Der ‘Zusammenschluß papsttreuer Vereinigungen’ jubelt über den Entscheid des Regensburger Bischofs, dem ‘Zentralkomitee der Deutschen Katholiken’ das Geld abzugraben. Von Reinhard Dörner.
(kreuz.net, Bonn) Endlich die richtige Antwort auf dauernde Polemik und Attacke: Bischof Müller streicht
dem ‘Zentralkomitee der Deutschen Katholiken’ den diözesanen Anteil des Bistums Regensburg!
Es ist gut,
daß Bischof Müller aus den verbalen Entgleisungen des Vorsitzenden des ‘Zentralkomitees’ Hans Joachim
Meyer diese richtigen Konsequenzen zieht.
Hoffentlich bleibt er auch unbeeindruckt von der zu erwartenden
Schelte der bischöflichen Mitbrüder – vorneweg des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz – wie
weiland bei der Neuordnung der Laienräte im Bistum Regensburg.
Um die katholische Ausrichtung der übrigen
kirchlich anerkannten Vereine wiederherzustellen, ist es notwendig, daß die Bistümer angesichts ihrer
angespannten Finanzsituation endlich die Konsequenzen ziehen und prüfen, welche Vereine sie noch mit
Kirchensteuermitteln fördern dürfen.
Bisher ging die Taktik der Vereine auf:
Wenn sie sich bischöflicher
Kritik ausgesetzt sahen, gingen sie damit an die sogenannte kritische Öffentlichkeit, die mit ihrem Medien-Sperrfeuer
den kirchentreu agierenden Bischof sturmreif schoß.
Es wird Zeit, daß sich unsere Bischöfe allgemein
von dieser Art veröffentlichter Meinung emanzipieren und ihrer Verantwortung vor Gott für die Belange
des Glaubens und der Kirche den Vorrang einräumen.
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Wer weiß Bescheid? Wie wird sich die Entscheidung von Regensburg eigentlich konkret auf die Arbeit des
Zentralkomitees der deutschen Katholiken auswirken? Müssen Stellen in der Bonner Geschäftsstelle gestrichen
werden? Oder wird durch Umverteilungen und Zuschüsse aus anderen Töpfen alles beim alten bleiben? Wie
ist das Sekretariat des ZdK eigentlich genau strukturiert? Wie viele Mitarbeiter sind dort beschäftigt?
Ich denke, das sind durchaus berechtigte Fragen über eine letztlich aus Kirchensteuermiteln subventionierte
Organisation, von deren Existenz in diesem Land kaum jemand etwas weiß.
Merkwürdig Ich bin einmal mehr an den Ausspruch von einem 89-jährigen Pfarrers erinnert: „Es ist schon
eine Schande, dass unsere katholische Kirche praktisch das letzte totalitäre System in Mitteleuropa ist.“
Seltsam, ein 89-jähriger müsste doch eigentlich wissen, was ein autoritäres Regime wirklich ist. Wäre
das Wort des Papstes Leo I. (+ 461) in die Tat umgesetzt „Wer allen vorsteht, soll auch von allen gewählt
werden“ ( angewandtes Subsidiaritätsprinzip der so vorbildlichen katholischen Soziallehre) so hätten
die Regensburger Katholiken keinen „Zwergerlaufstand“ und kein feudalherrliches Geschnaxel, hätte nur
das Volk Gottes ein ganz klein wenig mitwählen dürfen. Tja, damals war das Wahlsystem halt noch etwas
anderes. Gottesfürchtige Männer wurden damals erwählt. In unserer würde dieses System höchstens benutzt,
um Männer auszuwählen, die einem bequem sind einem nach dem Mund reden. Die Schweiz ist da das beste
Beispiel.
#16 Bernieboy 12:40:54 | Sonntag, 19. Februar 2006
Meine Meinung Wenn einer hart durchgreift(so hart hat Bischof Müller gar nicht durchgegriffen),dann kann
es dafür auch andere Beweggründe als Machtstreben geben!Z.B. seine Überzeugung.Das kennt man heute
nicht mehr.Heute gibt es keine Überzeugungen mehr,sondern nur noch Toleranz. In der Kirche mangelt es
zwar an Liebe,aber nicht wegen den Geboten o.ä.!Als normaler Mensch ist man vielfältigen Zwängen unterworfen:Man
ist abhängig von der Meinung anderer Leute,abhängig davon,daß Geld so unglaublich wichtig ist usw.
Als Christ ist man jedoch von grenzenloser Freiheit umgeben,die davon aufrechterhalten wird,daß man sich
Gott,seiner Gnade und seinem Willen unterstellt:Wer Gott zum Richter hat,braucht auf die Urteile der Menschen
nicht zu hören. „Liebe,und tu was du willst!“ (hl. Augustinus) Die Liebe ist das einzige Gebot,und alle
anderen Gebote sind nur Konkretisierungen davon.Ja,das Christentum ist wirklich „das vollkommene Gesetz
der Freiheit“(Jak 1,25)!
Bravo Endlich ein Diözesanbischof. der diesen linken sog. kirchlichen Gruppierungen die Stirn bietet.
Es müsste noch viel mehr gegen Gruppen wie das Zentralkomitee, Donum vitae, Kirche von unten usw. vorgegangen
werden.
Alle bemühen sie den Gott der Liebe „Die Religion der Liebe …ist das Christentum.“ Prof. Dr. Dr.h.c.
Bischof GLM. Niemand konterkariert dieses Wort durch sein Tun mehr als er selbst. Ich bin einmal mehr
an den Ausspruch von einem 89-jährigen Pfarrers erinnert: „Es ist schon eine Schande, dass unsere katholische
Kirche praktisch das letzte totalitäre System in Mitteleuropa ist.“ Der katholischen Kirche ist angeblich
Demokratie „wesensfremd“. Wenn ihr nur Geschwisterlichkeit und demütiger Umgang mit Macht nicht auch
so wesensfremd wäre! (S. Mt 20,25f) Mir gibt zu denken, was ich im 1. Johannesbrief 4,20 lese: „Wer sagt:
‘Ich liebe Gott’, und seinen Bruder nicht liebt, der lügt. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er
sieht, kann unmöglich Gott lieben, den er nicht sieht.“ Oder wenn ich gar lese in 1 Kor 13,1 : „Ohne
Liebe bin … leeres Getöns!“ Wann wird sich GLM seiners Klüngel entledigen, auf dass ‘Freude am Glauben’
haben kann seine Diözese? Wäre das Wort des Papstes Leo I. (+ 461) in die Tat umgesetzt „Wer allen vorsteht,
soll auch von allen gewählt werden“ ( angewandtes Subsidiaritätsprinzip der so vorbildlichen katholischen
Soziallehre) so hätten die Regensburger Katholiken keinen „Zwergerlaufstand“ und kein feudalherrliches
Geschnaxel, hätte nur das Volk Gottes ein ganz klein wenig mitwählen dürfen. Keine fünf Prozent wären
auf den Professor aus München für einen Bischofs-Job in der Provinz gekommen. Lernunfähig aus Groer-Bischofsfehlbesetzungsgeschichten
nichts gelernt!
Bischof Müller Geld ist Macht und Bischof Müller übt Macht aus. Dieses Mal ist es der Zentralrat der
Katholiken. Das war abzusehen, seit dem die Fürstin von Thurn und Taxis vom Zwergenaufstand des Zentralrates
der Katholiken gesprochen hat.
#11 Bernieboy 20:18:18 | Samstag, 18. Februar 2006
Es ist ein Unterschied… ob der Papst oder das ZdK Bischof Müller kritisiert.Wenn der Papst Bischof
Müller kritisieren würde,dürfte er den Peterspfennig nicht streichen!Er müßte auch auf den Papst
hören!
#10 Rudolphus 15:20:34 | Samstag, 18. Februar 2006
Kein Geld für die Modernisten Die Kirchensteuer ist Simonie und somit nicht mehr haltbar. Im letzten
Pius-X-Blatt erschien hierzu ein guter Artikel. Wüßten doch alle Deutschen und Österreicher davon!
Ein zartes Pflänzchen Endlich regt sich einmal so etwas wie zaghafter Widerstand gegen die Maulwurfarbeit
in der Kirche. Möge dies auch andere Bischöfe ermutigen. Bitten wir Gott um Stärke für diesen Bischof!
#8 Laurentius2 14:09:16 | Samstag, 18. Februar 2006
@Niedermünster Das kann man nicht vergleichen. Hier geht es darum, das Ende der pseudo-katholischen Sowjetkirche
einzuläuten („Ohne Moos, nix los!“) – dort geht es um einen Streit INNERHALB der katholischen Kirche
zwischen Traditionalisten und Halb-Konservativen, wie man pastoral in der Moderne am besten vorgehen sollte.
Dort kann man unterschiedlicher Meinung sein – hier tut Bischof Müller das, was eigentlich selbstverständlich
sein sollte, er verweigert einem Rat das sauer verdiente Steuergeld, der den ganzen Tag nur überlegt,
wie er das Katholische abschaffen bzw. im liberal-sozialistischen Umfeld einebnen kann.
#7 Niedermünster 14:03:22 | Samstag, 18. Februar 2006
Streicht Mgr. Müller bald den Peterspfennig? Obgleich die Entscheidung Müllers zu begrüssen ist, möchte
ich auf folgendes Hinweisen: Müller traf diese Entscheidung, da ihn kritische Aussagen Herrn Meyers (ZdK)
in seinem Stolz veletzten. Was würde jedoch geschehen, wenn Benedikt XVI. oder ein Kurienkardinal Mgr.
Müller kritisieren würden, da er mit aller und brutalster Härte die Feier der tridentinischen Messe
ihn seiner Diözese Regensburg verbietet? Die Streichung des Peterspfennig?
Ton des Umgangs Auch unter den Christen gibt es halt Unterschiedliche.Egal,ob die Einstellungen konservativ
oder nicht so sehr sind:Jeder muß lernen,wie man in allen Situationen nach den Geboten Jesu lebt.
eigenartig ist immer diese Gehässigkeit und glaubenstreuen, „erlösten“ Christen; allerdings ist es wohl
besser, wenn es freie katholische Organisationen ohne einem bischöflichen Gängelband gibt – fragt sich
nur, von welchen Machthabern und Interessenten diese Vereine dann finanziert werden?
Wer zahlt, schafft an… Nun, das Geld, das der Bischof gibt oder verweigert, stammt ja nicht aus seiner
Privatschatulle, sondern von den Kirchensteuerzahlern. Eigentlich müßte er die Kirchensteuerzahler fragen,
wie er mit dem von ihnen aufgebrachten Geld umgehen soll. Aber in Regensburg gilt offenbar jetzt die Devise:
Der Kirchensteuerzahler soll blechen und ansonsten die Klappe halten…