Eine italienische Tageszeitung behauptete ohne Wenn und Aber, daß eine Versöhnung zwischen Rom und der Piusbruderschaft vom Papst am Telephon gezimmert wurde und unmittelbar bevorsteht.
(kreuz.net Vatikan) Ein am Samstag in der italienischen Tageszeitung ‘L’Indipendente’ veröffentlichte
Artikel behandelt das jüngste Treffen zwischen Benedikt XVI. und den Vorsitzenden der rund dreißig vatikanischen
Dikasterien.
Der Artikel stammt aus der Feder des römischen Journalisten Tommaso Debenedetti.
Als Ergebnis
des Treffens am Montag soll der Papst die Publikation eines Dokumentes angekündigt haben, das am 23.
März anläßlich eines nächsten Treffens der Kurienkardinäle veröffentlicht werden soll.
Mit diesem
Dokument wird – so Debenedetti – nicht nur die Exkommunikationen der vier von Erzbischof Marcel Lefebvre
geweihten Bischöfe, sondern ein eigentliches „Ende des Schismas“ verkündet werden.
Der Artikel zitiert
auch einen ungenannten „Mitarbeiter“ des Papstes mit den Worten:
„Der Heilige Vater ist derart daran
interessiert, in kürzester Zeit eine Lösung zu finden, daß er bereit ist, dafür jeden legalen Weg
zu finden, natürlich ohne die fundamentalen Prinzipien der Kirche, ihrer Geschichte und der Vorschriften,
an welche sie sich heute hält, zu vernachlässigen.“
In dieser Frage existierten keine Kompromisse,
„wenigstens nicht im geläufigen und zweideutigen Sinn des Wortes, aber es gebe ein fruchtbares Vermitteln,
vor allem wenn beiderseits der Wille besteht, zu einer Übereinkunft zu kommen“.
Auf die Frage, ob der
23. März das richtige Datum sei, antwortet der ungenannte Mitarbeiter: „Für uns, ja.“
Debenedetti erklärt,
daß im Vatikan seit längerem Gerüchte kursierten, wonach der Papst mit einer gewissen Regelmäßigkeit
direkte Kontakte zur Piusbruderschaft aufrechterhalte.
Es gebe offenbar Telephongespräche zwischen dem
Papst und dem Generaloberen der Piusbruderschaft, Mons. Bernard Fellay. Aus diesen Gesprächen sei eine
viel größere Bereitschaft der Traditionalisten zu einer Übereinkunft gereift, als es die öffentlichen
Erklärungen vermuten ließen.
Die wirklich ermutigenden Ergebnisse dieser Gespräche hätten den Papst
veranlaßt, die leitenden Vertreter der Kurie zu versammeln und den Inhalt der Unterredung sogar öffentlich
anzukündigen.
Ohne ein Klima des begründeten Optimismus wäre das nicht geschehen, so Debenedetti.
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25 Lesermeinungen
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Na so was Lefebvre ist zwar nicht formell kanonisiert, aber ist aufgrund seiner Rettungstat als heilig
anzusehen, zumindest wird man ihn, ohne die Gemüter allzusehr zu erhitzen, als heiligmäßig bezeichnen
dürfen. Ei, das gute alte vox populi vox dei Prinzip…was der Hl. Pius X. wohl dazu gesagt hätte? Verirrt
man sich jetzt im Historizismus?
@Sulpicius Das könnte zutreffen. ;o) Zudem halte ich mich daran, aus Anstand, andere nicht zu dutzen.Ist
das verwerflich? „Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein“ (Joh 17,21),
„sie sollen eins sein, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir“ (Joh 17,22f.), „damit die Liebe,
mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und damit ich in ihnen bin“ (Joh 17,26). Wie zur dreieinen
Liebe gehört, dass sie sich anderen mitteilen will, so gehört zu der innigen Einheit zwischen Gott und
den Menschen, dass diese anderen zugute kommt. Demgemäß ist im Hohepriesterlichen Gebet Jesu das innigste
Geheimnis zwischen dem Herrn und uns mit dem Blick auf die Nichtglaubenden verbunden, die ihm fern stehen.
Gerade auf sie ist das Geschenk der Einheit ausgerichtet: „Alle sollen eins seien …, damit die Welt
glaubt“ (Joh 17,21). Durch das christliche Zeugnis der Einheit sollen alle Menschen zum Glauben und damit
zum Heil kommen. Deshalb ist jede Trennung zwischen den Christgläubigen eine Katastrophe, „sie ist ein
Ärgernis für die Welt und ein Schaden für die heilige Sache der Verkündigung des Evangeliums“[1 Sie
sollen Eins sein in Christus, im wahren Glauben Christi.(von wegen Ökomene!). „Keiner kommt zum Vater,
außer durch Mich!“ so Christus.
@Gotthard…unserem Klugschei… Mit Ihrem dummen Gedutze können Sie mir von Haus aus den Buckel herunterrutschen.
Und bevor Sie hierzu überhaupt Ihren überflüssigen Kommentar abgeben, lesen Sie gefälligst die Schrift!
Dann können Sie maulen, wenn Ihnen danach noch ist.
@kraut Was unser Herr Jesus Christus von der dringenden Notwendigkeit der Ökumene hält, kannst du im
Hohepriesterlicher Gebet im Johannesevangelium nachlesen: Joh 17.21 Dann sind solche Traktätchen überflüssig.
@silesius: Hier die Antwort. Was unser Herr Jesus Christus vom Schwachsinn der Ökumene hält und welchen
Zorn die „modernen“ Priester auf sich ziehen; bzw., welchen immensen Schaden sie verursachen, entnehmen
Sie bitte dieser Schrift: „Aussprüche des lieben Heilands an Schwester Cornelia Holewick.“ Herausgeber:
Sühneschwestern vom Heiligen Geist, Niedaltdorf. Gedruckt: Jugendwerk St.Josef, Sozialpädagogisches
Bildungszentrum, 76829 Landau, Queichheimer Hauptstraße 231. Tel.06341/984-206 Les ich grad. Kann ich
nur empfehlen. Bei dieser Lektüre erübrigen sich Streitigkeiten; es dürfte j e d e r verstehen. Gruß,
Krauti
Weitere Enten… Romulus fabulus: Spaltungen innerhalb der FSSPX? Das predige ich schon seit Wochen. Sie
hätten Bildzeitungsredakteur werden sollen – falls nicht schon geschehen. „Gold aus Blei? Das predige
ich schon seit Wochen.“ Vgl. Romulus Luftkiste: „Das häßliche (Zeitungs-) Entlein“ www.kreuz.net/…ticle.2651-page.html
Es gibt nichts, was Zeitungen nicht behaupteten. Die italienische nun bringt Italo-Luftschlösser. Die
Kreuznet-Überschrift paßt. {…} sondern es winken auch nette Ämter. Bischof Fellay und P. Schmidberger
haben Ihre Ämterwinkerei als Unsinn deklariert. Ihre Worte gelten. Welche da schweig ich mich mal lieber
aus. Lassen Sie uns teilhaben an Ihren intimsten Kenntnissen der FSSPX-Internas, wovon wir blökenden
Laien nur träumen können. Sonst kommen nur mehr Spekulationen – vielleicht auf das Papstamt? Das sollte
dann jedoch Weihbischof Williamson bekommen. Und wer würde denn nicht auf ein so verlockendes Angebot
eingehen? Jeder, der begriffen hat: Ohne Wahrheit keine Einheit. (Die ökumenischen Orwell’schen Zwiedenker
nicht.) Das Problem liegt momentan in der FSSPX selbst, die kurz vor der Spaltung steht. Schon seit zehn
Jahren… Denken Sie Fellay oder sonst wer gibt alles von sich, was im Hintergrund läuft? Wer sagt alles?
Sein Predigtwort gilt. www.kreuz.net/bookentry.281.html Damit: gute Nacht nach Entenhausen.
@Romulus… „1. Die vier Bischöfe sind exkommuniziert. 2. Lefebvre ist nicht kanonisiert (= heiliggesprochen),
sondern exkommuniziert. 3. Nicht Rom muß zur FSSPX zurückkehren, sondern diese zu Rom“ Romulus = Blindgänger…
Gefahr einer Spaltung Genau das meinte ich mit Gefahr einer Spaltung. Falls solche sedisvakantistischen
Ansichten auch in der Führung vorherrschen sollten, darf man nicht erwarten, daß man mit Rom jemals
auf einen Nenner kommen kann. Dann braucht man auch keine Spaltung zu befürchten, sondern nur, daß sich
die Piusbruderschaft langsam aber sicher von der Kirche und damit von Jesus Christus entfernt. Für Vertreter
solcher Ansichten, wie sie Sarto umrissen hat, ist das apostolische Schreiben „ECCLESIA DEI“ wahrhaft
gerechtfertigt. Die Frage, die sich der Piusbruderschaft heute stellt, ist, will man einen Kompromiß
eingehen oder so enden wie die Altkatholiken. So schmerzhaft es auch sein mag, es wird unumgänglich sein,
sich mit den innerkirchlichen Feinden, wie Pfarrer Gotthard, herumzuschlagen, anstatt sich weiter selbstgefällig
der Unabhängigkeit des faktischen Schismas zu erfreuen.
Rückkehr da bin ich jetzt aber erleichtert! Der Weg ist klar: Rückkehr-Ökumene zu den Pius-Brüdern…
Ein wildgewordener ehemaliger General-Oberer der Spiritaner, der bereits 1976 von Paul VI. wegen unerlaubter
Priesterweihen suspendieret und dann 1988 wegen unerlaubter Bischofsweihen exkommuniziert wurde, als Heilsbringer
der Kirche!
@ Romulus 1. Die Exkommunikation war von Anfang an nichtig. 2. Lefebvre ist zwar nicht formell kanonisiert,
aber ist aufgrund seiner Rettungstat als heilig anzusehen, zumindest wird man ihn, ohne die Gemüter allzusehr
zu erhitzen, als heiligmäßig bezeichnen dürfen. 3. Wohin soll die FSSPX denn zurück-kehren? Die Konziliaren
haben doch etwas Neues erfunden! Wieso zurück? Von mir aus tun die in der Konzils- und Pornokirche www.kreuz.net/article.2731.html
was sie wollen. Wissen Sie, das alles wurde jetzt schon x-mal dargestellt. Ich bete heut lieber noch nen
Rosenkranz.
@Sarto Klarstellungen Diesem Vermächtnis wissen sich die vier Bischöfe und Hw. P. Schmidberger verpflichtet.
Ihnen und der Fürsprache des heiligen Erzbischofs vertrauen wir. Da hier viele mitlesen, denen die größeren
Zusammenhänge unserer FSSPX Apologeten nicht geläufig ist, hier mal die offizielle und damit katholische
Stellungnahme Roms seit 1988: 1. Die vier Bischöfe sind exkommuniziert. 2. Lefebvre ist nicht kanonisiert
(= heiliggesprochen), sondern exkommuniziert. 3. Nicht Rom muß zur FSSPX zurückkehren, sondern diese
zu Rom.
Erzbischof Lefebvre „Und wenn man uns die Frage stellt, wann es zu einer Einigung mit Rom kommen wird,
so ist meine Antwort einfach: ,Wenn Rom Unsern Herrn Jesus Christus wieder wieder auf den Thron erhebt.’
Wir können mit denen, die unsern Herrn entthronen, nicht eines Sinnes sein. An dem Tag, an dem sie Unsern
Herrn als König der Völker und Nationen anerkennen, werden nicht wir es sein, zu denen sie zurückkehren,
sondern die katholische Kirche, in der wir bleiben.“ (Erzbischof Lefebvre) Diesem Vermächtnis wissen
sich die vier Bischöfe und Hw. P. Schmidberger verpflichtet. Ihnen und der Fürsprache des heiligen Erzbischofs
vertrauen wir.
Spaltungen innerhalb der FSSPX? Das predige ich schon seit Wochen. Wenn diese exkommunizierten Weihbischöfe
sich wieder eingliedern lassen, dann ist ihnen nicht nur die Aufhebung der Exkommunikation sicher, sondern
es winken auch nette Ämter. Welche da schweig ich mich mal lieber aus. Und wer würde denn nicht auf
ein so verlockendes Angebot eingehen? Das Problem liegt momentan in der FSSPX selbst, die kurz vor der
Spaltung steht. Fellay kann einem schon Leid tun. Herr Marcel, kommen Sie mir bitte jetzt nicht mit verlinkten
Interviews von Fellay oder anderen. Ist doch ganz klar, dass da nix von drin steht und stehen kann. Denken
Sie Fellay oder sonst wer gibt alles von sich, was im Hintergrund läuft? So läuft und lief es nie in
der Kirche. Ist auch ganz normal so.
Abwarten und Tee drinken Laut CWNews.com hat zwar Cardinal Hoyos auf dem jüngsten Kurienkardinalstreffen
Pläne für ein „Zugehen“ ausgebreitet, aber zumindestens Cardinal Arinze teilte diese Pläne nicht, sondern
plädierte für eine „Lösung“, die für die FSSPX keine Lösung ist (u.a. so ein lustiges Pünktchen
wie „Die FSSPX muß den NOM lesen…“ . Unsere Traditionskollegen von Angelqueen berichteten hier. www.angelqueen.org/forum/viewtopic.php?t=5819
Daher: einfach abwarten in der Form von Ora et Labora. Der Herr wird das Schlimmste verhindern. Jetzt
will erst einmal eine neue FSSPX-Schule gegründet werden, oder am liebsten gleich zwei. Lokal betrachtet
ist das näher als Rom.
Piusbruderschaft Obwohl ich eine Einigung von Herzen begrüßen würde, muß ich mich leider Ottaviani
anschließen. Ich hoffe und bete, daß ich mich irre. Man sollte auch dafür beten, daß eine Einigung
dergestalt zustande käme, daß es nicht zu einer Spaltung innerhalb der Piusbruderschaft kommt. Denn
diese Gefahr droht meines Achtens. Zweifellos ist eine Einigung überfällig. Sie würde sowohl die gute
Absicht der Piusbruderschaft als auch die Tatkraft des Heiligen Vaters unter Beweis stellen.
#5 ExBochumer † 16:07:05 | Sonntag, 19. Februar 2006
Die vielen Meinungen Ich bin anläßlich der vielen Meinungen, die es in letzter Zeit gerade auch hier
in diesem „Nachrichten-Organ“ gibt, etwas verwirrt. Da halte ich mich schon lieber an etwas handfestes:
Das Gebet. Es gibt nur den Einen, der eine (Wieder-)Eingliederung der FSSPX in die offizielle Hierarchie
der Kirche bewirken kann. Und ER hat sein Urteil sicher schon getroffen.
Exkommunikation So sehr mich die Nachricht mit Hoffnung erfüllt und so sehr ich mich freuen werde, wenn
sie eintreffen wird, ebenso sehr ist für mich klar, daß die Exkommunikation rechtmäßig war und ist
und immer noch gültig ist, solange Rom nicht anders gesprochen hat. Roma locuta – causa finita. Ich glaube
nicht, daß turk in dieser Hinsicht irgendetwas zurückzunehmen hat. Gunther.
Lassen wir es erstmal 23. März werden. Schön wäre es, wenn diese ungerechte „Exkommunikation“ aufgehoben
würde. (Was sollen Catholikus und Turk dann noch posten? Ach Turk hat ja noch St. Pölten, wo er meiner
Meinung nach nicht Unrecht hat.) Und wenn die Schismakeule fällt, hält das viele Verunsicherte nicht
mehr zurück, zur FSSPX zu kommen. Aber hoffentlich ist nicht ein Haken im leckeren Bissen versteckt,
sofern es überhaupt einen Bissen gibt!