Muselmanen
Seien wir ehrlich: Wir erleben eine lächerliche Farce!
„Ihr Heuchler!“ möchte man rufen, wenn man das Meer an Krokodilstränen sieht, das um die Pressefreiheit derzeit vergossen wird. Von Dieter Stein.
(kreuz.net/Junge Freiheit) Die europäischen Medien hatten ihre Chance, die Frage der Zukunft der europäischen Kultur, der europäischen Werte zu diskutieren. Sie haben sie vertan.

Erinnern wir uns, wie lächerlich diejenigen gemacht wurden, die weise den Gottesbezug als christlichen Anker in den europäischen Verfassungsentwurf aufnehmen wollten.

Erinnern wir uns, wie in den europäischen Leitmedien mit denjenigen umgegangen wurde, die die Aufnahme der Türkei in die Europäische Union aus Sorge um die Identität des Kontinents ablehnen.

Und erinnern wir uns daran, welche Selbstzensur sich die Medien schon seit Jahrzehnten selbst auferlegt haben, wenn es um die Kritik an Zuwanderung und „multikultureller Gesellschaft“ geht.

Es existieren in Fernsehsendern selbstauferlegte Zensurbeschlüsse, klare Kritiker der Einwanderung, der multikulturellen Gesellschaft, der europäischen Integration – sogenannte „Rechtspopulisten“ – nicht mehr zu Wort kommen zu lassen.

Klaus von Dohnanyi beschwor erst kürzlich die Gefahr der „Bedrückung durch allzu mächtige political correctness“, und Jens Jessen klagte 2002 in einem Leitartikel der ‘Zeit’ darüber, die liberale Öffentlichkeit neige dazu, „andere als liberale Meinungen gar nicht mehr zuzulassen“, ja, es sei ein „verfolgender Liberalismus entstanden“, der Liberalismus habe die „Mentalität eines Staatsschutzes“ angenommen.

Die vielbeschworene Presse- und Meinungsfreiheit hat man in der Realität längst einer alles beherrschenden und erstickenden Politischen Korrektheit geopfert.

Nicht zufällig trifft die gegenwärtige islamistische Kampagne mit dem Streit um die iranische Atompolitik zusammen.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad legt als Retourkutsche den Finger in eine Wunde der Europäer, wenn er mit der von ihm ausgelobten bizarren „Holocaust-Konferenz“ daran erinnert, daß es in mehreren europäischen Staaten explizit unter Strafe steht, die Judenvernichtung unter den Nazis zu leugnen.

Freilich ist die Leugnung eine Obszönität – obszön ist es aber für die freiheitsliebenden Europäer auch, daß hier die historische Forschung und Meinungsäußerungen dem Strafrecht unterworfen wurde.

Die iranische Zeitung Hamshari tut es ihrem Präsidenten gleich, indem sie, wie berichtet wird, einen Karikaturenwettbewerb ausgelobt hat für die zwölf „besten“ Karikaturen über den Holocaust.

Damit wolle man überprüfen, wie sehr die Europäer tatsächlich der Pressefreiheit verpflichtet seien, erläuterte der Grafik-Chef der Zeitung, Farid Mortazavi.

Beleidigst Du mein Tabu, beleidige ich Dein Tabu: So undenkbar im islamischen Raum eine Mohammed-Karikatur ist, so ist es undenkbar, daß große europäische Zeitungen Karikaturen drucken, die das Andenken an den Holocaust beleidigen.

Tatsächlich stellt der Islam, dessen von ihm beherrschte Staaten, von Marokko bis zur Türkei, sich der Mondsichel gleich wie ein Sperrgürtel um die südliche Grenze des Kontinents legen, eine wachsende Bedrohung Europas dar.

Brisanz erhält dieser kulturelle Konflikt in allererster Linie aber dadurch, daß sich im Zuge ungebremster Zuwanderung schnell wachsende muslimische Enklaven in den europäischen Metropolen gebildet haben.

Diese Moslems sind nicht mit dem Krummsäbel eingedrungen, sie sind von den europäischen Regierungen gerufen und als Gäste empfangen worden.

Diese falsche Einwanderungspolitik ist von konservativer Seite seit Jahrzehnten scharf kritisiert worden – nun wird die Quittung serviert. Diese moslemischen Großsiedlungen begehren nun nach ihrem Recht.

Nicht umsonst findet auch jetzt – bei allem Geschrei über Pressefreiheit – immer noch keine Debatte über das totale Scheitern der multikulturellen Gesellschaft statt.

Statt dessen werden schon wieder Nebelkerzen abgebrannt und wichtige Fragen überhaupt nicht gestellt: Warum hat der Islam unter den Einwanderern in Europa eine solche Bindungskraft?

Warum lösen sich die Identitäten in den europäischen Kulturen nicht wohlgefällig auf?

Es könnte sein, daß ein wichtiger Grund darin zu finden ist, daß der Zerfall der nationalen Kulturen, der religiös-ethischen Bindung der Europäer schon so weit fortgeschritten ist, daß in diesem Vakuum die Wurzeln des Eigenen, hier des Islam, eine viel stärkere Bindungskraft ausüben.

Zudem wächst unter den Einwanderern die Verachtung gegenüber einem Gastland, dem nichts mehr heilig zu sein scheint: nicht die Fahne, nicht die Ehre der Nation, der Familie, der Religion.

Was Europäer überheblich als Zivilisation, als säkularen Fortschritt der Aufklärung preisen, stellt sich in den Augen von Gläubigen als – wenigstens partiell – Dekadenz, Verfall, Niedergang dar.

Das ist die Realität, der wir uns stellen müssen.

Dieter Stein ist Chefredaktor der Berliner Wochenzeitung ‘Junge Freiheit’. Der Text ist ein Auszug eines auf der Homepage der Zeitung publizierten Editorials.
      
12 Lesermeinungen
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#12   Brandenburgis   15:10:48 | Freitag, 17. Februar 2006
Pressefreiheit
Ich kann nur immer wieder daran erinnern, daß die Demokratie als solche links steht und daß also all ihre Begriffe von Freiheit, Recht etc. falsch sind. Der Freiheitsbegriff wurde von den Päpsten des 19. und frühen 20. Jh. in einzigartiger Weise geklärt und präzisiert. Hier müssen wir anknüpfen um zu erfahren was Freiheit im Staatswesen bedeutet.
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#11   kali   12:04:49 | Mittwoch, 15. Februar 2006
über die sog. Pressefreiheit und die BRD
vho.org/…2/Mahler122-154.html
Um über den vorgesehenen Angriffskrieg gegen den Iran etwas zu erfahren, sind „unsere“ Medien ungeeignet. Mehr über dieses bevorstehende Ereignis erfährt man, wenn man hört wieviele Propellertransportflugzeuge am Himmel verkehren. Schon beim Angriff auf den Irak war dies wochenlang vorher ein ziemlich sicherer Hinweis. Dies sind alles Militärmaschinen.
Dies verstößt dann natürlich auch gegen das sogenannte Grundgesetz für die BRD (Planen und vorbereiten eines Angriffskrieges).
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#10   Benedikt   10:17:06 | Mittwoch, 15. Februar 2006
@ timpressum
Dass Sie einem Religiösen das Recht absprechen wollen, gegen die Beleidigung seiner Religion zu protestieren, spricht für Ihre Borniertheit.
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#9   richard   08:52:33 | Mittwoch, 15. Februar 2006
Unser Problem ist die nackte Wahrheit –
und die sieht für die „westliche Wertegemeinschaft“ schlecht aus. Wer weiß schon, daß der Urheber dieser berüchtigten „Moh.-Karikaturen“, Fleming Rose, ein alter Bekannter von Samuel Huntington (Clash of Civilizations) ist? Prof. S. H. ist einer der „Vordenker der Ostküste“. Mit seinem Buch, einer „Prophezeiung mit Selbsterfüllungpotential – und Nachhilfebedarf“ projizierte er 1996 den nun immer schneller wahr werdenden und von der Ostküste herbeigesehnten „Krieg der Kulturen“ an die Wand. Und Herr Fleming Rose, sein alter Bekannter, half halt uneigennützig mit „ein wenig Öl in das Feuer“ nach. Irgendwie muß es doch gelingen, die Welt, bzw. den Iran und die islamische Welt in Brand zu setzen. Die Ölquellen warten doch…Dort, im Iran, in Pakis- u. Afghanistan, warten gewiß und gewisse Fanatiker freudig darauf, es „dem Westen zu zeigen“. Ich denke laut: wir sollten uns von Kriegshetzern hüben und drüben in Acht nehmen. Scott Ritter, Waffeninspektor der Vereinten Nationen, sagte bei der Präsentation seines Buches über die Hintergründe des Irak-Krieges, daß der Iran-Krieg „bereits eine beschlossene Sache sei und der UN-Botschafter der USA, John Bolton, eine Rede halten wird, die bereits geschrieben sei“. Sie besagt, daß „Amerika dem Iran nicht gestatten kann, die USA zu bedrohen und daß wir uns einseitig selbst verteidigen müssen“. Ritter: „Woher ich das weiß? Ich habe mit Boltons Redenschreiber gesprochen“.
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#8   timpressum †   00:29:06 | Mittwoch, 15. Februar 2006
Das Problem sind nicht „die Moslems“…
…das Problem ist der Fundamentalismus. Ein Beispiel dafür sind auch die regelmäßigen Geifereien auf dieser Seite, wenn es um Karikaturen oder „skandalöse“ Theaterstücke geht.
Und ich glaube nicht, daß es nur die Karikaturen sind, sondern vor allem die Armut in den Islamischen Sendern und auch der Generalverdacht, dem sich Moslems seit dem 11. September 2001 ausgesetzt sehen!
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#7   clemens   20:22:25 | Dienstag, 14. Februar 2006
Junge Freiheit
Das Problem ist auch, dass es kein „rechtskonservativ“ mehr gibt, sondern nur links, linker und rechtsradikal.
Das ist der Tod der Demokratie.
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#6   Chris   19:47:54 | Dienstag, 14. Februar 2006
Seien wir ehrlich
Die Junge Freiheit ist falls es einige nicht wissen, ein rechtskonservatives Blatt, teilweise stark rechts. Der Artikel hat selbstverständlich ein deutschnationalen Character, aber er ist „Gut“, weil er den Zustand Europas (Dekadenz, Niedergang, Traditionslosigkeit) ehrlich wiedergibt. Übrigens war die Aktion „Du bist Deutschland“ der größte Reinfall und warum? Wenn man über Jahrzehnte jedes Nationalgefühl systematisch in der Jugend ausradiert, es als rechtsradikal diffamiert, dann will man alles sein, bloß nicht Deutschland, bloß kein Nazi. Das ist die Botschaft, die man der Jugend eingeimpft hat und ich hab am allerwenigsten Lust Deutschland zu sein, bei 1,4 Billionen Staatsschulden bin ich doch das ärmste Schw. der Nation oder?
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#5   Stimme aus dem Tradiland   17:24:20 | Dienstag, 14. Februar 2006
k_c – Pressefreiheit auch für JF
aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes in Karlsruhe:
Die Richter des ersten Senats des BVG hoben damit die Entscheidungen des Verwaltungsgerichts (VG) Düsseldorf und des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Münster mit der Begründung auf, daß mit der Erwähnung der JUNGE FREIHEIT im Verfassungsschutzbericht des Landes NRW die Grundrechte der Pressefreiheit (Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG) verletzt werden.
Die entsprechende Presseaussendung der JF findet sich hier:
Sieg für die Pressefreiheit www.jf-archiv.de/…v05/200526062467.htm
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#4   Dr. Christoph Heger   17:22:09 | Dienstag, 14. Februar 2006
@k_c: Junge Freiheit
…und fand sich zwischen 1994 und 2004 regelmäßig im NRW-Verfassungsschutzbericht erwähnt.
Was der (rot-grünen) Landesregierung von NRW schließlich die verdiente Rüge vom Bundesgerichtshof einbrachte.
MfG
Christoph Heger
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#3   Brandenburgis   17:05:02 | Dienstag, 14. Februar 2006
@kakakak
Ein nachgewiesener Fall des massiven Mißbrauchs staatlicher Gewalt. Die entsprechenden „Staats“organe scheuten sich nicht, ablehnend zitierte Positionen dem Blatte und der Rdaktion zuzurechnen.
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#2   k_c   16:58:24 | Dienstag, 14. Februar 2006
Junge Freiheit
…und fand sich zwischen 1994 und 2004 regelmäßig im NRW-Verfassungsschutzbericht erwähnt.
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#1   Elendester Sünder   16:34:01 | Dienstag, 14. Februar 2006
Junge Freiheit
Die Junge Freiheit hat in den Neunzigerjahren die Rubrik über Kirchliches und Glaubensfragen wegen mangelnden Interesses ihrer Leserschaft fallen gelassen.
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