Jugendkirche
Altersbegrenzung ab 16 Jahren
In einer katholischen Pfarrei in Dortmund wird morgen Sonntag ein Gastspiel gezeigt, das offensichtlich nicht ganz jugendfrei ist.
(kreuz.net, Dortmund) Morgen abend kommt in Dortmund das Gastspiel „Erotica – ein musikalischer Abend über die Suche nach der Liebe“ zur Aufführung.

Dortmund befindet sich in Nordrhein-Westfalen, im Osten des Ruhrgebiets.

Beim Gastspiel handelt es sich um ein Musical, das von der katholischen Jugendkirche „Tabgha“ aus Oberhausen – knapp 200 km nördlich von Frankfurt – produziert wurde.

Die Jugendkirche „Tabgha“ bezeichnet sich selber als „innovatives Projekt zwischen Event und Alltagsspiritualität“. Sie wird vom katholischen Gemeindeverband Oberhausen im Bistum Essen getragen.

Der Eintritt ist kostenlos. Eventuelle Spenden am Ende des Stückes sollen der Beratungsstelle für Prostituierte in Dortmund zugutekommen.

In „Erotica“ geht es um die Sehnsucht, den Glauben und die „Suche nach der wahren Liebe“.

Ort des Geschehens ist ein als Nachtclub getarntes Bordell.

Hier hat sich eine in ihrer Liebe verletzte Prostituierte fern von jedem Liebesbezug verschanzt. Offenbar verbindet sie die wahre Liebe alleine mit ihrem Glauben an Gott.

Ein Barpianist meldet sich auf eine Stellenanzeige des Nachtlokals. Erst nach seiner Einstellung erkennt er, wo er gelandet ist.

Prostituierte und Pianist begegnen einander und verlieben sich.

Doch die Prostituierte verfällt in Selbsthaß. Sie sieht vor allem die dunklen Seiten der Liebe – die Enttäuschung und Verletzung – und möchte sich dieser Liebe entziehen.

Die unausweichliche Frage: Werden sie am Schluß heiraten?

Verfaßt und inszeniert wurde das Stück von zwei knapp über 20jährigen jungen Frauen. Beide haben bereits öfter als Schauspieler und Sänger bei Inszenierungen der Jugendkirche ‘Tabgha’ mitgewirkt. Die zwei stehen mit zwölf weiteren jungen Darstellern und Musikern selber auf der „Erotica“-Bühne.

Bei der Erarbeitung des Stückes haben die beiden Autorinnen unter anderem auch im Prostituiertenmilieu recherchiert.
      
18 Lesermeinungen
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#18   virOblationis   14:41:53 | Dienstag, 21. Februar 2006
Anmerkung
Selbst ein Mord führte nicht dazu, daß unsere Bischofskirche neu geweiht wurde: So geschehen, als Ludwig Averkamp zum neuen Erzbischof bestimmt worden war, aber noch nicht in Hamburg residierte. – Dies nur als Anmerkung zum Umgang mit dem Raum, in dem das Meßopfer dargebracht wird, durch die Vertreter eines zeitgemäßen(?) Katholizismus.
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#17   Maledica   13:18:25 | Dienstag, 21. Februar 2006
Kirchenschändung
@Geist
Gewiß ein Mord ist nicht vollzogen worden, sodaß die Kirche hätte erneut geweiht werden müssen.
Aber aufreizende Stücke in Kirchen aufzuführen ist eindeutig blasphemisch und hat an heiligen Orten absolut gar nix verloren.
Mit solchen Leuten ist Christus auch ganz „sanft“ umgegangen und hat diese aus dem Tempel geschmissen…
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#16   Geist   20:01:51 | Montag, 20. Februar 2006
@Maledica
Ich habe mir die Bilder angeschaut und kann leider keine Kirchenschändung feststellen.
Ich muß einen Mord nicht möglichst echt darstellen, um gegen Kriminalität zu
Wie ist das gemeint, weil auf den Bildern kann man nichts feststellen. Leider habe ich das Musical selbst noch nicht gesehen.
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#15   Maledica   13:08:21 | Montag, 20. Februar 2006
Kirchenschändung
Daß es sich um eine Kirchenschändung handelt zeigen deutlich die Bilder auf der Seite im Weltnetz:
www.erotica.de.be/…ica/galler/index.php
Um etwas anzuprangern, muß man nicht alles zeigen.
Ich muß einen Mord nicht möglichst echt darstellen, um gegen Kriminalität zu sein.
So obszöne Darstellungen, wie in der Jugend“kirche“ verbietet schon allein der Anstand.
Wer dies nicht warhaben will, der sollte sich fragen, worauf er seine Moral aufbaut- auf die Lehre der Kirche mit Sicherheit nicht!
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#14   Geist   08:56:37 | Sonntag, 19. Februar 2006
@Gotthard
Muss es überall und zu allem Kritik geben? Es gibt auch Themen bzw. Inhalt, wo es keine Kritik dazu gibt (kommt zwar nicht so oft vielleicht vor, aber trotdem ;))
Du schreibst folgendes:
Das heißt aber doch noch lange nicht, dass es 10jährigen zumutbar sein muss.
Wo steht, dass es für 10jährige zumutbar ist? Bleiben wir bei der Realität und bei der Wahrheit, oder?
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#13   Gotthard   23:30:05 | Samstag, 18. Februar 2006
Inhalt
Gibt es wirklich keine inhaltliche Kritik?
Ich denke einmal,dieses Theaterstück entspricht absolut der katholischen Glaubens-und Soziallehre. Das heißt aber doch noch lange nicht, dass es 10jährigen zumutbar sein muss.
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#12   Benedikt   22:43:45 | Samstag, 18. Februar 2006
@ Catharina: Sinnvoller
Eventuelle Spenden am Ende des Stückes sollen der Beratungsstelle für Prostituierte in Dortmund zugutekommen.
Klingt mir sehr nach dem Nächstenliebe-Prinzip. Ich hoffe doch sehr, dass es noch Tradition hat.
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#11   Gotthard   20:41:19 | Samstag, 18. Februar 2006
in guter Tradition
Nach der Schilderung der Redaktion scheint mir dieses Stück in einer guten Tradition zu stehen…
…nämlich in der Tradition der biblischen Begegnungen Jesu mit „sündigen Menschen, auch Frauen“.
Es steht vielleicht nicht in der Tradition des prüden 19. Jahrhunderts – wohl eher in der Tradition des prallen Barock, von dem diverse Lustschlösser der Bischöfe und Erzbischöfe zeugen.
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#10   catharina   19:09:54 | Samstag, 18. Februar 2006
Ob in oder außerhalb der Kirche,
daß Stücklein ist gewiß nichts, was man von einer katholischen Jugendgruppe erwarten sollte. Aber was können die jungen Menschen dafür, wenn ihrer kulturellen Antriebe nicht in sinnvollere Bahnen gelenkt werden? Auch hier ein Traditionsverlust. An die Stelle großer Schöpfungen tritt dann jeweils das billige Produkt der gegenwärtigen (oder gestrigen bzw. vorgestrigen) Mode.
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#9   Benedikt   18:14:20 | Samstag, 18. Februar 2006
@ Athanasius: Kirchenschändung
Woher haben Sie die Information, dass dieses Stück IN einer Kirche stattfindet?
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#8   Horst Eckner †   16:45:16 | Samstag, 18. Februar 2006
@Athanasius:
Wissen Sie denn, wovon Sie sprechen? Gegen den Inhalt des Musicals ist nichts zu sagen, sofern wir nichts Genaues wissen – ich halte meine Theorie, dass es nämlich ein Stück GEGEN Prostitution ist als eines DAFÜR, für die weitaus wahrscheinlichere. Und für die Aufführung von Kulturveranstaltungen in Kirchen gibt es Normen der Deutschen Bischofskonferenz. Auch hier kann ich aufgrund der Informationen von kreuz.net keinen Verstoß feststellen.
Merke: Auch in der Kirche ist alles erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten ist. Nur weil es Ihnen nicht in den Kram passt, dürfen Sie noch lange nicht daraus eine „Kirchenschändung“ ableiten. Selbige ist ein kanonistisch definierter Akt; und der liegt hier nach den Ihnen und mir vorliegenden INformationen nicht vor. Die Beweislast trägt der, der eine Beschuldigung vorbringt; nicht der Beschuldigte. (Auch in der Kirche)
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#7   Athanasius   16:38:28 | Samstag, 18. Februar 2006
@HOrst Eckner
Halte doch bitte die Klappe. Sie wissen nicht einmal wovon Sie sprechen. Man will ja auch nicht das Reden über Verurteilung von gewissen sexuellen Taten und die Lobpreisung der gesunden sexuellen Ehe verbieten. Sie schaffen hier bewusst eine Karikatur die gar nicht zutrifft.
Ich glaube nicht, der Herr hätte eine Eroktikbörse im Tempel wohl gebilligt, aber das Geldwechseln nicht.
Es ist einfach Indikator für die Apostasie der deutschen „Bischöfe“, diese Kirchenschändung.
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#6   Horst Eckner †   16:02:45 | Samstag, 18. Februar 2006
Pfuipfui
Hoffentlich wird auch das Vorlesen aus der Bibel demnächst in Kirchen verboten. Also ich hab da schon Stellen gesehen – so viel Sex and Crime, Onanie und Homosexualität, nackte Weiber und so weiter. Raus mit der Bibel aus der Kirche! Unsere Kirche bleibt anständig!
P.S.:
Vielleicht geht es in dem Stück ja darum, das Prostitution NICHTS Gutes und Schönes ist? Nur mal so als Frage… Wenn allein das Auftauchen von Szenen „ab 16“ (also nach deutschem Recht kann Pornographie nicht gemeint sein, denn dann wäre erst ab 18 erlaubt) ein Hinweis auf „Pfuipfui“ ist, dann müsste in der Tat auch die Bibel abgeschafft werden.
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#5   Athanasius   15:35:52 | Samstag, 18. Februar 2006
Und ich sah…
…die Greuel der Verwüstung an heiliger Stätte.
Mal abwarten ob da eine Reaktion aus dem „konservativen“ Rom kommt.
Ah ja. Die Alte Hl. Messe, die „verwirrt“.
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#4   Geist   14:25:13 | Samstag, 18. Februar 2006
Erotica!
Hast du es schon gesehen? Wenn nein, dann würde ich es nicht gleich verurteilen.
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#3   Bernieboy   14:15:22 | Samstag, 18. Februar 2006
Erotica ist…
…Krampf!
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#2   Geist   14:01:08 | Samstag, 18. Februar 2006
Erotica
Schade, dass ich leider nicht dabei sein kann. Dieses Musical würde ich gerne sehen, habe schon viel gutes über das Musical gehört. Tolle Darsteller,…alles selbst geschrieben. Einfach toll!!!
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#1   ExBochumer †   13:55:29 | Samstag, 18. Februar 2006
Da stimmt was nicht …
… in ihrer Berichterstattung.
Wenn Sie doch ein wenig mehr auf die doch gebotene journalistische Qualität achten würden, liebes kreuz.net…
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