Muselmanen
Ein langsames und stilles Massaker
Im Iran gibt es auch Christen. Sie sind dort sogar im Parlament vertreten. Doch das alltägliche Leben ist nicht leicht. Interview mit einem Christen aus dem Iran.
(kreuz.net) Y. Khosrovian (51) ist ein im Iran geborener Armenier, der zur Armenisch Apostolischen Kirche gehört. Er stellte sich einigen Fragen von ‘kreuz.net’ über seine frühere Heimat.

Herr Khosrovian, Sie sind im Iran geboren. Was verbindet Sie noch mit diesem Land?

Meine Eltern sind zwar inzwischen gestorben, aber meine Geschwister leben noch im Iran. Ich bin seit dem Jahr 1989 in Deutschland und habe inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten.

Warum haben Sie den Iran verlassen?

Ich mußte den Iran 1989 aus politischem Grunde verlassen. Wäre ich nicht ausgereist, hätte man mich vermutlich festgenommen, inhaftiert, gefoltert, vielleicht sogar hingerichtet. Im besten Fall wäre ich jahrelang im Gefängnis gesessen.

Was hat man Ihnen vorgeworfen?

Ich kämpfte für die Demokratie, für die Rechte aller Minderheiten und für eine Gleichstellung aller Bevölkerungsgruppen. Was mir aber von der iranischen Geheimpolizei konkret vorgeworfen wurde, kann ich nicht sagen. Dort herrscht kein Gesetz. Man wird willkürlich verhaftet und beliebig verurteilt.

Wie lebt man als Christ im Iran?

Um diese Frage zu beantworten, muß ich auf die Vorgeschichte der Armenier und Christen im Iran zurückgreifen. Zu Zeiten des im Jahr 1979 gestürzten Schah Reza Pahlavi waren die Verhältnisse im Iran so, daß man jede Religion und jeden Glauben frei und ungestört ausüben und verbreiten konnte.

Damals besaßen die Armenier ihre eigenen Schulen, wo die armenische Literatur, Geschichte, Sprache und christliche Religion unterrichtet wurden.

Selbstverständlich wurden die Hauptfächer und andere Fächer auf Persisch gelehrt. Man lernte auch die persische Geschichte. Insgesamt waren 30 bis 40 Prozent der Unterrichtszeit der armenischen Sprache und Kultur gewidmet.

Die dabei verwendeten armenischen Schulbücher wurden von der Diözese herausgegeben und den Schülern zur Verfügung gestellt. Die armenische Schulen gehören den Armeniern, weil sie ohne staatliche Unterstützung gebaut wurden. Sie wurden von der Diözese verwaltet. Die Diözese stellte auch die Lehrer an, die fast ausschließlich Armenier waren. Die Schulleiter waren immer Armenier.

Haben die getrennten Schulen der Integration der Armenier in die iranische Gesellschaft nicht geschadet?

Keinesfalls. Obwohl fast 40 Prozent der Unterrichtszeit für armenische Fächer aufgewendet wurden, lernten unsere Schüler in der Regel besser als die Perser. Sie absolvierten immer mit besten Noten.

Wie änderte sich die Situation nach der Islamischen Revolution?

Nach der Machtübernahme der Mullahs – der islamischen Religionsführer –, wurden viele Beschränkungen erlassen. Jetzt durfte man in den armenischen Schulen keinen Religionsunterricht mehr erteilen. Der Unterricht der armenischen Sprache und Volksgeschichte wurde ebenfalls verboten. Alle Kulturvereine mußten jede Veranstaltung beim Innenministerium und beim Ministerium für islamische Aufklärung melden.

Die Armenier protestierten natürlich gegen diese Maßnahmen. Nach langen Widerständen wurde unseren Schulen erlaubt, die armenische Sprache zwei bis drei Stunden pro Woche zu unterrichten.

Formell gehören die Schulen immer noch den Armeniern. Aber die Direktoren werden jetzt vom Staat bestimmt.

Wie ist die Situation im staatlichen Bereich?

Staatliche Einrichtungen, Ministerien oder andere Institutionen dürfen keine Nichtmuslime anstellen. Viele Armenier und Mitglieder anderer Minderheiten, die vor der Islamischen Revolution beim Ölministerium oder bei anderen staatlichen Einrichtungen, Banken usw. arbeiteten, wurden entlassen.

Betreffen die staatlichen Maßnahmen auch das interne Leben der armenischen Gemeinschaft?

Leider ja. Man muß wissen, daß die Armenier im Iran viele Kultur- und Sportvereine besitzen. Die Kulturvereine sind sehr aktiv. Dort werden Theater aufgeführt. Tanz- und Chorgruppen üben täglich und es werden kulturelle Veranstaltungen organisiert.

Doch Theaterzenarien sowie unsere Zeitungen und Zeitschriften werden zensiert. Die Vereine werden vom Informationsministerium beobachtet. Regierungskritiker werden verfolgt, festgenommen und inhaftiert.

Wir sind als religiöse Minderheit an den Rand gedrängt. Eine Integration im Sinne der Gleichstellung oder Gleichberechtigung – wie sie vor der Revolution bestand – gibt es nicht mehr. Damals waren die Armenier im Bildungs-, Kultur- und Gesellschaftsbereich autonom.

Können Sie konkrete Beispiele für die gegenwärtige Marginalisierung nennen?

Im Iran sind Nichtmuslime zum Beispiel verpflichtet, an ihren Lebensmittelgeschäften das Schreiben anzubringen: „Dieses Geschäft gehört einer religiösen Minderheit.“

Das erinnert an die Juden im Nationalsozialismus, die auf ihre Kleider besondere Erkennungszeichen nähen mußten. Durch solche Zeichen sollen Moslems davon abgehalten werden, bei den als unrein betrachteten Ungläubigen Lebensmittel einzukaufen. Denn wenn der Moslem Lebensmittel eines Nichtmuslimen annimmt und ißt, wird er selber unrein.

Müssen sich die christlichen Frauen verschleiern?

Natürlich. Nichtmuslime müssen außerhalb ihres Hauses wie ein Moslem alle islamischen Vorschriften beachten. Aber sie sind den Moslems nicht gleichgestellt. Wenn ein Moslem einen Christen oder Nichtmuslimen tötet, kann er die Sache mit einem Bußgeld – Dije genannt – regeln. Wenn dagegen ein Nichtmuslime einen Muslimen tötet, dann wird die Vergeltungsstrafe – Hadi Qasas – gefordert, das heißt, der Nichtmuslime wird auf die gleiche Weise getötet, wie er den Moslem umgebracht hat.

Wie ist das alltägliche Verhältnis zu den iranischen Nachbarn?

Es muß gesagt werden, daß die Bevölkerung selber – außer einer sehr kleine Minderheit von religiösen Fanatikern – eine sehr gute Beziehung mit den Nichtmuslimen unterhält.

Nichtmuslime werden generell respektiert, insbesondere die Christen. Ich spreche hier von der iranisch islamischen Regierung und ihrer Politik, nicht von der iranischen Bevölkerung.

Dann scheint das tägliche Leben gar nicht so schlecht zu sein?

Man wird im Iran als Christ oder Nichtmuslime meist nicht direkt verfolgt. Aber man kann nicht leugnen, daß die genannten Beschränkungen und die direkte und indirekte Unterdrückung das ist, was ich einen weißen Völkermord nenne.

Das ist ein langsames und stilles Massaker, eine langsame Säuberung von den Unreinen. Die Jungtürken haben das 1915/16 mit den Armeniern schnell gemacht. Der Iran hat Zeit. Ob roter Völkermord oder weißer, beide dienen einem Zweck: der Säuberung des Landes von Unreinen, die nicht mit den Reinen gleichgesetzt werden können und dürfen.

Ist die iranische Regierung für diese Zustände verantwortlich?

Nicht direkt. Eine Schlüsselstellung nimmt im Lande der sogenannte islamische Wächterrat ein. Er prüfte jedes vom Parlament verabschiedete Gesetz auf dessen Übereinstimmung mit dem islamischen Recht – der Scharia. Gegebenenfalls wird ein vorgeschlagenes Gesetz abgelehnt.

Bei der Präsidentschaftswahl 2001 ließ der Wächterrat nur zehn der 814 Bewerber zu und schloß wie 1997 alle Frauen aus. Im Vorfeld der Parlamentswahl 2004 schloß der Wächterrat abermals Tausende Bewerber aus.

In diesem Rat spielt der bekannte Ayatollah Sanei eine entscheidende Rolle. Im Jahre 1986 sagte er im staatlichen Fernsehen über Christen und Nichtmuslime: „Sie gehören zur niedrigsten Art von Tieren.“ Für diese Aussage hat sich der Ayatollah bei den Nichtmuslimen bis heute nicht entschuldigt.

Wie beurteilen sie den gegenwärtigen Präsidenten des Iran Mahmud Ahmadinedjad?

Ich halte ihn für einen religiösen Fanatiker. Der neue Präsident Mahmud Ahmadinejad sagt nichts anders als Ayatollah Khamenei oder der Wächterrat. Ayatollah Khamenei ist der Nachfolger von Ayatollah Chomeini als Religions- und Revolutionsführer. Er ist Oberstbefehlaber aller Streitkräfte Irans und hat das letzte Wort, und er sitzt an der Spitze des iranischen Staates.

Sie sprachen am Anfang vom Folterungen und Hinrichtung von Christen. Können Sie Beispiele nennen?

Einige Jahre nach der Islamischen Revolution wurde der protestantische Pfarrer Hussein Sudmand hingerichtet. Grund: Er war ein zum Christentum bekehrter Moslem, der auch den christlichen Glauben verbreitete.

Mehdi Dibadj – ebenfalls ein evangelischer Pfarrer – bekehrte sich vor 40 Jahren, lange vor der islamischen Revolution, zum Christentum. Die islamische Regierung nahm ihn fest. Er verbrachte neun Jahre im Gefängnis, davon zwei Jahre in Einzelhaft. Dibadj war vor seiner Inhaftierung als Pfarrer und Bibelübersetzer tätig. 1992 mußte sich seine Frau unter Androhung einer Steinigung von ihm scheiden lassen und einen fundamentalistischen Moslem heiraten.

Unter dem Druck der Weltöffentlichkeit kam Dibadj Anfang 1994 frei. Später wurde er von Sicherheitsleuten entführt und auf grausame Weise erstochen.

Ein anderes Beispiel ist der Armenier Haik Hovsepian, ebenfalls ein evangelischer Pfarrer, der sich gegen die Unterdruckung der Christen einsetzte. Auch er wurde entführt und erstochen. Seine Leiche wurde außerhalb von Teheran gefunden.

Der Armenier Mikaelian war ebenfalls ein Protestant. Auch er wurde von Sicherheitsleuten entführt und erstochen. Viele weitere Evangelisten wurden entführt, erstochen oder inhaftiert.

Wie steht die gegenwärtige Regierung den Christen gegenüber?

Als Präsident Khatami 1997 an die Macht kam, änderte sich die politische Lage ein bißchen zum besseren. Doch im Iran kann kein Präsident grundsätzlich etwas ändern, weil Ayatollah Khamenei und der Wächterrat das letzte Wort haben.

Aber die Minderheiten sind doch im Parlament vertreten…

Ja, das stimmt und gilt für die Armenier, Zoroastrer, die Assyrer und die Juden. Die Armenier besitzen zwei Abgeordnete. Die anderen Gruppierungen jeweils einen. Dies ist zwar nicht unwichtig, hat aber vor allem eine symbolische Bedeutung. So kann der Iran der Welt verkünden: Seht mal, wir sind so demokratisch, daß die Minderheiten ihre Abgeordneten ins Parlament schicken können.

In Wahrheit haben diese Abgeordneten nichts zu sagen. Sie können zum Beispiel auf die Minderheitenpolitik keinen echten Einfluß nehmen.

Herr Khosrovian, wir danken Ihnen für das Gespräch.
      
14 Lesermeinungen
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#14   Y.Khosrovian   15:19:14 | Mittwoch, 1. März 2006
GerdEric:
Lieber GerdEric,
nun weiss ich konkret was Sie meinen. Was um den Protestanten als solchen, worüber in von Ihnen bezeichneten Artikel berichtet wurde, bin ich weder einverstanden noch akzeptiere ihre denk- und verhaltensweise. Es sind heutzutage viele Sekten und religöse Grupierungen, die eher ein Misst macher sind als einen Glaubenszeugen. Fasst alle solche gläubiger, können einfache thologischen Fragen nicht antworten. Für mich sind sie nicht anderes als muslimsche Fanatiker. Muslimische Fanatiker können auch die einfachen thologischen und sogar ihrer religösbetreffenden Fragen nicht antworten. Je mehr man Fanatiker ist, weisst er weniger, es ist so. Agressivität, Lügen, Gewalt u.ä. kommt von Schwächen, und nicht vom Stärken. Was aber um Protestan im Iran betrifft, gehören sie nicht zu solchen Gruppen, die sind in dem Richtung, wie hier evanglische freie Kirche oder so ähnliches. Ich habe von denen(Protestanten im Iran) nie eine solche Behauptungen oder Verbereitung als solches, wie in Bericht steht, gelesen und gesehen. Ich würde aber sagen, diese Gruppierungen und Sekten werden so lange existieren und sich vermehren, wie lange die anderen Kirchen, ob es Katholische, Evangelische, Orthodokse, oder wie unsere Armenische wäre, nicht in der Lage sind heutigen generation zu sich nehmen. Entäuschung, Perspektivlosigkeit, unklare- und unsichere Zukunft, sind allgemeinherschenden Stichwörter für unseren neue Generation.
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#13   GerdEric   09:19:33 | Dienstag, 28. Februar 2006
@ Khosrovian
Lieber Khosrovian,
Evangelische, Protestanten werden hier als Sektenanhänger betrachtet, wenn ihnen überhaupt Christein anerkannt wird.
Es geht hier nicht um einen Austausch verschiedener christlicher Sichtweisen, es geht hier nur um den einen Weg, den sich hier wenige Katholiken aneignen, zu vertreten, von dem aus deren Sicht, selbst die letzten Päpste ausgeschlossen sind.
www.kreuz.net/article.2778.html
Hier ist ein Beispiel, zu dem „Protestanten“ dienen. Da werden alle unter einem Begriff geworfen, und das trifft dann auch auf deine Beispiele zu die Opfer im Iran werden.
Sie werden hier missbraucht, um Stimmung gegen Muslime zu machen.
letztlich ist der Glaube im Protestatismus oder katholizismus und auch im Islam, weit gestreut,
denn der Mensch ist nicht geeignet, einen schmalen Pfad gehen zu können, weshalb ihm G’TT der HERR, einen breiten Weg gemacht hat.
MfG
GerdEric
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#12   Y.Khosrovian   21:00:01 | Samstag, 25. Februar 2006
Y. Khosrovian:GerdEric
Grüß Gott
ehrlich gesagt, ich verstehe Sie nucht ganz, was Sie damit meinen. Ich möchte auch nicht nur vermutlich, eine Antwort schreiben. Könnten Sie Ihre Frage bißchen deutliche stellen? Oder bißchen dazu was sagen?
mit freundlichen Grüßen
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#11   GerdEric   15:58:38 | Samstag, 25. Februar 2006
@ Khosrovian
Du kennst die Meinungen,
die hier von nicht wenigen, über
Protestanten oder
Evangelische oder gar
Evangelikale,
geäussert werden?
MfG
GerdEric
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#10   Irenäus   20:45:42 | Freitag, 24. Februar 2006
@turk
Daß jeder das Recht, die wahre Religion frei auszuüben, bestreitet hier niemand. Welche Fanatiker meinen Sie?
Oder wollen Sie allen Ernstes behaupten, aus dem Naturrecht folge, daß jede Religion einen solchen Rechtsanspruch habe? Das ist aber mit der Heiligkeit der Kirche unvereinbar.
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#9   Beobachterin   13:32:24 | Freitag, 24. Februar 2006
Gruß an Herrn Khosrovian
Ich möchte gerne diese Gelegenheit wahrnehmen, Herrn
Khosrovian zu grüßen und ihm ebenfalls für das Interview zu danken. Ich finde es schön, daß er sich auch in diesem Diskussionsraum persönlich hierzu auch zu Wort gemeldet hat.
Alles Gute für Sie, Herr Khosrovian!
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#8   turk   12:45:38 | Freitag, 24. Februar 2006
Grundrecht Religionsfreiheit
Was aus dem glaubwürdigen Interview auch hervorgeht: wie richtig die Katholische Kirche daran tut, naturrechtsgemäß für alle Menschen ohne jede Diskriminierung das recht verstandene und dogmatisch richtig zu interpretierende Grundrecht auf Religionsfreiheit und auf Verkündigung des Glaubens einzufordern und zu verteidigen. Dies sei insbesondere jenen Fanatikern ins Stammbuch geschrieben, die ähnlich den Progressisten weder den bleibenden dogmatischen Kern der diesbezüglich unveränderlichen religiösen Prinzipien noch die seit dem XXI. Ökumenischen Konzil der Katholischen Kirche gegebene bessere (staats)rechtliche Erkenntnis im Sinne der fortgeschrittenen gesellschaftlichen Entwicklung wahrhaben wollen.
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#7   Giovanni   09:19:20 | Freitag, 24. Februar 2006
möchte mich den Worten von Justus anschließen…
…wie leicht vergessen wir doch die Worte unseres HERRN (Mt 25, 36) :“…ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.“
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#6   Justus   09:12:14 | Freitag, 24. Februar 2006
Lieber Herr Khosrovian,
nicht nur kreuz.net gebührt Dank, sondern auch Ihnen. Es ist wichtig, dass solches Unrecht, wie es im Iran geschieht, immer wieder beim Namen genannt wird. Und niemand kann dies glaubwürdiger tun als jemand, der selbst darunter gelitten hat und leidet.
Gott schütze Sie und die iranischen Christen!
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#5   Y.Khosrovian   01:16:57 | Freitag, 24. Februar 2006
Ein langsames und stilles Massaker’
Grüß Gott
ich möchte mich bei der Redaktion des kreuz.net für Ihre Bemühungen und hervorragebde gestaltung der Interview hezlich bedanken.
ich möchte mich auch bei den Lesern, die meine Interviw hervorragend gefunden haben herzlich bedanken.
mit freundlichen Grüssen
Y.Khosrovian
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#4   Beobachterin   23:27:14 | Donnerstag, 23. Februar 2006
Reza Pahlewi und Khomeini
Den Franzosen kann man wohl keine große Schuld daran geben, daß sie Khomeini Asyl gewährten, und ebenso spielen Rußland und die „linken Stoßtrupps“ in diesem Fall keine Rolle.
Anfang 1978 verdüsterte sich die Stimmung im Iran immer mehr. Im Januar dieses Jahres demonstrierten Religionsstudenten in der heiligen Stadt Qom gegen einen in der von der Regierung kontrollierten Zeitung Ettelaat erschienenen Artikel, in dem der gute Name des Ayatollah Khomeini, mittlerweile einer der geachtetsten Schahgegner, beleidigt wurde.
Im Herbst des gleichen Jahres bat der Schah den irakischen Präsident Saddam Hussein, Khomeini aus dem Land zu werfen, der von ihm selbst 1964 ins Exil in den Irak geschickt worden war, nachdem Khomeini eine Revolte gegen die Landreform des Schahs angezettelt hatte.
Nun ging Khomeini nach Paris, und seine Schmähungen gegen den Schah konnten von dort weltweit vernommen werden.
Der Schah fürchtete danach die konservativen Kräfte sowie die Ober- und Mittelschicht des Iran. Am 16. Januar 1979 verließ Schah Mohammad Reza Pahlavi mit einer Handvoll iranischer Erde in der Tasche an Bord einer blau-weißen Boing 727 den Iran. Später kehrte Khomeini in den Iran zurück und errichtete dort den iranischen Gottesstaat unter seiner Gewaltherrschaft.
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#3   bonifatius   21:50:40 | Donnerstag, 23. Februar 2006
große Schuld der Westeurpäer
Welche Rolle spielten hier die Franzosen, die Chomeini politisch Asyl gewährten. War das ein Vorschuß für eventuell spätere gute Ölgeschäfte. Wer schürte damals den Kampf gegen Schah Reza Pahlavi? Rußland und die linken Stoßtrups der Frankfurter Schule. Insgesamt war aber doch der Westen schuld, dass der gesamte Orient ins tiefste Mittelalter zurückgestoßen wurde.
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#2   turk   21:31:11 | Donnerstag, 23. Februar 2006
Hervorragendes Interview
Vielen Dank für dieses glaubwürdige Interview.
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#1   Athanasius   19:13:57 | Donnerstag, 23. Februar 2006
Sind eigentlich nicht…
…die armenisch-orthodoxen und armenisch-katholischen Christen die grösste Minderheit im Iran? (Christen des Armenischen Ritus.)
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