Kommentar
O Du lieber Valentin!
Das Fest des heiligen Valentin ist nicht nur der Tag der Verliebten, sondern auch eine Peinlichkeit für die Liturgie- und Kalenderreform der 60er Jahre. Ein Kommentar.
(kreuz.net) Wie lange noch will der Vatikan zuschauen, wie die Menschenheit unbeirrt den Heiligen Valentin feiert, den die Kirche bei der Reform des liturgischen Kalenders in der Versenkung hat verschwinden lassen?

Hochoffizielle Katholiken feiern heute nicht den Heiligen Valentin. Das wäre eine revisionistische Rückkehr hinter die epochalen Reformen des Zweiten Vatikanums.

Wer am heutigen Tag in der katholischen Messe den Heiligen Valentin feiert, ist ein Traditionalist, Lefebvrist oder Sedisvakantist.

Die offizielle Kirche, die seit dem Zweiten Vatikanum Tag und Nacht am Puls der Zeit horcht, hält heute die Heiligen Cyrill und Methodius hoch – um die sich am 14. Februar allerdings niemand schert.

Doch so kann es nicht weitergehen.

Es ist an der Zeit, daß der Papst beginnt, die liturgische Ordnung wiederherzustellen. Beginnen könnte er mit dem heutigen Tag.

Der 14. Februar ist der Tag des Heiligen Valentin. Alle am grünen Tisch gezimmerten Liturgiereformen, werden nicht im Stande sein, dieses Faktum aus der Welt zu schaffen. Punkt. Aus.

Man wird für die wichtigen Heiligen Cyrill und Methodius ein neues Datum finden müssen. Ein geeigneter Tag wäre der 7. Juli. Das ist der Tag, an dem die zwei bis zur Liturgiereform gefeiert wurden.

Warum sie von dort verschwinden mußten, weiß heute wohl niemand mehr so recht. Der 7. Juli ist im neuen Liturgischen Kalender ohne Heilige geblieben.

Der Valentinstag ist ein Beispiel dafür, wie die wild gewordenen Liturgiereformatoren der 60er Jahre ihren beispielslosen Heiligen- und Bildersturm durchexerziert haben.

Kirchen- und weltfremde Liturgiker wüteten damals ungehindert im Herzen der Kirche, während die überraschten Gläubigen in Scharen davonliefen. Das ganze wurde später – ob zutreffend oder nicht – als „Liturgiereform des Zweiten Vatikanums“ bekannt.

All das hat sich inzwischen herumgesprochen. Doch man kann nicht ewig über die Niederlagen der Vergangenheit jammern.

Die Zeit zum Wiederaufbau ist gekommen. Er könnte mit der Erkenntnis beginnen, daß der Valentinstag ein besonderer Tag auch für jene ist, die in die Liturgie der Kirche verliebt sind.

Das ist der Tag, an dem die Rückkehr zum Alten beginnen muß. Denn es ist an der Zeit, daß endlich auch die Kirche die 60er Jahre hinter sich läßt und wieder die Kirche aller Zeiten wird.

Warum damit nicht am Valentinstag beginnen?

Der Valentinstag dem Heiligen Valentin.
      
37 Lesermeinungen
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#37   Dr. Otterbeck   09:44:29 | Mittwoch, 8. März 2006
Kalenderfragen
Die Kalenderreform hat der Heiligenverehrung bewusst Schaden zugefügt, vielleicht aus falsch verstandener ökumenischer Gesinnung. Trotzdem war auch hier Rom nur halbherzig fähig „loszulassen“, Reform und Bürokratismus gingen eine unheilige mesalliance ein; es genügt doch völlig, Hochfeste und Feste einheitlich festzulegen, für Gedenken und Eventualgedenken aber je mehrere Optionen anzubieten, die dann lokal noch ergänzt werden können. Warum soll nicht auch jeden Werktag ein Heiligengedenken möglich sein?? Oder mehrere?? Das tut der Eucharistie keinen Abbruch.
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#36   virOblationis   12:47:47 | Donnerstag, 16. Februar 2006
christliche Wallfahrten in frühester Zeit
Daß das frühe Christentum keine Wallfahrten gekannt haben soll, entspricht gewiß nicht den Tatsachen. Bereits die Israeliten der alt- und der neutestamentlichen Zeit wallfahrteten zu einer Vielzahl von Heiligengräbern, insbesondere zu Erzvätern (Hebron!) und Propheten, was Joachim Jeremias an einer Fülle von Beispielen gezeigt hat (Heiligengräber in Jesu Umwelt). Ebenso werden die frühen Christen heilige Stätten aufgesucht haben. So berichtet – ich meine es war Melito von Sardes im 2. Jh – davon, wo sich das Grab Christi in Jerusalem befinde; dabei war es zu jener Zeit nicht einmal zugänglich, da von einem heidnischen Heiligtum (Jupiter Capitolinus / Venus) seit Hadrians Sieg über die Juden (Bar Kochba – Aufstand 132 – 135) überbaut. – Hätte es keine Wallfahrten, z.B. zu dem Grab des Herrenbruders Jakobus im Cedrontal gegeben (das man noch heute mit einem ganz nahe dabei gelegenen, hellenist. Grabmal identifiziert), wie hätte sich dann wohl die Nachricht erhalten, wo dieser Ort zu suchen ist? Bei den Arabern hieß noch nach dem 2. WK der Ort des Isaias-Grabes „Hügel der Säge“: Bei lebendigem Leibe nämlich soll der Prophet zersägt worden sein (vgl. Hebr. 11, 37).
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#35   richard   12:23:16 | Donnerstag, 16. Februar 2006
2.@ Dr.Heger:
Das frühe Christentum kannte noch keine Wallfahrten (Legler). „Reliquienkult und damit verbundene Wallfahrten galten als Musterbeispiele für Aberglauben und Götzendienst“ (S. 50). „Pilgern“ kam erst Ende 3. Jhdts. langsam in Mode.
Der Heilige Jakob kann wirklich nichts dafür, daß er in Fortsetzung der Jahrtausende alten – und Gewinn bringenden – antiken Wallfahrten (die Strahlungswerte der „blind spring“ über der Krypta sind von einer sensationellen Größe: 23 000 E) ohne jeden realen Hintergrund von Fälschern nach Galicien verpflanzt wurde.
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#34   Dr. Christoph Heger   12:06:55 | Donnerstag, 16. Februar 2006
@Richard: Santiago de Compostela
Es ging in dem Text, der mir in Erinnerung ist, allerdings nicht um heidnische Kulte dort, sondern um christliche Wallfahrten dorthin in der christlichen Antike.
MfG
Christoph Heger
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#33   richard   11:14:31 | Donnerstag, 16. Februar 2006
@ Dr. Heger:
Natürlich war dort bereits in der Megalithzeit und Keltenzeiteines der wichtigsten Heiligtümer Europas: ein Heiligtum der „Großen Mutter“, IRIS Flaviae. Es lag laut Prof.Kaminski („Sternstraßen der Vorzeit“) am westlichsten Ende (finis terrae= Ende der Erde, Kap Finisterre) eines megalithischen Kult- und Orientierungsnetzes, von Prof. Kaminski als „megalithische Pilgerstraße“ bezeichnet. Sie liegen also mit bereits „antikem Heiligtum“ völlig richtig, Dr. Heger!
Mit freundl. Grüßen
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#32   Dr. Christoph Heger   09:27:59 | Donnerstag, 16. Februar 2006
@Richard: Santiago de Compostela
Diese Sicht der Dinge war auch die meine – bis vor einiger Zeit, als ich zu meiner völligen Verblüffung in dem angegebenen Text las, daß das (angebliche) Grab des Apostels in Santiago de Compostela schon in der Antike ein bedeutender Wallfahrtsort gewesen sei. Ich werde heraussuchen, was ich da genau gelesen habe und auf welche Quellen sich diese überraschende Aussage stützte.
MfG
Christoph Heger
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#31   richard   16:00:31 | Mittwoch, 15. Februar 2006
2.@ „stimme“
Ich will Sie natürlich in gar keiner Weise verletzen! Das vorweg. Im offiziellen „Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon“ (Band II) lese ich: „Die Legende, erst im 7. Jhdt. auftauchend, wonach Jakobus in Spanien gepredigt habe, dort gestorben und begraben sei (berichtet von Isidior von Sevilla), ist nach heutiger Kenntnis mit ihren Aussagen unhaltbar“. Und der weltweit sehr bekannte Kulturhistoriker Legler bemerkt u.a.:“…Tatsächlich sind die drei ältesten Santiago betreffenden Urkunden, jene von 829, 844 und 854, allesamt Fälschungen. die dabei herausragende ist jene auf den 4.9.829 datierte, eine Schenkungsurkun-de…Diese Realitätsveränderung durch Fälschung findet ihr Meisterstück in der von Bischof Gelmirez in Auftrag gegebenen Historia Compostelana…“.
Wie gesagt, ich bin an Wahrheit interessiert und verabscheue das Böse, die Lüge (sollten Sie mir eventuell das unterstellen wollen). Positive Traditionen: JA!!! Ich könnte noch dutzende seriöse Quellen anführen, welche „Santiago“ als Fälschung bezeichnen.
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#30   Dr. Christoph Heger   14:40:59 | Mittwoch, 15. Februar 2006
Santiago de Compostela
Der Hl. Jakobus in Santiago de Compostella nach Dinzelbacher: Eine Lüge
Das ist aber ziemlich mutig von Dinzelbacher!
Ich war vor kurzem einigermaßen verblüfft, in einer Festschrift zu Ehren von Prof. Detlev Müller, einem hervorragenden Gelehrten im Fach der christlichen Orientalistik, zu lesen, daß das (angebliche) Grab des Apostels in Santiago de Compostela schon in der Antike ein bedeutender Wallfahrtsort gewesen sei. Also nichts mit der immer zu lesenden Geschichte, daß erst die (angebliche) Wiederauffindung seiner Leiche im Mittelalter den Anfang der Wallfahrt dorthin gemacht habe!
MfG
Christoph Heger
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#29   Stimme aus dem Tradiland   13:57:41 | Mittwoch, 15. Februar 2006
@ richard
Die Hl. Philomena war die Lieblingsheilige des Hl. Pfarrers v. Ars. Sie ist ihm wiederholt erschienen. Als Märchenfigur wäre ihr das schwergefallen.
Was den Hl. Jakob in Santiago de Compostela betrifft, so ist die Anwesenheit eines Apostel in einem Ort des Röm. Reiches (wie eben Santiago) keineswegs außergewöhnlich. Außergewöhnlich war es, dass Jahrhunderte später der unversehrte Leichnam gefunden wurde. Bekanntlich anerkennt die kath. Kirche Wunder.
Wer behauptet, der Apostel Jakob sei nicht in Santiago gewesen, soll das beweisen. In Wirklichkeit geht es da unter dem Schein der Wissenschaftlichkeit darum, die Tradition des Jakobsweges, mit dieser die Reconquista und die Rekatholisierung Spaniens zu treffen.
Der Teufel giftet sich bis heute, dass die Rekatholisierung Spaniens und mit dieser die Katholisierung Süd- und Mittelamerikas gelungen ist. Mit ihm giftet sich Prof. Dittelbacher.
Für Heilige und Selige der alten Zeit genügt der Traditionsbeweis. Wer behauptet, dass es sich nicht um Heilige oder Selige handle, soll beweisen, dass diese Seligen und Heiligen nie verehrt worden sind. Letzteres wird i.d.R. schon aufgrund der nach ihnen geweihten Kirchen, Kapellen und Altäre schwierig sein.
Deswegen braucht der Modernismus die Unterstützung von „Kapazundern“ wie Prof. Dittelbacher: Leicht zu durchschauen.
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#28   Rudolphus   12:27:21 | Mittwoch, 15. Februar 2006
Ein ökumenischer Heiliger
Denn das Valentinsfest wird bekanntlich in der angelsächsisch-protestantischen Welt hoch gefeiert, so wie auch Weihnachten und Ostern –
ohne unseren traditionellen katholischen Kalender kommen auch die Bibelprotestanten nicht aus …
Der traditionelle Kalender der Kirche ist der Kalender des Volkes!
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#27   ttoni   12:00:47 | Mittwoch, 15. Februar 2006
wann wird gefeiert?
Nicht überall werden die beiden Slawenapostel am 14. 2. kirchlich gefeiert. In den slawischen Ländern (auch in der Diözese Gurk-Klagenfurt – Solidarität mit den slowenischen Christen) ist der 5. Juli (Ankunft der Brüder in Mähren) der Festtag.
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#26   Peccator   11:55:52 | Mittwoch, 15. Februar 2006
Lieber Autor dieses Beitrag:
Ein ganz herzliches „Dankeschön“ für diesen hervorragenden Kommentar.
Übrigens: Es gibt zwei Hl. Valentins.
Der eine war Priester und Martyrer und wurde unter Claudius an der Flaminischen Straße in Rom hingerichtet.
Der andere war Bischof zu Terni und ebenfalls ein Märtyrer Er wurde nach langer Geißelung in den Kerker geworfen. Da man ihn aber nicht zum Abfall bewegen konnte, war er um die stille Mitternacht auf Befehl des Stadtpräfekten aus dem Gefängnis geholt und enthauptet.
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#25   Jean   11:54:53 | Mittwoch, 15. Februar 2006
dinzelbacher
Bei der Lektüre von Peter Dinzelbacher stellt sich allerdings die Frage, wie wissenschaftlich seriös er vorgeht. So übersetzt er etwa die mittelalterliche Dedikation „divae Mariae“ als „der göttlichen Maria“ und schließt daraus die Vergottung Mariens im katholischen Kult. Wer mit offenen Augen die Kirchen Roms aufsucht, wird auch Inschriften wie „Divo Thomae“ finden. Daraus eine klamheimliche Vergottung des hl. Thomas zu folgern, wäre schon recht abenteuerlich.
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#24   richard   11:30:13 | Mittwoch, 15. Februar 2006
@ an „stimme“:
Ob die Abqualifizierung „aufgeblasener Wichtigmacher“ zutreffend ist oder auch nicht, überlasse ich dem unvoreingenommenen Leser des nüchternen Beitrages von Prof. Dinzelbacher. Fernurteile ohne Kenntnis erinnern mich immer an unselige Zeiten… Jedes Volk, jede Religion, kann nur leben, wenn es sich auf positive Traditionen und Vorbilder der eigenen Geschichte besinnt. Daß bei diesen Traditionen immer Mythen, Sagen und reale Begebenheiten ineinander fließen, liegt auf der Hand. Ich lehne deshalb auch Traditionen nicht ab, sondern hinterfrage vieles, um zum wahren Kern vorzustoßen.
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#23   sacerdos helveticus   10:53:06 | Mittwoch, 15. Februar 2006
Kalenderfragen
Vielen Dank an Tobi und Gunter Maria Michel für ihre Auskünfte zur Feier des Heiligen Valentin.
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#22   Stimme aus dem Tradiland   09:49:29 | Mittwoch, 15. Februar 2006
Zur katholischen Überlieferung habe ich mehr Vertrauen
als zu irgendeinem aufgeblasenen Wichtigtuer wie Prof. Dr. Peter Dinzelbacher (@ richard). Dass von irgendeinem Heiligen nicht Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis, Meldezettel vorhanden sind, heißt nicht, dass er nicht dennoch gelebt und gewirkt hätte.
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#21   Marcel   09:32:00 | Mittwoch, 15. Februar 2006
Die Revolution, oder die Auflehnung gegen Gott
Sulpicus fragte rethorisch: Gibt es überhaupt
… etwas Gutes an dieser sogenannten „Liturgiereform“?
Wer beide Riten kennt und auch den durch sie verkörperten Glauben, wird mit Nein antworten.
Es ist eine klare Situation. Zwischen dem Zustand vor und nach der „Reform“ liegen Welten. Auch 1517 tarnte sich die – wie immer gegen Gott gerichtete – Revolution als angebliche „Reform“.
Man kann nicht verstehen, wie seit 1965 so etwas Grauenhaftes wie die Verstümmelung des katholischen Glaubens und der diesen exakt ausdrückenden hl. Messe geschehen konnte.
Mann kann ebensowenig verstehen, warum fast alle Kleriker diesen Spuk mitmachen. Diese Zulassung Gottes ist ein Geheimnis apokalyptischen Ausmaßes.
Der Glaube der ewigen Kirche ist es dann – wenn wir ihn demütig annehmen –, der uns daran erinnert, daß wir an der Front des unerbittlichen Kampfes zwischen Himmel und Hölle stehen. Anders gesagt: Diese alles zerstörende Liturgie“reform“ trägt die Handschrift Satans: immerhin wurde sie entscheidend von Dienern der „Kirche Satans“ entworfen, den Freimaurern; Stichwort Bugnini.
Satan ist der feindliche Oberbefehlshaber und lenkt als übermenschliche Intelligenz jeden Angriff gegen die Kirche Christi. Weswegen man die Kirchenkrise nicht durch menschliche Mittel, wie z.B. die V.II-Diplomatie, in den Griff bekommt.
Eines ist sicher. Wenn der Papst, wie in Fatima vorhergesagt, blutig verfolgt werden wird: die FSSPX wird unter den wenigen sein, die treu zu ihm stehen.
:-)
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#20   Toby   08:49:48 | Mittwoch, 15. Februar 2006
@ Gotthard
Dieser Festtag hat keinerlei Tradition – sondern ist eine modernistische Ausgeburt des Hochkapitals.
Aber gerade die Modrnisten in der Kirche sind es doch, die bei diesem falschen Treiben mitmachen und mit sogenannten „Messfeiern für Liebende“ das profane Valentins-Gedöns noch zu überbieten scheinen. Sie benutzen dazu also einen Heiligen aus dem alten Kalender, den es nach „wissenschaftlichem“ Befund nie gegeben hat. Ein Selbstwiderspruch des Modernismus, will ich meinen.
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#19   GerdEric   08:10:14 | Mittwoch, 15. Februar 2006
@ Ottaviani
der katholischen kirche alten heidnischen uberlieferungen einen christlichen sinn zu geben halte ich für sehrgut dadurch sieht man das die kirche den ganzen menschen anspricht
alter heidnischer Wien in alten Schläuchen…
das garantiert das Überleben des Heidentums,
was auch damit bewiesen ist.
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#18   richard   08:04:37 | Mittwoch, 15. Februar 2006
„Falsche Heilige“,
so betitelt Prof. Dr. Peter Dinzelbacher seinen umfangreichen Beitrag im Buch „echt_falsch – will die Welt betrogen sein?“ (2003). Diesem Wissenschafter nach lebt(e) die kath. Kirche mit abertausenden rein erfundenen/fiktiven Heiligen. Z.B. waren „Georg, Notburga, Margareta, Renatus, Christophorus, Wilgefortis, Martina, Philomena, Zopito, Ursula, Josaphat“ und tausende andere erfundene Personen. Der Hl. Jakobus in Santiago de Compostella nach Dinzelbacher: Eine Lüge (er zitiert Luther: „Darumb laßt man sy ligen und laufft nit dahin, dann man waißt nit, ob sant Jacob oder ain todter hund oder ain todts roß da liegt“).
richard
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#17   Toby   06:32:57 | Mittwoch, 15. Februar 2006
@ sacerdos helveticus
Kann vielleicht jemand , der Einblick in das Direktorium (liturgischer Kalender) einer dieser Diözesen hat, sagen, was dort mit dem Fest der Heiligen Cyrill und Method geschieht. Wird deren Festtag dann verschoben?
Natürlich steht auch in den Bistümern Fulda, Limburg und Mainz das Fest der Heiligen Cyrill und Methodius an erster Stelle (weißes Messgewand). Wahlweise kann aber auch die Messe vom Heiligen Valentin zelebriert werden. Im Direktorium der Diözese Fulda steht „Oder“ da. Der Heilige Valentin hat den Rang eines gebotenen (!) Gedenktages (Memoria obligatoria). Scheinbar hat der zelebrierende Priester also die freie Wahl, ob er sich für die Heiliegn Cyrill und Methodius oder für den Heiligen Valentin entscheidet. Aber vielleicht kann diese Frage ein Liturgieexperte besser beantworten.
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#16   Gotthard   23:53:39 | Dienstag, 14. Februar 2006
ach Gatte
@ Gotthard: Ist Ihnen schon aufgefallen, dass Sie um 21.14 Uhr genau das Gegenteil schreiben wie um 19.14 Uhr? Das nenne ich einen flotten Meinungsschwenk!
ist dir schon mal aufgefallen, dass ich zuerst von einer hausfrauen.de seite zitiert habe?
und dass ich anschließend deine und eure art de Diskussion und Argumetation auf den Arm genommen habe?
Schade …
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#15   gunther maria michel   23:50:02 | Dienstag, 14. Februar 2006
Sacerdoti Helvetico salutem!
Vielleicht weiss der in der Ostkirche bewanderte Dr. Michel, wann der Festtag von Cyrill und Methodius in den (unierten) Ostkirchen gefeiert wird.
Das kann ich leider nicht sagen. Jedoch in der Orthodoxie ist es so:
14. Februar: Tod des hl. Kyrill
6. April: Tod des hl. Methodius
11. Mai: gemeinsames Fest der Heíligen Kyrill und Methodius
27. Juli: gemeinsames Fest der hl. Sieben Kyrill, Methodius, Klemens, Naum, Sabas, Gorazd, Angelarius
Ursprünglich scheint der 6. April, am Todestag Methods, der Tag gewesen zu sein, an dem beide Brüder gemeinsam gefeiert wurden (nach einer Vermeldung im Prolog des Tomislav aus dem J. 1330). Wegen der großen Fastenzeit wurde stattdessen aber schon in alter Zeit der 11. Mai als gemeinsames Fest begangen.
Heute ist der 11. Mai (bzw. 24. Mai wegen der Kalenderverschiebung) das Hauptfest und in Bulgarien sogar staatlicher Feiertag. Die Brüder Kyrill und Method waren von Geburt nämlich höchstwahrscheinlich (bulgarische) Slaven oder zumindest Halbslaven.
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#14   sacerdos helveticus   23:17:23 | Dienstag, 14. Februar 2006
Kalenderreformen
Dass der Hl. Valentin noch in u.a. den Bistümern Limburg und Mainz am ursprünghlichen Festtag gefeiert wurde, war mir bisher nicht bekannt.
Kann vielleicht jemand , der Einblick in das Direktorium (liturgischer Kalender) einer dieser Diözesen hat, sagen, was dort mit dem Fest der Heiligen Cyrill und Method geschieht. Wird deren Festtag dann verschoben?
Wie gesagt ist das Fest der beiden „Slavenapostel“ Cyrill und Methodius nur in Europa von so hohem Rang (Fest; die zweithöchste Stufe), dass er eigentlich nicht von anderen Heiligen verdrängt werden kann (Es müsste sich denn um ein Hochfest) handeln, weil Valentin zum Beispiel irgendwo Kirchenpatron wäre.
Vielleicht weiss der in der Ostkirche bewanderte Dr. Michel, wann der Festtag von Cyrill und Methodius in den (unierten) Ostkirchen gefeiert wird.
Vielleicht eben am 14. Februar, dem Tag an dem Cyrill starb?
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#13   Evelin   22:41:19 | Dienstag, 14. Februar 2006
Kalenderreform: Beleg für die Zerstörungswut der V2-NOM-Modernisten!
@ Gotthard: Ist Ihnen schon aufgefallen, dass Sie um 21.14 Uhr genau das Gegenteil schreiben wie um 19.14 Uhr? Das nenne ich einen flotten Meinungsschwenk!
@ Gunter Maria Michel: Der Todestag mag schon sein. Die Frage erhebt sich, warum dennoch Jahrhunderte lang das Fest im Juli gefeiert wurde.
Außerdem begründet sich darin nicht, warum der Hl. Valentin ersatzlos gestrichen wurde.
Genau der gleiche Mist ist übrigens beim Thomastag, wie er in Nürnberg gefeiert wird, gegeben. Der Artikel ist völlig richtig. Die Kalenderreform im Rahmen der Liturgiereform war die blanke Zerstörungswut der Modernisten.
Der Gatte der Evelin
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#12   gunther maria michel   21:14:35 | Dienstag, 14. Februar 2006
14. Februar
Wer es noch nicht weiß: am 14. Februar verschied der hl. Kyrill in Rom. Deshalb wird dieser Tag als Festtag gefeiert. Und so soll es auch bleiben, denn die Brüder aus Thessaloniki, die von Papst Johannes Paul II. neben dem hl. Benedikt zu Schutzpatronen Europas erhoben wurden, gehören zu den ganz großen Heiligen, und um sie „scheren“ sich sehr wohl die Gläubigen!
Das hindert nicht, daß auch der hl. Valentin wieder zu Ehren kommen soll.
Gunther.
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#11   Gotthard   21:14:22 | Dienstag, 14. Februar 2006
lasst ihn in der Versenkung
Wie lange noch will der Vatikan zuschauen, wie die Menschenheit unbeirrt den Heiligen Valentin feiert, den die Kirche bei der Reform des liturgischen Kalenders in der Versenkung hat verschwinden lassen?
Wie ich eben lesen konnte, ist dieser „Festtag der Liebenden“ eine kommerzialisierte Entdeckung eines „Heiligen“ – geboren wohl in England und den USA.
Dieser Festtag hat keinerlei Tradition – sondern ist eine modernistische Ausgeburt des Hochkapitals.
Und es wird nicht der Hl. Valentin gefeiert, sondern es wird sein Name geklaut für Blumen, Pralinen, Zeitungsannoncen etc etc etc …
Lasst den Valentin aus dem Kalender raus.
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#10   Toby   20:57:31 | Dienstag, 14. Februar 2006
„Tag der Liebenden“
Dass der 14. Februar als „Tag der Liebenden“ begangen wird, hat in seiner neueren Form vor allem auch eine stark kommerzialisierte Prägung, der ein kirchlicher oder liturgischer Bezug völlig abgeht. So hat eben bislang noch niemand bemerkt, dass der Valentinstag offiziell „abgeschafft“ wurde. Na toll!
Übrigens: Der Hl. Valentin findet sich immerhin noch in den Regionalkalendern der Bistümer Fulda, Limburg und Mainz. In puncto „Tag der Liebenden“ ist zumindest hier die Welt noch in Ordnung.
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#9   Gotthard   20:24:15 | Dienstag, 14. Februar 2006
Feiertag
Wurde der 14. Februar vor der „schändlichen“ Kalenderreform in Deutschland schon als „Tag der Liebenden“ begangen?
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#8   Sulpicius   19:40:08 | Dienstag, 14. Februar 2006
Gibt es überhaupt…
… etwas Gutes an dieser sogenannten „Liturgiereform“?
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#7   Benedikt   19:23:01 | Dienstag, 14. Februar 2006
Prüft alles…
…das Gute behaltet. An Blumenverschenken ist nichts schlechtes.
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#6   ottaviani   19:22:12 | Dienstag, 14. Februar 2006
der brauch
der katholischen kirche alten heidnischen uberlieferungen einen christlichen sinn zu geben halte ich für sehrgut dadurch sieht man das die kirche den ganzen menschen anspricht
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#5   Gotthard   19:14:52 | Dienstag, 14. Februar 2006
Blick in die Geschichte
Der Brauch, am Valentinstag Blumen zu schenken, geht zurück bis in die Antike – auf den Gedenktag der römischen Göttin Juno (Schützerin von Ehe und Familie) am 14. Februar, der an diesem Tag Blumen geopfert wurden und an dem Paare per Liebeslotterie für ein Jahr verbandelt wurden (Lupercalia-Fest).
Im Mittelalter passte der Klerus die bereits bestehenden Feiertage und Bräuche dem christlichen Glauben an und weil der 14.2. mit dem Tag der Enthauptung des heiligen Valentin fast identisch war, nannte man nun den Tag der Verliebten „Valentinstag“. Der italienische heilige Bischof soll verbotenerweise Paare christlich getraut und den Liebespaaren bunte Blumensträusse überreicht haben. Er gilt als Schutzpatron der Bienenzüchter. Das „Valentinsbrot“ galt als Heilmittel, das Beifusskraut („Herba S. Valentini“) ist ihm geweiht. So konnten „Christen“ mit gleichem Brauchtum wie die „Heiden“ feiern und das alte Brauchtum wurde unter neuer Etikette weitergeführt.
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#4   Benedikt   18:53:13 | Dienstag, 14. Februar 2006
q.e.d.
Wer am heutigen Tag in der katholischen Messe den Heiligen Valentin feiert, ist ein Traditionalist, Lefebvrist oder Sedisvakantist.
Na, dann können sich diese Gemeinschaften über neue Mitglieder freuen: Das Mainzer Domkapitel!
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#3   ottaviani   18:44:09 | Dienstag, 14. Februar 2006
selten so gelacht
herzlichen Dank für diesen Artikek
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#2   sacerdos helveticus   18:43:38 | Dienstag, 14. Februar 2006
Kalenderreform
Dass die Kalendereform im Gefolge des letzten Konzils etwas künstliches und technisches besitzt, ist unbestritten.
Zuviele Feste (darunter eben beim Volk beliebte) wurden ohne Notwendigkeit gestrichen oder hin- und hergeschoben. So erging es auch den Heiligen Cyrill und Methodius (früher am 7. Juli).
Immerhin ist der heutige Festtag der Todestag eines der beiden, nämlich des Heiligen Cyrill (+14.2.869 in Rom)
Der Heilige Valentin ist aber immer noch im Heiligenkalender (dem Martyrologium Romanum; Ausgabe 2001 ) enthalten und zwar an seinem bisherigen Gedenktag.
Da Cyrill und Methodius jedoch seit 1980 als Patrone Europas gelten, haben sie auf unserem Kontinent den Rang eines Festes (mit Gloria) und so darf Valentin nicht liturgisch gefeiert werden, ausser er wäre gerade zufällig Kirchenpatron.
(Die Möglichkeit der Kommemoration ist in der nachkonziliaren Liturgie leider offiziell abgeschafft worden).
Ausserhalb Europas wären Cyrill und Methodius nur ein (gebotener) Gedenktag und bei Vorliegen besonderer Gründe wäre auch eine Messe zu Ehren des Heiligen Valentin möglich.
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#1   chancel_screen   18:35:14 | Dienstag, 14. Februar 2006
Wahrlich eine Herzensangelegenheit!
Mit diesem Beitrag hat der Verfasser sicherlich das Herz vieler Tradionalisten erobert. Vergelt’s Gott!
Sancte Valentine, ora pro nobis.
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