kreuzmeldungen
Papst zum Karikaturenstreit + Schweizer Pfarrer muß gehen + Teure Geschichte + Priesternachwuchs + Kriegsverbrecher Ariel Sharon
Papst zum Karikaturenstreit

Vatikan. Papst Benedikt XVI. erklärte gestern beim Antrittsbesuch des neuen marokkanischen Botschafters beim Heiligen Stuhl, daß es für den Frieden zwischen den Völkern nötig sei, die Religionen und ihre Symbole zu respektieren. Gläubige dürften nicht zur Zielscheibe von Provokationen werden, die ihre religiösen Gefühle verletzen. Andererseits seien Intoleranz und Gewalt keine legitimen Reaktionen auf Beleidigungen. Sie seien mit den heiligen Grundsätzen der Religion unvereinbar.

Schweizer Pfarrer muß gehen

Schweiz. Der Bischof von Chur, Mons. Amédée Grab, hat die Demission des Pfarrers von Domat/Ems, Hw. Matthias Rey, angenommen. Dies teilte das Bistum in einer Pressemeldung mit. Chur befindet sich in der Südostschweiz. Pfarrer Rey wird seine Herde zum Ende des Schuljahres verlassen. Der Bischof habe feststellen müssen, daß die Lage in der Kirchgemeinde „zusehens eskalierte“ und sich die Fronten verhärtet hätten. Er habe sich in seinem Gewissen verpflichtet gefühlt, die Demission von Pfarrer Rey anzunehmen. Die Entscheidung bedeute – so der Bischof – kein negatives Urteil über dessen pastorale Arbeit, die ausdrücklich anerkannt und verdankt werde. Bischof Grab möchte der Pfarrei Domat/Ems „einen Neuanfang“ ermöglichen.

Teure Geschichte

Deutschland. Die Renovierung des Generalvikariates der Erzdiözese Paderborn soll nach unbestätigten Angaben bisher acht Millionen Euro gekostet haben. Paderborn liegt im Nordosten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen.

Priesternachwuchs

Bayern. In den bayrischen Bistümern soll es eine Explosion der Berufungszahlen geben. Seit vielen Jahren würden sich nicht mehr so viele Kandidaten in den Priesterseminarien melden. Als Grund vermutet man den Rückenwind der Ereignisse des letzten Jahres: die Wahl des bayrischen Papstes, der Weltjugendtag und der Tod von Johannes Paul II. Der Boom betrifft jedoch nicht alle. Ausgenommen sind offenbar die Traditionalisten in Bayern. Die Eintritte im Priesterseminar der Petrusbruderschaft in Wigratzbad sind bescheiden, jene im Seminar der Piusbruderschaft in Zaitzkofen bei Regensburg sogar sehr schlecht. Dort gebe es mittlerweile mehr Polen als Deutsche. Außerhalb von Bayern blühen die ‘Servi Jesu et Mariae’ von Pater Hönisch. Erfreulich ist der Nachwuchs auch in der Erzdiözese Vaduz.

Kriegsverbrecher Ariel Sharon

„Einen berüchtigten Namen machte sich Sharon erstmals 1953, als er in Jordanien einfiel und 45 Häuser in der Stadt Qibya im Westjordanland in die Luft jagt, die damals unter jordanischer Herrschaft stand. Die Einheit 101 tötete 69 Menschen, die Hälfte davon waren Frauen und Kinder. Der Angriff war angeblich eine Vergeltungsaktion für den brutalen Mord an einer Frau und zwei Kindern in Zentralisrael, aber Qibya hatte mit diesem Anschlag nichts zu tun. Im gleichen Jahr griff Sharons Einheit das Flüchtlingslager El-Bureig auf ägyptischem Gebiet südlich von Gaza an und tötete 50 Flüchtlinge.“

Aus einem Artikel von Jean Shaoul vom 3. Februar 2006 auf der ‘World Socialist Web Site’
      
29 Lesermeinungen
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#30   Pero   21:13:56 | Mittwoch, 22. Februar 2006
Es ist schon eigenartig
wie sich manche Philosemiten krampfhaft an ihren Vision krallen, jeden, der es wagt am Augapfel Gottes zu rühren, mit Verachtung und Haß zu strafen. Sie decken damit bedingungslos die Verbrechen des Staates Israel, und fallen somit der israelischen Friedensbewegung, die allerdings von unseren Medien totgeschwiegen wird, in den Rücken! Sie verhindern somit den Friedensprozess und machen sich schuldig am tausendfachen Tod Unschuldiger. Sie sind auf beiden Augen blind und merken nicht daß sie sich vor den Karren des Zionismus spannen lassen. Sie sollten mehr von z.B. Moishe Ayre Friedman, dem Oberrabbiner der orthodoxen jüdischen Gemeinde Wiens lesen, der immer wieder betont, daß Theodor Herzl eine Kathastrophe für das Judentum bedeutet!
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#29   Romulus   17:05:53 | Mittwoch, 22. Februar 2006
@Richard Die verschiedenen Keulen
Sie brauchen hier gar nicht so larmoyant aufzutreten. Argumente hat unten Frl. Ilse gebracht. Darauf gingen Sie mitnichten ein, weil Sie einfach keine Ahnung haben. Stattdessen kamen Sie mit ihren kruden Weltverschwörungstheorien. Dann wundern Sie sich noch, dass andere diese Theorien einfach satt haben. Suchen Sie sich doch mal was anderes oder andere, die an allem schuld sind, z.B. die Radfahrer, oder wäre das nicht mal was anderes?
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#28   richard   14:32:19 | Mittwoch, 22. Februar 2006
Die Bestätigung
dessen, was ich bisher schrieb, fand ich jetzt in kreuz.net-Kurzmeldungen unter dem Datum 22.2. „Arme Bäume“. Nicht die Bäume, sondern deren total verarmte pal. Besitzer sind zu bedauern. Schlaglichtartig wird klar, was hier abläuft und wie „Land gekauft wird“.
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#27   Sozialkatholisch   22:42:20 | Dienstag, 21. Februar 2006
@ Irenäus
Da haben sie natürlich recht, aber in Israel leidet die röm/kath kirche auch. Im Irak leiden die alten Kirchen sprich katholische, syrisch Orthodoxe erst richtig seit die Amerikaner dort einmarschiert sind. Ich will hier nicht der Anwalt des Islam sein, wie gesagt Juden und Moslem sind beide antichristlich und unser Herr Jesus Christus wird uns alle richten so oder so.
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#26   Evelin   22:37:41 | Dienstag, 21. Februar 2006
Israel: Ein Fall für Theologie und Völkerrecht
@ MK28: Dass die USA eine Freimaurergründung sind mit entsprechenden Ritualen und Enblemen wird Ihnen wohl nicht entgangen sein. Was die US-amerikanische Militär- und Außenwirtschaftspoltik betrifft, lesen Sie die Leserzeitung Die iranische Ölbörse – der Todesstoß für den US-Dollar? www.kreuz.net/bookentry.333.html
Zu Israel: Es ist seltsam, dass auf einem kath. Forum der rel. Hintergrund oder vielmehr Pseudohintergrund nicht erörtert wird. Denn tatsächlich gibt es keine Prophezeiungen, die eine Gründung Israels auf zion. (nationalistisch-masonistische) Weise zum Inhalt haben.
Im Gegenteil: Sie widerspricht den Prophezeiungen Christi und ist solchermaßen eine widergöttliche Anmaßung, ein neuer Turmbau zu Babel. Ich hoffe nur, dass nicht auch noch versucht wird (Scharons „Spaziergang“ auf dem Tempelberg war dafür ebenso ein Hinweis wie die fortgesetzten israelischen Grabungen unterhalb desselben), den Tempel wiederzuerrichten, sonst passiert wirklich ein Unglück.
Völkerrechtlich scheint die Sache klar: Israel in den Grenzen von 1967, außerhalb hat es nichts verloren, kein Siedlungsbau, kein Mauerbau, keine Vergeltungsschläge usw. – auch nicht in Ostjerusalem. Selbstverständlich haben palästinensische Attentäter nichts auf israelischem Gebiet zu suchen.
Menschlich und realpolitisch erscheint nach der israelischen Siedlungspolitik der vergangenen 40 Jahre der Konflikt unlösbar: Da haben sich die „Richtigen“ gefunden.
Der Gatte der Evelin
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#25   richard   22:34:12 | Dienstag, 21. Februar 2006
@MK28: „Die Juden haben Land
gekauft“. Danke MK28, der Abend ist für mich gerettet und ich gehe jetzt heiter schlafen. Ja, die Weltgeschichte und Mäxchen Treuherz. Ein Geheimtipp: fahren Sie doch mal selbst in das „korrupte“ Palästinenserreservat MK28, es geht nichts über Eindrücke vor Ort! Gute Nacht allseits!
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#24   Pero   22:27:14 | Dienstag, 21. Februar 2006
Heute wurde der Holocaustleugner David Irving in Wien zu drei Jahren bedingt verurteilt
…das ist das Strafausmaß für Raubmord, Bankraub, Vergewaltigung usw. Man mag über Irving denken wie man will. Aber dieses Urteil für ein politisches Gesinnungsdelikt? Würde jemand verurteilt der die Indianerausrottung bezweifeln würde? Oder die Atombomben auf Japan? Völlig absurd! Aber der Holocaust ist in Österreich, Deutschland, Frankreich und in der Schweiz gesetzlich geschützt! Frage: Warum wird eine historische Begebenheit zum Gesetz erklärt?
Antwort a: Alle haben Angst vor den Juden. (Siehe Johannesevangelium)
Antwort b: Der Holocaust ist die Grundlage des israelischen Staates. (Nahum Goldmann)
Die islamische Welt weiß das alles. Deswegen trifft sie der geballte Haß und die Verachtung Israels:
Rabbi Yaacov Perrin, London Times, 28.2.1994: „Eine Million Araber sind nicht den Dreck unter dem Fingernagel eines Juden wert.“
Solange die israelische Politik von rassistischer Ideologie geprägt ist, wird es keinen Dialog, geschweige Frieden geben. Und der Panzergeneral Sharon gehört eben zu diesen unversöhnlichen Hardlinern!
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#23   Irenäus   22:27:11 | Dienstag, 21. Februar 2006
treulose Juden
Man mag zum Staat Israel stehen, wie man will. Aber der Kirche geht es dort doch erheblich besser als im Vergleich zu den Nachbarländern.
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#22   Sozialkatholisch   22:21:16 | Dienstag, 21. Februar 2006
Verschwöhrungstheorien
Erbärmlich angehauchte Verschwörungstheorien? Ich habe in Jerusalem Zeitungen gelesen, wo drin stand: Wir dürfen den arabischen Jugendlichen keine Ausbildung geben, so werden sie am besten gezwungen in andere arabische Staaten abzuwandern usw. usw.
Dan hab ich mir Jad Waschem angeschaut, die meisten Besucher waren israelische Soldaten, wahrscheinlich um sie irgent wofür anzustacheln.
Viele Orthodoxen Juden lehnen übrigens den modernen zionistischen Staat als gottlos ab. Dann noch zur Antisemitismuskeule, Noah hatte drei Söhne Sem, Ham, Jaffed glaubt hier einer das nur die Juden von Sem abstammen?
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#21   MK28   22:15:06 | Dienstag, 21. Februar 2006
Antiamerikanismus und Antisemitismus
gehen mal wieder Hand in Hand. Da wird anderenorts ier im Forum ein Befreiungstheologe gefeiert, wenn man hier feststellt, daß die Twin Towers das Opfer eines islamistischen Terroranschlags geworden sind, zu dem Al Quaida sich ja auch bekannt hat, muß man sich belächeln lassen und dann natürlich der penetrante Israel-Haß. Danke, Frl. Ilse, Romulus etc.; ich dachte schon, hier seinen alle irgendwie mit diesem Verschwörungstheorie-Bazillus infiziert.
Richard, Sie legen mir Sachen in den Mund, die ich so nicht geschrieben habe. Aber daß die Palis es trotz Milliarden Entwicklungshilfe es nicht hinkriegen, ihr Gemeinwesen zu organisieren, dürften doch selbst Sie zugeben. Und weshalb die Israelis dafür Schuld tragen sollen, ist mir nicht ganz klar.
Die Juden haben da Land gekauft, ganz legal. Dann hat die UNO ihnen nach den NS-Verbrechen einen Teil des Landes gegeben, wie den Pal. auch. Die Gründung Israels war damit ebenfalls legal, i.ü. vom Vatikan anerkannt. Und Ägypten und Jordanien leben in Frieden mit Israel. Nehmen Sie das doch endlich einmal zur Kenntnis.
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#20   richard   22:14:05 | Dienstag, 21. Februar 2006
@romulus: Ich habe darauf
gewettet und gewartet, romulus! Wenn man argumentativ in der Sackgasse landet, nimmt man immer total erregt seit Abraham folgende Keulen (einzeln oder zusammen):
a) Antisemitismuskeule
b) Weltverschwörerkeule
c) Nazikeule
d) Demokratiekeule (Sie haben hier nichts mehr zu reden, verschwinden Sie, ICH bestimme, wer hier wo und was zu sagen hat).
Sehr schön romulus, nur wirken diese Keulen überhaupt nicht mehr, die Welt hat sie satt. Kommen Sie mir bitte doch mit Argumenten und keinen Verboten.
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#19   Sirilo   22:11:13 | Dienstag, 21. Februar 2006
@Richard: Bitte keine ollen Kamellen!
Es ist zum Staunen, wie jemand aus purer Voreingenommenheit olle Kamellen wiederkäut, die schon längst widerlegt und abgetan sind – wie etwa die Geschichte von den 12.000 Leuten, die am 11.9.2001 im WTC angeblich nicht zur Arbeit erschienen waren. Die Geschichte ist ganz einfach: Die Anschläge auf die beiden Türme erfolgten relativ früh am Vormittag, so daß ein ganz großer Teil der dort Beschäftigten wegen der gleitenden Arbeitszeit noch gar nicht zur Arbeit erschienen war.
Aber wer an der Krankheit der Konspirationitis (Verschwörungswahn) leidet, dem sind die naheliegenden Erklärungen wohl zu einfach.
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#17   richard   21:44:58 | Dienstag, 21. Februar 2006
„Festsitzende Vorurteile“
MK28, die bestätige nicht nur ich Ihnen: „Schlechte Lebensbedingungen und selbst daran schuld“ – natürlich, klar, war ja auch einstens so bei Juden und Nazis. „Korruptes und verfilztes pal. Volk“ – natürlich, klar, haben durch ihr Verhalten jede Chance auf Hilfe verspielt, „alle Araber sind ja so“ (womit wir wieder beim hinkenden Rheinländer wären). „Taktisch und strategisch“ – nachdem Sie das für so abwegig oder lustig finden MK28, ein Beispiel: Ein Nachbar bedroht mit Gewaltworten Ihre Familie viele Jahre lang. Alles gute Zureden und bitten Ihrerseits nützt nichts, Sie werden verlacht und von ihm angespuckt. Da schlagen sie dann zu, einmal und fest. Wissen Sie, wer Sie sind, MK28? Ein Kriegsbeginner, Sie haben sich selbst so definiert. Das ist übersetzt in Zeitraffer die Geschichte Palästinas, von Herzl bis heute, nur daß es in der Tat nicht mit Gewaltworten begann…
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#16   Sozialkatholisch   21:04:42 | Dienstag, 21. Februar 2006
Frl. Ilse
Die tanzenden Palästinenser, die beim Twin-Tower Anschlag tanzend im Fehrnsehen die Welt schockierten, war eine Fälschung. Später wurde ganz leise nebenbei gemeldet das die Aufnahmen von einem Fest vor dem Anschlag stammten.
Juden und Muslime leugnen beide die Gottessohnschaft unseres Herrn Jesus Christus und sind damit antichristlich gesinnt. Wir sollten mehr um die Bekehrung dieser Irreligionen beten und durch Verständnis für beide Seiten christliches Zeugnis geben.
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#15   richard   20:33:15 | Dienstag, 21. Februar 2006
Als die 2 Türme stürzten,
verehrtes Fräulein Ilse, verhaftete die New Y.Polizei u.a. tanzende Juden auf einer Aussichtplattform. An diesem ganz normalen Arbeitstag fehlte fast die ganze Besatzung der 2 Türme, kam nicht in die Büros (ca 12.000 Menschen). Haben Sie sich, liebes Fräulein, schon einmal in Ihrem stilllen Kämmerlein gefragt, warum die nicht zur Arbeit gingen, alle 12000? Ich hätte noch eine ganze Liste derart „unanständiger Fragen“. Sie haben ja so Recht: alles läuft in Israel ganz legal und gerecht ab. Diese sch… Palästinenser, dieses ewig unzufriedene, terroristische Gesindel, sie kommen ja schon mit der MP in der Hand auf die Welt und auch die arabischen Brüder wissen das (ob es tatsächlich sein kann, daß das tägliche Getreide aus den USA für Ägypten ausbleibt, wenn die aus dem Ruder laufen wollen…dürfte nur paläst. Propaganda sein). Ja, das Herrenvolk ist im Recht (was ja übrigens Jedermann schon in der Bibel nachlesen kann).
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#14   MK28   20:29:35 | Dienstag, 21. Februar 2006
Israel
Frl. Ilse, danke für die nötige Richtigstellung. Ich befürcht nur, gegen festsitzende Vorurteile kommen auch Fakten nicht an.
Richard, ist Ihnen schon mal der Gedanke gekommen, daß die Palis an ihren zugegebenermaßen schlechten Lebensbedingungen selbst schuld sein könnten? Wissen Sie, wieviel Geld allein die EU der pal. Autonomiebehörde jährlich überweist? Oder die Arabische Liga? Und was wird damit gemacht? Es versickert in den Taschen der pal. Führungsclique. Das einzige, was die pal. Autonomie hingekriegt hat, ist ein korruptes und verfilztes System. Daran sind die Israelis bestimmt nicht schuld. Denen wäre an einem funktionierenden Palästina durchaus gelegen, weil man dann einen Verhandlungspartner hätte.
Daß Israel heute eine High-Tech-Weltmacht ist und es in Tel Aviv Cafes gibt, die in Gaza fehlen, liegt eher an der Kultur und der Regierungsform denn an Unterdrückung und Raub.
Und Ihre Unterscheidung zwischen taktischem und strategischem Angreifr ist zum Schießen. Damit machen Sie jedes Aggressionsopfer im Nachhinein zum Angreifer. Deshalb bleibe ich lieber bei der klassischen Definition: Wer den ersten chuß abgibt, ist solange als Angreifer anzusehen, bis die Präventivlage bewiesen ist.
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#13   Frl.Ilse   20:16:00 | Dienstag, 21. Februar 2006
@richard
Meines Wissens haben die Palästinenser 1948 die Aufteilung des Landes in zwei unabhängige Staaten abgelehnt – das war ein Vorschlag der UNO gewesen. Israel war dazu bereit. Meines Wissens haben die ersten Einwanderer aus Europa in der Zeit vom Ende des 19. Jahrhunderts bis 1920 ihr Land ganz legal vom damaligen Herrscher, dem türkischen Sultan, gekauft. Den scherten nämlich die dort lebenden Araber nicht, genauso wenig, wie die Nachbarländer Ägypten und Jordanien viel für die Palästinenser übrig haben. Sie wissen, warum. Ägypten hat mit Israel schon lange Frieden geschlossen und lebt sehr gut damit. Jordanien hat die Palästinenser Anfang der 70er Jahre mit einem blutigen Massaker aus dem Land getrieben, weil sie versuchten, einen Staat im Staate Jordanien zu errichten. Die Palästinenser gingen in den Libanon und stürzten dieses Land, die ehemalige „Schweiz des Nahen Ostens“ in den Bürgerkrieg, der erst in den 90er Jahren mit dem Frieden von Taifa endete. Die Palästinenser entführten Flugzeuge, Schiffe, richteten das Olympia-Massaker in München an u. gaben sich alle Mühe, möglichst viele unbeteilgte Zivilisten zu töten. Als die Twin Towers fielen, tanzten die Massen auf den Straßen; als Saddam Hussein Kuweit überfiel, gab es auch Freudentänze. Soviel zu den „armen“ Arabern und den „bösen“ Isaelis.
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#12   richard   18:51:00 | Dienstag, 21. Februar 2006
@ MK28: Kennen Sie
den entscheidenden Unterschied zwischen dem taktischen und dem strategischen Angreifer? Wenn nicht, machen sie sich schlau. Wegen „Fensterplatz im Cafe“ (abgesehen von Ihrem unfreiwilligen Zynismus): In Israel gibt es noch Cafes mit Fenster, im immer kleiner werdenden Reservat der Palästinenser begegneten uns diese nicht. Dort kann die bettelarme Bevölkerung entweder aus Fensterlöchern oder aus Blech- oder sonstigen Buden ohne Glas und ohne Kaffee gucken. Mann, Sie haben nicht den geringsten Tau über die Lebensverhältnisse der Palästinenser dort und quasseln…Ach Gottchen!!!
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#11   MK28   18:35:01 | Dienstag, 21. Februar 2006
Israel
Richard, es mag ja sein, daß es rückblickend nicht gerade clever war, Israel ausgerechnet in Israel zu gründen – es gibt auch viele, v.a. theologische Gründe dafür – nur ändert das eben nichts an der Realität, wie sie sich uns darstellt. Wir haben einen kulturell europäischen Staat Israel mit mehreren Mio Einwohnern, die da zT seit Generationen leben, der völkerrechtlich anerkannt ist. Und diese Menschen und ihr Staat haben ein Recht auf Selbstverteidigung.
Umgekehrt haben die Palästinenser nun in ihrer Mehrheit die Hamas gewählt, die Israel ausradieren wil. Bereits jetzt sind in Israel Fensterplätze in Cafehäusern leer, auch Busfahren ist ein riskantes Vergnügen geworden. Weshalb soll sich Israel denn nun nicht davor schützen dürfen?
Im übrigen: Willst Du ernsthaft bestreiten, daß es 1948 und 1973 die Araber waren, die den ersten Schuß lösten? Und 1967 waren es die Ägypter, die die Meerenge sperrten und die Syrer, die Truppen aufmarschieren ließen. Ich kenne in Dtl. keinen seriösen Historiker, der bestreiten würde, daß Israel 1948 und 73 angegriffe wurde und 1967 einem Angriff nur knapp zuvorgekommen ist.
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#10   richard   18:30:43 | Dienstag, 21. Februar 2006
2.@ benedikt:
Man kann nicht bei 1500 zur Verfügung stehenden Zeichen ein vor Hinweisen auf Terror 1880-heute strotzendes Buch schreiben. Ich darf Sie deshalb bei Interesse höflich ersuchen, darüber die Literatur zu diesem Thema zu durchforsten. Sehr empfehlenswert empfinde ich A. Solschenyzins 2 Bände: „200 Jahre zusammen“; B.Beit-Hallahmi: „Schmutzige Allianzen“; David Korn: „Das Netz“; Jack Goldstein: „Mein Leben im rassistischen Israel“.
Natürlich ist Friede auf Basis größtmöglichster Gerechtigkeit möglich. In einem gemeinsamen Staat DER Palästinenser und Israeli und nach Rückgabe der seither geraubten Güter. Solange man jedoch vom Standpunkt des auserwählten Herrenvolkes ausgeht…
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#9   Benedikt   17:01:09 | Dienstag, 21. Februar 2006
@ Richard
Zur Durchführung der Idee wandte man ab den 20er Jahren
Also 40 Jahre nach Herzls Ideen. Ob man sich noch auf Herzl berufen konnte?
Zur Raubabsicherung braucht man nun eine 15 Meter hohe Mauer,
Wenn der Schutz vor Terror für dich Raubabsicherung ist…
Ehrlich gesagt kann ich das Bedürfnis der Israelis nach einem Refugium sehr gut verstehen. Die Verbrechen gegen das Judentum sprechen für sich. Wer will einem Verfolgten verdenken, dass er einen eigenen Staat haben will? Natürlich, in der Gegend gibt es auch noch andere Völker. Aber deren Feindschaft ist ja nun nichts gottgegebenes sondern das Ergebnis von Fanatismus auf beiden Seiten. Jedenfalls ist es alles andere als unmöglich, in dem kleinen Land friedlich zu koexistieren, das gibt es in vielen anderen Ländern auch. Man muss nur wollen – und bezüglich dieses Willens habe ich so meine Zweifel, was die Hamas angeht. Von daher finde ich den Mauerbau bedauerlich, aber verständlich. Auf, dass auch diese Mauer irgendwann falle.
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#8   richard   15:52:11 | Dienstag, 21. Februar 2006
@benedikt:
Die „Ursache für den Bau der Mauer“ ist, daß ein gewisser Theodor Herzl in Wien 1880 beschloß, einen jüdisch/zionistischen Staat in einem Land zu errichten, welches von Nichtjuden, Palästinensern bewohnt wird. Zur Durchführung der Idee wandte man ab den 20er Jahren sich immer mehr und mehr steigernd, jede Art des Terrors und der Verdrängung/Vertreibung von Autochthonen an. Wohnten 1880 in Palästina friedlich noch 15.000 Juden, steigerte sich die Zahl durch illegale Landnahme bis zum heutigen Stand. Zur Raubabsicherung braucht man nun eine 15 Meter hohe Mauer, Schußfeld und Stacheldraht, damit die Besitzer nicht mehr reinkönnen. Außerdem Rassegesetze und zwei Arten von Staatsbürgerschaft: jene der Herren und jene der Sklaven (pardon: Landarbeiter). Außerdem braucht man noch Erpreßbare, um atomwaffenfähige U-Boote „freiwillig“ geschenkt (von uns, ohne uns zu befragen) zu erhalten. Ein wahres perpetuum mobile – sie schaffen an, wir zahlen.
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#7   Elendester Sünder   15:33:21 | Dienstag, 21. Februar 2006
Zionismus
Laurentius2, was meinst Du, welche Kräfte, haben Hitler in Deutschland installiert?
Und was sagst Du zu der Vertreibung der Palästinenser?
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#6   Benedikt   15:22:19 | Dienstag, 21. Februar 2006
@ richard
Der Vergleich mit der DDR hinkt doch. Das DDR Regime wollte sich nicht von außen abschotten, sondern verhindern, dass ihm die Leute weglaufen (wie bis 1961 massenhaft geschehen). In Israel ist es umgekehrt: Sie wollen niemanden mehr reinlassen, jedenfalls nicht über die grüne Grenze. Und das ist eben nicht das Ergebnis einer selbstherrlichen Entscheidung der Israelis, sondern von jahrelangem Dauerterror der Hamas & Co., welcher seitdem spürbar zurückgegangen ist.
Es ist natürlich völlig klar, dass man sich für den Abriss der Mauer einsetzen soll. Nur dann sollte man bei der Ursache für den Bau anfangen.
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#5   richard   15:06:52 | Dienstag, 21. Februar 2006
„Verqueres Weltbild?“
Das MK28-Märchen vom in „3 Kriegen angegriffenem Israel“ glaubt selbst der dümmste aller israeli. Hilfsschüler nicht mehr, das bleibt wohl MK28 vorbehalten. „Äußere Feinde“ bewogen auch die STASI und SED, die Todesmauer zu bauen (die Opfer waren wohl selbst schuld, wie eben auch in Palästina: warum wollen sie nur drüberspringen, völlig unverständlich!). „DiePalästinenser“ wollen „den totalen Krieg“ – ach wirklich? „Die Juden“ wollen „alle ausbeuten“; „die Neger“ sind „alle faul“; „usw. – wie einfach ist doch diese Goebbelsche Wahrheit, nicht wahr? Es gibt Gott sei Dank immer mehr Juden, die sich offen widersetzen, die in der Friedensbewegung oder als Einzelpersonen die schweren Verbrechen des Staates Israel und seiner zionistischen Führung an einem autochthonen Volk, dem das Land gehört, anprangern.
@Laurentius: Ich schrieb nicht von „israelischem Militär“ und griff dieses nicht an. Ich schrieb, was MK28 frechleugnet[fett], daß Begin u.a. Kriegsverbrecher waren (Begin sprengte u.v.a. das King David-Hotel mit hunderten zivilen Opfern in die Luft und wurde von den Briten dafür steckbrieflich als Terrorist gesucht). Israel basiert auf der Idee von Rasse („Jude ist, wer eine jüdische Mutter hat“) und auf Vertreibung der Palästinenser aus ihrem Land. Israel ist in der derzeitigen Form für die Menschheit zum Alptraum geworden, es ignoriert(e) alle Beschlüsse der UNO und ignoriert(e) jedes Menschenrecht, foltert und mordet!
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#4   Laurentius2   11:43:46 | Dienstag, 21. Februar 2006
@Richard / Deutschland verliert seine Mitte
Auch wenn es gewisse Übertreibungen und die unsägliche Kollektivschuldthese gibt, auf der manche Nutznießer ihr unappetitliches Süppchen kochen, das darf doch nicht dazu führen, daß man – so wie Sie – ins andere Extrem fällt! Wir Deutschen haben keine Kollektivschuld, aber in Yad Vashem wird an den grausamen Völkermord erinnert, der von einer deutschen Regierung geplant und veranlaßt wurde, das ist nunmal ein unauslöschlicher Schandfleck in unserer Geschichte, der uns leider mit Ägyptern, Babyloniern und anderen in Verbindung bringt, die Gottes „Augapfel“ antasteten (Gott sagte zu ihnen : „Weh ihnen!“ und so können wir es auch als überwiegend wahrscheinlich betrachten, daß die überzeugten und reuelosen Nazis dafür jetzt in der Hölle schmoren.)
Auch die Gleichsetzung von israelischen Militärs mit Kriegsverbrechern ist eines katholischen Forums nicht würdig ! Denken wir an die vielen katholischen Wehrmachtsoldaten, die ihr Vaterland ebenfalls tapfer verteidigten und nun als Kriegsverbrecher diffamiert werden (Bsp. Mölders). Aber wenn selbst der Linkskatholik und Ex-Kohl-Intimus Norbert Blüm von einem „Vernichtungskrieg“ Israels gegen die Palästinenser und Deutschlands von den Medien stets hochgejubelter Taufscheinkatholik Joschka Fischer von Arafat als „großem Führer“ spricht, wen wundert da noch irgendwas … Deutschland hat im Verhältnis zu Israel längst seine gesunde Mitte verloren …
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#3   MK28   10:53:08 | Dienstag, 21. Februar 2006
Recht auf Selbstverteidigung
In mittlerweile drei Kriegen (1948, 1967 und 1973) wurde Israel angegriffen. Seit über zehn Jahren tobt zudem die Inifada bevorzugt gegen Zivilisten. Da hat der völkerrechtlich legitime und auch vom Vatikan anerkannte Staat Israel wohl das Recht auf Selbstverteidigung. Und der Bau einer Mauer zur Abwehr äußerer Feinde war schon den alten Chinesen recht. Die neuen Haßpredigten der Hamas zeigen i.ü., daß der Bau richtig ist, denn mit den Palästinensern kann man eben nicht verhandeln, sie wollen den totalen Krieg.
@ Richard, daß Zionismus und NS aus der selben Quelle sprudeln und israelische Politiker alles Massenmörder seins sollen, mag ihrem verqueren Weltbild entsprechen, aber eben nicht der Realität. Merke: Kriege gegen die Wirklichkeit kann man nicht gewinnen.
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#2   Benedikt   10:02:09 | Dienstag, 21. Februar 2006
„Todesmauer“
Diese Mauer ist tatsächlich schrecklich. Als Israeli allerdings fände ich sie dennoch notwendig: Die Zahl der tödlichen Anschläge scheint mir seitdem stark zurückgegangen zu sein. Nicht mal als die Israelis die Hamas-Führer Jassin und Rantisi eliminiert hat kam es zu einem großen Knall. Dort unten herrscht eben Krieg und Krieg ist schlimm. Es ist offenbar, dass der Frieden dort nur wenige Anhänger hat. Wenn sich ein Palästinenser-Repräsentant über die Mauer beschwert, so empfinde ich das daher als Krokodilstränen.
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#1   richard   09:44:38 | Dienstag, 21. Februar 2006
Nicht nur Sharon
ist ein mehrfacher Kriegsverbrecher, auch Vorgänger in diesem Amt, wie z.B. Menachem Begin waren Massenmörder und Terroristen. Der Zionismus sprudelt aus der gleichen Quelle wie der National-Sozialismus. Letzterer wird weltweit geächtet, zu ersterem pilgert man zu dessem „Zentralheiligtum“, nach Yad Vashem, macht dort tiefen Kotau mit Kerze und Kranz und wird anschließend gnädig von den Erbauern der Todesmauer empfangen.
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