Deutschland
Das Bistum zahlt nicht mehr
Das ‘Zentralkomitee der deutschen Katholiken’ muß künftig auf eine fünfstellige Geldsumme aus dem Bistum Regensburg verzichten. Dies setzte das Bistum bei der Erstellung des gemeinsamen Hausaltsplans der deutschen Diözesen durch.
(kreuz.net, Regensburg) Das Bistum Regensburg hat dem ‘Zentralkomitee der deutschen Katholiken’ seine finanzielle Unterstützung entzogen. Das berichtet die ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ in ihrer heutigen Ausgabe. Der Generalvikar von Regensburg, Hw. Michael Fuchs, bestätigte die Information gestern vor der Mittelbayerischen Zeitung.

Das ‘Zentralkomitee der deutschen Katholiken’ – kurz: ZdK – ist ein Zusammenschluß von katholischen Verbänden, Gremienvertretern und Politikern und nicht – wie der mißverständliche Name nahelegt – eine demokratisch legitimierte Vertretung der kirchlichen Laien in der Bundesrepublik.

Generalvikar Fuchs gab während der jüngsten Vollversammlung des ‘Verbands der Diözesen Deutschlands’ bekannt, er werde dem gemeinsamen Haushaltplan der Diözesen nur unter der Bedingung zustimmen, daß das Bistum Regensburg den Beitrag an das ‘Zentralkomitee’ nicht mehr abgeben müsse.

Der ‘Verband der Diözesen Deutschlands’ vertritt die wirtschaftlichen und rechtlichen Belange der 27 deutschen Bistümer und finanziert überdiözesane Einrichtungen und Aufgaben.

Für das häufig kirchenfeindliche ‘Zentralkomitee’ bedeutet der Rückzug aus Regensburg einen finanziellen Verlust im höheren fünfstelligen Bereich.

In der Vergangenheit erhielt das ‘Zentralkomitee’ von den Deutschen Bischöfen jährlich fast zwei Millionen Euro.

Der Bischof von Regensburg, Mons. Gerhard Ludwig Müller, nahm zu seiner Entscheidung bislang keine Stellung.

Indes kritisieren deutsche Medien – die dem ‘Zentralkomitee’ freundlich gesinnt sind – daß sowohl der Kirchensteuerrat als auch der Priesterrat des Bistums Regensburg über den Schritt des Bischofs nicht in Kenntnis gesetzt worden seien.

Eine solche Konsultation ist allerdings kirchenrechtlich nicht vorgesehen.

Im Hintergrund der Streichung der Gelder steht ein Streit zwischen dem Regensburger Bischof und dem Präsidenten des ‘Zentralkomitees’ – Hans Joachim Meyer. Der Anlaß für den Konflikt war die Neuordnung der Laienräte im Bistum Regensburg.

Bischof Müller hatte im November die Statuten der Räte erneuert und den Diözesanrat durch einen Diözesanpastoralrat und ein Diözesankomitee ersetzt.

Der Präsident des ‘Zentralkomitees’ bezichtigte Bischof Müller darauf einer „nicht hinnehmbaren Rechtsverletzung“ und hielt ihm vor, sich in „paternalistischer und autokratischer Weise“ angeblich über Konzils- und Synodenbeschlüsse, universal- und teilkirchliche Rechtsnormen sowie über verbindliche Regelungen seiner Vorgänger und Amtsbrüder hinwegzusetzen.

Mit diesen Behauptungen und Angriffen hat Meyer den Mund offensichtlich zu voll genommen.

Der Bischof von Regensburg ist nicht der erste, der umstrittene Deutsche Laienräte auf dem Geldweg boykottiert.

In den neunziger Jahren verweigerte der mittlerweile verstorbene Erzbischof von Fulda, Mons. Johannes Dyba, den Beitrag seiner Erzdiözese an den ‘Bund der Deutschen Katholischen Jugend’.

Ein Boykottaufruf gegen das ‘Zentralkomitee’ war bereits im Jahr 2000 lautgeworden.

Damals stellte sich das ‘Zentralkomitee’ ins kirchliche Abseits, als es nach dem Ausstieg der Deutschen Bischöfe aus der Schein-Beratung schwangerer Mütter die Gegenorganisation ‘Donum Vitae’ gründete, um die umstrittenen Schein-Beratungen weiterzuführen.

Diese Form der Beratung wurden von der Kirche abgelehnt, weil eine dort ausgestellte Beratungsbestätigung – Schein – auch als Voraussetzung für eine in Deutschland legale Kinderabtreibung verwendet werden kann.
      
38 Lesermeinungen
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#38   Laurentius2   14:58:06 | Dienstag, 21. Februar 2006
@Giovanni
Gute Idee, der Papst empfiehlt die monatliche Beichte. Sie hilft uns auch, unsere Gedanken als Vor- bzw. Eingangstufen der Sünde zu bessern. Deutsche, runter von der (Psychiater)Couch, rein in den Beichtstuhl !
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#37   Giovanni   18:11:18 | Sonntag, 19. Februar 2006
Nachtrag
In meinem letzten Beitrag wollte ich natürlich schreiben:
„Um nicht falsch verstanden zu werden: mir inclusive.“ – Nicht nur Verona Pooth(-Feldbusch) tappt in die bekannte Falle mit den Dativ.
Vielleicht lassen sich auch die Oberlehrer oder Ankläger hier v. D(ienst) oder i. R. (wozu die Versuchung besteht, in welchem „Lager“ hier im Forum auch immer man sich befindet) inspirieren von Pater Pio und der von ihm praktizierten und empfohlenen Beicht- und Umkehrpraxis. So hab ich im „Jahr der Eucharistie“ an seinem Gedenktag, dem 23. Sept. (2005), damit begonnen, regelmäßig, das heißt mindestens einmal im Monat, zur Beichte zur gehen. Bin nun ernsthaft am überlegen, ob es nicht sinnvoll ist, mit Beginn der Fastenzeit am 1. März wöchentlich dieses Sakrament zu empfangen. – Ciao!!!
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#36   Toby   17:45:54 | Sonntag, 19. Februar 2006
Kann bitte jemand erklären …
… wie viele Mitarbeiter im Sekretariat des ZdK beschftigt sind und was deren Aufgaben sind?
Wie schon an anderer Stelle gesagt: Die meisten Menschen in Deutschland haben noch nie etwas von der Existenz eines Zentralkomitees der deutschen Katholiken gehört. Da stellt sich schon die Frage, was die da eigentlich den ganzen Tag machen!?
Noch eine Frage: Warum kämpft Bischof Müller auch an dieser Front wieder einmal alleine? Warum springen ihm konservative Amtsbrüder wie Mixa und Meisner nicht zur Seite?
Was in Regensburg recht ist, sollte n Augsburg und Köln billig sein.
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#35   Giovanni   16:52:43 | Sonntag, 19. Februar 2006
@Toby
Auch wenn der Vergleich hinkt, aber mir scheint, die Kirche, die Welt, braucht gerade in unserern „Breitengraden“ eine Art „Kneipp-Kur“ um sich auch im übetragenen Sinne sich zu regenerieren.
Vielleicht kennen Sie den sehenswerten Film (mit Paul Hörbiger, …) „Der Wasserdoktor“. Eine solche „Wasserkur“ (inclusive ernsthafter Beichte, Umkehr) im weitesten Sinne des Wortes täte uns allen gut! Um nicht falsch verstanden zu werden: mich inclusive.
Noch eine fröhliche Faschingszeit, denn die nächste Fastenzeit kommt bestimmt!!!
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#34   Toby   16:32:43 | Sonntag, 19. Februar 2006
@ Giovanni
Der Umstand, daß das Handeln von Bischof Müller nicht einem weitverbreiteten deutsch-katholischen Kirchen- oder Weltbild entspricht
Apropos „Weltbild“: Wann steigt endlich das erste Bistum aus der unseeligen Verlagsgruppe „Weltbild“ aus? Es wäre begrüßenswert, wenn Regensburg hier ebenfalls den Anfang machen würde.
Wie kann die katholische Kirche in Deutschland glaubhaft gegen Machwerke wie „Sakrileg“ Stellung nehmen, wenn sie von ihren eigenen Haus- und Hofverlag publiziert werden?
Aber das an dieser Stelle hier nur nebenbei …
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#33   ottaviani   15:49:09 | Sonntag, 19. Februar 2006
Ich bin mal gespannt
wann gotthard und Cop unter dem Beufall der Maßenmedien endlich ihre deutsche nationalkirche gründen
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#32   Giovanni   15:45:01 | Sonntag, 19. Februar 2006
@Oberlehrer Gotthard bzw. Hinweis auf eine neue Zeit
Der Umstand, daß das Handeln von Bischof Müller nicht einem weitverbreiteten deutsch-katholischen Kirchen- oder Weltbild entspricht – denke da auch an das gotthardsche Urteil über den Johannes Paul II. gewünschten Ausstieg aus der Schwangerschaftberatung mit Schein (siehe Kommentar des Herrn Oberlehrer vor einer Woche) disqualifiziert den Bischof von Regensburg noch lange nicht. – Da halte ich es doch mehr mit dem wesentlich kompetenteren Urteil des Chefredakteurs der Würzburger „Tagespost“, der seinen jüngsten Beitrag mit den Worten enden läßt „…Aber im Grunde weist Regensburg in eine neue Zeit.“
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#31   Toby   15:10:43 | Sonntag, 19. Februar 2006
Was ist ein Zentralkomitee?
Wikipedia gibt folgendermaßen Auskunft:
Das Zentralkomitee (ZK) war ein Gremium der meisten kommunistischen Parteien.
Das ZK wurde auf den Parteitagen als höchstes Organ der Partei zwischen den Parteitagen gewählt. Das ZK trat mehrmals im Jahr zu Plenarsitzungen zusammen. Für die laufende Arbeit wurde ein Präsidium oder Politbüro sowie mehrere Sekretäre gewählt.
Siehe auch
Zentralkomitee der SED
Zentralkomitee der KPdSU
Zentralkomitee der KPD
Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas
Zentralkomitee der deutschen Katholiken
Da befindet sich das ZdK in netter Gesellschaft …
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#30   Brandenburgis   12:48:45 | Sonntag, 19. Februar 2006
@Arhanasius
Von „Luthertum“ in der neueren katholischen Messe habe ich noch nie etwas gemerkt. Luthertum heißt u.a. „Kommunion NUR im Knien“ und „Kommunion NIEMALS in die Hand“. DAs können Sie sich in jeder lutherischen Kirche ansehen.
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#29   Laurentius2   07:39:16 | Sonntag, 19. Februar 2006
@Gotthard
Haben etwa nur (Sowjet-Kirchen-)Linke das Privileg auf Wortneuschöpfungen wie „ewiggestrig“ oder „rechtsklerikal“ ?
Gotthard, Ihr Aggiornamento-Rausch hat mit dem neuen Jahrhundert und dem neuen Papst wahrlich seinen Zenit überschritten.
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#28   Gotthard   20:27:15 | Samstag, 18. Februar 2006
@Romulus
mit der Übersetzung des Wortes „Rat“ ins Russische sind sie wahrlich sehr witzig… doch damit treffen sie keine Aussage.
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#27   Benedikt   18:22:28 | Samstag, 18. Februar 2006
@ Romulus
Warum braucht man dafür einen Sowjet (= Rat)?
Das machen die Leute so auch ohne Pfarr-Sowjet.
Da scheinen Sie sehr sicher zu sein, aus den Erfahrungen die ich bisher machte möchte ich dafür meine Hand nicht ins Feuer legen.
Der Pfarrer soll seine geistlichen Aufgaben erfüllen und nicht den Hansdampf in allen Gassen spielen. Manche von denen haben ja Zeit für sonst was, nur nicht um ihre ureigensten Aufgaben zu erfüllen.
Angesichts dieser Meinung ist Ihre Forderung ein wenig verwunderlich. Der Wegfall der Laiengremiem wird doch genau das befördern. Na klar, man kann sagen, was soll so ein gewählter Rat, das ging früher auch anders. Aber helfende Laien hat es in den Pfarreien schon immer gegeben, früher war deren Hilfe halt in keinster Weise legitimiert, derjenige, der die meiste Zeit hatte um im Pfarrhaus herumzuhängen hatte dann das Sagen. So oder so haben also beide Systeme Nachteile.
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#26   Romulus   17:30:33 | Samstag, 18. Februar 2006
@Athanasius
Merkst du eigentlich, dass fast niemand mehr auf deine Postings eingeht? Warum? Vielleicht, weil du zum Dauer-Nörgler wirst? Die Antwort mußt du dir selbst geben.
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#25   Athanasius   16:46:57 | Samstag, 18. Februar 2006
Jaja…
…die pseudo- und neokonservativen Gläubigen werden sich hierüber freuen, aber wann bricht Regensburg endlich mit den theologisch noch viel schlimmeren Greueln, etwa mit dem verurteilten Ökumenismus und dem Luthertum in der „Messe“? Nur so ein „Austritt“ reicht nicht aus, nach jahrelanger Beratungsscheinvergabe.
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#24   Brandenburgis   13:15:19 | Samstag, 18. Februar 2006
IBKA-Katholiken
Ist eigentlich der Beriff „Ibka“ noch bekannt oder gebräuchlich? („Ich bin Katholik, aber …“
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#23   bonifatius   13:05:38 | Samstag, 18. Februar 2006
„infam“
Lieber Eckner,
leider muß ich bei ihnen wieder „anecken“. Ich gehe davon aus, dass sie durch das vom ZdK und der Deutschen Bischofkonferenz in den letzten Jahren gelegte Minenfeld zwischen Rom und den restlichen Gläubigen in Deutschland genau so blind hindurchgehen wie viele Würdenträger der sozusagen verbeamteten Deutschen Kirche. Allein das Thema Abtreibung und dessen Behandlung durch die deutschen Bischöfe war bis auf wenige Ausnahmen kontraproduktiv und damit kirchenspalterisch. Nebenbei gefragt, wissen sie überhaupt, wie das Wort „infam“ im Duden definiert ist?
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#22   Romulus   12:18:48 | Samstag, 18. Februar 2006
Sowjet-Denken der sechziger Jahre
„Geht nicht, muss Brezeln für St. Martin abholen.“ Ja, ganz toll.
Warum braucht man dafür einen Sowjet (= Rat)?
Das machen die Leute so auch ohne Pfarr-Sowjet.
Der Pfarrer soll seine geistlichen Aufgaben erfüllen und nicht den Hansdampf in allen Gassen spielen. Manche von denen haben ja Zeit für sonst was, nur nicht um ihre ureigensten Aufgaben zu erfüllen.
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#21   Römisch-Katholisch   12:17:13 | Samstag, 18. Februar 2006
@Gotthard
Dieser Bischof Müller zentriert alle Angelegenheiten seines Bistums auf sich selbst. Er ist ein sehr egozentrierter Bischof.
Bei diesen zum Teil chaotischen Zuständen in der Kirche, wo jeder macht, was er will schadet es nichts, wenn es Bischöfe gibt, die mal hinstehen und wieder sagen wo lang es geht. Es bräuchte heute noch viel mehr solcher Bischöfe. Das gehört auch zur Pflicht eines Bischofs und ist wichtiger, als es möglichst allen Recht zu machen und bei allen als lieber, offener, toleranter Bischof dazustehen.
Bravo Bischof Müller, machen Sie weiter so und ich hoffe, dass Ihrem Beispiel weitere folgen werden, auch in der Schweiz. Hier gibt es nämlich auch Institutionen, die sich katholisch nennen, in Tat und Wahrheit aber gar nichts damit zu tun haben (die kantonalen Landeskirchen, die Kirchgemeinden und die römisch-katholische Zentralkonferenz).
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#20   Benedikt   02:09:27 | Samstag, 18. Februar 2006
@ Gotthard
Ach lassen Sie doch das Lamento. Ich bringe mich auch als Laie in die Kirche ein ohne das ZdK. Das ZdK hat in meiner Arbeit noch nie eine Rolle gespielt. Es ist doch sehr die Frage, wozu das überhaupt nutze ist.
@ Romulus
Und am besten schaffen wir diese bescheuerten Pfarrgemeinderäte gleich mit ab!
Coole Idee… unser Pfarrer, der mit drei Pfarreien beschäftigt ist, wäre bestimmt dankbar, wenn er sich ab jetzt um jedes Schräubchen, das irgendwo fehlt kümmern müsste. „Herr Pfarrer, können Sie zur Krankensalbung kommen?“ – „Geht nicht, muss Brezeln für St. Martin abholen.“ Ja, ganz toll. Eine Person macht alles. Jeden Mist. Ist ja auch klar, um sich um einen Besuchsdienst für Kranke zu kümmern ist die Priesterweihe absolut erforderlich^^
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#19   Horst Eckner †   02:07:11 | Samstag, 18. Februar 2006
@ bonifaz:
1. Ob ich NICHT glaube, dass sich der (übrigens schon ein paar Jahre verstorbene) Bischof von Fulda von anderen NICHT abhebt? Sorry, das sind mir zu viele Negationen…
2. Wieso sollte ich ein ZDK-Sypathisant sein? Ich habe nicht ansatzweise gesagt, dass ich die gängigen ZDK-Ansichten teile, ich habe nur gesagt, dass es gemäß kirchlicher Dogmatik und kirchlichem Recht (und somit dem Willen des Papstes selbst, der Lehramt und Gesetzgeber ist) nicht statthaft ist, aus Kritik an Papst und Kirchenfürsten auf Illoyalität zu schließen. Die Begründung, das Verhalten sei „kirchenspalterisch“, ist infam – denn mit derselben Begründung könnte man auch das Konzil von Nizäa oder Pius IX. diskreditieren. Die haben nämlich ebenfalls die Kirche gespalten (Arianer bzw. Altkatholiken).
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#18   Gotthard   00:09:50 | Samstag, 18. Februar 2006
Keine Zukunft
Dieser Bischof Müller zentriert alle Angelegenheiten seines Bistums auf sich selbst. Er ist ein sehr egozentrierter Bischof.
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist die deutsche Kirche stolz auf seine starke Laienarbeit und Laienverwurzelung. Vielleicht sollte Bischof Müller doch mal in der Historie seines Heimatbistums Mainz wühlen … dort träfe er bestimmt auf Bischof Ketteler … und seine Rolle bei den Katholikentagen, die von Anfang an eine Sache der kath. Verbände und Organisationen – also Gott sei Dank der Laien – gewesen sind.
Diese wieder klerikaliserte Kirche von Müller wird keine Zukunft haben.
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#17   bonifatius   23:45:00 | Freitag, 17. Februar 2006
Eckner
Sie Titelspezialist und Zdk – Sympathisant!
1. Muß sie wegen ihrer ausgezeichneten Kenntnisse kirchlicher Titel bewundern. Aber glauben sie nicht auch, dass die erzbischöfliche Standhaftigkeit des Bischofs von Fulda sich nicht wohltuend von der Schwammhaftigkeit so mancher Kirchenfürsten abhebt.
2. So wie das ZdK sich gegen Rom stellte wirkte es nur kirchenspalterisch. Allein der Eiertanz um die Abtreibung, die Frauenordination und das Zölibat waren nur die Spitze eines Eisberges.
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#16   Horst Eckner †   23:11:07 | Freitag, 17. Februar 2006
@Bernieboy
Äh, ja, und? Ich habe noch nie eine offizielle Stellungnahme des ZDK gesehen, in dem z.B. kirchliche Dogmen geleugnet wurden. Ansonsten ist es jedem Katholiken erlaubt, eine andere Meinung zu haben als andere, auch als der Papst. Steht sogar im Kirchenrecht. Aus Kritik am Papst oder sonst irgendjemandem Illoyalität abzuleiten, ist einfach falsch; denn der Papst selbst besteht ja als Gesetzgeber des Kirchenrechts darauf, dass in der Kirche jeder jede Meinung haben und sie auch äußern darf, sofern es nicht um dogmatische Fragen geht oder sonst irgendein explizites Verbot vorliegt. Nochmal: Wer behauptet, Kritik am Papst oder bestimmten Bischöfen o.Ä. sei gleichzusetzen mit Illoyalität, handelt dem ausdrücklichen Willen des Papstes zuwider und ist damit selbst illoyal.
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#15   Bernieboy   21:17:07 | Freitag, 17. Februar 2006
Zentralkomittee der Katholiken
Ich verstehe nicht,warum es das Zentralkomittee noch gibt.Als Katholik sollte man doch eine grundsätzliche Loyalität zum Papst haben.
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#14   Romulus   20:45:44 | Freitag, 17. Februar 2006
Grazie! Danke!
Grazie Signore! Denen gehört schon lange der Geldhahn zugedreht. Und am besten schaffen wir diese bescheuerten Pfarrgemeinderäte gleich mit ab! Diesen Schwachsinn aus den 60- und 70zigern! Endlich mal ein mutiger Bischof!
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#13   Horst Eckner †   20:34:55 | Freitag, 17. Februar 2006
Ganz egal
Die Bezeichnung „Erzbischof von Fulda“ ist und bleibt falsch. Fulda ist kein Erzbistum, also kann niemand Erzbischof von Fulda sein. Erzbischof Johannes Dyba war Bischof von Fulda. So einfach ist das.
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#12   ottaviani   19:50:05 | Freitag, 17. Februar 2006
der Erzbischof war
Titularerzbischof von Neapolis in Proconsularis
war also Erzbischof- Bischof von Fulda
Wie auch Mgr Lefebvre kurze Zeit Erzbischof Bischof von Tulle war
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#11   Horst Eckner †   19:43:36 | Freitag, 17. Februar 2006
Erzbischof Dyba
Auch Radio Vatikan meldet es heute, ebenso wie kreuz.net, aber dadurch wird es nicht richtiger: Johannes Dyba war niemals „Erzbischof von Fulda“. Fulda ist kein Erzbistum, sondern ein „normales“ Bistum in der Metropolie Paderborn. Er war aus früherer Zeit schon vor seiner Ernennung zum Diözesanbischof von Fulda als vatikanischer Diplomat im Range eines Erzbischofs und hatte als seine Titularerzdiözese vermutlich ein paar Ruinen in St. Pusemuckl in Tunesien, Ägypten oder sonstwo. (Genaugenommen war es „Neapolis in Proconsulari“) Aber Erzbischof VON Fulda konnte er nie sein. Er war nur Diözesanbischof VON Fulda mit dem persönlichen Titel Erzbischof; insofern war er – vergleichbar mit Weihbischöfen – also allenfalls ein Erzbischof IN Fulda. – Gerade kreuz.net, das ja so gerne klerikalem Titelfetischismus frönt, sollte wenigstens nur die Titel vergeben, die es auch wirklich gibt.
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#10   Weichei   13:29:18 | Freitag, 17. Februar 2006
was denn, was denn …
ich denke, Bischof Müller ist ein ganz schlimmer. Ein Modernist oder so etwas. Jetzt plötzlich läuft man des Lobes über?
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#9   Gotthard   13:16:13 | Freitag, 17. Februar 2006
Kopfschüttel …
Dieses Zentralkomitee trägt nicht nur den Titel der Spitzengremien diverser marxistischer Parteien,
Dieses Zentralkomitee wurde im modernistischen Jahr 1952 gegründet von all den linksangehauchten Adenauer-Katholiken…
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#8   Peccator   13:04:03 | Freitag, 17. Februar 2006
Seihen wir S.E. Bischof Müller dankbar
für diesen wirklich klaren und entschiedenen Schritt. Nicht nur immer jammern, sondern auch kleine Zeichen klar unterstützen. Schreiben wir ihm:
Seine Exzellenz Bischof
Dr. Gerhard Ludwig Müller
Bischöfliches Ordinariat Regensburg
Niedermünstergasse 1
93047 Regensburg
Also: nicht warten! Jetzt unterstützen!!
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#7   Benedikt   12:41:57 | Freitag, 17. Februar 2006
?????
Das ZdK bekommt fünfstellige Summen von den Diözesen?
In finanziell knappen Zeiten gibt es mE wirklich wichtigeres als die Unterstützung eines Gegenlehramts. Wofür braucht das ZdK soviel Geld? Das sollen die sich mal schön bei ihrem „Anhang“ eintreiben, bin mal gespannt, wer dafür bereit ist zu zahlen.
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#6   dieter mueller   10:01:03 | Freitag, 17. Februar 2006
Weiter so
Mögen andere Bistümer zb. das Erzbistum Köln folgen.
Das ZK vertritt in keinster Weise die Meinung der deutschen Katholiken.
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#5   Evelin   09:32:36 | Freitag, 17. Februar 2006
die wichtigere Frage ist,
warum bekommt diese glaubens- und kirchenfeindliche Organisation überhaupt Geld aus Kirchenbeiträgen?
Das ist eindeutig eine mißbräuchliche und gesetzwidrige Verwendung!
Der Gatte der Evelin
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#4   Justus   09:11:55 | Freitag, 17. Februar 2006
Welche Legitimation?
Das ist genau das richtige Mittel gegen die Diktatur des Zentralkomitees der (!) Deutschen (!) Katholiken (!): Geldhahn zudrehen. Woraus beziehen die überhaupt ihre Legitimation? Ich habe jedenfalls keinen jener Damen und Herren zu meinem Vertreter gewählt, noch hatte ich die Möglichkeit dazu.
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#3   virOblationis   08:51:02 | Freitag, 17. Februar 2006
Freudenbote
Eine gute Nachricht pro Tag. – Daran könnte ich mich gewöhnen.
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#2   jolie   08:38:33 | Freitag, 17. Februar 2006
herzlichen glückwunsch,
eminenz!
mögen andere hirten folgen!
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#1   zwobbel   08:14:43 | Freitag, 17. Februar 2006
ergänzende Korrektur
Dieses Zentralkomitee trägt nicht nur den Titel der Spitzengremien diverser marxistischer Parteien, es weist auch andere Absonderlichkeiten auf.
Es ist ein selbsternanntes, durch Scheindemokratie errichtetes etwas. Kaum jemandem ist bekannt, wie man das aktive oder auch das passive Wahlrecht erhält. Und es repräsentiert größtenteils abgefallene Ex-Katholiken oder „Halbkatholiken“ (skurilles Wort-gibt es das?).
Man möge es bitte lieber tatsachenkorrekt
„Zentralkomitee einiger deutscher Katholiken“
nennen.
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