08:42:53 | Freitag, 24. Februar 2006
Sie tagen + Verbundenheit im selben Glauben? Zuviele Fragmente + Beichtgeheimnis versus Meldepflicht + 100.000 US-Dollar in der Minute
Sie tagenVatikan. Ab kommenden Sonntag tagt in Rom zum sechsten Mal die Kommission für die religiösen
Beziehungen zum Judentum mit Vertretern des Jerusalemer Groß-Rabbinats. Dies berichtete die ‘Katholische
Nachrichtenagentur’. Thema der Gesprächsrunde sind Fragen des Lebensschutzes und der technischen Entwicklung.
Verbundenheit im selben Glauben?Schweiz. Am vergangenen Mittwoch wurde in Freiburg – in der Westschweiz –
eine Reliquie des Heiligen Nikolaus von Myra an den mit der Römischen Kirche nicht in Einheit lebenden
Metropoliten Philaret von Weißrußland ausgehändigt. Bei der Reliquie handelt es sich um ein Stück
eines Oberschenkelknochen des Heiligen. Bei der Übergabe beschrieb der liberale Freiburger Dompropst
Claude Ducarroz den Heiligen Nikolaus als „Brückenbauer“. Die Übergabe der Reliquie sei ein „Zeichen
der Verbundenheit im selben Glauben“. Nikolaus von Myra wird als einer der Patrone Rußlands verehrt.
Zuviele FragmenteVatikan. Kurienkardinal Walter Kasper beklagte gestern bei einem Vortrag in Rom die
„Fragmentierung“ des Protestantismus. Dadurch werde der ökumenische Dialog schwieriger, weil es immer
mehr verschiedene Ansprechpersonen gebe. Während der Dialog mit den altorientalischen Kirchen gut vorankomme,
berichtet der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates von „Problemen“ mit den Reformierten.
Beichtgeheimnis
versus MeldepflichtUSA. Laut einem Bericht der Tageszeitung ‘Concord Monitor’ plant der US-Bundesstaat
New Hampshire ein Gesetz, wonach auch katholische Priester dazu verpflichten sind, jede Information über
Unzucht mit Kindern an die Behörden weiterzugeben. New Hampshire befindet sich im Nordosten der Vereinigten
Staaten. Der Kanzler des Bistums Manchester – das sich auf dem Gebiet des Bundesstaates befindet – macht
sich jetzt Sorgen um das Beichtgeheimnis. Es sei fraglos, daß der Kindesmißbrauch ein schreckliches
Verbrechen sei. Dennoch müsse das Gesetz eine Ausnahme für die Beichte machen.
100.000 US-Dollar in
der Minute„Der nun auch schon vier Jahre dauernde »globale Krieg gegen den Terror« hat bereits viel
Geld gefressen. Über die wirkliche Höhe der Kriegskosten gibt es unterschiedliche Berechnungen. Bislang
sollen es 250 Milliarden US-Dollar gewesen sein, mit den zusätzlichen 70 Milliarden würden die Kriegskosten
2006 offiziell bei 120 Milliarden liegen. 50 Milliarden »emergency spending« waren vom Kongreß bereits
im Dezember bewilligt worden. Nach dem Pentagon kostet der Krieg monatlich 4,5 Milliarden, was 100.000
Dollar für die Minute entspricht. Auf jeden Fall geht es bei diesem Krieg, der nach dem Weißen Haus
im Ausland und an der »Heimatfront« geführt wird, auch um eine gewaltige Wirtschaftsförderung für
Sicherheits- und Rüstungstechnologien. Seit 2001 ist der militärisch-industrielle Komplex mit riesigen
staatlichen Subventionen im Land der vorgeblich freien Marktwirtschaft wieder auferstanden.“
Aus einem
Artikel von Florian Rötzer auf ‘Telepolis Online’ vom 4. Februar 2006
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#3
virOblationis 20:47:58 | Freitag, 24. Februar 2006
#2
Ansgar 17:02:15 | Freitag, 24. Februar 2006
#1
Benedikt 15:36:30 | Freitag, 24. Februar 2006