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Papst bei den Fokolaren + Abschiedsgerüchte + Die Kirche will brav weiter zahlen + Keine Trotzreaktion + Vorsitzender des ‘Jüdischen Weltkongresses’ griff in die Kasse
Papst bei den Fokolaren

Vatikan. Papst Benedikt XVI. traf am vergangenen Donnerstag mit rund hundert Bischöfen zusammen, die sich der Fokolar-Bewegung verbunden fühlen. Es handelt sich um eine internationale kirchliche Bewegung, die nach dem Zweiten Weltkrieg von Chiara Lubich in Trient gegründet wurde. Die Prälaten tagten bis gestern im Fokolar-Zentrum in Castel Gandolfo unter der Leitung des Prager Erzbischofs Miloslav Kardinal Vlk. Der Heilige Vater betonte in seiner Ansprache an die Bischöfe die Bedeutung der „Spiritualität der Einheit“, die auch in der Fokolar-Bewegung eine große Rolle spielt.

Abschiedsgerüchte

Vatikan. Die schottische Tageszeitung ‘Scotsman’ behauptete unter Berufung auf die römischen Tageszeitung ‘La Repubblica’, daß der ehemalige Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog, Erzbischof Michael Fitzgerald (68), „wegen seines Lebensstiles“ zum Nuntius in Ägypten degradiert worden sei. Über seine Ernennung nach Ägypten soll Erzbischof Fitzgerald erst Ende letzter Woche und völlig überraschend informiert worden sein. Gleichzeitig erklärte der ‘Scotsman’, daß Benedikt XVI. und Erzbischof Fitzgerald in theologischen Fragen wesentlich differierten. Die beiden sollen sich seit Juli nicht mehr getroffen haben.

Die Kirche will brav weiter zahlen

Schweiz. Die Universität Freiburg soll von der Katholischen Kirche weiterhin unterstützt werden. Laut der Schweizerischen Bischofskonferenz stehe eine andere Verwendung der jährlichen Kollekte für die Universität nicht zur Diskussion. Der Beitrag der Schweizer Katholiken an die Universität hatte im vorletzten Jahr 548.000 Franken – umgerechnet 350.600 Euro – betragen. Nachdem sich die Universität geweigert hatte, ein neueröffnetes Gebäude einzuweihen, hatte der Generalsekretär der Schweizerischen Bischofskonferenz, Hw. Agnell Rickenmann, angedroht, die finanzielle Unterstützung künftig zu streichen.

Keine Trotzreaktion

Deutschland. Der Generalvikar des Bistums Regensburg, Hw. Michael Fuchs, bestätigte gestern gegenüber ‘Radio Vatikan’ die Streichung des finanziellen Beitrags seiner Diözese an das ‘Zentralkomitee der deutschen Katholiken’. Der Beschluß sei bereits Ende November vergangenen Jahres bei der jüngsten Vollversammlung des ‘Verbands der Diözesen Deutschlands’ durchgesetzt worden. Grund für den Ausstieg seien die Auseinandersetzungen um die Rätereform im Bistum Regensburg. Dennoch sei der Schritt nicht als Trotzreaktion zu verstehen. Mittlerweile gebe es wieder intensive Gespräche zwischen dem Bistum und dem ‘Zentralkomitee’.

Vorsitzender des ‘Jüdischen Weltkongresses’ griff in die Kasse

USA. Die New Yorker Staatsanwaltschaft hat dem bisherigen Vorsitzenden des ‘Jüdischen Weltkongresses’, Israel Singer, wegen Verletzung seiner treuhänderischen Pflichten verboten, zukünftig in finanzielle Angelegenheiten der Organisation involviert zu sein. Das berichtete die ‘Neue Zürcher Zeitung’ Anfang Februar. Die Staatsanwaltschaft fand in der Buchführung der Organisation schwerwiegende Mängel. Dabei sei auch eine Reihe von „ungerechtfertigten Auszahlungen“ an Spitzenfunktionäre des ‘Weltkongresses’ erfolgt. Singer hat inzwischen umgerechnet über 180.000 Euro für ein Darlehen und persönliche Ausgaben zurückbezahlt. Untersuchungen waren eingeleitet worden, nachdem ein anderer Funktionär wegen undurchsichtiger Transaktionen im Wert von 1,2 Millionen Dollar angeklagt worden war.
      
4 Lesermeinungen
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#4   Samhain   17:35:34 | Montag, 20. Februar 2006
Zu: Die Kirche zahlt weiter_Uni Fribourg
Leider auch hier wieder eine Falschinformation auf kreuz.net: Die Kirche zahlt NUN DOCH weiter, weil das Rektorat die Drohung von Bischof Genoud verstanden hat und die halbe Million SFR nicht verlieren will, sondern nun doch eine Segnung des GANZEN Gebäudes zulässt, allerdings nur eine ökumenische, keine dezidiert katholische.
Allerdings hatte das Rektorat nicht den Mut, den finanziell motivierten Meinungsumschwung zuzugeben, sondern behauptet nun, es habe nie etwas gegen eine Segnung gehabt…! Damit versucht man, den schwarzen Peter der Kirche zuzuschieben: Mit dieser lächerlichen Behauptung hat sich das Rektorat unglaubwürdig gemacht.
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#3   Athanasius   15:39:19 | Samstag, 18. Februar 2006
die Bedeutung der „Spiritualität der Einheit“
Welche Einheit?
Die Fokolar-Gemeinschaft des Chiara Lubich wird von der „Luci’s Foundation“ unterstützt, verkündigt die Welteinheit, verkündigt, dass in allen Religionen das Heil zu erlangen sei, dass jeder Religion (nicht deren Anhängern) gegenüber „Respekt“ gezeigt werden muss (egal ob Sonnenkult, Menschenopfergötzerei oder Buddhismus).
Hat solch eine „Spiritualität“ Bedeutung? Für Welteinheit, ja. Aber nicht für die Römisch-Katholische Kirche.
Chiara Lubich fördert die Welteinheitsreligion. Von Dr. Regina Hinrichs wurde schon sehr gutes zur „Fokolar“-Bewegung und dieser okkulten „Spiritualität der Einheit“ geschrieben.
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#2   Laurentius2   11:35:58 | Samstag, 18. Februar 2006
Sehr geehrter Prälat Fuchs,
ich danke Ihnen aus ganzem Herzen für Ihre Hilfe beim Kampf Ihres Bischofs im Kampf gegen die unselige Sowjet-Rahner-Kirche !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ein Rosenkranz an diesem Wochenende für Sie ! Bischof Lehmann macht’s nötig …
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#1   Bernieboy   10:00:07 | Samstag, 18. Februar 2006
Erzbischof Fitzgerald
Erzbischof Fitzgerald ist vom Papst mit Sicherheit nicht degradiert worden!Das wäre der Fall,wenn der Erzbischof ein normaler Bischof geworden oder abgesetzt worden wäre.In der Kirche läuft es anders als draußen,da kann man keine Maßstäbe eines Großunternehmens anlegen!
Es kommt nur darauf an,Christus zu dienen.Eine bißchen sachlichere Berichterstattung wäre schön!
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