Das ‘Johannes Paul II. Kulturzentrum’ in argen Finanznöten
An der Einweihung nahm US-Präsident George W. Bush teil. Jetzt läuten die Alarmglocken: „Wenn wir die Schulden nicht beseitigen, wird alles, was wir bisher aufgebaut haben, zerstört werden.“

Es besitzt eine Ausstellungsfläche von über 9000 Quadratmetern und befindet sich auf einem Grundstück von fast fünf Hektaren direkt neben der ‘Katholischen Universität von Amerika’ in Washington.
Im ‘Kulturzentrum’ geht es vor allem um die Person und das Pontifikat von Johannes Paul II. Auch persönliche Gegenstände des verstorbenen Papstes sind ausgestellt – unter anderem die von ihm in seiner Jugend verwendeten Skier.
Daneben gibt es auch Kunstausstellungen mit Werken aus den Vatikanischen Museen. Ein interaktives Museum informiert außerdem über den Glauben.

Das Konzept für das Zentrum wurde 1988 bei einem Treffen zwischen Papst Johannes Paul II. und dem jetzigen polnischstämmigen Erzbischof von Detroit, Adam Kardinal Maida, festgelegt.
Damals war Kardinal Maida noch Bischof von Green Bay im US-Bundesstaat Wisconsin. Zwei Jahre später beförderte ihn der Papst nach Detroit im US-Bundesstaat Michigan und machte ihn 1994 zum Kardinal.
Fünf Jahre nach der Eröffnung des Zentrums läuten jetzt die Alarmglocken. In einem Plan für die Jahre 2005-2009 heißt es: „Wenn wir die Schulden nicht beseitigen, wird alles, was bisher aufgebaut wurde, zerstört.“
In einem Brief an seine Priester erklärte Kardinal Maida Anfang Februar, daß das ‘Kulturzentrum’ der Erzdiözese Detroit in einer Höhe von umgerechnet fast 34 Millionen Euro verschuldet sei.

Der Direktor des Zentrums, Mons. William Kerr, hat für Mitte März eine Sitzung des Stiftungsrates angekündigt. Dabei soll eine radikale Restrukturierung beschlossen werden.
Gleichzeitig gerät Kardinal Maida in seiner Erzdiözese in die Kritik:
„Er hat das Zentrum gewollt. Jetzt muß er dafür bezahlen“, erklärte eine Ordensschwester, die im pastoralen Dienst tätig ist, nach Angaben der US-Wochenzeitung ‘National Catholic Reporter’.
Den Kardinal treffen die Finanznöte des ‘Kulturzentrums’ in einem unangenehmen Augenblick.
Seine Erzdiözese ist nämlich gegenwärtig damit beschäftigt, Dutzende von Pfarreien in Detroit zu schließen, nachdem in den letzten drei Jahren bereits über dreißig katholische Grundschulen zugesperrt wurden – aus Geldmangel.
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Donnerstag, 23. Februar 2006 21:04
Sozialkatholisch: Personenkult
Obwohl ich Papst Johannes Paul den 2. menschlich geschätzt habe hat mich der Personenkult um ihn, der ja schon zu Lebzeiten anfing, gestört.
Donnerstag, 23. Februar 2006 20:51
Bernieboy: Schade…
…wenn das Zentrum geschlossen würde,aber man muß auch von solchen Dingen Abschied nehmen können.Es wird immer solche schönen Dinge wie dieses Zentrum geben,um den Menschen zu dienen,und Johannes Paul II. gehört uns allen!
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