Alte Messe
Angst vor liturgischer Konfusion
Benedikt XVI. traf sich am Montag erstmals in seinem Pontifikat mit den rund dreißig Vorsitzenden der vatikanischen Dikasterien. Seit gestern kursieren erste Gerüchte über die Ergebnisse der Versammlung.
(kreuz.net, Vatikan) Die Zusammenkunft fand im Bologna-Saal des Apostolischen Palastes statt. Der Vatikan veröffentlichte keine Informationen zum Inhalt der Besprechung. Er bestätigte lediglich das Treffen und den Tagungsort.

Bereits Anfang Februar schrieb die Mailänder Tageszeitung ‘Il Gionale’, daß es beim Montagstreffen um eine Aussöhnung zwischen dem Heiligen Stuhl und der Priesterbruderschaft St. Pius X. gehen werde.

Jetzt berichtete der US-Korrespondent der britischen katholischen Wochenzeitung ‘Tablet’, Rocco Palmo, auf seiner privaten Nachrichtenseite, daß man tatsächlich über die Freigabe der Alten Messe beraten habe.

Der Papst soll ein Dokument zur Freigabe des überlieferten Ritus angefordert haben. Der Entwurf soll beim nächsten Treffen der Kurienkardinäle mit dem Papst vorgelegt werden. Als Datum für dieses Treffen kursiert der 23. März.

Der Direktor der Nachrichtenagentur ‘Catholic News Agency’, Alejandro Bermudez, berichtet, daß gegenwärtig der kirchenrechtliche Aspekt einer Versöhnung zwischen dem Vatikan und den Lefebvristen ausgearbeitet werde. Bermudez beruft sich auf mehrere ungenannte Quellen.

Bermudez weiß auch, daß bei der Versammlung am Montag der Präfekt der Gottesdienstkongregation, Francis Kardinal Arinze, Einspruch erhoben haben soll. Der Kardinal scheint zu befürchten, daß die Zelebration der Alten Messe ohne spezielle Erlaubnis des Ortsbischofs zu einer noch größeren liturgischen Konfusion führen könnte.

In der Vergangenheit hat sich Kardinal Arinze mehrfach – unter anderem während der Bischofssynode im Oktober und zuletzt in einem Interview mit dem Nachrichtendienst der US-Bischofskonferenz ‘CNS’ – gegen eine Freigabe der Alten Messe gestellt.
      
32 Lesermeinungen
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#32   Laurentius2   12:02:21 | Samstag, 18. Februar 2006
Warum Konfusion ?
Der von mir hochverehrte „schwarze Kardinal“ mag pastorale Bedenken haben. Aber können die liturgischen Konfusionen wirklich noch gesteigert werden ? Viele halb-konservative Katholiken wissen doch zu berichten, daß die Alte Messe auch indirekt auf die Neue Messe einen stabilisierenden Einfluß hat, denn an ihr muß sie sich messen lassen …Der Unterschied zwischen einer ordentlich gefeierten Neuen Messe und einer Sowjetkirchlichen Messe mit allen möglichen Lächerlichkeiten und Sakrilegien (das ist leider oft Praxis !!) ist doch viel größer als zwischen Alter und Neuer Messe !
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#31   Brandenburgis   15:02:42 | Freitag, 17. Februar 2006
Heiliger Vater
Da ich hier wegen der Kritik an B16 gemahnt wurde, möchte ich mich dazu erklären. Als „verschlagen“ empfinde ich es, wenn vom Intellekt her in hunderten Büchern und Artikeln der Irrweg der Kirche tiefsinnig analysiert wird, dem aber nicht nur keine Taten folgen (auch vor seiner Inthronisation), sondern der erkannte (!!) verheerende Irrweg weiter beschritten wird in vestärkter Intensität. Da stellt sich bei mir der Verdacht ein, daß die Kirchenzerstörung nicht Irrtum, sondern Prinzip und affirmativers Programm ist.
Ob B16 nun auf FSSPX zuschreitet oder nicht, hat damit zunächst sehr wenig zu tun.
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#30   ottaviani   10:04:13 | Freitag, 17. Februar 2006
ich kenne die Rubriken
des Missales sehr gut ich sehe wo fas buch steht ich sehe die hakltun der geistlichen daran erkenne ich das
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#29   Yersinia   09:26:36 | Freitag, 17. Februar 2006
@ottaviani: woran siehst du das?
da stehen drei Leute hintereinander, einer daneben; alle stehen vor einem wießen Gebilde mit Bildern und Kerzen – und sind „auffallend angezogen“
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#28   Gotthard   22:58:58 | Donnerstag, 16. Februar 2006
@athanasius
Ich weiß einfach nicht, warum Du Dich bei aller Ablehnung der erneuterten Liturgie nach dem Vaticanum II dennoch soooo dafür interessierst…
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#27   Athanasius   22:05:28 | Donnerstag, 16. Februar 2006
@virOblationis
Ach, man weiss doch, dass ist ja nur eine Entgleisung des grossen Neuen Frühlings des II. Vatikanischen Konzils. Vierzig Tonnen Sand. Das wird ja verursacht durch die Unwissenheit, nicht durch unkatholische Absichten.
Das gibt es in den Diözesen der grossen Führer der katholischen Kirche, nämlich der deutschen Kardinäle, darunter ein gewisser Walter Kasper.
Pfingsten und Neuer Frühling, ja.
Aber die Tridentinische Hl. Messe. Joa. Die hat zwar alle Heiligen ernährt, aber das brauchen WIR doch HEUTE nicht mehr. Wir sind ja aufgeklärt von der Liturgiereform.
Und noch ein schönes Neues Pfingstfest. Denn Fasten ist ja auch so altmodisch und reaktionär.
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#26   virOblationis   18:15:31 | Donnerstag, 16. Februar 2006
liturgische Konfusion
Wenn es liturgische Konfusion gibt, dann droht sie wohl kaum von der alten Messe her, sondern eher von solchem Wildwuchs, der z.B. vierzig Tonnen Sand in den Kirchenraum kippt.
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#25   Brigitte Bussmann   16:30:11 | Donnerstag, 16. Februar 2006
alte Liturgie
wozu Angst, wo bleibt das Vertrauen in Gott? Und ich dachte, dass nach der Enzyklika Deus caritas est keine Angst mehr notwendig ist, denn Gott ist doch Liebe.
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#24   ottaviani   11:23:11 | Donnerstag, 16. Februar 2006
das ist
in der überlieferten hl. messe gerade vor beginn des glorias glaube ich
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#23   Yersinia   09:34:27 | Donnerstag, 16. Februar 2006
was tun die Herrschaften
auf dem Bild eigentlich?
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#22   Marcel   09:08:43 | Donnerstag, 16. Februar 2006
Orwells Zwie-Denken und „Der gerade Weg“
Peccator: Eins ist jetzt wichtiger alles alles andere: Beten wir {…} für dieses Anliegen, damit der Hl. Vater die Kraft hat, diesen Weg konsequent fortzusetzen.
Beten für den Papst und Vertrauen in die FSSPX-Bischöfe ist gut.
Doch der „konsequente Weg“ des Papstes?
Möge das Gebet hinwegtrösten über das Erschaudern: Pope backs more Collaboration with World Council of Churches (WCC) www.zenit.org/…ish/visualizza.phtml?sid=84488, Zenit 14.2.2006.
„After forty years of fruitful collaboration,“ which began in the wake of the Second Vatican Council, „we look forward to continuing this journey of hope and promise, as we intensify our endeavors towards reaching that day when Christians are united in proclaiming the Gospel message of salvation to all,“ the Pope adds.
Bischof Williamson nannte es Orwellsches „Zwie-Denken“ www.angelqueen.org/forum/viewtopic.php?t=5486:
Modern thinking, based on the faulty systems of modern philosophers, makes it possible for a mind to hold at the same time two propositions which contradict one another, just like the „doublethink“ in George Orwell’s 1984. So when I am talking to Catholics, I can think, and say, that Christ is God, but when I am talking to the world, I can think, and allow it to believe that Christ is not God (to whose teachings and whose Church the entire world is in fact obliged to submit).
Heute FSSPX, morgen WCC.
Fatima, Assisi.
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#21   Peccator   08:17:00 | Donnerstag, 16. Februar 2006
Ernsthaftes Bemühen
Ich liebe die Kirche und die zu ihr gehörende Priesterbruderschaft Pius X mehr als alles andere auf dieser Erde. Die Bemühungen des Hl. Vaters um eine vollständige Aussöhnung mit der FSSPX sollten wir aufrichtigen Herzens anerkennen und begrüßen, ebenso den Bischöfen der FSSPX voll vertrauen, daß sie keine faulen Kompromisse akzeptieren werden.
Eins ist jetzt wichtiger alles alles andere: Beten wir, jeder einzelne von uns, für dieses Anliegen, damit der Hl. Vater die Kraft hat, diesen Weg konsequent fortzusetzen.
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#20   Kreuzfidel   01:22:29 | Donnerstag, 16. Februar 2006
Mini?
Für einen guten Hirten ist kein Schaf seiner Herde mini, heißt es nicht doch, daß er gerade das „verlorene“ Schaf sucht? Der Kirche ist jede auch nur so kleine Gruppe wichtig. Die Pius Brüder, einmal zurückgekehrt, würden sicher viel viel fruchtbarer werden! Daß Sie jetzt „nur“ 4 Bischöfe haben, zeigt eher, daß sie bei neuen Ernennungen vorsichtig sind, um nicht noch weiter von der Mutter abzutriften.
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#19   Gotthard   00:14:47 | Donnerstag, 16. Februar 2006
Mini-Mini-Truppe
Eine solche Konferenz wegen dieser wenigen „Historiker“? Es gibt wichtigere Themen in unserer Kirche als diese Träumereien einer Mini-Mini-Truppe. Nur weil diese Mini-Truppe 4 unerlaubte Bischöfe hat, muss sich die Gesamtkirche damit dauernd beschäftigen?
Sollte das jetzt zum Efolg führen, kann ich nur aufrufen: jede Richtung in der Kirche suche sich einen weihewilligen Bischof, und weihe einige Bischöfe …
Ich wette einmal, dass eine Bewegung für die’„Priesterweihe der Frau“ schnell eine Großbewegung sein würde, gegen die die Pius-Leute ein Stammtisch wären.
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#18   Marcel   23:21:07 | Mittwoch, 15. Februar 2006
Die Zeit der Aufklärung
Hw. Catholicus schrieb: Lieber Marcel, da es Ihnen offenbar Probleme bereitet, will ich gerne aufklären, was es mit dem Rückzug aus diesem Forum und mit meinem Wiedereinstieg zu tun hat.
Hochwürdiger Herr Pater, „es“ bereitet mir keine Probleme – höchstens fand ich das hüpfende Verhalten von Ihnen und Ihrem Mitstreiter Konrad amüsant, der sich gleich mehrmals erfolglos verabschiedete. :-)
Meine Präzisierung um 21:16h war lediglich die Folge einer freundlichen Anfrage an meine Adresse, ob ich mich denn wirklich aus dem Forum verabschieden wolle. Dem ist nicht so; ich zitierte nur.
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#17   Catholicus   21:40:30 | Mittwoch, 15. Februar 2006
Aufklärung für Marcel
Lieber Marcel, da es Ihnen offenbar Probleme bereitet, will ich gerne aufklären, was es mit dem Rückzug aus diesem Forum und mit meinem Wiedereinstieg zu tun hat. Am 19.09.2005 nahm ich mit folgender Begründung Abschied von diesem Forum: „Die Anonymität von kreuz.net und dessen Forum wird zunehmend dazu mißbraucht, gegen die Kirche und ihre Hirten sowie gegen ihre Lehre zu polemisieren!“ Am 25.10.2005 wurde ich durch einen redaktionellen Beitrag von kreuz.net www.kreuz.net/article.2099.html, der meine kritische Stellungnahme auf kath.net zum Experiment der Wiener „Jugendkirche“ als zu wenig kritisch und couragiert beschrieb, veranlaßt, klärende Hinweise zu geben und meinen, von kreuz.net trotz mehrmaliger Aufforderung nicht stillgelegten Account „Catholicus“ wieder zu benutzen. Da damit der „Bann“ meiner Abstinenz von kreuz.net „gebrochen“ war ;-) , sah ich in der Folge fallweise wieder die Möglichkeit, mich hier einzubringen. Ich werde dies in der Zukunft auch weiterhin nach persönlichem Ermessen in Anspruch nehmen, und zwar unbeschadet dessen dass ich dem Projekt kreuz.net als solchen weiterhin wegen der Anonymität der Verantwortlichen und der in verschiedener Form artikulierten Kirchenkritik in distanzierter Weise gegenüber stehe!
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#16   Marcel   21:16:04 | Mittwoch, 15. Februar 2006
Zitate
Um 18:11h schrieb ich hier an Hw. Catholicus:
>>
Ich erinnerte Sie auf Umwegen nur an Ihre eigenen Worte vom 19. September 2005 14:27h, „Mit Birett und Badehose“: Mit diesem Beitrag verabschiede ich mich von diesem Forum.
Eure Worte seien … Jein?
<<
Nur zur Klarstellung: der oben kursiv gedruckte Satz war ein Zitat von Hochwürden Catholicus’ vom 19.9.2005.
Der Satz war nicht etwa eine Ankündigung von meiner Seite.
Diese Anmerkung nur, falls der das Zitat einleitende Doppelpunkt übersehen wurde und zu Mißverständnissen führt(e). ;-)
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#15   Ansgar   18:19:00 | Mittwoch, 15. Februar 2006
@ Stimme
„Bedeutungslos“ bezog sich auf die zahlenmäßige Größe. Wie viele Teilnehmer hier habe auch ich Respekt vor dem Anliegen der Pius-Bruderschaft. Ich halte es für sehr wichtig, daß sie ihre Stimme erhebt – innerhalb der Kirche. Dennoch sollten Sie, liebe Stimme, – bei aller legitmer Kritik – die Unterstellungen aus Absurdistan (Freimaurerei-Papst etc.) lassen. Sie können nicht bestreiten, daß dieser Mann über Jahrzehnte von unseren gemeinsamen Feinden – auch Ihren! – geprügelt worden ist. Wenn Benedikt jetzt auf die Traditionalisten zugeht, tut er es aus lauterem Herzen. Ich vertraue dem Papst – auch das ist gut katholisch. Traditionalistisch, gewissermaßen.
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#14   Elendester Sünder   18:13:06 | Mittwoch, 15. Februar 2006
Lieber Catholicus,
Du schriebst: Genau dies ist die Schwachstelle des sog. Traditionalismus, dass mitunter menschliche Traditionen als göttliche ausgegeben werden.
Die Frage ist doch: Sind die Neuerungen göttlich oder menschlich (oder sogar teuflisch)?
Die Schwachstelle des sog. Traditionalismus ist eher die Gefahr der Loslösung oder des Ungehorsams.
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#13   Marcel   18:11:36 | Mittwoch, 15. Februar 2006
Entweder oder…
Hw. Catholicus schrieb: Ihre Reaktion mit Ihrem eigenartigen Exkurs, in dem Sie mich anweisen wollen, wann, wo und wie ich Stellung nehmen soll, zeigt nur, dass ich ins Schwarze getroffen habe :-)
Weil Sie – hoffentlich – in eine schwarze Soutane gehüllt und kritisiert worden sind, bedeutet das noch nicht automatisch, daß Sie auch ins Schwarze trafen.
Ich erinnerte Sie auf Umwegen nur an Ihre eigenen Worte vom 19. September 2005 14:27h, „Mit Birett und Badehose“: Mit diesem Beitrag verabschiede ich mich von diesem Forum.
Eure Worte seien … Jein?
:-)
Übrigens hat Brandenburgis um 16:42h sehr klug auf Ihre schiefen Ebenen geantwortet.
Auch die Traditionsstimme hat just tatsächliche Schwachstellen angerissen.
Der „sog. Traditionalismus“ gehört nicht dazu, ist doch die beständige Lehrtradition der Kirche das A und O, und auch die Kirchenführung wird sich eines Tages Gnade des Herrn auf diese Tradition zurückbesinnen.
Gottes Segen!
Danke; gelobt sei Jesus Christus.
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#12   Stimme aus dem Tradiland   17:42:54 | Mittwoch, 15. Februar 2006
@ Ansgar
Wenn die Gruppe so bedeutungslos ist, warum lesen Sie dann so eifrig die Nachrichten über dieselbe und versehen Sie mit Ihren Kommentaren?
Es gibt eine ganze Reihe von Gruppen, für die der Papst als Hirte des Gottesvolkes weniger oder gar nicht zuständig ist und der er dennoch viel Zeit widmet: Z.B. den Moslems, den Atheisten, den Bnai-Brith-Freimaurern, den EU- und UNO-Freimaurern usw.
Die Antwort ist vielmehr: Da ist noch eine Gruppierung, die immer noch nicht dem Konstitutionen, Dekrete, Meßbuch und Ritual gewordenen V2-NOM-Modernismus huldigt und damit gegen den Stachel löckt. Das ist deswegen peinlich, weil täglich neue Gläubige, ja sogar Andersgläubige draufkommen, dass diese Gruppe für die Wahrheit steht.
Rom (die meisten dort tätigen Prälaten) sehnt sich nach der Gleichsschaltung dieser Gruppierung. Deswegen die vielen Fehlinformationen über die FSSPX, die tatsächlich unangemessen viel Zeit Kosten. Nur insoferne kann man von Zeitverschwendung oder ähnlichem sprechen.
@ Catholicus: Inwiefern Marcel’s zweites Posting eine Bestätigung für seine angebliche – von Ihnen behauptete – „Ebenenverwechslung“ darstellt, ist für mich nicht nachvollziehbar.
Im übrigen ist es „wurscht“, wie der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz bestellt wird. Solange seitens des Papstes kein Wille zur Rückkehr zu Tradition besteht, wird auch seine Personalauswahl V2-NOM-mäßig und somit dürftig sein. Der Bestellungsmodus ist dann nur noch etwas für die „Gremien-Freaks“.
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#11   Catholicus   17:09:53 | Mittwoch, 15. Februar 2006
@Marcel
Ihre Reaktion mit Ihrem eigenartigen Exkurs, in dem Sie mich anweisen wollen, wann, wo und wie ich Stellung nehmen soll, zeigt nur, dass ich ins Schwarze getroffen habe :-) Gottes Segen!
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#10   Ansgar   16:55:10 | Mittwoch, 15. Februar 2006
@ Brandenburgis
Kommen Sie, hören Sie doch auf! „Verschlagen“, „reformunfähig gerad dieser Papst“… Was soll Benedikt denn noch alles tun, um es Ihnen Recht zu machen, werter Brandenburgis? Dieser Mann schreitet mit ausgebreiteten Armen auf eine im Grunde bedeutungslose Splittergruppe zu – weil er sie wie den verlorenen Sohn liebt. Korrigieren Sie mich, wenn ich irre – aber mir scheint, Sie haben längst alles Vertrauen in unsere Mutter Kirche verloren und verharren in Verstocktheit, gleich, was passiert. Nochmals: Was soll Benedikt tun? Zurücktreten und diesen merkwürdigen Konvertiten Williamson ranlassen?
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#9   Marcel   16:47:41 | Mittwoch, 15. Februar 2006
Parmesan
Ich weiß nicht, was den Vorgängen näher kommt: die Meldung auf Kreuznet, wie sie Benedikt (der Teilnehmer) zitierte, oder die Meldung der italienischen Zeitung (Ansa.it)
Beide scheinen sich einig zu sein, in dem, wie Kreuznet es ausdrückt: „Diese Vorgehensweise ist eine Neuerung. Bisher wurde der Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz direkt vom Papst ernannt.“
Hw. Catholicus, sofort zur Stelle auf Ihrem ungeliebten Forum, wenn es um nichts wichtiges geht?
Wo es um wichtige Dinge geht wie z.B. die Selbstzerstörung der Konzilskirche (beides Worte von Papst Paul VI.), da schweigen Sie betreten?
Stürzen Sie sich doch zur Abwechslung auf die tatsächlichen „Schwachstellen“. Z.B. die verheerende „Kollegialität“, die vom rein pastoralen Super-Konzil eingeführt wurde und uns nicht nur eine, sondern unzählige Lehmann-Nationalkirchen bescherte (Frankreich, Holland, USA, etc), die allesamt im unausgesprochenen Schisma stehen und die der Grund sind, warum Kreuznet existiert und das auch noch anonymerweise. :-)
Damit beende ich meinen Exkurs weg vom eigentlichen Thema.
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#8   Brandenburgis   16:42:51 | Mittwoch, 15. Februar 2006
@Catholicus
So einfach ist es nicht, lieber Catholicus. Denn die Frage, ob diese Tradition „menschlicher“ oder „göttlicher“ Natur sei wurde nicht tangiert. Es wurde zu Recht die Unfähigkeit zur Abkehr von völlig verfehlten sehr menschlichen Traditionen beklagt, auf die Reformunfähigkeit der Kirche, die eben nicht, und gerade in der Person des regierenden Papstes nicht, in der Lage ist, erkannte Irrwege zu verlassen. Das ist das Kennzeichen von glaubensfernen Ideologen und nicht von geistgeleiteter Regierung der Kirche.
Gerade weil die verfehlten Traditionen des „Konzils“ und seiner Folgen nicht verlasen werden, nicht verlassen werden wollen, wird eben auch die tatsächlich „heilige und apostolische Tradition die Kirche“ vernachlässigt und zerstört.
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#7   Catholicus   16:31:41 | Mittwoch, 15. Februar 2006
@Marcel
Genau dies ist die Schwachstelle des sog. Traditionalismus, dass mitunter menschliche Traditionen als göttliche ausgegeben werden. So werden dann vermeintliche „Traditionsbrüche“ als Abfall vom Glauben interpretiert, wobei es sich in Wirklichkeit um Änderungen disziplinärer Natur handelt, die in Wirklichkeit in der Geschichte der Kirche immer wieder vorgenommen worden sind und von der kirchlichen Autorität tatsächlich angeordnet oder zugelassen werden können. Natürlich kann man dann über die Angemessenheit dieser Änderungen und ihre Sinnhaftigkeit diskutieren; wer der kirchlichen Autorität diese Vollmacht zur Änderung derartiger (rein menschlicher) Traditioinen aber grundsätzlich abspricht bzw. dahinter sogar einen Bruch mit der göttlichen Tradition sieht, wo es doch nur um einen anderen Modus der Bestellung z.B. des Vorsitzenden der italienischen Bischofskonferenz geht, der verwechselt die Ebenen und hat nicht begriffen, welche heilige und apostolische Tradition die Kirche wirklich zu hüten und hat und auch hütet!
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#6   Brandenburgis   16:29:17 | Mittwoch, 15. Februar 2006
Hallo Marcel,
Wie sit das zu verstehen mit der „Demokratisierung Italiens“? Dieser Papst mag schon mutig sein, jedoch auf eine verschlagene Weise.
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#5   Benedikt   16:28:45 | Mittwoch, 15. Februar 2006
@ Marcel
Italian bishops hold secret vote (Angelqueen)
February 13, 2006
National church to choose its new leader for first time
Hm. Auf kreuz.net liest sich das aber anders:
Zugleich bat der Papst die 226 italienischen Bischöfe, ihre Kandidaten für den zukünftigen Präsidenten auf eine Liste zu setzen.
Von Wahl kein Wort. Es liest sich eher so, als würde der Papst unter den Vorgeschlagenen auswählen. Was stimmt denn nun?
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#4   ottaviani   16:21:04 | Mittwoch, 15. Februar 2006
Mutig ist er dann
wenn es eine möglichkeit gibt unanbhängig von den ortsordinarien zu leben in der radition zu leben
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#3   Marcel   16:19:08 | Mittwoch, 15. Februar 2006
Vamos lutar, Traditionalistas
Ansgar schrieb: Evviva Benedikt! Dieser Papst ist groß und mutig!
Fügen Sie noch „knuddelig“ bei und Sie sind als Gatte der zum Ensetzen aller wieder aufgetauchten „Christ“in enttarnt. :-)
Ist es groß und mutig, der Kirche Italiens durch einen neuen Traditionsbruch die „glorreiche“ Demokratie zu verordneten?
Eigentlich gar nicht. Die „Schreckensherrschaft“ Lehmanns hätte doch als schlechtes Beispiel für alle Zeiten genügen müssen…
Seit der Einführung der Demokratie in die Kirche ab 1965 unter dem lustigen Wort „Kollegialität“, die de facto eine schleichende Entmachtung des Papstsamtes bedeutet, gelingt die Selbstzerstörung der Konzilskirche erst so richtig – vom Kopf an in alle Glieder.
Wem das wohl nützt?
>> Italian bishops hold secret vote www.angelqueen.org/forum/viewtopic.php?t=5776 (Angelqueen)
February 13, 2006
National church to choose its new leader for first time
(ANSA) – Vatican City, February 13 – In a clear break with tradition, the pope has ordered a secret vote among Italian bishops to choose the next head of the Catholic Church in Italy.
{…}
<<
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#2   Benedikt   16:12:00 | Mittwoch, 15. Februar 2006
Vervollständigung
Der Kardinal scheint zu befürchten, daß die Zelebration der Alten Messe ohne spezielle Erlaubnis des Ortsbischofs zu einer noch größeren liturgischen Konfusion führen könnte.…als sie ohnehin schon aufgrund der Nichtdurchsetzung der päpstlichen Instruktion Redemptionis Sacramentum existiert, oder wie? Für 95% der Pfarreien wäre das eine völlig zweitrangige Frage, in den anderen 5 % ist man geschult genug, dass eine Konfusion ausbliebe.
Aber: „Gerüchte“ bezügl. der alten Messe gab es ja nun genug, jetzt bin ich mal gespannt, ob am 23.3. wirklich etwas passiert. Wäre ja nicht der erste durch Gerüchte aufgetauchte „Stichtag“, der verstreicht. Cui bono?
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#1   Ansgar   15:59:05 | Mittwoch, 15. Februar 2006
Exultate, Traditionalistas
Jetzt bin ich wirklich gespannt, welches Haar unsere traditionalistischen Freunde wieder in der Suppe finden. Evviva Benedikt! Dieser Papst ist groß und mutig!
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