Die Staatsbürgerschaft über die religiöse Überzeugung stellen
Was der Kirche des Mittelalters vorgeworfen wird, fordern jetzt die Apostel der westlichen Staatsauffassung im Kampf gegen den Islam.
(kreuz.net, Innsbruck) „Wir brauchen keinen Dialog mit dem Islam, sondern einen sehr hart geführten,
offenen Diskurs“ – erklärte Michael Ley, Professor am Institut für Politikwissenschaft in Innsbruck,
am vergangenen Montag vor der ‘Tiroler Tageszeitung’.Zu sagen, welche wunderbaren Sachen im Koran stünden, bringe nichts: „Die Zeit der Dialoge ist jetzt vorbei“ – so Professor Ley.
Man müsse offen reden und den Islam hinsichtlich seiner „Demokratiefähigkeit“ hinterfragen:
„Die Muslime in Europa müssen sich fragen, wem ihre Loyalität gehört: dem modernen Rechtsstaat oder der Scharia.“
Symbole wie zum Beispiel das Minarett oder das Kopftuch hätten eine enorme Bedeutung. Die Mohammed-Karikaturen stünden gar „für den Kulturkampf gegen den Westen“.
Dabei streite man nur vordergründig um Symbole.
„In Wirklichkeit geht es um politische Herrschaft. Ausgetragen wird diese Auseinandersetzung über die Medien, die sich an einem solchen Streit dann noch weiden.“
Gefragt sei jetzt ein „Reform-Islam“, der etwa die Frage zulasse, wie Moslems gedenken, sich in Europa zu integrieren. Auch die Integration des traditionellen orthodoxen Judentums wäre ohne das Reformjudentum nicht möglich gewesen.
Darum müßten die Muslime „die Staatsbürgerschaft über ihre religiöse Überzeugung stellen“. Grundlage sei dabei die Integration als Staatsbürger. Das dürfe aber nicht nur eine individuelle Entscheidung sein:
„Hier muß ein klares Bekenntnis der muslimischen Gemeinschaften kommen.“
Der Diskurs sei auf allen Ebenen zu führen: auf der staatlichen Ebene, zwischen den Kirchen und in der Zivilgesellschaft.
Sämtliche Artikel weiterlesenWeiterlesen:
Sonntag, 19. März 2006 17:12
josefjosef: Unreformierbar
Man kann den Islam nur reformieren, wenn man den Koran verbietet. Aber wie soll das gehen?
Die Reform des Christentums kam durch Rückbesinnung auf die Worte Jesus.
Würden Muslime den Worten Mohammeds wieder folgen, hätten wir dagegen den 3. Weltkrieg.
Die Reform des Christentums kam durch Rückbesinnung auf die Worte Jesus.
Würden Muslime den Worten Mohammeds wieder folgen, hätten wir dagegen den 3. Weltkrieg.
Samstag, 18. Februar 2006 11:53
transmitter: Bayerische Verfassung Vorrang vor islamischen Glaubenssätzen
18.2.2006
In München will die türkische DITIM eine repräsentative Zentralmoschee bauen – unterstützt von SPD, OB Ude, GRÜNEN, ROSA LISTE.
Sendlinger Bürger wehren sich:
„Es geht um unsere bayerische Heimat! Die geplante Moschee / das Islam-Zentrum in Front zu Münchner Schulen und der katholischen Kirche St.Korbinian ist eine Provokation! (…)
Strenggläubige Muslime unterwerfen sich im Koran enthaltenen Glaubenssätzen, die teilweise gegen Grundwerte unserer Verfassung gerichtet sind. Moscheen, islamische Zentren und dort untergebrachte Koranschulen (…) dienen der Lehre und Verbreitung auch solcher grundgesetzwidrigen Glaubenssätze (z.B. Frauendiskriminierung, Herabsetzung von Nicht-Muslimen, Verhinderung von Religionsfreiheit).
Die Bayerische Verfassung und unser Grundgesetz sind in ihren Präambeln auf christlich-abendländische Wertvorstellungen gegründet; sie dulden keine Verletzung ihrer Normen. Vertreter anderer Wertvorstellungen und anderer Kulturkreise müssen hierzulande zuallererst die Grundrechte unserer Verfassung und die darauf begründete freiheitlich-demokratische Grundordnung respektieren und befolgen. Der geplante Bau eines Islam-Zentrums (Moschee, Koranschule, Geschäfte, Wohnräume, Büros und Freizeiteinrichtungen) ist nicht durch die Religionsfreiheit gedeckt und begünstigt die Bildung einer islamischen Parallelgesellschaft, welche einer Integration türkischer Migranten in die demokratische Gesellschaft entgegensteht.“
buergerfuersendling@gmx.de
In München will die türkische DITIM eine repräsentative Zentralmoschee bauen – unterstützt von SPD, OB Ude, GRÜNEN, ROSA LISTE.
Sendlinger Bürger wehren sich:
„Es geht um unsere bayerische Heimat! Die geplante Moschee / das Islam-Zentrum in Front zu Münchner Schulen und der katholischen Kirche St.Korbinian ist eine Provokation! (…)
Strenggläubige Muslime unterwerfen sich im Koran enthaltenen Glaubenssätzen, die teilweise gegen Grundwerte unserer Verfassung gerichtet sind. Moscheen, islamische Zentren und dort untergebrachte Koranschulen (…) dienen der Lehre und Verbreitung auch solcher grundgesetzwidrigen Glaubenssätze (z.B. Frauendiskriminierung, Herabsetzung von Nicht-Muslimen, Verhinderung von Religionsfreiheit).
Die Bayerische Verfassung und unser Grundgesetz sind in ihren Präambeln auf christlich-abendländische Wertvorstellungen gegründet; sie dulden keine Verletzung ihrer Normen. Vertreter anderer Wertvorstellungen und anderer Kulturkreise müssen hierzulande zuallererst die Grundrechte unserer Verfassung und die darauf begründete freiheitlich-demokratische Grundordnung respektieren und befolgen. Der geplante Bau eines Islam-Zentrums (Moschee, Koranschule, Geschäfte, Wohnräume, Büros und Freizeiteinrichtungen) ist nicht durch die Religionsfreiheit gedeckt und begünstigt die Bildung einer islamischen Parallelgesellschaft, welche einer Integration türkischer Migranten in die demokratische Gesellschaft entgegensteht.“
buergerfuersendling@gmx.de
Freitag, 17. Februar 2006 21:18
Doritta: Reformislam?
Schön gedacht von Prof. Ley, aber wahrscheinlich nicht umsetzbar. Muslime leben in einer anderen Welt.
Der Islam hat noch nicht die Aufklärung durchlaufen wie das Christentum. Denken und Gefühlswelt sind
gänzlich unterschiedlich von den Europäern. Da hilft auch ein Diskurs nicht. Im übrigen stellt man
in keiner Moschee Personen dar. Das müßte man in Zukunft berücksichtigen.
Kein Wunder, wenn man mit Karrikaturen das Ehrgefühl verletzt. Es gilt eher, gegenseitig Respekt und Verständnis entgegenzubringen. Die Mehrheit der Muslime ist sicher nicht für das Verbrennen von Fahnen
und Besetzen von Botschaften, die wollen auch in Frieden leben.
Kein Wunder, wenn man mit Karrikaturen das Ehrgefühl verletzt. Es gilt eher, gegenseitig Respekt und Verständnis entgegenzubringen. Die Mehrheit der Muslime ist sicher nicht für das Verbrennen von Fahnen
und Besetzen von Botschaften, die wollen auch in Frieden leben.
Freitag, 17. Februar 2006 21:03
MK28: @ Evelin – So weit liegen wir nicht auseinander
Ihrem Beitrag wird man im wesentlichen nicht widersprechen können. Nur folgt daraus nicht, daß die gesamte Politik, Wirtschaft und die Medien zentral gesteuert werden. Es folgt daraus eben nicht, daß für alles und jeden eine zentrale Machtinstanz handlungsleitend ist (Verschwörungstheorie). Im übrigen haben Sie die innerwestliche Differenz zwischen uns und den Liberalen beschrieben, aber die interkulturelle Auseinerandersetzung mit dem Islam außer Acht gelassen.
Freitag, 17. Februar 2006 20:56
Evelin: @ MK – die Negation des Guten ist nicht einfach Chaos
Chaos ist wahrscheinlich das Endprodukt der fortdauernden Herrschaft des Bösen. In Wirklichkeit sind
wir aber weit fortgeschritten. 65 Millionen Abtreibungen jährlich weltweit, die hinter sich her die Euthanasie
zieht. Das größte Verbrechen aller Zeiten ist Gegenwart! 65 Millionen Seelen, die vor der Taufe ermordet
werden und so nicht in den Himmel gelangen.
Keine Wirtschaft kann in Wirklichkeit ohne den natürlichen Nachwuchs existieren. Ein gehöriger Teil sowohl der soziologisch-kulturellen, religiösen und wirtschaftlichen Probleme ist auf mangelnden Nachwuchs zurückzuführen.
Die beste Aktie hat keine Wertsteigerung mehr, der beste Betrieb verkauft nichts mehr, wenn keine Leute nachwachsen, die Produkte und Dienstleistungen nachfragen. Es gibt jetzt schon Altersvorsorgeprodukte auf Fond-Basis, wo die Versicherung mangelnden Nachwuchs als höhere Gewalt einerseits und Risikos für die Kursentwicklung andererseits ansieht (und genau dafür eine Haftung ablehnt).
Im Vergleich zu früher ist die Welt heute schon chaotisch, obwohl dies nicht erforderlich, um die Herrschaft der Bösen zu beweisen. Denn „das Böse“ will ja verhindern, dass die Menschen das ewige Leben erlangen.
Da schaut es für die Daemonen und ihre Freunde gut aus: Die Abtreibung verhindert die Taufe, die Euthanasie die letze Ölung, Krankheiten, Kriege, Hunger vor allem in Gebieten mit überwiegend Ungetauften erzielen gleiche Ergebnisse.
Der Gatte der Evelin
Keine Wirtschaft kann in Wirklichkeit ohne den natürlichen Nachwuchs existieren. Ein gehöriger Teil sowohl der soziologisch-kulturellen, religiösen und wirtschaftlichen Probleme ist auf mangelnden Nachwuchs zurückzuführen.
Die beste Aktie hat keine Wertsteigerung mehr, der beste Betrieb verkauft nichts mehr, wenn keine Leute nachwachsen, die Produkte und Dienstleistungen nachfragen. Es gibt jetzt schon Altersvorsorgeprodukte auf Fond-Basis, wo die Versicherung mangelnden Nachwuchs als höhere Gewalt einerseits und Risikos für die Kursentwicklung andererseits ansieht (und genau dafür eine Haftung ablehnt).
Im Vergleich zu früher ist die Welt heute schon chaotisch, obwohl dies nicht erforderlich, um die Herrschaft der Bösen zu beweisen. Denn „das Böse“ will ja verhindern, dass die Menschen das ewige Leben erlangen.
Da schaut es für die Daemonen und ihre Freunde gut aus: Die Abtreibung verhindert die Taufe, die Euthanasie die letze Ölung, Krankheiten, Kriege, Hunger vor allem in Gebieten mit überwiegend Ungetauften erzielen gleiche Ergebnisse.
Der Gatte der Evelin
Freitag, 17. Februar 2006 18:00
MK28: @ Stimme – Sie simplifizieren unzulässig
Was hat Christus denn mit dem Zitat gemeint? Bestimmt nicht, daß es eine hierarchische Weltherrschaft
mit dem Teufel an der Spitze gibt. Denn dann wären Röm13 und „Gib dem Kaiser“ nicht denkbar. Christus
meint, daß die „irdischen“ Eigenschaften wie Gier, Ehrgeiz, Eitelkeit etc. und die entsprechenden Folgen
wie Reichtum, Ansehen und Macht keine himmlischen Kategorien sind.
Auch die Verurteilungen der Freimaurerei sagen nichts anderes als daß es im innerweltlichen Ringen um Einfluß organisierte Gruppen gibt, die kirchenfeindlich sind und daß man sich von denen fernhalten soll.
Daß deshalb die gesamte Politik, Wirtschaft und die Medien ferngesteuert seien, wird nirgendwo gesagt. Politik ist, in der Halle der Geschichte nach dem Mantel Gottes zu greifen und ihn ein paar Sekunden festzuhalten. Es mag sein, daß auch Freimaurer zuzupacken versuchen; aber deshalb ist nicht jede Politik und jeder Presseartikel vorherbestimmt von Geheimbünden. Das ist grotesk.
Es ist übrigens auch untheologisch. Denn wenn Gott durch eine Organisation, die Kirche, das Gute bewirkt, dann muß der Satan das Böse mit dem Gegenteil, dem Chaos, bewirken. Und in diesem Chaos kommt das Böse eben durch die dezentralen bösen Eigenschaften und Wünsche der vielen atomisiert wuselnden Menschen zustande. Satan eine Ordnung zuzubilligen wäre schon zu viel des Guten.
Die Messen der FSSPX besuche ich übrigens aus Glauben, der wenig mit einer bestimmten Vorstellung von politischen Abläufen zu tun hat.
Auch die Verurteilungen der Freimaurerei sagen nichts anderes als daß es im innerweltlichen Ringen um Einfluß organisierte Gruppen gibt, die kirchenfeindlich sind und daß man sich von denen fernhalten soll.
Daß deshalb die gesamte Politik, Wirtschaft und die Medien ferngesteuert seien, wird nirgendwo gesagt. Politik ist, in der Halle der Geschichte nach dem Mantel Gottes zu greifen und ihn ein paar Sekunden festzuhalten. Es mag sein, daß auch Freimaurer zuzupacken versuchen; aber deshalb ist nicht jede Politik und jeder Presseartikel vorherbestimmt von Geheimbünden. Das ist grotesk.
Es ist übrigens auch untheologisch. Denn wenn Gott durch eine Organisation, die Kirche, das Gute bewirkt, dann muß der Satan das Böse mit dem Gegenteil, dem Chaos, bewirken. Und in diesem Chaos kommt das Böse eben durch die dezentralen bösen Eigenschaften und Wünsche der vielen atomisiert wuselnden Menschen zustande. Satan eine Ordnung zuzubilligen wäre schon zu viel des Guten.
Die Messen der FSSPX besuche ich übrigens aus Glauben, der wenig mit einer bestimmten Vorstellung von politischen Abläufen zu tun hat.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.





