Demographie
„Wir sind heute ein sterbendes Volk“
Deutschland ist ein von der Kinderabtreibung ruiniertes Land: keine Kinder, kein Leben, keine Zukunft. Was tut die Kirche gegen die Abtreibung? Nichts. Ein Interview mit Walter Ramm.
(kreuz.net, Abtsteinach) Walter Ramm ist ein Lebensrechtler der ersten Stunden. Er ist Vorsitzender der deutschen Lebensrechtsorganisation ‘Aktion Leben e.V.’ (Deutschland). Die Aktion Leben e.V. wurde 1979 gegründet und ist heute die mitgliederstärkste Lebensrechtsorganisation in Deutschland.

Vor dreißig Jahren und 5 Tagen wurde in Deutschland die Fristenendlösung eingeführt. Was hat diese Unrechtssprechung in Deutschland verändert?

Walter Ramm: Alles. Wir sind heute ein sterbendes Volk. Man spricht zwischenzeitlich von einer „demographischen Schieflage“. Ein Blick auf unsere Sozialsysteme – Gesundheit, Renten – aber auch auf die Wirtschaft und Gesellschaft und nicht zuletzt auch auf unsere Kirche zeigt: Wir haben keine Kinder mehr. Es gibt keine Beitragszahler. Es herrscht der Pflegenotstand. Wir brauchen Zuwanderer: jährlich 250.000 bis 300.000 Menschen. Das ist fast exakt die Anzahl von Menschen, die wir seit dreißig Jahren jährlich durch Abtreibung umbringen. In unserer Kirche fehlen auch die Berufungen. Woher sollen sie angesichts der tiefen Geburtenzahlen auch kommen?

Was ist nach dreißig Jahren Abtreibungsparagraph das Ziel der ‘Aktion Leben Deutschland’?

Walter Ramm: Es war am 28. Dezember 1976. Damals habe ich mit anderen am Grab von Kardinal Clemens August von Galen in Münster das Versprechen abgelegt, nicht zu rasten und nicht zu ruhen bis das unheilvolle Abtreibungsgesetz § 218 – das den Kindern Mord und Totschlag bringt – hinweggefegt ist. Aber was noch wichtiger ist: Wir haben uns damals auch geschworen, um das Seelenheil jener zu kämpfen, die an diesem Babycaust schuldig oder mitschuldig werden. Daran hat sich bis heute nichts geändert, allenfalls, daß zur Abtreibungsfrage die Hilflosentötung und die Beihilfe zum Selbstmord hinzugekommen sind.

Welche Mittel wählen Sie, um den mörderischen Abtreibungsparagraphen hinwegzufegen?

Walter Ramm: Ora et labora – Gebet und Arbeit. Vor allem das Gebet und Opfer, aber auch die Information über das Wesen der Abtreibungstötung. Nur wenn es uns gelingt, in der Kirche und in der Bevölkerung die Menschen für diese Fragen zu sensibilisieren, werden die Politiker darauf reagieren.

Wie realistisch bewerten Sie eine neuerliche Bestrafung der vorgeburtlichen Kindertötung?

Walter Ramm: Wir sind derzeit einfach am kürzeren Hebel. Nach menschlichem Ermessen gibt es im Augenblick keine Wende. Aber ein Heiliger sagte einmal: Herr es scheint aussichtslos, aber Du bist allmächtig. Im Augenblick scheint Gott den Leidensdruck auf die kinderlose und sterilisierte Gesellschaft zu erhöhen.

Auf welche Weise werden Sie von der Kirche in Ihrem Lebensrechtsapostolat unterstützt?

Walter Ramm: Unterstützt? Auf gar keine. Wir sind schon froh, wenn man uns bei den wenigen Gelegenheiten, z.B. bei Vorträgen und Aktionen in Gemeinden, überhaupt arbeiten läßt. Viele durchaus auch gut gemeinte Entwicklungen und Aktivitäten in der Kirche sind eher kontraproduktiv, durch entweder gar keine oder nur sehr verschwommene Darstellung der Realität der Abtreibungstötung.

Was würden Sie sich von der Kirche im Kampf für die Lebensrechte der ungeborenen Menschen erwarten?

Walter Ramm: Daß man auch hierzulande die Bemühungen des Heiligen Vaters um mehr Klarheit und Wahrheit unterstützt. Diesem Ziel dient sicher nicht, wenn die Deutsche Bischofskonferenz zum Beispiel die Enzyklika ‘Humanae vitae’ nicht verbreitet und stur an der „Königsteiner Erklärung“ festhält, mit der die Bischofskonferenz im Jahr 1968 ‘Humanae vitae’ verwässerte und die künstliche Kinderverhütung dem Gewissen der Eheleute überlassen hat.

Wie glauben Sie, wird die Abtreibungssituation in zehn Jahren aussehen?

Ich denke, daß die Not in der Gesellschaft zu einem Umdenken führen wird, ob das in fünf, zehn, oder zwanzig Jahren geschehen wird, weiß ich nicht.
      
34 Lesermeinungen
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#34   GerdEric   12:39:10 | Freitag, 24. Februar 2006
@ clemens
clemens: Muß ein Arzt Krebs haben, um einen Krebskranken zu beraten und zu behandeln?
Ein „Arzt“ sollte dem „Patienten“ aber auch nicht einreden,
dass der „Patient“ nur „Zweite Wahl“ ist,
und das dessen „Handeln“ nur der „Produktion“ dient,
aber er,
der „Arzt“ die „Erste Wahl“ sei…
Denn es kann den „Arzt“ nur geben,
weil „Patienten“ „Zweite Wahl“ sind und den „Arzt“ „produzieren“.
nur so am Rande,
von wegen des Hochmutes,
den ich immer wieder bei den „Ärzten“ feststelle…
Was ist Egoismus?
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#33   clemens   11:43:36 | Donnerstag, 23. Februar 2006
@GerdEric
Muß ein Arzt Krebs haben, um einen Krebskranken zu beraten und zu behandeln?
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#32   GerdEric   09:53:22 | Donnerstag, 23. Februar 2006
@ Bruder Konrad
Warum?
Weil hier manch ein „Bruder“ schreibt,
der eigentlich keine Kinder haben dürft’.
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#31   Bruder Konrad   11:10:29 | Mittwoch, 22. Februar 2006
@Gerderic
Was soll die blöde Frage nach Clemens Kindern?
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#30   GerdEric   23:36:26 | Montag, 20. Februar 2006
@ clemens
Nun, wieviele Kinder hast denn du?
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#29   clemens   13:03:32 | Montag, 20. Februar 2006
@Onan
dann machen Sie mal weiter Ihrem Nick-Namen alle Ehre, dann wird schon kein zweites Kind kommen.
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#28   private-notes   13:00:21 | Montag, 20. Februar 2006
Überwutzeltes Volk?
Sicher doch. Kein junges Ehepaar lässt sich mehr von einem Kind den Lebensstandard abgraben. Die Prioritäten wurden ausgetauscht – der schöne Schein des Wohlstands steht über geistiger Reife und sozialer Kompetenz.
Wir verhungern vor der vollen Schüssel und schwemmen die Kinder in die Donau, weil sich sonst der Maledivenurlaub nicht ausgeht: „Das ist ungünstig Schatz, dass Du jetzt schwanger bist – willst es nicht wegmachen lassen und wir probieren das nach meiner Beförderung zum Top Manager?“
Viel bitterer noch ist es da, wenn der Mensch Liebe auch durch Sex erfahren möchte – weil wunderschön – sich aber das Kind einfach wirklich nicht leisten kann. Zu jung schwanger geworden, kein Job, Eltern Alkoholiker…
Ich glaube, die Familien, in denen das klassische Rollenmodel noch perfekt funktioniert, sind im Verschwinden. Und zwar nicht, weil die Leute nicht in diesem an sich sehr schönen Model leben wollen sondern weil sie es aufgrund wirtschaftlicher und sozialer Umstände einfach nicht können. Kindersegen in einem Haus, wo der Mann das Geld nach Hause bringt und die Gattin Heim, Herd und Kinder hütet, ist etwas wundervolles. In einer dreißig Quadratmeter Wohnung allerdings, wo beide Elternteile für 900 € netto 12 Stunden am Tag arbeiten müssen (Regalschlichter beim Aldi zB), ist das eine Form der Hölle, die sich kaum jemand noch antun will.
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#27   Onan †   12:50:44 | Montag, 20. Februar 2006
einwurf:
das haus ist nur geerbt und renoviert, ein kind mag egoistisch sein, schadet aber dem kind in keiner weise, da er viele freunde hat. 2 kinder würden mich überfordern, da ich nicht die geduld für 2 kinder habe (und nicht nochmal mit windeln in kontakt kommen will bis ich 80 bin).
ich weiß nicht was sie verdienen, aber ich lebe nicht nur um eine möglichst große schar von kindern in die welt zu setzten.
die menschheit hat primär nicht deshalb überlebt weil sie viele kinder zeugte, sondern weil sie sich gut um den nachwuchs gekümmert hat.
btw: eine wohnung vergleichbarer größe würde auch nicht viel weniger kosten, aber es wäre kein garten für das kind dabei. was ist egoistischer? der wunsch nach vielen kindern, oder wunsch einem kind eine schöne kindheit/jugend zu ermöglichen?
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#26   methusalix †   16:41:16 | Sonntag, 19. Februar 2006
Hallo Sulpicius,
eine schöne grosse Wohnung für eine Familie mit zwei Kindern bei einm alleine verdienenden Vater? Vielleicht noch in halbwegs guter Lage? Träumen Sie weiter! Das gibt es für Normal(gering)verdiener wie z. B. Polizisten oder Müllwerker nicht! Mit Mühe und Not können sich das vielleicht Leherehepaare leisten, bei denen beide erwerbstätig sind, oder vielleicht eine Frau von der Leyen mit einem ex-Ministerpräsidenten als Vater und einem exzellent verdienenden Gatten, wobei sie selbst als Ärztin sicher auch nicht auf dem Niveau von Feuerwehrleuten oder Krankenschwestern verdient hat.
Ihren Traum verhindert schon der heilige Kapitalismus.
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#25   GerdEric   15:32:40 | Sonntag, 19. Februar 2006
@ clemens und @ sulpicius
Wenn ich mal fragen darf,
wie steht es bei euch?
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#24   clemens   12:17:22 | Sonntag, 19. Februar 2006
@Onan
ich habe nur eines, das wächst behütet auf,
und ohne Geschwister, welcher Egoismus!
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#23   Sulpicius   12:03:39 | Sonntag, 19. Februar 2006
@Onan
ich habe nur eines, das wächst behütet auf, um das können meinen Frau und ich uns kümmern, ohne dass wir die Arbeit vernachlässigen müssen die unser Haus bezahlt.
Klar, ein Haus muß es sein… Eine schöne große Wohnung mit vielleicht zwei Kindern wäre besser!
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#22   richard   09:24:45 | Sonntag, 19. Februar 2006
Die Argumente,
lieber methusalix, gehen mir nicht aus. Gerade bei diesem Thema führe ich keine Argumente mehr an, habe das nicht nötig, sondern bitte Sie höflich, systematisch täglich die kleinen Lokalzeitungen Deutschlands bis zu den Überregionalen zu überfliegen. Meine unten ausgesprochenen „Glückwünsche“ erneuere ich hiemit nochmals: Es gibt sogar intelligente Mitglieder sterbender Völker, die im freien Fall noch die Wirklichkeit in Frage stellen. Ich sage schlicht: Methusalix, „der Kaiser ist nackt…“!
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#21   Benedikt   02:32:51 | Sonntag, 19. Februar 2006
@ Onan
Das Abtreibung keine Verhütungsmethode sein kann ist klar, aber sie zu dämonisieren bringt auch nichts. Das löst keine Probleme…
Die fortwährende Verharmlosung der Abtreibung hat aber schon dazu geführt, dass einige sie sehr wohl als Verhütungsmethode ansehen.
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#20   Onan †   01:09:25 | Sonntag, 19. Februar 2006
das eigentliche Problem mit der Überalterung
ist nicht die Abtreibung:
1. die Menschen werden immer älter
2. welche motivation soll man haben um 2-n Kinder in die Welt zu sezten?
ich habe nur eines, das wächst behütet auf, um das können meinen Frau und ich uns kümmern, ohne dass wir die Arbeit vernachlässigen müssen die unser Haus bezahlt.
Sollen die Leute wie früher 10 Kinder bekommen, die dann zwar vielleicht geliebt werden, aber von der Hand in den Mund leben?
Um einen Hund besitzen zu dürfen braucht es eine Prüfung, aber jeder „Depp“ darf ein Kind in die Welt setzen, und das macht das Kinderfeindliche Klima auch aus. Man hört dauernd von mißhandelten Kindern, überforderten Eltern… und alle haben sie 3 oder mehr Kinder und kommen damit nicht klar.
Das Abtreibung keine Verhütungsmethode sein kann ist klar, aber sie zu dämonisieren bringt auch nichts. Das löst keine Probleme…
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#19   Laurentius2   17:48:26 | Samstag, 18. Februar 2006
@Methusalix & GerdEric
kein Kommentar
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#18   methusalix †   17:18:47 | Samstag, 18. Februar 2006
Ja laurentius2
das soll es geben, dass Menschen gleicher oder ähnlicher Meinung sein können, auch wenn Sie nicht Ihre stockkonservativen und erzreaktionären Ansichten vertreten. Aber eigentlich wissen das alle, die des Lesens kundig und in diesem Netzforum unterwegs sind.
Was also, wollten Sie eigentlich der gespannten Öffentlichkeit mitteilen? Dass Sie und ich nicht einer Meinung sind?
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#17   Laurentius2   11:40:00 | Samstag, 18. Februar 2006
Methusalix & GerdEric
… passen gut zusammen.
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#16   methusalix †   10:55:39 | Samstag, 18. Februar 2006
Antworten dritter Teil
clemens:…Viel weniger!!
Da Familien mit Kindern konsumieren müssen, um zu leben, wird die Wirtschaft angekurbelt.
Die Leute streiken nicht weil sie eine Gehaltserniedrigung durchsetzen wollen.
Und wenn die Frauen die Männer nicht mehr aus der Arbeit verdrängen, werden die Männer nicht mehr arbeitslos sein!
Also wenn Sie das durchsetzen, empfehle ich Ihnen dringend in einigen Jahren nicht mehr ins Krankenhaus zu müssen. Da wird nämlich niemand mehr sein, der Ihre Bettpfanne ausleert. Auch sollten Sie nicht erwarten, dass Ihre Kinder bei Krankheit jederzeit die nötige Hilfe erhalten, oder ordentlichen Schulunterricht bekommen.Wenn Sie die Frauen aus den bezahlten Stellen der Wirtschaft verdrängen, steht Deutschland morgen still, so still, wie Sie in Ihren katholischen Männerträumen sich das niemlas auch nur im entferntesten vorstellen können. TOTENSTILL!
Sie sind Gefangener Ihres 68-iger Denkens!
Das 68-iger Denken und Handeln hat die verlogene Adenauer-Republik wegefegt. Dank sei Gott!
Wohin Ihr stockkonservatives und erzreaktionäres Denken führt will ich mir gar nicht ausmalen!
@richard: Was soll das Gejammer? Haben Sie keine Argumente mehr?
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#15   richard   10:38:46 | Samstag, 18. Februar 2006
Späte Erkenntnis
meinerseits, warum ich dieses Forum mag: Ich lache sehr gerne und es ist der Witz und Humor, der hier von den gewiß sehr katholischen Kämpfern verabreicht wird. Ich wußte es schon immer, sirilo: Aus Schottland stammen die besten Witze aller Zeiten (neben dem Whiskey=Lebenswasser selbstverständlich, den ich ebenso – oder noch mehr? -mag). Schönen Gruß an das nördliche Reservat der Peukiner! Wir hier, im südlichen Reservat der christl. Deutschen (oder sollte man den Begriff „Zoo“ wählen, wo die letzten Exemplare leben???), wir hier tüfteln und streiten in typisch deutscher Sitte über allerschwierigste mathematische Gleichungen: „schrumpfendes Volk=weniger Arbeitslose, daher: wachsendes Volk=mehr Arbeitslose“, was wieder einmal durchschlagend beweist, daß wir die berechtigte Bezeichnung als „Volk der Dichter und Denker“ besitzen. GerdErik: Ihre überlustigen 68er-Vokabeln aus der Mottenkiste des kämpferischen Feminismus kommen leider um 80 Jahre zu spät.
Der einzig mögliche Adressat dieser Botschaften, Adolf, der allerletzte der BRAUNauer, lebt in der letzten UFO-Festung in Antarktika ohne „Gebärmaschinen“ und kann mit „Mutterkreuzen“ in allen Abstufungen (bis rosa-rot) nichts mehr bewegen. Methusalix: Sollten wir uns in diesem Zoo persönlich einmal begegnen, werde ich keinen Zeitaufwand, Mühe (sogar Kosten) scheuen, sie von meiner völligen Harmlosigkeit in Bezug auf Ihr Lieblingsthema „Schuld und Sühne (Sünde)“ zu überzeugen, ich versprechs (rechte Hand auf linkes Herz).
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#14   Benedikt   02:00:56 | Samstag, 18. Februar 2006
@ methusalix
Wenn sich an unseren Bevölkerungszahlen nichts ändert, bleibt es bei den fünf Millionen Arbeitslosen, die wir jetzt schon haben
Ach, wie doll, naja, dann sollten wir in Zukunft immer soviele Leute abschieben, dass die Arbeitslosenzahl auf Null bleibt. Ihre Rechnung ist Unsinn, denn Arbeitslosenzahlen hängen nicht allein vom Bevölkerungswachstum oder -schwund ab, sondern von einer Menge Faktoren.
Daneben ist anzumerken, dass unsere Gesellschaft überaltert, immer mehr Leute in den Ruhestand gehen, ja das sogar Vorruhestandsregelungen geschaffen wurden, um jüngere in Lohn un Brot zu bekommen. Alles gescheitert. Am demografischen Faktor liegt es also nicht. Die Bevölkerung schrumpft seit Jahren, die Arbeitslosenquote steigt. Ich glaube nicht, dass ich da was durcheinander werfe.
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#13   methusalix †   01:40:53 | Samstag, 18. Februar 2006
Antworten zweiter Teil
Benedikt: …Auf den demographischen Faktor bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit hoffte schon Schröder vergebens. Und vermutlich auch noch einige andere Politiker. Aber wie gesagt: Vergebens.
Also irgendetwas bringen Sie da gründlich durcheinander, Benedikt. Wenn sich an unseren Bevölkerungszahlen nichts ändert, bleibt es bei den fünf Millionen Arbeitslosen, die wir jetzt schon haben. Wenn unsere Bevölkerung schrumpft, werden es vielleicht ein paar weniger sein. Wenn die Bevölkerung aber stark zunimmt, werden die Arbeitslosenzahlen eben auch stark zunehmen. Woher sollen die Arbeitsplätze denn bezahlt werden? Das geht doch jetzt alles in die goldgeränderten Bilanzen der Konzerne. Deutsche Bank: ein riesiges Ergebnis, Folge: Arbeitsplatzabbau 2.500. Daimler Chrysler: zurückgehende Gewinne, aber immer noch im Milliarden-Bereich, Folge: Arbeitsplatzabbau, damit die Gewinne wieder steigen, and so on…
clemens:…Viel weniger!!
Da Familien mit Kindern konsumieren müssen, um zu leben, wird die Wirtschaft angekurbelt.
Wer, bitteschön, wird denn den Familien das Geld zum Konsumieren geben? Im Gegensatz zu Frankreich, wo in den letzten zehn Jahren die Einkommen aus abhängiger Arbeit un ca. 25 Prozent gestiegen sind, sind sie in Deutschland um etliche Prozent gesunken; und es sieht nicht danach aus, als ob sich die Arbeitgeber darum reissen die Einkommen jetzt massiv zu erhöhen. Schon mal was vom Streik gehört, der gerade läuft?
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#12   Sirilo   00:18:41 | Samstag, 18. Februar 2006
Ein Zwischenruf aus Schottland
Gerade habe ich am Telefon meinem schottischen Freund M. MacNeill die neueste kreuz-net-Schlagzeile übersetzt und erklärt, da ist er in schallendes Gelächter ausgebrochen. „Was, ihr Deutschen seid mit euren 82 Millionen ein sterbendes Volk? Was sollen dann wir schottischen Gälen sagen – wir sind noch rund 60.000 (in Worten sechzigtausend). Und uns gibt es schon länger als die Deutschen…“
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#11   methusalix †   23:50:29 | Freitag, 17. Februar 2006
Antworten
GerdEric: …
(dann müssen eben die willigen Gebärmaschinen wieder ran)).
Aber aber, Sie kleiner Zyniker! Sie wollen wohl unseren deutschen Frauen das Mutterkreuz in Gold vorenthalten?
Robert Ketelhohn: Vollbeschäftigung
Methusalix: »Wie viele Millionen Arbeitslose haben wir dann in zehn Jahren????«
Keine, sondern Vollbeschäftigung.
Mit zehn Millionen mehr Bürgerinnen und Bürgern? Bei über fünf Millionen Arbeitsplätzen die wir jetzt zu wenig haben? Sie sind wohl Rechen-Allergiker, das sind immer noch fünfzehn Millionen Arbeitslose!
Romulus: Mehr Hoffnung bitte!
Quatsch. In Amerika ändert sich gerade etwas. Das oberste Gericht ist schon fest in katholischer Hand. Für die Abtreiber wird es langsam eng, sehr eng! Und das ist gut so! Irgendwann springt der Funke schon nach Deutschland über. War bis jetzt immer schon so.
Hallo Romulus! Sie sind ja richtig ehrlich! Also doch Todesstrafe für Abtreiberinnen! Was empfehlen Sie denn? Galgen, Gaskammer, Giftspritze (nein das wäre denn doch zu human und mit dem Humanismus ist’s bei uns Katholiken denn doch nicht so weit her), Guillotine (eher nicht, riecht so nach Revolution, meinen Sie nicht auch?), Garrotte oder doch liebe den guten alten katholischen Scheiterhaufen. So ein Autodafe hat schon was, oder?
Keine Panik, Rest später.
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#10   GerdEric   22:59:56 | Freitag, 17. Februar 2006
die Deutschen haben ein grosses Problem,
schon vor einhundert Jahren heulten die,
dass die Deutschen eine aussterbende Nation seinen…
es gibt immer noch welche
(ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen,
dass eine Frau Frau ein Kind gebären will,
nur damit das deutsche Volk nicht ausstirbt
(dann müssen eben die willigen Gebärmaschinen wieder ran)).
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#9   Yersinia   22:59:08 | Freitag, 17. Februar 2006
@Robert: wovon sprichst du eigentlich?
welchen „Ökofaschismus“? und gerade tief konservative (und eindeutig christliche) Politiker vertraten und vertreten eindeutig eine „Leistungsgesellschaft“, sind dem Kapitalmarkt grundsätzlich wohlgesonnen (erst auf diesem Hintergrund läßt sich das Schlagwort von der „Globalisierung“ verstehen); die Widersprüche, denen ein Mensch in einer Leistungs- und Konsumgesellschaft notwendigerweise ausgestzt ist, diese Widersprüche werden durch katholische Moral zu übertünchen versucht – mit dem offensichtlichen Ergebnis;
Kinder sind heute leider der Armutsfaktor Nr. 1 und Kinder machen unflexibel und immobil – eine Todsünde in der neuen Arbeitswelt!
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#8   Robert Ketelhohn   22:07:08 | Freitag, 17. Februar 2006
Vollbeschäftigung
Methusalix: »Wie viele Millionen Arbeitslose haben wir dann in zehn Jahren????«
Keine, sondern Vollbeschäftigung. Vor allem, wenn wir zugleich den Ökofaschismus zum Teufel jagen, nebst neoliberalistischen Globalisierungsausbeutern und ähnlichen Kriminellen.
Allerdings stehen die Chancen, menschlich betrachtet, schlecht, daß diese paradiesische Vision sich erfülle. Kein Katechon in Sicht, den erstehenden Weltstaat des Antichrists noch aufzuhalten. Allenfalls Rußland käme überhaupt in Betracht. Aber ob es die Geschichte noch einmal zu wenden vermag? Eher steuern wir schon aufs Ende zu.
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#7   Bernieboy   21:10:52 | Freitag, 17. Februar 2006
Womit gegen Abtreibung?
„Walter Ramm: Ora et labora – Gebet und Arbeit.“
Sehr gut!Nur so können wir etwas dagegen tun!
Daß die Kirche nichts gegen Abtreibung tut,stimmt nicht.Niemand tut soviel wie die Kirche!
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#6   Romulus   21:04:56 | Freitag, 17. Februar 2006
Mehr Hoffnung bitte!
Wir haben keine Kinder mehr. Es gibt keine Beitragszahler.
Jein. Die Beiträge werden von den jetzigen Arbeitnehmern bezahlt. Es ist ein Versicherungs-, nicht ein Steuersystem und richtet sich damit nach den momentan arbeitenden (!) Beitragszahlern. Selbst wenn ab morgen 1 Mio mehr geboren würden, änderte das nichts an der heutigen Schieflage des Systems. Außerdem wurden die Sozialkassen von der Kohlregierung geplündert, um die deutsche Einheit zu bezahlen. Sonst wäre genung Geld da.
In unserer Kirche fehlen auch die Berufungen. Woher sollen sie angesichts der tiefen Geburtenzahlen auch kommen?
Falsch! Berufungen entstehen durch Gebet! Nach ihrer Logok müßte es dann in China die meisten Berufungen geben…
Wir sind derzeit einfach am kürzeren Hebel. Nach menschlichem Ermessen gibt es im Augenblick keine Wende.
Quatsch. In Amerika ändert sich gerade etwas. Das oberste Gericht ist schon fest in katholischer Hand. Für die Abtreiber wird es langsam eng, sehr eng! Und das ist gut so! Irgendwann springt der Funke schon nach Deutschland über. War bis jetzt immer schon so.
Unterstützt? Auf gar keine.
Das glauben Sie doch selbst nicht, oder? Im nächsten Absatz sagen Sie doch das glatte Gegenteil, dass die Kirche sehr wohl etwas gegen die Abtreibung tut.
Haben Sie doch mehr Hoffnung, Mann! Ich kenne etliche junge Menschen, die sich ganz bewußt für Kinder entscheiden.
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#5   Benedikt   20:18:24 | Freitag, 17. Februar 2006
@ methusalix
Wie viele Millionen Arbeitslose haben wir dann in zehn Jahren????
Auf den demographischen Faktor bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit hoffte schon Schröder vergebens. Und vermutlich auch noch einige andere Politiker. Aber wie gesagt: Vergebens.
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#4   clemens   20:18:01 | Freitag, 17. Februar 2006
@Methusalix
Wie viele Millionen Arbeitslose haben wir dann in zehn Jahren????
Viel weniger!!
Da Familien mit Kindern konsumieren müssen, um zu leben, wird die Wirtschaft angekurbelt.
Und wenn die Frauen die Männer nicht mehr aus der Arbeit verdrängen, werden die Männer nicht mehr arbeitslos sein!
Sie sind Gefangener Ihres 68-iger Denkens!
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#3   methusalix †   20:08:55 | Freitag, 17. Februar 2006
Hallo Richard!
Sie können ja doch Beiträge ohne das Wort Sünde schreiben! Chapeau!!!
Aber so ganz lustig ist Ihr Beitrag auch nicht; irgendwie haben Sie ein durch und durch rabenschwarzes Weltbild. Wollen wir es noch ein klein wenig schwärzer und vor allem katholischer machen? Ja?
Also: Ihr Wunsch geht in Erfüllung und die Abtreibung wird so sanktioniert, dass niemand mehr einen Schwangerschaftsabbruch wagt, egal wie, egal wo.
Verhütungsmittel aller Art werden komplett verboten. Nirgends gibt es mehr ein Kondom zu kaufen, die „Pille“ schon gar nicht. Der Import ist mit hohen Strafen belegt; schon der Besitz oder der Versuch der Beschaffung wir geahndet wie Totschlag (Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren §§ 212 StGb, für Abtreibung gibts natürlich die Todesstrafe für Mutter und Abtreiber!).
Sexualaufklärung wird total verboten, alle einschlägigen Publikationen ab Bravo aufwärts so zensiert, dass Sie keinen katholischen Zensor mehr hinter dem Ofen hervorlocken.
Kurz, ein Paradies für wahre Katholiken.
Die Geburtenrate geht nach oben, Frauen bleiben zu Hause am Herd und sorgen für ihre mindestens vier bis fünf Kinder, der Vater geht zur Arbeit und verdient das Haushaltsgeld. (Wo er das tut, bei über fünf Millionen Arbeitslosen und Einkommen aus abhängiger Beschäftigung, die seit Jahren sinken, würde ich gerne wissen, aber seis drum).
Wie viele Millionen Arbeitslose haben wir dann in zehn Jahren????
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#2   Laurentius2   19:42:13 | Freitag, 17. Februar 2006
Vergelt’s Gott !
Lieber Walter Ramm,
danke für Deinen großartigen Einsatz ! Du zählst für mich zu den letzten zehn Gerechten …
Stimmt es, daß Kardinal Höffner seinem Nachfolger das Versprechen abnahm, sich für die päpstliche Enzyklika und gegen die nachkonziliare Verwässerung (Königsteiner Erklärung) einzusetzen ?
Was – weltlich gesehen – bleibt, … ist der Hoffnungsschimmer Amerika (Neubesetzung des neunten Richterstuhls …) !!!
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#1   richard   18:12:15 | Freitag, 17. Februar 2006
Sterbende Völker –
dies sind die Europäer heute. Auch wenn jährlich hunderttausende oder auch Millionen aus Asien, Afrika in ganz Europa „Land nehmen“, wird zwar der Kontinent weiter bewohnt werden, aber eben ohne uns, unseren Werten und unserer Kultur. Der „Multi-Kulti“-Traum auf Basis der „Wertegemeinschaft“ ist längstens seit dem brennenden Frankreich zu Ende. Wir werden nicht ersetzt, sondern verdrängt. Ein Naturgesetz: siehe z.B. Bevölkerungsentwicklung von Hawai und die Lager der Ureinwohner dort. Für „unsere“ Verursacher unserer Entwicklung: Glückwunsch und freut euch: ihr sitzt nähmlich auf demselben Ast! Froher Fall!
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