Der Olympiakaplan der Österreicher ist ein sportlicher Salesianerpater, der sonst ein Gymnasium leitet und Religion und Sport unterrichtet.
(kreuz.net) Seit 1984 ist Pater Bernhard Maier Österreichs Olympia-Seelsorger. Das berichtete die ‘Tiroler
Tageszeitung’ am 17. Februar.
Pater Bernhard Maier wurde am 29. November 1950 in Göppingen – 35 km westlich
von Stuttgart – geboren und kam elfjährig an das Don- Bosco-Gymnasium in Oberwaltersdorf in Niederösterreich.
Der Ort befindet sich 20 km südlich von Wien.
Nach der Matura trat er 1970 bei den Salesianern ein
und wurde nach dem Ende des Theologiestudiums zum Priester geweiht. Dann unterrichtete er am Gymnasium,
dessen Direktor er seit 1995 ist.
Seit den Spielen in Sarajewo 1984 ist der Priester und Sportlehrer
der Olympia-Seelsorger Österreichs. In Turin erlebt er seine 13. Spiele. Seit 2000 ist er auch Österreichs
Paralympics-Seelsorger.
Der Pater kümmert sich um die Seele der österreichischen Olympiateilnehmer,
freut sich mit den Siegern und steht nach Schicksalsschlägen, Enttäuschungen oder Verletzungen an der
Seite der Sportler, denen es nicht vergönnt ist, das Siegerpodest zu betreten.
Daß er Priester werden
wollte, wußte der Salesianer schon als siebenjähriger Ministrant: „Das ist halt Berufung, mein Gott“ –
erklärt er vor der ‘Tiroler Tageszeitung’.
Pater Maier stammt aus einer katholischen Familie mit sieben
Geschwistern. Der Vater arbeitete bei der Post.
Im Jahr 1979 war der Geistliche der erste Salesianer
der im Don-Bosco-Gymnasium in Oberwaltersdorf Sport unterrichtete.
Er sei schon immer ein Sportfanatiker
gewesen mit einer ausgeprägten Leidenschaft für Turnen und Fußball. Jetzt hat er Probleme mit den Knien.
Er habe sich immer fit gehalten und sei stolz auf seine Figur gewesen. Auch heute trainiert der Pater
regelmäßig in seinem Zimmer auf einem Standrad, macht Yoga und achtet auf seine Gesundheit.
Während
der Olympischen Spiele wird sich der Priester aber nicht sportlich betätigen: „Sonst könnte es leicht
heißen, daß ich auf Urlaub bin.“
Untergebracht ist Pater Maier beim Pfarrer im Wintersportort Sestriere,
wo die meisten alpinen Sportereignisse der Olympischen Spiele stattfinden.
Der Ort befindet sich 60 km
westlich von Turin.
In Sestriere hat er bereits „einige wunderschöne“ Gottesdienste mit den österreichischen
Sportlern gefeiert.
Wenn die österreichischen Athleten um Olympia-Ehren kämpfen, zündet Pater Maier
für sie allerdings nicht eigens eine Kerze an.
Er lehne jede Form des Aberglaubens ab, so der Pater.
Zum Dopingskandal hatte Pater Maier vor dem Wiener ‘Radio Stephansdom’ erklärt, daß für ihn Doping
nichts anderes sei als jene „Urversuchung des Menschen, mehr sein und darstellen zu wollen als man ist“.
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Emotion In Sestriere hat er bereits „einige wunderschöne“ Gottesdienste mit den österreichischen Sportlern
gefeiert. darf eine solche emotionale Beschreibung eines Gottesdienst nicht sein? Oder gilt die nur für
eine tridentinische Messfeier mit Krönungsmesse als musikalischem Ambiente?