Pfarrer Thomas Groß ist einer der Vorzeigepfarrer im Bistum Mainz und langjähriger Dekan. In seiner Pfarrei fehlt es ihm nicht an Ideen.
(kreuz.net, Mainz) Der Chef sei „dynamisch, voller Energie und Ideen“ – heißt es auf der Webseite der
Pfarrei St. Georg in Bensheim über den dortigen Pfarrer Thomas Groß.
Bensheim befindet sich 50 km südlich
von Frankfurt am Main und gehört zum Bistum Mainz.
Pfarrer Groß habe Visionen, die „unsere Gemeinde
braucht“. Als der Priester im Sommer 2004 nach „St. Schorsch“ gekommen sei, hätten viele nicht schlecht
gestaunt: ein Pfarrer, der Jeans und leuchtende Schuhe trägt, Marathon läuft und Sportwagen fährt –
und an Weihnachten eine „Happy Birthday Jesus“-Party feiert.
Seitdem wehe in den heiligen Hallen der
Parochia Catholica ad St. Georgium ein frischer Wind. Das weitere könne man in der Apostelgeschichte
2,1-13 nachlesen.
Am 4. Februar wurde in der Pfarrei Bensheim eine deutschlandweit einmalige „Gemeindekonferenz“
mit 210 christlichen und nichtchristlichen Teilnehmern veranstaltet. 15 Prozent der Teilnehmenden waren
jünger als 31 Jahre.
Dazu wurden die Bänke aus der Kirche entfernt und zwanzig runde Tische eingeräumt.
Ziel der Konferenz: die Diskussion und Entwicklung einer Vision wie die Pfarrei aussehen müsse, damit
sie für alle attraktiv sei.
Außerdem stellte man sich der Frage, wie die Pfarrei Bensheim „wärmendes
Licht verbreiten und Lebenskraft verleihen“ und wie sie die gesellschaftlichen Veränderungen meistern
könne.
„Sie bestimmen und entscheiden an diesem Tag, wie Sie sich das Gemeindeleben im 21. Jahrhundert
vorstellen“, hieß es in einer Einladung.
Die Entfernung der Bänke hatte nach Pfarrer Groß auch noch
einen anderen Vorteil: „Wir können endlich mal den Boden von Grund auf reinigen.“
Die „Gemeindekonferenz“
wurde von Mitarbeitern des ‘Instituts für Organisationskommunikation’ – ebenfalls in Bensheim – professionell
begleitet. Es arbeitete gratis, weil das Projekt mit firmeninternen Studien verbunden war.
Dreißig Moderatoren
betreuten die Teilnehmer.
Während der Konferenz kamen computer-gestütze Diskussionsforen mit Meinungsbildern,
die auf Leinwänden sichtbar gemacht wurden, zum Einsatz.
Um Ideen unmittelbar in die Diskussion einzuspeisen,
wurde auch die sogenannte TED-Abfrage eingesetzt.
Bei der TED-Abfrage erhält jeder Teilnehmer ein besonderes
Gerät über das er seine Meinung kundtun kann. Es kann in Sekundenschnelle abgefragt werden, wie ein
Vorschlag aus der großen Runde beim Publikum ankommt.
Email-Adressen der Empfänger
42 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Es gibt nur christgläubig und christungläubig Es gibt nur christgläubig oder christungläubig Der Kapitalismus,
der durch die Monopolisierung und Arbeitsteilung ein Heer von Proletariern entstehen ließ, ist ebenso
teuflisch wie der Sozialismus, der dieses Heer gegen die Kapitalisten aufwiegelt. Divide et impera! So
hacken wir gegenseitig auf uns herum und der Teufel hat leichtes Spiel.
@Richard Der gottlose Kapitalismus, oder schlimmer der Christus entgegengesetzte Kapitalismus hat auch
viel Gutes. Er marschiert natürlich nicht in den Abgrund, man wird klammheimlich hineingedrückt. Wenn
sie eine einseitige Schiene fahren möchten, bitteschön. Ich versuche mich an das Pauluswort zu halten:
Prüfet alles und das Gute behaltet. Außerdem bin ich überzeug, das die Welt ohne unsoziale Manager
(ihrer Meinung nach verkappte Marxisten), die eine große Religiösität im anbeten des Euro entwickelt
haben, besser aussehen würde. Aber um zum Thema zurückzukommen, ich finde die Sutane neben dem Ordensgewand
(besonders der Franziskanerkutte) als beste Priesterkleidung weil sie schlicht, demütig und gottbezogen
ist
#40 katakombus 08:22:00 | Dienstag, 21. Februar 2006
Noch ein Wort zur Kleidung: Natürlich kann man nicht sagen, daß nur diejenigen Priester gut sind, die
geistlich gekleidet sind. Dennoch kann ich nicht behaupten, diese Kleidung sei nicht nötig. Es ist nun
einmal die Standeskleidung und das Erkennungszeichen eines Priesters. Und das ist wunderbar und gut so!
Es geht ja hier auch nicht um Kleidungsfragen, sondern um eine ganze Haltung. In geistlicher Kleidung
ist ein Priester immer richtig gekleidet. Er muß nciht überlegen, was paßt. Und das Argument, nicht
auffallen zu wollen, ist geradezu lächerlich. Was sollen denn Minderbemittelte sagen, wenn so ein Modezar
wie Groß in Designerjeans, Dressman-Turnschuhen und Sportwagen zu einem Hausbesuch kommt! – Beschämend.
Im Übrigen wirkt das auch auf Jugendliche total lächerlich. Ein postpubertierender, ewig junger Kaplan-boy,
der einen auf Hip macht und sich so gibt, provoziert zudem Fragen an seine Außenwirkung, die im Zeitalter
einer auch offen gelebten Homosexualität von hoher Brisanz sind! Wenn das die Vorzeigepriester des Bistums
Mainz sind, die so in ihren Kirchen wirtschaften, kann man immer mehr verstehen, warum leider so viele
Menschen sich zur Piusbruderschaft und anderen Vereinigungen orientieren. Sie werden dort hingetrieben –
und wegen der vermeintlichen Offenheit des liberalen Kardinals Lehmann!
@ Sozialkatholisch: „Internationale enthält viel Gutes“ – aber nein, tatsächlich??? Auch Adolfs SA sang
viele Lieder, in denen „viel Gutes“ enthalten war. Nur kommt heute niemand mehr auf den Gedanken, über
das enthaltene „viel Gute“ dabei den Hintergrund und Geschehene auszuklammern. „Rot scheint die Sonne…“.
Na denn…vorwärts in den Abgrund, Genossen.
Morgen Methusalix Wenn sie von Gott nicht errettet werden tun sie mir leid, wenn sie sich selber erlösen
wollen werden sie feststellen, das das nicht so richtig funktioniert. „Knecht“ Christie genannt zu werden
ist keine Schmach, sondern eine Ehre. Wenn sie alle Ausbeuter und Kapitalisten vertrieben haben und Gott
ausgeklammert ist scheint die Sonne mit Sicherheit nicht ohne Unterlass. Die Internationale enthält viel
gutes aber mit solch schweren Irrtum gespickt ist sie gefährlich.
Was soll das ganze? Man fragt sich wirklich wie weit das im Bistum Mainz noch gehen soll. Kardinal Lehmann
richtet immer wieder gerne Blendfassaden auf hinter denen der geistliche Verfall voranschreitet. Wenn
solche Priester als „geistlicher“ Rat betitelt werden, was ja ein bischöflicher Ehrentitel ist, dann
weiß man in der Tat, wie man im Bistum des Kardinals Lehmann gestrickt sein muß, um Karriere zu machen!
Mich würden sehr die Priester interessieren, die nicht „vorzeigefähig“ sind! Vermutlich sind das diejenigen,
in deren Pfarreien noch stille Anbetung möglich ist und der heilige Raum nicht solchermaßen entweiht
wird. Die sicher von der Bistumsleitung als geduldete „inkommunikativ-“ und „konservativ-“ Quote ihr Dasein
fristen müssen. Eine Stunde Gebet vor dem Allerheiligsten und eine Bitte an den Heiligen Geist um die
richtige Führung der Kirche und der Gemeinde ist mehr wert als zeit-geistliche Debattierzierkel mit High-Tech-Unterstützung.
Solange aber das Regime Lehmann noch an der Macht ist, werden solche Bestrebungen vermutlich fortdauern.
Das also ist das deutsche Vorzeigebistum Mainz! Skandale über Skandale! Wenn man keine geistlichen Ideen
mehr hat, muß die oberflächliche Medienkultur Gott ersetzen und den „wunderhübschen“ Gentleman und
Gemeindestruktur-Verbesserer Groß an seine Stelle heben!!! Da hat er ja mit dem „bescheidenen“ Herrn
mit Kardinalshut etwas gemein. Laßt uns moderieren und modellieren solange es zu spät ist, denn morgen
werden wir vergessen sein – Gottseidank!!!
Pfarrkonferenz Warum halten nicht viel mehr Pfarreien solche Konferenzen ab? Die Gemeinden – das Volk
Gottes – hat doch gute Ideen und ist geistbegabt – vom Hl. Geist erfüllt! Christliche Kirchen haben immer
schon viele unterschiedliche Zwecke gehabt! In meiner Kindheit auch als Unterrichtsraum in der Christenlehre…
als Konzertsaal immer schon …und und und. „Für wen halten die Menschen den Menschensohn?“ …diese
Frage Jesu will auch heute beantwortet werden … von den Menschen in den Pfarreien. Die Antwort muss
gemeinsam gefunden werden … und nicht vorgepredigt werden.
Die übrigen Strophen der ‘Internationale’ Es rettet uns kein höh’res Wesen kein Gott, kein Kaiser, noch
Tribun. Uns aus dem Elend zu erlosen können wir nur selber tun! Leeres Wort: des armen Rechte, Leeres
Wort: des Reichen Pflicht! Unmündig nennt man uns Knechte, duldet die Schmach länger nicht! In Stadt
und Land, ihr Arbeitsleute, wir sind die stärkste Partei’n Die Müßiggänger schiebt beiseite! Diese
Welt muß unser sein; Unser Blut sei nicht mehr der Raben und der mächtigen Geier Fraß! Erst wenn wir
sie vertrieben haben dann scheint die Sonn’ ohn’ Unterlaß!
Männer in Schwarz Lieber Sirilo, als Johnny Cash – Möge er in Frieden ruhen! – gefragt wurde, warum
er immer in Schwarz gekleidet ist, gab er sinngemäß zur Antwort: „Solange es Ungerechtigkeit in der
Welt gibt, trage ich Schwarz.“
Vorteil Die Entfernung der Bänke hatte nach Pfarrer Groß auch noch einen anderen Vorteil: „Wir können
endlich mal den Boden von Grund auf reinigen.“ Scheint mir DER EINZIGE Vorteil zu sein… @ centraldream
Die Zeit der priesterlichen Selbstherrlichekit und Entrücktheit ist endgültig vorbei Ja richtig. Ein
Sportwagen ist da genau das richtige…
#29 virOblationis 10:26:20 | Montag, 20. Februar 2006
Vergänglichkeit Was sollte die Erscheinung des Priesters als wandelndes Memento mori übertreffen? –
Das Leben ungezählter Menschen, auch einiger Heiliger, wurde durch das Innewerden der eigenen Vergänglichkeit
erst auf Gott ausgerichtet.
#27 virOblationis 08:06:13 | Montag, 20. Februar 2006
Äußeres und Inneres Nun, wenn man kein Priester sein will, jedenfalls nicht in dem Sinne, wie der überlieferte
Glaube ihn kennt, dann möchte man als ein solcher natürlich auch nicht erscheinen, sondern kommt daher
wie irgendein Laie – in diesem Falle wie ein Laie mit verheerendem Geschmack.
„Verdammte dieser Erde“ wachten ab 1917 ganz kurz auf, um dann bei Minus 40 Grad im Paradies aller Werktätigen
(fälschlich: Gulag) für immer einzuschlafen! Es wird noch gestritten: waren es 30 oder 100 Millionen,
die mit diesem Kampflied auf den Lippen entschliefen? Nur der Vollständigkeit wegen: Stalins „rechte
Hand“ für die sowjetische Forstwirtschaft, K.I. Albrecht, schildert meinen Einleitungssatz im 650seitigen
Buch „Der verratene Sozialismus“.
#24 centraldream 02:59:57 | Montag, 20. Februar 2006
War ja sowas von klar War ja wirklich nur eine Frage der Zeit, bis sich kreuz.net über diesen Pfarrer
hermacht. Die Zeit der priesterlichen Selbstherrlichekit und Entrücktheit ist endgültig vorbei!
#23 methusalix † 00:43:26 | Montag, 20. Februar 2006
Nur der Vollständigkeit halber, das, was der Sünder verschwiegen hat, als er nur den Refrain des Liedes
zitierte, hier die erste Strophe der Internationalen: Wacht auf, Verdammte dieser Erde, die stets man
noch zum Hungern zwingt! Das Recht wie Glut im Kraterherde nun mit Macht zum Durchbruch dringt. Reinen
Tisch macht mit dem Bedränger! Heer der Sklaven, wache auf! Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger,
alles zu werden, störmt zuhauf. Völker hört die Signale,… Text: Emil Luckhardt Musik: Pierre Chrétien
Degeyter
Die Internationale Richtig, Herr Pfarrer. Wie erreichen wir denn heute die Kids? Mit Kreuz, Hölle und
antiquierten Moralvorstellungen, die keiner leben kann? Längst abgetan. Wir müssen die Vorzüge unseres
Glaubens auf eine breitere Basis stellen. Seid nett zueinander! Das muß in den Vordergrund gestellt werden.
Die soziologischen Erkenntnisse können uns wertvolle Denkanstöße liefern, wenn wir nur wollen. Dazu
gehört freilich Mut. Das können wir nur gemeinsam erreichen. Ja warum denn nicht ruhig einmal einen
Sketch in die Liturgie einbauen? Überholte Denkstrukturen müssen überwunden werden. Fundamentalisten
und Ewiggestrige wird es immer geben, aber wir müssen unseren Beitrag dafür leisten, daß die, die dem
Glauben heute mit Recht fernstehen wieder in die Kirchen gelockt werden. Fehler müssen eingestanden und
für jedermann und -frau sichtbar korrigiert werden. Volker, hort die Signale! Auf, zum letzten Gefecht!
Die Internationale Erkämpft das Menschenrecht!
#21 Sulpicius 23:13:57 | Sonntag, 19. Februar 2006
Hmmm,… dieser Mann hat einfach einen selbstverliebten Selbstdarstellungsdrang (wie unschwer auch Schuhe
und Wagen verraten). Paßt nicht gut zum geistlichen Amt.
Apostelgeschichte wie die Pfarrei aussehen müsse, damit sie für alle attraktiv sei.“ wie denn anders?
EIne Pfarrei, die nicht mehr missionarisch ist – bzw sich als missionarisch ansieht kann dicht machen…
Die urgemeinde war nach dem zeugnis der apostelgeschichte deshalb so attraktiv für die menschen, weil
sie sahen, wie sie einander liebten…
Die Zeichen der Zeit „Ziel der Konferenz: die Diskussion und Entwicklung einer Vision wie die Pfarrei
aussehen müsse, damit sie für alle attraktiv sei.“ Man kann heutzutage den Menschen die Erlösungstat
Christi nur noch schwer verständlich machen, deshalb sollte man sie klugerweise einfach ausklammern.
Der Glauben kann einem helfen, den Alltag zu bewältigen, aber man darf nicht mehr auf festen Glaubenssätzen
beharren. Das verträgt man heute nicht mehr. Das ist finsteres Mittelalter. Ich empfehle das Integrieren
der Chippendales in die Liturgie oder 50 Taler Begrüßungsgeld für jeden Kirchenbesuch.
@maja nimm es nicht soooooo genau. Die Redaktion hier nimmt es auch nie genau. Nicht Nachrichten sind
hier das Interessse … sondern eigentlich immer der (angebliche) Skandal. Und manchmal wird so berichtet –
ohne Skandal, dass prompt User den Skandal zwischen den Zeilen sofort entdecken. DAS ist ein tolles Spiel.
und nun der 2. Teil MAJA (Fortsetzung): Welcher Pfarrer würde nicht, wenn die Bänke schonmal aus der
Kirche sind, den Boden grundlegend sanieren. Das finde ich nur praktisch gedacht – und man muß die Kirche
deswegen nicht nochmals schließen. Sicherlich wäre aber das Pfarrheim der angemessenere Ort gewesen –
aber ich denke mal mit 250 war es einfach zu klein – und nicht überall gibt es eine mietbare Stadthalle –
zumal man bei solchen Angelegenheiten nie weiß, wieviele kommen. Was mich stutzig macht: Im Artikel steht:
„eine deutschlandweit einmalige Gemeindekonfferenz“. Also: an meiner alten Stelle gab es alle 2 Jahre
eine Pfarrkonferenz – und es kamen immer zwischen 100 oder 200 Personen (man kann eine Nachricht auch
zur Nachricht machen…). Euer Maja – Soweit erstmal mein Rundumschlag für heute.
Priesterkleidung Ein Polizist trägt Uniform, ebenso ein Bahnschaffner;sogar ein Zimmermann, ein Arzt
und ein Koch sind an ihrer Kleidung zu erkennen. Nur moderne Priester sieht unbedingt aus wie „Jedermann“.
Und wenn mir auf der Straße plötzlich was passiert und mich der Tod ereilt, dann wird kein Priester
zu finden sein, weil man ihn nicht erkennt oder weil Montag ist und er gerade frei hat!
finde ich gut Zunächste einmal finde ich es gut, daß das Volk Gottes gefragt wird, wie es in der Pfarrei
seinen Glauben leben will. Der Pfarrer steht durch den Auftrag seines Bischofs im Dienst an seiner Kirchengemeinde
und nimmt seinen Dienst sehr engagiert wahr. Auch, daß Nichtchristen zur Pfarrversammlung eingeladen
sind ist nicht von vorneherein zu verurteilen – denn nur sie können aus ihrer Sicht einem das Wissen
vermitteln, wie man missionarisch Kirche sein kann und Nichtglaubende ansprechen kann. Ob es kirchenpolitisch
(und überhaupt) klug ist, einen Sportwagen (Fiat sportive? Porsche?)zu fahren mag dahingestellt sein.
Ich bin selbst Priester in einem SSB und könnte das aus Solidarität mit den Ärmeren nicht. Generell
auf die Priesterbesoldung zu schimpfen ist aber nicht angemessen. Als Weltpriester haben Sie den evgl.
Rat der Armut nicht versprochen (und könnten dies auch nicht) in ihrem Dienst (Mobilität, Residenzpflicht,
mobile Erreichbarkeit)… Mehr in meinem 2. Artikel (zuviele Zeichen)
@Avila Ich erwarte von einem katholischen Priester ein würdevolles Auftreten, in Person und Kleidung
kannst Du mal diese Würde im Auftreten beschreiben? da er in persona christi auftritt nur bei der Feier
der Eucharistie und der Spendung der Sakramente. nicht in Feiern von Parties darf ein Priester zu keinem
Fest gehen? Das ist ein Mann, der sich feiert und sich selbst darstellt, aber nicht Gott! diese Aussage
ist ein Wander-spruch… inhaltsleer und ohne Belang im Blick auf konkrete Menschen, die du nicht kennst.
Ansonsten finde ich die Idee mit dieser „Pfarrei-Synode“ sehr gut! „Was würde Jesus in unserer Situation
und in unserem Ort tun?“ Diese Frage sollte sich jede Pfarrei immer wieder mal stellen … und sie kann
bestimmt nicht vom Pfarrer allein beantwortet werden.
#11 MariaGoretti 21:03:44 | Sonntag, 19. Februar 2006
„Pfarrer“ in jeans und Sportwagen, nein! Ich erwarte von einem katholischen Priester ein würdevolles
Auftreten, in Person und Kleidung, da er in persona christi auftritt, in Priesterkleidung mit römsichem
Kragen und in würdevoller Feier der hl.Messe und nicht in Feiern von Parties, wodurch auch ein Kirchenraum
entehrt wird. Das ist ein Mann, der sich feiert und sich selbst darstellt, aber nicht Gott! Aber die Darstellung
und dass er im Bistum Mainz beliebt ist, das passt zum Bischof von Mainz! Was wohl unser HERR UND MEISTER
dazu sagen wird?
Sportwagen Vor 7 Jahren habe ich mal über das Gehalt eines Pfarrers gesprochen. Eigentlich für einen
redlichen Christen gar nicht aufbrauchbar. Da sagte ich noch zu meinem Nachbarn, man kann sich ja viel
kaufen als Pfarrer, aber auf einen Sportwagen sollte man grundsätzlich verzichten, weil ein Luxusobjekt
mit der Berufung nicht vereinbar ist. Wer das nicht erkennt, hat das Christ sein verpennt. www.desiderat.org
@Bernieboy Du hast recht, eigentlich ist es nicht in Ordnung. Nur vergiß eines nicht, daß genau diese
Gestalten wie der Jeans-Pfarrer und sein Faschings-Kardinal-Chef diese Ordnung zerstört haben und sie
Tag für Tag weiter zerstören.
Wie der Herr, so’s Gescherr Hochwürden Groß scheinen genauso verkommen wie sein oberster Dienstherr,
der verfettete Faschings-Kardinal Lehmann. Wie bereits die heilige Anna Katharina Emmerick sagte: Die
meisten Priester kommen in die Hölle!