Benedikt XVI. traf sich am Montag erstmals in seinem Pontifikat mit den rund dreißig Vorsitzenden der vatikanischen Dikasterien. Seit gestern kursieren erste Gerüchte über die Ergebnisse der Versammlung.
(kreuz.net, Vatikan) Die Zusammenkunft fand im Bologna-Saal des Apostolischen Palastes statt. Der Vatikan
veröffentlichte keine Informationen zum Inhalt der Besprechung. Er bestätigte lediglich das Treffen
und den Tagungsort.
Bereits Anfang Februar schrieb die Mailänder Tageszeitung ‘Il Gionale’, daß es
beim Montagstreffen um eine Aussöhnung zwischen dem Heiligen Stuhl und der Priesterbruderschaft St. Pius
X. gehen werde.
Jetzt berichtete der US-Korrespondent der britischen katholischen Wochenzeitung ‘Tablet’,
Rocco Palmo, auf seiner privaten Nachrichtenseite, daß man tatsächlich über die Freigabe der Alten
Messe beraten habe.
Der Papst soll ein Dokument zur Freigabe des überlieferten Ritus angefordert haben.
Der Entwurf soll beim nächsten Treffen der Kurienkardinäle mit dem Papst vorgelegt werden. Als Datum
für dieses Treffen kursiert der 23. März.
Der Direktor der Nachrichtenagentur ‘Catholic News Agency’,
Alejandro Bermudez, berichtet, daß gegenwärtig der kirchenrechtliche Aspekt einer Versöhnung zwischen
dem Vatikan und den Lefebvristen ausgearbeitet werde. Bermudez beruft sich auf mehrere ungenannte Quellen.
Bermudez weiß auch, daß bei der Versammlung am Montag der Präfekt der Gottesdienstkongregation, Francis
Kardinal Arinze, Einspruch erhoben haben soll. Der Kardinal scheint zu befürchten, daß die Zelebration
der Alten Messe ohne spezielle Erlaubnis des Ortsbischofs zu einer noch größeren liturgischen Konfusion
führen könnte.
In der Vergangenheit hat sich Kardinal Arinze mehrfach – unter anderem während der
Bischofssynode im Oktober und zuletzt in einem Interview mit dem Nachrichtendienst der US-Bischofskonferenz
‘CNS’ – gegen eine Freigabe der Alten Messe gestellt.
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32 Lesermeinungen
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#32 Laurentius2 12:02:21 | Samstag, 18. Februar 2006
Warum Konfusion ? Der von mir hochverehrte „schwarze Kardinal“ mag pastorale Bedenken haben. Aber können
die liturgischen Konfusionen wirklich noch gesteigert werden ? Viele halb-konservative Katholiken wissen
doch zu berichten, daß die Alte Messe auch indirekt auf die Neue Messe einen stabilisierenden Einfluß
hat, denn an ihr muß sie sich messen lassen …Der Unterschied zwischen einer ordentlich gefeierten Neuen
Messe und einer Sowjetkirchlichen Messe mit allen möglichen Lächerlichkeiten und Sakrilegien (das ist
leider oft Praxis !!) ist doch viel größer als zwischen Alter und Neuer Messe !
#31 Brandenburgis 15:02:42 | Freitag, 17. Februar 2006
Heiliger Vater Da ich hier wegen der Kritik an B16 gemahnt wurde, möchte ich mich dazu erklären. Als
„verschlagen“ empfinde ich es, wenn vom Intellekt her in hunderten Büchern und Artikeln der Irrweg der
Kirche tiefsinnig analysiert wird, dem aber nicht nur keine Taten folgen (auch vor seiner Inthronisation),
sondern der erkannte (!!) verheerende Irrweg weiter beschritten wird in vestärkter Intensität. Da stellt
sich bei mir der Verdacht ein, daß die Kirchenzerstörung nicht Irrtum, sondern Prinzip und affirmativers
Programm ist. Ob B16 nun auf FSSPX zuschreitet oder nicht, hat damit zunächst sehr wenig zu tun.
@ottaviani: woran siehst du das? da stehen drei Leute hintereinander, einer daneben; alle stehen vor einem
wießen Gebilde mit Bildern und Kerzen – und sind „auffallend angezogen“
#28 Gotthard 22:58:58 | Donnerstag, 16. Februar 2006
@athanasius Ich weiß einfach nicht, warum Du Dich bei aller Ablehnung der erneuterten Liturgie nach dem
Vaticanum II dennoch soooo dafür interessierst…
#27 Athanasius 22:05:28 | Donnerstag, 16. Februar 2006
@virOblationis Ach, man weiss doch, dass ist ja nur eine Entgleisung des grossen Neuen Frühlings des
II. Vatikanischen Konzils. Vierzig Tonnen Sand. Das wird ja verursacht durch die Unwissenheit, nicht durch
unkatholische Absichten. Das gibt es in den Diözesen der grossen Führer der katholischen Kirche, nämlich
der deutschen Kardinäle, darunter ein gewisser Walter Kasper. Pfingsten und Neuer Frühling, ja. Aber
die Tridentinische Hl. Messe. Joa. Die hat zwar alle Heiligen ernährt, aber das brauchen WIR doch HEUTE
nicht mehr. Wir sind ja aufgeklärt von der Liturgiereform. Und noch ein schönes Neues Pfingstfest. Denn
Fasten ist ja auch so altmodisch und reaktionär.
#26 virOblationis 18:15:31 | Donnerstag, 16. Februar 2006
liturgische Konfusion Wenn es liturgische Konfusion gibt, dann droht sie wohl kaum von der alten Messe
her, sondern eher von solchem Wildwuchs, der z.B. vierzig Tonnen Sand in den Kirchenraum kippt.
alte Liturgie wozu Angst, wo bleibt das Vertrauen in Gott? Und ich dachte, dass nach der Enzyklika Deus
caritas est keine Angst mehr notwendig ist, denn Gott ist doch Liebe.
#22 Marcel 09:08:43 | Donnerstag, 16. Februar 2006
Orwells Zwie-Denken und „Der gerade Weg“ Peccator: Eins ist jetzt wichtiger alles alles andere: Beten
wir {…} für dieses Anliegen, damit der Hl. Vater die Kraft hat, diesen Weg konsequent fortzusetzen.
Beten für den Papst und Vertrauen in die FSSPX-Bischöfe ist gut. Doch der „konsequente Weg“ des Papstes?
Möge das Gebet hinwegtrösten über das Erschaudern: Pope backs more Collaboration with World Council
of Churches (WCC) www.zenit.org/…ish/visualizza.phtml?sid=84488, Zenit 14.2.2006. „After forty years
of fruitful collaboration,“ which began in the wake of the Second Vatican Council, „we look forward to
continuing this journey of hope and promise, as we intensify our endeavors towards reaching that day when
Christians are united in proclaiming the Gospel message of salvation to all,“ the Pope adds. Bischof Williamson
nannte es Orwellsches „Zwie-Denken“ www.angelqueen.org/forum/viewtopic.php?t=5486: Modern thinking, based
on the faulty systems of modern philosophers, makes it possible for a mind to hold at the same time two
propositions which contradict one another, just like the „doublethink“ in George Orwell’s 1984. So when
I am talking to Catholics, I can think, and say, that Christ is God, but when I am talking to the world,
I can think, and allow it to believe that Christ is not God (to whose teachings and whose Church the entire
world is in fact obliged to submit). Heute FSSPX, morgen WCC. Fatima, Assisi. …
#21 Peccator 08:17:00 | Donnerstag, 16. Februar 2006
Ernsthaftes Bemühen Ich liebe die Kirche und die zu ihr gehörende Priesterbruderschaft Pius X mehr als
alles andere auf dieser Erde. Die Bemühungen des Hl. Vaters um eine vollständige Aussöhnung mit der
FSSPX sollten wir aufrichtigen Herzens anerkennen und begrüßen, ebenso den Bischöfen der FSSPX voll
vertrauen, daß sie keine faulen Kompromisse akzeptieren werden. Eins ist jetzt wichtiger alles alles
andere: Beten wir, jeder einzelne von uns, für dieses Anliegen, damit der Hl. Vater die Kraft hat, diesen
Weg konsequent fortzusetzen.
#20 Kreuzfidel 01:22:29 | Donnerstag, 16. Februar 2006
Mini? Für einen guten Hirten ist kein Schaf seiner Herde mini, heißt es nicht doch, daß er gerade das
„verlorene“ Schaf sucht? Der Kirche ist jede auch nur so kleine Gruppe wichtig. Die Pius Brüder, einmal
zurückgekehrt, würden sicher viel viel fruchtbarer werden! Daß Sie jetzt „nur“ 4 Bischöfe haben, zeigt
eher, daß sie bei neuen Ernennungen vorsichtig sind, um nicht noch weiter von der Mutter abzutriften.
#19 Gotthard 00:14:47 | Donnerstag, 16. Februar 2006
Mini-Mini-Truppe Eine solche Konferenz wegen dieser wenigen „Historiker“? Es gibt wichtigere Themen in
unserer Kirche als diese Träumereien einer Mini-Mini-Truppe. Nur weil diese Mini-Truppe 4 unerlaubte
Bischöfe hat, muss sich die Gesamtkirche damit dauernd beschäftigen? Sollte das jetzt zum Efolg führen,
kann ich nur aufrufen: jede Richtung in der Kirche suche sich einen weihewilligen Bischof, und weihe einige
Bischöfe … Ich wette einmal, dass eine Bewegung für die’„Priesterweihe der Frau“ schnell eine Großbewegung
sein würde, gegen die die Pius-Leute ein Stammtisch wären.
Die Zeit der Aufklärung Hw. Catholicus schrieb: Lieber Marcel, da es Ihnen offenbar Probleme bereitet,
will ich gerne aufklären, was es mit dem Rückzug aus diesem Forum und mit meinem Wiedereinstieg zu tun
hat. Hochwürdiger Herr Pater, „es“ bereitet mir keine Probleme – höchstens fand ich das hüpfende Verhalten
von Ihnen und Ihrem Mitstreiter Konrad amüsant, der sich gleich mehrmals erfolglos verabschiedete. Meine
Präzisierung um 21:16h war lediglich die Folge einer freundlichen Anfrage an meine Adresse, ob ich mich
denn wirklich aus dem Forum verabschieden wolle. Dem ist nicht so; ich zitierte nur.
#17 Catholicus 21:40:30 | Mittwoch, 15. Februar 2006
Aufklärung für Marcel Lieber Marcel, da es Ihnen offenbar Probleme bereitet, will ich gerne aufklären,
was es mit dem Rückzug aus diesem Forum und mit meinem Wiedereinstieg zu tun hat. Am 19.09.2005 nahm
ich mit folgender Begründung Abschied von diesem Forum: „Die Anonymität von kreuz.net und dessen Forum
wird zunehmend dazu mißbraucht, gegen die Kirche und ihre Hirten sowie gegen ihre Lehre zu polemisieren!“
Am 25.10.2005 wurde ich durch einen redaktionellen Beitrag von kreuz.net www.kreuz.net/article.2099.html,
der meine kritische Stellungnahme auf kath.net zum Experiment der Wiener „Jugendkirche“ als zu wenig kritisch
und couragiert beschrieb, veranlaßt, klärende Hinweise zu geben und meinen, von kreuz.net trotz mehrmaliger
Aufforderung nicht stillgelegten Account „Catholicus“ wieder zu benutzen. Da damit der „Bann“ meiner Abstinenz
von kreuz.net „gebrochen“ war , sah ich in der Folge fallweise wieder die Möglichkeit, mich hier einzubringen.
Ich werde dies in der Zukunft auch weiterhin nach persönlichem Ermessen in Anspruch nehmen, und zwar
unbeschadet dessen dass ich dem Projekt kreuz.net als solchen weiterhin wegen der Anonymität der Verantwortlichen
und der in verschiedener Form artikulierten Kirchenkritik in distanzierter Weise gegenüber stehe!
Zitate Um 18:11h schrieb ich hier an Hw. Catholicus: >> Ich erinnerte Sie auf Umwegen nur an Ihre eigenen
Worte vom 19. September 2005 14:27h, „Mit Birett und Badehose“: Mit diesem Beitrag verabschiede ich mich
von diesem Forum. Eure Worte seien … Jein? << Nur zur Klarstellung: der oben kursiv gedruckte Satz war
ein Zitat von Hochwürden Catholicus’ vom 19.9.2005. Der Satz war nicht etwa eine Ankündigung von meiner
Seite. Diese Anmerkung nur, falls der das Zitat einleitende Doppelpunkt übersehen wurde und zu Mißverständnissen
führt(e).
@ Stimme „Bedeutungslos“ bezog sich auf die zahlenmäßige Größe. Wie viele Teilnehmer hier habe auch
ich Respekt vor dem Anliegen der Pius-Bruderschaft. Ich halte es für sehr wichtig, daß sie ihre Stimme
erhebt – innerhalb der Kirche. Dennoch sollten Sie, liebe Stimme, – bei aller legitmer Kritik – die Unterstellungen
aus Absurdistan (Freimaurerei-Papst etc.) lassen. Sie können nicht bestreiten, daß dieser Mann über
Jahrzehnte von unseren gemeinsamen Feinden – auch Ihren! – geprügelt worden ist. Wenn Benedikt jetzt
auf die Traditionalisten zugeht, tut er es aus lauterem Herzen. Ich vertraue dem Papst – auch das ist
gut katholisch. Traditionalistisch, gewissermaßen.
Lieber Catholicus, Du schriebst: Genau dies ist die Schwachstelle des sog. Traditionalismus, dass mitunter
menschliche Traditionen als göttliche ausgegeben werden. Die Frage ist doch: Sind die Neuerungen göttlich
oder menschlich (oder sogar teuflisch)? Die Schwachstelle des sog. Traditionalismus ist eher die Gefahr
der Loslösung oder des Ungehorsams.
Entweder oder… Hw. Catholicus schrieb: Ihre Reaktion mit Ihrem eigenartigen Exkurs, in dem Sie mich
anweisen wollen, wann, wo und wie ich Stellung nehmen soll, zeigt nur, dass ich ins Schwarze getroffen
habe Weil Sie – hoffentlich – in eine schwarze Soutane gehüllt und kritisiert worden sind, bedeutet
das noch nicht automatisch, daß Sie auch ins Schwarze trafen. Ich erinnerte Sie auf Umwegen nur an Ihre
eigenen Worte vom 19. September 2005 14:27h, „Mit Birett und Badehose“: Mit diesem Beitrag verabschiede
ich mich von diesem Forum. Eure Worte seien … Jein? Übrigens hat Brandenburgis um 16:42h sehr klug
auf Ihre schiefen Ebenen geantwortet. Auch die Traditionsstimme hat just tatsächliche Schwachstellen
angerissen. Der „sog. Traditionalismus“ gehört nicht dazu, ist doch die beständige Lehrtradition der
Kirche das A und O, und auch die Kirchenführung wird sich eines Tages Gnade des Herrn auf diese Tradition
zurückbesinnen. Gottes Segen! Danke; gelobt sei Jesus Christus.
@ Ansgar Wenn die Gruppe so bedeutungslos ist, warum lesen Sie dann so eifrig die Nachrichten über dieselbe
und versehen Sie mit Ihren Kommentaren? Es gibt eine ganze Reihe von Gruppen, für die der Papst als Hirte
des Gottesvolkes weniger oder gar nicht zuständig ist und der er dennoch viel Zeit widmet: Z.B. den Moslems,
den Atheisten, den Bnai-Brith-Freimaurern, den EU- und UNO-Freimaurern usw. Die Antwort ist vielmehr:
Da ist noch eine Gruppierung, die immer noch nicht dem Konstitutionen, Dekrete, Meßbuch und Ritual gewordenen
V2-NOM-Modernismus huldigt und damit gegen den Stachel löckt. Das ist deswegen peinlich, weil täglich
neue Gläubige, ja sogar Andersgläubige draufkommen, dass diese Gruppe für die Wahrheit steht. Rom (die
meisten dort tätigen Prälaten) sehnt sich nach der Gleichsschaltung dieser Gruppierung. Deswegen die
vielen Fehlinformationen über die FSSPX, die tatsächlich unangemessen viel Zeit Kosten. Nur insoferne
kann man von Zeitverschwendung oder ähnlichem sprechen. @ Catholicus: Inwiefern Marcel’s zweites Posting
eine Bestätigung für seine angebliche – von Ihnen behauptete – „Ebenenverwechslung“ darstellt, ist für
mich nicht nachvollziehbar. Im übrigen ist es „wurscht“, wie der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz
bestellt wird. Solange seitens des Papstes kein Wille zur Rückkehr zu Tradition besteht, wird auch seine
Personalauswahl V2-NOM-mäßig und somit dürftig sein. Der Bestellungsmodus ist dann nur noch etwas für
die „Gremien-Freaks“.
#11 Catholicus 17:09:53 | Mittwoch, 15. Februar 2006
@Marcel Ihre Reaktion mit Ihrem eigenartigen Exkurs, in dem Sie mich anweisen wollen, wann, wo und wie
ich Stellung nehmen soll, zeigt nur, dass ich ins Schwarze getroffen habe Gottes Segen!
@ Brandenburgis Kommen Sie, hören Sie doch auf! „Verschlagen“, „reformunfähig gerad dieser Papst“…
Was soll Benedikt denn noch alles tun, um es Ihnen Recht zu machen, werter Brandenburgis? Dieser Mann
schreitet mit ausgebreiteten Armen auf eine im Grunde bedeutungslose Splittergruppe zu – weil er sie wie
den verlorenen Sohn liebt. Korrigieren Sie mich, wenn ich irre – aber mir scheint, Sie haben längst alles
Vertrauen in unsere Mutter Kirche verloren und verharren in Verstocktheit, gleich, was passiert. Nochmals:
Was soll Benedikt tun? Zurücktreten und diesen merkwürdigen Konvertiten Williamson ranlassen?
Parmesan Ich weiß nicht, was den Vorgängen näher kommt: die Meldung auf Kreuznet, wie sie Benedikt
(der Teilnehmer) zitierte, oder die Meldung der italienischen Zeitung (Ansa.it) Beide scheinen sich einig
zu sein, in dem, wie Kreuznet es ausdrückt: „Diese Vorgehensweise ist eine Neuerung. Bisher wurde der
Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz direkt vom Papst ernannt.“ Hw. Catholicus, sofort zur
Stelle auf Ihrem ungeliebten Forum, wenn es um nichts wichtiges geht? Wo es um wichtige Dinge geht wie
z.B. die Selbstzerstörung der Konzilskirche (beides Worte von Papst Paul VI.), da schweigen Sie betreten?
Stürzen Sie sich doch zur Abwechslung auf die tatsächlichen „Schwachstellen“. Z.B. die verheerende „Kollegialität“,
die vom rein pastoralen Super-Konzil eingeführt wurde und uns nicht nur eine, sondern unzählige Lehmann-Nationalkirchen
bescherte (Frankreich, Holland, USA, etc), die allesamt im unausgesprochenen Schisma stehen und die der
Grund sind, warum Kreuznet existiert und das auch noch anonymerweise. Damit beende ich meinen Exkurs
weg vom eigentlichen Thema.
#8 Brandenburgis 16:42:51 | Mittwoch, 15. Februar 2006
@Catholicus So einfach ist es nicht, lieber Catholicus. Denn die Frage, ob diese Tradition „menschlicher“
oder „göttlicher“ Natur sei wurde nicht tangiert. Es wurde zu Recht die Unfähigkeit zur Abkehr von völlig
verfehlten sehr menschlichen Traditionen beklagt, auf die Reformunfähigkeit der Kirche, die eben nicht,
und gerade in der Person des regierenden Papstes nicht, in der Lage ist, erkannte Irrwege zu verlassen.
Das ist das Kennzeichen von glaubensfernen Ideologen und nicht von geistgeleiteter Regierung der Kirche.
Gerade weil die verfehlten Traditionen des „Konzils“ und seiner Folgen nicht verlasen werden, nicht verlassen
werden wollen, wird eben auch die tatsächlich „heilige und apostolische Tradition die Kirche“ vernachlässigt
und zerstört.
#7 Catholicus 16:31:41 | Mittwoch, 15. Februar 2006
@Marcel Genau dies ist die Schwachstelle des sog. Traditionalismus, dass mitunter menschliche Traditionen
als göttliche ausgegeben werden. So werden dann vermeintliche „Traditionsbrüche“ als Abfall vom Glauben
interpretiert, wobei es sich in Wirklichkeit um Änderungen disziplinärer Natur handelt, die in Wirklichkeit
in der Geschichte der Kirche immer wieder vorgenommen worden sind und von der kirchlichen Autorität tatsächlich
angeordnet oder zugelassen werden können. Natürlich kann man dann über die Angemessenheit dieser Änderungen
und ihre Sinnhaftigkeit diskutieren; wer der kirchlichen Autorität diese Vollmacht zur Änderung derartiger
(rein menschlicher) Traditioinen aber grundsätzlich abspricht bzw. dahinter sogar einen Bruch mit der
göttlichen Tradition sieht, wo es doch nur um einen anderen Modus der Bestellung z.B. des Vorsitzenden
der italienischen Bischofskonferenz geht, der verwechselt die Ebenen und hat nicht begriffen, welche heilige
und apostolische Tradition die Kirche wirklich zu hüten und hat und auch hütet!
@ Marcel Italian bishops hold secret vote (Angelqueen) February 13, 2006 National church to choose its
new leader for first time Hm. Auf kreuz.net liest sich das aber anders: Zugleich bat der Papst die 226
italienischen Bischöfe, ihre Kandidaten für den zukünftigen Präsidenten auf eine Liste zu setzen.
Von Wahl kein Wort. Es liest sich eher so, als würde der Papst unter den Vorgeschlagenen auswählen.
Was stimmt denn nun?
Vamos lutar, Traditionalistas Ansgar schrieb: Evviva Benedikt! Dieser Papst ist groß und mutig! Fügen
Sie noch „knuddelig“ bei und Sie sind als Gatte der zum Ensetzen aller wieder aufgetauchten „Christ“in
enttarnt. Ist es groß und mutig, der Kirche Italiens durch einen neuen Traditionsbruch die „glorreiche“
Demokratie zu verordneten? Eigentlich gar nicht. Die „Schreckensherrschaft“ Lehmanns hätte doch als schlechtes
Beispiel für alle Zeiten genügen müssen… Seit der Einführung der Demokratie in die Kirche ab 1965
unter dem lustigen Wort „Kollegialität“, die de facto eine schleichende Entmachtung des Papstsamtes bedeutet,
gelingt die Selbstzerstörung der Konzilskirche erst so richtig – vom Kopf an in alle Glieder. Wem das
wohl nützt? >> Italian bishops hold secret vote www.angelqueen.org/forum/viewtopic.php?t=5776 (Angelqueen)
February 13, 2006 National church to choose its new leader for first time (ANSA) – Vatican City, February
13 – In a clear break with tradition, the pope has ordered a secret vote among Italian bishops to choose
the next head of the Catholic Church in Italy. {…} <<
Vervollständigung Der Kardinal scheint zu befürchten, daß die Zelebration der Alten Messe ohne spezielle
Erlaubnis des Ortsbischofs zu einer noch größeren liturgischen Konfusion führen könnte.…als sie
ohnehin schon aufgrund der Nichtdurchsetzung der päpstlichen Instruktion Redemptionis Sacramentum existiert,
oder wie? Für 95% der Pfarreien wäre das eine völlig zweitrangige Frage, in den anderen 5 % ist man
geschult genug, dass eine Konfusion ausbliebe. Aber: „Gerüchte“ bezügl. der alten Messe gab es ja nun
genug, jetzt bin ich mal gespannt, ob am 23.3. wirklich etwas passiert. Wäre ja nicht der erste durch
Gerüchte aufgetauchte „Stichtag“, der verstreicht. Cui bono?
Exultate, Traditionalistas Jetzt bin ich wirklich gespannt, welches Haar unsere traditionalistischen Freunde
wieder in der Suppe finden. Evviva Benedikt! Dieser Papst ist groß und mutig!