Deutschland
Endlich die richtige Antwort
Der ‘Zusammenschluß papsttreuer Vereinigungen’ jubelt über den Entscheid des Regensburger Bischofs, dem ‘Zentralkomitee der Deutschen Katholiken’ das Geld abzugraben. Von Reinhard Dörner.
(kreuz.net, Bonn) Endlich die richtige Antwort auf dauernde Polemik und Attacke: Bischof Müller streicht dem ‘Zentralkomitee der Deutschen Katholiken’ den diözesanen Anteil des Bistums Regensburg!

Es ist gut, daß Bischof Müller aus den verbalen Entgleisungen des Vorsitzenden des ‘Zentralkomitees’ Hans Joachim Meyer diese richtigen Konsequenzen zieht.

Hoffentlich bleibt er auch unbeeindruckt von der zu erwartenden Schelte der bischöflichen Mitbrüder – vorneweg des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz – wie weiland bei der Neuordnung der Laienräte im Bistum Regensburg.

Um die katholische Ausrichtung der übrigen kirchlich anerkannten Vereine wiederherzustellen, ist es notwendig, daß die Bistümer angesichts ihrer angespannten Finanzsituation endlich die Konsequenzen ziehen und prüfen, welche Vereine sie noch mit Kirchensteuermitteln fördern dürfen.

Bisher ging die Taktik der Vereine auf:

Wenn sie sich bischöflicher Kritik ausgesetzt sahen, gingen sie damit an die sogenannte kritische Öffentlichkeit, die mit ihrem Medien-Sperrfeuer den kirchentreu agierenden Bischof sturmreif schoß.

Es wird Zeit, daß sich unsere Bischöfe allgemein von dieser Art veröffentlichter Meinung emanzipieren und ihrer Verantwortung vor Gott für die Belange des Glaubens und der Kirche den Vorrang einräumen.

Reinhard Dörner ist der Vorsitzende des ‘Zusammenschluß papsttreuer Vereinigungen e.V.’ in Bonn
      
18 Lesermeinungen
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#18   Toby   15:05:16 | Sonntag, 19. Februar 2006
Wer weiß Bescheid?
Wie wird sich die Entscheidung von Regensburg eigentlich konkret auf die Arbeit des Zentralkomitees der deutschen Katholiken auswirken? Müssen Stellen in der Bonner Geschäftsstelle gestrichen werden? Oder wird durch Umverteilungen und Zuschüsse aus anderen Töpfen alles beim alten bleiben? Wie ist das Sekretariat des ZdK eigentlich genau strukturiert? Wie viele Mitarbeiter sind dort beschäftigt? Ich denke, das sind durchaus berechtigte Fragen über eine letztlich aus Kirchensteuermiteln subventionierte Organisation, von deren Existenz in diesem Land kaum jemand etwas weiß.
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#17   Benedikt   13:07:24 | Sonntag, 19. Februar 2006
Merkwürdig
Ich bin einmal mehr an den Ausspruch von einem 89-jährigen Pfarrers erinnert: „Es ist schon eine Schande, dass unsere katholische Kirche praktisch das letzte totalitäre System in Mitteleuropa ist.“
Seltsam, ein 89-jähriger müsste doch eigentlich wissen, was ein autoritäres Regime wirklich ist.
Wäre das Wort des Papstes Leo I. (+ 461) in die Tat umgesetzt „Wer allen vorsteht, soll auch von allen gewählt werden“ ( angewandtes Subsidiaritätsprinzip der so vorbildlichen katholischen Soziallehre) so hätten die Regensburger Katholiken keinen „Zwergerlaufstand“ und kein feudalherrliches Geschnaxel, hätte nur das Volk Gottes ein ganz klein wenig mitwählen dürfen.
Tja, damals war das Wahlsystem halt noch etwas anderes. Gottesfürchtige Männer wurden damals erwählt. In unserer würde dieses System höchstens benutzt, um Männer auszuwählen, die einem bequem sind einem nach dem Mund reden. Die Schweiz ist da das beste Beispiel.
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#16   Bernieboy   12:40:54 | Sonntag, 19. Februar 2006
Meine Meinung
Wenn einer hart durchgreift(so hart hat Bischof Müller gar nicht durchgegriffen),dann kann es dafür auch andere Beweggründe als Machtstreben geben!Z.B. seine Überzeugung.Das kennt man heute nicht mehr.Heute gibt es keine Überzeugungen mehr,sondern nur noch Toleranz.
In der Kirche mangelt es zwar an Liebe,aber nicht wegen den Geboten o.ä.!Als normaler Mensch ist man vielfältigen Zwängen unterworfen:Man ist abhängig von der Meinung anderer Leute,abhängig davon,daß Geld so unglaublich wichtig ist usw. Als Christ ist man jedoch von grenzenloser Freiheit umgeben,die davon aufrechterhalten wird,daß man sich Gott,seiner Gnade und seinem Willen unterstellt:Wer Gott zum Richter hat,braucht auf die Urteile der Menschen nicht zu hören. „Liebe,und tu was du willst!“ (hl. Augustinus) Die Liebe ist das einzige Gebot,und alle anderen Gebote sind nur Konkretisierungen davon.Ja,das Christentum ist wirklich „das vollkommene Gesetz der Freiheit“(Jak 1,25)!
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#15   barnabas   12:34:59 | Sonntag, 19. Februar 2006
Bravo
Endlich ein Diözesanbischof. der diesen linken sog. kirchlichen Gruppierungen die Stirn bietet. Es müsste noch viel mehr gegen Gruppen wie das Zentralkomitee, Donum vitae, Kirche von unten usw. vorgegangen werden.
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#14   Finthen   11:42:55 | Sonntag, 19. Februar 2006
Alle bemühen sie den Gott der Liebe
„Die Religion der Liebe …ist das Christentum.“ Prof. Dr. Dr.h.c. Bischof GLM. Niemand konterkariert dieses Wort durch sein Tun mehr als er selbst. Ich bin einmal mehr an den Ausspruch von einem 89-jährigen Pfarrers erinnert: „Es ist schon eine Schande, dass unsere katholische Kirche praktisch das letzte totalitäre System in Mitteleuropa ist.“ Der katholischen Kirche ist angeblich Demokratie „wesensfremd“. Wenn ihr nur Geschwisterlichkeit und demütiger Umgang mit Macht nicht auch so wesensfremd wäre! (S. Mt 20,25f)
Mir gibt zu denken, was ich im 1. Johannesbrief 4,20 lese: „Wer sagt: ‘Ich liebe Gott’, und seinen Bruder nicht liebt, der lügt. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, kann unmöglich Gott lieben, den er nicht sieht.“ Oder wenn ich gar lese in 1 Kor 13,1 : „Ohne Liebe bin … leeres Getöns!“ Wann wird sich GLM seiners Klüngel entledigen, auf dass ‘Freude am Glauben’ haben kann seine Diözese?
Wäre das Wort des Papstes Leo I. (+ 461) in die Tat umgesetzt „Wer allen vorsteht, soll auch von allen gewählt werden“ ( angewandtes Subsidiaritätsprinzip der so vorbildlichen katholischen Soziallehre) so hätten die Regensburger Katholiken keinen „Zwergerlaufstand“ und kein feudalherrliches Geschnaxel, hätte nur das Volk Gottes ein ganz klein wenig mitwählen dürfen. Keine fünf Prozent wären auf den Professor aus München für einen Bischofs-Job in der Provinz gekommen. Lernunfähig aus Groer-Bischofsfehlbesetzungsgeschichten nichts gelernt!
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#13   Brigitte Bussmann   08:58:29 | Sonntag, 19. Februar 2006
Bischof Müller
Geld ist Macht und Bischof Müller übt Macht aus. Dieses Mal ist es der Zentralrat der Katholiken. Das war abzusehen, seit dem die Fürstin von Thurn und Taxis vom Zwergenaufstand des Zentralrates der Katholiken gesprochen hat.
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#12   Gotthard   20:30:18 | Samstag, 18. Februar 2006
@Rudolphus
Wenn die Kirchensteuer Simonie ist, was ist dann die Besoldung von Bischof Müller durch den Freistaat Bayern?
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#11   Bernieboy   20:18:18 | Samstag, 18. Februar 2006
Es ist ein Unterschied…
ob der Papst oder das ZdK Bischof Müller kritisiert.Wenn der Papst Bischof Müller kritisieren würde,dürfte er den Peterspfennig nicht streichen!Er müßte auch auf den Papst hören!
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#10   Rudolphus   15:20:34 | Samstag, 18. Februar 2006
Kein Geld für die Modernisten
Die Kirchensteuer ist Simonie und somit nicht mehr haltbar.
Im letzten Pius-X-Blatt erschien hierzu ein guter Artikel.
Wüßten doch alle Deutschen und Österreicher davon!
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#9   Elendester Sünder   14:10:09 | Samstag, 18. Februar 2006
Ein zartes Pflänzchen
Endlich regt sich einmal so etwas wie zaghafter Widerstand gegen die Maulwurfarbeit in der Kirche. Möge dies auch andere Bischöfe ermutigen. Bitten wir Gott um Stärke für diesen Bischof!
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#8   Laurentius2   14:09:16 | Samstag, 18. Februar 2006
@Niedermünster
Das kann man nicht vergleichen. Hier geht es darum, das Ende der pseudo-katholischen Sowjetkirche einzuläuten („Ohne Moos, nix los!“) – dort geht es um einen Streit INNERHALB der katholischen Kirche zwischen Traditionalisten und Halb-Konservativen, wie man pastoral in der Moderne am besten vorgehen sollte.
Dort kann man unterschiedlicher Meinung sein – hier tut Bischof Müller das, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, er verweigert einem Rat das sauer verdiente Steuergeld, der den ganzen Tag nur überlegt, wie er das Katholische abschaffen bzw. im liberal-sozialistischen Umfeld einebnen kann.
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#7   Niedermünster   14:03:22 | Samstag, 18. Februar 2006
Streicht Mgr. Müller bald den Peterspfennig?
Obgleich die Entscheidung Müllers zu begrüssen ist, möchte ich auf folgendes Hinweisen: Müller traf diese Entscheidung, da ihn kritische Aussagen Herrn Meyers (ZdK) in seinem Stolz veletzten. Was würde jedoch geschehen, wenn Benedikt XVI. oder ein Kurienkardinal Mgr. Müller kritisieren würden, da er mit aller und brutalster Härte die Feier der tridentinischen Messe ihn seiner Diözese Regensburg verbietet? Die Streichung des Peterspfennig?
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#6   Bernieboy   13:46:31 | Samstag, 18. Februar 2006
Ton des Umgangs
Auch unter den Christen gibt es halt Unterschiedliche.Egal,ob die Einstellungen konservativ oder nicht so sehr sind:Jeder muß lernen,wie man in allen Situationen nach den Geboten Jesu lebt.
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#5   Yersinia   13:06:33 | Samstag, 18. Februar 2006
eigenartig ist immer diese Gehässigkeit
und glaubenstreuen, „erlösten“ Christen; allerdings ist es wohl besser, wenn es freie katholische Organisationen ohne einem bischöflichen Gängelband gibt – fragt sich nur, von welchen Machthabern und Interessenten diese Vereine dann finanziert werden?
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#4   Sirilo   12:43:48 | Samstag, 18. Februar 2006
Wer zahlt, schafft an…
Nun, das Geld, das der Bischof gibt oder verweigert, stammt ja nicht aus seiner Privatschatulle, sondern von den Kirchensteuerzahlern. Eigentlich müßte er die Kirchensteuerzahler fragen, wie er mit dem von ihnen aufgebrachten Geld umgehen soll. Aber in Regensburg gilt offenbar jetzt die Devise: Der Kirchensteuerzahler soll blechen und ansonsten die Klappe halten…
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#3   Romulus   12:21:17 | Samstag, 18. Februar 2006
Klasse Bischof Müller
Sehr gut. Das Geld ist woanders besser angelegt als bei diesen Alt-Achtundsechzigern!
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#2   Bernieboy   11:56:37 | Samstag, 18. Februar 2006
Klasse!
Ich finde auch gut,was Bischof Müller gemacht hat!
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#1   Laurentius2   11:19:09 | Samstag, 18. Februar 2006
Ein Mann der Mitte
… zeigt extrem viel Mut im Kampf gegen die Räte-(=Sowjet-)Kirche !!!
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