Schweiz: Die Bischöfe auf der Suche nach der Fülle der hl. Eucharistie
Die Schweizerische Bischofskonferenz hat vom 29. November bis 1. Dezember 2004 im Bildungshaus St. Jodern in Visp (Kanton Wallis) getagt. Zwei Hauptthemen standen auf dem Programm.

Mons. Canalini stellte sich auf eine sehr persönliche Art vor, indem er seinen bisherigen Lebensweg im diplomatischen Dienst des Vatikans erläuterte. Sein bischöfliches Motto „Mit Petrus, in Christus“ habe seine Arbeit geprägt.
Mons. Canalini begrüßte in seiner Ansprache auch das – freilich erfolglose – Engagement der Schweizer Bischöfe gegen das neue Gesetz zur Forschung an embryonalen Stammzellen.
Die Bischöfe beschäftigten sich im weiteren mit der Umsetzung des von Papst Johannes Paul II. ausgerufenen „Jahres der Eucharistie“.
Auch für die Schweiz sei dieses Jahr von hoher Bedeutung. Es bestehe aber die Gefahr, daß der Reichtum und die Tiefe des eucharistischen Geheimnisses auf wenige Aspekte reduziert würden, was nicht zuletzt zu konfessionellen Spaltungen unter den Christen geführt habe.
Daher müsse die Fülle dieses großen Geschenkes Christi neu entdecken werden, „bevor wir in voller Einheit gemeinsam Eucharistie feiern können“.
Während einiger Stunden hatten die Bischöfe auch Gelegenheit, den gebürtigen Genfer und päpstlichen Haustheologen, Kardinal Georges-Marie Martin Cottier OP, zu begrüßen. Nach der hl. Messe ergab sich zwischen dem neuen Kardinal und den Schweizer Bischöfen ein freundschaftlicher Austausch.
Die Bischöfe haben auch die definitive Schlußrechnung des ersten „Nationalen katholischen Jugendtreffens“ und des Papstbesuches vom vergangenen 5. und 6. Juni zur Kenntnis genommen. Die Bilanz weist ein Schlußdefizit von 688.000 Franken (449.000 Euro) im Rahmen der Gesamtausgaben von 3,5 Mio. Franken (2.285.000 Euro) aus. Das Defizit soll durch mehr Spenden und allenfalls weitere Kollekten gedeckt werden.
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