:42:59 | Donnerstag, 16. Februar 2006
@turk: wir brauchen Priester, die auch menschlich befähigt sind
mit Menschen zusammen zu arbeiten – sonst treiben sie die Leute aus der Kirche; und für diese Befähigung zur Zusammenarbeit schadet eine Ausbildung im Bereich Kommunikation und Gruppendynamik sicher nicht; die Angst, mit der manche Priesterlinge solchen Dingen gegenüberstehen, scheint mir bei Menschen, die auf jede Frage ein Buch wissen, aber mit genuin menschlichen Begegnungen nicht umgehen können, sehr verständlich; – tut mir leid, aber ich kenne zuviele Beispiele von Priestern, die mir eher nicht geheuer sind;
Redaktion benachrichtigen
#25   Yersinia   18:14:10 | Dienstag, 14. Februar 2006
interessant, die sexuelle Konnotation der „Entmannung“
bei organisatorischen Fragen anzuführen;
Redaktion benachrichtigen
#24   Benedikt   17:49:33 | Dienstag, 14. Februar 2006
@ Toby
Danke für den Link. Ich habe ihn auf der Seite des Priesternetzwerks nicht finden können.
Insofern, als das durch die Errichtung der Pfarreienverbünde ein Zustand herbeigeführt wird, dass mehrere Pfarrer (ohne feste Pfarrei) zuständig sind, gemeinsam mit einem Laienteam, ist wirklich zu fragen, ob dies sinnvoll ist. Ich kenne das System nur anders: Auch mit „Leitendem Priester“, aber dieser ist zugleich Pfarrer einer Pfarrei. Die Bezeichnung „Leitender Priester“ führt er im Rest des Pastoralen Raums (=Pfarrverbunds), der sich aus Pfarreien oder Pfarrvikarien zusammensetzt, welche gar keinen eigenen Priester mehr haben. In diesen Pfarreien wird dann notfalls ein Pfarrbeauftragter (= Laie (Gemeindereferent) installiert. So bleibt gewährleistet, dass jeder weiß, wer zuständig ist: Es gibt nur einen Pfarrer, der sich um die Seelsorge kümmert, der Gemeindereferent erledigt den Papierkram in der dauervakanten Pfarrei und fertig. Dieses System finde ich gerade noch vertretbar (geht momentan auch gar nicht anders).
Redaktion benachrichtigen
#23   Rudolphus   17:00:01 | Dienstag, 14. Februar 2006
Rechtgläubige Priester ohne Ausbildung und Rückendeckung
Das Hauptproblem ist leider, daß katholische Priester seit wenigen Jahrzehnten keine katholische Priesterausbildung mehr erhalten – sie werden zwar geweiht, wissen aber nicht, welche großartigen Vollmachten sie nun für alle Ewigkeit besitzen.
Priester, die sich um Rechtgläubigkeit und Romtreue mühen, erhalten leider meist keine Rückendeckung durch die Autoritäten, im Gegenteil.
Redaktion benachrichtigen
#22   Toby   16:51:38 | Dienstag, 14. Februar 2006
Vollständigen Wortlaut lesen!
Der vollständige Wortlaut der Erklärung zur „Kooperativen Pastoral“ findet sich unter www.priesternetzwerk.net/…ative_pastoral1.html
Es geht nicht einfach um irgendwelche hamlosen Zusammenlegungen benachbarter Pfarreien, gegen die sich ein paar Reaktionäre zur Wehr setzen, sondern um die falschen, ideologisch motivierten Prämissen, die leider auch von manchen Oberhirten vertreten werden. Warum sollen beispielsweise in Fulda rüstige Priester ohne Not in den vorzeitigen Zwangsruhestand versetzt werden?
Redaktion benachrichtigen
#21   Benedikt   15:22:25 | Dienstag, 14. Februar 2006
@ Stimme
Die Situation, dass eine Räubersynode vom Papst als Konzil verkauft wurde, gab es in dieser Weise noch nicht. Wird sich also kaum was finden.
Daran hat sich bis heute nix geändert. Allerdings gab es immer ein paar Mindermeinungen, dass ein Konzil falsche Dinge verabschiedet hätte, Arianer, Altkatholiken usw. Im Lauf der Kirche hat sich das stets als völlig unbedeutend herausgestellt.
Wann hat denn Katharina von Siena gegen ein Konzil agitiert oder sogar ein Konzil geleugnet? Das muss eine andere Katharina gewesen sein, von der Heiligen Katharina ist mir vor allem der Satz bekannt:
Aus Brief 207: Und selbst wenn der Papst ein fleischgewordener Teufel wäre, statt eines gütigen Vaters, so müssten wir ihm dennoch gehorchen, nicht seiner Person wegen, sondern Gottes wegen. Denn Christus will, dass wir seinem Stellvertreter gehorchen.
In Anbetracht dieser Tatsache sollte Ihre Ecke vielleicht aufhören, die Heilige für ihre Agitation zu mißbrauchen, genau wie den Hl. Athanasius, welcher bekanntlich gegen eine von einem Konzil bereits verurteilte Lehre gekämpft hat. Für Ihren Kampf gegen Rom können Sie sich auf keine Begebenheit berufen außer auf die Abspaltungsgeschichten, die jedem Konzil folgten. Doch das wollen Sie ja sicher nicht.
Redaktion benachrichtigen
#20   Stimme aus dem Tradiland   15:13:57 | Dienstag, 14. Februar 2006
@ Benedikt
Was sagt eigentlich die vorkonziliare Kirche zu solchen Anmaßungen von Laien
Die Situation, dass eine Räubersynode vom Papst als Konzil verkauft wurde, gab es in dieser Weise noch nicht. Wird sich also kaum was finden.
Einzelne Laien haben ansonsten durchaus aufgegeigt wie z.B. die Hl. Catharina v. Siena.
Redaktion benachrichtigen
#19   Benedikt   15:08:59 | Dienstag, 14. Februar 2006
@ Stimme
Ganz richtig, deswegen sind ja V2 und NOM als Ganzes Häresie, weil sie die Glaubenslehre gefährden.
Tja, aber das ist eben nur Ihre Meinung, und da Sie mW mit keinerlei lehramtlicher Kompetenz ausgestattet sind muss mich das nicht kümmern. Was sagt eigentlich die vorkonziliare Kirche zu solchen Anmaßungen von Laien?
Redaktion benachrichtigen
#18   Stimme aus dem Tradiland   14:44:27 | Dienstag, 14. Februar 2006
@ Benedikt
Andere Strömungen werden nur dann Häresien, wenn sie – wie etwa die Befreiungstheologie – die Glaubenslehre gefährden.
Ganz richtig, deswegen sind ja V2 und NOM als Ganzes Häresie, weil sie die Glaubenslehre gefährden. Auf V2 und NOM aufbauende Strömungen begünstigen Irrlehren, sind demnach abzulehnen (das gilt auch für Ecclesia Dei Gruppierungen).
Auch innerhalb der FSSPX gibt es Strömungen:
Jedenfalls keine, welche Irrlehren begünstigt. Vom „21. Ökum. Konzil“ liest und hört man dort nichts.
Mindestens ein Anhänger leugnet, dass das Zweite Vatikanum ein Konzil war.
Ja und auch das ist wiederum keine Frage von Mehrheiten oder Befindlichkeiten.
Redaktion benachrichtigen
#17   Justus   14:37:39 | Dienstag, 14. Februar 2006
Richtige Worte zur richtigen Zeit
Gäbe es das Priesternetzwerk noch nicht, müsste man es schleunigst erfinden! Das sind (wieder einmal) die richtigen Worte zur richtigen Zeit!
Redaktion benachrichtigen
#16   Benedikt   13:57:00 | Dienstag, 14. Februar 2006
@ Stimme
Gilt das auch für die Ecclesia Dei Seminaristen?
Wenn, dann sicher nicht für alle. Da gibt es ja viele Gruppierungen, die ganz unterschiedliche Zielsetzungen haben.
„Einheitsdenken“: heißt richtiger Weise Tradition und ist Grundlage der Hl. Kirche. „Andere Strömungen“: heißen richtig Irrlehren und werden entsprechend richtig – d.h. verurteilend – gebracht.
Sie wissen doch selber ganz genau, dass das grober Unfug ist. Die Mystiker waren zB eine solche Strömung – waren das etwa Häretiker? Oder die Minoriten (mal abgesehen vom durch Joh XXII. konstruierten Häresieverdacht)? Andere Strömungen werden nur dann Häresien, wenn sie – wie etwa die Befreiungstheologie – die Glaubenslehre gefährden.
Die monolithische Einheit der Kirche, die Sie fordern und die Ihrer Meinung nach vor dem Konzil bestanden hat, hat es in Wirklichkeit nie gegeben. Seit jeher haben nämlich Theologen um dies oder jenes gestritten und längst nicht alles davon war gleich Häresie wie die Ideen von Arius, Nestorius, den Waldensern, den Katharern etc. Strömungen innerhalb des Katholizismus sind etwas ganz normales und bei 1,1 Mrd Katholiken auch ganz normal. Auch innerhalb der FSSPX gibt es Strömungen: Mindestens ein Anhänger leugnet, dass das Zweite Vatikanum ein Konzil war. Fraglich ist, ob das eine akzeptable Strömung ist.
Redaktion benachrichtigen
#15   Stimme aus dem Tradiland   13:41:33 | Dienstag, 14. Februar 2006
@ Benedikt – über Tradition und Irrlehren
Einheitsdenken vorfinden und sich niemals mit anderen Strömungen befassen müssen
Gilt das auch für die Ecclesia Dei Seminaristen?
„Einheitsdenken“: heißt richtiger Weise Tradition und ist Grundlage der Hl. Kirche. „Andere Strömungen“: heißen richtig Irrlehren und werden entsprechend richtig – d.h. verurteilend – gebracht.
Im übrigen leben die Traditionalisten nicht auf dem Mond. Die meisten haben schon eine V2-NOM-Karriere hinter sich und werden dorthin nicht mehr zurückkehren. Eher fallen sie ganz vom Glauben ab.
Redaktion benachrichtigen
#14   Sulpicius   13:00:24 | Dienstag, 14. Februar 2006
@Stimme
Natürlich nicht! Wer will schon gerne der Pastoral-sozial-Wurschtel von Gemeindesrats Willkür Gnaden sein? Nur noch ein paar Schwule, die sich in der V2-Kirche selbst verwirklichen können – scheinbar besser und angesehener als außerhalb…:-(
Auf den Punkt gebracht! :-)
Redaktion benachrichtigen
#13   Benedikt   12:55:41 | Dienstag, 14. Februar 2006
@ Stimme
Also in Relation zur V2-Kirche können sich die Berufungen in der Tradition sehen lassen. Pro 1.000 oder 10.000 Gläubigen gibt es auch sicher mehr Priesterberufungen.
…und sämtliche Kandidaten begeben sich alsbald in ihren Mikrokosmos, wo sie lauter Einheitsdenken vorfinden und sich niemals mit anderen Strömungen befassen müssen, weil in diesen Mikrokosmos niemand eintritt (eintreten will), der eine andere Strömung vertritt.
D.h. die Chance innerhalb der V2-Pfarre existiert für trad. Katholiken gar nicht.
Ich würde sagen: Noch nicht. Ob Sie es nun wahrhaben wollen oder nicht, wenn Mehrheiten es wollen, dann wird es daran geben. Aber man muss daran arbeiten und darf sich nicht verkriechen.
Redaktion benachrichtigen
#12   Stimme aus dem Tradiland   12:49:27 | Dienstag, 14. Februar 2006
@ Benedikt & Sulpicius
@ Benedikt: Allzu viele Traditionalisten offenbar nicht (die Priester werden wollen)
Also in Relation zur V2-Kirche können sich die Berufungen in der Tradition sehen lassen. Pro 1.000 oder 10.000 Gläubigen gibt es auch sicher mehr Priesterberufungen.
Am Rande meckern oder eine Parallelwelt zu kreieren ist ja auch einfacher.
Wie kommen Sie darauf? Wenn Sie in einer heutigen Pfarre den alten Ritus wollen, sind Sie in kürzester Zeit dort völlig weg vom Fenster. D.h. die Chance innerhalb der V2-Pfarre existiert für trad. Katholiken gar nicht.
@ Sulpicius: Versuchen Sie einmal, in einer durchschnittlichen deutschen Pfarrei, als römisch-kath. Priester zu wirken. Wenn Sie nicht schon bald hinausgemobbt werden, werden Sie krank oder landen in den Armen einer Frau…
Leider gibt es in der Realität noch eine vierte Möglichkeit: Dass der Priester in den Armen eines oder vieler Mannes/Männer landet.
Würde jemand gern vor diese Wahl gestellt sein?
Natürlich nicht! Wer will schon gerne der Pastoral-sozial-Wurschtel von Gemeindesrats Willkür Gnaden sein? Nur noch ein paar Schwule, die sich in der V2-Kirche selbst verwirklichen können – scheinbar besser und angesehener als außerhalb…:-(
Redaktion benachrichtigen
#11   Sulpicius   12:47:16 | Dienstag, 14. Februar 2006
@Benedikt
Wenn Ihr vorgesetzter Dechant mit Wissen (aber nicht Wahrhaben-Wollen) seines Bischofs und auch dessen Vorgängers homosexuell praktiziert, werden Sie wohl sehr gelackmeiert aussehen, wenn Sie in Ihrer Pfarre die Lehre der Kirche verkündigen… Nur ein Beispiel unter vielen! Rückhalt durch den Bischof ist gefragt!
Redaktion benachrichtigen
#10   Benedikt   12:41:26 | Dienstag, 14. Februar 2006
@ Sulpicius
Sicher, gegenseitiger Halt ist wichtig. Meine Kritik unten richtete sich auch nicht gegen das Priesternetzwerk. Was Bischöfe angeht, so kann ich dazu nicht viel sagen, da ich aus meiner Heimatpfarrei Konflikte nur in verwaltungstechnischen Sachen mitbekommen habe. Ungemein wirksam ist es, vor dem Bischof auch mal ein lobendes Wort für Kaplan X oder Pfarrer Y fallenzulassen.
Redaktion benachrichtigen
#9   Gotthard   12:39:03 | Dienstag, 14. Februar 2006
Durchschnitt
in einer durchschnittlichen deutschen Pfarrei, als römisch-kath. Priester zu wirken
Welche Art Priester wirken denn in einer durchschnittlichen Pfarrei? Ich kenne da nur katholische Priester …
Redaktion benachrichtigen
#8   Sulpicius   12:35:51 | Dienstag, 14. Februar 2006
@Benedikt
Sicher, diese „Erfolgserlebnisse“ können einen vor dem völligen Ertrinken bewahren. Aber das Problem sind sowieso nicht die Oberlaien, sondern die Mitbrüder und Vorgesetzten (Dechant, Bischof), die einem ständig in den Rücken fallen. Da es ja praktisch keine längerfristigen Kapläne mehr gibt, sind viele Pfarrer auf sich alleine gestellt und ohne gegenseitigen Halt. Um diesem Mißstand etwas abzuhelfen, wurde das Priesternetzwerk ja u.a. auch gegründet. „Er sandte sie aus zu zweien…“
Redaktion benachrichtigen
#7   Benedikt   12:27:08 | Dienstag, 14. Februar 2006
@ Sulpicius
Oder aber der Priester hat ein sonniges Gemüt und trotz dem Rumgeheule von Rats- und Superlaien den Erfolg auf seiner Seite. Anerkennung bekommt er von denen zwar trotzdem nicht, aber wenn sich – wie ich es bei einem Priester erlebt habe – für ein Einkehrwochenende 40 Jugendliche anmelden, von denen sich mittlerweile 4 im Seminar befinden, dann kann ihm das auch herzlich egal sein, was die örtlichen Superlaien so über ihn denken.
Redaktion benachrichtigen
#6   Gotthard   12:23:39 | Dienstag, 14. Februar 2006
Wieso Aufschrei?
Was heißt denn hier Aufschrei?
Was heißt den hier Saustall deutsche Kirche?
Was wollen Pfr. Rodheudt und Genossen denn eigentlich? Solch schwammige Formulierungen können nur amüsieren.
Wenn es immer weniger Priester gibt, müssen die Einheiten halt größer werden… Soll die Unterzeichner des Aufrufes doch mal schauen, wie die Seelsorge in Südamerika und Afrika aussieht… bei Gemeinden von 20.000- 40.000 und mehr Katholiken.
Schnuckelige Pfarreien mit 2.500 Katholiken sind da unbekannt.
Redaktion benachrichtigen
#5   Sulpicius   12:19:39 | Dienstag, 14. Februar 2006
@Benedikt
Obschon ich Ihre ausgewogenen, durchdachten Beiträge wertschätze: aber hier sehen Sie die Dinge falsch. Versuchen Sie einmal, in einer durchschnittlichen deutschen Pfarrei, als römisch-kath. Priester zu wirken. Wenn Sie nicht schon bald hinausgemobbt werden, werden Sie krank oder landen in den Armen einer Frau… So, das sind die drei Möglichkeiten, die einem glaubenstreuen Priester heute bleiben. Würde jemand gern vor diese Wahl gestellt sein?
Redaktion benachrichtigen
#4   Benedikt   12:15:37 | Dienstag, 14. Februar 2006
@ Sulpicius
Allzu viele Traditionalisten offenbar nicht. Am Rande meckern oder eine Parallelwelt zu kreieren ist ja auch einfacher. Kommt man mit einer Sache nicht zurecht, dann bestreitet man einfach deren Vorliegen, oder – wenn das Vorliegen nicht bestritten werden kann – bestreitet man einfach die Legitimität des ganzen. Ein ziemlich einfacher Weg.
Redaktion benachrichtigen
#3   Sulpicius   12:08:03 | Dienstag, 14. Februar 2006
Frage
Wer möchte in diesem Saustall von deutscher Kirche eigentlich noch Priester werden?
Redaktion benachrichtigen
#2   Benedikt   11:46:32 | Dienstag, 14. Februar 2006
Ziel…?
Wogegen wird sich hier eigentlich gewandt? Pfarreienzusammenlegungen? Oder die Neuorganisation der Seelsorge nach dem Mainzer Bistumsprozess? Kann man alles nicht erkennen, leider. Es gibt so viele verschiedene Modelle, dass eine Konkretisierung nicht schlecht wäre.
Redaktion benachrichtigen
#1   ottaviani   11:31:58 | Dienstag, 14. Februar 2006
hier bitte
das nächste exponat des neuen pfingsten
Redaktion benachrichtigen
Es wurde eine Lesermeinung von der Redaktion entfernt
Weiterlesen:
Pastoraler ProzeßWill der Pfarrer die katholische Kirche niederreißen? Pastoraler ProzeßGemischter Salat Pastoraler ProzeßDie Kirche schrumpft auch im Bistum Mainz Pastoraler ProzeßOhne Widerrede Pastoraler ProzeßIn Fulda tanzen die Mäuse Pastoraler ProzeßHilferuf an den Papst Pastoraler ProzeßDer ‘Pastorale Prozeß’ führt zur großen Koalition Pastoraler ProzeßPastorale Neuschöpfungen im Bistum Fulda Pastoraler ProzeßSeilschaften im Bistum Fulda Pastoraler Prozeß„Etwas Neues“ oder eher ein „Rückzug aus der Gesellschaft“? Pastoraler ProzeßGibt es im Bistum Fulda einen Priestermangel? StrukturreformTotenstille im Pfarrzentrum Pastoraler ProzeßDer Papst lobte angeblich den Fuldaer ‘Pastoralen Prozeß’ Pastoraler ProzeßFragwürdig Pastoraler Prozeß„Was hat Gott mit uns vor?“
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net