08:54:13 | Samstag, 18. Februar 2006
Papst bei den Fokolaren + Abschiedsgerüchte + Die Kirche will brav weiter zahlen + Keine Trotzreaktion + Vorsitzender des ‘Jüdischen Weltkongresses’ griff in die Kasse
Papst bei den FokolarenVatikan. Papst Benedikt XVI. traf am vergangenen Donnerstag mit rund hundert
Bischöfen zusammen, die sich der Fokolar-Bewegung verbunden fühlen. Es handelt sich um eine internationale
kirchliche Bewegung, die nach dem Zweiten Weltkrieg von Chiara Lubich in Trient gegründet wurde. Die
Prälaten tagten bis gestern im Fokolar-Zentrum in Castel Gandolfo unter der Leitung des Prager Erzbischofs
Miloslav Kardinal Vlk. Der Heilige Vater betonte in seiner Ansprache an die Bischöfe die Bedeutung der
„Spiritualität der Einheit“, die auch in der Fokolar-Bewegung eine große Rolle spielt.
Abschiedsgerüchte
Vatikan. Die schottische Tageszeitung ‘Scotsman’ behauptete unter Berufung auf die römischen Tageszeitung
‘La Repubblica’, daß der ehemalige Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog,
Erzbischof Michael Fitzgerald (68), „wegen seines Lebensstiles“
zum Nuntius in Ägypten degradiert worden
sei. Über seine Ernennung nach Ägypten soll Erzbischof Fitzgerald erst Ende letzter Woche und völlig
überraschend informiert worden sein. Gleichzeitig erklärte der ‘Scotsman’, daß Benedikt XVI. und Erzbischof
Fitzgerald
in theologischen Fragen wesentlich differierten. Die beiden sollen sich seit Juli nicht mehr
getroffen haben.
Die Kirche will brav weiter zahlenSchweiz. Die Universität Freiburg soll von der
Katholischen Kirche weiterhin unterstützt werden. Laut der Schweizerischen Bischofskonferenz stehe eine
andere Verwendung der jährlichen Kollekte für die Universität nicht zur Diskussion. Der Beitrag der
Schweizer Katholiken an die Universität hatte im vorletzten Jahr 548.000 Franken – umgerechnet 350.600
Euro – betragen. Nachdem sich
die Universität geweigert hatte, ein neueröffnetes Gebäude einzuweihen,
hatte der Generalsekretär der Schweizerischen Bischofskonferenz, Hw. Agnell Rickenmann, angedroht, die
finanzielle Unterstützung künftig zu streichen.
Keine TrotzreaktionDeutschland. Der Generalvikar
des Bistums Regensburg, Hw. Michael Fuchs, bestätigte gestern gegenüber ‘Radio Vatikan’ die
Streichung
des finanziellen Beitrags seiner Diözese an das ‘Zentralkomitee der deutschen Katholiken’. Der Beschluß
sei bereits Ende November vergangenen Jahres bei der jüngsten Vollversammlung des ‘Verbands der Diözesen
Deutschlands’ durchgesetzt worden. Grund für den Ausstieg seien die Auseinandersetzungen um die Rätereform
im Bistum Regensburg. Dennoch sei der Schritt nicht als Trotzreaktion zu verstehen. Mittlerweile gebe
es wieder intensive Gespräche zwischen dem Bistum und dem ‘Zentralkomitee’.
Vorsitzender des ‘Jüdischen
Weltkongresses’ griff in die KasseUSA. Die New Yorker Staatsanwaltschaft hat dem bisherigen Vorsitzenden
des ‘Jüdischen Weltkongresses’, Israel Singer, wegen Verletzung seiner treuhänderischen Pflichten verboten,
zukünftig in finanzielle Angelegenheiten der Organisation involviert zu sein. Das berichtete die ‘Neue
Zürcher Zeitung’ Anfang Februar. Die Staatsanwaltschaft fand in der Buchführung der Organisation schwerwiegende
Mängel. Dabei sei auch eine Reihe von „ungerechtfertigten Auszahlungen“ an Spitzenfunktionäre des ‘Weltkongresses’
erfolgt. Singer hat inzwischen umgerechnet über 180.000 Euro für ein Darlehen und persönliche Ausgaben
zurückbezahlt. Untersuchungen waren eingeleitet worden, nachdem ein anderer Funktionär wegen undurchsichtiger
Transaktionen im Wert von 1,2 Millionen Dollar angeklagt worden war.
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#4
Samhain 17:35:34 | Montag, 20. Februar 2006
#3
Athanasius 15:39:19 | Samstag, 18. Februar 2006
#2
Laurentius2 11:35:58 | Samstag, 18. Februar 2006
#1
Bernieboy 10:00:07 | Samstag, 18. Februar 2006